85 a —— zen. ntelligenz- Olatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 2 29. Sonnabend, den 12 April Amtl ſcher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Menſchenblattern. Den nachſtehenden höchſten Erlaß theile ich Ihnen zur Nachricht und Beachtung mit. Hungen am 22. Marz 1845. Fol leni v. s. Das Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Gr. Provinzial Commiſſariate dahier und zu Gießen, ſowie an ſaͤmmtliche Gr. Kreisraͤthe. Nach den uns vorliegenden dienſtlichen Anzeigen ſind im verfloſſenen Jahre beinahe in allen Theilen des Groß— herzogthums die Menſchenblattern, die ächten, ſehr gefähr— lichen und die modificirten, gewöhnlich minder gefährlichen, Varioliden genannt, ausgebrochen und in manchen Diſtricten bedeutend verbreitet geweſen. Nicht allein bei dieſem Blattern-Ausbruch, ſondern auch bei allen in vorderen Jahren, ſowohl im Großherzog— thume, als in vielen anderen Staaten vorgekommenen Aus— brüchen hat ſich durch Beobachtung und Erfahrung vollkom— men bewährt, daß die Einimpfung mit Kuhocken(Vaccination) von den wohlthätigſten Wirkungen und Folgen iſt. Dieſelbe Beobachtung und Erfahrung hat aber auch zur Ueberzeugung geführt, daß die früher geglaubte abſolute Schutz— kraft der Kuhpocken gegen die Menſchenblattern keineswegs zu— verläſſig iſt und daß zum vollen Schutze dagegen nach Ver- lauf von mehreren Jahren auf die geſchehene erſte Kuhpocken⸗ Impfung, und zwar bei der Jugend am angemeſſenſten und räthlichſten im 14. oder 15. Lebensjahre, eine wiederholte Impfung mit Kuhpocken(Revaccination) nöthig, wenigſtens ſehr rathſam und empfehlungswerth erſcheint. Wir finden uns daher auch veranlaßt, hierdurch 1) die genaueſte Bef folgung der über die Leitung und Ausübung der Schutz- oder Kuhpocken⸗Impfung getroffenen Anordnungen, ſowie der für den Fall des Ausbruchs der Menſchenblattern, ächten oder modificirten, gegebenen Ver— ordnungen und Inſtructionen, und namentlich alſo auch die vorgeſchriebenen Iſolirungs- und Abſperrungs⸗Maßregeln abermals einzuſchärfen, außerdem aber auch noch 2) durch Sie die Ihnen untergeordneten Großherzog— lichen Phyſikats- und übrigen Impfärzte auffordern zu laſſen, durch geeignete Vorſtellungen und Belehrungen die Staats— angehörigen nicht allein in dem Sinne für die Vaccination oder erſte Kuhpocken-Impfung zu beſtärken und zu ſteigern, ſondern auch für die Wiederimpfung oder Revaccination empfänglich zu machen und für letztere, die Revacci— nation, nur die Hälfte der feſtgeſetzten Impfge— bühr in Anſpruch zu nehmen. Alles Dieſes werden Sie auch Ihrerſeits kräftigſt un— terſtützen. Nicht weniger gewärtigen wir uns deſſen von Seiten der Geiſtlichen und Lehrer, in ſo weit ſolche nämlich hierbei durch Verſtändigung und Aufklärung mitzuwirken vermögen, und wozu ſie durch die ihnen vorgeſetzten Behör— den werden aufgefordert werden. Und damit wir den Fortgang und die? Revaccination, auch die Reſultate der einzelnen Revaccina— tionen und die deßfallſigen Beſtrebungen der Aerzte beur— theilen können, werden Sie von den Phyſikats— und Impf⸗ ärzten beſondere Jahres-Impfliſten über alle von ihnen vor— genommenen Revaccinationen in geeigneter Tabellenform führen, aufſtellen und zu Ende jeden Jahres ſich einſenden laſſen, ſofort uns vorlegen, auf welche