part ntelligenz-Ulatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Anpflanzung von Obſtbäumen auf den die Vicinalwege begrenzenden Grundſtücke. Ich fordere Sie auf, unfehlbar bis zum 20. Novem⸗ ber l. J. zu berichten, ob, wie viele und welche Arten von Obſtbäumen und wann, d. h. in welchem Monate des näch— ſten Frühjahrs, Sie ſolche zu erhalten wünſchen. Grünberg am 4. Oktober 1845. Su dvr e. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 28. II. Bekanntmachung Großh. Kriegsminiſteriums vom 22. Sept., die Hauptreſultate der Rechnung der Stellvertretungs-Aſſe⸗ curanzkaſſe von dem Muſterungs⸗ und Ziehungsjahr 1844 betr.— Hier⸗ nach wurden 1496 Militärpflichtige bei der Aſſecuranzkaſſe verſichert. Die Einlage zu 95 fl. feſtgeſetzt, betrugen die zur Kaſſe bezahlten Einlagen 142,120 fl. Von den 1496 verſicherten Militärpflichtigen find wieder abgegangen: durch Untauglichkeitserklärung, Depotſetzung ꝛc., 229, durch Verweiſung zur nächſten Muſterung 52, zuſammen 28t. Die Einlagen für dieſe 281 Verſicherten wurden zurückbezahlt und reſp. auf 1845 über⸗ tragen mit 26,695 fl. Es blieben demnach 1215 Verſichekte, deren Ein⸗ lagen betrugen 115,425 fl. Von den bei der Kaſſe eingegangenen und in der Staatsſchuldentilgungskaſſe deponirten Geldern wurden an Zinſen gewonnen 1,306 fl. Von den zurückbezahlten Einlagen(zuſ. 236) wur⸗ den die beſtimmten Abzüge à 2 fl. gemacht, welche betrugen 472 fl. Der zur Beſtreitung der Vertretungsſummen und der Verwaltungskoſten disponible Fonds beſtand demnach in 117,203 fl. Von dieſem Fonds wurden die Vertretungsſummen für 450 Verſicherte à 250 fl., alſo mit 112,500 fl. zur Einſtandskaſſe bezahlt. Da aber nur 425 Verſicherte zu dem Militärdienſte aufgerufen wurden, ſo wurden 25 Vertretungsſummen aus der Einſtandskaſſe zurückempfangen mit 6,250 fl. Die Vertretungs⸗ ſummen betrugen alſo 106,250 fl. An Verwaltungskoſten wurden bis zur Rechnungsſtellung bezahlt 671 fl. 13% kr. Mithin beſtand die ganze Ausgabe in 106,921 fl. 13¾ kr. Verglichen, ſo ergibt ſich ein Kaſſe⸗ überſchuß von 10,281 fl. 46 ¼ kr. Dieſer Ueberſchuß iſt unter die noch übrigen 1215 Verſicherer zu vertheilen, und es hat ein jeder derſelben zurück zu empfangen 8 fl. 27 kr. Die Empfänge können hiernach vom 1. October an, und zwar von den dahier wohnenden Verſicherern aus der Aſſecuranzkaſſe dahier, von den auswärtigen Verſicherern aber bei den be⸗ treffenden Diſtricts⸗Steuereinnehmern gemacht werden. Diejenigen, welche ihre Raten bis zu Ende dieſes Jahres nicht in Empfang nehmen, werden (nach§. 28 der Statuten) als darauf verzichtend angeſehen. Der nach Beſtreitung der Rückzahlungen bleibende Reſt von 15 fl. 1½ kr. wird, nebſt den vom 1. Okt. d. J. an weiter erſcheinenden Zinſen, zu den fich noch ferner ergebenden Verwaltungskoſten verwendet werden. Die abge⸗ hörte Rechnung der Aſſecuranzkaſſe vom Jahre 1844 iſt von dem Er⸗ ſcheinen dieſer Bekanntmachung im Regierungsblatte an vier Wochen lang zur Einſicht aller Theilnehmer bei dem Vorſteher der Stellvertretungs⸗ anſtalten offengelegt. 8 III. