Unga 5 9 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Das Grßh. Heſſ. Landgericht Friedberg an die Gr. Buͤrgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Die Löſchung der Einträge in den Hypothekenbüchern. In Folge eingelangter höchſten Verfügung eröffnen wir Ihnen das Folgende: 10 Hypotheken können in den Amtshppothekenbüchern nur dann gelöſcht werden, wenn die Unterſchriften der Empfänger gehörig beglaubigt ſind. 2) Iſt der Empfänger eine andere Perſon als der urſprüng⸗ liche Gläubiger ſelbſt z. B. ein Erbe deſſelben, ſo muß ſeine Berechtigung zum Empfange durch genü⸗ gende Beſcheinigung nachgewieſen ſein. 3) Löſchungen in den Orts hypothekenbüchern durfen nie— mals eher erfolgen, bis Ihnen entweder deßfallſige beſondere Weiſung des Gerichts zugeht, oder ihnen die kaſſirte Hypothek ſelbſt, auf welcher jedesmal die er— folgte Löſchung von Seiten des Gerichtes notirt wer— den wird, vorgelegt wird. Sie haben ſich hiernach zu bemeſſen und insbeſon— dere auf die Vorſchriften unter 1. 2. die betreffenden Per— ſonen bei vorkommenden Gelegenheiten ſtets aufmerkſam zu machen. Friedberg den 2. Juni 1845. Hofmann. Die Spielbank. Aus: Vermiſchte Nachrichten, in der Kölniſchen Zeitung vom 4. Mai, Beilage J. Vor einigen Monaten theilte unſer Blatt einen entſetz— lichen Vorfall mit, der ſich in Folge des Beſuches der hom— burger Spielhölle erhoben hatte. Ein Edelmann vom Rhein hatte ſeine ganze Habe verloren, ermordete ſich, und ſeine Frau wurde wahnſinnig. Die Sache machte unge— heures Aufſehen, die homburger Spielpächter, Gebrüder Blanc, erklärten indeſſen kurzweg, daß ſie von derſelben nichts wüßten. Wir hatten Gründe die Sache bis auf Weiteres ruhen zu laſſen. Nun aber bringt die„Augsb. Allg. Zeitung,, welche in der jüngſten Zeit ſich nachdrück— lich gegen den Spielunfug erklärt hat, folgendes Schreiben vom Rhein, das an einen ihrer Redacteure gerichtet worden Sonnabend, den 14. Juni —„1345. iſt.„Wir, die wir die ſchauderhaften Folgen des Spiels ſo oft in unſerer Nähe ſehen müſſen, beſchwören die Augsb. Allg. Zeitung ihr kräftiges Wort, ihren großen Einfluß öfter in die Wagſchale der Gegner jenes ſchändlichen Gewerbes zu legen. Was ſoll noch aus dieſem Zuſtande werden? Täglich, ſtündlich verurſachen die ſchändlichen Spielſpelunken, die von den Regierungen unſeres Mittel- deutſchlands privilegirt werden, neue Kataſtrophen, richten ſtets neues Unglück an, abſonderlich Homburg, wo vom 1. Januar bis 31. Dezember Tag und Nacht an drei Spiel— tiſchen geopfert wird. Dazu kommt die Leichtigkeit der Communication, die Eiſenbahnen, Dampfſchiffe, die feine Speculation der Herrn Blanc, welche allein zwiſchen Frank— furt a. M. und Hombung täglich 20mal hin und her für wenige Kreuzer Poſtwagen gehen laſſen, wofür ſie der Poſt— verwaltung aufzahlen. Von Mainz nach Franffurt beſteht die Eiſenbahn, und ſo raſ't, wüthet denn die ganze Gegend hier herum nach dem Sodom des Herrn Blanc und Hunderte, Tauſende richten ſich und ihre Familien zu Grunde! Blanc war dreiſt genug, den(von der„Kölni— ſchen Zeitung“ berichteten) Fall mit dem unglücklichen Baron W. und ſeiner Frau zu läugnen. Allerdings bemerkte er, trügeriſch genug, es habe kein Spieler mehr als 2000 fl. auf einmal verloren, aber W. verlor ja ſein Vermögen nicht auf einen Tag, ſondern