1 1 W ee i Intelligenz Olatt für die Provinz Oberheſſen N 5 0 im Allgemeinen, ö die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M91. Mittwoch, den 19. November 184 4 —— ꝗj::CCCCc·˖cĩ·˖ĩ ˙ A—ͤ——ůů ů ⁵˙—o. i—ẽ....——ñ—— N 0 0 1 1 5 wöllſtadt: Heinrich Philipp Münk, Heinrich Schütz.— 5 A mtlich eK T 0 41. Rodenbach: Joh. Philipp Berg. 5 Rödelheim: Joh. n Adam Müller.— Stammheim: Johannes Heppener.— Das Großherzoglich Heſſiſche Vilbel: Karl Bernhard Schmidt. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Bek an ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. ekanntmachung. Betreffend: Die Muſterung und Conſcription für 1846. 2 1 dae n ve 1 ba 1 i 0 von Keſtrich, welche wegen verſchiedener Vergehen in Unter W l ee 5 5 17 ſuchung ſteht, hat ſich von Hauſe entfernt, weßhalb ich alle lr. n ie nt lt, een Bor“ Polizeibehörden erſuche, auf dieſe Eliſabetha Schaarmann J arbeiten für die Muſterung und Conſcription für das Jahr zu fahnden und mir ſolche im Betretungsfall durch Gens⸗ J 1846 1 f d'amerie⸗Escorte abliefern laſſen zu wollen. ei Beurtheilung der Frage, ob die Depotanſchrechen— Grünberg den 7. November 1845 N den im Stande ſind, ſich einen Stellvertreter zu ſtellen, iſt Großl Heff. Kreis rath des Kreiſes Gründer ö nach Artikel 36 des Geſetzes vom 19. März 1836, betref⸗. 5 riet 9 ö fend die Stellvertretung im Militärdienſte, derjenige als zur n a 55 Stellung eines Stellvertreters unvermögend anzuſehen, wel⸗ Signalement: 4 cher nicht die Aſſecurranzſumme von 95 fl. zu beſtreiten Alter: 35 Jahre, Größe: 6 Fuß 2 Zoll, Haare: blond, ö ö vermag. 2 85 Stirne: niedrig, Augenbraunen: blond, Augen: grau, Naſe: ö Bis längſtens den 1. Januar k. J. erwarte ich die ſpitz, Mund: klein, Kinn: ſpitz, Geſicht: laͤnglich, Geſichts⸗ 0 ganz vollſtändig aufgeſtellten Ortsliſten, Depot- farbe: geſund. ö anſprüche ꝛc. eingeſendet, widrigenfalls an die Säumigen Warteboten abgehen müßten. N Hierbei ſpreche ich die Erwartung aus, daß die Liſten ſowohl, als die Depotanſpruchprotocolle mit der größten Pünktlichkeit aufgenommen werden. Die nachſtehend genannten Leute ſind zur Muſterung für 1846 verwieſen und es ſind daher dieſelben in die Orts⸗ liſten der betreffenden Gemeinden aufzunehmen. Das Formularpapier wird Ihnen zugeſendet werden. Friedberg am 14. November 1845. Küchler. Altenſtadt: Johann Philipp Bingel, Heinrich Carl Finkernagel.— Aſſenheim: Chriſtoph Heinrich Leicht⸗ mann, Philipp Rahn.— Butzbach: Adam Peter Spar⸗ waſſer.— Großkarben: Johann Georg Hartmann.— Höch ſt a. d. N.: Johannes Vetter.— Ilbenſtadt: An⸗ dreas Rößel.— Kaichen: Joh. Philipp Weitzel.— Nie⸗ dermörlen: Andreas Orth.— Niederrosbach: Johan⸗ nes Bullmann.— Nieder weiſel: Johann Georg Adami, Georg Häuſer.— Niederwöllſtadt: Peter Grieſer.— Oberau: Leonhardt Lipp.— Obererlenbach: Peter Petith.— Oberrosbach: Heinrich Roßbach.— Ober⸗ von den im Canton Bern angekauften Zuchtſtieren dem Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. ü Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. 