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection, vom 18. Sept., daß mit dem 20. Sept. an die Stelle der beſtehenden dreimal wöchent⸗ lichen Fahrpoſtverbindung zwiſchen Oſthofen und Alzeß eine tägliche Fahrpoſtverbindung zwiſchen Alzey und Worms über Oſthofen tritt, deren Abgang von Alzey um 5 Uhr(Winters 6 Uhr) Morgens und von Worms 5 Uhr(Winters 4 Uhr Abends) erfolgt. Gleichzeitig wird an die Stelle der zwiſchen Worms und Oſthofen beſtehenden wöchentlich dreimaligen Botenpoftverbindung eine tägliche Fahrpoſt— verbindung errichtet, deren Abgang von Worms Morgens um 8 Uhr und von Oſthofen nach Worms um 1½ Uhr Nachmittags ſtattfindet (Folgt der Tarif des Perſonengeldes ꝛc.) IV. Summariſche Ueberſicht der Rechnung Gr. Landeswai⸗ ſenanſtalt für 1844. Hiernach betrug die ordentliche Einnahme: von Gebäuden und Grundſtücken 397 fl. 15 kr., abgegebenen Naturalien 327 fl. 39 kr., Capitalzinſen 3452 fl. 41½ kr., Zuſchuß aus andern Caſſen 32,699 fl. 21½ kr., Milde Gaben und Verehrungen 10,186 fl. 33¼ kr., Illaten der Kinder 1545 fl. 26¼ kr., Verſchiedenes 96 fl. 12½ kr., Summe 48,705 fl. 9½ kr. Außerordeutliche Einnahme: Ausſtände aus vorderen Jahren 739 fl. 1 kr., Zurückempfangene Capita⸗ lien 4900 fl., Verkauf von Häuſern und Gütern 56 fl., Vermächtniſſe und Stiftungen 1200 fl., Summe 6895 fl.! kr. Zuſ. Einnahme 55,600 fl. 10% kr. Ordentliche Ausgaben: Grundlaſten 2 fl. 51 kr., Beiträge zu öffentlichen Laſten 103 fl. 19¼ kr., Capitalzinſen 450 fl., Caſſever⸗ waltung 1407 fl. 18 kr., beſondere Belohnungen, Taggelder, Reiſekoſten 100 fl. 36 kr., Botenlohn, Poſtgelder, Verkündigungsgebübren 35 fl 12 kr. für Sammelbüchſen 43 fl. 18 kr., Fuhr⸗ und Taglohn 36 fl. 38 ¼ kr., Penfionen 119 fl., Pfleggelder 41,735 fl. 42% kr., Unterſtützungen 4066 fl. 43 kr., ärztliche Behandlungen und Arzneien 505 fl. 33 kr., Prämien 8 fl., Begräbnißkoſten 14 fl. 23 kr., Allerlei 59 fl. 15 kr., Sa. 48,687 fl. 0 4 1 1 „ 320. 40% kr. Außerordentliche Ausgabe) Zurückbezahlte Capitalien 111 fl. 32 kr., ausgeltehene Kapitallen 3000 fl., Ueberzahlung aus voriger Rechnung 497 fl. 56 ¾ kr., Summe 3609 fl. 28 kr. Zuſ. Ausgabe 52,297 fl. 18 kr, Die Geſammteinnahme von 55,500 fl. 10¼ kr., ver⸗ glichen mit der Geſammtausgabe von 52,207 fl. 18 kr. bleibt Reſt 3302 fl. 52% kr.— Am Schluſſe des Jahres 1843 waren Waiſen vorhanden 1203, zugegangen ſind im Jahr 1844: in Starkenburg 122, Oberheſſen 104, in Rheinheſſen 40, Lehrlinge, welche während der Lehrzeit Unter⸗ füützung erhalten, 86, zuf, 352; mithin wurden im Jahre 1844 verpflegt 1535, Enlaſſen wurden; in Starkenburg 130, Oberheſſen 58, Rhein⸗ heſſen 42, Waſſen, welche während der Lehrzeit Unterſtützung erhalten 76, zuf, 306; es verbleiben daher am Schluſſe des Jahres 1844 1249 Waiſen. VII. Vertheilung der Preismedaillen am Schluſſe des Som⸗ merſemeſters 1845 in dem philologiſchen Seminar zu Gießen; 1. Preis dem Stud. philol. W. Uhrig, 2. dem Stud. philol. Adolph Satorius, beide aus Darmſtadt; 3. dem Stud. philol. Joſeph Reg⸗ nier aus Mainz.(Schluß folgt.) Einiges über Ulrichſtein. (S. Intelligenzblatt Nr. 71.) In Nr. 71. der Intelligenzblätter iſt von dem Namen Ulrichſtein und der fruhern Benennung des Marktfleckens, nämlich Molestein, eine Erklärung verſucht, welche man nach Kenntniß der alten deutſchen Sprache unmöglich glau— ben kann“). Ich erlaube mir darum, hier kurz zu bemerken, welche Erklärung ſich aus der Sprache ergibt. Ulrichſtein bedeutet nichts anders als Ulrichs- Felſen, denn Stein iſt im Altdeutſchen auch ſo viel als Fels, im beſondern ein nackter Fels; Ulrich aber iſt nichts anders, als der Mannsname Ulrich(altdeutſch: Uodalrich, ſpäter Uolrich), man mag nun an den beliebten deutſchen Volksheiligen(den Biſchof von Augsburg) oder an einen Ritter dieſes Namens denken. Ulrich durch Allreich zu er— klären und ſomit Ulrichſtein durch