Vorlage alsdann diejenigen Aerzte, welche ſich in ihren Beſtrebungen um die Revaccination beſonders ausgezeichnet haben, nicht ohne lohnende Anerkennung bleiben werden. Bei den Ortsvorſtänden werden Sie ebenwohl für dieſe Angelegenheit Intereſſe und Eifer rege zu machen und zu erhöhen ſuchen. Darmſtadt am 5. Februar 1845 du Thil. v. Stein Verbreitung der f Zur Wetterauer Chronik. Ein neuer ſchmerzlicher Verluſt hat unſere Stadt Friedberg und mit ihr das ganze Land betroffen, denn dem älteſten geiſtlichen Hirten, den wir vor wenigen Wochen erſt zu Grabe getragen, iſt nun auch das bürgerliche Oberhaupt, Herr Bürgermeiſter Johann Daniel Fritz, gefolgt. Schon ſeit Jahren 5 von manchmal recht bedenklichen Leiden heimgeſucht, war er auch nach den Oſterferien zum Landtage nach Darmſtadt zurückgekehrt, als er von einem leichten Unwohlſein befallen war. Wer hätte aber gedacht, daß er nicht mehr lebend in die Mauern ſeiner Vaterſtadt einziehen würde?— Das Anfangs leicht ſcheinende Un- wohlſein ward bald zur gefährlichen Krankheit und kaum, daß den Seinen dieſe betrübende Nachricht zugekommen war, ſo erfolgte auch ſchon die andere, daß er am Montage den 7. d. M. um 7 Uhr Abends ſeine Augen für immer geſchloſſen habe. Der Verſtorbene, 67 Jahre, 6 N N konate und 23 Tage alt, bekleidete ſeit einer langen Reihe von Jahren die höchſten bürgerlichen Aemter in Gemeinde und Staat Schon im Jahre 182 2 9 Jahre auch zum Abgeordneten der kadt Friedberg gewählt, welche eiden letzten Würden er bis zum Augenblicke ſeines Todes ununterbrochen beibehielt. Als Bürgermeiſter hatte Herr Fritz die weſentlichſten Verdienſte um den Wohlſtand der Stadt und wenn er, guf dem Landtage zunächſt auch berufen war, die Intereſſen ſeines Wahlbezirkes zu vertreten, ſo war er doch auch Volksvertreter im weiteren Sine des Wort. Er huldigte ſtets den Grundſätzen des geſetzlichen Fortſchrittes auch in ſtaatlichen Einrich⸗ tungen und machte dieſelben Uberall da, wo er Gelegenheit dazu fand, geltend. Wie weit er ſich aber von aller parteiiſchen Einſeitigkeit ferne hielt und daß er ſeinem Fürſten nicht weniger tren ergeben war, als er für das Wohl der Stadt und des Staates zu wirken ſich bemühte, geht ſchon daraus hervor, daß er von Sr. königl. Hoheit dem Großherzog im Jahre 1830 eine große goldene Doſe mit Brillanten erhielt, die ihm ſoviel wie Ordensſchmuck gal.— In der Nacht vom 8. auf den 9. d. M. wurde der Leichnam des Entſchlafenen von Darmſtadt nach Friedberg gebracht, hierſelbſt Morgens um 7 Uhr unter Glockengeläute von den Familien⸗ 9 1 und dem Stadtrathe vor dem Thore empfangen und im athhauſe bis um 4 Uhr Nachmittags ausgeſtellt, liche Beerdigung Statt fand. Die Angehörigen, die meiſten Bürger, die Militär⸗ und Civilbeamten der Stadt begleiteten den Sarg zum Grabe und, nachdem der hieſige Singverein das Lied:„Wie ſie ſo ſanft ruhen“ 114„* wurde er zum Beigeordneten, 1825 aber zum Bürgermeiſter und im fol⸗ 3. April in Nr. wo dann die feier⸗ geſungen hatte, ſprach Herr Prof. Dr. Fertſch erhebende Worte über den paſſend gewählten Text: Sir. 40, 19.„Die Stadt beſſern machet ein ewig Gedächtniß.