Durgkirch irche: rah, egkirche 1 Purcz 4. ce Ha, kirche 5 ntelligenz⸗Olatt für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnaber * Zur Wetterauer Chronik. Der Verluſt, der unſerer Stadt Friedberg ſchon ſeit einem Jahre ungefähr gedroht hatte, hat ſie jetzt wirklich betroffen— der treue Seelenhirte, der mehr als 53 Jahre über das Wohl ſeiner Vaterſtadt in verſchiedenen geiſtlichen Aemtern, die er bekleidete, gewacht hatte, Herr Kirchen— rath G. Pilger iſt nicht mehr hie auf Erden, ſondern iſt in die Wohnungen des großen Vaterhauſes Gottes einge— gangen. Nach langer, oft auch ſchmerzhafter, ſtets mit glei⸗ cher Ruhe und Ergebung in Gottes heiligen Willen getra— gener Krankheit ſtarb er am Oſterſonntage Morgen, wäh— rend die Glocken zur Kirche riefen. Ein ſchöner Tod!— zu ſterben umgeben von den Seinen und geliebt von den Seinen, zu ſterben mit vollem Bewußtſein, aber ohne Furcht vor der herannahenden großen Stunde, ſondern voll gläu— biger Zuverſicht in Gottes Barmherzigkeit und Gnade, zu ſterben am Oſterfeſte und jenſeits zum ewigen Leben aufzu⸗ erſtehen an demſelben Tage, wo wir uns der Auferſtehung unſeres Herrn und Meiſters mit Loben und Danken erinnern, ein ſchöner Tod für einen Geiſtlichen— zu ſterben, wenn die Glocken läuten und von ihnen, denen er ſo häufig während der Wanderſchaft gefolgt war, nun auch in die Heimath gerufen zu werden.— Die unverholenſte Theilnahme an dem vorgefallenen ſchmerzlichen Ereigniſſe ſprach ſich na⸗ mentlich bei der Beerdigung der irdiſchen Reſte des hinge— gangenen Lehrers aus. Eine unabſehbare Menſchenmenge begleitete am Dienſtag Nachmittag um 4 Uhr unter dem Geläute aller Glocken die Leiche und den eigentlichen Trau— erzug, der, gebildet aus Civil- und Militär-Beamten, Corporationen und Bürgern der Stadt und angeführt von den Geiſtlichen, deren eine große Anzahl in Amtskleidung erſchienen war, in ſchicklicher Ordnung ſich zum Friedhofe bewegte.— Dort angekommen ſangen die Mitglieder des Singvereins aus dem Liede 696. die beiden letzten Verſe. Darauf hielt Herr Profeſſor Dr. Sell, die Worte der Schrift, Hebr. 13, 7. zu Grunde legend, die Grabrede, welche die vielen Verdienſte des ehrwürdigen Verſtorbenen verdienter Maßen hervorhob und das Andenken an den geſchiedenen Seelſorger den Gliedern der Gemeinde empfahl, daß ſie es im Segen behalten ſollten. Nach der Rede ſang nochmals der Singverein mehrſtimmig das herrliche Lied:„Auferſtehn, ja auferſtehn“(Nr., 267.) worauf die Verſammlung mit dem Segen des Herrn entlaſſen wurde und meiſt in der frühern Ordnung ſich in die Stadt zurückbegab. Möchten die Manen Pilgers von Allen, zu denen er während ſeines langen Lebens die Lehre oder den Troſt oder die Zurechtweiſung oder die Strafe des Evangeliums gebracht hat d. i. aber die ganze Stadt und ein großer Theil des die Stadt umgebenden Landes, dadurch geehrt werden, daß ſie ſich— wie der Verſtorbene ſtets es em⸗ pfahl und wofür er die Kraft ſeines Lebens dahingab— immer eifriger beſtreben, zu werden ein heiliges Prieſtervolk, das da fleißig iſt in guten Werken und— träge zu thun, was wider Gott ſtreitet; ein ſolcher Dank wäre beſſer, als die reichſten andern Gaben und eine ſolche Liebe ſtünde höher, als alle dem Lebenden und dem Todten bewieſene Ehre, darum laſſet uns zum Guten das Beſſere, zu dem Hohen das Höhere hinzufügen, laſſet uns zum Dank und aus Liebe gegen den Verſtorbenen himmelan ſtreben, damit er dereinſtens alle die Seinen wieder bei