kam 10- oder 125 mal nach Homburg, und es iſt wahr, und bleibt es leider, daß er ſein Vermögen, Hab und Gut ver— ſpielt hat, daß ſeine Frau im Irrenhauſe iſt und er ſich umgebracht hat, während die Kinder Bett— ler ſind. Solche oder ähnliche Fälle könnte ich Ihnen zu Dutzenden erzählen, aber ich bin nicht des Schrei— bens kundig, bin ein alter Soldat, habe lange den Degen gefuhrt, wie ich jetzt den Pflug fuͤhre, und habe meine feſte Zuverſicht auf Sie und Ihr Gemüth, daß Sie einſehen werden, wie der Himmel Sie nicht umſouſt an einen Platz geſtellt hat, wo es gilt, die Stimme fuͤr eine Sache der Ehre und Wahrheit zu erheben. Ich bin ein alter Mann, nahe den Siebenzigen, möchte mich nicht in die Debatten der Preſſe werfen, und Sie kennen ja die uns Deutſchen anklebende Scheu vor der Oeffentlichkeit; ich trete daher nicht mit meinem Namen vor das Publicum; thun Sie es fur mich und fuͤr die vielen Gleichgeſinnten am Rheine, die ſich der Schmach ſchamen, die durch die Spielbanken auf unſe— rer Nation laſtet.“ 1 9 N Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Bekanntmachung. (768) Die Braunkohlenconſumenten des Dorheimer Bergwerks werden hierdurch be⸗ nachrichtigt, daß wieder neu geformte trockene Kloͤtze hier vorräthig ſind und dieſelben auch wieder wie bisher auf Credit gegen genügende Buürgſcheine abgegeben werden, deren Credit⸗ zeit wie folgt beſtimmt wird: In den Monaten Mai u, Juni bis Ende Sept. l. J., Julf, Aug. u. Sept. bis Ende Dez. l. J. Oktob. Nov. u. Dez. bis Ende März 1846. Der Preis der Klötze iſt wie ſeither 12 kr. bro Centner à 14 Stück. Die Kohlenabnehmer werden darauf auf⸗ merkſam gemacht, daß es in ihrem Intereſſe liegt, ſoviel als thunlich ihren Bedarf den Sommer über von den Reihen abzufahren, indem ſie ſo 6 bis 10 Procent mehr Kohlen erhalten, als bei den Klötzen, welche auf Hau⸗ fen oder in Schoppen magazinirt worden ſind, an welchen durch das Aufſchlagen und Ver⸗ laden ſich gewöhnlich ein Abfall von obiger Größe ergibt. Dorheimer Bergwerk am 20. Mai 1845. Die Gr. Dorheimer Bergverwaltung: Der Gr. Berginſpector Storch. Weiß bin derarbeit. (796) Donnerſtag den 19. Juni d. J., des Vormittags 10 Uhr, ſoll das Ausweißen meh— rerer Localitäten in hieſiger Reiter-Caſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben wer— den, bis wohin deßfallſige Soumiſſionen ver— ſiegelt und mit der Aufſchrift Weißbinderar⸗ arbeit betr. in das am Eingang zum hieſigen Verwaltungsbureau aufgehängte Soumiſſions— käſtchen einzulegen ſind, bei deren Eröffnung auf gedachtem Bureau zur bemerkten Stunde die Soumittenten oder Bevollmächtigte der— ſelben zugegen ſein können. Die Accordsbe⸗ dingungen, welche zugleich das Soumiſſions— verfahren enthalten, liegen von heute an zur Einſicht offen. Butzbach den 3. Juni 1845. F. A. Cellarius, Unterquartiermeiſter. pferdedung⸗Verſteigerung. (800) Da die ſeither halbmonatliche Ver⸗ ſteigerung des Pferdedüngers in hieſiger Rei— ter⸗Caſerne künftighin jedesmal den 10. und 25. eines jeden Monats, Vormittags 10 Uhr, abgehalten und den Käufern deſſelben von da an bis zum Schluß des Halb-Monats Abfahr— zeit geſtattet werden ſoll, ſo bringt man dies zur öffentlichen Kenntniß und erſucht zugleich die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend, ſol— ches in Ihren Gemeinden, im