“ Wieder klangen dann die Verſe voll Troſt und Kraft:„Auferſtehn, ja auferſtehn“ und man ließ den Leib der Erde, von der er genommen war, auf den Tag der Zukunft unſeres Herrn ſucht worden und Noth baldiger und Aufforderung. Es iſt aus den öffentlichen Blättern hinreichend be⸗ kannt, wie ſchwer ſehr viele Gemeinden des Großherzogthums in dieſen Tagen durch große Ueberſchwemmungen heimge⸗ wie die ſo hart Beſchädigten in ihrer kräftiger Unterſtützung dringend bedürfen. Unter Bezugnahme auf den, von dem in Darmſtadt ſich gebildet habenden Comitee zur Unterſtützung der von Waſſersnoth Bedrängten im Großherzogthum Heſſen unterm 95 der Großh. Zeitung erlaſſenen Aufruf an alle Menſchenfreunde im Großherzogthum, erklären die Unterzeichneten ſich bereit, jede Gabe, welche Menſchen⸗ freunde zur Milderung der Noth ihren Mitbürgern beizu— ſteuern geſonnen ſind, in Empfang zu nehmen und an das Comitee in Darmſtadt zu befördern, wobei ſie wiederholen, daß ſchnelle Hülfe beſonders wünſchenswerth iſt. Grünberg im April 1845. Bötticher, Rentamtmann. Budden, Steuercommiſſär. Ouvrier, Kreisrath. F. Steinberger, Pfarrer. Jeſu Chriſti.— Sanft ruhe die Aſche des Verſtorbenen und zu einer fröhlichen Urſtänd wolle ihm Gott in Gnaden verhelfen. Stellen, die durch ſeinen Tod erledigt worden ſind— was von dem ge⸗ ſunden Sinne der hiefigen Bürgerſchaft kaum auders zu erwarten ſteht— auf recht würdige Weiſe bald wieder beſetzt und auch künftighin die Wohl⸗ fahrt der Stadt in allen leiblichen und geiſtigen Dingen kraftvoll und ohne Eigennutz gefördert werden!— Mögen die an 55 ſtatt von 55. Bie iſchtimg un g In Nr. 27 d. Bl. leſe man auf erſten Seite, Spalte 2, Zeile 3, Fuͤr die Waſſerbeſchädigten iſt bei Unterzeichnetem eingegangen: von K. 1 fl. 30 kr. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Verſteigerung. (430) Montag den 14. l. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armen⸗ fond 50 bis 60 Malter Korn und 20 bis 2⁵ Mltr. Gerſte zweimalterweiſe öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 3. April 1845. Der Beigeordnete Bender. Holz-Verſteigerung. (AS) Montag den 14. April l. J., Por⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem Gräfl. Solms⸗ Rödelheim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nach— folgende Holz, nämlich: 5 Stecken buchen Aſtprügel, 18 5 eichen Stockholz, 316„ gemiſchte Durchforſtungsreiſer, 8 Stück eichen Stangen(Werkholz), 20„ buchen 07„ 100„„.(Nutzholz), 500 Wellen Dorn, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 5. April 1845. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Verſteigerung. (468) Künftigen Montag den 14. April l. I., Vormittags um 11 Ubr, ſoll die Herſtel⸗ lung der an der Straße zwiſchen dem Ilben⸗ ſtädter Chauſſeebaus und Aſſenheim beſchädig⸗ ten Böſchungen öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden an Ort und Stelle verſteigert werden. Indem man dieſes hierdurch zur öffentlichen Renntniß bringt, bemerkt man noch, daß mit der Verſteigerung am Ilbenſtädter Chauſſee⸗ haus der Anfang gemacht werden ſoll. Friedberg den 7. April 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (469) Montag den 14. d. M., Vormittags 11 Ubr, ſollen die Unterhaltungsarbeiten, ſo wie die Lieferung der Unterhaltungsſteine, an den Vicinalwegen in der Gemarkung Aſſen⸗ heim für 1845 auf dem Bürgermeiſterei. Bureau zu Aſſenheim an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 7. April 