Anfang: 10 Uhr. fer, Direlter — Intelligenz Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Somabed, N 22. Februar Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Poli— zeicommiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitation in den Orten des Krei ſes Friedberg für das Jahr 1845. Unter Bezugnahme auf die früher gegebenen Vor— ſchriften in Nro. 42 des Intelligenzblattes von 1835 und Nro. 35. von 1837, weiſe ich Sie an, alsbald für das Jahr 1845 die Feuerviſitation mit den Feuergeſchwornen vorzunehmen. Binnen 6 Wochen ſehe ich der Vorlage der Protocolle entgegen. Friedberg den 19. Februar 1845. . Krach, Kr.⸗Sctr Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſämmtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung und Conſcription für 1845. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Hauptbezirksliſte der dießjährigen Kriegsdienſtpflich— tigen vom 24. d. M. an 14 Tage lang auf meinem Bureau zur Einſicht offen liegt. Hungen den 19. Februar 1845 Fo len ius. 8 Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins im Kreiſe Friedberg. Monatliche Sitzung Montag den 24. Februar Abends 8 Uhr. Vorzeigung einiger neuen Winkelinſtrumente für Schreiner— Vorlegung des neueſten Heftes von Rombergs Bauzeitung und der Kupfer dazu— Vorträge über die Na⸗ tur des Waſſers überhaupt und des Mineralwaſſers insbe— ſondere— die Bereitung künſtlicher Mineralwaſſer— die Beſtandtheile und Miſchungsverhältniſſe des Neuſilbers— Stärkezuſatz zu Talglichtern— Verhütung des Einlaufens des Wollengarns beim Färben— Verbeſſerungen an der Hobelbank ꝛc.— Bericht über das Löthwaſſer des Herrn Redtel zu Frankfurt. Soldan. Der Großh. Heſſ. Gewerbverein 7 Friedberg beſtehende Lokalſection deſſelben. insbeſondere die zu Dieſe vor mehreren Jahren ins Leben gerufene An— ſtalt ſchien im Anfange ihres Beſtehens unter dem hieſigen Gewerbſtande und den zahlreichen Freunden deſſelben ziem— liche Theilnahme zu erwecken, was ſchon daraus hervorging, daß damals Viele ſich als Mitglieder aufnehmen ließen, und auch die Verſammlungen der Section immer zahlreich, und gewiß von Vielen mit Nutzen beſucht wurden. Um ſo auffallender iſt es, daß Letzteres ſeit längerer Zeit bedeutend nachgelaſſen hat, und die Aufnahmen neuer Mitglieder auch immer ſeltener werden, ja ſogar Manche wieder ausgetreten ſind. Man ſollte hieraus ſchließen, daß es bei Vielen noch an dem rechten Sinn für dergleichen fehlt, und gar Man— cher nicht gern aus ſeinem alten Schlendrian heraus wolle, meinend, ſein Vater und Großvater hätten es auch ſo ge— macht, wie er, und wären dabei gut beſtanden, ſein Lehr— meiſter habe es ihn ſo gelernt, und da er auch als Geſelle gearbeitet habe und nun ſelbſt Meiſter ſey, ſo könne und brauche er in ſeinem Handwerk nichts Neues mehr zu lernen. Wer indeſſen dieſe Meinung hegt, iſt jedenfalls übel berathen, denn das neuere Gewerbweſen iſt, wie Alles, in ſtetem Fortſchreiten begriffen, und ehe ſich's einer verſieht, iſt er von Andern überflügelt, die nicht ſtille ſtehen, wie er. Dieſes Fortſchreiten beſteht aber nicht etwa darin, daß der Schneider z. B. ſich Kleidermacher, der Schuhmacher Stie— felfabrikant, und dergl. mehr, nennt, ſondern, daß man hen zu Tage gar manches, dem Anſcheine nach einfache, Gez ſchäft durch wiſſenſchaftliche Behandlung auf eine hohen 2 —— „ 62*. Stufe bringt und gebracht hat, weßhalb fuͤr den, der es mit Nutzen betreiben will, die Erwerbung mancher Kenntniſſe, deren er früher nicht bedurfte, erforderlich