eſchenken 1 Smock dt madd Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 20. Dezember Das„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1846, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1845, woͤchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Intelligenz⸗Blatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr. zu beziehen). Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr, für die zweite 3 kr., für die dritte und jede 8 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgeu bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, nden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle e welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Friedberg. emeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenomme E. Vindbrnagel. 6) Die verehrlichen Abonnenten des Kreiſes Hungen erlaube ich mir darauf aufmerkſam zu machen, daß vom Jahre 1846 an mein Bote nur einmal wöchentlich(jeden Dienſtag) nach Hungen gebt und das Intelligenzblatt nicht mehr dahin bringt, ſondern daſſelbe blos durch die Großh. Poſtexpedition in Hungen zu beziehen iſt. twaige Beſtellungen auf das Intelligenzblatt bitte ich daher nicht mehr an Herrn Kreis⸗ bureaugehülfen Funk, ſondern an die genannte Expedition in Hungen gefälligſt abzugeben. ee Amtlicher Theil. — Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Arretirung des Joſt Lipp von Steinheim. Den nachſtehend ſignaliſirten Rubricaten haben Sie im Betretungsfalle arretiren und mir vorführen zu laſſen. Grünberg am 12. Dezember 1845. Ouvrier. Signalement: Alter: 32 Jahre(dem Anſcheine nach hält man ihn für 24 Jahre alt), Größe: 6“ 4“, Haare: dunkelblond, Stirne: hoch, Augen: blau, Naſe: etwas gebogen, Mund: gewöhnlich, Bart: blond(gegenwärtig ſoll er kei— nen Bart tragen,) Kinn: rund, Geſichtsumriß: rund, Geſichtsfarbe: bleich, Statur: ſchwach. Kleidung: 1 grüne Kappe, 1 ſchwarze Laſtingshalsbinde, 1 Jagd⸗ tuch⸗Ueberrock(grau nnd ſchwarz), 1 bunte Weſte, 1 Paar grüne Stauchen, an den Händen mit rothen Franzen, 1 Paar graue Tuchhoſen, 1 Paar Zwillichunterhoſen, 1 Paar Stiefel, 2 Hemden, 1 Paar weißwollene Strümpfe. Drr Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die von den Gr. Bürgermeiſtern am Schluſſe des Jahrs einzuſendenden Tabellen, jetzt die Einſendung für 1845. Bis zum 1. Januar k. J. ſind von Ihnen vorſchrifts⸗ mäßig und bei Meidung eines Wartboten folgende Verzeich⸗ niſſe hierher einzuſenden: 1) über die Eingewanderten, oder Beſcheinigung, daß keine eingewandert ſind, 2 desgleichen über Ausgewanderte, 3) über die als Staats- und Ortsbürger aufgenommenen inländiſchen Juden, 4) desgleichen über die recipirten ausländiſchen Juden und 5) Beſcheinigung über erfolgte ordnungsmäßige Bekannt⸗ machung der Gr. Regierungsblätter für 1845. Zugleich bemerke ich Ihnen noch, daß nur die wirk— lich aus dem Ausland in Ihre Gemeinden und die aus Ihren Gemeinden in das Ausland gezogenen Perſonen in die Verzeichniſſe über Ein- und Ausgewanderte aufzu⸗ nehmen ſind. Die Verzeichniſſe ſind mit der groͤßten Puͤnktlichkeit aufzuſtellen. Nur auf gedruckten Formularien“) werden die Ver⸗ zeichniſſe angeuommen.. Friedberg den 18. Dezember 1845. Küchler. 