ntelligenz-Olatt 8— Provinz Oberheſſen * im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen Nultres und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 5 en Zuge, f g Aan, éZ—B—— eee 50. Sonnabend, den 28. Juni auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Jutelligenzblatt für die wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den vere Abonnementspreis: das Halbjahr 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— Inſeralgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammmen 7 dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: Mittwochs⸗Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Ein neues Halbjahr⸗ Abonnement Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen hrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— kr.; die alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Carl Bindernagel. Samſtags⸗Blatt. Ehrenbezeigung. Aus dem Kreiſe Hungen den 2. Juni 1845. Wenn Männer aus einem Wirkungskreis ſcheiden, in . welchem ſie eine lange Reihe von Jahren durch ausgezeich⸗ und net treue und umſichtige Erfüllung ihres Berufes in hohem 0 Grade ſegensreich gewirkt, und dabei durch Humanität und 0 Gemeinſinn ſich die allgemeine Liebe, Achtung und Dank⸗ barkeit erworben haben, ſo iſt es wohl an ſeinem Ort, daß ihnen in vaterländiſchen Blättern ein öffentliches Zeichen der Ehrerbietung und Anerkennung gegeben werde, ja es — ſcheint uns dies ſogar eine Pflicht der Dankbarkeit und Er⸗ Berlhei kenntlichkeit zu ſein. In einem ſolchen Fall befinden wir — uns, indem wir über das Scheiden des nach Umſtadt, in 2 Recht der Eigenſchaft eines Gr. Dekans und erſten reformirten 2 Pfarrers, verſetzten bisherigen Gr. Dekans und Pfarrers a Marchand zu Bellersheim, eines Mannes, berichten, deſſen Abgang aus der hieſigen Gegend in Wahrheit ein Verluſt für unſeren Bezirk und ſeine ihm anvertraut gewe— ſene Gemeinde genannt werden muß. 30 Jahre lang hat . er in Bellersheim das Pfarramt mit ſteter Treue und wür⸗ furt diger Haltung verwaltet, und bei der ihm in jeder Hinſicht b eigenen ungewöhnlichen Einſicht und Kenntniß in dem Berufs- und Geſchäftsleben, mit dem reichſten Segen gewirkt. Wäh⸗ 3 rend dieſes langen Zeitraums war das Verhältniß zu ſeinen u She Pfarrbefohlenen auch nicht einen Augenblick getruͤbt, und 41 mit ungetheilter Liebe waren und ſind ihm dieſelben ſtets deine zugethan, denen er uberall mit Rath und That bereitwillig G0 zur Seite ſtand. Ein gleich freundliches Bild erſcheint uns, . wenn wir einen Blick auf das ausgedehntere Wirken des Scheidenden werfen. Während 22 Jahren hat er als geiſt⸗ licher Inſpector, als Mitglied und Rath des vormaligen ſtandesherrlichen Conſiſtoriums, als Decan und als Mitglied der Bezirksſchulcommiſſion durch eifrige Thätigkeit und tiefe Umſicht ſich große Verdienſte un Kirche und Schule des Bezirks erworben, und dabei ſich eines ſeltenen Grades von Vertrauen und Anhänglichkeit von Seiten ſeiner Amtsange— hörigen zu erfreuen gehabt, da er die Treue in der Amts— pflicht mit großer Humanität zu verbinden wußte. jeberall wo es einer guten Sache, auch außerhalb ſeines Wirkens, galt, fand man ihn bereit, und hieraus läßt ſich das Anſe— hen und die Liebe erklaren, die er in allen Ständen des Bezirks genoß. Jedermann bediente ſich gern ſeines Rathes und ſuchte ihn, ſelbſt aus weiteren Kreiſen. Dieſe Geſin— nungen ſprachen ſich denn auch bei ſeinem Scheiden aus. Die Lehrer des Schul- und Decanatsbezirks Hungen, welche wackere Männer er größtentheils durch einen ihm beſonders