1845. J. A. der Wegaufſeher Gatzert. Holz ⸗Verſteigerung. (470) Dienſtag den 15. d. M., Nachmittags 5 Uhr, werden auf dem hieſigen Burgwalle 19 Haufen Lindenreiſer und einige Stämme Steinobſtbaͤume öffentlich verſteigert. Friedberg den 9. April 1845. Der Großh. Domänenrath Bu ß. Eddie tal lia dun g (4710 In Folge Concurserkenntniſſes wer den die Gläubiger des Johannes Lemp von Niederbeſſingen auf 5 Montag den 2. Juni, Morgens 10 Uhr, unter dem Anhang geladen, daß wer nicht er⸗ ſcheint, ohne weitere Bekanntmachung, ſich als ausgeſchloſſen zu betrachten hat. Hungen den 5. April 1845. Gr. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Edietal ladung. (4720 Kasper Scharmann zu Ulrichſtein be⸗ ſitzt nachbenannte Grundſtüͤcke: a) in Ulrichſteiner Gemarkung: 147/56 X/ 316,2 UKlftr. Acker am Eck⸗ mannshain, b) in Feldkrücker Gemarkung: e 117[IKlftr. Wieſe in der Roth⸗ wieſe, 315/11 X/ 622[IKlftr. Wieſe daſelbſt, 313/2 X/25 333[IKlftr. Wieſe daſelbſt, die ihm von ſeinem Vater, Johannes Schar⸗ mann, durch einen mit demſelben errichteten Verpflegungsvertrag überlaſſen worden ſind. Da er den behaupteten Erwerbsgrund urkund⸗ lich nicht nachweiſen kann, ſo werden Dieje⸗ gen, welche an die fraglichen Grundſtücke Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden wollen, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von beute an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls das Eigenthumsrecht des Genannnten für anerkannt angeſehen und ihm eine daſſelbe beſcheinigende Urkunde zugefertigt werden wird. Ülrichſtein den 1. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Edietalladung.“ (173) Anna Eliſe, Jobannes Freienſehners II. Ehefrau, geb. Rühl, und deren Schweſter, Eliſabethe Rübl dahier, beſitzen die ihnen an⸗ geblich von Konrad Müllers Wittwe von der Schmittmühle, bei Ulrichſtein, vermachten, in 9 Gemarkung gelegenen, Grundſtücke, als: 180% XXIJ/94 274,8 IKlftr. Wald in Stücken, XXII/9o7 1965,86 LIKlftr. Wieſe in den Strümpf, 180% XXII/92 643[IKlſtr. Acker in Stücken, 47 1V/53 404,7[IKlftr. Wieſe die Grund⸗ mühle, Ne 720[IKlftr. Acker am Krummen⸗ Acker, können aber den behaupteten Erwerbsgrund, wegen angeblicher Vernichtung der darüber ſprechenden Acten, gelegentlich der im Jahr 1830 in Schotten ſtattgebabten tumultuari⸗ ſchen Auftritte, nicht beweiſen. Auf ihren Antrag werden Diejenigen, welche an die frag⸗ lichen Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von beute an, dahier geltend zu machen, widrigen⸗ falls das Eigenthumsrecht der Genannten für anerkannt angenommen und eine, dieß be⸗ ſcheinigende Urkunde ausgeſtellt werden wird. ulrichſtein den 1. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Schreinetarde Schloſſetacde Weißdinderg Poranſch dem Buren Baubezirks Oberrosb Verſte (4700 do lags um! Gaſtwirtos S bei Erweiteru forderlichen 1) Maurer 9 Zimmer 3) Dachdec 0) Schrein 5) Schloſſe 6) Glaſera 7) Weiß bi. öffentlich an werden. Indem Uchen Kennt Bekanntmachung. (470 Man bringt biermit zur offentlichen Kenntniß, daß mit der Verſteigerung des Mo— biliar⸗Nachlaſſes des verſtorbenen Gr. Bürger⸗ meiſters Jungbenn dahier, mit welcher man beute abgebrochen, nächſten Montag den 14. d. M., früb 9 Uhr, bis zur Endigung fort— gefahren werden ſoll. 5 Es werden nachfolgende