gen . bag pdach n ligenz-Olatkt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und H Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 22. Januar Mittwoch, den Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Kreisraͤthe Betreffend: Die Vertilgung der der Landwirthſchaft ſchädlichen Vögel. Unter Bezugnahme auf die nachſtehend abgedruckte höchſte Verfügung, welche Sie genau zu beachten haben, fordern wir Sie auf, nach Maaßgabe des, unter pos. 3. Geſagten binnen 14 Tagen gutächtlich zu berichten, und künftig dieſen Bericht jährlich bis Ende Decembers ohne weitere Aufforderung zu erſtatten, und ſtets dafür zu ſor— gen, daß die zu liefernde Zahl von Sperlingen bis Ende März, und zwar nicht blos die Köpfe, ſondern ganz gelie— fert werden und uns ſofort über dieſe Lieferung die vor⸗ ſchriftsmäßige Vorlage gemacht werde. Friedberg, 2 und Hungen den 16. Januar 1845. J. 4 V. Krach, G Kr.⸗Sec. Ouvrier. Follenius Das 3 Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Gr. Pebizal⸗Connſſtriate dahier und zu Gießen und an ſämmtliche Großher— zogl. Kreisräthe. Mit Rückſicht auf die bei den landwirhſchaftlichen Ver— einen wegen des rubricirten Gegenſtandes im ve floſſenen Jahre ſtattgefundenen Verhandlungen und die uns durch die Großherzogliche Central-Behörde deßfalls vorgetragenen De— ſiderien finden wir uns veranlaßt, oͤffnen: 1) Es kommt zuweilen vor, daß die auf Ende März in der Verordnung vom 7. April 1837 feſtgeſetzte Friſt zur Lieferung der Sperlinge auf die Monate April und Mai erſtreckt wird. Da jedoch die Wahrnehmung gemacht wor⸗ den iſt, daß in dieſen Monaten die Sperlinge ihre Jungen faſt ausſchließlich mit Inſecten ernähren, ſomit der Land— wirthſchaft Nutzen bringen, ſo werden Sie für die Zukunft eine Ausdehnung des feſtgeſetzten Termins nicht zulaſſen. Ihnen Folgendes zu er⸗ 2 ele in dem Ausſchreiben vom 8. April 1837 zu Nr. D. 4792 ausdrücklich ee iſt, daß die Sper⸗ linge ganz und friſch abzuliefern ſind, ſo begnügen ſich doch mitunter die Loc alpolizeibehörden mit der Vorzeigung der bloßen Köpfe, was ſchon zur Folge gehabt haben ſoll, daß Köpfe von anderen Vögeln, namentlich Singvögeln, die man durch Beſchmieren mit Aſche ꝛc. jenen ähnlich machte, abgeliefert worden. Sie werden daher die erwähnte Vorſchrift, wonach die ganzen Körper der Sper* zu lie⸗ fern ſind, einſchärfen; auch ſind nach Befund Diejenigen, welche, ſtatt der Sperlinge, Köpfe von anderen Vögeln liefern ſollten, auf den Grund der Art. 1. und 2. der alle-⸗ girten Verordnung bei den Forſtgerichten zu denunciiren. 3) Da ferner auch der Art. 13. der Verordnung vom 7. April 1837 nicht überall gehörig befolgt und eine Lie⸗ ferung von Sperlii ingen mitunter auch in ſolchen Gemarkun— gen ſtatt findet, wo ſich deren Zahl bereits bedeutend ver— mindert hat, ſo werden Sie die Localpolizeibehörden anwei— ſen, jährlich, nach Vernehmung mehrerer einſichtsvoller Land— wirthe und der Feldgeſchwornen, ſich darüber gutächtlich zu äußern, ob die vorgeſchriebene volle Zahl oder eine geringere Anzahl von Sperlingen im nächſten Jahre zu liefern oder die Lieferung ganz zu unterlaſſen ſey, wonach Sie dann das Nöthige für die einzelnen Gemeinden zu verfugen haben. 