iſt, wobei er, durch beſtändige Verbindung nach Außen, ſich Kunde von Allem verſchaffen muß, was in ſeinem Fach Neues erfunden oder geleiſtet worden iſt. Dieß Letztere aber namentlich wird für den Gewerbs⸗ mann wohl auf keinem Wege beſſer geſchehen können, als eben durch Anſchluß an die, zu dieſem Zwecke jetzt überall entſtehenden und entſtandenen Gewerbvereine, in deren Ver⸗ handlung Alles, nur einigermaßen Bemerkenswerthe gezogen, zur Sprache gebracht, durch Sachverſtändige erklärt, unter— ſucht und in Hinſicht ſeines praktiſchen Werthes gepruft wird. Daß hierbei nicht immer Dinge vorkommen, die Jeden für ſein Fach näher intereſſiren können, verſteht ſich von ſelbſt, aber, wenn dieß auch nur ſelten der Fall iſt, ſo kann es doch auch gewiß nichts ſchaden, andere gewerbliche Ge⸗ genſtände beſprechen zu hören und Kenntniß davon zu er⸗ langen. Aber auch derjenige Gewerbtreibende, dem nicht oft etwas, ihn Intereſſirende, geboten wird und werden kann, ſollte, wie ſo viele ehrenwerthe Freunde des Gewerbſtandes, die demſelben nicht einmal ſelbſt angehören, thun, durch regere Theilnahme ein ſo gemeinnütziges Inſtitut zu heben, es in ſeiner Wirkſamkeit zu unterſtützen, und hierdurch zur Vervollkommnung ſeiner gewerbtreibenden Mitbürger beizu— tragen ſuchen, woraus ihm am Ende in ſo fern Nutzen er— wächſt, als dieſe hierdurch in den Stand geſetzt werden, ſeine Bedürfniſſe, Wünſche und Anſprüche um ſo eher und beſſer zu befriedigen, wodurch er und ſie, ſomit einer durch den andern und alſo der ganze Bürgerſtand an Wohlſtand gewinnen müſſen, zu deſſen Beförderung jeder brave Bür— ger gewiß gerne bereit iſt. Friedberg im Februar 1845. R. * Spruͤchwoͤrter und Sentenzen mit Randgloſſen.“ 10 Nirgends raucht's, wo kein Feuer iſt. Dieß Wort hat zweifelsohne ſeine Richtigkeit, denn wenn Du aus dem Schornſtein Rauch aufſteigen ſiehſt, dann kannſt Du feſtiglich glauben, daß unten auf dem Heerde, oder ſonſt wo im Hauſe ein Feuer brennen müſſe. Es gibt aber auch Dinge, ſehen aus wie Rauch und ſind's doch nicht. Denke Dir z. B. das Herz unter dem Bilde eines Heerdes, dann wäre der Schornſtein der Mund und die Worte wären der Rauch. Wehe Dir, wenn Du, ſo oft Du den Rauch ſiehſt, ſo oft Du Worte z. B. der Liebe *) Wenn in dem Nachfolgenden eine Reihe von Sprüchwörtern und Sentenzen mit Randgloſſen begleitet wird, ſo wolle der geneigte Leſer doch gefälligſt ſtets bedenken, daß die Sprüchwörter die Dinge in der Regel mit dem rechten Namen nennen und darum nicht ſel⸗ ten für zarte Ohren rauh und derb klingen Das Rauhe und Derbe iſt aber oft wahrer, als das Feine und Schmeichleriſche, weshalb wir auch nirgends um der Form oder des Ausdrucks willen die Sache ſelbſt, wenn ſie anders einer Gloſſe werth erſcheint, wollen unberührt laſſen. Der Einſender. hörſt, meineſt im Herzen glüͤhe das Feuer der Liebe und trittſt uun hinzu und willſt Dich würmen. Nimm Dich in Acht, wo Du glaubteſt ein Feuer zu finden, ſteht vielleicht der ſtinkende Sumpf boshafter Heuchelei, was Du fuͤr Rauch, vom Feuer kommend, gehalten, iſt vielleicht die Ausdünſtung des Pfuhles und wo Du gehofft haſt, Dich wärmen zu kon— nen, iſt vielleicht ein kaltes Grab für das Glück und den Frieden Deines Lebens geöffnet. 2) Man ſpricht ſelten von der Tugend, die mau hat; aber deſto öfter von der, die uns fehlt. (Leſſing) Je heller— um bei dem vorigen Bilde zu bleiben— das Feuer lodert, deſto weniger Rauch; viel Rauch gibt's nur, wenn das Feuer noch nicht recht brennt oder am Aus⸗ gehen iſt, davon kannſt Du Dich täglich überzeugen. Darum beurtheile die Menſchen nicht nach dem, was ſie von ſich rühmen, ſondern nach dem, was Du ſie thun ſiehſt—„an ihren Früchten ſollſt Du ſie erkennen.