ntelligenz-Ulatt für die 1 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen 1 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Peſtalozzi⸗ Stiftung. Der Seminar⸗Direktor Dr. Dieſterweg in Berlin 50 hat unterm 3. Juli einen Aufruf:„An Deutſchlands 5 Lehrer, erlaſſen, worin es unter Anderm heißt:„Der dare 12. Januar 1846, der Tag, an welchem vor hundert Jah- d Butzbar ren Johann Heinrich Peſtalozzi geboren wurde, dieſer recht zum Segen gewordene Tag, darum ein wahrer Freu— den⸗ und Ehrentag, beſonders für die Lehrer, denen er gei— Butz ſtiger Vater, Erzieher und Vorbild geweſen iſt und es noch bach für Jahrhunderte bleiben wird— er nahet. Nimmer kön— . nen wir des Tages und des Mannes jemals vergeſſen. Denn 4 wer der Liebe lebt und in der Liebe bleibt, der lebt und bleibt in Gott und in der Menſchen Herzen und Gedächt— niß. Darum bedarf es keiner Ermunterung zur Feier die— ſes Tages,„„wir können nicht anders.“ Alſo nicht davon, 6 ob, ſondern nur davon, wie wir ihn würdig feiern, kann 1 die Rede ſeyn. Was er, der Unvergeßliche, wollte, es iſt 110— uns ein theures Vermächtniß. Was ihm nicht gelang, es g wird uns gelingen, und was wir thun, ſey zu ſeines Na— 181— mens Gedächtniß und zum Preiſe Deſſen, der ihn uns ge— . geben!— Er wollte vorzugsweiſe Waiſenkindern die Thrä— 2 7 nen von den Wangen trocknen, ſie zu Menſchen bilden, er 1 wollte der Vater, der Frennd, der Erzieher der Unglück— 2 lichen und Verlaſſenen werden.— Auf, Volksſchullehrer, — 2 Volksfreund, bethätige deinen Dauk gegen Heinrich Peſta— 1 lozzi dadurch, daß du Theil nimmſt an der Peſtalozzi-Stif— 2 tung— nicht ein Denkmal aus Stein und Erz, nur ein 48 lebendes Denkmal iſt ſeiner wuͤrdig—, der Peſtalozzi-Stif— tung, die ſich erheben ſoll innerhalb Deutſchlands Gränzen, ein Beweis der Dankbarkeit der Nachwelt, zum ewigen — Segen für die Kinder, wie für Erziehung und Bildung! Ich weiß es, des Volksſchullehrers Börſe birgt nicht gewich— tiges Geld, aber über ein Scherflein hat er zu verfügen. 10 Keiner fehle in dieſer Dankerweiſung, wenigſtens keiner auf deutſcher Erde! Ich ſage es offen, weil ich es denke und empfinde: Solche Scherflein ſegnet Gott, er ſegnet ſie vor 3 allen andern; der Segen, der ſich von den Pfennigen der ch, den 16. Juli hunderttauſend deutſchen Lehrer über des Vaterlandes Wai— ſen verbreiten wird, er wird mehr als hundertfältige Frucht bringen.“) Nennet, Freunde, Brüder, mir Eure Namen! Mit Eifer werde ich— glücklich, ſolchem Unternehmen meine Kräfte zu widmen— dieſelben dem Buche einverlei— ben, in welchem die Wohlthäter der Peſtalozzi-Stiftung verzeichnet ſtehen ſollen, zur dankbaren Erinnerung für die Enkel. Nie wird wiederkehren für Euch und mich ſolche Gelegenheit zur Vereinigung der Volksſchullehrer in der Förderung eines durch einen Mann aus unſerm Stande beabſichtigten Werkes. Iſt aber der Name und der Geiſt dieſes Mannes nicht fähig, die Volksſchullehrer Deutſchlands zu einigen und ſie über landsmannſchaftliche, confeſſionelle und andere Verſchiedenheiten zu erheben; dann muß der große Gedanke einer wenigſtens geiſtigen Einheit——— der Bewohner unſers Vaterlandes fuͤr ein hohles Phantom, fuͤr einen wüſten Traum oder gar für einen Köder für Gimpel erklärt werden. Verſchone uns der Genius des Vaterlandes und der Pädagogik mit dieſer Erfahrung! So laßt uns denn würdig, d. h. lebendig im Herzen und durch eine That feiern den Tag und das Jahr der Geburt Hein— rich Peſtalozzi's!!