18 ntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Frevel der Herzogl. Naſſ. Unterthanen in Wäldungen des Großherzogthums Heſſen und der Großh. Heſſ, Unter⸗ thanen in Waldungen des Herzogthums Naſſau. Zufolge der wegen Ausführung der Uebereinkunft mit dem Herzogthum Naſſau vom 8. Jan. 1822 insbeſondere zur naheren Beſtimmung des Verfahrens bei Erhebung und Berechnung der den Waldeigenthümern und Denuncianten wegen rubricirter Frevel zuſtehenden Zahlungen erlaſſenen Vorſchriften ſoll inskünftige die Einziehung der Werths—⸗ und Schadenserſatzgelder durch Gr. Rentamt von den Herzogl. Naſſ. Recepturen und umgekehrt durch Herzogl. Naſſ. Recep⸗ turen von Gr. Rentamt erfolgen, ſo daß die den Gemein⸗ den und Privaten für Frevel Herzogl. Naſſ. Unterthanen in dieſſeitigen Waldungen zukommenden Gelder von dem hie— ſigen Gr. Rentamte unmittelbar vermittelſt baarer Ablie⸗ ferung resp. Zuſtellung von Inexigibelitäts-Beſcheinigungen ausbezahlt werden. Sie haben hiernach die Gemeindeeinnehmer zu bedeuten. Friedberg am 31. Juli 1845. Küchler. Noch Etwas zum Rechnen. In Nr. 18 haben wir gezeigt, daß die„edlen Helfer in der Noth“ oft über die engherzigen Anſichten der Alltags— menſchen ſich hinausſetzen und namentlich die Feſſeln ſpren— gen, welche die trocknen Regeln der Rechenkunſt ihrem freien Streben anlegen wollen.— Um aber einmal darzuthun, wie ſolche Herren unter ſchönen Worten ihr Treiben verhüllen, wie ſie ſogar durch langweiliges Ziffermachen Andre, und vielleicht auch ſich ſelbſt blenden und täuſchen, wollen wir noch folgendes Pröbchen anführen. „Ein Guͤtchen wurde im Mai 1839 für 1200 Gulden Auguſt unter der Bedingung verſteigert, daß in 4 Terminen, nach r„ bezahlt würden. Der Käufer kam jedoch mit dem Verkäufer uͤberein, mit Nachlaß von 5 Proc. baare Zahlung zu leiſten.“ Nach der früher genügend erläuterten Methode berech⸗ nen wir die Summe, welche, mit Berückſichtigung der Zin⸗ ſen von Zinſen, für die einzelen Termine zu bezahlen wäre und wir finden für das erſte Ziel für das zweite Ziel für das dritte Ziel für das vierte Ziel 292561 fl. 2789561 fl. 1 fl. 39315348 252 728201 fl. Zuſammen oder 1089 fl., 43 Kr., 3. Der Käufer verſtand aber die Sache beſſer und rech— nete weit einfacher, indem er ſagte: fl. kr. Vom erſten Ziel ziehe ich ab die halbjährigen Zin⸗ 108979575701 fl. „ ſen 7 fl. 30 kr., bleiben 292 30 Vom zweiten Ziel die 1½ jähr. Z. mit 22 fl. 30 kr., bleiben 277 30 Vom dritten Ziel die 2½ jähr. Z. mit 37 fl. 30 kr., bleiben 262 30 Vom vierten Ziel die 3½ jähr. Z. mit 52 fl. 30 kr., bleiben 247 30 Zuſammen 1080— Damit war aber die Rechnung noch nicht geſchloſſen; der Käufer hatte auch einmal den Ausdruck gehört: Zinſen von Zinſen, und fuhr darum weiter fort. Die oben berech— neten Zinſen betragen im Ganzen 120 fl.— Von dieſer Summe nehme ich Amal die Jahreszinſen mit je 6 fl. und ziehe auch noch dieſe 24 fl. vom Hauptgeld ab, ſo daß der Verkäufer nur 1056 fl. erhält.“ Indem ich den verehrten Leſer um Entſcheidung bitte, ob der Käufer eine richtigere Berechnung aufgeſtellt als die von mir angegebne, ſchließe ich vorläufig die Reihe der Auf— — 2 % 256. gaben, welche vielleicht manchem Leſer langweilig geweſen ſind, hoffentlich aber auch hier und da den beabſichtigten Zweck erreicht haben. F. e Sprüchwörter und Sentenzen mit Randgloſſen. 