Intelligenz-Olatt für die 1 500 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 5 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen — und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. a— — W In Mg. Mittwoch, den 29. Januar 2 8 g 87. Bürgers ſey, das ihm zuſtehende Wahlrecht auszuuͤben und 8 Amtlicher Theil. ee e ee eee een ee 2 3 es iſt allerdings zu wünſchen, daß dies von Jedem geſchehe, 11 0 9„ Ddur 77 halic 9 i oheime ir⸗ 1203 Der Großherzoglich Heſſiſche denn, nur dadurch iſt es möglich, etwa im Geheimen wir — N 1 e kenden Umtrieben zu begegnen und ſie zu Nichte zu machen, Rentamtmann des Bezirks Gruͤnberg nur dadurch iſt es möglich, zu bewirken, daß Namen von an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Die Erhebung der Feldſtrafen. Die Erhebregiſter über die Feld-Strafen der 6. Periode 1844 ſind bis zum 1. Februar angefertigt und können an den bekannten Zahltagen, Donnerſtags und Samſtags, Feld— Strafen bezahlt werden, was Sie im Intereſſe der Beſtraf— ten in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen. 11 2 Grünberg den 23. Januar 1845. 11 Bötticher. N Der Großherzoglich Heſſiſche ü* Niere. 1 Rentamtmann des Bezirks Schotten 5 an die Herrn Bürgermeiſter der zum Rentamtsbezirke Schotten gehörigen Orte. e N Die Erhebregiſter über die Feldſtrafen für die 6. Pe— a riode, von den Monaten Okt. und Nov., liegen vor und 4 können an den bekannten Zahltagen, Mittwoch und Don— ——— nerſtag, Zahlungen geleiſtet werden. * Bis zum 15. Febr. werden ausnahmsweiſe auch Dien— ſtags Feldſtrafen erhoben. Nach dem 15. Februar tritt das geſetzliche Zwangs— — verfahren, Mahnung und Pfandung, ein. .— Sie wollen dies im Intereſſe der — alsbald bekannt machen laſſen. Schotten am 24. Januar 1845 181— Natrii us. Toldſtrafſchnl* Feldſtrafſchuldner a Auch ein Wort über die bevorſtehende Wahl Sbat von eilf neuen Mitgliedern des Gemeinde⸗ raths zu Friedberg. Ein Bürgerfreund hat in Nummer 8 dieſes Blattes darauf aufmerkſam gemacht, wie und warum es Pflicht jeden ſolchen Männern aus der Wahlurne hervorgehen, wie der beſſere Theil der Büͤrger ſie wünſcht und wie das Wohl der Stadt ſie erheiſcht, ja nur durch allgemeine Betheiligung bei der bevorſtehenden Wahl iſt es möglich, ein guͤnſtiges Reſultat zu erzielen, das dießmal um ſo mehr von Wichtig— keit iſt, als die neu zu Wählenden zwei Drittheile des ge— ſammten Stadtvorſtandes ausmachen. Dieſes Reſultat wird aber gewiß ein gutes ſeyn, wenn jeder Abſtimmende nur ſolche Männer wählt, welche die von dem obengedachten Bürgerfreunde empfohlenen Eigenſchaften beſitzen, insbeſondere die drei erſten, und, da aller guten Dinge drei ſind, ſo möchte dies auch hier gelten, und die vierte nicht ſo ſehr nothwendig erſcheinen, denn, warum ſollte der Bürger, der, ohne eigentlich vermögend zu ſeyn, ſtill und geräuſchlos, aber mit Fleiß und Umſicht, wirkt, warum ſollte er weniger fähig ſeyn, das Beßte des Ganzen zu prüfen, als der, welchen Verhältniſſe und Glücksumſtände mehr be— weniger guten Muth haben, er, der vielleicht zufriedener iſt, als mancher reichere— 2 Doch, dieß ſind Anſichten, die dem eigenen Ermeſſen eines Jeden überlaſſen bleiben müſſen, jedenfalls aber, meine