2 8 2 lrithmetik⸗ reo Won te Amendel Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 90. Sg Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg u. Gruͤnberg an ſammtliche Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Den Wiederverkauf von Zuchtſtieren aus dem Canton Bern. Nach einer Benachrichtigung des Präſidenten des land⸗ wirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Oberheſſen ſind von den im Canton Bern angekauften Zuchtſtieren dem Verein von Oberheſſen 3 Stück zugefallen, dieſe ſollen Montag den 24. November, Vormittags 9 Uhr, vor dem Trappiſchen Gaſthauſe zu Friedberg an Ge⸗ meinden oder an Lente, welche für Gemeinden Faſel unter— halten, meiſtbietend verſteigert werden. Hiervon geben wir Ihnen für den Fall Nachricht, daß Ihre Gemeinden einen ſolchen Zuchtſtier zu erwerben wünſchen. Friedberg u. Grünberg am 8. November 1845. Küchler. Ouvrier. ni fal tiges. Die Heilkräfte des Senfs.(Von Dr. Schrei⸗ ber in Ruhla.)— Der Genuß des Senfs, ſchreibt dieſer Arzt, hat ſich mir an Perſonen, welche an Schwäche des Gedächtniſſes und an Kopfſchwindel litten, deren Urſache in einer zerſtorten Verdauungskraft zu ſuchen war, immer als ein heilſam wirkendes Mittel erwie⸗ ſen. Einen braven Mann befreite ich durch den Genuß des Senfs von einem chroniſchen Kopfſchwindel, wel⸗ cher viele Jahre den Gebrauch der beſten Heilmittel ver⸗ ſpottet hatte, völlig, und ſo, daß dieſes Uebel in, einer Zeit von 16 Jahren nicht wiederkehrte.— Ich verordnete ihm, Senf in Verbindung mit Salzfleiſch, friſch und der⸗ gleichen des Vormittags als Frühſtück, und zur Mittags- mahlzeit als Beimiſchung ſolcher Zugemüſe zu genießen, welche leicht zu Blähungen geneigt machen und denen die Natur eigenthümlich das Animaliſche verſagt hat. end, den 15. November 1845. ————— Die Bereitungsart des Senfs, ſo wie ich ihn in be⸗ nannten Fällen als Beimiſchung der Speiſen verordnete, iſt folgende: Ein Pfund feiner gepülverter Senf wird mit einem Noͤſſel kochenden Weineſſig übergoſſen, mit einem höl⸗ zernen Spatel oder Quirl wohl durcheinander gerührt, ſo, daß das Senfmehl völlig vom Weineſſig durchdrungen wird und keine Klumpen mehr bleiben. Das Anbrühen des Senfs geſchieht in einem ſteinernen, nicht mit Silberglätte glaſirten Topfe, weil der Eſſig dieſelbe auflöſt und dadurch den Senf vergiftet. Ueber dieſes Gemiſch gießt man etwas kalten Weineſſig, damit von der Hitze die Oberfläche keine Kruſte bekommt und ſtellt den Topf eine Nacht hindurch auf eine warme Stelle. Tags darauf wird dieſem ein Pfund Syrup oder Zucker, 2½ Quentchen gepulverter Zimmt, 1½ Quentchen Gewürznelken, 3 Quentchen Nägelein⸗ pfeffer,/ Quentchen Kardamonen,% Quentchen Magis⸗ nuß, das Gelbe von einer Zitrone und nach Belieben guten Braueſſig zugeſetzt, je nachdem der Senf mehr oder weniger flüſſig werden ſoll. Man verwahrt dieſen Senf in ſteiner— nen, mit Kork verſtopften Flaſchen zum Gebrauch auf. Dieſe Zubereitung des Senfs iſt der gewöhnlichen, blos durch Uebergießen des Senfs mit Weineſſig oder Moſt, weit vorzuziehen, indem derſelbe, wenn er an einen kuͤhlen Ort aufbewahrt wird, dem Verderben nicht ſo leicht unter— worfen iſt. Mellin und andere Aerzte loben den fortgeſetzten Gebrauch des Senfs als ein den Magen verbeſſerndes und den