4) Inſoweit einzelne Localpolizeibehörden in Ueberein— ſtimmung mit den Gemeinderäthen, mit Rückſicht darauf, daß etwa bisher die in einem Orte zu liefernden Sperlinge zum bei weitem größten Theile aus anderen Gemarkungen dahin eingebracht worden, ſtatt der Ablieferung durch die Pflichtigen das Wegfangen der Sperlinge auf Koſten der Gemeinde beantragen ſollten, ſinden wir vor der Hand und bis* weitere Verfügung nichts zu erinne rn, daß ſol⸗ agen verſuchsweiſe von en Folge gegeben werde. ich erm wir Sie, den unter Nr. 6. bens von April 1837 zu Nr. D. 4792. reis für die auf dem Wege des Accords zu rlinge, da wo es zur Erreichung des Zweckes als nothwendig erſcheint, auf etwaige Anträge der Lokal- ehörden, angemeſſen zu erhöhen. Sie werden hiernach das Weitere verfuͤgen Darmſtadt den 6. Januar 1845. ü Stein. Dieſelben an dieſelben. Ole Landgeſfüts ⸗Anſtalt, insbeſondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgeſtütsbeſchäler für 1845. ir fordern Sie auf, alsbald Ihren Bedarf an Ver⸗ ichenſſen und Bedeckſcheinen für das laufende Jahr anzu⸗ zeigen. Friedberg, Grünberg und Hungen am 15. Januar 1845. J. d. Krach, Gr. Kr.⸗Sec. Belreffend: Ouvrier. Follenius. Auflöͤſung der Aufgabe in Nr. 98. de 1844. Die erſte Aufgabe gibt an, ein gewiſſes Kapital ſei in 3 Jahren bis auf 9261 fl. geſtiegen, da man Zinſen von Zinſen à 5 Procent zuzählte. Es iſt klar, daß das unbekannte Kapital am Schluſſe des erſten Jahres auf 10% ſeines anfänglichen Betrags geſtiegen war, am Schluſſe des zweiten Jahres auf%% mal e dieſes Werths und am Ende des dritten auf%% mal%% mal 9 ½0% der anfänglichen Summe; oder auf 172 ooo ſeines erſten Betrags.— Hieraus folgt, daß wir dieſen Betrag finden, wenn wir dieſe 9261 fl. durch die Zahl 12/ ooo dividiren. Das Ergebniß wird ſein 8000 fl.— Die Probe iſt leicht zn machen. Man könnte auch durch eine einfache Verhältnißrechnung das anfängliche Kapital finden. 1000 fl. z. B. ſteigen in 3 Jahren mit Zinſen von Zinſen à 5 Pro— 5 auf 1157˙˙4¼0% oder 1157,625 fl. Alſo köunen wir agen: 1157,625: 1000 fl. 9261: K. Daß J oder die geſuchte Zahl 8000 iſt, wird leicht zu finden ſein. Bei der zweiten Aufgabe ſcheinen einige Druck- oder Schreibfehler vorzukommen; ich vermuthe, daß die nach drei Jahren zu zahlende Summe iſt 463 fl. 3 kr. oder 463/00 fl. oder 463,05 fl. Dividiren wir dieſe Zahl durch 7 oo ſo erhalten wir 400. Daſſelbe Reſultat gewinnen wir durch den Anſatz: 1157,625: 1000= 463,05:. Grbrg. E. P. Sechster Jahresbericht der Augenheilanſtalt des praktiſchen Arztes Dr. Küchler. Dieſer Anſtalt war auch im Jahr 1844 ein ſegensreiches Wirken beſtimmt. Sie hat mehr geleiſtet, als in den verfloſſenen Jahren. Sie iſt feſter begründet worden. Der neben meiner Anſtaͤlt wirkſame Verein edler Menſchen zur Unterſtützung armer Kranken vom Lande hat es mög- lich gemacht, künftig innere und äußere Kranken jeder Art, auch wenn ſie ſonſt ganz mittellos wären, geſondert von operativen Augenkranken, von ihren Leiden zu befreien. An den Wohlthaten dieſes Vereins, der den Kranken freie Arznei und freien Rath gewähret, nehmen auch diejenigen armen Augenkranken Antheil, die, wenn ſie operirt werden können, von anderweitigen innern und äußern Uebeln geheilt werden müſſen. Unſere Augenheilanſtalt wird ſomit ihrem Gründungszweck getreu bleiben, und nur operationsfähige Kranke aufnehmen, entweder unentgeldlich, oder gegen die billigen Bedingungen, die