Nitbürger, ſäumet nicht in Ausübung eures ſchönſten Rechtes, frei die Männer aus eurer Mitte zu wählen, denen das Wohl und Wehe eurer Stadt anvertraut wird, zaudert nicht in Erfüllung eurer Bürgerpflicht, das Gemeinwohl durch Theilnahme an der Wahlhandlung zu befördern und bedenket, daß Einigkeit und Zuſammenwirken ſtark macht, durch Gleichgültigkeit und Zerſplitterung aber das Ganze, und mit dieſem auch die Einzelnen leiden müſſen—! günſtigen, warum ſollte er werthen N. Ein Burger. Gemeinderathswahl zu Friedberg. Es iſt zwar ſchon in Nr. 8 dieſes Blattes darauf aufmerkſam gemacht worden, welche Eigenſchaften einen Ge— meinderath zieren ſollen; allein der Unterzeichnete erlaubt ſich noch beſonders auf eine Eigenſchaft aufmerkſam zu machen, welche einem Gemeinderathsmitgliede gar ſchön ſteht, ſie heißt Uneigennützigkeit. Ein alter Burger. Orthographie wetterauiſcher Woͤrter. (Fortſetzung von Nr. 6 de 1845.) 13) Die Mane, d. i. der geflochtene weite Korb, den man auf dem Kopfe trägt. So lautet das Wort in uuſerer wetterauiſchen Ausſprache. Wir ſollten aber eigent— lich, wenn wir hochdeutſch reden wollen, die Mande ſpre⸗ chen und auch ſo ſchreiben; denn das Wort iſt aus dem Niederdeutſchen und aus dem ältern Niederländiſchen und Niederrheiniſchen zu uns gekommen, wo es Mande lautet; auch holländiſch ſagt man mand. Unſer Wetterauer Albe— rus ſchreibt 1540„Maun, korb den die weiber off den Häuptern tragen.“ Er ſchreibt nämlich falſch„Maun,“ wie oben„aun“ anſtatt Agen, weil er wetterauiſch Age, lafen, Lab, Rab, A, Hak, Rahch, Bam ꝛc. anſtatt Auge, laufen, Laub, Raup, Aue, Hauk(d. i. Hügel), Rauch, Baum ꝛc. ſprechen hörte und demnach glaubte, Mane(mit langem a, wie ah) müſſe Maun im Hochdeutſchen lauten. 14) Der Schappel, d. i. ein Strauß von ſogenann⸗ ten gebackenen Blumen mit durchflochtenem herunterhängen— dem Bande bei Feſtlichkeiten, z. B. bei Kindtaufen, bei wel— chen die Bruſt des Taufpathen mit dem Schappel geſchmückt wird. Das Wort, welches ehedem das Schapel lautete, war noch vor mehreren hundert Jahren in der deutſchen Sprache ſehr geläufig und bedeutete uͤberhaupt den Kranz der Jungfrauen aus Blumen, Grün ꝛc., welchen dieſelben auf dem Kopf trugen, wobei die Bandenden der Kranzbinde um das Haar auch öfters an den Wangen herunterhingen, ſo daß ſie bei dem Küſſen zurückgehalten werden mußten. Dieſes Schapel war der jungfräuliche Kopfputz; der Kopf⸗ putz der Weiber, welcher in einem Art Haarband beſtand, welches um die Haarzöpfe und den übrigen Kopfſchmuck ge⸗ bunden wurde und aus mit Gold und ſchönem Geſtein be— ſetzten Borten zuſammengeſetzt war und an Wange und Ohr über das Geſicht herunter um das Kinn gieng, hieß das Gebände. Dieſe Kopfputze trugen auch vor Alters wohl unſere wetterauiſchen Jungfrauen und Weiber, denn ich hörte noch vor etwa 20 Jahren von alten Weibern die Redensart„mit Schappel und Gebände/ in der bildlichen Bedeutung: mit allem, was er oder ſie hat, mit aller ſei— ner Habe. Uebrigens ſcheint der ein Schappel genannter Putz aus Frankreich zu uns gekommen zu ſein, denn das Wort iſt aus dem altfranzöſiſchen chapel“) d. i., wie jetzt die Franzoſen ſprechen, chapeau(ſprich: Schapoh), welches Kopfbedeckung, Hut ꝛc. bedeutet, v. italieniſch capello das Kopfhaar. 