15) Eine Hand wäſcht die andere. Heute braucht dich der Nachbar, morgen brauchſt den Nachbar du. Wenn du darum geſcheut biſt, ſo wirſt du den Nachbar, wenn ſich's nur irgend machen läßt, keine Fehlbitte thun laſſen, es müßte denn gerade ſein, daß er Unverſchämt wäre. Daß dieß Sprüchwort von ganz beſon⸗ derer Bedeutung für das geſellſchaftliche(das heißt aber nicht Wirthshaus-) Leben iſt, iſt zum Theil auch daraus zu erſehen, daß es ſich mit denſelben Worten bei den alten Griechen und Römern findet. ein Hundsfott, der verlangt, daß ein Anderer mehr, als er hat, geben, mehr, als er zu leiſten im Stande iſt, geloben, mehr, als er gehört und geſehen hat, beſchwören ſoll und der ihn zu dem Allem mit Geld oder Geldeswerth, mit Freundlichkeit oder Drohungen, mit Liſt oder Gewalt zu verleiten ſucht. Kirchenbuchs-Auszug vom Juli 1845. Grünberg. Getraute: Keine. Getaufte: 6. Dem Burger und Metzger Johann Georg Siegfried ein Sohn, Georg, geb. den 17. Juni. 16) Dreimal iſt Bubenrecht! 6. Das müßte ein rechter Bube ſein, der, obwohl er Dem Bürger und Schuhmacher Ludwig Gehringer ein Sohn, Konrad, geb. den 15. Juni. wüßte, daß Etwas unanſtändig, ſchädlich, fündhaft iſt, es 20. Dem Bürger und Gemeindeeinnehmer Wilhelm Arnold dennoch dreimal glaubte thun zu dürfen und der, obwohl er wüßte, daß Etwas ſchicklich, heilſam, tugendhaft iſt, es doch nur dreimal meinte verrichten zu müſſen. Spruchwort für Buben. 17) Ein Hundsfott, der mehr gibt, als er hat. Aber ein Hundsfott auch, der mehr verſpricht, als er 28. Mai. 'S iſt eben ein ein Sohn, Karl Auguſt Chriſtian Hermann, geb. den Beerdigte: 5. Chriſtina Ritter, des Joh. Adam Ritter, Burgers und halten kann und der mehr beſchwört, als er geſehen hat und Schuhmachers dahier, Ehefrau, alt 70 Jahre, 6 Monate und 24 Tage, T den 2. Juli. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Abhaltung des erſten Vieh⸗ und Kraͤmer-Markts zu Vilbel. (1125) Durch höhere Genebmigung iſt es der Gemeinde Vilbel geſtattet worden, Dien ſtag und Mittwoch als den 19. und 20. d. M. einen Vieh⸗ und Krämermarkt abzuhalten. Der unterzeichnete Bürgermeiſter wird es ſich mit dem ganzen Gemeinderath zur Auf— gabe machen, den Erwartungen, welche an einen Markt gemacht werden können, in jeder Hinſicht zu entſprechen. Am erſten Tag, den 19., wird der Markt durch einen Zug, an dem der Ortvorſtand, die angeſehenſten Einwohner und Jungfrauen unſres Orts theilnehmen, unter Mitwirkung unſres Singvereins, feierlich eingeweiht. Abends wird ein Feuerwerk abgebrannt werden. Während des Viehmarktes wird die Ver⸗ theilung mehrerer Prämien ſtattfinden— was vor Eröffnung des Markts noch näher wird bekannt gemacht werden. Geſtützt auf die zweckmäßigen Vorbereitun⸗ gen und die günſtige Lage Vilbels, ſehen die Bewohner deſſelben einem recht zahlreichen Beſuche entgegen. Vilbel den 2. Auguſt 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Breiter. Bekanntmachung. (1127) Der Berger Vieh- und Krä⸗ mermarkt wird den Dienſtag vor der Frankfurter Herbſtmeſſe als den 2. k. M. und nicht den 26. d. M., wie irr⸗ thuͤmlich in dem kurheſſiſchen Kalender ſteht, abgehalten. Bergen dem 2. Auguſt 1845. Der Bürgermeiſter Becker. Oeffentliche Ladung (1140) Alle Diejenigen, welche Anſprüche an den Nachlaß des am 7. v. M. zu Oberer— lenbach verſtorbenen Generalagenten Jakob Leisler haben, werden aufgefordert, ſolche ſo gewiß in Zeit 6 Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und gleichzeitig, ſo viel thunlich iſt, zu begründen, als ſonſt bei der Nachlaß vertheilung auf unangezeigte Forder⸗ ungen keine Rückſicht genommen wird. Großkarben den 4. Auguſt 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Verhinderung Großh. Landrichters Schmidt. Strohliefer ung zum Füllen ſämmt⸗ licher Betten in der hieſigen Reiter⸗ caſerne. (11533) Samſtag den 23. dieſes Mo- s, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung der zum Füllen der Militäͤr⸗ betten erforderlichen 1104 Gebund Kornſtroh à 16 Pfd. und 1260 Gebund Gerſtenſtroh à 8 Pfd. auf dem Wege der Soumiſſion in Accord gegeben werden. Lieferungsluſtige wollen daher ihre Soumiſſionen bis zum be⸗ merkten Termin in das am Eingange zum Verwaltungsbureau angebrachte Soumiſſions⸗ käſtchen verſiegelt und mit der Ueberſchrift „Strohlieferung betr.“ einlegen, bis wohin auch die Lieferungsbedingungen, die zugleich das Soumiſſions verfahren enthalten, Vor— und Nachmittags auf dem Bureau zur Ein⸗ ſicht offen liegen. Butzbach den 9. Auguſt 1845. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung (11410 Montag den 1. September, Mor⸗ gens 9 Uhr, ſollen die zum Nachlaſſe des Generalagenten Jakob Leisler zu Obererlen— bach gehörenden Mobilien, beſtehend in Gold, Silber, Holzwerk, Bettzeug ꝛc. unter den alsdann bekannt zu machenden Bedingungen im Sterbhauſe ſelbſt gegen baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Großkarben den 4. Auguſt 1845. . Großh. Heſſ. Landgericht daſ. In Verhinderung Großh. Landrichters Schmidt. Immobilien ⸗Verſteigerung. (1162) Donnerſtag den 21. d. M., Mor⸗ gens um 8 uhr, werden in hieſigen Rath⸗ hauſe die Adam Wesp'ſchen Immobilien,(ſiehe Intelligenz⸗Blatt Nr. 62, Jnſerat 1075) Folge eingelegten Nachgebots nochmals ö entlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 13. Auguſt 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Be nde r. 1 — ungsluſt zum de zum wohn Vor 9 1 Kartoffel- Lieferung. (1163) Freitag den 22. d. M., Vormittags ddr, ſoll die Lieferung von 75 Malter Kar⸗ toffeln an den Wenigſifordernden verſteigert werden. Marienſchloß den 12. Auguſt 1845. Großh. Zucht Direction Venator. Mobilien- Verſteigerung. (4160 Auf freiwilligen Antrag der Frau Friedrich Sieck werden Donnerſtag den 21. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, in der Wobnung derſelben vor dem ehemaligen Main— zerthore deren Mobilien, beſtebend in 5 neuen 1öhmigen Faͤſſern, einer neuen Maiſch, und Gährbütte, 8 Ohm baltend, einer Hobelbank, Wirthstiſchen, Stühlen und ſonſtigem Holz⸗ werk, ſämmtlichem Küferhandwerksgeſchirr, einem ledernen Schürzfell, männlichen Klei— dungsſtücken, 1 Koch- und Bratofen, benebſt einer Ziege u. ſ. w. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 13. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Wahlausſchreiben. (1165) Cs wird biermit bekannt gemacht, daß die Wahl des erſten Beigeordneten von Friedberg auf dem Ralbbauſe daſelbſt am Dienſtag, Mittwoch, Donnerſtag und Freitag den 2., 3, 4. und 5. September d. J., jedes mal von 9 Uhr Morgens bis 12 Uhr Mittags, unter Leitung des Unterzeichneten vorgenom- men werden ſoll. Sämmtliche ſtimmfäbige Ortsbürger von Friedberg werden aufgefordert, an dieſer Wahl Theil zu nehmen und gleich vom Beginn der Wahl an ſich zur Abſtimmung zahlreich ein⸗ zufinden, damit