0 Betreffend: Den Wiederverkauf von Zuchtſtieren aus dem Canton Bern. N Nach einer Benachrichtigung des Präſidenten des land— wirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Oberheſſen ſind Verein von Oberheſſen 3 Stück zugefallen, dieſe ſollen Montag den 24. November, Vormittags 9 Uhr, vor dem Trappiſchen Gaſthauſe zu Friedberg an Ge— meinden oder an Leute, welche für Gemeinden Faſel unter— halten, meiſtbietend verſteigert werden. Hiervon gebe ich Ihnen für den Fall Nachricht, daß Ihre Gemeinden einen ſolchen Zuchtſtier zu erwerben wünſchen. Hungen den 8. November 1845. nne 3 „ 364. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Burger meiſter des Kreiſes Hungen, mit Ausnahme derjenigen von Einartshauſen, Lich, Traismuͤnzen⸗ berg und Woͤlfersheim. Betreffend: Den Geſchäftsplan der Kataſter⸗Arbeiten für die Finanz⸗ periode von 1845/47. Indem ich Ihnen das nachſtehende Reſcript Gr. Mini⸗ ſteriums des Innern und der Juſtiz zur Nachricht mittheile, fordere ich Sie auf, den Gemeinderath und die Grnndbe— ſitzer in Ihren resp. Gemarkungen über dieſen Gegenſtand zu vernehmen, denſelben die alsbaldige Vornahme der Par— zellenvermeſſung zu empfehlen und über den Erfolg binnen 4 Wochen zu berichten. Ich erwarte um ſomehr, daß Sie ſich mit Eifer für dieſe Angelegenheit bemühen, da durch die Parzellenvermeſſung die Grundbücher erſt ihren eigent— lichen Nutzen gewähren und das Grundeigenthum gehörig geſichert wird. Hungen den 5. November 1845 Follenius Das Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an den Großh. Kreisrath zu Hungen. Es ſind neuerdings die Nachtheile zur Sprache ge— bracht worden, welche für ſolche Gemeinden entſtehen, in deren Gemarkung die Gewann und Parzellenvermeſſung nicht gleichzeitig mit der Flurvermeſſung vorgenommen wird. Dieſe Nachtheile beſtehen hauptſächlich darin: 1) daß bei der ſpäter erfolgenden Gewann- und Par- zellenvermeſſung für die Wiederholung der Flurgrenzen nicht unbedeutende Koſten Seitens der Gemeinden aufgewendet werden müſſen, welche bei gleichzeitiger Vornahme der Flur— Gewann-Parcellenvermeſſung vermieden werden. Nach ge— machter Erfahrung ſind nemlich die Flurgrenzen, wenn in einer Gemarkung die Gewann- und Parcellenvermeſſung auch nur einige Jahre der Flurvermeſſung folgt, in der Zwiſchenzeit ſo verwahrloſt, daß die Herſtellung derſelben in der Regel einen Koſtaufwand erfordert, welcher dem der erſten Regulirung und Ausſteinung entweder gleichkommt, oder denſelben ſogar überſteigt, weil die durch die Gewann— und Parcellenvermeſſung bedingte Herſtellung des vorigen Standes nur nach Anleitung trigonometriſcher Meſſungen vollzogen werden kann. Ja nach der Größe der Gemar— kungen belaufen ſich die ſo entſtehenden nochmaligen Koſten oft in die Hunderte von Gulden. 