ſich ſieht und deren keines iſt verloren gegangen. Die zu Friedberg beſtehende Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins. Nach der, in Nr. 19 dieſer Blätter von dem Vorſtand der hieſigen Lokalſection über einen, obigen Gegenſtand be⸗ handelnden Artikel, ausgesprochenen Rüge, ſcheint Herr Soldan denſelben nicht ſo aufgefaßt zu haben, wie er ge— meint war, und wie er auch von Allen, die der Verfaſſer deſſelben, ſelbſt in öffentlicher Sectionsſitzung, darüber urtheilen hörte, verſtanden worden iſt. Weit entfernt, den Verein im Geringſten verdächtigen zu wollen, beabſich— tigte der Verfaſſer vielmehr, die Aufmerkſamkeit des hieſigen Gewerbſtandes mehr auf denſelben zu lenken, weil er, mit einem großen Theile der demſelben Angehörigen in häufiger Berührung ſtehend, ſich überzeugt hat, daß, obgleich Meh— rere derſelben ſich bei dem Vereine betheiligt haben, doch noch Viele, die hierzu eben ſo gut Urſache hätten, zurückge— lieben ſind, was wohl hauptſächlich, wie er hier wieder— holen muß, daher kommt, daß es denſelben entweder an dem rechten Sinn für dergleichen fehlt, oder ſie den Zweck und Wirkungskreis des Vereins gar nicht kennen, und war bei der Hinweiſung hierauf eben ſo wenig an eine Einwirkung auf das, was der Einzelne thun oder laſſen ſollte, gedacht, als durch das über den Zu- und Abgang von Mitgliedern Geſagte auf einen Verfall des Vereins hingedeutet wurde. Der Verfaſſer wollte damit blos ſeine Meinung, daß die meiſten hieſigen Gewerbsleute überhaupt zu wenig Intereſſe für die Sache zeigen, ausſprechen, eine Meinung, welche durch die Thatſache, daß kaum mehr als die Hälfte der nde angehören, ge⸗ n er nicht umhin, ſchließlich zu bemerken, daß er Mitglied des Gr. Gewerb⸗ vereins, faſt ſeit deſſen Beſtehen, und einer von Denen, hieſiger Lokalſection ändige Theilnahme 62 Mitglieder dem hieſigen Gewerbſta nügend gerechtfertigt wird. welche die erſte Anregung zur Bildung gegeben haben, iſt, und durch ſeitherige beſt und Mitwirkung bei allen wichtigen Angelegenheiten der⸗ ſelben, hinreichende Kenntniß von deren Stand haben konnte, um ohne fremde Beihülfe ſeine Meinung darüber ausſprechen zu können, weßhalb er von Jedem, den die Sache näher intereſſirt, bei der Redact. dieſer Blätter erfragt werden kann. Auch kan Aus dem Kreiſe Grünberg den 18. März 1845. Je empfindlicher die diesjährige ſo lang und heftig an⸗ dauernde Winterkälte eingewirkt, je größere Noth ſie an vielen Orten nach den beſonderen Verhältniſſen der Bewoh⸗ ner erzeugt hat, deſto mehr muß es die Aufgabe jedes Men— ſchenfreundes ſein, dahin zu wirken, daß die nachtheiligen Folgen derſelben ſoviel als thunlich vermindert werden. Vorzugsweiſe Schaden hat die Kälte hie nnd da, be— ſonders in den rauheren Gegenden des Vogelsberges dem Hauptnahrungsmittel der dortigen Bewohner, den Kar⸗ toffeln, zugefügt. Dieſe, in minder gegen den Eindrang des Froſtes geſchützten Kellern aufbewahrt, ſind zum großen Theile mehr oder weniger erfroren. Große Theuerung und Noth haben wir zu erwarten, wenn die vom Froſte gedrück⸗ ten Kartoffeln dem Verderben Preis gegeben, wenn nicht die Mittel, den Froſt aus ihnen herauszuziehen, oder ſie auf andre Weiſe als Nahrungsmittel für Menſchen und Vieh zu erhalten, rechtzeitig angewendet werden ſollten. Vielen Landleuten iſt es unbekannt, auf welche Weiſe man mit den erfrornen Kartoffeln, um ſie vor Verderben zu bewahren, verfahren müſſe.