die Wahl zur Erſparung von Zeit und Koſten wo möglich ſchon vor Ablauf der viertägigen Friſt geſchloſſen werden kann. Friedberg am 11. Auguſt 1845. Der Wahlcommiſſär Dr. Dieffenbach. N NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Brennbolz- Verkauf. (11310 Buchen Scheitholz vom Winter 18% in kleinen und größeren Quantitäten iſt zu haben bei 5 Philipp Peter Spielmann zu Windecken. Abhaltung von Tanz- und Harmonie⸗ muſik auf dem Markte zu Vilbel. (115 Dienſtag und Mittwoch den 9. und 20. d. M. werde ich auf dem Marktplatze da— bier unter einem großen Zelte Tanz- und Harmoniemuſik halten und damit die erfor⸗ derliche anſtändige Reſtauration verbinden. Mit einbrechender Nacht wird zu dem näm— lichen Endzwecke mein Saal geöffnet werden. Ein verehrliches Publikum, welches auf mei— nen redlichen Eifer der reelſten Bewirthung in Speiſen und Getränken ſicher rechnen kann, wird mir hoffentlich ſeinen lohnenden Zuſpruch nicht verſagen, wozu höflichſt einzuladen ich mir hierdurch die Ehre gebe. Vilbel am 8. Auguſt 1845. Chr. Dreſcher, Gaſtwirth zur Stadt Kaſſel. Ane i g e. (1135) Ich mache hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich im Hauſe der Frau Chr. „ 257 ich's Wittwe, Ludwigsſtraße Nr. 43, ein Spezereigeſchäft eröffnet habe. Indem ich ſtets gute und reine Waare verſpreche, bikte ich um gefällige Abnahme derſelben. Friedberg den 10. Auguſt 1845. Cyhriſtian Vogt. Zu vermiethen (1158) iſt der obere Stock meines Hauſes und kann derſelbe bis den 8. November d. J. bezogen werden. P. W. Sieck. In einer Sattlerwerkſtätte (1160) iſt eine Lehrlingsſtelle offen. Wo? agt die Expedition. Ain z! e dinge. (1166) Denjenigen Herrn Lehrern, welche, meiner Aufforderung vom 25. Juni zufolge, beim Auerbacher Geſangfeſte mitzuwirken ge— dachten, muß ich leider eröffnen, daß durch zu langes Ausbleiben einiger meiner Einla⸗ dungsſchreiben, es mir unmöglich wurde zu feſtgeſetzter Zeit die Liſten an das Comitee nach Bensbeim zu ſenden, und daß, bei dem verspäteten Eintreffen derſelben, die Zahl der Mitwirkenden beim Feſte ſchon geſchloſſen war. Der betreffende Brief des dortigen Vorſtan— des liegt zur Einſicht für jeden Intereſſenten bei mir bereit. Friedberg den 14. Auguſt 1845. Thurn. Kunſt- Anzeige. (1167) Cinem verebrten publicum macht der Unterzeichnete hiermit die Anzeige, daß er auf dem Weiher vor dem Wetzlarer Thor ſein panorama, das größte was je n ge⸗ ſehen wurde, nebſt dem Assout d'armes von Madame Cvrard aus Neapel, alte Markedenterin von Napoleon, aufgeſtellt hat, welches von Sonntag den 17. an jeden Tag von Morgens 9 bis Abends 9 Uhr und von 7-9 Uhr Abends bei ſchöner Beleuchtung zu ſehen iſt. Da der Aufenthalt nur von kurzer Zeit iſt, bittet um recht zahlreichen Beſuch Butzbach. Carl Haueiſen, Beſitzer des Panoramas. Neue Backſteinfabrik. (1168) Mit Steinkohlen gebrannte, ſoge— nannte Ruſſenſteine ſind zu haben bei Andreas Zeh zu Windecken. Zum Verkauf. (1169) Ein gut erbaltner zweithüͤrichter Kleiderſchrank ſteht billig zu kaufen. Das Nähere bei A. Feiling, Schreinermeiſter in Friedberg. Eine Obſtkelter (11700 mit eiſerner Schraube nebſt Mabl⸗ trog und Stein ſteht billig zu kaufen. Aus⸗ geber dieſes ſagt bei wem. NN (11710 Der Friedrich Mittenentzwei, wel⸗ cher ſeitber auf der Gambacher Mühle gear⸗ beitet hat, wird wiederholt erſucht, mir bal— digſt ſeinen gegenwärtigen