Allreichſtein d. i. wohl der waſſerreiche Stein, wie im Intelligenzblatt Nr. 71. S. 284 ſteht, iſt eben nur ein Einfall, in welchem die jetzige Sprache auf die alte übergetragen wird. Allreichſtein würde in dem altdeutſchen Alarichistein, Alrichstein, gelautet haben, was nirgends zu leſen iſt und woraus ſich gar kein Ulrichſtein mit U bildet. Auch hat man in der Weiſe und in ſolcher abſtracten Bezeichnung keine Orte benannt. Der andere alte Name des Ortes, Molestein, könnte„Mühl⸗ ſtein/ ſeink! x), wenn er von länger her ſich vererbt hätte, als er vorkommt; zu der Zeit aber, wo er ſich findet, wurde Mülstein und Mülnstein geſagt worden ſein, wenn man den Ort hätte Mühlſtein nennen wollen. Doch es ſcheint, wie in Nr. 71. richtig bemerkt wird, gar keine Ver— anlaſſung vorhanden, den Ort, der keine Mühle hat und *) Auch bei Wannhof liegt der Name Wenzel nicht zu Grunde, wie in dem nämlichen Intelligenzblatte vermuthet wird. Ich weiß nicht, wie alt der Hof iſt und wie der Name früher geſchrieben wurde. So viel aber weiß ich, daß, wenn man ihn auch früher Wannhof geſchrieben hat, Wann der altdeutſche Mannsname Wano (ſprich: Wanno) wäre und der Name bedeutete: Hof des Wann.— Bobenhauſen iſt altdeutſch Babinhüsen d. i. zu den Häuſern (dem Wohnſitz) des Babo; denn Babin iſt der Genitiv des alten Mannsnamens Babo und hüsen iſt Dativ von hüs Haus. **) So gibt Schmidt in ſeiner Geſchichte des Großherzogthums Heſſen 1. Bd. S. 213 die Bedeutung von Molestein an. wo man keinen Mühlſtein bricht, ſo zu benennen. Was iſt nun ſtreng der alten Sprache nach der Name Molesteinꝰ Er bedeutet: Molchsfels. Denn stein iſt, wie oben bemerkt, Fels, und altdeutſch der mol(Genitiv molles) iſt die gelb⸗ gefleckte ſchwarze Eidechſe, oder, wie man es vor 900 Jah⸗ ren erklärte,„die giftige Schlange, welche einer Eidechſe ähnlich iſt, auf dem Rücken mit ſternartig ſtehenden glänzen⸗ den Tüpfeln bemalt.“ Wir ſagen jetzt„Molch.“ Molles- stein oder, da das erſte s in dem zweiten aufgeht, Mole- stein(wie bei Schmidt ſteht) bedeutet alſo regelrecht: Stein (Fels) des Molches, d. i. Fels wo der Molch lebt. Ich weiß nicht, ob dieſes Thier dort angetroffen wird; das aber weiß ich, daß andere, ähnliche Felſenſchlöſſer auch von Thie— ren ihre Namen haben, z. B. Falkenſtein(früher Valken- stein) u. ſ. w. Eine Zuſammenſetzung endlich, wie Mollis- stein, d. i. Mildſtein, aus lateiniſch mollis und deutſch stein, was in Nr. 71. vermuthet wird“), iſt falſch und von einem Mönche und auch von einem Andern niemals gemacht worden. Das Gelehrtere gehört nicht in den Raum dieſer Blät⸗ ter. Der Verfaſſer in Nr. 71 aber, den ich nicht kenne, wird mir dieſe wenigen Bemerkungen nicht übel nehmen; denn es galt mir nur darum, die nach den ſtrengen Regeln der alten deutſchen Sprache ſich ergebende wahre Erklärung von Ulrichſtein und Molestein darzulegen, wie ſie ſich mit Gründen vertheidigen läßt.“) W. e) Daſelbſt wird auch der Name des Flüßchens Ohm lateiniſch bezeich⸗ net, nämlich amoena(d. i. das anmuthige Waſſer). Das iſt aber ebenfalls unrichtig. Die Ohm heißt in der älteren deutſchen Sprache nicht Amoena, ſondern ämena, wie auch die Dörfer Oh men heißen. Das Wort iſt zuſammengeſetzt aus amen und à. Dieſes à bedeu⸗ tet Waſſer, Fluß, was aber amen iſt, weiß ich— ich geſtehe es— jetzt noch nicht. Daß es lateiniſch amoena nicht iſt, geht ſchon daraus hervor, daß die Deutſchen ihren Flüſſen nicht late iniſche, ſondern deutſche Namen gegeben