15) Der Kugelhopf, d. i. das bekannte kleine bund⸗ förmige Backwerk aus weißem mit Hefen gegohrenen Mehl— teig, in einer mit Butter, Schmalz und dgl. beſtrichenen Form gebacken. Wir ſagen nicht gut: die Kuelhoppe, d. * Franic chappel(ſprich: Schappel) und chapelet(ſprich: Schapele) pp 9 55 einen Kranz von Blumen auf das Haupt, wie unſer appel. „ 34. i., wenn man es hochdeutſch ausdrückt, Kugelhopfe. Dieß Backwerk iſt aus Süd⸗Deutſchland zu uns gekommen und hat ſeinen Namen theils von ſeiner Geſtalt, theils von ſei—⸗ nem Teig, woraus es gemacht iſt. Denn das erſte Wort Kugel iſt nicht das Wort Kugel z. B. in Erdkugel, Flinten⸗ kugel, Kegelkugel(welche wir wetterauiſch Kaul und Kaun nennen), ſondern das aus lateiniſch cuculla(ſpaniſch eu- gulla) gebildete Wort Kugel für Kappe oder Kapuze an einem Rock oder Mantel, welche über den Kopf gezogen werden konnte, wie man vor Alters lange Zeit die Tracht hatte. Der Hopf aber iſt ein mit Hefen(bayeriſch Hepfen genannt) gegohrner weißer Teig. 16) Der Gälzenleichter, d. i. der Schweinſchnei⸗ der. Der Ausdruck, wetterauiſch Gelzeleuchter ausgeſprochen, iſt um Echzell und nach dem Vogelsberg hin üblich. Alt⸗ deutſch die Gälze bedeutet nämlich ein Ferkel, beſonders ein junges weibliches Schwein, und leichten(oder, wie Adelung ſchreibt, leuchten) iſt in ſüddeutſchen Gegenden ſo viel, als wenn man ſonſt ſagt, Schweine, Stiere, Wid⸗ der und dgl. ſchneiden. 17) Der Gärgelſack, d. i. ein Trageſack von zwei über die Schulter hängenden Hälften, deren eine auf dem Rücken, die andere auf der Bruſt getragen wird,— der Zwerchſack(wie man auch in der Wetterau ſagt). So (nämlich Gärgelſack) ſchreibt und ſpricht man gut deutſch unſer wetterauiſches Wort der Girgelſack. Vor 300 Jah⸗ ren ſcheint man bei uns die Garg geſagt zu haben, denn unſer Landsmann Alberus ſchreibt das Wort ſo in ſeinem Wörterbuch von 1540.) Dieſe Form Garg bringt uns aber auf die Herleitung des Wortes. Es iſt nämlich ein Fremdwort und kommt von dem ſpaniſchen und mittelalter— lich⸗lateiniſchen Worte carga(franzöſiſch charge, altfran⸗ zoͤſiſch auch cargue, italteniſch carica), welches Bürde, Tracht(ſo viel ein Menſch oder ein Stück Vieh tragen kann), Laſt bedeutet, urſprünglich Ladung, Fahrlaſt, von lateiniſch carrus(Karren). Ich habe übrigens das Wort Garg, ſo ſehr ich mich auch darnach umgeſehen habe, ſonſt nirgends im Deutſchen gefunden, als eben bei uns Wetter— auern in Gärgelſack“). W. *) Im zweiten Fall: der Gargen. Man leite übrigens Gär gelſack nur nicht der wetterauiſchen Ausſprache nach von girgeln oder girgen, d. i. hochdeutſch gürgeln, welches„die Gurgel zuſammenziehen“ bedeutet. Damit hat Görgelſack gar nichts gemein. ) Im kurheſſiſchen Oberheſſen nennt man Zwergſack(Hinter- und Vorn⸗ ſack) Gargeſack, und die Garge heißt dort die Taſche, zumal die nicht an das Kleidungsſtück angenähte, ſondern die nur angebundene; auch der Strickbeutel der Frauenzimmer höheren Standes wird dort von den Bauern Garge genannt.(S. Vilmar in der Zeitſchrift des Vereins für heſſiſche Geſchichte Bd. 4 S. 66.