aus vordern Jahren bekannt ſind. Wenn auch nicht zum Zweck der Anſtalt gehört, ſtets Neues, Un⸗ erhörtes zu leiſten, ſo wird es doch der theilnehmende Freund der Men— ſchen gern hören, daß während in allem Gewöhnlichen recht glücklich be⸗ handelt wurde, auch in dieſem Jahre unſerm Streben ſehr ungewöhnliche Heilungen gelungen ſind. Wir legen im Folgendeu ohne Rückhalt, wie ſonſt, das Reſultat der wichtigſten Fälle vor und haben die Namen der Kranken der Redaction behändigt. Geheilt wurden: 1) An Staarblinden 12 Fälle, zwei andern ſind noch in Heilung, 2) durch künſtliche Pupillenbildung ein Fall. 3) von Hornhautſtaphylom einer. J von einer fleiſchartigen Verwachſung des Augenlides mit dem Apfel einer. 3 vom gänzlichen Austreiben des Augapfels aus ſeiner Höhle iner einer. von Thränenfiſtel einer, ein anderer in Heilung, ein dritter ohne Nachricht. „ 26 K. 7) vom Schielen drei. 8) von Blutſchwämmen zwei. 9) vom Hautkrebs einer. 5 Neben dieſem kam noch ein ſehr intereſſanter Fall eines Waſſer⸗ bruchs beim Weibe, zwei Klumpfüße uud viele weniger bedeutende Fälle zur Heilung; desgleichen Zerreißung der Hornhaut ꝛc. Ungeheilt blieb ein Staarkranker. Nachträglich geheilt wurde eine Thränenfiſtel(ſ. V. Bericht), ohne Nachricht ein Staphplom(ebendaſ.) Wir bitten um die fernere freundliche Theilnahme aller derer, die unſerm Wirken wohlwollen. Darmſtadt den 6. Dezember 1844. g Dr. Küchler. Fuͤr die armen Felsberger ſind eingegangen: v. Tbſt. Lehrer Schäfer 30 kr.; v. E. M. 1 fl. 20 kr. v. einem Ungenannten in Fauerbach II. 1 fl., durch Dr. Fertſch v. Beig. Bender 1 fl., v. mehreren Ungenannten 48 kr., durch die Redaktion d. Bl. v. F. R. 15 kr, v. einem Ungenannten 2 fl. mit dem Motto:„Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchſten deine Gelübde;“ zuſammen 6 fl. 53 kr., deren Empfang ich den freundlichen Gebern mit herzlichem Danke beſcheinige. Zugleich bemerke ich berichtigend, daß die in Nro. 6 d. Bl. als durch den Lehrer Pabſt in Bönſtadt eingegangen bezeichneten 2 fl. 59½ kr. von deſſen Schülern zuſammengelegt waren, wie auch, daß mir von eben dorther nachträglich noch drei Kreuzer zugekommen ſind, ſo daß ſich jene Summe in 3 fl. 2½ kr. verändert. Friedberg am 20. Januar 1845. L. Matthias, Caſſier. Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Dezember 1844. Friedberg. Getraute: 17. Johannes Boller, Bürger und Schloſſermeiſter dahier, des hier ver⸗ ſtorbenen Bürgers und Oekonomen Georg Boller nachgelaſſener ehe⸗ lich lediger Sohn und Anna Katharina Hofmann, des hier verſtor⸗ benen Bürgers, Metzgermeiſters und Wirths Joh. Caspar Hofmann, nachgel. ehelich ledige Tochter. 22. Wilhelm Friedrich Ackermann, Gr. Oberfeldwebel im 2. Bataillon des 4. Inſanterie-Regiments, des verſtorbenen Gr. Förſters Carl Jakob Ackermann zu Traiſa bei Darmſtadt, nachgel. ehelich lediger Sohn und Dorothea Juſtin, des Bürgers und Schneidermeiſters Wilhelm Juſtin zu Alzei in Rheinheſſen ehelich ledige Tochter. 26. Hartmann Ehrhardt, hieſ. Bürger und Schuhmachermeiſter, des wetl. hieſ. Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Ehrhardt nachgel. ehelich, lediger Sohn und Katharina Schmitt des zu Ockſtadt ver⸗ ſtorbenen Ortsbürgers und Ackermanns Nikolaus Schmitt nachgel. ehelich ledige Tochter. 