Intereſſe der⸗ ſelben noch beſonders bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 3. Juni 1845. N A. Cellarius, Unterquartiermeiſter. Verſteigerung von Pflaſterarbeit in der Stadt Gießen. (839) Mittwoch den 18. d. M., des Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe das Brechen und Zurichten von: 62,928 Ku⸗ bikklafter Schichtſteinen, ſowie die Herſtellung von 740,33[IKlftr. Pflaſter, im Voranſchlag zu 8136 fl. 13 kr., ferner das Zurichten von: 20,825 Kbkklftr. alter Pflaſterſteine und die Herſtellung von: 245[IKlftr. Pflaſter, laut „ 184. Poranſchlag 1349 fl. 57 kr., die Beifuhr von: 62,928 Koklftr. Pflaſterſteine aus dem Hangel⸗ ſtein auf die Straße vom Selzerthor bis an den Marktplatz, laut Voranſchlag 1258 fl. 34 kr. an die Wenigſtfordernden verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß nur ſolche Leute zum Bieten zugelaſſen werden, welche ſich wegen ihrer Qualification gehörig ausweiſen können und hinlängliche Caution zu ſtellen im Stande ſind. Die Voranſchläge und Bedingungen können jederzeit auf der Bürgermeiſterei eingeſehen werden. Gießen den 5. Juni 1845. 5 Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter G. Reiber. Gras ⸗Verſteigerung, (80) Montag den 16. l. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf der Neuherberge bei Nieder⸗ wöllſtadt das diesjäbrige Gras zu Heu und Grummet von 218 Morgen Gräflich Solms Rödelheim'ſchen Wieſen in Niederwöllſtädter Gemarkung, in einzelnen Abtheilungen, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 7. Juni 1845. Gräfl. Solmſiſche Rentei daſ. Verſteigerundg. (8113) Montag den 16. Juni d. J., Nach⸗ müttags 3 Uhr, ſoll auf Antrag des Jakob Adami von Niederweiſel, das demſelben zu— ſtehende, früher Wilhelm'ſche Haus dahier, in der Wetzlarergaſſe gelegen, welches ſich vorzüglich zum Wirthſchaftsbetrieb eignet, auf dem Bürgermeiſtereibureau dahier verſteigt werden, unter dem Anfügen, daß bei annehm— barem Gebot der Zuſchlag ſogleich erfolgt. Butzbach am 5. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seippel. Holz-Verſteigerung. (8116) Dienſtag den 17. d. M., von Moc⸗ gens 8½ Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms⸗ Rödelheimiſchen Bainhardswald bei Rosbach das nachſtehende Holz, nämlich: 240 Stecken lohgeſchältes Prügelholz, 150 1„ Reiſerholz, 450 Stück 15 Baumſtützen, 200„ 7 Werkholzſtangen, 4 Stecken Späne, 5½„ gemiſchtes Durchforſtungs-Prü— gelholz, 132 deßgleichen Stockholz, 20 1 deßgleichen Reiſerholz, 20 halbe Stecken deßgleichen Reiſerholz zu Bohnenſtangen ausgeſucht, 500 bis 600 Wellen Putzreiſer aus den Loh⸗ ſchlägen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 7. Juni 1845. 5 Gräflich Solms-Rödelheimiſche Forſtverwaltung. Gras ⸗Verſteigerungen. (889) Nächſten Montag den 16. d. M., früh 8 Uhr, ſoll das Gegräs von den der hie— ſigen Gemeinde gehörigen Wieſen, Diſtrikte Ortenberg, Graͤben und Kuhweide, und Dien⸗ ſtags den 17. d. M., früh 8 Uhr, das Gras von den Diſtrieten Nachtweide u. ſ. w. auf dem hieſigen Rathhauſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen verſteigert werden. Reichelsheim den 10. Juni 1845. Der Herz. Naſſ. Oberſchultheis Gros. Frucht ⸗Verſteigerung. (860) Donnerſtag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeich⸗ neten von den Früchten zu Hungen 6 