4) Dieſelben ſind durch C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen * — N 0 0 f „ 400. Die ausgegangenen Doͤrfer Birx und Appelshauſen. Laut Kaufbriefes vom Jahr 1405 verkaufte Johann, Herr zu Limburg, und deſſen eheliche Hausfrau Hilgard, geborne von Sarwerden, um 10500 Gulden erblich an Sie, bold Löw von Steinfurt, Eberhard Weis von Fauerbach⸗ Ritter Eppeche von Eleen und Henn von Stockheim das „Schloß Staden, Burgk, Stadt und Burgkmann, mit Ge⸗ richten, Dörffern, mit Nahmen Mockſtatt und Mockſtatt, Heegheim, Birx, Stammheim, Floſtadt und Floſtadt, und Appelshauſſen, mit Lüden(Leuten), Wälden, Wildtpahnen, Mühlen, Waſſern, Fiſchereyen, Aeckern, und Weingarten, Wieſen, Weyden, Zehenden, Dienſten, Steuern, Kirchſätzen und mit aller Herrlichkeit und Zugehorden“ u. ſ. w. Jene Orte bildeten alſo damals das Gericht Staden. Zwei davon ſind nachher ausgegangen, nämlich Birx und Appels⸗ hauſen, über welche ich hier einiges darlege. Es ſcheint, daß ſich aus ihrer Geſchichte auch nicht mehr ſagen läßt. Birx mag nur ein ganz kleines Dorf geweſen ſein, das hinter dem Florſtädter Walde ungefähr in der Richtung zwiſchen Sternbach und Appelshauſen lag. Von dem Orte ſelbſt iſt auch nicht die mindeſte Spur mehr zu finden; nur ſeine ehemalige Terminei heißt noch bei den Leuten das Burxter Feld oder ſchlechthin Burx und gehört zu Unterflor⸗ ſtadt. Dort ſagt man noch ſchlechthin z. B. nach Burx gehen, zu Burx geweſen ſein ic. Wie ich gehört habe, ſo zeigt ſich über dieſes Feld hin in dürren Jahren an dem Stande der Saaten noch die Spur, daß da hinaus eine Straße geweſen ſein möge. Birx kommt vor dem Jahre 1405 nur einmal vor, nämlich in dem Lehenbrief Johannes von Limburg 1308, unter Anderm Güter in den Dörfern Stamheim, Birchisheim(in einem Abdruck ſteht, was das ſelbe iſt, Birkisheym) und Ober- und Unter⸗Vlaſtadt als Lehensgüter der Abtei Fulda bezeichnet werden. Dieſes Vlaſtadt iſt Florſtadt, und Birchisheim iſt Birx. Hier ſehen wir den vollſtändigen Namen des Ortes, wodurch uns auch der Name ſeines älteſten Herrn kund wird. Das altdeutſche Wort der(oder die) Heim drückt den Wohnort, Beſitz aus, und Birchis iſt von dem Mannsnamen Birch, altdeutſch Piricho“); alſo iſt Birchisheim ſo viel als: Wohnſitz des Birch(Birk), Beſitzung des Birch. Später ließ man das hintere Wort Heim ganz weg und kürzte den Namen des Ortes in Birchs oder, da chs gleich 1 geſprochen wird, in Birx, gleichwie die Leute in der Wetterau den Nachbarort Stammheim geradezu Stamm ausſprechen ohne heim. Bürx oder Burx zu ſchreiben, wäre alſo urkundlich falſch. Nach 1405 kommt Birx, ſo viel mir bekannt iſt, in keiner gedruckten Urkunde mehr vor und ſcheint im Verlaufe der Zeit bis 1500 oder etwas darüber ausgegangen zu ſein. In dem Altenſtädter Markbuch, das 1540 anfängt, werden auch einige Sternbacher und Engelthaler mit Bußen belegt, aber niemand von Birx oder Appelshauſen trotz der Nach— barſchaft. Während des dreißigjährigen Krieges, wo die Orte des Stader Gerichts in den Regiſtern der Frucht-, Futter⸗ und Geldlieferungen einzeln benannt ſind, kommt weder Birx noch Appelshauſen mehr vor; ſie waren nicht mehr, während das benachbarte Sternbach damals ſeinen Untergang gefunden haben mag. Appelshauſen, im Munde des Volkes Oppels— hauſen genannt, kommt, ſo viel ich weiß, nur in dem obengenannten Kaufbriefe von 1405 vor. Wie der Name früher und vollſtändiger gelautet hat, läßt ſich alſo nicht ) Piricho, Bircho bedeutet im Grunde ſo viel als Bärchen und iſt Verkleinerungswort von altdeutſch der pero, béro(d. i. der Bär) als Mannsname.