— Einſender dieſes, welchen lediglich liebevolle Fürſorge für das Wohl ſeiner Mitbürger leitet, erſucht darum unter Bezugnahme auf den Aufſatz „Benutzung der erfrornen Karto für die landwirthſchaftlichen Vereine vo 4. Seite 42 bis 46.) wo die Mittel, ffeln“ Geitſchrift m Jahr 1838. Nr. mehr oder weniger „ 98. angegeben ſich finden, die Herren Bürgermeiſter, in deren Händen ſich die genannte Zeitſchrift jedenfalls befinden wird, oder wo dies ausnahmsweiſe nicht der Fall ſein ſollte, denen es ein Leichtes ſein wird, dieſelbe ſich zu verſchaffen, ihre Gemeindeangehörige ſo ſchnell als möglich, und jeden⸗ falls ehe der richtige Zeitpunct verſtreicht, von ſolchen Kennt⸗ niß und Belehrung zu geben. Wer alsdann nicht folgt, und darum in Noth geräth, der muß den Mangel als eine ſelbſt verſchuldete Folge ſei⸗ nes böſen Willens oder ſeiner Nachläſſigkeit hinnehmen. uns vorgeführt.— Theater in Friedberg. Aus ſicherer Quelle erfahren wir, daß am 1. April die Benefice⸗ Vorſtellung des Herrn von Hoxar ſtattfindet. Hocherfreut ſind wir über die Wahl deſſelben; Shakes peare's Meiſterwerk„Hamlet/ wird Was Herr von Hoxar in der Titelrolle zu leiſten vermag, „oder Nichtſeyn“ ꝛc. gel „Träumen“ die ganze darüber berichtete die Neue Würzburger Zeitung vom 29. October 1840 im Auszuge Folgendes:„Am geſtrigen Abend ſahen wir Shakespeare's „Meiſterwerk Hamlet— ſahen? Wahrlich ein kahles Wort, wo die „Darſtellung alle Bronnen der Gefühle erſchloß und ſich in alle Tiefen „und Höhen des Gedankens wechſelnd tauchte und ſchwang: Herr von „Hoxar— Darſteller der Titelrolle— bewährte als Künſtler und Menſch „den Denker, wie ein Genie gleich Shakespeare ihn verlangt, um die „wunderbaren Töne der Memnonsſäule, Hamlet genannt, zu deuten. In „Herrn von Horar's Spiel war Alles ſchöne hohe Regel, nirgends ein „lleber⸗ oder Vergreifen gegen den Dichtergedanken; der Darſteller hatte „nicht blos nachgedacht, was ja die Pflicht des gewöhnlichen Schauſpielers viſt, ſondern er hatte ſeinen Hamlet nach Shakespeare, wieder neuſchaffend, „gedacht. Von Vielem nur Eins als Beleg. Welchen Sinn haben die „Herſchiedenen Darſteller des Hamlet in den berühmten Monolog:„Seyn egt? Wie wenige fanden, daß in dem Worte: Nachtſeite dieſes wundervollen Monologs ſich er⸗ „ſchließen muß? Herr von Hoxar gab die Wahrheit, wie ſeine beßten „Kunſtgenoſſen in England ſie zu geben pflegen. Reicher, lauter Beifall „und am Schluſſe der Vorſtellung die Ehre ſtürmiſchen Herausrufens „wurde dem würdigen Künſtler zu Theil. Das Haus war zum Er⸗ „drücken voll und gewiß an Hundert Menſchen wurden aus Mangel an „Platz zurückgewieſen. Da wir oft Gelegenheit fanden, Herrn von Hoxar's Talent zu würdigen, ſo zweifeln wir nicht, daß durch ein ſehr volles Haus demſel⸗ ben der Beweis geliefert werde, wie auch hierorts die höhere Schauſpiel⸗ kunſt ihre zahlreichen Verehrer findet. erfrorne Kartoffeln zum Gebrauch zu erhalten, ausführlich ſind eingegangen: v. B Für die armen Felsberger ärmann Chambery in Ettingsbauſen 1 fl.; v. einer Ungenannten durch Prof. Dr. Fertſch 12 kr.; gefunden 6 kr.; zuſammen 1 fl. 18 kr., deren richtigen Empfang ich mit herzlichem Danke beſcheinige. Friedberg' am 20. März 1845. L. Matthias, Caſſier. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Edietalladung. (33 Die Erben des Salomon Sichel zu Keſtrich haben zum Behuf der Erbvertheilung die zu deſſen Nachlaß gehörigen Immobilien 17157 26[IKlafter Haus mit Grund, an dem Gemeinde-Schulhaus gele— gen, Garten an der Hofraithe und Heinrich Graulich, verſteigern laſſen. Da ſie das Eigenthum ihres Erblaſſers urkundlich nicht nachweiſen können, ſo werden diejenigen, welche Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſpruche daran bilden zu kön⸗ nen vermeinen, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von heute an, dahier vorzu⸗ bringen und zu begründen, widrigenfalls der bereits ausgefertigte Kaufbrief beſtätigt wer⸗ den wird. Zugleich wird der abweſende Joel Sichel von Keſtrich aufgefordert, binnen gleicher Friſt 17156 9„ ſeine Rechte bezüglich dieſer Veräußerung zu wahren, widrigenfalls er die Handiungen des fur ihn beſtellten Curators anzuerkennen ge— halten iſt. Ulrichſtein den 10. März 1845. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt geh. Frei. herrlich v. Schenkiſches Patrimonialgericht Keſtrich. Zimmermann. Edictalladung. (335) Jobannes Fritz, Lieutenants Sohn, von Ultichſtein beabſichtigt, ſein Immobiliar— vermögen unter ſeine Kinder résp. Enkel zu vertheilen und bat zu dem Ende einen Grund⸗ buchs⸗Auszug über ſämmtliche, ihm zugehöri⸗ gen, Grundſtücke überreicht. Da er aber ſein Eigenthum an denſelben urkundlich nicht nach⸗ zeigen kann, ſo werden alle Diejenigen, welche an das ron ihm beſeſſene Grundvermögen, deſſen einzelne Stücke aus dem in der Land⸗ gerichts-Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht offen liegenden Grundbuchsauszuge erſeben werden koͤnnen, Cigenthums- oder ſonſtige ding⸗ liche Anſprüche machen wollen, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen a dato dahier an⸗ zubringen und zu begründen, widrigenfalls das Eigenthumsrecht des Genaunten an fraglichen Grundſtücken für anerkannt angenommen und demſelben eine Eigenthumsurkunde ausgefer⸗ tigt werden wird. Ulrichſtein den 13. März 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Verſteigerung. (369) Nachdem Frau Ernſt Botſch Wittwe geſonnen iſt, ihr ſämmtliches Mobiliar und Im⸗ mobiliarvermögen durch öffentliche Verſteige⸗ rung zu veräußern, ſo wird der Verſteigerungs⸗ termin der Hofraitbe, beſtehend in einem Wohnhauſe nebſt Gärtchen und Brunnen an Heinrich Jordis gelegen, auf Montag den 31. I. M., Morgens 10 uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe, der Verſteigerungstermin der Mobilien aber Dienſtag den 1. April in gedachtem Wohnbauſe beſtimmt, dieſelben beſtehen in Holzwerk, Eiſen, Blei, Zinn, Weißgeräth, Bettwerk, ſodann Handwerksgeſchirr, worun⸗ ter ein neuer Flaſchenzug, Weigleitern, eine Parthie Doppeldielen, eine Hauskelter, eine Wanduhr, ein Klavier und dergl. Friedberg den 19. März 1845. Der Beigeordnete Bender. (3700%, Held. 0 1 8 der He lich! mei Femin del. ce letenc e Eiſen, Plech wei Wagen dann ein Pi den J. pech ralthe beſtim Pferd und b zur Verſtelg Mobilien die ſonded verſt zthedder 3740 N 10% Uhr, w Ludwig Mann ten Nachgebo tend verſleig Friedbert 886) Job len Cheler Heller zu Gt dein ſernerer blieben ſeyn 7 N oder auch en den, wird d meldung bei! dungen Edicetalladung- (319) ueber den von den Erbintereſſenten zusgeſchlagenen überſchuldeten Nachlaß der tahier verſtorbenen Witlwe des Quartkiermei— ſters Nicolai von Offenbach iſt der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen an die Maſſe bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche, bei Strafe ſtillſchweigen⸗ den Ausſchluſſes, Donnerſtag den 17. April, Vormittags bei der unterzeichneten mit Leitung des Con⸗ curſes beauftragten Gerichtsbeboͤrde entweder in Selbſiperſon oder durch