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom Dezember 1844. Laubach. Getraute: 22. Johann Kaspar Gräf, Bürger und Maurer, des verſtorbenen Bür⸗ gers und Ackermanns Michel Gräf, hinterlaſſener ehelicher lediger Sohn, mit Maria Chriſtine Beper, des hiefigen Bürgers und Maurers Carl Otto Beyer, eheliche ledige Tochter. 26. Johann Wilhelm Zimmer, Ortsbürger in Oberſeemen, Kreis Nidda, und Ragelſchmied dahier, des dortigen Schneidermeiſters Kaspar Zimmer, ehelicher lediger Sohn, mit Maria Spuck, des hieſigen Bürgers und Taglöhners Ludwig Spuck, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 8. Dem Bürger in Kelſterbach und Porzellanarbeiter dahier Bernhardt Grundſtein eine Tochter, Anna Margretha, geb. den 23. Nov. 3. Mit des Ide 8. Ann und S S Se * s D 2 8 92 5 lags don dem menfonds weſſe ber 0 00) 1 all frein Orts an Vil'ſche Vubnhau U geſigen Mijnet 6 0 9. Dem hieſigen Bürger und Zimmermann Karl Otto Salzmann ein Sohn, Johann Gerhard, geb. den 23. Nov. N 12. Von Heinrich Jägers, Bürgers und Wagners, Ehefrau eine Toch⸗ ter, Katharina Eliſabetha, geb. den 29. Nov. 15. Dem hieſigen Bürger und Wagner Johs Stengel eine Tochter, Eli— ſabetha, geb. den 24. Nov. 15. Dem bieſigen Bürger und Schmied Heinrich Draut eine Tochter, Cbriſtiane Margrethe, geb. den 17. Nov. 22. Dem bieſigen Bürger und Landgerichtsdiener Heinrich Wöll ein Sohn, Philipp Heinrich, geb. den 7. Dec. geb. den 1. Dec. ſind eingegangen: Pachter Grein Fur die armen Felsberger v. einem Ungenannten in Butzbach 36 kr.; von dem Lehrer und den Schülern einer kleinen Privatschule zu Aſſenheim 3 fl.; v. N hrein in Wickſtadt 1 fl. 45 kr; zuſammen 5 fl. 21 kr., deren richtigen Emofang den gütigen Gebern mit herzlichem Danke beſcheinigt Friedberg am 28. Januar 1845. L. Matthias, Caſſter. 25. Dem hiefigen Bürger und Schuhmachermeiſter Konrad Wöll III. ein Sohn, Wilhelm, geb. den 24. d. M. Beerdigte: 2 * + den 2. d. M. 8. Anna Eliſebethe Schneider, des weiland Adam Schneider, Bürgers und Nagelſchmieds Wittwe, alt 59 Jahre, 5 Monate, 12 Tage, 1 den 5. 10. Johann Conrad Becht, Bürger und Schuhmachermeiſter dahier, alt 58 Jahre, 10 Monate, 5 Tage, 4 den 7. 14. Johann Gerhard Salzmann, des hieſigen Bürgers und Zimmermanns Carl Otto Salzmann Söhnchen, alt 2 Tage, T den 11. 2. Maria Katharina Franz, des hieſigen Bürgers und Ackermanns Michel Franz sen Ehefrau, geb. Laut, alt 62 Jahre, 1 Monat und 21 Tage, 1 den 17. Philippine Jochem, des hieſigen Bürgers und Gemeinderathsmitglie⸗ des Thomas Jochem Ehefrau, geb. Deſch, alt 64 Jahre, 8 Monate, Di Fan: 8 2 g 8 25. Der Katharina Margretha Bauerſeld ein Sohn, Johannes Mertz, Die e 15 Gemeinderaths ahier betreffend. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß Montag, Dienſtag, Mittwoch und Donnerſtag, als den 33 5. und 6. Februar d. J., jedesmal von 9 Uhr Morgens bis 1 Uhr Mittags, au des Großh. Wahlcommiſſärs Dr. Dieffenbach eine Ergän⸗ fdem Rathhauſe dahier unter Leitung zungswahl von eilf Gemeinderäthen für unſere Stadt vor— genommen werden ſoll. räthe, welche bereits neun Jahre im Dienſte ſind, geſetzlich aus“) und werden noch drei neue gewählt, da die Bevöl— Es treten nämlich acht Gemeinde— kerung unſerer Stadt über 4000 Seelen iſt. 22. Johs Lower, Bürger und Invalide, alt 54 J., 4 M. u. 18 T. 23. Joh. Heiarich Melchior, Bürger und Herrſchaftl. Unterförſter, alt 55 Jahre, 10 Monate und 27 Tage. Ich habe das Vertrauen zu meinen Mitbürgern, daß ſie die Wichtigkeit dieſer Wahl ins Auge faſſen und an den oben genannten Tagen ihre Stimmen auf dem Rathhauſe abgeben. Friedberg den 24. Januar 1845. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Be n die u. 2. Anna Eliſabetha, des weiland Georg Reitz hinterlaſſene Wittwe,) Welche jedoch wieder wählbar ſind. Die vier Gemeinderathsmitglieder, eb. Fritz, alt 78 Jahre, 9 Monat 20 Tage, 5 den 24. 3 4 ilhelm, des hieſigen Bürgers und Schuhmachers Konrad Wöll III. eheliches Söhnchen, alt 4 Tage, T den 28. Dec. welche im Gemeinderathe verbleiben und deßhalb bei der neuen Wahl nicht wieder gewählt werden können, ſind: Chriſtian Fritz, Phi- lipp Preußer, Martin Simon und Georg Steinhäuſfſer. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. rr Frucht⸗Verſteigerung. (92) Donnerſtag den 30. Januar l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Ar— menfonds an den Meiſtbietenden zweimalter— weiſe verſteigert: 50 bis 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte. Friedberg am 19. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender Frucht ⸗Verſteigerung. (93) Donnerſtag den 30. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Ubr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe der nalden Stiftungen 25 Malter Korn zweimalterweiſe öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg am 19. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (96) Mittwoch den 12. Februar l. F., wird auf freiwilllges Anſtehen die in der Mitte des Orts an der Hauptſtraße gelegene Philipp Will'ſche Hofraithe, als: ein zweiſtöckiges Wohnhaus, zwei Keller, Scheuer und Stall, in bieſigem Rathhauſe, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen, welche jedoch auch täglich bei Unterzeichnetem einzuſehen ſind, meiſtbietend verſteigert. Vilbel den 18. Januar 1845. Der Gr. Beigeordnete Hinkel. Holz-Verſteigerung. (108) Donnerſtag den 30. l. M., von Mor⸗ tens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms⸗ Rodeldeim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, nämlich: 14 Eichſtämme, 52 Stecken eichen Scheitholz, 6 2 1. Aſtprügel, 32 7„ Aiſtreiſer, öffentlich meiſtoietend verſteigert werden. Aſſenheim den 22. Januar 1845. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz ⸗Verſteigerung. (1220 Montag den 3. Februar l. J., des Vormittags um 11 uhr, ſollen in dem Ober⸗ morler Gemeindewald, Diſtrikt Klingelberg, folgende Holzſortimente, als: 10 1 Scheid-Nadelholz Stecken, 2) 33½ Prügel 7* 3) 4 Stock*„ 43 3750 Stück 1 Wellen, 50 4 Wagen und 8 Läſte Allerleiholz 6 9 Nadelholzſtämme und 7) 1607 Nadelbolzſtangen, auf Ort und Stelle öffentlich und an Meiſtbietenden verſteigert werden. Obermörlen am 22. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ni o o Gagf er bie, f ex uz, für das Gr. Haupt-Geſtüt zu Ulrichſtein. (123) Die während des dießzährigen Som— mer-nufenthaltes zu Ulrichſtein für das Gr. Haupt-Geſtüt erforderlichen 200 Malter Ha— fer ſollen den Montag den 10. Februar d J., Vor⸗ mittags um 10 Ubr, in dem Stadt⸗ wirthshauſe zu Ulrichſtein(Kreiſes Grünberg) an die Wenigſtnebmenden, in Partbien von 10 Malter, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, wozu Liebbaber einladet Neu⸗Ulrichſtein den 21 Januar 1845. Die Gr. Heſſ. Geſtuͤtsverwaltung Diegel. Bekanntmachung. (1240 Donnerſtag den 6. Februar l. J., des Vormittags 8 Uhr, ſollen auf dem Hen— riettenbof bei Ruppertsdurg folgende Effecten meiſtbietend verſteigert werden, als: Pferde. Maſt⸗ und Zugochſen, Kühe, Rin⸗ der, Kälber, Schweine, wobei ein jahriger Cber iſt, Federvieb, eine große Quantitat Heu und Grummet, desgl. Stroh von ver— ſchiedenen Sorten, eine vollſtandige Dampf⸗ brennerei, eine Quantität gut erhaltenen Branntwein, Fäſſer von verſchiedener Größe, 4 Oeconomiewagen, 1 Spazierwagen, Pflüge, Eggen, eine gute Walze und Brennbolz. Vor obigem Termin kann auch aus freier Hand verkauft werden. Ruppertsburg den 21. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Diehl. Bekanntmachung. (125) Donnerſtag den 30. Januar, Vor⸗ mittags 9 Ubr, ſollen in hieſigem Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Eichwald, 104 Stecken eichen Stockholz, 550 Stück eichen Wellen, öffentlich meiſtbietend verkauft werden Ich erſuche die Herrn Burgermeiſter der umliegenden Orte dieſes in ibren resp. Ge⸗ meinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen Altenſtadt am 20. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Brack. Faſelochſen⸗ Verkauf. (1260) Dienſtag den 4. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe der gemeinſchaftliche Faſel Ochs öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Herrn Büͤrgermeiſter des Kreiſes Fried⸗ berg werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Obereſchbach den 22. Januar 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Himmelreich. * 36* Frucht Verkäufe bei Gr. Rentamte Nidda, 4270 De berrſchaftichen Fruchtoorräthe aus der 184 r Erndte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte Und Hafer, kommen im Jahre 1845 in folgenden Terminen zur öffentlichen Verſteigerung: Von dem Speicher zu Bingenheim bei Gaſtwirth Müller daſ., 5 7 „ Nidda in dem Rathhauſe daſ. b)* Sämtliche Verſteigerung beginnen Vormittags um 10 Uhr und finden ſtatt: Verſteigert werden: Orb Nr; Von d. Speicher zu: Tag d. Verſteigerung: Waizen, Korn, Gerſte, Hafer, Mltr. Mltr. Mltr. Mltr. 1 Biugenheim Montag den 10. Februar 24 150 95 45 2 daſelbft„„ 3. März 24 150 9⁵ 45 Nidda Dienſtag den 4. ¼ 7 50 333 30 Bingenheim Montag den 7. April 24 150 95 45 Nidda Dienſtag den 8.„ 7 50— 75 4 Bingenheim Montag den 5. Mai 2 150 95 45 Nidda Dienſtag den 6.„ 7 50— 75 Bingenheim den 18. Januar 1845. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann Soldan. Holz⸗Verſteigerung. (128) Dienſtag den 4. Februar l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll in dem Grälflich Solms-Rödelbeim'ſchen Wald bei Wickſtadt das nachfolgende Holz, nämlich: 34 Stecken Buchen⸗Stangenprügel, 15 7 Eichen 5 14„ gemiſchte„ 83 2 gemiſchtes Stockholz, 122 1 Buchen Reiſer, 22 a Eichen Reiſer, 10 Stück Buchen Stangen(Werkholz), öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei Gaſtwirth Reul zu Wickſtadt. Aſſenheim den 24. Januar 1845. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Mobilien-Verſteigerung. (129) Montag am 3. Februar l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr anfangend, ſoll der Nachlaß der Friederike Schieferſtein, in der ſtädtiſchen Kran— kenanſtalt,(Eichelhof) beſtehend in Zinn, Blech⸗ werk, Eiſen, Porzellan, Glas, irdenem Ge⸗ ſchirr, Holzwerk, Bettung, Leinengerätb, Klei⸗ dungsſtuͤcken u. ſ. w., öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 27. Januar 1845. In Auftrag Gr. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (130) Der Nachlaß der dahier verſtorbenen Maria Winter ſoll auf Verfügung Großhl. Landgerichts Friedberg öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Hierzu wird Verſteigerungstermin auf Frei⸗ tag den 31. Januar, Morgens 9 Uhr, anbe⸗ raumt und zwar wird der, zum Nachlaß ge⸗ hörende, in der Gemarkung Ockſtadt liegende Garten, Pag. u. Nro.%, 244,7[IKlafter, (121 Ruthen) an der Burg-Leimenkaut und der krummen Gaſſe liegend, in hieſigem Rath— hauſe erſt verſteigert und unmittelbar nach die— ſer Verſteigerung kommen die Mobilien, be— ſtehend in Weißgeräth, Holzwerk, worunter zwei Kiſten, Frauenkleider ꝛc., in dem Hauſe der Wagner Ruppel'ſchen Kinder in der Schirngaſſe zum Ausgebot. Friedberg am 27. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender. Verlooſung. (1310 Bei der beute ſtattgehabten Verloo— ſung hieſiger Partial Obligationen ſind die Nummern 3, 9, 15 und 16, jede zu 500 fl., die Nummern 28, 31, 53 und 58, jede zu 200 fl. und die Nummern 61, 62, 63, 67, 74, 75, 81, 82 85, 89, 91 und 93, jede zu 100 fl., rückzahlbar geworden. Die Inhaber gedachter Partialſchuldſcheine werden hiermit aufgefordert, gegen quittirte Rückgabe dieſer Schuldſcheine die Beträge bis den 1. April 1845 bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg in Em⸗ pfang zu nehmen, da von dieſem Tage an keine Zinſen mehr bezahlt werden. Petterweil den 19. Janugr 1845. Der Grßb. Heſſ. Burgermeiſter G. Holtzmann. a ν. Privat⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (80) Ich mache meinen hieſigen und aus⸗ wärtigen Freunden hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich das Decadiren von Herrn G. Wilhelm practiſch und gründuch erlernt habe und bitte deßhalb mich mit recht zahl— reichen Aufträgen zu beehren. Butzbach den 13. Januar 1845. W. Frank, Chirurg. Eine ſtille Familie (103) ſucht mehrere Knaben, die entweder jetzt oder auf Oſtern die Realſchule bezieden woͤllen, in Koſt und Logis. Nähere Auskunft ertbheilt auf frankirte Briefe Herr Dr. Schä— fer Reallehrer in Darmſtadt. ahh (113) Der zweite und letzte Caſino⸗Ball fur dieſen Winter findet Dienſtag den 4. Feb. d. J. im Trapp'ſchen Saale ſtatt. Friedberg den 22. Januar 1845. Der Vorſtand. Verſteigerung. (132) Montags den 3. Februar, Mittags 12 Uhr, ſoll das dem Jacob Böcher, Pumpen⸗ macher dahier, gehörige 4jährige fehlerfreie ꝙferd, nebſt einer Ziege und 2 Gänſen öffent— lich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Berſtadt am 22. Januar 1845. J. A. Fr. Hennemann. Ein geräumiges Wohnhaus (13) nebſt Nebengebäuden, beſtehend in: 1) einem Farbhaus, 2) einem Mangbau, 3) Viehſtällen, ſteht mit, oder ohne Farbgeräthſchaften aus freier Hand, in einem