Schwindel heilendes Mittel, und Kaliſſen gab in dem Faulfieber zu Kopenhagen 1779 und 1780 ſeinen Kranken, wenn bei denſelben ſich Betäubung und Schwäche einfand, alle Stunden ein Quentchen engliſches Senfpulver und dazwiſchen eine kleine Gabe von der Fieberrinde. Die Sterblichkeit wurde dadurch ſehr vermindert. Fritze heilte mit weißem Senfſamen, ein Quentchen Morgens in kaltem Waſſer genommen, und einige Wochen fortgeſetzt, lange anhaltende Magenbeſchwerden und Schwin— del, und ſtellte damit das verlorene Gehör wieder her. — * 360 Auch äußerlich angewendet, hat ſich der Senf, außer der längſt bekannten rothmachenden Eigenſchaft, als wirkſam gezeigt, die Trockenheit des Gehörganges zu heilen. Man ſoll, ſchreibt ein Ungenannter im Allg. Anz. d. Deutſch. 1819 S. 854 die Ohrlappen mit warmem Waſſer, worin— nen Senkmehl gekocht worden iſt, täglich/ Stunde lang vor dem Schlafengehen, baden, oder mit einem in gedachtes Waſſer eingetguchten Flanell ⸗Lappen langſam reiben und ſomit erwärmen. Nach dem Abtrocknen ſoll man unter die Schlafmütze auf die Ohren ein Stück trocknen, etwas er— wärmten Flanell⸗Lappen binden und eine Zeitlang damit fortfahren. Einſender hat dadurch in ſechs Wochen den trocknen Gehörgang verloren und gelbes Ohrenſchmalz wie— der erhalten. r Ortenberg, Ende October. Am 28. October war eine anſehnliche Geſellſchaft im Darmſtädter Hofe in Ortenberg zu einem Feſtmahle ver— ſammelt. Es galt, unſerm ſcheidenden Hrn. Landrichter Mosler“) noch einen Beweis von Anhänglichkeit und Aner— kennung ſeiner Verdienſte um den hieſigen Landgerichtsbezirk zu geben. Staatsdiener, Geiſtliche in großer Anzahl, faſt alle Bürgermeiſter des Bezirks, Honoratioren und Bürger aus Ortenberg, Bekannte und Freunde des Scheidenden aus der Umgegend, ſelbſt vom hohen Vogelsberge her, hatten ſich zu dieſem Zwecke vereinigt. Nachdem Kammerdirector Langermann im Namen der Verſammelten dem Gefeierten in einem Toaſte für ſein verdienſtvolles Wirken gedankt und die beſten Wünſche für die Zukunft ausgeſprochen hatte, wurde demſelben von dem Bürgermeiſter der Stadt Orten— berg eine von den Gemeinderäthen der Stadt unterzeichnete Adreſſe überreicht, in welcher ihm auch von Seiten der Bürgerſchaft auf eine herzliche Weiſe der aufrichtigſte Dank ausgeſprochen wurde für das viele Gute, das er in ſeiner Stellung 20 Jahre hindurch gewirkt, für die Liebe und Auf— opferung, mit der er ſein mühevolles Amt verwaltet.— In ſichtlicher Rührung dankte der Scheidende.— Ein Ständ— chen, dem Gefſeierten vom hieſigen Singverein mit Muſik gebracht, beſchloß den Tag.— Ungern ſehen wir einen Mann aus unſerer Mitte ſcheiden, der in einer ſo langen Reihe von Jahren ſich die allgemeine Achtung und Liebe erwarb. Er war uns ein gerechter, zugleich aber auch ein menſchenfreundlicher Richter, ein gewiſſenhafter und pünkt⸗ licher Beamter, ausgezeichnet durch Offenheit gegen Jeder⸗ mann, ein treuer Freund, Jedem zugänglich, der ſich an ihn wandte. Möge der Allmächtige ihn auch in ſeinem neuen Wirkungskreiſe dem Vaterlande noch lange erhalten! N(Gr. Heſſ. Ztg.) ) Bekanntlich iſt derſelbe nach Butzbach verſetzt worden und, wie wir vernehmen, daſelbſt auch ſchon mit ſeiner Familie angekommen. Die Redaktion. Kirchenbuchs⸗Auszug vom September 1843. Ulrichſtein. Getraute: 5. Der aus dem Unterthansverbande nach Amerika ent— laſſene Chriſtian Freymann aus Lich und ſeine Verlobte, Jakobine Schultheis, des vormaligen hieſigen Bürgers und Porzellanhändlers Conrad Schultheis unverhei⸗ rathete Tochter, welche ebenfalls mit ihren Kindern auswanderte. 