/ Mannigfaltiges. In Leipzig beſteht eine Anſtalt, die nachgeahmt zu werden verdient. Es iſt dies die ſtädtiſche Anſtalt für Arbeitsnachweiſung. In ihrem letzten Bericht weiſt ſie nach, daß vom 1. Jan. bis 30. Juni 411 Perſonen Arbeit ſuchten, 2910 Arbeiter geſucht wurden und 2809 Beſchäfti— gung erhielten. Indem dieſe Anſtalt Gelegenheit zur Er— *) Die preußiſchen Poſten befördern alle Geldſendungen, auch die klein ſten! franco, wenn auf dem Begleitzettel bemerkt iſt:„Angelegen heiten der Peſtalozzi-Stiftung, frei nach der Ordre vom 5. Mai 1845. An den Seminar⸗Direktor Dieſterweg in Berlin,“ g werbung des Unterhalts herbeiführt, iſt ſie ein, wenn auch in beſchränkterem Kreiſe wirkendes Mittel, die Quelle der Armuth zu verſtopfen, die Bettelei und Hülfsbedürftigkeit in Abnahme zu bringen. Ueber Tabakspfeifen. Die Großen unſerer Zeit rauchen nicht mehr, die Doſe gilt für feiner, als die Tabaks pfeife, und daher haben auch die Diplomaten ſo viele Doſen; die Doſe gibt vornehme Haltung und Contenance. Das artige Darbieten einer Priſe wie viel Gutes hat es nicht ſchon geſtiftet? wie viel Böſes verhindert? in einer Priſe Tabak liegt ſo viel Humanität, daß ich die Alten bedaure, die ſolche nicht kannten! Im engliſchen Unterhauſe wurden 1818 unter den außerordentlichen Ausgaben 22500 Pfund für Doſen verrechnet, in Deutſchland gehen wir ſparſamer um, und nehmen ſelbſt Mannheimer Gold zu Hülfe. Die Doſe iſt in Europa Symbol der Allianz und Freundſchaft, wie im Morgenlande ein gemeinſchaftlicher Becher oder Mahl— bei den Wilden Amerikas aber iſt es das Calumet oder die Pfeife. Und ſo laſſen ſich auch— die Großen der gelehrten Republik im Rauchen nicht irre machen, wenn gleich die Frage: Ob große Genies je geraucht haben? negative entſchieden ſcheint. Gar viele könnte man ohne Weiters für geräuchert Fleiſch verkau— fen, und ſicher rührt unſere Vielſchreiberei von Caffee und Tabak; beide waren den Alten unbekannt, und ſo auch das Rauchen, ſie ſaugen an der Pfeife, wie Kinder an der Mutterbruſt, und wie an den Brüſten der Muſen. Wie kommt es doch, daß noch kein Kupferſtecher auf den Einfall gerathen iſt, die vornehmſten Gelehrten en corps rauchend abzubilden. Die Muſen könnten die Pfeifen ſtopfen, Apollo das Feuer reichen, die Muſenſöhne einſchenken, Smollis! Im Hintergrunde könnte man Sir Iſaae Newton anbringen als Symbol gelehrten Tiefſinnes oder Zerſtreuung wie er neben einer Dame ſein Pfeifchen raucht, dann ihre Hand ergreift— um ſie zu küſſen? nein! um ihren Zeigefinger zu gebrauchen zum— Tabaksſtopfen!— Es iſt Schade, daß die Pfeifen von Thon aus der Mode gekommen ſind, denn aus der Art ſie zu halten ließ ſich vieles ſchließen— hoch— gerade, beſcheiden abwärts, ſeitwärts— Klopſtock hielt ſeine Pfeife himmelan— ſie ſagte dem Phyſiognomen: „das iſt Klopſtock!“ doch könnte auch die Urſache in feuch— tem oder zu feſt geſtopften Tabak und einer rozelnden Pfeife gelegen haben. Owen, der erlaubte ſeine Epigramme zu allem zu gebrauchen, wozu ſich Papier gebrauchen laßt, nur nicht zu Fidibus— ſo haßte er das edle Kraut— müßte mir die Pfeife reinigen! und ein Myſtiker könnte über dem Erbauungsbuch die Augen verdrehen, das im 17. Jahrhundert erſchien:„die geiſtliche Tabakspfeife.