Gegenſtände noch zum öffentlichen Verſtrich ausgeſetzt werden, als: 10 Vierzig Stück verſchiedener Gattungen Schweine, worunter namentlich 8 fette ſich befinden; 2) Ein vollſtändiges Branntweinbrennerei— Geſchirr mit 2 Keſſel von 3½% und 2 Ohm, mit allem Zugebör; 3) Circa 50 Ohm Branntwein; G Früchte von allen Sorten; 5 5) Heu, Grummet, ſowie aller Art Geſtroͤh; 6) Mebrere hundert Malter Kartoffeln; 7) Einige Centner weißen und rothen Klee— ſaamen; n 8) Etwas Lein- und Koblſaamen; i 9) Federvieh, beſtebend aus Gänſen, Hühnern und Tauben, ſowie 10) noch mancherlei Art Hausrath. Staden den 9. April 1845. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Oꝙpper. Arbeits-Verſteigerung. (478) Montag den 14. April l. J., Vor⸗ mittags um 10 Ubr, werden in Oberrosbach auf dem Ratbbauſe folgende, bei Einfriedi— gung des freien Plotzes vor dem neuerbauten Schulhauſe vorkommenden Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert, als: Schreinerarbeit veranſchlagt zu 125 fl. 34 kr. Schloſſerarbeit 3„48 Weißbinderarbeit 30„— Voranſchlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Grßh. Kreisbaumeiſters des Baubezirks Friedberg zur Einſicht offen. Oberrosbach den 10. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Verſteigerung von Bauarbeiten. (4760 Donnerſtags den 17. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Siegfried in Großenbuſeck, die bei Erweiterung der Schullocale daſelbſt er— forderlichen Arbeiten, nehmlich: er 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 758 35 2) Zimmerarbeit 643 59 3) Dachdeckerarbeit 2 4) Schreinerarbeit 742 44 5) Schloſſerarbeit 355 14 6) Glaͤſerarbeit 186 36 7) Weißbinderarbeit 280 5 0 öffentlich an die Mindeſtfordernden verſteigert werden. l Indem man dieſes bierdurch zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteige⸗ rungsbedingungen in dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Großenbuſeck den 6. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schwalb. Aufforderung. (477) Philipp Bender von Niederurſel hat ſeine in der Großh. Heſſiſchen Gemarkung von Niederurſel gelegenen Güterſtücke verſtei⸗ gert, kann aber keine Erwerbsurkunden von denſelben vorlegen. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche Anſprüche an dieſe Güterſtücke, von welchen ein Verzeichniß auf der Bürgermeiſterei zu Niederurſel offen liegt, machen zu konnen „ 115*. glauben, aufgefordert, dieſe Anſprüche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an beim unterzeichneten Landgericht geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die Kauf⸗ briefe ausgefertigt werden. Rödelbeim den 3. April 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solms. Landgericht Buff. Arbeits-Verſteigerung. (478) die in hieſiger Gemeinde erforder- lichen diesjährigen Bau- und Reparaturarbei— ten, und zwar N bei Unterhaltung und Verbeſſerung der Ort⸗ ſtraßen, I ke. Hand- und Planirarbeit veranſchlagt zu 5 pflaſterarbeit veranſchlagt zu 13 20 bei Unterhaltung des Gemeindehauſes, Zimmerarbeit veranſchlagt zu 9 Maurerarbeit 1 5 6 Steinhauerarbeit„ 9 bei Anſchaffung eines neuen Actenſchranks, Schreinerarbeit veranſchlagt zu 2 bei Unterhaltung der Pfarrhofraithe, Schreinerarbeit veranſchlagt zu 82 Schloſſerarbeit 1* 3² Weißbinderarbeit** 16 40 bei Unterhaltung