2) Die Trennung der Flurvermeſſung von der Ge— wann⸗ und Parcellenaufnahme wird die weitere Folge haben, daß die Gemeinden nach Maßgabe des Geſetzes vom 18. Juni 1836, die Aufſtellung der Grundbücher betrff., ſogleich nach Vollendung der Flur-Vermeſſung in den Beſitz von Grundbüchern(Copien der topographiſchen Güterverzeichniſſe und Parcellenhandriſſe) geſetzt werden, welche, wie ebenfalls die Erfahrung lehrt, den Grundbeſitzern nicht genügen, weil dieſelben die Reſultate der Parcellenvermeſſung nicht ent— halten, folglich als Bereitsmittel für die Grenz- und Grö— ßenverhältniſſe des Grundeigenthums nicht dienen können. Die Grundbeſitzer verlangen alsdann in der Regel die bal— dige Vornahme der Parcellenvermeſſung und die Aufſtellung neuer Grundbücher an die Stelle der kaum errichteten, wo— durch ebenwohl nicht unbeträchtliche, doppelte Koſten ent— ſtehen, weil in die nach den Ergebniſſen der Flurvermeſſung gefertigten Grundbücher Parcellenhandriſſe die Reſultate der Parcellenvermeſſung nicht aufgenommen werden dürfen. Wenn ſich auch das bezeichnete Verlangen nicht ſo ſchnell nach dem Vollzuge der Flurvermeſſung geltend machen ſollte, ſo läßt ſich doch nicht annehmen, daß die Gemeinden, ein— mal im Beſitze von Grundbüchern nach den Reſultaten der Flurvermeſſung den im Art. 10. des Geſetzes vom 29. Okto⸗ ber 1830 beſtimmten Zeitpunkte der Renovation der Grund— bücher abwarten werden, bis ſie die Ausführung der ſpe— ciellen Vermeſſung und die Aufſtellung neuer Grundbücher verlangen, weßhalb in dem unterſtellten Falle immerhin dop⸗ pelte Koſten auf Seiten der Gemeinden entſtehen. Iſt hiernach die gleichzeitige Vornahme der Flurver— meſſung mit der Gewann- und Parcellenvermeſſung für die Gemeinden ſchon aus finanziellen Rückſichten von Wichtig— keit, ſo trägt auch die Parcellenvermeſſung zur Löſung der im Intereſſe der Landwirthſchaft ſo ſehr wichtigen Fragen wegen Conſolidation des Grundeigenthums und beſſeren An— legung von Gewannwegen weſentlich bei. Unter Anſchluß eines Verzeichniſſes derjenigen Gemein— den des Kreiſes Hungen, welche ſich bis jetzt für die Vor— nahme der Parcellenvermeſſung noch nicht erklärt haben, beauftragen wir ſie, hiernach dieſe Gemeinden über die an— gedeuteten Erſparniſſe und ſonſtigen Vortheile, welche aus der gleichzeitigen Vornahme der Flur⸗, Gewann- und Par⸗ cellenvermeſſung erwachſen, nachdrücklichſt mit der Aufforde⸗ rung zu belehren, ſich nach Maßgabe des Geſetzes vom 11. Januar 1831 baldigſt darüber zu erklären, ob und bis zu welcher Zeit ſie die Vollziehung der Parcellenvermeſſung in ihren reſp. Gemarkungen wünſchen. Zugleich iſt hierbei dieſen Gemeinden, da viele der— ſelben lediglich des Koſtenaufwandes wegen mit der Erklä— rung für die Parcellenvermeſſung zurückhalten, noch beſon— ders hervorzuheben, daß ihnen auf Verlangen, zur Auf⸗ bringung und Einzahlung ihrer Beiträge zu den Par⸗ cellungsvermeſſungskoſten, Vorlagen aus dem Kataſterfonds bewilligt und zur Wiedererſtattung dieſer letzteren mehrjäh⸗ rige Termine, die jedoch den Zeitraum von 3 bis höchſtens 4 Jahren nicht überſteigen dürfen, geſtattet werden. Darmſtadt den 25. Oktober 1845. du Thil. v. Stein. Noch Einiges über Ulrichſtein, Wer auf dem deutſchen geſchichtlich⸗ſprachlichen Felde, beſonders wie es ſeit 1822 im Bau ſteht, nicht