Daſſer des deutſchen Intelligenz Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Burgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Ausführung des Wieſenculturgeſetzes vom 7. October 1830, insbeſondere das Inſtitut der Wieſenvorſtände und deren Wirkſamkeit— in specie— Einſendung der Jahresberichte. Indem ich Sie auf mein Ausſchreiben vom 8. Sept. 1843 in Nro. 71. des Intelligenzblattes verweiſe, gebe ich Ihnen auf, unter Mitwirkung der Wieſenvorſtandsmitglieder innerhalb des Monates November berichtliche Vorlage über folgende Punkte zu machen. 1) Sind die Wieſenvorſtände noch complett, oder nicht und in letzterem Falle, welche Mitglieder und aus wel— chen Gründen ſind dieſelben ausgetreten; 2) Welche Wieſenculturpläne ſind pro 1846 projectirt und iſt deßhalb ſchon beſondere Vorlage gemacht oder nicht; 3) Was iſt im Laufe des Jahres 1845 bezüglich der Wie⸗ ſenkultur geſchehen. Friedberg am 16. Oktober 1845. Krach, Kr.⸗Sctr. Die Aufbewahrung der Kartoffeln betreffend. Nach mehrfachen Nachrichten mußten Landleute, welche ihre dießjährigen Kartoffeln von der da und dort vorkom⸗ menden Fäule befreit und ſie darum eben ſo, wie in ſonſti⸗ gen Jahren, aufbewahren zu können glaubten, ſehen, wie ſie dennoch bald darauf in den Kellern, Gruben ꝛc. ꝛc. in Wärme und theilweiſe in Fäulniß geriethen. Manche haben hierauf die Anſicht gegründet, als ſeien im gegenwärtigen Jahre überhaupt alle Kartoffeln, ſie mögen noch ſo geſund ausſehen, der Krankheit der Fäule unterworfen. Dieſe Anſicht iſt aber irrig und um ſo mehr zu be⸗ kämpfen, als ſie gar leicht zu voreiliger Veräußerung der Kartoffelvorräthe oder zu weiterem Verderben von ſolchen Veranlaſſung geben kann. Das Schwitzen und Faulen der Kartoffeln kam ſchon, wie jeder erfahrene Landwirth gar wohl weiß, ſelbſt in Jahren vor, in welchen man kein Wort von einer Kartoffelkrankheit hörte. Es beruht jenes auf dem ganz natürlichen Grunde, daß wenn gewiſſe feuchte Gegen⸗ ſtände einem allzuſtarken Druck unterliegen, ſie in Wärme und Gährung gerathen. Wir ſehen dieß bei feucht eingebrachtem Dörrfutter, insbeſondere Grummet, bei mit Gras ſtark durchwachſenem Getreide, z. B. Gerſte unter Klee ꝛc. ꝛc. Auf demſelben Grunde beruht die in neuerer Zeit zur Erſparung von Brennmaterial empfohlene, und auch da und dort einge— führte, Selbſterhitzung des Futters(Kartoffeln mit Heu und Strohhäckſel). Um wie viel mehr muß aber eine Erſcheinung dieſer Art bei den diesjährigen Kartoffeln eintreten, wenn man bedenkt, mit wie viel Feuchtigkeit ſie zu kämpfen hatten, wie wenig ihre wäſſerigen Beſtandtheile in dem durch den vielen Regen ſo feſt gewordenen Boden verdunſten konnten und wie wenig noch die Witterung zur Zeit der Ernte dieß be⸗ günſtigte. Darum befinden ſich auch die Kartoffeln genau betrachtet jetzt am Schluſſe ihrer Vegetationszeit erſt auf demjenigen Grade von Reife, in welchem ſie ſonſt ſchon beim erſten Beginn des Kartoffelausmachens zu ſein pflegen. Das Faulen von den als geſund eingebrach⸗ ten Kartoffeln in den Kellern iſt alſo eine ganz beſondere Erſcheinung, die ſich aber je nach der Behandlung ihres Unterbringens ſicher vermin— dern läßt. Daß dem ſo ſei, daß alſo geſund eingeerntete Kartoffeln geſund erhalten werden können, zeigt das Beiſpiel aller Derer, welche die bei Kartoffeln dieſer Art nöthige beſondere Vorſicht angewendet, welche insbeſondere