hatten. an) Da aus obiger Mittheilung des Herrn W. hervorgeht, daß der fragliche Aufſatz in Nr. 71. nur Vermuthungen, aber keine wiſſenſchaftlichen Thatſachen enthält— was wir zu beur⸗ theilen nicht im Stande waren— ſo bedauern wir, der uns bereits zugeſendeten Fortſetzung jenes Artikels die Aufnahme nicht geſtatten zu können. Ohnehin würde durch ſie und das weiter in Ausſicht Geſtellte die Nachrichten über Ulrichſtein für den Raum unſeres Blattes auch allzu umfangreich. Die Red. Grünberg, 1. October. Wir begingen heute hier eine Feier, welche ſich wuͤr⸗ dig anderen derartigen, worüber dieſe Blätter öfters berich⸗ ten, anreiht.— Die Bürger hieſiger Stadt ließen nämlich heute bei einem ſolennen Feſtmahle, an welchem, außer einer großen Anzahl Bürger, auch alle hieſige Staatsdiener An⸗ theil nahmen, durch den Großh. Bürgermeiſter Herrn Hen⸗ rici dem Großh. Kreisrath des Kreiſes Grünberg, Herrn Ouvrier, in Anerkennung der vielfachen Verdienſte, welche ſich dieſer Beamte während ſeiner dretzehnjahrigen hieſigen Amtsführung um die Stadt und die Bürger Grünbergs er⸗ worben und als Beweis ihrer ungetheilten Verehrung und Liebe gegen ihn, einen geſchmackvoll gearbeiteten ſilbernen Pokal überreichen.— Der Gefeierte dankte, innig gerührt, in kurzer paſſender Rede, und weihte am Schluß derſelben den ihm dargebrachten Pokal mit einem Toaſte auf das Wohl unſeres allverehrten Großherzogs auf die würdigſte 28. 2 2 9) 15 9 Wohl zu würdigen verſtehen. Kirchenbuchs⸗Auszug vom September 1845. Grünberg. Getraute: 2. Hermann Chriſtian Bingmann, des Johann Wilhelm Bingmann, licher lediger Sohn, Bürger und Großh. Geometer zu Lich, und Katharina Zimmer, des Konrad Zimmer, Bürgers und Müllermeiſters auf der Neumühle bei Grünberg, eheliche ledige Tochter. Johannes Ritter, ger und Schuhmachermeiſter dahier, ehelicher lediger Sohn, Bürger und Schuhmachermeiſter dahier, und Eliſabetha Fuldat, Schuhmachermeiſters dahier, Getaufte: Eine uneheliche Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 5. * 321 Weiſe ein.— Zur Ehre gereicht es den Buͤrgern, wenn ſie, wie hier, die Verdienſte und das redliche Streben eines Beamten fur ihr 8 Dem Bürger und Stadtförſter Joh. Heinrich Gravelius ein Sohn, Georg, geb. den 11. September. Dem Bürger und Schneidermeiſter Auguſt Römer eine Tochter, Eleonore, geb. den 12. September. Eine uneheliche Tochter, Katharina, geb. den 12. Sept. Beerdigte: Johann Konrad Weller, Steindecker und Ortsbuͤrger zu Großeneichen, alt 42 Jahre, F den 29. Auguſt. Johann Konrad Lingelbach, Bürger und Zimmermann dahier, alt 67 Jahre, 10 Monate und 183 Tage,. Konrad Gehringer, des Ludwig Gehringer, Bürgers und Schuhmachermeiſters dahier, ehelicher Sohn, alt 2 Mo⸗ nate und 21 Tage, 1 den 6. September. Margaretha Kreuder, des Melchior Kreuder, Bürgers und Schuhmachermeiſters dahier, eheliche Tachter, alt 8 Monate und 9 Tage, 1 den 9. September. Maria Suſanna Fritſchler, des Adolph Fritſchler, Bür⸗ gers und Chirurgs dahier, eheliche Tochter, alt 2 Mo⸗ nate und 8 Tage, 7 den 24. September. Auguſt Seipp, des Daniel Seipp, Zieglers dahier und Ortsbürgers zu Langen, ehelicher Sohn, alt 12 Tage, 28. 1 28. Heſſ. Ztg.) 28. 1. 7 Bürgers und Seilermeiſters zu Lich, ehe⸗ 2 den 5. September. 12. des weiland Johannes Ritter, Bür⸗ 26. des Nicolaus Fuldat, Bürgers und eheliche ledige Tochter. 275 1 den 25. September. 28. Konrad Wießner, des Joh. Konrad Wießner, Bürgers September. 