“ Handlungen ſind immer, wenn auch kein ganz untrüglicher, ſo doch ein bei weitem ſichererer Prüfſtein der Geſinnung, als Worte. 3) Hat man die Geis angenommen, ſo muß man ſie auch hüten. Und Schande über den, der ſie nicht huͤtet, wenn er ſie angenommen hat. Des Amtes, das Du haſt mußt Du warten, magſt Du nun das höchſte oder niederſte beklei⸗ den und meinetwegen Thürmer ſein, oder in den Eingewei⸗ den der Erde graben; die Pflicht, die Dir obliegt, mußt Du erfüllen; das Verſprechen, das Du gegeben haſt, mußt Du halten; haſt Du A geſagt dann ſage auch B. Doch ſiehe da, ein neues Spruͤchwort: 4) Wer A geſagt hat, muß auch B ſagen. Das verlangt man zumeiſt, ſo im Guten, wie im Schlimmen. Darum ehe Du A ſagſt, denke auch an das B ſagen, ehe Du etwas unternimmſt, denke an die Folgen;— „bei Allem, was Ihr thut, bedenket das Ende“, um ſo mehr, als im Anfang oft eine Sache leicht oder lockend erſcheint und Sorge, Mühe, Verdruß und Aerger hintendrein kommen,— 5) Hinten ſtechen die Bienen. ſagt darum ein andres Sprüchwort und gar Manchen gibt es, der ſich großen Vortheil verſprach, wenn er ein Bienenzüchter würde und hat drauf nie was von dem Honig der Bienen geſchmeckt, wohl häufig aber ihren Stachel geſpurt. Erklarung. Unlängſt erſchien in der Kölner Zeitung ein ſchmäͤhen⸗ der Artikel über uns und unſer Etabliſſement, und glauben wir auf denſelben antworten zu müſſen; geſchah dieſes nicht ſchon früher, ſo liegt der Grund davon darin, daß wir uns erſt alle mögliche Auskunft über dieſe Angelegenheit zu ver⸗ ſchufen f in wir laß geen 1 Deut, il Mn 9) dal 1 ble Fra de Thüre Unterſtützu Bedenken 9. Gerne des hi wie a lich le * ſchel 30. Kan des peng — Belan, Be Verſteigeru; Oberrost (172) 8 Vormittag; Eigebniß Hals und ders unge dauſe dahi WMeiſbieten deten Ded detugg ed merkt, daß den, viel erfolgt, n dihe ſchaffen ſuchten, doch ungeachtet unſeres Nachforſchens konn— ten wir nichts entdecken, was eigentlich zu dieſer Fabel An— laß gegeben habe. Verſichern können wir aber: 1) daß ſeit Eröffnung hieſigen Kurſaales nie ein Deutſcher 80 mille Gulden, ja ſelbſt nicht einmal das Vier— tel dieſer Summe, verloren hat; 2) daß nie ein unglücklicher Spieler, und noch weni— ger die Frau eines unglücklichen Spielers, durch uns vor die Thüre geſetzt und zurückgewieſen worden iſt, ohne eine Unterſtützung erhalten zu haben; wir glauben daher ohne Bedenken verſichern zu können, daß dieſer ganze Artikel eine „infame“(ehrloſe) Verläͤumdung iſt, welche nie in einem Blatte wie die Kölner Zeitung hätte erſcheinen ſollen. Homburg vor der Höhe, 18. Februar 1845. Blance, fréres. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Januar 1845. Butzbach. Getraute: Gernand Sauerbier, Bürger und Bäckermeiſter dahier, des hieſigen Bürgers, Bäckermeiſters und Gaſtwirthes, wie auch Kirchenvorſtehers Johannes Sauerbier J. ehe— lich lediger Sohn und Eliſabeth Horſt, des Ortsbürgers zu Oberohmen, Kr. Grünberg, und Freiherrl. Riedeſeli—⸗ * 63. 11. 13. 19. 26. 11. 20. 21. lediger Sohn und Eliſabeth Chriſtine Schroder, des Großh. Kaſernenwärters bei der hieſigen Garniſon des Regiments Chevauxlegers Karl Heinrich Schröder ehe⸗ lich ledige Tochter. Getaufte: Dem Buͤrger und Gaſtwirth Jakob Karl Becker ein Sohn, Heinrich, geb. den 10. Dem Großh. Landgerichts Actuar Georg Ludwig Ehr⸗ hard Dreſcher ein Sohn, Alexander Karl Chriſtian Auguſt, geb. den 1. Dec. 1844. Dem Bürger und Lohgerbermeiſter, auch Mitglied des Gemeinderaths Chriſtoph Küchel III. ein Sohn, Chri⸗ ſtoph Konrad, geb. den 29. Dec. 1844. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Buß eine Tochter, Suſanna Katharina, geb. den 13. Beerdigte: Katharina, des verlebten hieſigen Bürgers und Kauf— manns, wie auch ehemaligen Rathsſchöffen Andreas Schwarz nachgelaſſene Wittwe, geb. Klein, alt 83 Jahre, 7 Monate, 7 Tage, f den 9. Margeretha Eliſebeth, des hieſigen Bürgers Maurers und Weißbindermeiſters, Philipp Debus eheliche Toch— ter, alt 1 Jahr und 1 Tag, f den 18. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, alt 5 Wochen, 7 ſchen Pachters Eckhard Horſt ehelich ledige Tochter. 30. Karl Ludwig Schombert, Fourier in der 5. Schwadron 22. des Großh. Heſſ. Garde⸗Regiments Chevauxlegers, des penſ. Großh. Feldwebels Chriſtian Schombert ehelich am 19. Katharine Eliſabeth Seulburger, geb. Keil, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Seulbur⸗ ger Ehefrau, alt 73 Jahre, T am 20. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Bekanntmachung, Verſteigerung von eichen Lobrinden im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (172) Donnerſtag den 27. Februar d. J., Vormittags um 10 Ubr, wird das diesjährige Ergebniß an eichen Lobrinden in den Doma— nial⸗ und Communal-Waldungen obigen Re⸗ viers ungefähr 2244 Centner, auf dem Ratb⸗ bauſe dahier, in ſieden Abtheilungen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die nä⸗ deren Bedingungen werden vor der Verſtei— gerung eröffnet und einſtweilen bier nur be— merkt, daß Nachgebote nicht angenommen wer⸗ den, vielmehr der definitive Zuſchlag ſogleich erfolgt, wenn das Meiſtgebot dem Abſchä— tzungspreis gleichkommt. Die Großb. Forſt⸗ ſchützen zu Obermörlen, Niedermörlen, Win⸗ terſtein, Ockſtadt und Oberrosbach werden den ſich bei ihnen Anmeldenden die Lohſchläge vorzeigen. Oberrosbach den 31. Januar 1845. Der Großh. Revierförſter des Reviers Oberrosbach. G. Bingmann. Hofraithe-Verſteigerung. (201) Montag den 24. l. M, Vormittags um 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe die dem Bürger Ludwig Mann gehörende Hof⸗ raitbe, beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau und Stall, an Johs Spamer gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Februar 1845. In Auftrag Gr. Landgerichts Friedberg Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von alten Baumateria— lien. (227) Dienſtag den 25. Februar, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in dem Pfarrhauſe zu Rockenberg 8 Stück zweifluͤglichte Fenſterrah⸗ men mit Glas und Beſchlag, 11 Paar dazu gehörige Jalouſieläden in noch ganz brauch⸗ barem Zuſtande, ſowie 6 zweiflüglichte Fen— ſterrahmen ohne Glas, eine Parthie altes Eichenholz und ein alter Ofen öffentlich an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 15. Februar 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Holzverſteigerung auf dem Burgwalle zu Friedberg. (238) Dienſtag den 25. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, werden auf dem hieſigen Burg— walle 1375 Stück gemiſchte Laubholz Wellen und 125' Nadelholz Wellen 1 nochmals der öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt. Friedberg den 18. Februar 1845. Der Großh. Domänenrath B u 5 Verſteigerung von Arbeiten zur Er— bauung eines Schulhauſes benebſt Oeconomiegebäude zu Lollar. (239) Mittwoch den 5. März d. J., Vor⸗ mittags um 10 Ubr, ſollen die zur Erbauung der obigen Gebäude nöthigen Arbeiten, vor— anſchlagt: fl. kr. 1) Maurerarbeit zu 25 0 52 2) Steinhauerarbeit 744 29 3) Zimmerarbeit 1867 51 4) Dachdeckerarbeit 416 14 5) Schreinerarbeit 996 29 6) Schloſſerarbeit 687 16 7) Glaſerarbeit 330 54 8) Weißbinderarbeit 598 02 9) Spenglerarbeit 55 00 10) die Lieferung von circa 162 Bütten Kalk und 8 Cbelftr. Lehmſand, zu Lollar in dem Bureau des Unterzeichneten an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden, woſelbſt auch die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen zur Einſicht offen liegen. Lollar den 17. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bros. Holz verkauf. (240) Auf dem Gräfl. Solms⸗Rödelheim' ſchen Braunkohlenwerk bei Bauernbeim, wer⸗ den Freitag den 28. l. M., Vormittags 11 Uhr, 36 Stecken Grubenholz zu öffentlichem Verkaufe gebracht. Von der am 16. v. M. abgehaltenen Ver ſteigerung ſind einige Stecken Holz bis jetzt 2 5 nicht abgefahren worden; die Kaͤufer dieſes Holzes werden an dieſes Abfahren unter dem Anhang andurch erinnert, daß wenn daſſelbe nicht bis zum 28. d. M. ſtattgefunden hat, ein abermaliger Verkauf, auf ihre Koſten und Gefahr, vorgenommen werden wird. Oſſenheim den 18. Februar 1845. Gräfl. Solms⸗Rödelh. Bergverwaltung. Holz ⸗Verſteigerung. (241) Nächſten Dienſtag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtriet Nachſtenwald, 49 Stecken eichen Scheitholz, 43*„ Prügelholz, 7 55„ Stockholz und 1425 eichen Wellen, 1250 Dornwellen,. öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Niederwöllſtadt den 19. Februar 1845. Der Gr. Beigeordnete Ko ſt. Holz⸗Verſteigerung. (242) Dienſtag den 25. d. M., früh 9 Uhr anfangend, werden aus dem Diſtrikte ober der Querſchneiße 100 Stecken eichen Scheitholz, 10 1„ Prügelholz, 140„„ Stockbolz, 737 Stück„ Wellen und 2626 Kbkf. Fuß eichen Bau- und Werkholz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt im Wirthshauſe zum Hirſchen dahier. Ockſtadt am 20. Februar 1845. Freih. von Frankenſtein'ſches Rentamt Angerer. e ννσ Privat- Bekanntmachungen. N Naſſau⸗Uſinger Eiſen und Achſen (229) letztere von 30 bis 130 Pfund das Stück, für deren Güte garantirt wird, zum Fabrikpreiſe bei Friedberg. Gebrüder Grödel. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (221) Einem geehrten bieſigen und benach⸗ barten Publikum mache ich hiermit die erge⸗ benſte Anzeige, daß ich mein Geſchäft als Schweinenmetzger und Wirtb dahier eröffnet habe und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch. Friedberg im Februar 1845. Georg Buchecker, wohnhaft bei Herrn Adolph Windecker in der Wilhelminenſtraße. Torf-⸗ Verkauf. (243) In der Torfſtecherei zu Enkheim bel Bergen iſt noch guter trockner Formtorf 1000 Stück vom größten Format zu 3 fl. 30 kr. zu haben. Tanzunterricht. (2 Der unterzeichnete, Lehrer der höͤhern Tanzkunſt, macht hiermit dem geehrten Publi⸗ cum zu Vilbel, die ergebene Anzeige, daß er den Herrn Philipp Gottfried Beller daſelbſt beauftragt hat, die gefälligen Unterſchriften derjenigen Herrn und Damen zu ſammeln, welche an dem projectirten Tanzunterricht Theil nehmen wollen. Friedberg im Februar 1845. Worret. „ 64. Todesanzeige. (248) entfernten Verwandten und Freun ⸗ den die Anzeige, von dem am 17. d. M. er⸗ folgten Tode meiner geliebten Frau, Caro⸗ line geborner Eichenbrodt, mit der Bitte um ſtille Theilnahme. Söôdel am 19. Februar 1845. b M. Breidenſtein, Pfarrer. au ze (246) Ich mache hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich mich wieder mit Verfertigen von Kleidern, ſowohl in, als außerhalb meiner Wohnung, beſchäftige und empfehle mich in allen derartigen, ſowie in feineren Arbeiten, beſtens. Friedberg im Februar 1845. Juliane Stamm, Wittwe, bei Schuhmacher Weith in der Uſergaſſe wohnhaft. Empfehlung. (247) Durch das Ableben meines Mannes fühle ich mich veranlaßt meinen verehrten Freunden und Gönnern ergebenſt anzuzeigen, daß ich mein Saamen-Geſchäft fortführe und ſtets dahin trachten werde, die jederzeit ge⸗ führte ächte Waare auch ferner zu führen um mich hierdurch bei meinen verehrlichen Freun⸗ den und Gönnern im gütigen Andenken zu erhalten. Friedberg im Februar 1845. Magdalena Botſch, Wittwe. (248) Theater in Friedberg. Sonntag den 23. Febrnar 1845. Der Sohn der Wildniß. Schauſpiel in 5 Akten von Halm. Ed. Geyſer, Schauſpiel⸗Director. Literariſche Anzeige. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ſind vorrätbig: Die Trennung der chriſtlich⸗katholiſchen Ge⸗ meinde zu Schneidemühl von der römiſch⸗ katholiſchen Kirche, enthaltend: J Bericht an die königliche Regierung zu Bromberg. II. Nähere Begründung des gethanen Schrit⸗ tes. III. Glaubensbekenntniß. 6 kr. An die Fürſten. Stimme eines deutſchen Katholiken. Von Eduard Duller. 4 kr. Robert Blum, Katholik, der Kampf zwi⸗ ſchen Licht und Finſterniß. 4 kr. Liebig, Juſtus, chemiſche Briefe. 2 fl. 40 kr. Knispel, Dr. Georg, über die Nothwendig⸗ keit der oratoriſchen Ausbildung und beſon⸗ ders der des äußeren Vortrages eine er⸗ höhete Fürſorge im Unterrichtsweſen zu wid⸗ men. Nebſt Cicero's Anſichten und Lehren über den Redevortrag in geordneter Zu⸗ ſammenſtellung. 2 1 65 Schaffnit, F. K., Atlas für das Großher⸗ zogthum Heſſen. In 16 Blatt für Volks⸗ ſchulen und andere Lehranſtalten. Mit be⸗ gleitendem Texte. 48 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 20. Februar. fl. kx. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 45½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 34½ 20 Frankſtücke 9 26 Engliſche Souverains 11155 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Reminiscere den 23. Februar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kleberger. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags von 3 4 Uhr, halt Herr Candidat Brieg leb. che 20. Feb.] 14. Feb.] 4. Feb. Gattung. Fried⸗. Groß⸗ berg Malm gerau 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 7 40 7 291 7 30 „, 7 5 551 5 34 5 20 Gerſte„ 75 4 301 5 31 4 30 Hafer„ 17 21501 31251 2150 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. Febr. bis 1. Marz 1845. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod a 21„ 2 4431 4 2 44„ 2 9 22 9 Lth. Lth. — Milchbrod 15 145 —[Waſſerweck 15%¼[ 16 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 ⁶ 16 ¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch artes 10— 111— 1 gemäſtete— 94— „ Köühfleiſch Lasgeaweſtees 81 a 300 gemäſtetes 8— 1 81— 1 Rindfſeiſch ungemäſtetes 7121242 „Kalbfleiſch 6— 1 6— „ Schweinenfleiſch 11— 11— „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7—— 1— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8— 8— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 15— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18— „Hammelsfett 15 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg; der jährliche Marrers K. tage don I. infolge le Schliß ters als O U Mederramſt 18. Schweine Meine af Oberheſſe ten habe ſchen, ge nenen welcher! ler, gefü ſuch fal ch licht bur gen 10)