Beſcheid weiß, ſollte daſſelbe lieber nicht betreten. Er kann da un⸗ möglich etwas helfen. Was in Nr. 71 über die Namen Ulrichſtein und Molestein ſtand, war nichts als eine Darlegung von Vermuthungen und Einfällen. Dieſen ſetzte ich in Nr. 80 Wahrheit entgegen. Dawider aber tritt nun in Nr. 86 Hr. Römheld auf, dem ich hiermit antworte. Ulrich war in Nr. 71 durch„Allreich erklärt und Ulrichſtein durch„Allreichſtein d. i. wohl der waſſerreiche Stein.“ Das iſt doppelt falſch! Denn 1) bedeutet Ulrich durchaus nicht Allreich, ſondern Herr(Mächtiger) von freiem Grundbeſitz; 2) iſt Ulrich nur Mannsname und kann nie und nimmer ſo ſtehen, wie ein Eigenſchaftswort, daß es geradezu wie„allreich/ geſetzt und ausgelegt werden dürfte. Nun beruft ſich Hr. Römheld in Nr. 86 darauf, der berühmte Heyſe habe Ulrich durch Allreich erklärt. Ich kann nichts dafür, wenn Heyſe, der wohl Sprachlehrer, aber kein Sprachforſcher war, alſo in ſolchen Dingen keine Autorität ſein kann, eine falſche Erklärung gibt. Hätte 1 ertanbde ubrigens Hr. Römheld die voriges Jahr herausgekommene 9. Ausgabe von Heyſe's Fremdwörterbuch nachgeſehen, ſo würde er Ulrich nicht mehr durch Allreich, ſondern richtiger erklärt gefunden haben. Den andern Namen von Ulrichſtein, nämlich Mo- lestein(ſprich Molleſtein, nicht Mohleſtein), ſchreibt Schmidt ſo, wahrſcheinlich ſeiner Weiſe nach urkundlich; Landau in ſeinen heſſiſchen Ritterburgen 4. Bd. S. 111 ſchreibt Moles— ſtein). In Nr. 71 ſteht, die alten Urkunden ſchrieben auch Mollesstein. Dieſe Urkunden hätten angeführt ſein ſollen; das hätte genützt. Mollisstein, wie in Nr. 71 ſteht, iſt nirgends zu ſehen. Doch gibt Hr. Römheld dieſem Namen (Mollisstein) und der Erlärung Mildenſtein von vielem Waſſer, wie wir in Nr. 71 leſen, ſeinen ganzen Beifall und knüpft die Entſtehung dieſes Namens an eine alte, erſt 1740 aufgeſchriebene Sage. Wie kann ſich aber die Ent⸗ ſtehung eines Ortsnamens an eine Sage knüpfen! Umge⸗ kehrt! es knüpft ſich die Sage an den Ortsnamen, um dieſen erzählend volksverſtändlicher zu machen(Vgl. Karben im Intelligenzbl. von 1844 Nr. 23), und ſo iſt es auch mit jener Sage von Ulrichſtein und Molestein, welche Hr. Römheld nicht einmal treu aus Landau's Buch erzählt und obendrein unrichtig, weil durch lateiniſche, dem Volke unver— ſtändliche Wörter, und viel zu geſucht auslegt. Damit wird dann auch alles, was er daraus folgert, zu Rauch. Molestein oder, wie die Sage hat, Moles-Stein(nicht Mollisstein) iſt, wie ich in Nr. 80 ſagte, Molchsfelſen (latein. saxum stellionis) und ſo ganz deutſch. Warum der Felſen und Ort ſo genannt wurden, iſt uns jetzt unbe⸗ kannt. Aber es gibt ja auch ein Mollesdorf, eine Mols⸗ purgk und ſind viele Berge und Orte früher aus irgend einem bekannten oder unbekannten Grunde nach Thieren be— nannt, z. B. der Vogelsberg, Falkenſtein, Falkenberg, Geiers⸗ berg, Gauchsberg,(d. i. der Kukuksberg), Bocksberg, Hunds—⸗ berg, Wolfsberg, die Käfernburg u. ſ. w. Dieſe Thiere ſollten indeſſen nicht den nach ihnen benannten Ort empfeh—⸗ len, ſo wenig als die Schlangen Schlangenbad, nein! ihr Name ſollte dem Orte bloß zur Bezeichnung dienen. Wenn nun Hr. Römheld gar aus der heutigen Volksſprache moll ) Ich finde übrigens in alten gedruckten Urkunden überall nur UIriche- stein(b. i. Ulriches-stein), Ulrichstein, VIrichstein, nie den andern Namen. „ 365 in der Bedeutung„weich⸗ anführt, um dadurch zu unter⸗ ſtützen, daß Molestein aus lateiniſch mollis(d. i. weich, mild) und Stein zuſammengeſetzt ſei, ſo beweiſt dieſes Wort moll nichts, da es im Mittelalter im Deutſchen noch nicht vorkommt, und auch zu Mullſtein, wie das Volk Ulrichſtein nennt, nicht paßt. Endlich ſagt Hr. Römheld, es gäbe für ſein mollisstein viele ähnliche Beiſpiele, daß zur Zeit von 1270 Namen aus einem lateiniſchen und einem deutſchen Worte zuſammengeſetzt ſeien. Nein! auch nicht einen ein— zigen Ortsnamen gibt es in der Art, wie er unrichtig Mollisstein zuſammengeſetzt ſich denkt. Dazu ſagt er, das, was in der obengenannten Sage erzählt wird, ſei„in den Jahren 1270/ geſchehen; er nimmt alſo die Sage für wirk⸗ liche Geſchichte.“) Da glaube, wer kann! W. 4) Mit dieſem Aufſatze halten wir die Sache genugſam beleuchtet und können einer etwaigen Fortſetzung des Streites 5— nicht ie Red. weiter öffnen. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 1845. Ulrichſtein. Getraute: 26. Herr Andreas Alt, Oberfeldwebel im III. Gr. Heſſ. Infanterie-Regiment, Wittwer und Bürger zu Worms, geboren dahier, und Chriſtina Orth, des vormaligen Ortsbürgers und Ackermanns Johannes Orth zu Rhein⸗ dürkheim im Kreiſe Worms und ſeiner Ehefrau Eva Maria einer geborenen Ungefähr unverheurathete Tochter. Getaufte: 12. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Heinrich Rühl Sporers Eidam, eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 22. September. 19. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johannes Horſt ein Sohn, Johannes, geb. am 30. September. 19. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 24. Sept. Beerdigte: 2. Heinrich Joſt, des hieſigen Bürgers und Schuhmachers Ludwig Joſt Söhnchen, alt einige Stunden, k den 30. September. 31. Johannes Horſt, des hieſigen Bürgers und Ackermanns Johannes Horſt III. Sohn, alt 28 Tage, i den 28. d. M. 31. Heinrich Kaiſer, des hieſigen Bürgers und Taglöhners Juſtus Kaiſer III. Sohn, alt 5 Jahre, 8 Monate, 20 Tage, t den 28 d. M. bauſe die den Bürgern Konrad Jung II. und Bekanntmachungen von Be⸗ Philipp Jung dahier gehörende Hoſraithe, be⸗ ſtehend in Wohnhaus und Gärkchen an Phi⸗ lipp Jakob Groß und Konrad König gelegen, ſodann 51 Ruthen(01½ U◻Klftr.) Garten in der Langgaſſe, zieht auf den Mittelweg, an Michael Bauer gelegen, öffentlich meiſtbie— hoͤrden. rr Gefundenes. (1394 Donnerſtag den 13. November l. J., wurde auf der Staatsſtraße zwiſchen Ober⸗ und Niederwöllſtadt ein Mantel gefunden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann ſolchen nach geſchehenem Ausweis bei Unterzeichnetem in Empfang nehmen. Friedberg den 17. Nov. 1845. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1395) Montag den 29. Dezember l. J., Morgens um 10 Ühr, wird in hieſigem Rath⸗ tend verſteigert. Friedberg am 17. Nov. 1845. In Auftrag Großh. Landgerichts Friedberg der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Partial-Obligations-Verlooſung. (1596) Bei der heute ſtattgehabten Ver⸗ ſboſung der für dieſes Jahr zur Rückzahlung in Ausſicht genommenen Gemeinde-Partial⸗ Obligation zu Oſſenheim wurde die Nr. 79 gezogen, was mit dem Bemerken hierdurch be⸗ meinderechner Weiſenſee zu Oſſenheim oder kannt gemacht wird, daß es dem Inhaber frei⸗ ſteht, den Betrag bei dem Handlungshaus Lindbeimer in Friedrerg oder an der Gemein— dekaſſe zu Oſſenbeim in Empfang zu nehmen und daß vom 1. Januar 1846 an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Bauernheim den 16. Nov. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Partial⸗Obligations-Verlooſung. (1597) Bei der ſtattgefundenen Ver⸗ looſung der bei der Gemeinde Bauernheim für das Jahr 1845 zur Rückzahlung in Aus⸗ ſicht genommenen Partial⸗Obligation wurde die Nr. 9 gezogen, was mit dem Anfügen hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß der Betrag entweder bei dem Ge⸗ — bei dem Handlungshaus Samuel Lindheimer in Friedberg in Empfang genommen werden kann und daß vom 1, Januar 1846 an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Bauernheim den 11. Nov. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Verſteigerung. (1398) Der Herr Geheimerath Knorr in Gießen iſt geſonnen, ſeine außerhalb der Stadt Friedberg in den Gemarkungen Friedberg, Fauer⸗ bach und Ockſtadt gelegenen Aecker, Wieſen und Gärten, wovon Herr Landgerichtsactuar Hiſſerich ein Verzeichniß beſitzt, welches er jedem etwaigen Kaufliebhaber vorzulegen er⸗ bötig iſt, an den Meiſtbietenden öffentlich zu veräußern und hat den unterzeichneten Bür⸗ germeiſter mit der Leitung der deßhalb vorzu⸗ nehmenden Verſteigerung, welche Samſtag den 27. Dezember d. J., Morgens 9 Uhr, auf da— hieſigem Rathhauſe beginnt, beauftragt. Friedberg den 17. Nov. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verkauf eines Hofthors. (1599) Donnerſtag den 20. d. M., Mit⸗ tags 1 Uhr, ſoll in der Schulhofraithe zu Oſſenbeim ein altes Hofthor mit 3 Pfoſten von Eichenholz meiſtbietend verkauft werden. Bauernheim den 16. Nov. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Verkauf eines Faſelochſen. (1600) Donnerſtag den 20. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll ein der Gemeinde dahier gehörender 4 Jahre alter Faſelochs in meinem Geſchäftszimmer meiſtbietend verkauft werden. Bauernheim den 16. Nov. 1845. Der Grßh. Heſt. Bürgermeiſter Walther. Bekanntmachung. (1601) Die auf den 28. November l. J. feſtgeſetzte Herzogl. Domanial-Fruchtverſteige— rung findet wegen eingetretener Hinderniſſe nicht ſtatt. Reichelsheim den 13. Nov. 1845. Herzogl. Naſſ. Receptur Rullmann. Obligations-Verlooſung. (1602) Bei der diesjährigen ſtattgehabten Verlooſung der für dieſes Jahr zum Abtrag und Rückzahlung beſtimmten Gemeinde-Obli— gationen wurden die Nr. 2, 3, 6, 8, 13, 16 und 17 à 200 fl. gezogen, was mit dem An⸗ fügen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht wird, daß die Capitalien am 1. Jan. 1846 bei dem Gemeindeeinnehmer in Empfang genommen werden können, da von da an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Büdesheim den 4. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep. Bekanntmachung. (1603) Die nachbenannten Bedürfniſſe der Garniſon Butzbach auf das 1. Semeſter 1846 ſollen Dienſtag den 25. d. M. und zwar: 1) der Brodbedarf, Vormittags halb 10 Uhr, 2) das Oel-, Lichter⸗ ꝛc. Bedürfniß, Vormit⸗ tags 10 Uhr, 3) das Bedürfniß an Gerſtenſtroh, Waizen⸗ kleie und Leinkuchen, Vormittags halb 11 Uhr, 4) das Strohbedürfniß zum Füllen einzelner Betten, Vormittags 11 Uhr, auf dem Wege der Soumiſſion in Lieferung vergeben werden. Die zur Uebernahme frag⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. „ 366 K. licher Lieferungen Luſttragende wollen daher ihre Forderungen verſiegelt und mit der Auf— ſchrift des betreffenden Lieferungsgegenſtandes veyſehen, längſtens bis zu den vorbemerkten Terminen in das am Eingange zum hieſigen Militär⸗Verwaltungsbureau aufgehängte ver— ſchloſſene Soumiſſionskäſtchen einlegen, indem gleich nach Ablauf der bemerkten Stunden die eingelegten Soumiſſionen in Beiſein der Sou⸗ mittenten geöffnet werden ſollen. Die Lie— ferungsbedingungen, welche zugleich das Sbu— miſſionsverfahren enthalten, können Vor-und Nachmittags auf gedachtem Bureau eingeſehen werden. Butzbach den 15. November 1845. J. A.: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Obligations-Verlooſung— (1604) Bei der heute ſtattgehabten Ver⸗ looſung der für 1845 zur Abtragung beſtimm⸗ ten Gemeinde-Obligationen ſind folgende Num— mern rückzahlbar geworden, als: Nr. 9, 14, 18, 30 und 32, jede zu 500 fl. Es werden die Inhaber gedachter Partial— Schuldverſchreibungen hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe dieſer Schuldſcheine die Be— träge bis 1. Januar k. J. bei hieſiger Gemein⸗ dekaſſe in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weiteren Zinſen vergü— tet werden. 0 Altenſtadt am 15. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter a E ε U ν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Dankſagung und Geſchäftsempfehlung. (1592) Allen meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das Geſchäſt meines verſtorbenen Chegatten, des Schneidermeiſters Bechtel, unter der Lei— tung eines Werkführers von Frankfurt auf das Thätigſte fortbetreiben werde. Stets werde ich bemüht ſein, das meinem verlebten Ehegatten geſchenkte Zutrauen, für welches ich hiermit herzlich danke und auf mich gütigſt zu übertragen bitte, durch reelle und billige Bedienung mir auch ferner zu erhalten zu ſuchen. Niederwöllſtadt. Bechtel's Wittwe. Ein Geſang buch, (1605) mit einem Goldſchnitt und vergol⸗ deter Schale, S. W. S. gezeichnet, iſt am letzt. verfloſſenen Sonntag nach der Nachmittags- Predigt in der Burgkirche liegen geblieben. Derjenige, welcher