K 1 für die Provinz Oberheſſen 3 Intelligenz? im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——, 356. Sonnabend, d Amtlicher Theil. Bekanntmachung der Preisvertheilungen in der Provinz Oberheſſen im Jahre 1845. Die Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Pro— vinzialvereins von Oberheſſen werden in dieſem Jahre ſtatt⸗ finden: 19 zu Büdingen, Donnerſtag den 31. Juli, 2 Grünberg, Donnerſtag den 7. Auguſt, 3)„Biedenkopf, Montag den 11. Auguſt. Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder dieſer drei Stationen: a) Für die beſten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſolchen Privaten, welche ſie nicht zur ausſchließlich eigenen Zucht benutzen, 50 fl. zu Preiſen von 615 fl. b) Für junge Bullen, zum Verkaufe an Gemeinden tauglich, mindeſtens 1/ Jahr alt und ſeit/ Jahr Eigenthum des Beſitzers, 30 fl. zu Preiſen von 5-10 fl c) Für ſelbſtgezogene Rinder von 2—3 Jahren, die entweder ſichtbar trächtig ſind, oder erſt kürzlich das erſte Mal gekalbt haben, 92 fl. zu Preiſen von 5—12 fl. und eine Preisglocke ſammt Halsriemen für die ſchönſte Kalbin. Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn ſie 2 Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegentſchädigung zuge— ſichert, beſtehend für ältere Bullen in 24 Kreuzern und für junge Bullen und Rinder in 12 Kreuzern für jede Stunde der Entfernung, jedoch mit der ausdrücklichen Bedingung, daß das betreffende Stück Vieh jedenfalls preiswürdig iſt. Die ſouſtigen Beſtimmungen ſind: 10) Die Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um Uhr Morgens, und es haben die Preisbewerber Beſchei— nigungen ihres betreffenden Bürgermeiſters(auf ſtempelfreiem Papiere) beizubringen, worin bezüglich der Zuchtbullen bemerkt iſt, daß ſie auch wirklich zur Zucht verwendet wor⸗ den und ſich hierbei brauchbar erwieſen haben; auch werden die atteſtirenden Grßh. Bürgermeiſter bemerken, in wie weit den Beſtimmungen der Miniſterialverfüͤgung vom 2. October 1839 und 20. Februar 1844 Genüge geleiſtet wird, ob na⸗ mentlich die Bullen nicht mehr mit weiblichen Zucht⸗ thieren zur Weide getrieben werden, ob der Ankauf der Faſel von der Gemeinde ſelbſt geſchieht und ob deren Unterhaltung nicht mehr an den Wenigſtnehmenden verpachtet iſt;— in Bezug auf die jungen Bullen, daß ſie ſeit/ Jahr dem Beſitzer eigenthümlich gehören;— in Bezug auf die Rin⸗ der aber, daß ſie von dem Eigenthümer ſelbſt gezogen worden ſind. Wer die Bedingungen bezüglich des Beibrin— gens nach obiger Vorſchrift abgefaßter Beſcheinigungen (wäre es auch von Bewerbern aus dem Orte ſelbſt, wo die Preisvertheilung ſtattfindet) nicht erfullt, kann, ohne Anſehen der Perſon, zur Preisconcurrenz nicht zugelaſſen werden. 2) Die älteren Bullen müſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgeführt werden. 3) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirks⸗Abtheilung gebunden. Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft, zu recht vielfeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungen ein. Dieſelben koͤnnten dadurch weſentlich verſchönert werden, wenn auch, unabhängig von der Preisvertheilung, ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh und an— dere intereſſante Gegenſtände der landwirthſchaftlichen In— duſtrie dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. Auf den Feſtplätzen werden den verehrlichen Ausſchuß⸗ und Vereinsmitgliedern beſondere Plätze angewieſen werden. Gießen, den 13. Juli 1845. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins für Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis Das fünfte wetterauer Sängerfeſt zu Hel⸗— denbergen. Wie angenehm und förderlich Geſang⸗Vereine an und fur ſich ſind, iſt längſt ſchon durch Erfahrung anerkannt worden; ebenſo wie dieſelben nicht allein zum geſelligen Ver⸗ gnügen, zur Erholung, zur Unterhaltung beitragen, ſondern vielmehr auch ein großes Rad in dem Werke bilden, welches die Volksbildung aufzuſchwingen beabſichtigt; und gewiß aus keinem andern Grunde beſchützt und befördert unſere weiſe Regierung das Gedeihen derſelben in dem erfreulichen Maße, wie wir es ſeit zehn Jahren wahrzunehmen Gelegenheit haben.— Und abgeſehen davon, welche Vortheile gewährt es nicht dem Einzelnen, ſich bei einem Geſang-Verein zu betheiligen? Wie mancher Unbeholfene lernt hierbei etwas Takt beobachten; wie mancher auf ſeiner graden Linie Fortwandelnde wird nicht durch die dazwiſchenliegenden Räume zum Nachdenken angeregt! Der Ungeduldige lernt nach Noten aushalten; dem Schwätzer wird durch Pau⸗ ſen Schweigen beigebracht; und will Einer gar über ſeinen Horizont(die 5 Linien) hinaus, da geht's ihm an den Hals, und ſteigt er noch weiter, dann verſetzt man ihm Eins durch den Kopf. Selbſt der Duckmäuſer wird hier durch den Sechs⸗achtel⸗Takt eben ſo gut curirt, als der Maikäfer durch das Drücken ſeiner Füße luſtig wird. Kurz faſt ein Jeder kann ſich hier etwas ad notam nehmen. Jedes Temperament wird hier gleichmäßig zugeſtutzt, alle Ecken müſſen weichen, Alles muß ſich runden und ſich zu einem har⸗ monirenden und harmoniſchen Ganzen bilden, und auf dieſe Weiſe eben wird dann auch der Hauptzweck eines ſolchen Ver⸗ eines, die ſittliche Ausbildung, erreicht. Doch uns liegt heute zunächſt die Verpflichtung ob, allen denen, die nicht Gelegenheit hatten, dem am 13. Juli ſtattgefundenen Sängerfeſt zu Heldenberg beizuwohnen, eine möglichſt getreue Beſchreibung deſſelben zu liefern, und wollen daher ausſchließlich dieſem Bericht dieſe Zeilen widmen. Nachdem die berittenen Comitee-Mitglieder von Hel⸗ denberg nach den verſchiedenen Richtungen hin, von welchen die erwarteten Sänger-Vereine eintreffen mußten, denſelben entgegen geritten waren, geleiteten ſie dieſelben zu einem Sammelplatze außerhalb des Ortes. Hier wurden nun die Mitglieder der betreffenden Vereine erſucht, ihre meiſtens ſchön mit Eichenlaub bekränzten Wagen zu verlaſſen, und ſich in einen Zug, je 4 Mann, unter Vorantragen ſämmt⸗ licher Fahnen, zu ordnen. Böllerſalven verkündeten den Beginn des Feſtes und unter kräftiger Muſikbegleitung ſetzte ſich der Zug etwa gegen 12 Uhr in Bewegung. Von un⸗ geheuren Menſchenmaſſen umgeben, durchſchritt derſelbe die mit einem„Willkomm geſchmückte Ehrenpforte und begab ſich auf den geräumigen Hof des Schulgebäudes, wo die Fahnen einſtweilen aufgelegt wurden, und die Probe abge— halten werden ſollte. Herr Neeb, der Dirigent der vorzu— tragenden Geſangſtücke, beſtieg ſodann die Tribüne, und redete die Verſammlung ungefähr folgendermaßen an: „Meine Herrn, ſeien Sie mir herzlich willkommen. Wo die deutſchen Sänger ſich verſammeln, da reichen ſie einander * 224. brüderlich die Hand; da ſind ſie frei von aller Philiſterei, und es herrſchet nur Eintracht und Friede; und ebenſo laſ⸗ ſen Sie uns auch heute dieſes Feſt begehen!“ Ein freudiges Lebehoch erwiederte dieſe Rede, und nun begann die Probe. Am Ende derſelben wurde dann noch den verſchiedenen Ver⸗ einen von einem Comitee-Mitgliede angezeigt, daß für je einen Verein ein beſtimmtes Gaſthaus zum Mittagsmahl gewählt ſei,— für welche gute Anordnung man dem Comitee nur Dank wiſſen, und dieſelbe auch bei ähnlichen Gelegen— heiten ſehr empfehlen kann.