einen gebörig legi— timirten Bevollmächtigten zur Anzeige zu bringen, und zu begründen. In dieſem Ter— mine ſoll zugleich die Gute verſucht und we— gen der Beſtellung eines Contradictors und Maſſepflegers Beſchluß gefaßt werden. Friedberg am 26 Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht das. F. A. G. Hofgerichts Hofmann. Dr. Gilmer. Verſteigerung. (870) In Auftrag Großb. Landgerichts Fried— berg werden die Mobilien- und Immobilien der Heinrich Boller'ſchen Cheleuten offentlich meiſtbietend verſteigert. Der Verſteigerungs- termin der Immobilien, beſtehend in Wohn⸗ baus, Scheuer, Ställchen und Gärtchen an Johannes Zimmermann und Wilhelm Bau⸗ mann gibt in die pia corpora 1 br, 2 Heller, iſt auf Montag den 31. März, Mor⸗ gens 10% Uhr, in hieſigem Ratbhauſe anbe— raumt, der Verſteigerungstermin der Mobi⸗ lien, welche beſteben in Holzwerk, Porzellan, Eiſen, Blech, Bett⸗ und Weißzeug, Kleider, zwei Wagen, Dung, Schiff und Geſchirr, ſo— dann ein Pferd und eine Kuh iſt Donnerſtag den 3. April l. J. in oben angefuhrter Hof⸗ raithe beſtimmt und wird bemerkt, daß das pferd und die Kuh den 3. April Nachmittags zur Verſteigerung gebracht, ſowie bei den Im⸗ mobilien die Hofralithe und die Scheuer be⸗ ſondes verſteigert wird. Friedberg den 19. März 1845. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung. (370 Montag den 31. l. M., Morgens 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Ludwig Mann'ſche Hofraithe wegen eingeleg⸗ ten Nachgebots nochmals öffentlich meiſtbie— tend verſteigert. Friedberg den 19. März 1845. J. A. Großb. Lanogerichts Friedberg der Beigeordnete Bender. Edictalladung. (386) Johannes Heller, Sohn der verſtorbe⸗ nen Cheleute Konrad und Anna Margrethe Heller zu Grüningen, geb. am 9. April 1774, demnach jetzt Aber 70 Jahre alt, ſoll ſchon in früher Jugend in die Fremde gegangen und ſein fernerer Aufenthalt völlig unbekannt ge— blieben ſeyn. Indem daher ſein Ableben unterſtellt und ſein Nachlaß verabfolgt werden wird, inſofern nicht Heller oder unmittelbare Abkömmlinge oder auch entferntere Verwandte ſich anmel— den, wird dreimonatliche Friſt zu dieſer An— meldung bei Vermeidung Ausſchluſſes beſtimmt. Hungen den 18. März 1845. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Holz ⸗Verſteigerung. (387) Nächſten Dienſtag den 1. April, Vor⸗ mittags 9 uhr, werden in dem hieſigen Com⸗ munalwalde, Diſtrict Nächſtenwald, 159 eichen Stämme Bau- Werk- und Nutz⸗ holz, 1983 Kbkf. enthaltend, und 32 Stangen, 84 Kbkf. enthaltend, „ 99* oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſtelgert werden. Niederwöllſtadt den 27. März 1845. Der Gr. Beigeordnete Koſt. Lohrinden-Verſteigerung. (888) Dienſtag den 15. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe das Ergebniß der diesjährigen Lobrinden in den Communalwaldungen: 10 Holzhauſen 700 Centner 2) Niedereſchbach 50 1 3) Obererlenbach 50 5 4) Obereſchbach 350 1 5) Petterweil 50 7 300 7 zuſammen 1500 Centner, unter den vor dem Ausgebot exoffnet wer— denden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Holzhaufen den 19. März 1845. In Auftrag der betbeil. Herrn Bürgermeiſter der Bürgermeiſter Ried. 6) Vilbel Frucht ⸗Verſteigerung bei dem Rent— amte Grünberg. (389) Künftigen Donnerſtag den 10. April I. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll bei dem bieſigen Rentamte eine anſehnliche Partbie 1844r berr⸗ ſchaftl. Früchte, beſtehend in Walzen, Korn, Gerſte und Hafer, öffentlich verſteigert werden. Grünberg den 25. März 1845. Gr. Heſſ. Rentamt daſelbſt Botticher. Holz ⸗Verſteigerung. (390) Montag den 7. und Dienſtag den 8. April d. J., von Vormittags 9 Uhr an, ſollen im hieſigen Gemeindewalde, in der Jungen— mark und im Wehrholz, 174 Stück Eichen⸗-Bau- und Werkholz⸗ Stämme, von allen Gattungen und vorzüglicher Güte, ſodann 5½ Schichten Eichen-Werkſcheitholz, für Glaſer und Schreiner, 1 Eichen⸗Stange und 2 Cichen-Nutzſtücke, öffentlich meiſtvietend verſteigert werden, wel⸗ ches mit dem Bemerken hierdurch bekannt ge— macht wird, daß am erſten Tage die ſtark— ſten und vorzüglichſten Bau und Werk⸗ holz Stämme in der FJungenm ark, 74 Stück, worunter auch ein Mühlenwellenbaum befind⸗ lich, am zweiten Tage dagegen ungefähr 100 Stück im Wehrholz, in der ſ. g. Eckersbach, zur Verſteigerung kommen, deren Inhalt von 20 bis 35 Fuß Lange und 7 bis 34 Zoll Durch⸗ meſſer, worunter ſich auch ein zu einer Schlag— kelter vorzüglich brauchbarer Stamm befindet. Unter jenen ſind Stämme bis zu 300 Cu— bikfuß und darüber befindlich. Der geſammte Inhalt der zur Verſteigerung kommenden Stämme beträgt 17,200 Cubikfuß Grhzl. Heſſ. Maaſes. Die Zuſammenkunft iſt an den angegebenen Orten der Verſteigerung. Langgöns am 22. Maͤrz 1845. f Der Geßh. Heſſ. Bürgermeiſter Freſenius. Frucht ⸗Verſteigerung. (3910 Donnerſtag den 3. April l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden von den vorjährigen, auf dem herrſchaftlichen Amtsſpeicher lagernden, Früchten 40 Mltr. Watzen, 150 Mltr. Korn, 80 Mltr. Gerſte und 100 Mltr. Hafer in dem Wirthshauſe zum Hirſchen dahier an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Ockſtadt am 25. Maͤrz 1845. Freiherrl. v. Frankenſtein'ſches Rentamt Angerer. Häuſer Verkauf. (392) Mittwoch den 2. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſollen in bieſigem Rathhauſe zwei noch in gutem Stande ſich befindliche, zu Wohnhäuſern eignende Gemeinde-Gebäu⸗ den öffentlich an den Meiſtbietenden auf den Abbruch verkauft werden, was mit dem Be⸗ merken bekannt gemacht wird, daß die frag⸗ lichen Gebäude von Holz und zweiſtöckig er⸗ baut ſind und iſt jedes derſelben ungefahr 37 Fuß lang und 24 Fuß tief. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter dieſen Termin in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Eichen den 22. März 1845. Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter A d a m. Obligations- Verlooſung. (393) Bei der heute ſtattgebabten Verloo. ſung der für 1845 zur Abtragung beſtimmten Gemeinde-Obligationen iſt die Nummer 1, zu 100 fl., rückzahlbar geworden. Es wird daher der Inhaber gedachter Par— tial⸗Schuldverſchreibung biermit aufgefordert, gegen Rückgabe dieſes Schuldſcheins den Be⸗ trag bis zum 1. Mai d. Z. bei hieſiger Ge⸗ meindekaſſe in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Höch ſt am 20. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Bekanntmachung. (390 pachter K. Antoni, ſeither in Mel⸗ bach jetzt in Sodel wohnend, will am 1. April d. J., Vormittags 10 Ubr anfangend, folgende Gegenſtände durch den Unterzeichneten gegen gleich baare Zahlung an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen, und zwar: 1) 3 Pferde, zur Oekonomie geeignet, 2) 5 Kühe, 3) 1 Rind, 4) 1 neuer Wagen, 5) 2 noch neue Pflüge, 6) I noch neue Egge, 7) 16 Mltr. Waizen, 38 Mltr. Korn, 18 Mltr. Gerſte, 40 Mltr. Hafer, 120 Mltr Kartoffeln, ſowie eine Quantität Heu Stroh und Spreu. Kaufliebhaber ladet man böflichſt ein. Sodel den 20. März 1845. Der Gr. Heſſ. F. S.