daſſelbe mitgenommen hat, wird gebeten, es gegen eine Belohnung an Orn. Dambmann abzugeben. Entlaufene Kuh. (1606) Am 6. d. M. iſt zwiſchen Gar— benteich und Steinbach, Kreiſes Gieſſen, eine Kuh entlaufen. Derjenige, welchem die— ſelbe zugelaufen iſt, oder welcher Auskunft darüber ertheilen kann, wolle es gegen eine angemeſſene Belohnung bei Großh. Bürger⸗ meiſter Horn in Steinbach anzeigen. Verſöhnung. (1607) Bruder reich' mir deine Hand. In der Welt gibt's Mißverſtand. Gebr. Schneider in Södel. Friſcher Lappertan (1608) iſt angekommen bei H. Hahn. Großes Koͤnigl. Sardiniſches Anlehen von 28 Million 600,000 Franken. Ziehung am 1. Dezember 1845 in Frank⸗ furt a. M. bei dem Hauſe Gebrüder Bethmann. (1609) Haupttreffer: fr. 80,000, 10,000, 2000, 3 à 1500, 10 4 500. Hierzu erlaſſe Originallooſe à fl. 20 und da ſolche nach der Ziehung à fl. 18 zurücknehme, ſo iſt die Ein⸗ richtung getroffen, daß zur Portoerſparung nur fl. 2 einzuſenden ſind, bei Abnahme von 5 Looſen wird das ſechſte gratis gegeben. Julius Stiebel Junior, Banquier in Frankfurt a. M. Literariſche Anzeige. (1610) Bei G. W. F. Müller in Ber⸗ lin iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Lisko, Dr. F. G., Entwürfe, extempo⸗ rirbare, zu Predigten und Caſual⸗ reden über das ganze Neue Teſtament und über ausgewählte Abſchnitte des Alten Teſtaments, zugleich als Stoff zu Bibel⸗ lectionen zu gebrauchen und mit ausfüuͤhr⸗ lichen Regiſtern verſehen.(Eine Erweite⸗ rung von Lisko's Kirchenjahr.) Im Ver⸗ eine mit mehreren Geiſtlichen bearbeitet und berausgegeben. In drei Abtheilungen: 1. Abth.: Neues Teſtament(Evangelien und Apoſtelgeſchichte); 2. Abth.:(die Briefe u. Offenbarung Johannis); 4. Abth.: Altes Te⸗ ſtament(Ausgewählte Abſchnitte des Alten Teſtaments). gr. 8. à Heft 36 kr.(Bis Dato ſind erſchienen 1. Abth. 1—4 und 2. Abth. 1— 4 Heft. Es wird unausgeſetzt fortgedruckt.) Das Werk erſcheint in zwangloſen Heften zu 5—6 Bogen und à Heft 36 kr., wovon wieder 5—6 Hefte einen Band bilden u. wird mit den nöthigen Regiſtern verſehen werden; und zwar ſollen die beiden erſten Abtheilungen (1. Evangelien und Apoſtelgeſchichte, 2. Brſefe und Offenbarung Johannis) gleichzeitig, die dritte Abtheilung(Ausgewählte Abſchnitte des Alten Teſtaments) ſpaͤter ausgegeben werden. Allgemeine Rentenauſtalt zu Darmſtadt. Bekanntmachung. 4497 Mit dem 30. November d. J. wird die 2. Jahresgeſellſchaft der hieſigen Allgemeinen Rentenanſtalt geſchloſſen, worauf man diejenigen, welche dieſer Geſellſchaft noch beitreten, oder Nachzahlungen auf frühere Einlagen bewerkſtelligen wollen, hierdurch aufmerkſam macht. Darmſtadt den 13. October 1845. Die Direktion. Zur Entgegennahme von Beitrittserklaͤrungen und Ertheilung näherer Auskunft iſt ſtets bereit: Johs. Phil. Fritz zu Friedberg, Bürgermeiſter Seippel zu Butzbach, Decanatsrech⸗ ner Jung zu Grünberg, Rentamtmann Kießling zu Hungen, Stadtrechner Zöckler zu Lau⸗ bach, Gemeindeeinnehmer Dietrich zu Lich, Rentamtmann Jordan zu Lindheim, Kataſter⸗ geometer Grosholz zu Vilbel. 1 af