wie auch in Nr. 41 der diesjährigen landw. Zeitſchrift empfohlen war, die ausgenommenen Kartoffeln zuvor noch in allen irgend dis— poniblen Räumen zum vorerſtigen Aus- und Abtrocknen an der Luft(nicht Sonne) ausbreiteten, beim Einkellern ſelbſt aber, nach vorheriger ſorgfältiger Ausleſe, in nur ge— ringer Höhe aufſchütteten und dabei alle Kelleröffnungen den Tag über offen hielten. Solches geſchah insbeſondere im Odenwald, wo die Verhältniſſe am frühſten bei der dies— jährigen Kartoffelernte zur Vorſicht mahnten und wo auch Diejenigen, dir nicht ebenſo handelten, nun anfangen, ihre warm gewordenen Kartoffeln aus den Kellern zu nehmen und ſie nachträglich gleichem Verfahren zu unterwerfen. 0 1 * . N N g — 2 . 336 Iſt die Sache allerdings bei größeren Quantitäten mit Schwierigkeiten verbunden, ſo läßt ſich doch bei ernſtem Willen gar Vieles exreichen. Wir ſahen Schoppen, Scheuen⸗ Tenne, mit Borden belegte Grasplätze, Kellerräume, Obſt⸗ hurden, Speicher, ſelbſt Wohnräume zu gleichem Zwecke benützt und wie man ſich hier nach dem ſchönen guten Aus⸗ ſehen der ſo behandelten Kartoffeln der ſichern Hoffnung ihrer nun ganz geſunden Erhaltung überläßt, ſo ſicher wird dieß auch anderswo bei gleicher Behandlung zu erreichen ſein. Darmſtadt den 19. Oktober 1845. Großh. Heſſ. Centralbehörde der land wirthſchaftl. Vereine. Bekanntmachung. In der am 22. September l. J. dahier abgehaltenen Hauptverſammlung der im Jahr 1834 für die Kreiſe Gießen und Grünberg begründeten Spar- und Leihkaſſe wurde die Rechnung über die Verwaltung des Jahres 1844 ſtatuten⸗ gemäß abgeſchloſſen, deren Ergebniſſe in nachſtehender Ueber⸗ ſicht dem Publikum vorgelegt werden: A. Das Activ- Vermögen beträgt: 1) an Caſſevorratkch h. 6302 fl. 53 kr. 2 an Capitalien, welche von 3467 De⸗ bitoren, alſo durchſchnittlich mit 55 fl. von einem Einzelnen verſchuldet und mit 5% verzinſt werden.. 190332 7 15„ 3) an ausſtehenden, aber noch nicht fäl⸗ ligen Stückzinſenn 4) an Jahreszinſen, welche zwar fällig, aber nicht bezahlt worden ſind.. 405 7 08„ Summe 202,097 fl. 28 kr. B. Das Paſſiv⸗ Vermögen beträgt: 1) an Einlagen, welche von 1571 Cre⸗ ditoren zur Caſſe gegeben worden u. von dieſer mit 3½% verzinſt wer⸗ den und zwar: a) an Capitalien nach§. 43. der Statuten. 5057 12„ e 7398 fl. 50 kr. b) an unverzinslichen Capitalien 1004,— c) an Erſparniß⸗Capitalien. 187736 29. 2) an fälligen, aber von den Gläubigern noch nicht empfangenen Zinſen. 85„ 33 3) an Reſervefond 8 5 5872 36„ Summe 202097 fl. 28 kr. An Erſparniß⸗Capitalien ſind zur Vereinskaſſe eingezahlt: Zahl der Im Creditoren. Summe Durchſchnitt. 1) von öoͤffentl. Dienern 108 20500 fl.— kr. 189 fl. 48 kr. 2) von Künſtlern, Profeſ⸗ ſioniſten u. Landwirthen 290 59950—„ 206% 42, 3) von Curatoren Min⸗ derjähriger, Abweſen⸗ der ꝛc. u. von Eltern für ihre Kinder. 380 30510—„ 4) von Rechnern für Pri⸗ vat ⸗Unterſtützungs⸗ ifi/ 5) von Dienſtboten u. zwar A. von männl. Dienſtb. 205 20900- 7 102%— b. von weibl. Dienſtb. 561 54476 29, 97, 06, Summe 1555 187736 fl. 29 kr. 120 fl. 48 kr. 80/ 18% Eine Vergleichung mit der Nachweiſung für das Jahr 1843 ergibt, daß die Summe der ausgeliehenen Capitalien um 18,549 fl. 34 kr. und die Summe der eingelegten Capi⸗ talien um 19,108 fl. 27 kr., ſowie die Zahl der Debitoren mit 169, die Zahl der Einleger aber mit 59 im Jahr 1844 ſich vermehrt hat.