Achtel Waizen und 80 Achtel Korn, ſodann Freitag den 20. d. M., Morgens 10 Uhr, im herr⸗ ſchaftlichen Haus zu Wölfersheim, 18 Achtel Waizen, 120 Achtel Korn und 25 Achtel Gerſte verſteigert werden.. Hungen den 7. Juni 1845. Fürſtlich Solmſiſcher Rentamtmann Kießling. Arbeits- Verſteigerung. (8610 Die bei unterbaltung und Repara⸗ tur der hieſigen öffentlichen Gebäude, Brun⸗ nen, Stege ꝛc. erforderliche Zimmer-, Maurer-, Dachdecker⸗, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer⸗, Weißbinder⸗, Stein— hauer-, Brunnen und Pumpenmacherarbeit wird Mittwoch den 18. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in hieſiger Bürgermeiſterei wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben. Bruchenbrücken am 9. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. Verſteigerung von Bauarbeiten. (862) Die an dem Schulhauſe zu Rommel⸗ hauſen nothwendige fl. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 23 Zimmerarbeit, 2 788 Schreinerarbeit, 7„ 44 Schloſſerarbeit,„ 4 1 Glaſerarbeit, 5 7 4 Weißbinderarbeit,„„ 821 Steinhauerarbeit,„„ 26 ſowie die Lieferung von 2 Tauſend Backſtei⸗ nen, 0,2 Klftr. Sand und 6 Buüͤtten Kalk, ſoll Donnerſtag den 19. d. M., des Nach⸗ mittags um 2 Uhr, im Wolfiſchen Gaſthauſe zu Rommelhauſen wenigſtnehmend verſteigert werden. Gleichzeitig wird die bei Herſtellung des dortigen Trinkbrunnens nöthige fl. Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 48 Maurerarbeit,„ 6 2 öffentlich in Accord gegeben. Höch ſſt g. d. Nidder am 9. Juni 1845. Der Grßhb. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Oeffentliche Bekanntmachung. (8663) Heinrich Wolf 1. zu Rockenberg hat ſich aus gerichtlich gebilligten Gründen frei⸗ willig der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Vermögens begeben, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß Rechtsgeſchäfte mit ihm nur unter Zuſtim⸗ mung des für ihn beſtellten Curators Jacob Wolf daſelbſt gültig abgeſchloſſen werden können. Butzbach den 2. Juni 1845. Groß. Heſſ. Landgericht daſ. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Gras- Verſteigerung. (860 Das dießjährige Gras von ohngefaͤhr 2 Morgen der Frau Philipp Gerths Wittwe gehörenden im Straßheimer Grund liegenden Wieſen ſoll Montag den 16. l. M., Morgens 11 uhr, in hieſigem Rathhauſe zu Heu und Grummet öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 12. Juni 1845. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (865) Donnerſtag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll die Anlieferung von 500 Centner Heu auf die Bergwerke Wölfersheim und Weckesheim auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten dahier in Hungen wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Hungen den 9. Juni 1845. Der Fürſtlich Solmſiſche Rentamtmann Kießling. beding verſie ung! M (86 mitig hause Cheffe meist 319% den G Schme Fre (870 Heugras-Verſteigerung. onnerſtag den 10. d. M., Morgens e ae das der hieſigen Ge⸗ meinde zuſtebende diesjährige Heugras von vorzüglicher Güte von circa 200 Morgen durch den Unterzeichneten verkauft werden. Florſtadt den 10. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Woll ⸗Lieferung. (867) Die Lieferung von acht Centner wei⸗ ßer und zwei Centner ſchwarzer reiner Ham⸗ melwolle für die hieſige Anſtalt ſoll auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtſordern⸗ den vergeben werden. Darauf Reflectirende wollen ibre Soumiſſionen längſtens bis zum 28. dieſes, Vormittags 10 Uhr, auf dem Di— rectorial-Bureau, woſelbſt auch die Lieferungs— bedingungen zuvor eingeſehen werden können, verſiegelt und mit der Aufſchrift„Wollliefer— ung betreffend“, einreichen. Marienſchloß am 4. Juni 4645. N. Der Verwalter Bauer. Garten-Verſteigerung. (868) Mittwoch den 23. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Ubr, wird in hieſigem Nath⸗ hauſe nachſtehender der Nicolaus Wüſt'ſchen Ehefrau dahier gebörende Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: Pag. und Nro. 319/29 41 Ruthen 80½[IKlitr. Garten in den Grabengarten an Jacob Wien und Jacob Schmidt. 3 Friedberg den 11. Juni 1845. J. A. Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (869) Mittwoch den 18. Juni l. J., Morgens 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe in Folge eingelegten Nachgebots die Hofraithe des ver⸗ ſtorbenen Bürgers und Schuhmachers Georg See, beſtehend pag. und Nr. 52/812 in Wohn⸗ baus und Ställchen an Georg Göring und Georg Rauſch J. öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. 5 Friedberg am 11. Juni 1845. J. A. Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender. Gras- Verſteigerung. (8700 Samſtags den 21. Juni, Vormittags 10 Uhr, wird das Gras von circa 350 Mor⸗ gen gemeinen Wieſen in einzelnen Abthei⸗ lungen der öffentlichen Verſteigerung ausge⸗ ſetzt. Das Gras iſt von vorzüglicher Guͤte und ich erſuche die Herrn Bürger meiſter, die⸗ ſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen öffent⸗ lich bekannt machen zu laſſen. Utphe den 9. Juni 1845. g Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter Böcher. Gras-Verſteigerung. (871 Dienſtag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Gras von circa 140 Morgen Gemeindewieſen, theils ein⸗ theils zweiſchuͤrig, in einzelnen Abthei— lungen, öffentlich an die Meiſtbietenden ver— ſteigert werden. Niederwöllſtadt den 10. Juni 1845. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Ko ſt. Heugras-Verſteigerung. (872) Von nachbenannten Freiherrlich von Löw'ſchen Wieſen ſoll das diesjährige Heugras meiſtbietend verſteigert werden: g 1) zu Burg⸗Friedberg: Mittwoch den 18. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, von der ſ. g. Pfingſtweide, ungefähr 8 Morgen haltend, an Ort und Stelle. % 185. * 2) zu Bauernheim: Donnerſtag den 19. Juni, Vormittags um 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres, von ungefähr 9 Morgen. 3) zu Florſtadt: An demſelben Tage, nach beendigter Heugras— Verſteigerung von den Gemeindewieſen, von ungefähr 90 Morgen. Jzu Niedermockſtadt: Montag den 23. Juni, Vormittags um 10 Uhr, in der Beyhauſung des Herrn Gaſt⸗ wirths Goll, von ungefähr 20 Morgen. Florſtadt den 10. Juni 1845. Der Freih. von Löw'ſche Rentmeiſter daf. Wu Gras-Verſteigerung. (873) Freitag den 20. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ſoll das der Gemeinde Rodheim zu⸗ ſtehende Heu und Grummetgras von circa 56 Morgen in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Rodheim den 11. Juni 1845. f Der Grßh., Heſſ. Bürgermeiſter Jia end b i. Oeffentliche Bekanntmachung. (87 Geſtellten Antrags zu Folge ſollen im Termin den 16. d. M., Morgens 9 Uhr, in der Wohnung des Samuel Roſentbal zu Nauheim verſchiedene zur Nachlaſſenſchafts— maſſe der Wittwe des verſtorbenen Handels— manns Moſes Roſenthal, Hanchen, geb. Kuder zu Nauheim, gebörige Mobiliargegenſtände, als: Gold, Silber, Früchte, Sandſteine, Leinen, Hausgeräth und ſonſtige Gegenſtände öffentlich meiſtbietend gegen baare Bezahlung verkauft werden, was Kaufliebhabern zur Nachricht dient. Dorheim den 10. Juni 1845. Kurfürſtlich Heſſ. Juſtizamt v. Ra u. vt. Ruprecht. V. C. ANNA Nννι Privat⸗ Bekanntmachungen. Frankfurter Lebens Verſicherungs⸗ Geſellſchaft, (656) beſtätigt durch Beſchluß Hohen Se⸗ nats der freien Stadt Frankfurt. Grund⸗Capital:. Drei Millionen Gulden. Die von Hohem Senat beſtätigte Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft verſichert Capitalien und lebens längliche Ren⸗ ten, welche nach dem Ableben des Ver— ſicherten an ſeine Erben, oder an jede andere, von ihm bezeichnete Perſon, oder an den Inha⸗ ber der Police bezahlt werden; gewährt Verſiche— rungen, deren Beträge nach einer beſtimm⸗ ten Reihe von Jabren an den Verſicherten ſelbſt, oder an ſeine Erben bezahlt werden; conſtituirt Leibrenten, ſo daß man, je nach Verſchiedenheit des Alters 10 bis 17 vom Hundert jährliche Zinſen erlangen kann. Der Wirkungskreis der Geſellſchaft umfaßt alle Geſchäfte, die in anderen Formen durch Aus ſtattungs-Anſtalten, Wittwen- und Spar⸗Caſſen vollzogen werden. Die auf Lebenszeit Verſicherten ſind an dem Gewinne der Geſellſchaft betheiligt, ohne, daß ſie von den möglichen Verluſten betroffen, oder zu Nachzahlungen angehalten werden können. Proſpektus und Tarife, ſowie jede weitere Auskunft, können bei dem unterzeichneten Agenten empfangen werden. (Dieſe Geſellſchaft hat mit der Frankfurter Verſicherungs⸗Geſellſchaft gegen Feuerſchaden durchaus keine ſolidariſche Gemeinſchaft; jede dieſer beiden Anſtalten beſitzt ihren vollkomm⸗ nen getrennten Sicherheits-Fonds, und beſteht kraft beſonderer Statuten.) Vilbel im April 1845. Der Agent der Frankfurter Lebens⸗ Verſicherungs-Geſellſchaft, J. C. Bermann. A R (790) Meinen verehrten Kunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich nun⸗ mehr meine Wohnung bei Herrn Spengler⸗ meiſter Ludwig in der Metzgergaſſe habe. Gleichzeitig erlaube ich mir, dem perehrlichen Publikum mich als Herren ⸗Schneider beßtens zu empfehlen, indem ich es mir ſtets angele⸗ gen ſeyn laſſe, neben einer möͤglichſt prompten Bedienung durch gute und moderne Arbeit die Zufriedenheit meiner Kunden, ſowie das mir geſchenkt werdende Zutrauen, zu erhalten. ut, Herrn⸗Schneidermeiſter. Naſſauer Eiſen, (817) beſtehend in Rad-, Huf und Egge— zahnſtäben, Achſen mit Büchſen, Legeiſen, Segg⸗, Schaaren⸗, Zein⸗, Schloſſer- und Band⸗ eiſen, gewalztes Bandeiſen, Blech, Drath und alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel; Steinkohlen, Dielen, Latten u. ſ. w. verkaufe ich zu möglichſt billigen Preiſen und werde durch reelle und gute Behandlung meine werthen Abnehmer zufrieden ſtellen. Friedberg jm Juni 1845. Jean Huber. Ein Spenglermeiſter (828) ſucht einen Lehrling. Nähere Aus⸗ kunft gibt die Exped. d. Bl. Ein Logis (825) gleicher Erde, welches ſich zu jedem Geſchäfte eignet und ſich in der Ludwigs⸗ ſtraße befindet, iſt zu vermiethen bei Conrad Reuß. Geſchäfts-Empfehlung. (818) Einem