— Statt Birgis, welches Genitiv iſt, müßte es eigentlich Birchin lauten; allein bei den Genitiven dieſer Art wird in Ortsnamen die Endſolbe ⸗in zuweilen in ⸗is umgetauſcht, wofür Beiſpiele vorhanden ſind. angeben“); mithin läßt ſich daraus auch nicht rein der Name des älteſten Beſitzers nennen, den Beſitz zeigt hauſen(d. i. zu den Häuſern) an. Es ſcheint dieſer Ort ungefähr zu gleicher Zeit, wie Birx, ausgegangen zu ſein. Die Bewoh⸗ ner mögen ſich wohl nach Stammheim übergeſiedelt haben, wie die von Birx vermuthlich nach Florſtadt.— Vor etwas mehr als hundert Jahren, erzählten mir alte Leute, hätten zu Oppelshauſen, welchen Namen das Feld dort behalten hat, noch ein Haus und eine Scheuer auf dem Flecke des Ortes geſtanden. Das kann nur ſpäter Anbau geweſen ſein, nachdem der Ort ſchon lange eingegangen war, ſonſt wäre gewiß Appelshauſen mit unter den einzelen Orten des Gerichts Staden in den oben genannten Zahl- und Lie⸗ ferungsregiſtern während des dreißjährigen Krieges erwähnt. Seit etwa 12 Jahren ſteht ungefähr da, wo man das aus⸗ gegangene Dorf Appelshauſen ſuchen will, ein neu erbauter Pachthof, nach dem alten Namen des Ortes der Oppels⸗ häuſer Hof genannt. W. ) Vielleicht hat der Rame früher Abbelineshüsen(Appelineshüsen) gelautet, d. i. zu den Häuſern des Abbelin(Appelin). Abbelin war ein altdeutſcher Mannsname. Appelshauſen wäre dann ähnlich zu⸗ ſammengezogen, wie Büdesheim aus Budinesheim. Kirchenbuchs⸗-Auszug vom November 1845. Friedberg. Getraute: 9. Johann Konrad Werner, Ortsbürger und Schneider zu Kohden, Kr. Nidda, des daſigen Ortsbürgers und Acker⸗ manns Conrad Werner ehelich lediger Sohn und Mar⸗ garetha Scheig, des hier verſtorbenen Bürgers und Fuhrmanns Joh. Georg Scheig nachgelaſſene eheliche ledige Tochter. 11. Jakob Jakobi, Bürger und Schuhmacher dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Hirten Philipp Jakobi nachgelaſſener ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Muͤhl von Weckesheim, Kr. Hungen, des daſigen Ortsbürgers und Grubenarbeiters David Mühl eheliche ledige Tochter. 16. Georg Martin Philippi, hieſiger Bürger, Conditor und Bäckermeiſter, des hieſigen Bürgers und Gaſtwirths, wie auch Gemeinderaths Philipp Philippi ehelich lediger Sohn und Johanna Maria Philippine Bechſtein, des hieſigen Burgers und Lederhaͤndlers Jakob Bechſtein eheliche ledige Tochter. 17. Emmerich Dörr, hieſiger Buͤrger und Weißgerbermeiſter, des hier verſtorbenen Bürgers und Weißgerbermeiſters Heinrich Dörr nachgelaſſener ehelich lediger Sohn und Dorothea Wilhelmine Schuſter, des weiland hieſigen Bürgers und Privatſcribenten Adam Schuſter nachge⸗ laſſene eheliche ledige Tochter. 23. Johann Philipp Schäfer, Ortsbürger und Schneider zu Heyhauſen, Kr. Vöhl, des daſelbſt verlebten Beiſaſſen und Schneiders Joh. Georg Schäfer nachgelaſſener ehelicher Sohn und Anna Margaretha Heller, der hier verſtorbenen Anna Margaretha Rübſaamen nachgelaſſene Tochter. 30. Adam Rauſch II., Bürger und Mehlhändler dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Mehlhändlers Hein⸗ rich Rauſch ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Bech—⸗ ſtein, des hieſigen Bürgers und Lederhändlers Engel⸗ hard Bechſtein ehelich ledige Tochter. Getaufte: 10. Ein unehelicher Sohn, Emil, geb. den 22. Oktober. 