“ (Briefe eines in Deutſchland reiſenden Deutſchen.) % 220. Kirchenbuchs⸗-Auszuͤge vom Juni 1845. I. Butzbach. Getraute: 8. Georg Zacheis, Corporal in der 6. Schwadron des Großh. Garderegiments Chevauxlegers, des verlebten Ortsbürgers zu Semd, Kr. Dieburg Johannes Zacheis nachgelaſſener ehelich lediger Sohn und Maria Eliſa— beth Hütter, des zu Alsfeld verſtorbenen Renteidieners Nicolaus Hütter, nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. Getaufte: 8. Dem Buͤrger und Schmiedmeiſter Friedrich Wilhelm Schuldt eine Tochter, Katharina, geb. den 23. Mai. 9. Dem Gr. Landgerichts-Aſſeſſor Dr. Irle ein Sohn, Hermann, geb. den 5. Mai. 13. Dem Bürger und Inſtrumentenmacher Johannes Mar⸗ guth ein Sohn, Chriſtian Georg Ludwig Bernhard, geb. den 16. Mai. 15. Dem Bürger und Dachdeckermeiſter Konrad Heyd ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 1. Juni. 15. Dem Bürger und Lohgerbermeiſter Johannes Flach ein Sohn, Johann Georg, geb. den 19. Mai. 22. Dem Bürger und Schreinermeiſter Chriſtoph Dietrich Diehl ein Sohn, Johannes, geb. den 11. Juni. 29. Dem Bürger und Bäckermeiſter Jakob Steinhäußer III. eine Tochter, Katharina, geb. den 6. Juni. 29. Ein unehelicher Sohn, Ferdinand Robert Philipp, geb. den 19. 29. Dem Bürger und Metzgermeiſter Georg Hufnagel ein Sohn, Georg Philipp, geb. den 16. Juni. Wee digte; 2. Der Gr. Landrichter des Landgerichts Butzbach Karl Ludwig Rayß, alt 45 Jahre, 10 Tage, t den 31. Mai. 7. Karl Grauer, alt 3 M., 3 T., eheliches Söhnchen von Martin Grauer, Bürger und Schmied dahier, 7 den 5. d 11. Suſanna, des Bürgers und Bäckermeiſters Jakob Wil⸗ helm Heil Ehefrau, geb. Leichner, alt 54 Jahre, 15 Tage, 1 den 9. 18. Margaretha, des Burgers und Schuhmachermeiſters Johannes Rothhardt Ehefrau, geb. Herget, alt 36 J., 9 M., 21 T., f den 17. 21. Maria Sophie, des Bürgers und Schloſſermeiſters Adam Weidmann, eheliches Töchterchen, alt 3 M., i f del 9. II. Friedberg. Getraute: 10. Heinrich Ludwig Karl Gluͤck, hieſiger Burger und In⸗ ſtrumentenmacher, des zu Meerholz, in Churheſſen ver⸗ ſtorbenen Bürgers und Glaſermeiſters Georg Ernſt 2 4 M 15. 29. 29. * 221 Gluͤck, ehelich lediger Sohn und Anna Johanna Catha⸗ rina Schäfer, des hier verſtorbenen Bürgers und Meſ— ſerſchmieds Johannes Schäfer, ehelich ledige Tochter. Heinrich Rauſch III., Bürger und Schreinermeiſter da— hier, ein Wittwer, und Mariane Sommerlad, des Bürgers und Handelsmanns Carl Chriſtian Sommer⸗ lad zu Oberrosbach, ehelich ledige Tochter. Friedrich Ludwig Wagner, hieſiger Bürger und Schuh⸗ machermeiſter, ein Wittwer, und Eva Metzger, des hier verlebten Bürgers und Strumpfwebermeiſters Heinrich Metzger nachgelaſſene Wittwe, geb. Haas. u Ockſtadt) Konrad Utzuber, hieſiger Bürger und Fuhrmann, des Bürgers und Ackermanns Franz Utzu⸗ ber zu Frohnhofen, Landgerichts Laufach im Königreich Baiern, ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Leonhardt, des weiland hieſigen Bürgers und Fuhrmanus Johann Peter Leonhardt nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Karl Friedrich 14. 15. 15. 15. KE 22. 