— An Prämien fuͤr Dienſtboten und an Beiträgen zur Unterhaltung der in 26 Gemeinden errichteten Induſtrie⸗ ſchulen, die durchſchnittlich von 1190 Kindern beſucht wer⸗ den, wurden im Jahr 1844 711 fl. 06 kr. bezahlt, dennoch hat ſich der Reſervefond um 1096 fl. 36 kr. vermehrt und am Ende des Jahrs 1844 5872 fl. 36 kr. betragen. Gießen den 12. Oktober 1845. Der Vorſtand des Vereins. * Spruͤchwoͤrter und Sentenzen mit Randgloſſen. 21) Das ſind die rechten Katzen, Die vorne lecken und hinten kratzen. Mein Nachbar Hans Veit ſagte mir, das Spruͤchwort ſei eigentlich gemacht auf die Menſchen, die äußerlich lächeln und innerlich voll Gift und Galle, Neid und Bosheit ſind, auf die Menſchen, die ſchön thun mit Jedem, wenu ſie mit ihm ſprechen, und die, wenn ſie ſich umkehren, die Zunge herausſtrecken, ſpotten und verläumden. Ich wollte partout dem Nachbar nicht glauben, daß es ſolch heuchleriſche Buben gäbe, aber er verſicherte mich hoch und theuer, es wären ihm ſelbſt ſchon Einige des Gelichters aufgeſtoßen; ihre Namen hat er mir aber um's Leben nicht genannt und ſo kann ich ſie denn auch dir, lieber Leſer, nicht angeben. Das aber rathe ich dir, wenn dir Einer gar zu freundlich iſt, oder wenn er bei dir über andere ſchmält, mit denen du ihn kurz vorher in Freundlichkeit verkehren ſahſt, ſo— laß dich von ihm—„laß dich vun ſe“ wie jener Jude ſeinem Söhn⸗ chen rieth, das von andern Knaben war geſchlagen worden. 22) Auf Regen kommt Sonnenſchein. Könnte auch umgekehrt lauten: auf Sonnenſchein folgt Regen; da man aber unter dem Regen ſich gewöhnlich etwas Widriges, unter dem Sonnenſchein aber etwas Erfreu⸗ liches zu denken pflegt, ſo liegt in dem umgewendeten Sprüch⸗ worte ein im Glücke beunruhigender, in dem Sprüchworte aber, wie es im Munde des Volkes iſt, ein im Unglücke erhebender, ein tröſtlicher Gedanke: Und weil nun auf Erden, in dem Lande der Prüfung, viel mehr Leidweſen als Freude zu finden iſt, weil alſo die meiſten Menſchen meiſtens viel mehr des Troſtes im Unglück, als des Zaumes im Glück bedürfen, oder, wenn dieß auch nicht überall wahr ſein ſollte, weil die Menſchen im Unglücke ſich eben ſo nach Troſt ſehnen, wie ſie im Glücke jeden Gedanken an die Möglichkeit einer Störung ihrer Verhältniſſe ſuchen los zu werden, ſo hat man ſich lieber an das Tröſtliche, als an das Beunruhigende des beſtändigen Wechſels gehalten und nicht: auf Sonnenſchein folgt Regen, ſondern: auf Regen folgt Sonnenſchein geſagt. Wohl dem aber, der ſo„genaturt⸗ iſt, daß er, während es ſtürmt, ſchon des künftigen Son⸗ nenſcheins ſich freuen kann. Alle können es nicht. Till Eulenſpiegel weiland konnte es, denn wenn er einen Berg hin auf gieng, lachte er beſtändig— aus Freude, daß er jetzt bald den Berg hinunter gehen könne.— Ein Sprüch⸗ wort, das mit dem angeführten ganz gleichen Sinn hat, iſt: 23) Kommt der Schnee, dann geht er auch wieder. Schade nur(oder auch nicht Schade, denn es ſteht ja eigentlich nur zu gewinnen—), daß der Schnee oft ſo lange liegen bleibt, daß Mancher das Thauwetter gar nicht 3 erlebt, oder auch, daß der Schnee oft mit Regen abgeht, wo denn die reichlich ſtrömenden Waſſer das vorhandene Uebel noch ärger machen. Das ſoll heißen: Manch einer ſetzt in der Zeit der Trübſal auf Etwas ſeine Hoffnung, aus dem ihm in der Zukunft neuer Kummer, neue Sorge, neues Seelenleiden erwächſt. Mir fällt dabei ein Wort des Pf. 118 ein, nemlich:„es iſt gut auf den Herrn ver⸗ trauen und ſich nicht verlaſſen auf Menſchen, es iſt gut auf den Herrn vertrauen und ſich nicht verlaſſen auf Fürſten /, und in gleicher Weiſe das Lied:„wer nur den lieben Gott läßt walten.