19. Dem Ziegler den 13. September. Daniel Seipp ein Sohn, Auguſt, geb. und Schuhmachermeiſters dahier, ehelicher Sohn, alt 3 Monate und 12 Tage, 1 den 26. September. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Verpachtung. (1132) Dienſtag den 14. l. M.. Morgens 10 Uhr, verpachtet der Unterzeichnete in hie⸗ ſigem Ratbhauſe nachſtehende ihm zugehörende Grundſtücke, als: f Gemarkung Friedberg. Rth.[IIKlftr. 4 55 129 Obſtbaumgarten an der Hockenmühle an Heinrich Hanſtein II., 2) 39 76 in den Liebfrauengärten, 3) 1885 363 Obſtbaumgarten am Holz⸗ pförtchen,. 4) 44 86 deßgl. nächſt der Ockſtädter Allee. Gemarkung Fauerbach II. 180 dem neuen Friedhof gegen⸗ 5) 92 ö über an Heinrich Salz⸗ mann II., zehntfrei, 6) 249„ 489 an der Wingertsgaſſe, ſtoßt auf die Staatsſtraße. Friedberg am 2. Oktbr. 1845. Der Grbßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Wieder u f. (112) Die auf den 13. d. M. angeſagte Verſteigerung von circa 200 Malter Aepfel findet nicht Statt. Utphe den 3. October 1845. Der Gräfl. Verwalter Krick. Verſteigerung. (1413) Die Lieferung von 900 Gebund Kornſtroh für das 2. Bataillon 4. Infanterie⸗ Regiments, ſoll, unter Vorbehalt der Ratifi⸗ cation, auf dem Soumiſſionswege in Accord gegeben werden, und es ſind die deß fallſigen Forderungen längſtens am 14. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, in das am Eingange des Ver- waltungsbüreaus des gedachten Bataillons be⸗ findliche Käſtchen einzulegen. Die eingegangenen Soumiſſionen werden an dem bemerkten Tage, Morgens um 10 Ubr, auf dem erwähnten Bureau eröffnet und es können ſich die Soumittenten, oder Bevoll⸗ mächtigte derſelben hierbei einfinden. Bei den nicht erſcheinenden Soumittenten wird angenommen, daß ſie von ihren Forde⸗ rungen nicht abgehen. Die betreffenden Accordsbedingungen liegen auf dem vorerwähnten Bureau zur Einſicht offen. Friedberg den 6. October 1845. J. A.: Gölz, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung. (AAS) Montag den 11. l. M., Morgens 9 Uhr, will Herr Garde du Corps Sulz— bach durch den Unterzeichneten in ſeinem Hauſe folgende Gegenſtände, als: einige Hundert Bohnenſtangen, etwas Buchenſcheitholz, etwas altes Holz, 1 Krautfaß, 1 Schubkarrn, Schippe, Hacke, Karſt, eine alte und junge Ziege u. ſ. w. gegen gleichbaare Zahlung verſteigern laſſen. Derſelbe will ſein Haus Dienſtag den 14. October, Morgens 10 Uhr, unter ſehr guten Bedingungen auf dem Rathhauſe einer Ver⸗ ſteigerung ausſetzen laſſen und ſoll bei annehm⸗ barem Gebote der Zuſchlag erfolgen. In Auftrag: der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verkauf getragener Montirungsſtücke und Reitzeuge. (un) Dienſtag den 14. d. Mts., des Vormittags von 9 bis 12 Uhr, und des Nach⸗ mittags von 1 bis 4 Uhr, und au den folgen⸗ den Tagen zu gleicher Zeit, wird in der hie— ſigen Reitercaſerne eine große Quantität ge⸗ tragener Montirung, als Mäntel, Collets, Spencer, Reithoſen mit und ohne Leder ꝛc., ſodann Reitzeug und Caſernerequiſiten mit einer großen Anzahl Teppichen, meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Man bringt dieß hiermit zur öffentlichen Kenntniß und erſucht zugleich die Herren Bürgermeiſter, dieſen Verkauf in den unter; habenden Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach, den 6. Oktober 1845. In höherem Auftrage: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Verſteigerung alter Baumaterialien. (1480) Dienſtag den 14. October, Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in dem