verſtatteten Einfluß von Seiten des Standesherrn zu ihrem Lehramt berufen hatte, veranſtalteten ihm ein ſchönes Feſt, zu welchem auch die übrigen Mitglieder der Bezirksſchul commiſſion eingeladen waren, und überreichten ihm zum Andenken eine ſehr ſchoͤne und werthvolle Standuhr, um ihre Liebe und Dankbarkeit an den Tag zu legen. Di Gemeinde Bellersheim verehrte ihm eine Prachtbibel, die erwachſene Jugend daſelbſt übergab ihm aus Dankbarkeit und zur Erinnerung einen ſilbernen Ehren⸗Becher und brachte ihm Abends bei Fackelſchein mit muſterhafter Ordnung und einem in einer Landgemeinde nicht gewöhnlichen Anſtand ein Abſchiedsſtändchen. Geſtern hielt er bei einem Zuſtröͤmen von Zuhörern aus der ganzen Umgegend ſeine Abſchiedspredigt, und die allgemeine Rührung und die Menge der Fremden be⸗ wieſen wiederholt, welcher Liebe und Popularität er ſich f ö „ 200. erfreute. Sein Gedächtniß bleibt in der Gemeinde und im Bezirk im Segen, und wir wünſchen nur, daß er in ſeinem nenen Wirkungskreis, unter den ſeinen Verdienſten und ſon⸗ ſtigen Umſtänden mehr entsprechenden Verhältniſſen, noch recht viele frohe und glückliche Jahre verleben, und ſich auch da der Liebe und des Zutrgnens erfreuen möge, welcher der Scheidende ſo würdig iſt.— L.— Aus der Wetterau. Wie ſchön, lobens⸗ und wünſchenswerth es ſei, wenn Geiſtliche und Lehrer eines Ortes im Einklange, gegenſeiti— ger Achtung und Liebe ꝛc. mit einander leben, wie ſehr ſich auch hier, alſo nicht nur in leiblicher, ſondern auch in gei⸗ ſtiger Hinſicht der Ausſpruch heiliger Schrift:„Die Ein— tracht baut ein Haus, die Zwietracht reißt es nieder bewahrheitet; davon hatten wir Gelegenheit uns am 2. Pfingſttage d. J. bei der Confirmation in dem großh. heſſ. Pfarrdorfe Obereſchbach zu überzeugen. Hier konnte man ſehen, welchen Segen es bringt, wenn der treue, ge— wiſſenhafte Lehrer, unterſtützt von ſeinem liebevollen, huma⸗ nen Pfarrer, mit Luſt und Liebe ſein Amt verrichtet, ſehen, wie weit es der chriſtliche Seelſorger im Gebiete der echten Chriſtuslehre mit ſeinen Confirmanden bringen kann, wenn ihm, im ſchönſten Einverſtändniſſe, der Lehrer der Jugend muſterhaft vorarbeitet.— Herrlich, herzerhebend, rührend waren die Gebete, welche der würdige Geiſtliche, Herr Pfarrer Gruber, vor dem ſchön mit Blumen geſchmackvoll geſchmückten heiligen Altare in ſeinem Namen, in dem der Gemeinde und der Confirmanden zu Gott, dem Herzenskündiger, ausſprach. Unübertrefflich war die Prüfung mit den Confirmanden und die klaren und beſtimmten Antworten derſelben, welche be— wieſen, daß es nicht blos Gedächtnißſache, ſondern Herzens angelegenheit ſei, waren höchſt bewundernswürdig. Die, die Feier der heiligen Handlung erhöhenden Geſänge, ab— wechſelnd von der Gemeinde und dem Chor, beſtehend aus den Geſangvereinen von Obereſchbach und Bonames geſungen, welche— leider! noch immer in Ermangelung einer brauch— baren Orgel— von einem Muſikverein mit ſehr paſſenden Inſtrumenten begleitet wurden, verſtand der wackere Lehrer, Herr Rückel, welcher dieſe muſterhafte Anordnung getroffen hatte, ſo würdevoll und trefflich zu leiten, daß auch in die ſer Hinſicht nichts zu wünſchen übrig blieb. So gewann unſere Ueberzeugung, daß Gottes heiliger Geiſt, der einſt am Tage der Pfingſten über die Jünger des Herrn ausge— goſſen wurde, noch heute in die ihm geöffneten und geweihe⸗ ten Herzen der Menſchen einkehrt, Feſtigkeit und Stärke.