—— Ungefähr gegen 3 Uhr wurde durch Trommelſchlag und Trompetenſtoß das Zeichen zum Sammeln auf dem Probeplatze gegeben. Hier ordnete ſich nun der Feſtzug in alphabetiſcher Ordnung nach den Ortſchaften der Vereine, ſo daß jeder Verein ſeine Fahne mit ſich führte. Das Comitee und die Feſt⸗Muſiker ſchrit⸗ ten voraus, dann folgten die übrigen bis zu den Hanauer Vereinen, die ihre mitgebrachte Muſik vor ſich herſchreiten ließ, denen ſich hierauf die ubrigen wieder anſchloſſen. War auch bisher das Wetter ziemlich trübe geweſen, ſo hatte es ſich jetzt aber zu dem eigentlichen Beginne des Feſtes ganz aufgeklärt, und einen herrlichen Eindruck gewährte der ſchön geordnete Feſtzug, aus ungefähr 12 Vereinen be⸗ ſtehend, umgeben von wogenden freudigen Menſchenmaſſen und unter fortwährenden Böllerſchüſſen. An dem ſehr gro⸗ ßen Feſtplatze angekommen, wurden die Sänger von dem Hrn. Neeb und dem Comitee unter der dort errichteten Ehrenpforte begrüßt, auf welche die Vereins-Fahnen nieder⸗ gelegt wurden, und in den Sängerkreis geführt, wo als⸗ bald die Muſik⸗Aufführung ihren Anfang nahm. Die Muſik⸗ ſtücke wurden recht gut ausgeführt, und nach dem Schluß der erſten Abtheilung nahmen die Volksbeluſtigungen, als Maſtklettern und Sacklaufen zum Ergötzen des Publikums ihren Anfang. Nachdem die zweite Abtheilung zu Ende war, nahm Hr. Neeb nochmals das Wort und charakteri⸗ ſirte namentlich den deutſchen Sänger: wie es demſelben eben nur um die Kunſt des Geſanges, dieſes erhebenden Lebensgenuſſes zu thun ſei, daß er ſich fern von allen poli⸗ tiſchen und religiöſen Wirren halte, und die Muſik nur als die Würze des Lebens betrachte. Hierauf folgte noch ein Vortrag, den ein Mitglied des Friedberger Geſang-Vereins hielt, in welchem ſich des Sängers Liebe zum Vaterlande und zum angeſtammten Fürſtenhauſe kund gab, und ſich gegen den Schluß zu einem kräftig unterſtützten Lebehoch auf die Landesregierung entwickelte. Alsdann ſetzte ſich der Zug nach den aufgeſchlagenen Zelten zu in collegialiſcher Weiſe in Bewegung. Bei Glaͤſerklang und in Geſellſchaft recht netter Damen öffnete ſich nun erſt vollends des Sün⸗ gers Bruſt, und Jubel und Luſt und Liebe und Freundſchaft waren jetzt Beherrſcher dieſer Fröhlichen geworden. Einzelne Geſang⸗Vereine trugen nun Lieder vor, und belebten die Unterhaltung, und Tanzluſtige ſchwebten mit ihren Mädchen im brauſenden Walzer daher. Jung und Alt, Groß und Klein, Alles hatte freundliche Geſichter und weder Welt ſchmerzler, noch Hungerleider waren zu erblicken. So ging es denn auch bis zum ſpäten Abend bei Tanz und Sang und Gläſerklang in lobenswerther Aufrechthaltung der ge⸗ ell N N bührenden Ordnung fort, und gewiß wird Vielen dieſes Feſt als ein recht freudiges in gutem Andenken bleiben. Beſonders hervorzuheben iſt aber noch die friedliche Eintracht, die fortwährend ſowohl unter den Vereinen, als auch unter den anweſenden Gäſten waltete; ja es gereicht noch zur beſonderen Freude, daß auch unter den tauſend herbeigeeilten Landleuten nicht ein einziger Fall vorkam, der irgendwie eine Störung veranlaßt hätte, * verkennen. welches wir hiermit, und es läßt ſich hierin die immermehr fortſchreitende Volksbildung, das Stre⸗ ben nach ſittlicher Vervollkommnung, welches durch ſolche offentliche Feſte immer mehr angeregt wird, durchaus nicht Wir können jedoch nicht umhin, ehe wir ſchließen, den Heldenbergern nochmals unſern wärmſten Dank und ihren trefflichen Einrichtungen ihr wohlverdientes Lob zu zollen, und gewiß auch mit Zuſtimmung ſämmt⸗ licher Theilnehmer, mit freudigem Herzen thun. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. aN Oeffentliche Bekanntmachung. (989) Heinrich Röders Cheleute von Ei⸗ chelhann haben der hieſigen Spar- und Leih⸗ kaſſe am 13. Juli 1843 die Summe von 200 fl. dargeliehen, worüber unter demſelben Da⸗ tum ihnen ein Schuldſchein von gedachter Kaſſe ausgeſtellt worden iſt. Da dieſe Schuld⸗ urkunde verloren gegangen ſein ſoll, ſo wer⸗ den alle Diejenigen, welche Rechte irgend einer Art daraus herleiten zu können glauben, hier⸗ durch öffentlich aufgefordert, dieſelben ſo ge— wiß binnen 60 Tagen von heute an dahier zu begründen, als ſonſt ſie damit ausgeſchloſſen werden und die Urkunde für nicht mehr gül⸗ tig erklärt wird. Laubach den 12. Juni 1845. ö Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhardt. Arbeits- Verſteigerung. (1000 Montag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Ratbhauſe die Arbeiten zur Einrichtung des Oſtwaldiſchen Hauſes dahier zum Schulgebäude, nämlich: fl. kr. 19 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 555 12 2 Zimmerarbeit, 7 71 191 37 3) Dachdeckerarbeit,* 1. 155 34 4) Schreinerarbeit, 5 1 5) Schloſſerarbeit,* 24170 39 6) Glaſerarbeit,„ 5 72 6 7) Weißbinderarbeit, 1 1 236 39 8) Spenglerarbeit, 1 1 9 öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Indem man dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird zugleich be⸗ merkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Ver⸗ ſteigerungsbedingungen auf hieſiger Bürger⸗ meiſterei zur Einſicht offen liegen. Gießen den 13. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Reiber. Arbeits-Verſteigerung. (1041) Da die am 14. Mai d. J. abge⸗ haltene Verſteigerung der bei Erbauung eines neuen Backhauſes in der Gemeinde Oſſenheim erforderlichen Arbeiten höheren Orts nicht ge⸗ nehmigt worden iſt, ſo ſollen dieſelben, als: fl. kr. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 122— 2) Zimmerarbeit, 5 17 174— 3) Dachdeckerarbeit,„ 5 122— 4) Schreinerarbeit,„„ 62— 5) Glaſerarbeit, 1 7 21— 6) Schloſſerarbeit, 1 1 5 7) Weißbinderarbeit, 1 1 44 20 8) Materialien, beſtehend in Hau- Mauer⸗, Back⸗ und Lehmſteinen, Montag den 21. d. M., Nachmittags 2 Ubr, auf dem Rathhauſe daſelbſt anderweit ver— ſteigt werden. Bauernheim den 17. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Bekanntmachung. (102) Donnerſtag den 24. d. M., Nach⸗ mittags 5 Ubr, werden in der Amtsſtube des Unterzeichneten die Räume in dem fiscaliſchen Speicherbaue, das Salzmagazin genannt, an die Meiſtbietenden vermiethet. Friedberg den 16. Juli 1845. Der Groößberzl. Domänenrath Buß. Mobilien-Verſteigerung. (103) Montag den 21. Juli, Vormittags 9 Uhr, ſollen die zu dem Nachlaß der ver— ſtorbenen Jacob Michels II. Wittwe dabier gehörigen Mobilien, beſtehend in Bettung, Bettſtellen, Tiſchen, mehrerem Weißzeug, Klei— dern und noch ſehr brauchbarem Hausgeräth erbvertheilungshalber verſteigert werden und ladet Kaufliebyaber ein Bruchenbrücken am 14. Juli 18465. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Be ſt. Arbeits-Verſteigerung. (10 Dienſtags den 22. d. M., Nach⸗ mittags 1 Uhr, wird auf dem Ratbhauſe zu Hochweiſel die daſ. an der Kirche auszu⸗ fuhrende Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 96 fl., einer abermalichen Verſteigerung ausgeſetzt. Hochweiſel am 15. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Reuter. A Privat- Bekanntmachungen. Heinrich Burck in Friedberg (1008) bringt ſein Geſchäft, im Malen, Vergolden und Lackiren beſtehend, in ge neigte Erinnerung. Großes Badiſches Anlehen von 5 Million Gulden. (1023) Ziebung 1. Auguſt 1845 mit Haupt⸗ treffern von fl. 35000, 10000, 5000, 3000, 2 à 1500, 4 à 1000, 10 à 250, 25 8. 