geehrten Publikum erlauben wir uns hiermit anzuzeigen, daß wir ſeit 2 Monaten ein Filial-Geſchäft in Reichelsheim etablirt haben, in welchem wir ſämmtliche Artikel, wie hier, als: Eiſen-, Guß⸗, Spezerei⸗ und Ellenwaaren, Bretter, Gyps und Stein— kohlen, beſchlagene Wagen und ganz neu ein⸗ gerichtete Kartoffelmühlen führen und bitten unter Zuſicherung der billigſten Preiſe und reeller Bedienung um geneigten Zuſpruch. Echzell den 4. Juni 1845. Gebr. Schwarz. Aus zu leihen. (85 2000 fl., welche getrennt, 4000 fl. wovon aber nicht weniger als Tauſend Gul— den abgegeben werden, liegen zum Ausleihen bereit und müſſen Taxationen baldigſt einge— reicht werden. Friedberg am 8. Juni 1845. Baruch Hecht bei Herrn Schneidermeiſter Friedrich neben der Poſt. Bekanntmachung. (855) Die erſte Sommerbeluſtigung der Caſino-Geſellſchaft findet Mittwoch den 18. Juni, Nachmittags, auf dem Oſſenheimer Jagdhauſe ſtatt. Der Caſinovorſtand. Alle Sorten Pflanzen, (875) beſonders vorzügliche Kopf⸗Sellerie— Pflanzen, ſind zu haben bei f Schreinermeiſter Windecker an der Stadtkirche. Paletots! 8706) verkauft Mayer Schwarz in der Judengaſſe. Was gibt's Bequem'res auf der Welt, Als einen Sack zu tragen? Jetzt möcht' ich nicht fur vieles Geld Mit engem Rock mich plagen. Längſt war der Säcke Zahl ſchon bunk, Doch keinem iſt's gelungen, Daß er von eines Dichters Mund Im Liede ward beſungen. n unſerm Sack gebührt die Ehr! Drum laßt uns laut ihn preiſen; Doch dem Erfinder laßt vielmehr Recht dankbar uns beweiſen. Dies Denkmal wollen wir dem Mann Aus tiefſtem Danke ſetzen. Kauft Säcke nur, wer kaufen kann! Ihr Werth iſt kaum zu ſchätzen!! iC (877) Bei Theodor Fiſcher in Caſſel iſt ſo eben erſchienen und commiſſionsweiſe bei Bademeiſter Schwab im Kurhaus zu Nauheim zu haben: Nauheim, ſeine natürlich warmen Soolqnellen und deren Wirkung, nebſt einer kurzen Nachricht über den Schwalheimer Mineralbrunnen von Dr. Friedrich Bode, Phyſikus und Badearzt in Nauheim.(Preis: 15 Sgr.) N. Simon, Drechsler in Butzbach, Griedeler Straße der Mehlwaage gegenüber, (878) empfiehlt ſich ganz ergebenſt mit einer großen Auswahl geſchmackvoller Pfeifen, Bern⸗ ſtein⸗Cigarrenſpitzen, Spazierſtöcke, Regen⸗ ſchirme ꝛc. Auch nimmt derſelbe alle Repara⸗ turen an und verſpricht reelle Bedienung. Wohnungs veränderung. (879) Von heute an wohne ich bei Herrn Gottlieb Kettinger Ludwigsſtraße Nr. 11. Friedberg den 9. Juni 1845. G. Trapp II., Hofgerichts-Advokat. Gras⸗ und Kleeverſteigerung. (880) Da ſich bei der am 12. d. M. in mei⸗ nem Brachbrunnens arten abgehaltenen Gras— und Klee-Verſteigerung keine Theilnehmer ein— gefunden haben, wird dieſelbe naͤchſten Mon— tag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, noch— mals abgehalten. Friedberg den 12. Juni 1845. C. Bindernagel, Vater. Heugras⸗ Verpachtung. 