11. Dem hieſigen Burger und Inſtrumentenmacher Heinrich Ludwig Karl Glück eine Tochter, Henriette Karoline, geb. den 20. Oktober. 10. 2³ 28. 16. 23. 23. ein Sohn, Georg, geb. den 7. November. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Lud⸗ wig Schmidt ein Sohn, Karl Ludwig, geb. den 7. d. M. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Friedrich Hil⸗ brecht eine Tochter, Maria Chriſtina Wilhelmine, geb. den 4. d. M. Dem hieſigen Bürger und Aktuariatsgehülfen Karl Nicolaus Heidt eine Tochter, Suſanne Margarethe Dorothea Coroline, geb. den 3. November. Dem hieſigen Bürger, Gaſtwirth und Metzgermeiſter Philipp Heinrich Windecker ein Sohn, Adolph Ludwig, geb. den 27. Oktober. Dem hieſigen Burger und Schreinermeiſter Jakob Niko⸗ laus Stamm eine Tochter, Anna Chriſtina, geb. den 8. d. M. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Muth eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 20. Nov. Dem Gr. Bauaufſeher 1. Klaſſe Johannes Hechler eine Tochter, Johanna Friederike Franziska, geb. den * 401 Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Konrad Reuß II. 22. 26. 28. 1 1 Beerdigte! 7 Karl Jung, des hieſigen Bürgers und Glaſermeiſters J. Konrad Jung eheliches Soͤhnchen, alt 9 Monate und 9 Tage, 1 den 3. d. M. Philippine Margarethe Mühling, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Georg Muhling eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 1 Monat und 21 Tage, f den 13. d. M. Katharina Eliſabetha Becker, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Thomas Becker II. eheliches Thchterchen, alt 1 Jahr und 3 Monate, r. den 16. d. M. Emil Engel, des hieſigen Bürgers und Büchſenmachers Heinrich Engel eheliches Söhnchen, alt 2 Monate, 1 den 18. d. M. Johann Heinrich Schmidt, hieſiger Bürger und Hut⸗ machermeiſter, alt 82 Jahre, 11 Monate und 6 Tage, 1 den 20. d. M. Des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Hartmann Wilhelm Wagner noch ungetauftes Söhnchen, alt 7 Tage, k den 24. d. M. Wilhelm Bechtold, der Philippine Reuß unehelicher A 1 6. d. M. Sohn, alt 11 Jahre und 1 Monat, t den 26. d. M. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Edictalladung. (1668) Die Inteſtaterben der Georg Kris⸗ pens Eheleute zu Lindheim, als 19 die Kinder des Großh. Pfarrers Borna⸗ gius zu Aſſenheim und für ſolche deren Vater g l l 2) Georg Krispens III. zu Lindheim haben nachſtehende in Rodenbacher Gemarkung gelegene Güterſtücke 8 1 V. 24 70 R. am Reutersweg, %—„ 37½„ Acker hinter dem Orte, „ 5.„ daſelbſt, %„ 26„ im alten Berg, 6%—„ 39%„ im Mergelacker, 23 l 1% 1„ 2„ im Altenberg am Ort, M 2„am r „ 1„ as, 5 1% 10„ an der kleinen Ker⸗ lesweide, a 2%—„ 35„ hinter der Kir He, 9%—„ 26„ im Altenberg, 26% 1% 30%„ am Kraß und Ker⸗ lesweidweg, 2%—„ 28„g hinter der Kirche, 16% 1% 27½„ am Buchwalde, zwiſchen dem Dom⸗ berge und der Bach⸗ ſpringe, am Reutersweg, 51% 3, 14 7— 32 25 8%, 1% 30%„ auf dem Löhchen, 26%—„ 32½„am Kraß und Ker⸗ lesweidweg, der Auseinanderſetzung halber verkauft, ohne das Eigenthum dieſer Güterſtücke darthun zu können. Auf Anſtehen der Verkäufer werden deßhalb Alle, welche irgend, insbeſondere Ei⸗ genthumsanſprüche an die genannten Güter machen zu