— Möge Gott der Allliebende fernerhin ſeinen Segen geben zu dem Wirken in ſeinem Geiſte treuer chriſtlichge— ſinnter Geiſtlichen und eifriger von Liebe für ihr ſchweres Amt beſeelter Lehrer der ihnen anvertrauten Jugend. Möge der Herr aller Herren und König aller Könige die Herzen unſerer hochverehrten deutſchen Herrſcher und Regenten mit ſeinem guten Geiſte regieren, damit ſie immermehr geneigt ſeien, beſorgt zu ſein, daß alle Lehrer der Jugend ein nah— rungsſorgenfreies Leben führen und ihr wichtiges Amt der Volksbildung mit Freuden verrichten können. Mögen ſich aber auch die Geſangvereine, deren Zweck ja nur Humani⸗ tät, Rechtlichkeit und Religion iſt, mehr und mehr der Be— thätigung der Gemeinden, der Huld, der Aufhülfe und kräf⸗ tigen Unterſtützuug unſerer theuren Landesherren im ganzen deutſchen Vaterlande erfreuen!— B.... 8 im Mai 1845. J. G. D. Bekanntmachungen von Be⸗ Faſel⸗Eber-Verſteigerung. denſelben geltend machen wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche im Liquidationstermin hoͤrden. rr Oeffentliche Bekanntmachung. (868) Heinrich Wolf I. zu Rockenberg hat ſich aus gerichtlich gebilligten Gründen frei⸗ willig der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Vermögens begeben, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß Rechtsgeſchäfte mit ihm nur unter Zuſtim⸗ mung des für ihn beſtellten Curgtors Jacob Wolf daſelbſt gültig abgeſchloſſen werden können. Butzbach den 2. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Garten ⸗Verſteigerung. (868) Mittwoch den 23. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe nachſtehender der Nicolaus Wüſt'ſchen Ehefrau dahier gehörende Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: Pag. und Nro. 319/99 41 Ruthen 80½[]Klitr. Garten in den Grabengärten an Jacob Wien und Jacob Schmidt. Friedberg den 11. Juni 1845. J. A. Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender. (951) Montag den 30. Juni l. J., des Morgens 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Reichelsheim ein der Gemeinde zugehörender großer Faſeleber, zwei Jahr alt, öffentlich meiſtbietend verſteigt werden. Reichelsheim den 24. Juni 1845.. Der Herzogl. Naſſ. Oberſchultheis Gros. Bekanntmachung. (952) Die zur Anfertigung eines neuen kiſernen Gitterthores vorkommende Arbeiten zu Niederweiſel, als: fl. kr. a) Steinhauerarbeit voranſchlagt zu 67 55 b) Schloſſerarbeit.„ 119 30 c) Maurer- und Weißbinderarbeit 17 30 ſollen Dienſtag den 1. Juli d. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Hirſch in Niederweiſel wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Plan und Ueber⸗ ſchlag liegen auf dem Büreau des Gr. Bür⸗ germeiſters vor der Verſteigerung zur Ein⸗ ſicht offen. Oſtheim am 23. Juni 1845. In Auftrag Clotz. Edietal ladung. (953) Gegen Jakob Wagner I. zu Fauer⸗ bach J. hat Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen den förmlichen Concursproceß erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher Alle, welche dingliche und perſönliche Anſprüche gegen Montag den 21. Juli d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonders Präclu— ſivdecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzumelden und naͤher zu be⸗ gründen. Butzbach den 19. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ⸗ In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Arbeits-Verſteigerung. (950 Dienſtag den 1. Juli d. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden im Wirkhshaus zum Hirſch dahier nachſtehende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden verſteigert: 1) die Fertigung von ungefähr 150 Klaftern neuen Pflaſters mit Einbegriff der Planir⸗ arbeit,. 