Landſtädtchen, zu ver⸗ kauten. Das Nähere bei der Expedition die— ſes Blattes. Wirthſchafts- Verpachtung. (13 Mein Haus mit Wirthſchaft und Bierbrauerei nebſt Scheuer mit Malzböden bin ich geſonnen zu verpachten. K. Waſſmuth. Oerlinische Lebens⸗Versi⸗ cherungs-Gesellschaft. (135) Die Allerhöchſt privilegirte Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗⸗Geſellſchaft garantirt durch ein Actien-Kapital von einer Million Thaler Preußiſch Courant und der Ober⸗Auſſicht eines Königlichen Kommiſſarius unterworfen, gewährt den Verſicherten die beſondere Bequem⸗ lichkeit: 1) die Policen nach Gefallen an deren Inha⸗ ber(au porteur) oder an den künftig ſich legitimirenden Eigenthümer derſelben zahl⸗ bar auszuſtellen; 2) die Prämien für lebenslängliche Verſicherun⸗ gen nach freier Wahl in jahrlichen, halb⸗ oder vierteljahrlichen Terminen entrichlen zu dürfen, und bietet zugleich eine große Anzahl der ver⸗ ſchiedenſten Verſicherungsarten zur Auswahl dar, von denen hier vorzugsweiſe nur diejenige er⸗ wähnt wird, durch welche der Verſicherte das Recht erwirbt: das Kapital nach Ablauf beſtimmter Jahre ſelbſt zu erheben, oder wenn er früher ſtirbt, es ſeiuen Erben oder einer von ihm näher be⸗ ſtimmten Perſon dergeſtalt zu hinterlaſſen, daß ſie es an dem Verfalltermine ſtatt ſeiner er— heben kann.(ſ. g. Sparkaſſen⸗Verſicherung.) Der heutige Zuſtand der Geſellſchaft zeigt 3286 Perſonen verſichert mit Sechs Millionen und 250,800 Thalern, und durch Todesfälle in dieſem Jahre einge— büßte 77 Perſonen mit 75,200 Thalern.— Das Vermögen der Anſtalt iſt circa Eine Millton und 770,000 Thalern.— Der für 1839 erklärte Ueberſchuß betrug 21/ pro Cent auf die in jenem Jahre von den lebenslänglich Verſicherten eingezahlten Prämien und iſt mit % Antheil denſelben zurück erſtattet worden. Die Formulare zu den Verſicherungs-Anträ⸗ gen, ſo wie erläuternde Programme ſind thetls bei der Geſellſchaft ſelbſt(Spandauer Straße Nr. 29.), theils bei deren Agenten unentgeldlich zu haben. Berlin, den 1. December 1844. Lobeck, General⸗Agent der Berliniſchen Lebens⸗ Verſicherungs-Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringe ich hier⸗ durch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebe⸗ nen Bemerken, daß Geſchäfts-Programme bei mir unentgeldlich ausgegeben werden. Friedberg den 23 Januar 1845. g G. F. Nau, Agent der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Zum Verkaufen. (136) In Frankfurt ſind zu verkaufen: zwölf Chaiſen, theils ein-, theils zweiſpännig, heils mit Leder, theils mit Glasverdecken, ſodann mehrere Wagen, theils mit hölzernen, theils mit eiſernen Achſen, acht Pflüge, ſechs Eggen, fünf und zwanzig Paar Kummet und fünf und zwanzig Paar Syllgeſchirr. Naͤhe⸗ res zu erfragen bei Louis Schott Altengaſſe Lit. C. Nr. 131. zu Frankfurt a. M. Zum Vermiethen. (137) Das Gaͤrtchen an dem langen Wei⸗ ber, einige Stück Grabland von meinem Be⸗ ſoldungsſtück und ein, an der Uſa neben Herrn Salzmann gelegenes Grasgärtchen hat zu ver⸗ pachten Meyer. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Oriſti. ju Eid 9 Begug ts in nur fit Dittert Glaub und m Volk i Jeſaia: Täglich den W dein En Prophe U ich aud 0 der in! at doc Machbg Eifer