5. Der Korbmacher Johannes Mohr, des hieſigen Amts⸗ beiſaſſen und Korbmachers Caſpar Mohr und ſeiner Ehefrau Eliſabetha, geb. Himmelmann, unverheuratheter Sohn und Chriſtina Katharina Roth, des Gemeinds— beiſaſſen Chriſtian Roth zu Köddingen unverheurathete Tochter. Getauft e: 21. Dem Ortsbürger zu Kölzenhain und Muller auf dem zur hieſigen Pfarrei gehörigen Selgenhof Johannes Dietz, Georgs Sohn, ein Sohn, Johannes, geb. den 25. Auguſt. 28. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johannes Birx eine Tochter, Anna Eliſa, geb. den 6. d. M. 28. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Conrad Schar⸗ mann ein Sohn, Heinrich, geb. den 6. d. M. 30. Dem hieſigen Bürger und Schuhmacher Ludwig Joſt Zwillingsſoͤhne, Conrad und Heinrich, geb. den 29. d. M. Beerdigte: Keine. Nachruf an den Großhrzgl. Heſſ. Landrichter, Herrn Muhl von Groskarben, jetzt Stadtrichter zu Gießen, von den Bürgern und Einwohnern des Landgerichtsbezirks Groskarben. Den 12. November 1845. Die Trauer herrſcht in unſerm ganzen Kreiſe; Getroffen hat uns ſchmerzlicher Verluſt. Von allen Seiten dringen Wünſche, heiße, Für Dich, der fern jetzt weilt, aus jeder Bruſt. Du Edler, der gerecht und mild gerichtet, Der auch den Aermſten nimmer hat bedrückt, Der jeden Streit gern in dem Keim vernichtet, Du biſt vielleicht auf immer uns entrückt. Wohl Wen'ge gibt's, Verehrter, die Dein Scheiden, Das ſchmerzliche, nicht tief betrübet hat, Wer kann uns zürnen, wenn wir ſie beneiden, Wo Du jetzt weilſt, am Lahnesſtrand die Stadt? Der biedre Sinn des gütigen Beamten, Dein klarer Blick, dem Volkswohl nur geweiht, Die ſeltne Menſchenliebe— ſie entflammten Uns alle heiß mit ew'ger Dankbarkeit. Wohl brachten wir Dir durch ein ſchwaches Zeichen) Die Huldigungen unſ'rer Liebe dar, Dir, dem nur Wenige man kann vergleichen, Den ſtolz wir unſer nannten manches Jahr; Doch lauter ſpricht die bange Abſchiedsklage, Daß man Dich, Edlen, nimmermehr vergißt, Und hier, wenn je, bewähret ſich die Sage, Daß Volkesſtimme Gottesſtimme iſt. So lebe wohl, Du Mann voll Herzensguͤte, Erſt hart geprüft vom neidiſchen Geſchick, Das Dir geraubt die hoffnungsvolle Blüthe,— Bald lächle wieder Dir der Sonne Blick! Denk' unſrer, wie wir Deiner ſtets gedenken, Dein neues Amt, es ſei an Freuden reich! Der Himmel mög' Dir alles Gute ſchenken Und uns ein Herz, das Deinem edlen gleich!— *) Ein ſilberner Pokal. * Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. f Arbeits- Verſteigerung. (1357) Dienſtag den 18. November l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Ratb⸗ hauſe zu Kaichen die bei Erbauung der Oeco⸗ nomiegebaude am Pfarrhaus daſelbſt nöthige Bauarbeiten, beſtehend in 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 251 fl. 25 kr. 2) Steinhauerarbeit 174% 59, 3) Zimmerarbeit 260 20„ 4) Dachdeckerarbeit 128 27 5) Schreinerarbeit 787 26 6) Schloſſerarbeit 98„ 44„, 7) Glaſerarbeit 6 30„* 8) Weißbinderarbeit 90 7 18 9) Pflaſterarbeit 112% 54% 10) Pumpenmacherarbeit 383 die Lieferung von Mauerſteinen, Sand, Kalk und Backſteinen, veranſchlagt im Gan— zen zu 402 fl. 33 kr., öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man noch, daß die Riſſe, Voranſchlaͤge und Verſteigerungsbedin— gungen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Friedberg den 9. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Obligations-Verlooſung. (1558) Die am 15. September d. J. ge⸗ zogenen Partial⸗Obligationen ſind: Nr. 7. 12, 13, jede à 200 fl., zuſammen 600 fl., rück⸗ zahlbar am 1. Januar 1846, bei dem Hand⸗ lungshauſe Herrn Simon Lindheimer zu Friedberg. Hohenſülzer im September 1845. Emmert. Verſteigerung. (1363) Montag den 24. und Dienſtag den 25 d. M., von Morgens ½9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſtercaſerne dahier namhafte Quantitäten getragener Mili⸗ tär⸗Montirungsſtuücke, als Mäntel, Röcke, Handſchube, Spencer, Mützen, wollene und lei— nene Pantalons, Gamaſchen, Hemden, Schuhe, Torniſter, Tzacos, Tzacosfilſe ꝛc., ſodann aus— rangirte Caſerne- und Compagnieſpiel-Requi⸗ ſiten, nämlich: Bett⸗Teppiche, Trommelfelle ꝛc., ſtück⸗ und parthienweiſe, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert. Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 10. November 1845. J. A. G6 z, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung. (1368) Mittwoch den 19. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in dem Orangeriegar⸗ ten und in dem hinteren Hirſchgraben dahier 10-12 abgängige Kern- und Steinobſtbäume, ſodann einige Haufen Reisholz an Ort und Stelle verſteigert. Zugleich ſoll ein Stück Grabland am Burg; berge von ungefähr 90 ◻Klafter auf mehrere Jahre verpachtet werden. Der Anfang wird im Orangeriegarten ge— macht. Friedberg den 12. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Domänenrath Bu ß. . 361. Die Handwerks-⸗Zeichenſchule (1569) wird Sonntag den 23. d. Mis. Vormittags um 10 Uhr, eröffnet, was zur Kenntniß der Intereſſenten mit dem Bemer⸗ ken gebracht wird, daß nur bis dahin noch Anmeldungen ſtattfinden können. Friedberg im November 1845. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1370) Nächſten Montag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll auf hieſiger Ge— meindeſtube die Anfertigung neuer Dachkan⸗ deln an das Pfarrhaus an die wenigſtnehmen⸗ den Spenglermeiſter in Akkord gegeben werden. Fauerbach II. am 11. November 1845. Der Grßh. Hef. Bürgermeiſter Philippi. Gefundene Säcke. (1571) Am 10. d. M. wurde auf der Chauſſee von Frankfurt nach Vilbel eine Par⸗ thie Fruchtſacke gefunden. Der Eigenthümer derſelben kann das Näherebei dem Unterzeich⸗ neten erfahren. Kleinkarben am 11. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stark. Bekanntmachung. (1372) Bei der heute ſtattgehabten Ver⸗ looſung wurde die Obligation Nr. 34 für 31. December d. J. mit 100 fl. rückzahlbar. Der Inhaber derſelben wird daher aufgefor⸗ dert obige Summe an dieſem Tage bei dem iſraelitiſchen Gemeinderechner in Empfang zu nehmen, indem von da an die Verzinſung aufhört. Rödelheim den 3. November 1845. Der Vorſtand J. H. May. Verſteigerung. (1373) Montag den 17. l. M., Morgens um 11 Ühr, wird in hieſigem Rathhauſe das Auswerfen des Hauptgrabens am Ried und des Grabens auf der Pfingſtweide öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Der Ueberſchlag liegt bis zum Verſteigerungs— termin in dem Geſchäftszimmer des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg am 12. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. F (187 Von den für das Großb. Ulrich⸗ ſteiner Hauptgeſtüt pro 1846 erforderlichen 757 Malter Hafer ſollen Dienſtag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, 592 Malter dahier und Donnerſtag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, 165 Malter in dem Stadtwirthshauſe zu Ulrichſtein Kreiſes Grünberg) an den Wenigſtverlangenden in Parthieen von 5 bis 10 Malter einer öffentlichen Verſteige— rung ausgeſetzt werden, wozu Liebhaber ein⸗ ladet. Neuulrichſtein bei Homburg a. d. O. den 9. November 1845. Die Gr. Heſſ. Geſtütsverwaltung Die g e l. Arbeits-Verſteigerung an Schloſſer. (1375) Samſtag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, wird die zu 69 fl. 20 kr. veran⸗ ſchlagte Anfertigung eines neuen eiſernen Kirchhofthores auf hieſigem Rathhauſe wenigſt⸗ nehmend veraccordirt. Obbornhofen den 7. November 1845. Der Kirchenvorſtand daſ. Korn ⸗Verſteigerung. (1876) Wontag den 17. d. M. ſollen da⸗ hier 9 Malter 3 Simmer Kirchenkorn meiſt⸗ bietend öffentlich verſteigert werden. Södel den 10. November 1845. Raab, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (41877) Montag den 17. d. M., Vormit⸗ tags ½ 11 Uhr, ſollen in dem Büdesheimer Gemeinoswald Raub oh 2,398 Cubikfuß eichen Werkholz, 15 Stecken eichen Scheitholz, 8„ Prügelholz und i 400 eichen Wellen öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt in dem Wäldchen an der Kilianſtädter Grenze. Büdesheim den 11. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep. N ννινσ Privat⸗ Bekanntmachungen. e e e e e (156% Sonntag den 16. d. M. iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höf⸗ lichſt einladet G. Gerlach. Mobilien-Verſteigerung. (1578) Dienſtag den 18. d M., Pormit⸗ tags 9 Uhr, laſſe ich in der Behauſung des Herrn Drehermeiſters Konrad Leonhard nächſt der Stadtkirche verſchiedene der mo⸗ dernſten Möbel, als Sopha, Stühle, Secre⸗ tair, Kommode, Spiegel, Tiſche, Kleider- und Küchenſchränke, Roßbaarmatratzen, Betten, Haus⸗ und Küchen⸗Geräthſchaften ꝛc., einer offentlichen Verſteigerung ausſetzen, wozu ich Steigluſtige hierdurch einlade. Friedberg. Zacharias Garde. Lebewohl. (1879) Bei meinem Scheiden aus dem; mir ſo lieb gewordenen, Landgerichts⸗Bezirk Groskarben rufe ich den Angehörigen deſſel— ben ein herzliches Lebewohl zu und danke ihnen für das, mir vielfältig bewieſene Zutrauen. Groskarben den 9. November 1845. Der ſeitherige Landrichter Ruhl. Empfehlung. (1580) Einem hieſigen, wie auswärtigen Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das früberhinige Schneider- und De⸗ katir-Geſchäft meiner Mutter, der J. G. Schmidt's Wittwe, nun auf eigene Rech⸗ nung betreibe, und werde mirs angelegen ſein laſſen, ſtets nach der neueſten Facon und mit Dauerhaftigkeit zu arbeiten. Um das frühere Wohlwollen bittet ergebenſt Friedberg im November 1845. K. F. Binkart, Herrn⸗Kleidermacher und Dekatär, wohn⸗ haft bei Hrn. Spenglermeiſter K. Rauſch, der Judengaſſe gegenüber. Empfehlung. (15810 Mit Winterröcken und Pale⸗ tots, von