2) zwei... kanal von Sandſteinen zu Ueberfahrten, 200 Fuß betragend, und die dabei erforderliche Maurerarbeit, 3) 7 Ueberfahrten an der Vieinalſtraße nach „Friedberg, von Rauſteinen zu fertigen. Die Ueberſchläge werden bei der Verſteige⸗ rung eröffnet werden. Die Herrn Bürger⸗ meiſter derjenigen Gemeinden, wo ſich Pfla⸗ ſterer befinden, werden um gefällige Veröffent⸗ lichung des Vorſtehenden erſucht. Ockſtadt den 25. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. werden tags u det II werbs Aſſ de bef Dande N Di Tie I 1 0 N gen zen, 1 Aden den 9 ffen 8 ust N 1 * we 1 weſhe⸗ Stärke.— Segen t eres * 1 * eat* 1 1 N mt Arbeits ⸗Verſteiger ung. (985) Die bei den in hieſiger Gemeinde vorkommenden diesjährigen Bauten erkorder⸗ lichen Arbeiten und Makeriallieferungen, als! bei Herſtellung des Trinkbrunnens und der Gemeindepumpen g fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 26 25 Steinhauerarbeit, 8— Schreinerarbeit, 6— Schloſſerarbeit, 8— Weißbinderarbeit, 2— Pflaſterarbeit, 12— Brunnenmacherarbeit, 10— bei Unterhaltung des Rathhauſes, des Kirch— thurms und der Pfarrhofraithe, Maurerarbeit, veranſchlagt zu 20 fl. Pflaſterarbeit, 1 Schreinerarbeit, 31 1 Schloſſerarbeit, 4 Weißbinderarheit, 37 1 Dachdeckerarbeit, 12 bei Herſtellung der Futtermauer am Kirchplatz und Unterhaltung des alten Friedhofs Maurerarbeit, veranſchlagt zu 24 fl. Steinhauerarbeit, 8„ Schloſſerarbeit,(eiſernes Thor) 86= Weißbinderarbeit, 4 9 bei Erbauung einer neuen Entwäͤſſerungs⸗ ſchleuße DE. Kaurerarbeit, veranſchlagt zu 15— Steinbauerarbeit, 21 54 Zimmerarbeit, 98 Schloſſerarbeit, 18 bei Anlegung eines neuen Friedhofs 1 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 379 20 Steinhauerarbeit, 78— Schloſſerarbeit,(eiſernes Thor) 90— Weißbinderarbeit, 6— Hand- und Planirarbeit, 183 24 die Lieferung der zu dieſen Arbeiten nöthigen Mauerſteine, veranſchlagt zu 618 fl. Pflaſterſteine, 10* Waſſerkalk, 21 Bütten, 42„ Mauerkalk, Sand und Waſſer 394% Lett, 3„ werden Mittwoch den 2. Juli d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten wenigſtnehmend an ge— werbsberechtigte Steigerer in Akkord gegeben. Aſſenheim am 16. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bertalott. Verſteigerung von Bauarbeiten. (956) Die diesjährigen hieſigen gemeinheit⸗ chen Bauarbeiten und Materiallieferungen, insbeſondere: die bei Unterhaltung der Schulhäuſer und Ge⸗ meindegebäude nöthige E Maurerarbeit, zuſ. veranſchl. zu 55 40 Zimmerarbeit, 55 50 Schreinerarbeit, 22 Glaſerarbeit, 3 30 Schloſſerarbeit, 2 Weißbinderarbeit, 27 20 die bei Herſtellung und Umbauung zweier Wie⸗ ſenbrücken und Erbauung einer neuen Ueber⸗ fahrt mit Schleuße erforderliche Maurerarbeit, zuſ. veranſchl. zu 57 fl. Zimmerarbeit, 260„ Schloſſer⸗ u. Schmiedearbeit 72. Weißbinderarbeit, 40„ elan von gehauenen Sandſteinen 40„ Lieferung von 20 Bütten Waſſerkalk und 0,6 Kbftr. Mauerſand, Anfuhr von 3,0 Köklftr. Steinen, das Aufſetzen derſelben und ſonſtige Handarbeiten, ſollen Montag den 30. d. M., * 201 Vormittags 10 Uhr, auf hieſiger Rathſtube wenigſtnehmend an zuverläſſige Uebernehmer verſteigert werden. Florſtadt am 23. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Arbeits- Verſteigerung. (937) Die bei Herſtellung der Synagoge zu Heldenbergen erforderliche Naurerarbeit, veranſchlagt zu 17 fl. Steinhauerarbeit, 21 Schreinerarbeit, 31 7 Weißbinderarbeit, 37* Dachdeckerarbeit, 18„ Spenglerarheit, 7 1 Schloſſerarbeit, 6„ wird Freitag den 4. Full d. Fe, Vormittags 10 Uhr, auf daſigem Gemeindehauſe an ge— werbsberechtigte Steigerer verakkordirt. Friedberg den 22. Juni 1845. 