der Schulhofraithe, Maurerarbeit veranſchlagt zu 15 Steinhauerarbeit 1 3 Schreiner- oder Zimmerarbeit veran- ſchlagt zu 16 Schloſſerarbeit veranſchlagt zu 4 Weißbinderarbeit 1 1 5 Pflaſterarbeit 40 5 7 bei Unterbaltung der Vieinalwege, Handarbeit veranſchlagt zu 73 ſowie das Brechen, Anfahren und Aufſetzen der zu dieſen Arbeiten erforderlichen 9,0 Kub⸗ elftr. Straßen⸗Bauſteine und 1,5 Kbkkftr. Mauer⸗ und Pflaſterſteine und die Lieferung von 1,5 Kökklftr. Sand und 4 Bütten Kalk, ſollen Mittwoch den 16. d. M., Vormittags 10 Ubr, auf hieſiger Gemeindeſtube wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden und kön⸗ nen zu den Bauarbeiten nur gewerksberech— tigte Handwerker mitbieten. Kirchgöns am 3. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Braun. Verſteigerung von Bauarbeiten. (479) Die dießjahrigen Gemeindebauarbei— ten, nemlich: An dem Schulhaus und Hofraithe: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 20 fl. Schreinerarbeit 35„ Weißbinderarbeit 18 Glaſerarbeit 4 Schloſſerarbeit 3* Anſchaffung neuer Schulgeräthſchaften: Schreinerarbeit veranſchlagt zu 110 fl. Herſtellung und Unterhaltung der Wege: fl. kr. Hand- u. Planirarbeit veranſchlagt zu 28 40 Hand- u. Steinbrecherarbeit 106 40 Hand⸗ und Grabenmacherarbeit 66 40 Und das Brechen, Anfahren und Aufſetzen von 16 Cub. Klftr. Straßenbauſteinen ſoll Mitt⸗ woch den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im Fetten'ſchen Wirthſchaftslocale dahier wenigſt— nehmend verſteigert werden, und konnen zu den Bauarbeiten nur gewerbsberechtigte Hand— werker als Uebernehmer zugelaſſen werden. Pohlgöns am 3. April 1845. Der Grßh. Hef, Bürgermeiſter S ch o p ff. Arbeits-Verſteigerung. (480) Mittwoch den 23. April d. J., Vor⸗ mittags 10 uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeichneten die zur Umbauung der Orts- ſtraße nöthigen Arbeiten, worunter fl. kr a) das Pflaſteraufbrechen mit Plani⸗ ren zu 120 30 b) die Steinlieferung inel. des Auf⸗ ſetzens zu 260 o) Sandlieferung zu 60 d) Pflaſterarbeit„ 225 48 e) Chauſſirarbeſt 338 t) Erbauung einer Dohle und Aus⸗ beſſerung eines Kanals mit Arbeits⸗ lohn und Materialienlieferung zu 507 20 verüberſchlagt iſt, wenigſtnehmend veraccordirt werden. An demſelben Tage, Vormittags 11 Uhr, ſoll ferner die Fertigung 8 neuer Subſellien in die Schule dabier, verüverſchlagt zu 64 fl., wenigſtnehmend vergeben werden. Düdelsheim den 4. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Koch. NN N ιι˙ν NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Einen Garten (40) in der Langgaſſe, 60 Rulhen hal⸗ tend, hat zu verkaufen Schloſſer Weckerling. Ein ſchöner Faſelochs, (439) ſchwytzer Race, 2¼ Jahr alt, und fehlerfrei, wofür garantirt wird, iſt zu ver— kaufen bei Müller Wagenknecht in Friedberg. (463) Sonntag den 13. April findet in Grünberg ſtatt: Humoriſtiſche Vorleſung des Herrn und der Frau von Hoxar Er muß auf's Land. Luſtſpiel in 3 Abtheilungen von Bayard. Zum Schluſſe Der rechte Glaube. Anekdote von Mauritius. (Das Nähere beſagt das Programm.) Der zweite Stock meines Hauſes (46 iſt an eine ſtille Haushaltung oder an einen einzelnen Herren zu vermiethen. Carl Müller in der Wilhelminenſtraße Zum Verkauf. (466) Zehn Stück vorzüglich gute Pferde, worunter ſich zwei ſiebenjährige Rappen