Aufenthaltsort an— zuzeigen, denn wenn dieſes nicht geſchieht, ſo bin ich genöthigt, ihn auf ſeine Koſten auf— ſuchen zu laſſen. Himbach bei Büdingen d. 11. Aug. 1845. J. F. Schreer. Hofraithe-Verſteigerung. (1172) Wohnungs⸗Veränderung wegen bin ich geſonnen meine Hofraithe, beſtehend in einem zweiſtoͤckigen gut erbauten Wohnhauſe mit Nebenbau, nebſt Scheuer, Stallung, Gemüs⸗ und Grasgarten aus freier Hand zu verkaufen. Vorerwähnte Gebäude befinden ſich an der Landſtraße, ſind für jedes Geſchäft geeignet, und da die erwähnten Gärten unmittelbar am Niddafluß liegen, ſo wären ſelbige zur Anlage einer Gerberei vorzüglich geeignet. Luſttragende belieben ſich entweder münd⸗ lich oder ſchriftlich— franco— an den Un⸗ terzeichneten zu wenden. Bei annehmbarem Gebot kann der Zuſchlag alsbald ertheilt werden Vilbel am 11. Auguſt 1845, Wilhelm Zinkand. Zum Vermiethen. (1173) Der zweite Stock meines Hauſes iſt in zwei Theilen zu vermiethen und kann bis zum 1. November bezogen werden. Friedberg den 13. Auguſt 1845. Heinrich Boller. Kapitalien zu verleihen. (1170 Gegen gerichtliche erſte und unbe⸗ dingt beſtätigt werdende Hypotheken auf lie⸗ gende Güter, welche nach ihrem gewöhnlichen Ertrage taxirt ſind, können mehrere Kapitalien, jedoch nicht unter 500 fl., und ohne einen Makler zuzulaſſen, zu 4% Zinſen bezogen werden. Auf bei der Expedition dieſes Blat— tes einzureichende Taxationen wird nähere Nachricht erfolgen, wenn auf ſelbige einge— gangen werden kann. Einladung. (11756) Bei Gelegenheit des am 19. und 20. d. M. abgehalten werdenden erſten Mark⸗ tes zu Vilbel iſt in einem von mir erbauten ſchoͤnen Zelte Harmonie und Tanzmuſik an⸗ zutreffen. Nach Beendigung des auf den 19. d. M. beſtimmten Zuges findet daſelbſt gut ein— gerichtete Mittagstafel zu ſehr billigem Preiſe ſtatt. Durch gute Getränke und prompte Be⸗ dienung werde ich meine verehrlichen Gäſte zufrieden ſtellen und hoffe deßhalb auf zahl⸗ reichen Zuſpruch. Vilbel den 10. Auguſt 1845. G. Gerhard im Landsberg. Oſſenheimer Wäldchen. (1170) Sonntag den 17. Aug. Har⸗ monie und Tanzmuſik wozu höflichſt Aehle. Selſerbrunnen bei Okarben. (1177) Sonntag den 17. Aug. iſt am bieſt⸗ gen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Ver⸗ ſicherung billigſter und prompter Bedienung höflichſt einladet Havenecker. Gras ⸗Verſteigerung. (1178) Donnerſtag den 21. Auguſt, Vor— mittags 9 Uhr, will der Unterzeichnete ſein Grummetgras in dem Brachbrunnengarten in mebreren Abtheilungen an den Meiſtbietenden verſteigern. Friedberg den 14. Auguſt 1845. C. Bindernagel, Vater a n ig e. (1179) Bei der beute ſtattgefundenen Ver⸗ looſung gewann das Loos Nr. 30(Hr. Bür⸗ germeiſter Bender) die Commode. Friedberg den 12. Auguſt 1845. W. Baumann. 2 — 2 „* 258„. Uachrieht kur Auswanderer. Speeigl⸗ Agentur der Poſtſchiffe zwiſehen Havre und New⸗Vork. Verzeichniß der regelmäßigen Havrer New⸗Porker Poſtſchiffe, welche für die Monate Auguſt und September l. J. abfahren. (1140 Ton⸗ Abfahrts- in Verbindung mit den rheinischen und NN n e ri Lage holländiſchen Dampfſchiffen 5 Capitaine. a0 von bon 135 0 von Poſtſchiffe. gehalt.“ Havre. Rotterdam. 0 ee Wotton. 763 23. Juli 22. Juli 1. Auguſt 27. Juli 1. Auguſt 31. Burgund. J Jowa Pes 1 87⁵ 8. 4. Auguſt 223 Oneida J. Funck 79 16.„ 9 7 9. Auguſt Emerald Howe 37981 7 518 24. 7 20. 7 17. 17 16. 1 Zürich t Johnſton. 875 1. Septb. 