5 Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Gras Verſteigerung. (958) Montag den 30. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll in der Wohnung des Gaſt—⸗ wirths Hein. Sang II. dahier das der Ge⸗ meinde Fauerbach II. gehörige diesjährige Ge— gräs zu Heu und Grummet einer nochmali⸗ gen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Es wird dabei bemerkt, daß gegen genü— gende Türe chat Zahlungsfriſt bis Martini⸗ tag l. geſtattet wird. Fauerbach II. den 25. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Bekanntmachung, Verſteigerung von Ginſtern zu Backholz, in den Gr. Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg, betreffend. (959) Freitag den 4. Juli d. J., Nach⸗ mittags um 4 Uhr, werden im Diſtricte Kel— lerberg bei Oberrosbach 1350 Gebund Ginſtern zu Backholz, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Haupt⸗ weg im gedachten Diſtrict. Oberrosbgch den 25. Juni 1848. Der Großb. Heſſ. Repierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Frucht ⸗Verſteigerung. (9600) Dienſtag, den 1. Juli l. J. verſtei⸗ gert das unterzeichnete Rentamt, Nachmittags 2 Uhr, im Wirthshauſe zum Hirſchen dahier, 50 Malter Waizen, 200 Malter Korn, 70 Malter Gerſte und 50 Malter Hafer. Ockſtadt am 26. Juni 1845. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt Angerer. Heu⸗Grasverſteigerung für die Ge— meinde Köddingen betr. (9610 Montag den 14. Juli d. J., Mor⸗ gens 8 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde gehörige, auf circa 30 Morgen Wieſen vor⸗ findliche Heugras beßter Qualität, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt zur beſtimmten Stunde am Vicinalweg von Helpershain nach Ulrichſtein bei der ſogenannten Heiligengall. Köddingen den 23. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. eee Rühl Arbeits Wer ne (962) Montag den 30. Juni l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in Sberroß bach auf dem Rathhauſe folgende, bei Einfriedigung ** der Schulhofraithe vorkommende Arbeiten oͤffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Nach dem VPoranſchlage betragen dieſe Ar⸗ beiten:. fl. kr. 1) Maürerarbeit 116 37 2) Steinhauerarbeit 99— 3) Schreinerarbeit 58 30 4) Schloſſerarbeit 32— 5) Weißbinderarbeit 12— 6) Pflaſterarbeit 80— ferner die Anlieferung von 14 Eubikelaf er Mauer- und Pflaſterſteinen, 45 Bien Kale und 9 Cubikklafter Sand. Voranſchlag und Zeichnung liege Büreau des Gr. Kreisbaumeiſters bezirks Friedberg zur Einſicht offen. Oberrosbach den 24. Juni 1843, Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Arbeits ⸗Verſteigerung. (963) Dienſtag den 1. Juli l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen auf dem Bürgermei⸗ ſtereibureau zu Fauerbach II. nachſtehende Arbeiten an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, als: 1) Steinbrechen, veranſchlagt in 168 2) Steinfahren, 5 105 3) Steinaufſetzen, 7 1 14 4) das Kleinſchlagen der Steine, voran⸗ ſchlagt zu 210 Fauerbach II. den 26. Juni 1845, Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter, in deſſen Auftrag Gatzert. Bau⸗ und Reparaturarbeiten an der Kirche zu Okarben. (9620 Freitag den 4. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nachſte⸗ hende Bau- und Reparaturarbeiten an der hieſigen Kirche an die Wenigſtnehmenden oͤffent⸗ lich verſteigert werden, als: fl. kr. Zimmerarbeit 10— Maurerarbeit 2 12 Schieferdeckerarbeit 123— Schreinerarbeit 12— Glaſerarbeit 70— Weißbinderarbeit 2— Klammern, Leiſtnägel, zufällige u. Mehrarbeiten 8 24 Okarben am 23. Juni 1845. Für den Kirchenvorſtand Der Pfarrer Der Gr. Bürgermeiſter Becker. Jung. Holz ⸗ Verſteigerung. 