und ein komplett gerittener Fuchswallach beſonders auszeichnen, ſind preiswürdig zu verkaufen Näheres bei Louis Schott, Altengaſſe Lit. C. Nr. 131 in Frankfurt a. M. Waaren⸗Empfehlung. (439) Verſchiedene Kleiderzeuge in den modernſten und ausgezeichnet ſchönen Muſtern, ächte franzöſiſche ge— wirkte Shavls, glatte und facçonirte Vorhangszeuge nebſt vielen andern in mein Fach einſchlagenden Artikeln ſind in ſchoͤnſter Auswahl friſch angekommen bei Mayer J. Hirſch in der Judengaſſe Nr. 231 — n Dank ſagung. (181) Die innige Tbeilnahme, welche die Buͤrgerſchaft unſerer Stadt, der Gemeinde,, Kirchen end Schul⸗Vorſtand, ſowie der israeli⸗ tiſche Vorſtand mit ſeiner Gemeinde, die Herrn Geiſtlichen und Lehrer, die Civil⸗ und Militär⸗ behoͤrden bei der geſtern ſtattgefundenen Be⸗ erdigung des Bürgermeiſters Joh. Daniel Fritz, unſeres unvergeßlichen Gatten und Va⸗ ters, an den Tag legten, war uns ein ſchöner Beweis für die große Liebe, deren der Ver⸗ ewigte ſich hier zu erfreuen hatte, und ein Troſt in unſerm herben unheilbaren Schmerz. Wir fühlen uns gedrungen, hiermit öffentlich unſern gerührteſten Dank zu ſagen, ſowohl Allen, welche den Verblichenen zur letzten Muheſtätte geleiten halfen, als auch inſonder⸗ beit den Anordnern des Leichenzugs, dem hie— ſigen Geſangverein und dem würdigen Manne, der in ſo einfachen, tief ergreifenden Worten die raſtloſen uneigennützigen Beſtrebungen des Verewigten für das Gemeinwohl auseinander— ſetzte. l Die Hinterbliebenen. Empfehlung. (182) Mit meinen ſchon bekannten Artikeln, als rohem, gebleichtem und dunkelblauem baum⸗ wollenem Zettel und Einſchlaggarn, hellem und dunkelblauem wollenem ECinſchlaggarn, Bett⸗ und Schürzenzeugen, Baumwollentuch, Saſſenets, Watten, baumwollenem und wol— lenem Strickgarn, Nähgarn und Zwirn, Eiſen⸗ zwirn, Nähſeide und noch vielen andern der— artigen Waaren bin ich wieder beßtens ver— ſehen, und empfehle dieſelben zu den billigſten Preiſen. Friedberg. Nathan Hirſchhorn, in der ehemaligen Uſergaſſe. Nro. 244. Empfehlung. (4183) Durch bedeutende und billige Einkäufe bin ich im Stande meinen ſehr großen Vorrath bruͤſſeler und italieniſcher Herrn- und Da⸗ men⸗Strohhuͤte, Hutbaͤnder, ſeidene und baumwollene Sonnenſchirme zu außergewöhn⸗ lich billigen Preiſen zu verkaufen. Das Modernſte in Scharps, ſeidnen Taſchen, gewirkten und ſeidenen Shavls, Mull ⸗Stickereien, Glace-Handſchuhe, Herrnbinden nach dem neueſten Ge— ſchmacke und ſonſtige Mode-Artikel empfehle ich zur geneigten Abnahme zu den billigſten Preiſen. S Odo Ludwigsſtraße(breite Straße). Haus-Verkauf. (180 Der unterzeichnete iſt geſonnen, ſein ihm zuſtehendes, noch in gutem Zuſtande be— findliches, 2ſtöckiges Wohnhaus von 37 Fuß Länge und 20 Fuß Tiefe auf den Abbruch aus freier Hand zu verkaufen, wozu er Kauflieb⸗ baber mit dem Bemerken höflichſt einladet, ſich in den erſten 8 Tagen zu melden, indem ſonſt das Haus abgebrochen wird. Beyenheim den 5. April 1845. Fink, Bürgermeiſter. Ein wohlgeſitteter Burſche (1835) kann in einer hieſigen Schweinen⸗ meßgerei als Lehrling eintreten. „ 116. Fuͤr die Herrn Schuhmacher-Meiſter! (486) Bedeutende und billige Einkäufe, ſetzen mich in den Stand, ſowobl Soblleder, als Oberleder in vorüglicher Qualität, ſehr wohlfeil abzugeben. Friedberg. M. L. Goldmann. Ein