26. Ludwig Ernſt Zöll, Bürger und Schreiner dahier, des weiland Gr. Schullehrers Friedrich Carl Samuel Zöll zu Höchſt an der Nidder, ehelich lediger Sohn und Katharina Philippina Füller, des hieſigen Bürgers und Zimmermeiſters Johannes Füller, ehelich ledige Tochter. 26. Johann Georg Scharf, hieſiger Bürger und Taglöhner, des weiland Ortsbürgers und Ackermanns Heinrich Scharf zu Ockſtadt nachgel. ehelich lediger Sohn und Anna Katharina Weiß, des hieſigen Bür⸗ gers und Seminardieners Rudolph Weiß, eheliche Tochter. 26.(Zu Rendel, Kr. Friedberg) Johannes Ramſpeck, des weiland Bür⸗ gers und Tuchmachers Heinrich Ramſpeck zu Alsfeld, nachgel. ehelich lediger Sohn, Lehrer an der hiefigen Muſterſchule, und Julie Land⸗ mann, des Gr. Pfarrers Heinrich Landmann zu Rendel, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Briel eine Tochter, Katharine Caroline Louiſe, geb. den 17. Nov. 15. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Weynandt, dem Jüngern, ein Sohn, Dietrich Wilhelm, geb. den 30. Nov. 26. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Johann Adam Menges eine Tochter, Louiſe Caroline, geb. den 11. Dee. 26. Dem hieſigen Bürger, Küfer und Bierbrauermeiſter Heinrich Schutt eine Tochter, Chriſtina, geb. den 8. d. M. Beeydigte: 3. Karl Meier, Gr. Bauaufſeher, alt 35 Jahre, t den 1. d. M. 5. Daniel Valentin, Schreiner, des hieſigen Bürgers und Schreiner⸗ meiſters Wilhelm Valentin ehelich lediger Sohn, alt 27 Jahre, 11 Monate und 11 Tage, 1 den 3. 0 11. Johann Georg Gröninger, hiefiger Bürger, Küfer und Wirth, alt 39 Jahre, 9 Monate und 6 Tage, 4 den 9. d. M. 12. Anna Katharina Dieterich, geborne Ritter, des hiefigen Bürgers und Seilermeiſters Georg Franz Dieterich Ehefrau, alt 36 Jahre, 9 Monate und 12 Tage, T deu 10. d. M. e 02 f auf beſge paaren un gende rel —— 20) 95 5 ſo werden! einer unerſt und die d Konrad Caſpar Thomas 15. Margaretha Katharina Lipp, der Ellſabetha eh Töchterchen, alt 4 Jahre, 1 Monat und 12 Tage, Fu den 13. d. M. 20. Anton Suhrada, bieſiger Bürger und Seifenſieder, alt 67 Jahre, den 17. d. M. 22. Maria Eliſabetha Krauch, geborne Heiſel, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Wilhelm Krauch Ehefrau, alt 32 Jahre, 1 Monat und 13 Tage, den 19. d. M. Jahre 3 Monate und 4 Tage, 1m den 20. d. M. 23. Katharina Margaretha Hildebrandt, des weiland hieſigen Bürgers 22. Friedrich Auguſt Söllner, hieſiger Bürger und Seifenſieder, alt 65 7 0 und Taglöbners Bernhard Hlldebrandt, nachgel. ehellche Tochter, alt ahre, 1 Monat und 14 Tage, f den 21. d. M. itair⸗Lazareth.) 25. Johannes Weckerling, hieſtger Bürger und Maurermeiſter alt 66 Jahre, 4 Monate und 8 Tage, 1 den 23. d. M. 27. Johannes Krahl, Gemeiner i der 1. Diviſion des Gr. Garde⸗Regi⸗ ment Chevaurlegers, von Büdingen gebürtig, alt 25 Jahre, 5 Mo⸗ nate und 17 Tage, Fu den 25, d. M.(im 01 31. Anna Maria Ewald, geb Schweizer, des weiland Schreinermeiſters und Burgſoldaten Heinrich Ewald uachgel. Wittwe, alt 86 Jahre und 11 Tage, 7 den 29. d. M. Bekanntmachungen von Be⸗) Ziegeln vr. 100g 0 fl. 2) Backſteine, 10 Zoll lang, 5 Zoll breit, hoͤrden. 3) Backſteine, N Zoll dick, pr. 1000 1 fl. 10 Zoll lang, 5 Zoll breit 1/ Zoll dick, pr. 1000 10 fl. Frucht- Verſteigerung. 