können glauben, hiermit aufgeſor⸗ dert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen und geltend zu machen, als ſonſt den Kaufbriefen die richterliche Beſtätigung ertheilt wird. Groskarben am 23. November 1845. Grßh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Jäger. Schmidt. Verſteigerung. (17260 Montag den 22. Dezember, Nach. mittags 2 Uhr, werden in bieſigem Mathhauſe 50 bis 60 Malter Korn von dem Fruchtvor. rath des vereinigten Armenfonds zweimalter⸗ weis öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Dezember 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Wahlausſchreiben. (17310 Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die neue Wahl des 2. Beigeordneten von Friedberg auf dem Rathhauſe daſelbſt Sam⸗ ſtag, Montag, Dienſtag und Mittwoch den 27., 29., 30. und 31. Dezember d. J., jeden mals von Morgens 9 Uhr bis Mittags 12 Uhr, unter Leitung des Unterzeichneten vor⸗ genommen werden ſoll. 5 Sämmtliche ſtimmfaähige Ortsbürger von Friedberg werden aufgefordert, an dieſer Wahl Theil zu nehmen und gleich vom Beginne der Wahl an ſich zur Abſtimmung zahlreich ein⸗ zufinden, damit die Wahl zur Erſparung von Zeit und Koſten wo möglich ſchon vor Ablauf der Atägigen Friſt geſchloſſen werden kann. Friedberg am 10. Dezember 1845. Großh. Kreisſecretär Krach. Garten ⸗Verſteigerung. (1732) Samſtag den 20. Dezember, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der zur Verlaſſenſchaft der Andreas Groß'⸗ ſchen Eheleuten dabier gehörende Garten, 40 Ruthen hallend, am Riedweg liegend, öffent— lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 12. Dezember 1845. J. A. Großherzoglichen Landgerichts der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de ß⸗ Edietalladung. (1148) Forderungen jeder Art an Ludwig Pabſt von Wohnfeld, gegen welchen Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen den Con⸗ cursproceß erkannt hat, ſind in dem auf Freitag den 27. Februar 1846, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſogewiß an— zuzeigen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſions-Decret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Ulrichſtein am 12. Dezember 1845. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück. L a d u n g (179) Zur Ordnung des Schuldenweſens des verſtorbenen Johann Henrich Lutz von Muſchenheim werden alle Gläubiger deſſelben aufgefordert, ihre Forderungen binnen vier Wochen bei Vermeidung ihrer Nichtberück⸗ ſichtigung bei dem zu ihrer Tilgung anzuord⸗ nenden Verkauf hier anzuzeigen. Hungen den 12. Dezember 1845. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Draudt. Bekanntmachung. (1750) Montag den 29. Dezember d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Eicher Ge⸗ meindswalde, Reviers Naumburg, 100 Eichen ſtämme Bau- und Werkholz, circa 3000 Cubik⸗ fuß haltend, öffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden, die weiteren Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht, die Zuſammenkunft iſt in dem Holzſchlag ſelbſt. „Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Eichen den 15. Dezember 1845. Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter Adam. du νιιονο Privat ⸗ Bekanntmachungen. 