29. N- Fiſcher eine Tochter, Eliſabetha Dorothea, geb. den 17. Mai. Dem Großh. Landrichter dahier Guſtav Moriz Paul Hofmann eine Tochter, Maria Auguſte Mariane, geb. den 4. Mai. Eine uneheliche Tochter, Katharing Maria Magdalena, geb. den 14. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Chri⸗ ſtoph Friederich Dieterich eine Tochter, Maria Philip⸗ pine, geb. den 2. Mai. Dem hieſigen Bürger und Materfaliſten Heinrich Hahn ein Sohn, Carl Friedrich Wilhelm Ferdinand, geb. den 26. Mai. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Friedrich Briel ein Sohn, Chriſtian Augnſt, geb. den 30. Mai. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johann Georg Scharf ein Sohn, Johann Chriſtian, geb. den 2. Juni. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Carl Valen— tin ein Sohn, Carl Friedrich Auguſt, geb. den 11. Juni. Graff eine Tochter, Katharina, geb. den 11. Mai. 1. Dem Großh. Schulinſpector Karl Georg Wilhelm 6. Johann Adam Frick, des hieſigen Bürgers und Kamin— Soldan eine Tochter, Franziska Louiſe Caroline Ma— thilde, geb. den 8. April. Ernſt Zoͤll eine Tochter, Helene Maria Bertha, geb. den 18. Mai. Beerdigte: fegermeiſters Johannes Frick, eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr und 14 Tage, 1 den 4. d. M. 2. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig 15. Dietrich Wilhelm Weynandt, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Weynandt jun. eheliches Söhnchen, alt 6 Monate und 14 Tage, 1 den 13. 8. Dem hieſigen Bürger und Steindeckermeiſter Chriſtoph d. M. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. , NN Bekanntmachung. (1000) Forderungen an den Nachlaß der Gerhard Zeuns Cheleute in Fauerbach II. ſind Freitag den 25. Juli, Morgens, bei Gericht zur Anzeige zu bringen, widrigen⸗ falls auf ſie bei der Erbvertheilung keine Rückſicht genommen werden kann. Friedberg am 19. Juni 1845.. Groß. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Arbeits-Verſteigerung. (1017) Donnerſtag den 17. Julf, Morgens 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das An— liefern geſchmiedeter Ketten, zur Einfriedigung des Aleeplatzes auf der Ludwigsſtraße oͤffent⸗ lich wenigſtnehmend mit dem Anfügen verſtei— gert, daß das Muſter der anzuliefernden Ketten bis zum Perſteigerungstermin in dem Ge— ſchäftszimmer des Unterzeichneten einzuſehen iſt und wird das Gewicht der Ketten ſich auf 1500 Pfund belaufen. Friedberg am 9. Juli 1845. i Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender Aufforderung. (10260) Die Ehefrau von Johann Wen⸗ zel IV. aus Niederurſel, Margaretha, geb. Reuter, hat hehauptet, daß die im Niederur⸗ ſeler Grundbuch noch auf dem Namen des Nicolaus Grälz ſtehenden Güterſtücke ihr erb— und eigenthümlich zugefallen wären und um Ausfertigung einer Eigentbumsurkunde gebeten, konnte aber keinen Nachweis über das Eigen— thum des Nicolaus Grälz an den fraglichen Güterſtücken beibringen. Deßhalb werden alle Diejenigen, welche aus irgend einem Grund Anſprüche an dieſe Güterſtücke, von denen ein Verzeichniß beim Bürgermeiſter zu Niederurſel zur Einſicht aufliegt, machen zu können glauben, aufgefordert, dieſe Anſprüche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen beim unter— zeichneten Gericht geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die beantragte Eigenthumsurkunde ausgefertigt werden wird. Rödelheim den 