338.„ 2 57 23. 17 Habore.. Ainsworth. 801 8.„ 4. Septb. 31.„ 30 Baltimore E. Funck. 658 16. 127 9. Septb. 9. Septb. Argo Anthon g 966 24.„ 9 N 16.„ Obige, für die Mongte Auguſt und September bezeichneten Poſt- oder Packetſchiffe gehoren der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Herr J. G. Appel, Kaufmann in Gießen, ertheilt auf gefällige Anfrage nähere Auskunft und iſt bevollmächtigt, Schiffsaccorde abzuſchließen. Mainz, den 20. Juli 1845. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special-Agent der Eigenthümer der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗-Verbindung zwiſchen Havre und New⸗Jork. Mich auf obige Anzeige beziehend, unterlaſſe ich nicht, zugleich darauf aufmerkſam zu machen, daß nur mit obigen Poſtſchiffen eine regelmäßige Beförderung zu erwarten iſt, und daß daher diejenigen, welche aus hieſiger Gegend nach Nordamerika auszuwandern beabſichtigen, in ihrem wohlverſtandenen Intereſſe handeln, wenn ſie ſich der gedachten Poſtſchiffe bedienen und wozu ich meine Vermittlung mit Vergnügen offerire. Gießen im Juli 1845. J. G. Appel, Agent. Sängerverein. Ein Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 13. Sonntag n. Trinitatis d. 17. Auguſt. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Lehn. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Melior. Fruchtpreiſe. a 14. Aug.(S. Aug. 5. Aug. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau H. tr. Nr.. r. Waizen pr. Malter 10 30 10 4110— Korn„0 7 30 7251 8 Gerſte„„ 27 4140 5221 5 30 Hafer„ 75 44— 1 4150 4 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 22. Auguſt 1845. (1180) Die Feier des Gründungstages des ſeit 10 Jahren beſtehenden Sängerrexeins da⸗ hier findet den 19. Auguſt d. J. im Trapp'⸗ ſchen Saale ſtatt. Ein das Nähere enthal⸗ tende Programm wird ſämmtlichen Mitgliedern vorher mitgetheilt werden. Neue holländiſche Häringe (11810 ſind angekommen und zu haben bei Fr. Hilbrecht. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Gedenkbüchlein zu dem Marburger Saͤngerfeſte gehalten am 19., 20 u. 21. Juli 1845 den Geſangvereinen von Eaſſel, Friedberg und Herborn gewidmet von D. Weintraut. Preis: 12 kr. freies Wort über die Ausweiſung 5 der badiſchen Abgeordneten v. Itzſtein und Hecker aus Preußen. Preis: 18 kr. Nro. 21. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Selbſtgefühl und Demuth.— Das Excommuniciren. Frankfurter Gold-Cours vom 14. Auguſt. fl. 0 kr. Neue Louisd'or 1465 Firedrichsd'or 9 48 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 9 32 Engliſche Souverains 1156 2 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod e 24 1 5 4. 4 11.— 10 3 Lth. 00 — Milchbrod 14 1 4¼ Waſſerweck 14/1 5 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch a 11— 11— e gemäſtete 9— 1 9— „.Kühfleiſch ange 8—— 2 5 10% gemäſtetes 8— 81— „Rindfleiſch ungemäſtetes, 7——— „Kalbfleiſch 6— 6— „Schweinenfleiſch 912 9 2 „ Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8——— „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 16— 16— „Hammelsfett 151—1 151 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler gilt auch f D Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach ür den Kreis Hungen. er Gr. Heſſ Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg Burg⸗ dem „kan ſtrafe nehm dienſ nach a Betre 26. Kreis Aus ange Kun zu e Da Hetre eſol ſüche