3* Empfehlung. (1739) Indem ich einem geehrten Publikum mein Geſchäft im Allgemeinen in gütige Er⸗ innerung bringe, erlaube ich mir auf folgende Artikel noch beſonders' aufmerkſam zu machen: Feinſtes Vorſchußmehl, ſeinſte Cier⸗Gemüß nudeln, ſchöne ſüße Zwetſchen und Nüſſe, ächten Limb. Käs, Pr. Emmenth. Schwei zer⸗Käs, großlöcherig, ſaftig und von ſüßem Geſchmack, neuſte Holl. Vollhäringe, beſte Sardellen und ſchöne friſche Bückinge, neu⸗ ſten Lappertan im Ausſchnitt gewäſſert und ungewäſſerte Rammſtücke à Pfd. 12 kr., Seit⸗ und Schwanzſtücker à Pfd. 6 kr., im ganzen Fiſch à Pfd. 9 kr., im Ctr. billiger. Beſte Punſch⸗Eſſenz die Flaſche 1 fl. und nach Verhältniß im Anbruch. Rum, ſowie die beliebteren Liqueure und alten ordin. Branntwein. Piquet-Karten, das Spiel mit Stempel 5 kr. bis zu den feinſten Sorten Feinſte L'hombre-Karten, das Spiel mit Stempel 14 kr., im Otzd. billiger. Ich ſichre im Allgemeinen bei den möoͤglichſt dilligſten Preiſen die reellſte Behandlung zu. Friedberg im Dezember 1845. Carl Oswald. 0 4 1 1 161— v.——————— * — „ 402* Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. Bekanntmachung. (1691) Segleich die zur Bildung der diesjaͤhrigen 2. Jahresgeſellſchaft erforderliche Anzahl Anmeldungen bereits erfolgt iſt), ſo haben wir uns doch auf vieiſeitig geäußerten Wunſch veranlaß; gefunden, die Beitrittszeit zur dieſſeitigen Anſtalt auf das ganze Kalenderjahr 1845, mithin über den in 5. 3. der Statuten auf den 30. November beſtimmten Termin, auf den Monat Dezember auszudehnen. Es kann demnach auch noch bis zum 31. Dezember d. J. der diesjährigen 2. Jahresge⸗ ſellſchaft beigetreten werden. Darmſtadt den 28. November 1845. Der Ausſchuß der Allgemeinen Rentenanſtalt ) Die Anzahl der Einlagen beträgt bis heute über 1500, dat Nominaleinlagekapital alſo von Kuder. über 150,000 fl. wovon an 70,000 fl. bereits baar eingezahlt ſind. Verpachtung. (1740) Zwei Viertel, 13 Ruthen Garten, neben Ludwig Hieronimus in der Ockſtädter Gaſſe, hat zu verpachten Friedberg den 14. Dezember 1845. Ludwig Finzel. Braunkohlengrube an den Heſſen⸗ brücken. (1747) Vom 1. Januar 1846 an, koſten die groben Kohlen 18 kr. pr. Ctr., Brockkohlen 185„„ feine Kohlen 12„„ Fett⸗ Grieben Kuchen, (1717 die zum Mäſten der Schweine ſehr zweckmäßig, ſind à 3 kr. pr. Pfund zu haben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seif⸗ und Lichterfabrikant. Alle Arten Fruchtgattungen (1751) werden ge- und verkauft von H. B. Groͤdel, Ludwigsſtraße. Einladung. (1752) Den 3. Weibnachtsfeiertag iiſt gut beſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu böflichſt einladet G. Gerlach. Meine Conditoreiwaaren, (17835) als ordinares und feines franzö ſiſches Marzipan, Bisquit c., ſowie vorzuͤgliche Leb⸗ kuchen, bringe ich bier mit in geneigte Erinnerung. A dam Rauſch, Bäckermeiſter. Eine Lederdecke (17310 von einem Familienwagen wurde am verfloſſenen Freitag von Butzbach nach Friedberg verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieſelbe gegen eine angemeſſene Be⸗ lobnung im Gaſthaus zum ſteinernen Hauſe abzugeben. 