125, 80 à 100 ꝛc. Bei dieſem vom Staat garan⸗ tirten Anlehen, kann man ſich bei unterzeich— netem Handlungshaus betheiligen und zwar mit Originallooſe fl. 66, die aber nach der Ziehung à fl. 62 30 zurückgenommen werden, daher zur Portoerſparung die Einrichtung ge— troffen iſt, daß nur fl. 3 30 pr. Loos einzu— ſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt jedem Ab⸗ nehmer zugeſandt. Kalk, Sand und Lebm, veran⸗ ſchlagt im Geſammtbetrag zu 275— Julius Stiebel junior Banquier in Frankfuct a. M- Zu vermiethen. (1020 Den obern Stock ſeines Hauſes, nebſt einem Theile der Manſarde deſſelben, beſtehend aus 4 heizbaren Zimmern, 1 Cabi⸗ nette, 2 Kammern, Küche ic, außerdem noch ein möblirtes Zimmer an eine einzelne Per— ſon hat zu vermiethen Lehrer Bauer. Verſteigerung. (103) Montag den 28. Juli, Vormittags 10 Uhr, will Unterzeichneter ſeine leer ſtehende Hofraithe, beſtehend in Haus und Scheuer, auf den Abbruch öffentlich an den Meiſtbie— tenden verſteigern laſſen. Kaichen den 7. Juli 1845. Gottfried Kaiſer. S F u. (1035) Drei Weißbindergeſellen konnen ſogleich bei Weißbindermeiſter Heinr- Lotz in Nidda Arbeit erhalten. Guter Lohn und reelle Behandlung wird zugeſichert. Frucht- Verſteigerung. (1039) Montag den 21. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen dahier in der Wohnung des Gr. Bürgermeiſters vom Moltenbeckiſchen Speicher 1) 6 Malter Waizen, 210 Korn, 3) 10 5 Gerſte, 4) 7½„ Hafer, aus der Ernde 1843, ſodann 1) 24 Malter Waizen, 2) 44„ Korn, 3) 38—Gerſte, 4) 22„ Hafer, aus der Ernde, 1844 verſteigert werden. Die Genehmigung wird nach der Verſteigerung alsbald ausgeſprochen. Berſtadt den 10. Juli 1845. Der Moltenbeckiſche Verwalter Ellenberger. Dienſt für eine Magd. (105) Cs wird eine brave Magd geſucht, welche bei einer hieſigen Familie gleich ein⸗ gehen könnte, wenn ſie mit Hausarbeiten und dem Viehfuttern gut umgehen kann. Dagegen hat ſie mit Feldarbeiten wenig zu thun und bekommt einen anſtändigen Lohn, wenn ſie mit Zeugniſſen von Fleiß und Treue verſehen iſt. Bei der Frau des Unterzeichne⸗ ten iſt das Nähere zu erfabren. Berſtadt den 13. Juli 1845. Chr. Eichelmann, Faͤrber. Ein vollſtändiges Logis, (106) gleicher Erde, das ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Corporal Sulzbach. 425 fl. Vormundſchafts⸗ Geld (1047) können-am 1. Oktober d. J. gegen gerichtliche Verſicherung zu 5 pCt. durch den Unterzeichneten ausgeliehen werden. Kleinkarben den 15. Juli 1845. Bender, Beigeordneter. Anzeige. (1048) Diejenigen, welche dem hier ſich gebildeten Turnvereine als wirkliche Mitglieder beizutreten wün⸗ ſchen, haben ihre deßfallſigen ſchriftlichen Anmeldungen im Sims n'ſchen Gaſt⸗ hauſe abzugeben, woſelbſt auch, mittelſt Auflegung der Geſellſchaftsordnung, nä⸗ here Erkundigungen eingezogen werden können. Oſſenheimer Wäldchen. (1019) 8 00 den 20 Juli Har⸗ Fiie„und Tanzmuſik J wozu höflichſt Aehle. einladet Selſerbrunnen bei Okarben. (1050) Sonntag den 20. Juli iſt am hieſi⸗ gen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Ver⸗ ſicherung billigſter und prompter Bedienung höflichſt einladet Havenecker. den (10510) in allen beliebigen Deſſeins ſo wie meine bekannten Sommerſäcke bringe ich in geneigte Erinnerung. Mayer Schwarz in der Judengaſſe zu Friedberg. Daguerreotyp-Por⸗ traits, oder die genaueſte Abbildung jeder Perſon auf Silberplatten. (1052) Dieſelben werden im Einzeln, wie auch in ganzen Familien- und Geſellſchafts⸗ Gruppen bei mir gefertigt und zwar bei be— decktem, wie bei heiterem Himmel. Proben 3 Art liegen jeder Zeſt bereit.