4) Backſteine, 9 Zoll lang, 4% Zoll breit, (6) Donnerſtag den 23. d. M., Nachmit⸗ 2 Zoll dick, pr. 1000 9 fl. tags 2 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe 5) Plättchen, 7 Zoll lang, 7 Zoll breit, von dem Fruchtvorratbe des Auguſtiner Schul⸗ Zoll dick pr. 1000 8 fl. fonds 50 bis 60 Malter Korn zweimalterweiſe 6) Forſtziegel, pr. Stück 5 kr. oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. 72 Kalk, pr. Butte 2 fl. 10 kr. Friedberg am 11. Januar 1845. Wegen Verkauf Ziegelwaaren baben Der Beigeordnete Bender. ſich die die unterzeichnete Stelle Bekanntmachung. (62) Es wird biermit bekannt gemacht, daß auf hieſiger Gräflichen Ziegelhätte ſtets Ziegel— waaren und Kalk abgegeben werden und fol— gende Preiſe feſtgeſetzt worden ſind: und wegen des Kalks an den Bauaufſeher Löffler dahier zu wenden. Laubach am 11. Januar 1845. Gräfl. Solmſ. Rentamt Heiniz. Güter ⸗Verſteigerung. (89) Auf Antrag der Tobias Walz Wittwe, geborne Salzmann, dahier, ſollen deren in Friedberger, Ockſtädter und Fauer⸗ bacher Gemarkung gelegenen Grundſtücke etwa 60 Morgen, Mittwoch den 29. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, auf bieſigem Ratbhauſe einer freiwilligen Ver— ſteigernug, unter ſehr vortheilhaften Bedingun— gen, ausgeſetzt werden. Das Verzeichniß der Grundſtücke kann ſo— wobl bei der Wittwe Walz, als den Feldſchützen der vorgenannten Orte, eingeſehen werden. Friedberg den 17. Januar 1845. In Auftrag Großb. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. E dizi l „ee e g. 92260 In den Hypothekenbüchern des hieſigen Landgerichts ſtehen die unten angeführten Einträge noch offen. Da die gegenwärtigen Befitzer der nterpfänder der ferneren Gültigkeit derſelben widerſprechen, deren Erlöſchung jedo ſo werden die etwaigen Beſitzer derſelben, oder die ſonſt Anſprüche an ſolche und die Hppothekeinträge gelöſcht werden. Laubach den 29. Dezember 1844. ch nicht durch Vorlage der Schuldurkunden nachzuzeigen vermögen; 4 bilden, hiermit öffentlich aufgefordert, ihre vermeintlichen Rechte binnen einer unerſtrecklichen Friſt von 60 Tagen, a dato gerechnet, dahier anzumelden und zu begründen, widrigenfalls dieſelben ohne weiteres erloſchen find Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landericht daſelbſt. Brumhard. i 1 Datum Kapital Schuldner. Gläubige t. un. größe. er Einträge.—— 6 1 — Johannes Krammer u. Ehefrau Eliſabetha von Wetterfeld][ Feiſt Amſchel von Ettingshauſen 19. Februar 1818 9 N Peter Wiehl und Ehefrau Kunigunde von Wetterfeld Johannes Schmidt von Wetterfeld 16. Juli 1806 200— Peter Wack u. Ehefrau Anna Catharina von Wetterfeld] Anna Margaretha Hofmann von Laubach 12. Januar 1791 40— J 8 Wagne Fhef Hertr 8 8 8* * und Ehefrau Gertraude von Einarts⸗ Kirche zu Einartshauſen 1. Januar 1820 250— 5 0 Heinrich Konrad Schindler von Laubach und uxor Gräfliche Rentei zu Laubach 17. November 17611 22 30 8 5 i 55 855 ohann Kaſpar Abendroth 8 2 5 bethe 5 2— en 0 N von Villingen oth und Ehefrau Anna Eliſabetha Kammerath Seipp von Hungen 18. Juli 1817 20. Chriſtoph Abendroth und uxor von Ruppertsburg Kirche zu Münzenberg 17. Juni 1788 30— Dieſelben 3 Grafliche Amtsrente zu Laubach 14. Juli 1786 246 Jobann Heinrich Bender und uxor von Ruppertsburg J Gräfliche Chatullen resp. Almoſenkaſſe zu Laubach 30. October 1738120— Chriſtian Wagners Eheleute von Laubach Die Vormünder der Weiliſchen Kinder zu Stornfels J 23. Juli 1776 504— Thomas Becht und deſſen Ehefrau Maria 3: 8 8— * 2—.