10. Juli 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht ee Verſteigerung. (1027) Donnerſtag den 17 d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden auf dem unterſten Gang der Burgcaſerne dahier, nachbemerkte noch vollſtändig brauchbare Braunkohlen-Re⸗ quiſiten, als: 3 tannene und 3 blechene Käſt— chen, 1 großer und 3 kleine Aſchenbehälter, 3 Schüreiſen, 3 kleine Aextchen und I blecher— nes Maas unter Vorbehalt der Ratification verſteigert. Friedberg den 14. Juli 1845. IJ. A. G6 lz, Oberquartiermeiſter. Ve x ſteci gerung. (1028) Freitag den 25. Juli d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das der iſraelitiſchen Gemeinde dahier zuſtehende und zum Abbruch beſtimmte Synagogengebäude mit oder ohne Platz auf dem bieſigen Rathhauſe an den Meiſtbietenden verſteigert werden. ſeieder urſel den 10. Juli 1845. Der Vorſtand Jacob Seligman. Joſeph Roßbach. Bauholz-Verſteigerung. (1029) Freitag den 18. d. M., Vormittags 11 Ubr, läßt die Frau Joh. Bauſch Wittwe dahier 32 Stämme eichen Bauholz, 1137 Cubik⸗ fuß enthaltend, öffentlich an die Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verkaufen, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. Niederwöllſtadt den 14. Juli 1845. J. A. der Beigeordnete Ko ſt. Kirſchen-Verſteigerung. (1030) Freitag den 18. d. M., Nachmit⸗ tags 6 Uhr, werden in dem vorderen Hirſch— graben und an anderen Orten der Umgebung des Großherzogl. Schloſſes dahier die Kirſchen von 10 Bäumen an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Friedberg den 14. Juli 1845. Der Großh. Domänenrath Bu ß. Holz ⸗Verſteigerung. (10310 Nächſten Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Ge— ö 9 * 1 . meindewald, Diſtrikt Naͤchſtenwald, 61 ¼ Stecken eichen Stockholz öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigerk werden. Niederwoͤllſtadt den 14. Juli 1845, Der Großh. i K eo ſt. Arbeits-Verſteigerung. (1032) Das Anfertigen eines neuen Fuß⸗ boden im hieſigen Rathhauſe, veranſchlagt zu 27 fl., ſoll Dienſtag den 22. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf der Gemeindeſtube dahier, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Holzhauſen den 12. Juli 1845. 5 Der Ges, Heſſ. Bürgermeiſter Ried. NN ̃i N Privat- Bekanntmachungen. Großes Badiſches Anlehen von 5 Million Gulden. (1023) Ziebung 1. Auguſt 1845 mit Haupt⸗ treffern von fl. 35000, 10000, 5000, 3000, 2 à 1500, 4 à 1000, 10 à 250, 25 à 125, 80 à 100 ꝛc. Bei dieſem vom Staat garan⸗ tirten Anlehen, kann man ſich bei unterzeich⸗ netem Handlungshaus betheiligen und zwar mit Originallooſe fl. 66, die aber nach der Ziehung à fl. 62 30 zurückgenommen werden, daher zur Portoerſparung die Einrichtung ge— troffen iſt, daß nur fl. 3 30 pr. Loos einzu⸗ ſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt jedem Ab— nehmer zugeſandt. Julius Stiebel junior Banquier in Frankfurt a. M. Zu vermiethen. (102) Den obern Stock ſeines Hauſes, nebſt einem Theile der Manſarde deſſelben, beſtehend aus 4 heizbaren Zimmern, 1 Cabi— nette, 2 Kammern, Küche ie, außerdem noch ein möblirtes Zimmer an eine einzelne Per— ſon hat zu vermiethen Lehrer Bauer. Bemerkenswerth! (1083) Nächſten Donnerſtag den 17. Juli wird der Unterzeichnete, welcher bereits an mehreren Orten der Umgegend und namentlich auch im