Logis. (487) für eine einzelne Perſon, welches ſo⸗ gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Michael Bauer in der Kirchgaſſe. Einladung. (488) Nächſten Sonntag den 13. und Mon⸗ tag den 14. d. M. wird das hieſige Kirch— weibfeſt gefeiert, wozu ich hiermit, unter dem Verſprechen pünktlicher und billiger Bedienung, höflichſt einlade. Niederwöllſtadt am 8. April 1845. Philipp Speck. A Ni i e ei es (189) Zur Beſorgung des Verkaufs für ein courantes Waaren-Geſchäft werden unter Zuſicherung vortheilhafter Bedingungen hier und in der Umgegend einige thätige Leute ge⸗ ſucht und belieben die hierauf Reflectirenden ihre Offerten franco an Herrn Hermann Lorch in Frankfurt a. M. mit Chiffer E. L. bezeichnet, gefälligſt einzuſenden. Ein braver und wohlgeſitteter Junge (490) kann bei einem bieſigen Herrnklei⸗ dermacher in die Lebre treten. Die Exped-⸗ ertheilt die Adreſſe. (9) Theater in Friedberg. Sonntag den 13. April 1845. Letzte Vorſtellung: Robert der Teufel. Romantiſches Schauspiel in 4 Abtheilungen von Charlotte Birch-Pfeiffer. Dienſtag den 15. April 1845. Zum Beſchluß: Zum Beßten für 8 Clara und Jeanette Geyſer: Das Glas Waſſer. Luſtſpiel in 5 Akten, nach dem Franzöſiſchen von M. E. Seribe von Dr. H. Nagel. Ed. Geyſer, Schauſpiel⸗Director. Nro. 12. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inbalt: Der himmliſche Sinn.— Chriſtenthum und Antichriſtenthum in Beiſpielen. Frankfurter Gold-Cours vom 10. April. ff. kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 388 20 Frankſtücke 9129 Engliſche Souverains 11158 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Jubilate den 13. April. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. (Gedaͤchtnißpredigt des verſt. Gr. Kirchenraths Pilger.) (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Conrektor Lauckhard. Fruchtpreiſe. 10. April 28 März 1. April Gattung. Fried⸗ j Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. J kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 830 50 1418 6 Korn„ 6 501 6111] 6— Gerſte„ 4 5— 51 91 5%— Hafer„„, 325 4 3 3/20 Polizei-Ta xe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 19. April 1845. — 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg.] bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 1 2 2 77 77 5 1 5— 44„ 5 10 110— . Lth. Lth. — Milchbrod 14% 14% Waſſerweck 15 15 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod. 15% 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch iets 11— 11— 1 gemäſtete 9— 9— „Kühfleiſch abgetläßetes 8——— . 30% gemäſtetes T „Rindfleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 51 31 5 „ Schweinenfleiſch 1— 11— „ Hammelfleiſch 9— 9— 7 Schaaffleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 81——— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 20— * Schinken 164— 16— „ Doörrfleiſch 15— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 120— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18.— „Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Kre an ſaͤmmt Betreffend: Der! Gottftied e wegen od die inbigilixen, wahrt an n Gern Grü des Alter: 21 kund. Auge worfen, ſtu worfen. B ſichtsfarbe: Brüder in und Schu ergeht von liebenden, Vertrauen Als einigten, un die das g genuß Feind auf betreten,. mit freudie