— deſſen Ehefrau Maria Margaretha Comtesse Chriſtiane Louiſe 9. Februar 1771 30— T4 as) Johann Georg Zimmers Eheleute von Laubach Kirche zu Laubach 2. März 1743 38 50 Heinrich Wilhelm Kreickers Eheleute von Laubach Kirche zu Laubach 23. November 1792 100— Gottlieb Bock und uxor von Laubach Jungfer Schmall von Laubach 17. März 1785 801— Johannes Kreickers Eheleute von Laubach Gräfliche Almoſencaſſe zu Laubach 19. März 1790 102— Wilhelm Schad von Ruppertsburg Pfarrer Hennemann von Ruppertsburg 2. März 1786 25— Conrad Böcher u. uxor Anna Maria von Gonterskirchen] Kirche zu Gonterskirche 24. Juni 1800 20 18 Johann Thomas Kochs Eheleute von Laubach Kirche zu Wetterſeld 1. Februar 1743 20— Konrad Neunobel und Ehefrau von Laubach Hoffriſeur Roos von Laubach 29. November 1787] 50— Caſpar Hirzinger und uxor Wilhelmine von Traishorloff] Frau Hofkammerath Scheuermann zu Mosbach 12. Mai 1809 50— 8 0 84 n 7 n A 2 N Thomas Becht und deſſen Ehefrau zu Laubach Gräfliche Renteikaſſe zu Laubach 6. Januar 1778 50— Conrad Neunobel jun. und uxor von Laubach Graäfliche Almoſenkaſſe zu Laubach 25. Juni 1757 8130 Johann Wilhelm Hildebrand und uxor von Laubach Gräfliche Rentei zu Laubach 14. April 1755 60— Joſt Ulbohn und uxor von Utphe Pfarrey Traishorloff 21. Februar 1800 9033 Konrad Möll und uxor von Freienſeen Pfarrey Freienſeen 8. Mai 1738 30— Johannes Lenz und Ehefrau von Laubach Gräfliche Amtsrente zu Laubach 25. April 1778 9 30 ohannes Frei Fh 2 f 255 g 9* Joh 11 und Ehefrau Anna Catharina von Gräfliche Rentei zu Laubach 9. Mal 1741 50— 1 Konrad Jochem und uxor von Laubach Kaufmann Hold von Laubach 28. November 17941 50— Georg Fach und uxor von Laubach ö Kirche zu Laubach 8 23. Dezember 1779 100— Johann Heinrich Becht und uxor von Gonterskirchen Waſenmeiſter Jakob Hirt von Gonterskirchen 4. Juni 1777 25— Konrad Becht und uxor von Laubach Herz Katz von Laubach 3. September 1813 400— badtwig Friedrich Römer und axor von Nuppertsburg Pflegerey Münzenberg 12. Januar 1789 300— Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Grünberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffende Die Verſteigerung der Lieferung der Fourage an die Landbeſchäler auf den Geſtüts⸗ Stationen und zwar zu Grünberg. (900 Dienſtag den 4. Februar, Vormittags d Uhr, foll auf meinem Bureau die Lieferung der Fourage für zwei herrſchaftliche Landbe⸗ ſchäler für die Dauer der dießjaͤhrigen Sprung⸗ zeit öffentlich wenigſtnehmend vergeben wer⸗ den, was ſie in ihren Gemeinden öffentlich bekannt zu machen haben. Grünberg am 17. Januar 1845. Ouvrier. Schullehrer-Seminar. (91) Der unterzeichnete erſucht alle Dieje⸗ nigen, welche entweder an die Seminarkaſſe oder an Seminariſten Forderungen zu machen haben, ſolche im Laufe dieſes Monats oder zu Anfang des nächſten bei ihm einzureichen. Friedberg den 16. Januar 1845. Der Seminardirektor Curtman. Frucht⸗Verſteigerung. (92) Donnerſtag den 30. Januar l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Ar— menfonds an den Meiſtbietenden zweimalter⸗ weiſe verſteigert: 50 bis 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte. Friedberg am 19. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (93) Donnerſtag den 30. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe von dem Fruchtvorrathe der milden Stiftungen 25 Malter Korn zweimalterweiſe öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg am 19. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (90 Nachdem die Wittwe des Philipp Webr⸗ heim, Heinrich's Sohn, zu Rodheim ſich frei⸗ willig unter Curatel der beiden Ortsbürger Caſpar Faulſtich und Caſpar Wehrheim daſelbſt begeben hat, ſo wird dieß mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß dieſelbe nur mit Geneh⸗ migung dieſer beiden Curatoren Rechtsge— ſchäfte gültig abſchließen kann. Zugleich wer— den alle diejenigen, welche Forderungen an die gedachte Wehrheims Wittwe machen zu können glauben, zu deren Anzeige und Richtig⸗ ſtellung auf Mittwoch den 5 Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, anher vorgeladen. Großkarben den 7. Januar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Bekanntmachung, Holz⸗Verſteigerung in den Gr. Domanial⸗ waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (95) Montag den 27. d. M., von Mor- gens 8 Uhr an, ſollen in dem Diſtriete Weſter⸗ feldſcher wald an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden: Scheitpolz: 2 Stecken birken, 5/ Stecken eichen, Pruge bolz: 13¼ Stecken buchen, 45 Stecken birken und eichen, 6 ½ Stecken aspen und weiden, Stockholz: 9¼ Stecken eichen, Reiſerholz: 2387 ½ Wellen bu hen, 2937½ Wellen birken und eichen, 362 Wellen aspen und weiden, „ 28*. Allerleiholz: 4% Wagen voll, Stammholz: 354 Kubikfuß eichen Bauholz, Stangenbolz: 3 Stück eichen. Die näheren Bedingungen werden vor dem Anfange der Verſteigerung eröffnet. Oberrosbach am 15. Januar 1845. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Hofraithe-Verſteigerung. (96) Mittwoch den 12. Februar l. J., wird auf freiwilllges Anſtehen die in der Mitte des Orts an der Hauptſtraße gelegene Philipp Will'ſche Hofraithe, als: ein zweiſtöckiges Wohnhaus“ zwei Keller, Scheuer und Stall, in bieſigem Rathhauſe, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen, welche jedoch auch täglich bei Unterzeichnetem einzuſehen ſind, meiſtbietend verſteigert. Vilbel den 18. Januar 1845. Der Gr. Beigeordnete Hinkel. N νιιοε Privat⸗ Bekanntmachungen. e e (120 Ich zeige ergebenſt an, daß ich das Gaſthaus zur Roſe in Laubach, das durch den Abzug der früheren Beſitzerin, ſeit einem Jahre leer geſtanden hatte, bezogen unehhar Gaſtwirthſchaft neu eingerichtet habe. Ich lade die verehrlichen Reiſenden zu zahlreichem Befuche hiermit ein, und hoffe die Zufrieden⸗ heit meiner Gäſte durch gute und reelle Be— dienung mir zu erwerben und zu erhalten. Ch. Knispel. Empfehlung. (80) Ich mache meinen hieſigen und aus⸗ wärtigen Freunden hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich das Decadiren von Herrn G. Wilhelm practiſch und gründlich erlernt habe und bitte deßhalb mich mit recht zahl— reichen Aufträgen zu beehren. Butzbach den 13. Januar 1845. W. Frank, Chirurg. Ein Logis (820 im zweiten Stock iſt zu vermiethen und kann daſſelbe bis den 1. April d. J. be⸗ zogen werden. W. Tönges. Verſteigerung. (83) Mittwoch den 22. Januar, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, laſſe ich in der Behauſung des Gaſtwirths Gerlach dahier eine Parthie vor— zuͤgliche Punſch⸗Eſſenz und ächten Rum de Jamaica, theils in Flaſchen und kleinen Fäß⸗ chen, meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigern. Friedberg den 16. Januar 1845. In Auftrag: L. Bernhardt. Für ein Mädchen, (97) welches gute Empfehlungen hat, iſt in einer Nachbarſtadt, als Ladenmädchen, in einem Manufactur- und Colonial-Waaren⸗ Geſchäft, ein Platz offen, in welches gleich nach Oſtern eingetreten werden kann. Nähe⸗ res ſagt die Redaction. Nro. 11 und Nro. 13 (98) haben die Stuͤhle in Gegenwart der Unterzeichneten gewonnen. Friedberg den 18. Januar 1845. Wilhelm Baumann. Ph. Dieffenbach, Boutemy, M. Jung. Eine brave Hausmagd (99) wird auf Petritag in Dienſte geſucht. Verſteigerung. (100) Der Unterzeichnete iſt geſonnen, den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, dahier ein pferd, Pferdegeſchirr, J Wagen, 1 Karrenbett, nebſt Acker- und Oekonomiegeräthſchaften einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen zu laſſen. Wölfersheim den 14. Januar 1846. Gr. Pfarrer Bus. Publicatum für Israeliten. (101) Zweizüchiges Matzenmehl iſt bei dem Unterzeichneten pr. Malter 9 fl. zu haben, jedoch wird bei größerer Quantität der Preis ermäßigt. Reflectirende hierauf wollen ihre Beſtellungen in der Kürze machen. Großkarben den 18. Januar 1845. David May. Bekanntmachung. (102) Auf freiwilliges Anſtehen und wegen Wohnorts. Veränderung läßt Frau Poths zu Niedererlenbach, Dienſtag den 28 Januar, Morgens 9 uhr, durch den Unterzeichneten folgende Fictualien und zur Oekonomie geho⸗ rigen Gegenſtände als: circa 250 Malter Waizen, 10 Malter Korn, 60 Malter Gerſte, 40 Malter Hafer, 700 Malter Kartoffeln, einige Centner deutſchen Kleeſaamen, 4 im beßten Zuſtande ſich be⸗ findenden Wagen-Zugpferde, worunter 2 achtjährig, ſehr ſtark und gut gebaut, die andern zwei 9 jährig ſind, 1 Mutterſchwein mit 7 Jungen, 7 Zuchtſchweine, 1 noch gute 1 und 2ſpännige Chaiſe, ein 2ſpänniger und zwei Aſpännige noch ſeyr gute Wagen mit eiſernen Achſen, 5 Pflüge, 3 Eggen, 1 Walze, eine vollſtändige Brennerei mit 2 Keſſeln, der eine 2 der andere 1½ Ohm haltend, eine Parthie Fäſſer, Bütten, Ket⸗ ten und Pferdegeſchirr, eine Parthie Klee⸗ heu und Futterſtroh, 2 Windmühlen und noch ſonſtige zur Oekonomie gehörigen Ge— räthſchaften öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern. Niedererlenbach den 12. Januar 1845. Der Schultheis P. Mößer. Eine ſtille Familie (103) ſucht mehrere Knaben, die entweder jetzt oder auf Oſtern die Realſchule beziehen wollen, in Koſt und Logis. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte Briefe Herr Dr. Schä— fer Reallehrer in Darmſtadt. Literariſche Anzeige. (78) Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Schelmen-Lieder aus der Liederſammlung eines luſtigen Malers. Taſchenformat, geh. Preis nur 12 kr. Drei ſtarke Auflagen haben bewieſen, wie beliebt dieſes wohlfeile Liederbuch iſt. (10) Bei L. Pabſt in Darmſtadt iſt erſchie⸗ nen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Der heilige Rock zu Trier im Jahre 1844. Brief des katholiſchen Prieſters Ronge mit dem Vorworte eines Laien. 4 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. det don Hrn. G ſentirte Zurich Jun. t orſtes dun 5 Rauch Dieffen Dfftrictste büſcc der Gedern U ennehmer IX Achsactua X un 4 W. bei dem (bunen 1 Undenfels fl.; die 1. unſchließl Neiſing am 10. d Georg; N Oieße det pen. Die f