Lamboywalde, ſeine Luftballons zur größten Befriedigung ſteigen ließ, auch hier einen außerſt geſchmackvollen Rieſen⸗Pracht⸗Luftballon mit lebenden Geſchöpfen aufſteigen laſſen. Der Schauplatz iſt im Simon'ſchen Garten. Der Anfang um 6 Uhr Abends bei Entré— Erhebung. Julius Bräuer. Verſteigerung. (103 Montag den 28. Juli, Vormittags 10 Uhr, will Unterzeichneter ſeine leer ſtehende Hofraithe, beſtehend in Haus und Scheuer, auf den Abbruch öffentlich an den Meiſtbie⸗— tenden verſteigern laſſen. Kaichen den 7. Juli 1845. Gottfried Kaiſer. C (1035) Drei Weißbindergeſellen können ſogleich bei Weißbindermeiſter Heinr. Lotz in Nidda Arbeit erhalten. Guter Lohn und reelle Behandlung wird zugeſichert. * 222„* Johannis-Beeren (1036 Quantitäten zu haben bei ö„Ei. Bindernagel, Vater. gs (1037) Von Kraft's deutſch⸗lateiniſchem Lexikon iſt der 2. Band(KZ! vorhanden. Hierzu wird entweder der erſte Theil zu kau⸗ fen geſucht, oder kann jener letztere billig“ ab.“ gegeben werden. Beſbanntmach ung. (1038) Die Wittwe des Gr. Landrichters Raiß zu Butzbach will a Montag den 30. d. M., M. 9 Uhr, mehrere Mobiliargegenſtände, worunter auch ein noch in ganz gutem Zuſtande befindliches Reitpferdegeſchirr, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigern laſſen. f Frucht ⸗Verſteigerung. (1039) Montag den 21. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen dahier in der Wohnung des Gr. Bürgermeiſters vom Moltenbeckiſchen Speicher 5 1) 6 Malter Waizen, 2) 10„ Korn, 3) 10„ Gerſte, 4) 7½„ Hafer, aus der Ernde 1843, ſodann 8 1) 24 Malter Waizen, 2) 44 5 Korn, 3) 38„ Gerſte, 4) 22„ Hafer, aus der Ernde, 1844 verſteigert werden. Die Genehmigung wird nach der Verſteigerung alsbald ausgeſprochen. Berſtadt den 10. Juli 1845. Der Moltenbeckiſche Verwalter Ellenberger. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Karl Will der kleine Obſtzuͤchter oder gründliche Belehrung in der Obſt⸗ baumzucht. Mit eingedruckten Holzſchnitten. Zweite Auflage. Preis: 24 kr. Darſtellung des Erziehungsweſens, im Zuſammenhange mit der allgemeinen Culturgeſchichte. Von Dr. Emil Anhalt. Preis: 1 fl. 3 kr. ſind in kleineren und, größeren Eiſenbahnkarte Deutſchland. Fünfzehnte Auflage. Preis. 10 kr. Geſchichte Oliver Cromwell's. Von Robert Southey. Preis: 2 fl. 42 kr. Oſter gabe für r Ein Fruͤhlingskranz. Gewunden von einem Jugendfreunde. Preis: 18 kr. Familien ⸗ Bibliothek. Jedes Bändchen wird einzeln zu 24 kr. abgegeben Baggeſen u. Ohlenſchläger, Gedichte. Börne, Geiſt. Bürgers Gedichte. Claudius, 2 Bände. Collin, Gedichte. „Regulus. Eberhard. Cngel, Füͤrſtenſpiegel u. Philoſoph. „ Lorenz Stark. Drama. Epigrammat. Dichter, 5 Bände. Garve, Anthologie. Gellert, Fabeln, 2 Bde. Gerſtenbergs Ugolino. Geßners Idyllen. Gleim, Gedichte, 2 Bände. Göthe, Genius. Hagedorn, Gedichte. Haller, Gedichte. Hebel, Gedichte. Herders Genius, 2 Bände. Hoffmann, E. T. A., Geiſt, Hölty, Gedichte. f Jean Paul, Fr. Richter, 2 Bände. Iffland, Schauſpiele, 2 Bände. Kleiſt, Kätchen von Heilbronn. Klopſtocks Oden. 77 Meſſias, 4 Bde. „ Briefe, 2 Bde. Knigge, Umgang mit Menſchen. Körner, Theodor, Anthologie. Koſegarten, Gedichte. Kotzebue, A. v., dramatiſche Spiele. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. del 9 vinz finde ſind 0 0 Mahr d ſchett lunge der ag Uhr