3 wei Nußbäume, (1735) für Schreiner, ſind zu verkaufen bei W. Netz. Nachricht. (17561 Saat- und Leinkuchen ſind zu haben bei Jakob May, Frucht⸗ und Mehlhändler in Friedberg, wohnhaft bei Hrn. Gaſthalter Supp auf der breiten Straße. Ein Logis, (1787) im 2. Stock, welches ſogleich bezo⸗ gen werden kann, hat zu vermiethen Küfermeiſter Schutt. Literariſche Anzeige. Zu Weihnachtsgeſchenken habe ich eine ſehr reiche und geſchmackvolle Aus wahl von Kinderſchriften und andern zu Feſtgeſchenken beſonders paſſenden Werken vorräthig und ſtehen ſolche in meinem Ge⸗ ſchaftslocale zur Anſicht bereit. C. Bindernagel. (Fortſetzung.) Unter vielen andern empfehle ich beſon⸗ ders nachſtehende Jug endſchriften:. Kauffmann, E. F., orbis pictus, mit 1 Titelkupfer und 506 Abbildungen, geb. und in Futteral. 5 fl. 9 kr. Humbold's Reiſen, 2 Theile, geb. 4 fl. 48 kr. Pfizer, Guſtav, Geſchichte Alexanders des Großen. a 2 fl. 30 kr. Schwab, Guſt., die ſchönſten Sagen des Alterthums, 3 Thl. mit Bildern. 6 fl. 24 kr. Hoffmann, Parabeln für die reifere Jugend, mit 20 Stahlſtichen. s 2 fl. 24 kr. Grim m, Gebrüder. Kinder⸗ und Haus maͤr⸗ chen, 2 Theile. 3 fl. 36 kr. Grimm, Ludw., Kindermaͤrchen. 2 fl. 24 kr. Lauckhard, C.§., deutſche Sagen. 36 kr. Lewald, Aug., Angebinde für alle Tage des Jahres, mit 4 Stahlſtichen. 2 fl. 42 kr. Stköber's, Carl, Erzählungen. 1 fl. 48 kr. Plieninger, Weihnachtsblüthen für 1846, mit Bildern. 1 fl. 36 kr. Hoffmann, Erzäblungsbuch für Kinder von 68 Jahren mit 20 col. Bldrn. 1 fl. 48 kr. Simrock, Reineke Fuchs, mit vielen Blorn. 5 2 fl. 24 kr. Nieritz, das 4. Gebot, geb. 54 kr. Und ſonſtige Schriften von Nieritz. Beumer, Goldperlen für die Jugend, mit 6 Bildern. 54 kr. Reinhold Roͤcchen, mit 8 Bildern. 1 fl. Kinderſpiele und Kinderfreuden, mit 12 Bil⸗ dern. 27 kr. Erzahlungen einer Großmutter, mit 8 Bil. dern. * 1 fl. Der brave Wilhelm, ABC und Leſebuch. mit 12 Bildern. g 27 kr. Naturgeſchichtliches Bilder ⸗ Alphabet, mit 24 color. Bildern. 45 kr. (Fortſetzung folgt.) Frankfurter Gold-⸗Cours vom 19. Dezember S— 7 fl. kr. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 44 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 26 ½ Engliſche Souverains 11154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Advent⸗Sonntag den 21. Dezember, Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Land mann. Vormittags predigt in der Burgkircher Herr Candidat Chriſt. Nachmittags predigt in der Burgkircher Herr Pfarrvicar Landmann. Fruchtpreiſe Gattung. Fried⸗ Malnz Groß⸗ 18. Dez. 12. Dez. 2. Dez. berg gerau kr. fl. kr. fl. fl. kr. Waizen pr. Malter] 12 40 13 20 11 45 „ 10— 1042 930 Gerſte„ 75 7— 71531 7120 Hafer„„, 4110 4131] 415 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 20. bis 26. Dezember 1845. 2 4 Fried- Bu S Brod ⸗Preiſe. berg. 5 5 kr. pf.] kr. pf. 13 Leib⸗Roggenbrod 3121 31 7 2 7. 7. 5 5 7 4 7. 4 14 Lb 14— . Lt —Milchbrod 13 ¼ö[ 1 37 — Waſſerweck 13% 14 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14½ B14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch be 15 2 11/2 11 8 gemäſtete— 9 1— „Kühfſeiſch e 8——— indgez gen gemäſtetes 8—181— 2 Rindſſeiſc ungemäfetes 1 „ Kalbfleiſch 7 7 „ Schweinenfleiſch 10— 10— „Hammelfleiſch 7—714— 9 Schaaffleiſch 5— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 14.— 14 „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— 1 Spa ane 15— 15— 1 weinenſchma 5. 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 160— 16— Der Gr. Heſſ. 3 d. K. Friedberg Krach, Kr.⸗Sctr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Wegen der Weihnachtsfeiertage erſcheint Samſtag den 27. Dezember keine Nummer d. Blattes.