18810 Donnerſtag den 19. Juni, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, will Unterzeichneter ſein Heugras * 186. zu Heu und Grummet in 24 neee auf der Wieſe öffentlich meiſtbietend verpachken Sollten ſich pachtliebhaber für's Ganze vor⸗ finden, ſo ſoll nach ſtattgehabter abtheilungs⸗ weiſer Verſteigerung das Ganze aufgeboten werden. n Philipp Philippi. Ein zweiſtöckiges Wohnhaus, (882) 44 Schuh lang, 20% Fuß tief, das Stockwerk von 10 Fuß Hohe, meiſtens von Eichenholz gebaut und ſich zum Aufſchlagen auf jeden andern Platz eignend, iſt billig auf den Abbruch zu kaufen. Nähere Auskunft darüber ertheilt Fr. Hilbrecht in Friedberg. Steinkohlen- Verkauf. (883) Adam Schmidt, Nagelſchmied in Vilbel, empfielſit ſich hierdurch mit engliſchen Steinkohlen beßter Qualität zu möglichſt billi⸗ gem Preis. Nauheimer Teichhaus. (881 Sonntag den 15. Juni iſt auf dem Naubeimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. „Henke. Schwalheimer Mineralbrunnen. (885) Sonntag den 15. Juni zur Feier des Lamboifeſtes Harmonie- und Tanzmuſik, wo⸗ zu höflichſt einladet Henkel. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Sonntag n. Trinitatis den 15. Juni. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Krug. Fr uch are 12. Juni]ſ 6. Juni] 3. Juni Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Malnz gerau 5 fl. kr. fl. tr. ff. kr. Waizen pr. Malter] 9 40 922 910 Korn„ 75 8—1 7126147— Gerſte„ 55 5— 5441 5 20 Hafer 5 44— 1 41 30 4— Literariſche Anzeige. Im Verlage von C. Bindernagel in Friedberg iſt ſoeben erſchienen: Eine andre Betrachtung der neueſten kirchlichen Ereigniſſe insbeſondre der deutſch-katholiſchen Kirchenverbin— dung aus dem Standpunkte des Rechts und der Politik. Von Dr. F. Kraft, Großh. Heſſ. Hofgerichtsrath zu Gießen. In umſchlag ſauber geheftet.— Preis: 28 kr⸗ „Die verſchiedenen Verläumdungen und Anſchwärzungen, denen die Deutſch-Katholi⸗ ſchen bisher ausgeſetzt waren, ſowie eine Schrift eines ungenannten Staatsmannes, in welcher die Deutſch-Katholiſchen geradezu für Radi⸗ cale, Demagogen und Revolutionäre erklärt werden und worin nicht undeutlich zu verſte— hen gegeben wird, daß ſie eigentlich in die Zuchthäuſer gehörten, ließen den Verfaſſer oben verzeichneter Schrift die Nothwendigkeit erkennen, daß ſich die Stimme eines Verthei⸗ digers der gerechten Sache erhebe, um die Calumnie in ihrer Blöſe darzuſtellen, zu über— zeugen, auf welcher Seite wirklich Recht und Wahrheit ſei und durch genügende Rechtferti— gung der verläumdeten Unſchuld zur Aner— kennung zu verhelfen, die Fortpflanzung der Diffamation(Beſchimpfung) und ihre Folgen aber möglichſt zu hemmen.“ Frankfurter Gold-Cours vom 12. Juni. fl. kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 9 30 Engliſche Souverains 11058 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 21. Juni 1845. 2 J Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗-Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1j Leib⸗Roggenbrod 3— 1 21 3 2 5 9 5 44„ 22 1121111 Lth. Lth. — Milchbrod 14 14% — Waſſerweck 14% 15 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14/1 5% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 11 Ochſenfleiſch 1155 5— 111— 1 gemäſtete— 9— „Küßhfleiſch anne e : ze] gemäſtetes 8 8 „Rindfleiſch ungemäſtetes 7——— „Kalbfleiſch 6— 5— „Schweinenfleiſch 9.22 „ Hammelfleiſch 9— 9— „Schaaflleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 18— „Schinken 14— 14— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 18— 17— „Hammelsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ. 0 d. K. Friedberg S: Krach, Kr.⸗Setr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. R an di Betreff ann ausb' mache 9 armen Bl. En genden auch i Euch 0 ben gen derung Freilich ker rei, was w und m und E tet, m Sum n Fr