Pfarrhauſe zu Kaichen, 5 alte Thüren, 12 Fenſter, 2 Oefen, 1 Sparheerd und 1 altes Hofthor an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 6. October 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Obligations-Verlooſung. (1451) In der heute hier ſtattgehabten Verlooſung, der dieſes Jahr zum Abtrag be⸗ ſtimmten Gemeinde-Obligationen, wurden die Nummern 27 und 30, jede zu 200 Gulden, gezogen, was mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht wird, daß die In⸗ haber dieſer Partial-Obligationen den Betrag gegen Rückgabe derſelben, bis zum 1. Januar 1846 bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Em⸗ pfang zu nehmen haben, indem von da an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Riederurſel am 30. September 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seidler. Obligations-Verlooſung. (1452) Bei der heutigen Verlooſung der für 1840 zur Abtragung beſtimmren 200 fl. hieſiger Gemeinde Obligationen, ſind die Num⸗ mern 34 und 62, jede zu 100 fl., rückzahlbar geworden, was den Inhabern mit dem Be⸗ merken eröffnet wird, daß ſie die Beträge bei dem Handlungshauſe Herrn Simon Lind⸗ heimer in Friedberg oder bei der Gemeinde Kaſſe dahier bis den 1. Januar 1846 gegen f —— r —2 gehörig quittirte Rückgabe der Schuldſcheine zu empfangen haben, indem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen vergütet werden. Holzhauſen den 4. Oktober 1845. Der Grßb. Heſſ. ee Ried. Verlooſung Stadt Niddaer Obligationen. (1453) Bei der heute ſtattgefundenen 7. Verlooſung des durch das Handlungs⸗Haus Hrn. Simon Lindbeimer in Friedberg ad fl. 65,000, zu 3½ pret. Zinſen negociir⸗ ten Anlehens hieſiger Stadt wurden folgende Nummern: Lit. B. Nr. 107 4 00. „ O,„ 115 u. 135 à 200 fl. 400 fl. i 50 fl. zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1846 ge⸗ zogen. Dieſes wird den Intereſſenten unter dem Anfügen hierdurch mitgetheilt, daß es ihnen freiſteht, den Betrag bei obigem Handlungs— hauſe oder an der Stadt⸗Caſſe dahier in Em⸗ pfang zu nehmen und daß vom 1. Januar k. J. an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Nidda am 1. October 1845. Der Grßh. Heſſ. 5 Riddel. Die Bauhandwerker⸗Schule (14300 für Lehrlinge und Geſellen wird demnächſt wieder eröffnet, und diejenigen, welche deren Beſuch beabſichtigen, aufgefor— dert, ſich baldigſt zu melden, indem nach dem Beginn keine Aufnahmen mehr ſtattfinden können, weßhalb die Gr. Bürgermeiſter der Umgegend dieſes noch beſonders zur Kenntniß etwaiger Intereſſenten in ihren Gemeinden bringen wollen. Friedberg. Ruths. Faſelochs-Verſteigerung. (1455) Künftigen Dienſtag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rath⸗ bauſe, ein der Gemeinde zuſtehender ſehr ſchwerer Faſelochs öffentlich meiſtbietend ver⸗— ſteigert werden. Ni ederwöllſtadt den 8. Oct. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stoll. Oeffentliche Ladung. (14560) Die Kinder und Erben der Hein⸗ rich Philipp Jung's Eheleute zu Obererlenbach, welche früher auch zu Wickſtadt gewohnt haben, beabſichtigen das von ihren gedachten Eltern berkommende, in Obererlenbacher Gemarkung gelegene, Grundvermögen unter ſich zu thei⸗ len, können aber keine Eigenthumsurkunden darüber vorlegen. Auf Anſtehen der Inter— eſſenten werden deßhalb Alle, welche Anſprüche irgend einer Art, an dieſes Grundvermögen, worüber ein Grundbuchsextrat bei den Acten liegt, deſſen Einſicht Jedermann geſtattet iſt, machen wollen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß in zerſtörlicher Friſt von 6 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt den bereits vor⸗ liegenden Looszetteln die gerichtliche Beſtäti— gung ertheilt werden wird. Großkarben den 3. Oktober 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Einen Dhei l (1415) vom Keller hat zu vermiethen. Briefträger Hanſtein. * 2322„* Einladung zum Gallus Ball in Grünberg. (4439) Mittwoch den 15. Oktober l. J. findet Abends in meinem neu erbauten Saale Entree⸗Ball ſtatt, wozu höflichſt einladet Grünberg den 20. September 10 ick. Ein Faſelochs (1457) von 1½ Jahr, iſt zu verkaufen bei VBäckermeiſter C. Bopp in Aſſenheim. Nauheimer Teichhaus. (1458) Zur Feier der Nachkirchweihe und zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen fin⸗ det Sonntag den 12. Oktober auf dem hieſi⸗ gen Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt. Indem ich dazu ergebenſt einlade, danke ich zugleich meinen verehrten Freunden und Goͤn⸗ nern für den Beſuch am Kirchweihfeſte und empfehle mich zu fernerem güͤtigem Wohl⸗ wollen. Nauheim den 7. Oktober 1845. Henkel. Zum Vermiethen. (1459) Ein Logis mit oder ohne Möbel iſt zu vermiethen bei l Kammmacher Ph. Carl Kiefer. Leere Oehlfäſſer in verſchiedener Größe, (14600 zum Sauerkrauteinmachen dienlich, werden billig abgegeben von Georg Groß. Nachkirchweih feſt zu Fauer bach II. (14610 Sonntag den 11. d. M. findet zur Feier des Nachkirchweih Feſtes gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik bei mir ſtatt, wozu ich mit dem Bemerken, daß nur vorzügliche Getränke und ſchmackhafte Speiſen vergeben werden, höflichſt einlade und ſomit um zahl⸗ reichen Beſuch bitte. 5 J. Nei ſel. Fäſſerverſteigerung in Butzbach. (1426) Montag den 13. October d. J., Nachmittags 3 Uhr, ſollen in der Korngaſſe zu Butzbach 16 Stück Weinfaß, beſtehend in: , 1, 1½ und 4 Ohmfaß, theils mit eiſernen Reifen, verſteigert werden. — Nro. 25. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Unſere Beſtimmung.— Der Liebesruf.— Das Chriſtenthum ver⸗ wirft leere Gebräuche.— Frankfurter Gold-Cours vom 9. Oktober. fl kr Neue Louisd'or 1 Friedrichsd'or 9 44½ Holländische 10 fl. Stücke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 11154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 22. Sonntag n. Trinitatis d. 12. Okt: Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Baur. Fruchtpreiſe 9. Okt.] 3. Okt. 30 Sept. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. J ekr. fl. fr. Waizen pr. Malter 12— 125211— Korn„, 15 9145 935 8 45 Gerſte„ 75 630 712117.— 8 5 31501 4361 3/43 Polizei-Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Oktober 1845. 2. Fried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 13 Leib⸗Roggenbrod 31 273 e 77 636 44„ 77 134213— 5 Lth. Lth. — Milchbrod 137% 137 Waſſerweck 14 13 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch iets 11— 111— e gemäſtete 9— 9— „Kühfleiſch Taneees n . zahn! gemäſtetes 8— 81— 5 Rindfteiſch ungemäſtetes 5 1 Kalbfleiſch 81.— 8— „ Schweinenfleiſch 11— 11— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7—1 71— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 16— 16— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18 „ Hammelsfett 161 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. * an d Betref ber l. Obſtba ſten Fi 9 * Comman tragenen küdwige 10. Se Wlero Hoheit Cla ſſe orden Joſeph bei der bei der Schneid fünf Ja legers iu Pff Mombe ſodann Rrichſe