965) Montag den 7. Juli, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem freihl. von D Died'ſchen Kirch⸗ walde dahier: 1) 100 Stecken reines buchen Scheitholz, 2) 30 ditto Kiefernholz, 3) 4,000 Eichenſchälwellen und 4) 14,000 Wellen von verſchiedener Holzart und Güte, öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg den 25. Juni 1845. Kirchner Nit uU NUN Privat ⸗ Bekanntmachungen An zeig e. (932) Ein Landgeiſtlicher im Kreiſe Fried berg iſt erbötig einen Knaben von 8 Jahren unter billigen Bedingungen in ſein Haus auf⸗ zunehmen, um denſelben mit ſeinem eignen Sohne gemeinſchaftlich zu erziehen und unterrichten. Nähere Auskunft ertheilt Redactlon dieſes Blattes. 1 7 0 88 INK Frankfurter N Lebens ⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft, (6860 beſtätigt durch Beſchluß hen Se⸗ nats der freien Stadt Frankfurt. Grund Capital: Drei Millionen Gulden. Die von Hohem Sengt bestätigte Frankfurter Lebens Verſicherungs⸗ Geſellſchaft der Tapitalien und lebenslängliche Ren⸗ e nach dem Ableben des Ver⸗ Wiz az feine Erben, oder an jede andere, bone zom bezeichnete perſon, oder an den Inha⸗ ber der Police bezahlt werden; gewährt Verſiche⸗ rungen, deren Beträge nach einer beſtimm⸗ ten Reihe von Jabren an den Verſicherten ſelbſt, oder an ſeine Crben bezahlt werden; conſtituirt Leibrenten, ſo daß man, je nach Verſchiedenheit des Alters 10 bis 17 vom Hundert jährliche Zinſen erlangen kann. Der Wirkungskreis der Geſellſchaft umfaßt alle Geſchäfte, die in anderen Formen durch Ausſtattungs-Anſtalten, Wittwen⸗ und Spar⸗Caſſen vollzogen werden. Die auf Lebenszeit Verſicherten ſind an dem Gewinne der Geſellſchaft betheiligt, ohne, daß ſie von den möglichen Verluſten betroffen, oder zu Nachzahlungen angehalten werden können. Proſpektus und Tarife, ſowie jede weitere Auskunft, können bei dem unterzeichneten Agenten empfangen werden. (Dieſe Geſellſchaft hat mit der Frankfurter Verſicherungs⸗Geſellſchaft gegen Feuerſchaden durchaus keine ſolidariſche Gemeinſchaft; jede dieſer beiden Anſtalten beſitzt ihren vollkomm. nen getrennten Sicherheits-Fonds, und beſteht kraft beſonderer Statuten.) Vilbel im April 1845. Der Agent der Frankfurter Lebens⸗ Verſicherungs⸗Geſellſchaft, J. C. Bermann. Empfehlung. (918) Die unterzeichnete empfiehlt ſich im Reinigen von Bettfedern, wodurch dieſelden von allen Krankheitsſtoffen befreit werden, unter Zuſicherung der billigſten Preiſe. Ob⸗ wohl ich die mir bereits in Friedberg gewor⸗ denen Aufträge ſchon früher auszuführen hoffte, ſo war dies eingetretener Hinderniſſe halber nicht möglich. Ich werde nunmehr vom 30. d. M. bis den 30. Juli meine Arbei⸗ ten in Friedberg beginnen und meine Woh— nung im Gaſthauſe„zum goldenen Faß“ haben, auch jedes Jahr in bemerkter Zeit dort eintreffen. Um recht zahlreiche Aufträge bittet Butzbach im Juni 1845. S. Dubois. Eine gute vollſtändige Oel-Kelter (9719) mit gußenen Einſatz⸗Käſtchen, zwei Kuchen auspreſſend, nebſt dazu gehörigen Re⸗ guiſiten, für deren Güte garantirt wird, ſteht in Friedberg zu verkaufen. Zu erfahren bei der Expedition dieſes Blatts. Aufforderung. (966) Derjenige, welchem der Aufenthalt des Heinrich Luckardt, Tagelöhner aus Petersberg bei Fulda, bekannt iſt, wird hier⸗ durch aufgefordert, mir denſelben gefälligſt baldigſt anzuzeigen. Wölfersheim den 26. Juni 1845. „ e Mehrere Looſeinhaber (967) wünſchen zu wiſſen, ob der Spiegel, * 202. ſollte, ausgeſpielt iſt und welches Nro. ihn gewonnen hat?