“ „* 337 C. Michael Lotz eine Tochter, Marie Philippine, geb. den 2. September. 16. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Pflaͤſterer Johann Con⸗ rad Engel eine Tochter, Margaretha, geb. den 7. Sept. 18. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Johann Fried⸗ rich Ledermann eine Tochter, Marie Eleonore, geb. den 9. September. 21. Dem als Tagelöhner dahier ſich aufhaltenden Franz Ringel, Ortsbürger und Ackermann in Weckersdorf, Herrſchaft Braunau in Böhmen, eine Tochter, Eliſa⸗ bethe, geb. den 9. September. Lich. Getraute: 28. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Johannes Koch ein Sohn, Heinrich, geb. den 13. September. Kirchenbuchs⸗Auszug vom September 1845. 28. Dem hieſigen Ortsbürger und Webermeiſter Chriſtian Gottlieb Textor ein Sohn, Conrad, geb. den 15. Sept. 28. Dem hieſigen Ortsbürger und Schreinermeiſter Ludwig Wilhelm Zimmer eine Tochter, Marie, geb. den 2. Sept. 4. Der hieſige Ortsbürger und Weißbinder Johann Fried⸗ rich Ledermann III., des hieſigen Burgers, Mau⸗ rers und Weißbindermeiſters Friedrich Ledermann ehe⸗ lich lediger Sohn und Friederike Grünkorn, des hieſi⸗ gen Ortsbürgers und Maurers Chriſtoph Grünkorn ehelich ledige Tochter. Getaufte: 4. Dem hieſigen Bürger und Knopfmachermeiſter, ſowie 14. auch Gemeinderathsmitglied Konrad Kämmerer ein Beerdigte: 8. Anna Marie Clauß, des herrſchaftlichen Zehenders Johannes Clauß hinterlaſſene Wittwe, geb. Mink, alt 72 Jahre, 1 den 6. September. 12. Johannes Fiſcher, des hieſigen Ortsbürgers und Bäcker⸗ meiſters Joh. Heinrich Fiſcher eheliches Söhnchen, alt 3 Monate und 23 Tage, 1 den 9. September. Philipp Reinhard Textor, hieſiger Bürger und Lein⸗ webermeiſter, alt 55 Jahre, 2 Monate und 23 Tage. Sohn, Georg Reinhard, geb. den 23. Auguſt. 23. Joſt Heinrich Koch, hieſiger Bürger und Maurer, alt 11. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Johann Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Oeffentliche Aufforderung. (1198) Forderungen an den Nachlaß der verſtorbenen Konrad Bechthold's Wittwe zu Niederwöllſtadt ſind ſogewiß Dienſtag den 25. November l. J., Morgens, dabier zur Anzeige zu bringen, als ſie ſonſt bei Aufſtellung und Abſchluß des Inventars nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 15. November 1845. Grßh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (1499) Dienſtag den 28. l. Mts., Mor⸗ gens um 11 uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe nachſtehende Grundſtücke auf ſieben nach⸗ einander folgende Jahre, zum Urbarmachen, öffentlich meiſtbietend verpachtet, als: 10 66 Ruth.[128 Klftr., ein zwiſchen der nach Frankfurt ziehenden Staatsſtraße und der Gemarkung Fauerbach II. lie- gendem Stück, 2) 76 Rth.[148 Klſt. auf der Pfingſtweide, 3) 76» 148„/ daſelbſt. 4) 137„ 274„ daſelbſt. Friedberg am 21. Oktober 1845. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Verſteigerung einer Scheuer auf den Abbruch zu Heldenbergen. (1500) Die in der Hofraithe der Woh⸗ nung des katholiſchen Pfarrers zu Helden⸗ bergen ſtehende, von Holz erbaute herrſchaft⸗ liche, ehemalige Zehntſcheuer, 63 Fuß lang, 39 Fuß tief und 22½ Fuß bis an das Dach boch, wird Dienſtag den 2. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehauſe zu Heldenbergen, öffentlich auf den Abbruch verſteigert. Friedberg am 21. Oktober 1845. Der Gr. Rentamtmann, Domänenrath Bu ß. Arbeits- Verſteigerung. (15010 Dienſtag den 28. d. M., des Vor. mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Rathſtube nachbenannte Bauarbeiten, als: I. am Kirchenthurm: 1) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 25 fl. 2) Maurerarbeit 2* II. an der Ppfarrhofraithe: 1) Steinhauerarbeit, veranſchl. zu 22 fl. kr. 2) Maurerarbeit 2„ 30„ 59 Jahre, 6 Monate und 6 Tage, k den 20. Sept. 3) Zimmerarbeit 7* 30* 4) Weisbinderarbeit 2 7 30„ unter den vor dem Termin den Steigliebha⸗ bern eröffnet werdenden Bedingungen wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden. Niederrosbach am 20. October 1845 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Garten-⸗ Verpachtung. (1502) Der Martini l. J. pachtfällig wer⸗ dende Garten an der herrſchaftlichen Capelle bei Friedberg ſoll Dienſtag den 28 d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf weitere 6— 9 Jahre dahier bei Amt verpachtet werden, wozu man Pachtluſtige einladet. Ockſtadt am 21. Oktober 1845. Freiherrlich v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Angerer. Der Direktor der Viehverſicherungs-Anſtalt an ſämmtliche Großherzogliche Bürgermeiſter des Kreiſes Grünberg. Betreffend: Die Viehverſicherungs-Anſtalt im Kreiſe Grünberg. (1503) Bekanntlich geht mit dem 1. November d. J. eine neue Verſicherungsperiode ſowohl für das Rindvieh, als die Schweine an. Ich fordere Sie deßhalb auf in Ihren resp. Ge⸗ meinden die vorſchriftsmäßige Aufforderung zum Beitritt alsbald zu erlaſſen, die Declarationen geſondert für Rindvieh und Schweine aufzunehmen, die Schatzung durch rechtſchaffene Vieh⸗ halter gewiſſenhaft vornehmen zu laſſen, und an mich die Declarationen bis zum 8. November d. J. einzuſenden. Hierbei erwäbne ich, da namentlich der Preis der Schweine ſehr niedrig ſteht, darauf zu ſehen, daß nur der wirkliche gegenwärtige Werth von den Schätzern als Schatzungs— werth angenommen wird, indem ich im Intereſſe der Anſtalt die Schatzungswerthe durch Sach⸗ verſtändige in jeder Gemeinde prüfen laſſen werde. Schließlich mache ich noch darauf aufmerkſam, daß der Beitrag auf 1 fl. Verſicherungs⸗ kapital beim Rindvieh fürs halbe Jahr auf 2 kr., dagegen bei den Schweinen fürs Vierteljahr auf 3 kr. gekommen iſt, ſowie endlich, daß vom Neujahr an, wo die Spar- und Leihkaſſe für den Kreis Grünberg für ſich beſteht, die Entſchädigungsgelder alsbald nach dem Fallen eines Stück Viehs bezahlt werden konnen. Grünberg den 21. October 1845. Bötticher. — Privat- Bekanntmachungen. Einladung. (1800 Der Unterzeichnete beabſich⸗ tigt künftigen Sonntag den 26. d. M unter gefälliger Mitwirkung mehrerer hieſiger Kunſtfreunde eine muſicaliſch⸗ deelamatoriſche Abendunterhaltung in dem Trapp'ſchen Saale zu geben. Indem er ſich daher beehrt, zu recht zahlreicher Theilnahme einzuladen, be⸗ merkt er, daß Eintrittskarten à 24 kr. und Familienkarten à 18 kr. bis Sonn⸗ tag Nachmittags 5 Uhr im Trapp'⸗ ſchen Gaſthanſe zu haben ſind, an der Caſſe aber der erhöhete Preis von 30 kr. eintritt. Die Abendunterhaltung beginnt um 7 Uhr. Friedberg den 22. Okt. 1845. Carl Emmerich, Mitglied des Stadttheaters zu Bremen. Lehrling⸗Geſuch. (1505) In