ſchwerem Stoffe und moderner Facon, gebleichten und ungebleichten Herrn⸗ und Frauen ⸗Unterhoſen, weißen und gefärbten Jacken, ſo wie mit den bekann⸗ ten Tuch⸗ und Kalmuk⸗Mänteln empfiehlt ſich beſtens Mayer Schwarz, Judengaſſe in Friedberg. — „ 362. Fur den bevorſtehenden Winter 8 habe ich eis Lager mit den ſchon bekannten und noch mehreren neuen Artikeln N hergeſtellt, ſo daß ſteis eine große Auswahl der modernſten Herrn⸗, Knaben⸗ und Haus⸗ Kappen, von pelz, plüſch und Tuch, vorräthig ſein wird. Außerdem bin ich noch mit eiger enen auswahl ſchwarzſeidener Hüte für Herrn⸗ und Knaben, ſowie mit gro⸗ ßen und kleinen Turnerhüten neueſter Facon verſeben. Ferner habe ich noch einen bedeutenden Vorrath ſehr geſchmackpoller, großen und kleinen Muffe, Boas, Pelzhandſchuhe, Jagd⸗ ſtauchen, Aſtrachan⸗Kragen, uf Mäntel und Röcke, und von noch anderem Pelzwerk, ſowie guch von Filzſchußen, Filz, Kork⸗ u. Patent⸗Sohlen und glaube dem Bedarf der angeführten Gegenstände für disſen Winter in jeder Beziehung vorſtehen zu können. Friedberg im November 1845. Carl Huppuch, der Poſt gegenüber. Befßanntmachung. 4583) Samſtag den 13. December d. J., Vormittags 11 Uhr, wollen die Pfarrer Schä⸗ fer'ſchen Erben, den ihnen eigentbümlich zu⸗ ſtehenden, in der Gemarkung Rendel, drei Stunden von Frankfurt, Friedberg und Hanau gelegenen, Mühlplatz, nebſt 6 Morgen 9¾ Ruthen Garten-, Acker⸗ und Wieſengelände, öffentlich meiſtbietend, auf dem Rathhauſe zu Rendel verſteigern laſſen. Es wird darauf auſmerkſam gemacht, daß ſich dieſer Platz, da eine, nur einige hundert Schritte oberhalb deſſelben gelegene, ſtarke Waſſerquelle mit dem erforderlichen Gefälle zu dem Betrieb eines Waſſerrades benutzt werden kann, und fruher wirklich benutzt wor— den, zu Anlegung einer Fruchtmühle ſowohl, als einer Waſſerkraft erforderlichen Fabrik ſehr vortheilbaft eignet. Das Nähere hierüber kann bei dem Unterzeichneten zu Rendel erfahren werden. Rendel den 11. November 1845. In Auftrag: Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Be ck. Nachkirchweihe zu Steinfurth. (138) Sonntag den 16. November iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Dor Der Beigeordnete Alles. Schönes Weißkraut (1585) hat zu verkaufen 5 Heinrich Hanſtein IV. Verlorne Säcke. (1586) Auf dem Weg von Vilbel aus bis Niederwöllſtadt ſind mir 28 Säcke ver⸗ loren gegangen. Der Finder wird gebeten, ſolche gegen eine Belohnung bei Herrn Gaſt⸗ wirth Trapp zu Friedberg abzugeben. Griedel den 10. November 1845. F. Wetz, Riedmüller. in (1587) 2 Zimmer, Küche, Speicher und Keller, das ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Kammmacher Carl Kiefer. Kap jet a li en, (1588) von verſchiedener Große, liegen zum Ausleihen bereit und werden in verſchie⸗ denem Zinsfuß theils gleich, theils ſpäter gegen empfehlende Unterpfänder ausgegeben. Friedberg den 12. November 1845. In Auftrag: Joh. Philipp Jung. Ein Logis (1589) hat zu vermiethen 1 K. Rauſch, Spenglermeiſter. Verlornes. (1390) Auf der Chauſſee von Gailshauſen uber Grünberg bis Lich iſt ein Notizbuch ver⸗ loren gegangen, und wird der Finder erſucht, ſolches gegen eine Belohnung in der Poſt zu Lich abzugeben. Empfehlung. (1891) Einem hieſigen, wie auswärtigen Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich meine Wohnung bei Herrn Dönges, Schuhmachermeiſter, verlaſſen babe und nun mein eigenes Haus, der Judengaſſe gegenüber, bezogen habe. Dem ferneren Wohlwollen em⸗ pfiehlt ſich ergebenſt K. Rauſch, Friedberg. 