⸗Lich. Bürgermeiſter Schneider. NN Privat- Bekanntmachungen. Verſteigerung. (375) Dienſtag den 1. April will die Unter⸗ zeichnete erbvertheilungsbhalber nachfolgende Mobilien öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen: 3 Springer, Kuh mit einem Kalb, Rinder, wovon das eine trächtig iſt, Füllen, balbbraun mit einem Bläß, neue Fruchtfegmühle, neue Egge und vollſtändigen Wagen. Ockſtadt den 19. März 1845. G. Gröningers Wittwe. Verſteigerung. (379) Montag den 31. März d. J., Nach mittags 2 Ubr, ſoll im Gaſthauſe zu den 3 Schwertern zu Friedberg der für dieſige Brunnenanſtalt in 1845 erforderlich werdende Bedarf an: Korkſtopfen, geſpaltenem Schafleder Bindgarn, Harz(Callophonium) und Pichpech ——— 22— ——— werdenden den. edinzungen können auch zederzeit bei uns einge⸗ imer Mineralbrunnen im Marz 1845, Die Brunnenverwaltung daſ. Müblen⸗ Verkauf. (395) Konrad Bork von Zeilbach im Kreiſe Gruͤnberg iſt geſonnen, ſeine daſelbſt gelegene Mühle, welche mit einem Mayblgang und einer doppelten Schlagmühle verſehen iſt, nebſt Scheuer, Stallung, Waſch⸗ und Backhaus, ſowie eireg 22 Morgen Ackerland und ebenſo— piel Morgen Wieſen aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Kaufliebhaber können täglich die Müßle einſeben, und ſich von dem guten Zu⸗ ſtande der ganzen Gebäude überzeugen. Zeilbach am 18. Marz 1845. Für eine reinliche Magd, (3960) welche perfect kochen und Zeugniſſe ibres Woblverhaltens vorzeigen kann, iſt ein Dienſt offen. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. Die Herrn Bürgermeiſter (397) des Kreiſes Friedberg, welche ſich im vorigen Jahre dem von Gr. Heſſ. Herrn Kreis⸗ rathe vergebenen Accorde wegen neuer Unifor— mirung der Ortsdiener angeſchloſſen haben, und deren Ortsdiener noch nicht mit neuen Kleidungsſtücken verſehen ſind, wollen dieſel— ben mir gefälligſt zuſchicken, damit ich ihnen ſolche anmeſſen kann. 4 Friedberg den 26. März 1845. F. Stein, Schneidermeiſter. Verkauf. (398) Wegen Aufgabe eines Geſchäftes ſollen in Wetzlar zwei ſtarke Oekonomie-Wagen mit 100 Pfd. ſchweren eiſernen Achſen aus der Hand verkauft werden. Die Wagen ſind mit neuen Rädern, Kaſten und eiſernen Hemmſchrauben verſeben und in einem vollkommen guten Zu⸗ ſtande. Das Nähere bei Herrn J. Kühner daſelbſt. 460 fl. (399) liegen gegen doppelte gerichtliche Si⸗ cherheit in liegenden Gütern zu 5 pEt. Zin— ſen bei der Vormundſchaft des Peter Schimpf zu Oſtheim zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 22. März 1845. Der Vormund: J. Schimpf. Ein Hühnerhund (400) iſt Samſtag den 15. d. M. in Gie⸗ ßen abbanden gekommen. Derſelbe iſt braun von Farbe, hat einen weißlich grauen Bart, einen gedrungenen Körperbau, eine breite Stirne, einen weißen Flecken auf der Bruſt⸗ ſpitze, einen Riß im rechten Behang, der den— ſelben bis in die Mitte hin ſpaltet, zwei halb— weiße Vorderfüße und einen der oberen Fang— zähne verloren und heißt Chaſſeur. Es wird demjenigen, welcher über dieſen Hund Auskunft ertheilen kann, eine gute Belohnung zugeſichert. Friedberg. Seibert, Polizeidiener. A n; ei s e. (401) Die Nummern 160, 72, 257, 231, 200 und 116 haben bei der Ziehung die 6 Caffeeſervietten gewonnen. Friedberg den 8. März 1845. G. Steup. Zum Verkauf. (402) Ein gut erhaltener zweithürigter eichener Kleiderſchrank ſteht billig zu kaufen bei Schreinermeiſter A. Feiling in Friedberg. % 100 Dankſagung. (403) Allen verehrten Freunden und Be⸗ kannten unſres ſeligen Vaters, des Gr. Kir- chenraths Pilger, fuͤr die, an ſeinem Begräb⸗ nißtage bewieſene Theilnahme, unſern herz— lichſten Dank. 1 Friedberg den 26. März 1845. Für die Familie pilger, Auditeur. Dr. Pilger. Eine brauchbare Chaiſe, (40% welche ein- und zweiſpännig gefahren werden kann iſt zu verkaufen. Wo iſt zu er⸗ fragen bei der Expedition d. Bl. (40s) Theater in Friedberg. Sonntag den 30. März 1845. Er muß auf's Land. Luſtſpiel in 3 Abtheilſtngen nach Bayard und de Villa von Friedrich. Dienſtag den 1. April 1845. Zum Vortheile des Herrn Regiſſeurs Maximilian von Hoxar. Hamlet, Prinz von Daͤnemark. Dramatiſches Gedicht in 5 Akten. Mein Aufenthalt iſt bis zum 15. April feſt⸗ geſtellt und findet bis dahin jeden Dienſtag, Freitag und Sonntag beſtimmte Vor— ſtellung ſtatt. Ed. Geyſer, Schauſpiel⸗Director. Sn (406) welches bis den 1. Mai bezogen wer⸗ den kann, iſt ganz oder theilweiſe zu vermie— then. Das Nähere hierüber iſt zu erfragen bei Siegmund Simon. Friedberg im März 1845. Ein Logis (407) auf der Ludwigsſtraße hat zu ver⸗ miethen Nicolaus Schleuning's Wittwe. E m ep f.e b u n. (408) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich andurch die ergebene An⸗ zeige, daß ich wieder mit ſriſchen und ächten Gemüſe-, Blumen-, Feld⸗ und Waldſämereien beßtens verfehen bin. Indem ich die Preiſe dußerſt billig geſtellt habe, hoffe ich das mir ſeit Jahren geſchenkte Zutrauen durch pünkt⸗ liche und reelle Bedienung immer feſter zu begründen. Friedberg den 25. Februar 1845. M. Jung. Nro. 11. des Wetterauer Sonntagsblattes cvon 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Ohne Anerkennung und Ab⸗ legung unſrer Fehler keine Verſöh⸗ nung mit Gott.— Die Lehre Jeſu.— Der Liebe Urbild. vom 27. März. fl. kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35½ 20 Frankſtücke 992 Engliſche Souverains 11 58 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Quaſimodogeniti d. 30. März. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Can didat Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Weber. Frucht nenn 27 März. 18 Märzſ 18 Marz Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau fl. tr. ftr. ff. k. Waizen pr. Malter] 820 8 8— F 6 30] 6 1 550 Gerſte„ 15 41401 5 15 4/30 Hafer„ 12 31— 3141] 310 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. März bis 5. April 1845. 2. Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod-Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 77 77 4 3 5— 4 7, 9 5 9 3 Lth. Lth. — Milchbrod 14 ½% 14 — Waſſerweck 15½ 15 ½/¼ — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 116 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 0 11— 11— 1 gemäſtetes 9— 94— „Kühfleiſch A 8——— a g gemäſtetes F »»Rindfleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 11—111— „ Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7—4—4— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 8——— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 16— 16 „ Dorrfleiſch 15— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg er. Die Polizei-Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 Kreiönthe an ſümmt! Betreffend: Unter trags in N. des falſſge E in Nr. 11 d daß über die den Fürmlichk deſen Einſcht babe Intereſſ eagneter Weise Was di beglaubigende dige genau r geſtellt und r neten Weiſe menden Fall Fried 50 Urſpr. Det U ders) wohn Heſſen, erk als: von hier üb, ſuch dem K 1 Zugleie eügniſſe n B. 1, Daß d teien Pereh