einer Spezerey⸗ und Langen⸗ waar enhandlung in einer der Hauptſtaͤdten der Provinz Oberheſſen wird ein Lehrling geſucht und iſt das Nähere bei der Redaction d. Bl. zu erfahren. Verlorenes. (1506) Am 18. Oktober, Abends, wurde auf der„Breite Straße“ eine Uebertrag von einem Kornſattel verloren. Der redliche Fin⸗ der wird gebeten, dieſelbe gegen eine Beloh⸗ nung an den Unterzeichneten abzugeben. Karl Berg. Ein braver junger Burſche, (1507) der die Bäckerei zu erlernen ge⸗ ſonnen iſt, kann ſogleich mit oder obne Lehr⸗ geld in die Lehre treten. Bei wem? ſagt die Exped. d. Bl. Geld auszuleihen! (1508) Aus dem Kirchenfond zu Wohnbach können auf Martini l. F. 300 fl. ausgeliehen werden. Wohnbach am 21. Oktober 1845. Wagner, Pfarrer. Eine friſchmilchende Kuh verkauft Ockſtadt. Warnung. (1309) Dasjenige, welches den 5. und 7. März d. J. bei Herrn Schwarz⸗ ſchild unter der neuen Kräm in Frank⸗ furt ſchwarzes Seidenzeng auf meinen Namen beſtellte, wird hierdurch ermahnt, daſſelbe in Zeit von 14 Tagen an den Kaufmann zu bezahlen. In dieſem Falle wird Verſchwiegenheit des Namens, welcher mir bekannt iſt, zugeſichert; iſt aber nach dieſer Zeit Nichts bezahlt, dann werde ich denſelben am Gericht anzeigen und in dieſem Blatte veröffent⸗ lichen. W. Rinck. Rentamtmann Angerer. e e 8 88.88 8 l e 088 . 338 Mehrere Malter Zuckerkartoffeln 8100 ſtehen zu verkaufen. Näbere Aus⸗ kunft ertheilt Eng. Bechſtein. Literariſche Anzeige. 957.959-959386. 957.955.958“ 888. geg he debᷣ bed eg geh Ein Hausſchatz für Jeden! 88 Bei Carl Bindernagel in Fried⸗ berg iſt zu haben: Das Büchlein eines alten Schäfers zur Unterhaltung u. Belehrung für Jung und Alt. 7½ Bogen. geheftet. Preis 18 kr. 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Oktober. fl. kr. Neue Louisd'or M Friedrichsd'or 9 43 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 26 Engliſche Souverains 11 52 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 23. Sonntag n. Trinitatis d. 26. Okt. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvikar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Hrer Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kattmann. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Bennighof. Fu tp if 28. Okt. 17. Ott. IA. Oct. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. f kr. ft. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 13— 13 10 11 50 Kern 5 10—1 915049— Gerſte„ 5 7— 71131 6 50 Hafer„„ 45 240 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Okt. bis 1. Nov. 1845. 1„ Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3%⁰ N 2. 71 2 5 7 5 4 4 7. 14.— 144— Lth. Lth. — Milchbrod 13 13 — Waſſerweck 133% 13 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 3 3 1 1— 1775 gemäſtete— 24. „Kühfleiſch dag s S zug e gemäſtetes 8— 8— 2 Rindffeiſch ungemäftetes E „ Kalbfleiſch 8—8— „Schweinenfleiſch 11— 111— „ Hammelfleiſch 9— 91— „ Schaaflleiſch 7— 1 71— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurft 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 16— 16— „ Doörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 129— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 19— 18— „ Hammelsfett 161— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polize Tan 405 die Stadt Butz bach ilt ür den Kreis Hungen. 5 auc Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. 2