0 Spenglermeiſter. Dankſagung und Geſchäftsempfehlung. (1592) Allen meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das Geſchäſt meines verſtorbenen Ehegatten, des Schneidermeiſters Bechtel, unter der Lei— tung eines Werkführers von Frankfurt auf das Thätigſte fortbetreiben werde. Stets werde ich bemüht ſein, das meinem verlebten Chegatten geſchenkte Zutrauen, für welches ich hiermit herzlich danke und auf mich gütigſt zu übertragen bitte, durch reelle und billige Bedienung mir auch ferner zu erhalten ſuchen. Niederwöllſtadt. Bechtel's Wittwe. Literariſche Anzeige. (1898) So eben iſt in dritter unveraͤn⸗ derter Auflage erſchienen und in allen Buch⸗ handlungen zu haben, in Friedberg bei C Bindernagel: Der Gevattersmann. Volksſchrift fur 1846. Herausgegeben von Berthold Auerbach. Verfaſſer der Schwarzwälder Dorfgeſchichten. 5½ Druckbogen mit 32 Originalholzſchnitten von den anerkannteſten Künſtlern entworfen. Mit Titelbild in Umſchlag broſch. Preis: 12 kr. 5 Ein Volksbuch, über welches die öffentliche Theilnahme durch einen Abſatz von über 70,000 Exemplaren des erſten Jahrgangs ſich ausge⸗ ſprochen hat und das kaum nach dem Erſchei⸗— nen des zweiten Jahrgangs ſchon die dritte Auflage nöthig machte, ſpricht mehr als alle Empfehlungen für den Werth des Inhalts. Karlsruhe. Fr. Gutſch 8 Rupp. Artiſtiſches Inſtitut. vom 13. November N Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 44 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 8 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11152 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 26. Sonntag n. Trinitatis d. 16. Nov. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Crößmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvikar Land mann. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Heinrichs. Fir uch pre e 13. Nov. 7. Nov.] 4. Nov. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz . g I. kr. f r Waizen pr. Malter] 13 30 1421 14 10 9 75 1045112610 30 Gerſte„ 75 8—1 8127 408 Hafer 90 41251 4 501 415 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 21. November 1845. 28 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 1 5 kr. pf. kr. gf. 1 Leib⸗Roggenbrod 44— 1 60 2 7 77 7% 2 4 77 7 15 Lt.. etz. — Milchbrod 13 103/ — Waſſerweck 133¼/ 13½ — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. 1 1 Ochſenfleiſch ies 142 13 85 bg; gemäſtete 97 1 „ Kühfleiſch i 81 ; 30 gemäſtetes 8— 8 2 Rindſleiſch ungemäftetes 7 „ Kalbfleiſch 81 8 „ Schweinenfleiſch 11121 „Hammellleiſch 17 „ Schaaflleiſch 5 „ Wurſftvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 100 „ Bratwurſt 1160 „ Schwartenmagen 16 1 „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 16% „ Dörrfleiſch 1% „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18 5 „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelcsfett 161— 1161— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Tare für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follen tus. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.