— Preis * Platte mit einer Person, 3 fl. In Grup— pen auf einer platte 1 2 Perſonen 4 fl., für 3 Perſonen 5 fl. u. ſ. w. Friedberg. Heinrich Burck wohnhaft bei Wittwe Botſch. Sandempfehlung. (1053) Cinem geehrten, ſandbedürftigen Publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß bei mir fortwährend ſuperfeiner Streuſand von vorzüglicher Weiße zu haben iſt, und verkaufe ich denſelben 1) den einſpännigen Wagen oder 40 Meſten zu 30 kr., 2) den zweiſpännigen Wagen oder 80 Meſten zu 1 fl. an meiner Sandgrube. Ich ſehe fortwährend einer großen Abneh— merzahl entgegen und erbitte Briefe und Gel— der franco. Schwalheim den 16. Juli 1845. Martin Weiß, Sandinſpector. A uns z u leihen. (105%) Kapitalien nach beliebiger Größe liegen bei mir zum Ausleihen bereit und werde ch die 0 nigen, welche mich mit ihrem Zutrauen beebre„prompt bedienen. erb am 15. Juli 1845. Baruch Hecht, patentiſirter Geldvermittler. 226 Empfehlung. 1055) Auf der in der Nahe von Wölfers⸗ heim geiegenen Ziegelhütte ſind gut gebrannte Ziegel, das Tauſend zu 9 fl. 45 kr., Zzöllige und 1zöllige Backſteine, das Tauſend der erſte⸗ ren zu 11 fl., der letzteren zu 9 fl. 30 ke. und Kalk, die Bütte zu 2 fl. 20 kr., von 14 zu 14 Tagen zu baben. Die beßte und ſchleunigſte Ausführung der mir zu Theil werdenden Aufträge werde ich mir ſtets angelegen ſein laſſen, und bitte ich ein verehrtes Publikum, mich mit recht bedeu— tenden Beſtellungen zu erfreuen. Wölfersheim den 16. Juli 1845. Der Verwalter Stier. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (1056) Mittwoch den 23. Juli, Nachmit— tags 2 Uhr, werden in der Behauſung des Heinrich Engel in der Wilhelminen-Straße verſchiedene Gegenſtaͤnde, als 1 goldne Uhr mit Petſchaft, ſilberne Löffel, ſilberne Schnallen, einiges Bettwerk und Kleidungsſtücke, öffent— lich gegen gleich baare Zahlung versteigert. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Chriſtofero Colombo boer Entdeckung der neuen Welt. Geſchichtsdrama in drei Theilen Friedrich Rückert. Preis: 4 fl. 24 kr. Gedichte O. v. Wenckſtern. Preis: 1 fl. 48 kr. . . Erinnerungen aus Verlin an Carl Seydelmaun vom Spätherbſte 1842 und Ein Memorandum für die Reform des deutſchen Bühnenweſens von Dr. G. Knispel. Preis: 1 fl. 12 kr. 8 Nro, 10. 5 des N Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Das zeitliche Leben iſt nich⸗ tig, das ewige Leben hat einen ſelbſt⸗ ſtändigen Werth. Frankfurt ter Gold⸗ Cours vom 17. Juli. S ee eee eee eee en fl. kr Neue Louisd'or 111 5 Friedrichsd'or 9 49 f Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 931 Engliſche Souverains Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 9. Sonntag n. Trinitatis den 20. Juli, Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Dieffenbach. II. Firn chr e reenioſſe⸗ 110. Jul 4. Jul! L. Aff Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. kr. fl. kr.] fl. kr. Waizen pr. Malter] 9— 918] 9— Kin 55 6 45 6133 6 3 Gerſte„ 5 41301 453 430 Hafer% 44148“ 350 Polizei ⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 20. bis 26. Juli 1845. .* 2 Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod ⸗Preiſe. berg. J bach. S kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod e 7 28„ ee 41 7 05 10 2 10 2 Lth. Lth. — Milchbrod 14% 14½ — Waſſerweck 14% 15 — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15¼ 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch altes 11— 111— Ng geen gemäſtete 9— 1 94— „ Kühfleiſch ee n f 4%! gemäſtetes 8111 8— „Rindfleisch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 6— 64— „ Schweinenfleiſch Ne „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaffleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8——— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 15— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 16— 16— „Hammelsfett 151— 41151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen ole neten K. Friedberg Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Bet cale tenh bei verd tret laß lich gls ein ib ier 5 Von Gef