— Im andern Fall erbitten ſie ſich die ſchon vor länger als einem Jahr eingeſammelten Dreibätzner zurück.— Nauheimer Teichhaus. (968) Sonntag den 29. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Henkel. Schwalheimer Mineralbrunnen. (969) Sonntag den 29. Juni Harmonie⸗ und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Henkel. Fahrgelegenheit nach Hom⸗ burg. (970) Einem geehrten publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß ich jeden Sonntag und Mittwoch während der Kurzeit mit einem Familienwagen nach Homburg und zurück fahre. Der Preis für die Hin und Zurückfahrt beträgt 1 fl für die Perſon. Die Abfahrt in Friedberg iſt von den Gaſthäuſern zum Maulbeerbaum und ſteinernen Haus, Sonntags Morgens um 8 Uhr und Mitt⸗ wochs Morgens um 11 Uhr, in Homburg vom Gaſthauſe zur Roſe, Abends 8 Uhr. Friedberg den 18. Juni 1845. H. Hanſtein IV. Ein Bettfedern⸗ Reiniger (97) iſt bei Gaſtwirth Peter Mann auf dem Hauck angekommen. Derſelbe erbietet ſich Bertfedern von Schweiß und Schmutz zu reinigen und von etwaigen Krankheitsſtoffen zu befreien. Die Federn werden zugleich hier⸗ Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 6. Sonntag n. Trinitatis den 29. Juni. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Perſchbacher. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Wamſer. Fruchtpreiſe 26. Juni 20. Juni 17. Juni Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Malnz gerau ü fl. tr. fl. tr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 915] 854 9— Korn„„ 730 613747— Gerſte„„ 5 4 71 5 10 Hafer„„ Pa 434 34 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Juni bis 5. Juli 1845. welcher zu Bauernheim ausgeſpielt werden durch wieder ſo ſchön wie neue und ſind 3 Fried⸗ Butz⸗ bis 4 Theil weniger zur Füllung eines Bet⸗— Prei tes erforderlich. rt ee 5 S. Brod ⸗Preiſe. berg. bach. kr. pf. kr. pf. 5 ö 7 1. 13 Leib⸗Roggenbrod 21584 213 Literariſche Anzeige. 24 5 5 2152 b Soeben wurde fertig und iſt bei C. Bin. 1 11 5 111— er nagel in Friedberg zu haben: 5 th. Lth. — Milchbrod 144% 14% Ueber den— 5 daf 14% 15 5— Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 145% Einfluß de i f 0 fl f r Schule Fleiſch-Preiſe. pf auf das 1 Ochſenfleiſch E 5 Leben des Volks.„ Kühfleiſch e e 5 5 1 85 a 3 ungemäſtete. Kritik der Gegenwart und Vorſchläge, Nindſtiſch Ange 5 für die Zukunft vom proteſtantiſchen], Kalbfleisch ungemäſtetes 4 7 Standpunkte aus.„ Schweinenfleiſch 91 2192 Von„SHammelfleiſch e Carl Soldan, 1. 12 5 12 5 Großh. Heſſ. Schulinſpector und zweitem] Semiſchte Wurſt 8 4— Lehrer am evangeliſchen Schullehrer⸗Seminar[ Bratwurſt 14— 14— zu Friedberg in der Wetterau. 1 Se e 14— 14— is: 2 fl..„Geräucherter Speck 20— 20— —— N„ Schinken 14— 15— N„ Dörrfleiſch 15— 15— Frankfurter Gold-Cours„ Schweinenſchmalz, 3 ausgelaſſen 18— 18— vom 26. Juni. unausgelaſſen 16— 16— ———„ Nierenfett 16— 16— fl. kr.„Hammelsfett 151— 1151— 15 11 11 5 Der Gr. Hes, 79 1 7 15 K. Friedberg Friedrichsd'or 2 49 5 1 10 fl. Stücke 9 56 Die Polizeij⸗Tarxe für die Stadt Butz bach 9 and⸗Ducaten 5 3 gilt auch für den Kreis Hungen. 8 ue N 9 32 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Engliſche Souverains 12— Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. auf da wolle Mon dritte u. Mittwog — die ſein, wen dort an d ige e em 2 den wie! ten, ſonne dem gew Jun teu Tri eine! jüng Um g folge ſchen en 2 And f Ad d gähne daun damy