Intelligenz Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 1 Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſammtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Nach eee Schreiben Großh. Kreisraths des Kreiſes Alsfeld iſt der auf den 26. 1 l. J. gefallene ſ. g. Alsfelder Faſtenmarkt mit welchem auch ein Viehmarkt verbunden, wegen der auf dieſen Tag eingetretenen ſchlechten Witterung auf Mittwoch den 19. März l. J. verlegt wor— Die Abhaltung des ſ. g. Faſtenmarktes zu Alsfeld. den, was Sie alsbald in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen haben. Grünberg den 7. Mä e Sleckaadel. Eine wirkliche Begebenheit, von F. Rollberg. (Schluß.) Wir überſpringen einen Zeitraum von ſechs Jahre von denen Chriſtoph vier auf Schulen zubrachte, und von Fleiß und Anlagen begünſtigt, ſich treffliche Kenntniſſe er⸗ warb. Die Hälfte des kleinen Taſchengeldes, das ihm ſein Pglegrvater ſchon ſeit einigen Jahren wöchentlich zu geben flegte, halte er regel mäßig ſeiner Mutter geſendet, die durch des würdigen Pfarrers Fürſorge und mit Richters Hülfe in eine beſſere Lage verſetzt worden war, und ſich durch Arbeit und Thätigkeit zwar mühſam, aber doch rechtſchaffen ernährte. Seit zwei Jahren hatte Richter den Knaben zur Handlung angeleitet, und Treue, Fleiß, Eifer und Ordnungs— liebe zeichneten auch hier den ſechzehnjährigen heranreifenden Jüngling vor vielen ſeines Gleichen vortheilhaft aus. Mit der andern 7 ſeines erſparten Taſchengeldes hatte Chri— ſtoph in der letzten Zeit Federkiele aufgekauft von einem Nachbar, einem gebornen Hamburger, die Art und Weiſe, wie man dort das Ziehen bewerkſtelligt, erlernt, und ſo die zubereiteten Federn um einen mäßigen Preis, aber doch mit Vortheil, wieder verkauft, und dadurch ſein kleines Kapital bis auf 120 Thaler geſteigert.— Richter, dem dieſe Betrieb— ſamkeit gefiel, munterte ihn durch vermehrtes Taſchengeld und kleine V Vorſch üſſe, die Chriſtoph immer zur Verfallzeit richtig zurück zahlte, noch mehr auf, und als dieſer, bei einem Beſuche bei ſeiner Mutter, in ſeinem Dorfe eine große Partie Hanf und Flachs vorgefunden hatte, der von beſon— derer Gute war, und billig zu verkaufen ſtand, ſo bat er ſeinen Pflegevater um einen Vorſchuß von 200 Thalern zur Unternehmung dieſes Gäſchäftes. Richter freute ſich über den richtigen Speculationsgeiſt des Jünglings, und erfüllte ſeine Bitte. Das Geſchäft gelang, über Erwarten, und Chriſtoph war im dritten Lehrjahre ſchon Herr eines Kapitals von 500 Thalern, das ſein Pflegevater bei ſeinem Nebenhandel mit Sackleinwand anlegte, und innerhalb drei Jahren um das Dreifache vermehrte. Nach überſtandener Lehrzeit fuhr Chriſtoph als Hand— lungsdiener mit Fleiß, Treue und Thätigkeit fünf Jahre lang fort, die Geſchäfte ſeines Pflegevaters zu verſehen, er— hielt darauf die Stelle des unter dieſer Zeit verſtorbenen Buchhalters, und wurde drei Jahre ſpäter von Richtern zum wirklichen Kompagnon der ganzen Handlung, mit einem Drittel des Gewinnſtes, aufgenommen. Reichlich hatte er bisher ſeine Mutter und Brüder unterſtützt, von denen zwei in dieſer Zeit verſtorben waren, welchen bald die gute Mutter folgte. Doch kaum waren Chriſtophs Thränen über dieſen ſchmerzlichen Todesfall eini— germaßen verſiegt, als ein neuer, eben ſo harter Verluſt ihn bedrohte. Ein chroniſches Uebel warf ſeinen theuern Pflegevater auf ein zweijähriges Krankenlager. Was Liebe, Treue, Sorgfalt, Eifer, Fleiß und Dank— barkeit nur vermögen, das wandte er jetzt an, dem Schöpfer ſeines Glücks zu beweiſen, daß er ſeine Güte an keinen Un— würdigen verſchwendet habe. Unermüdet in ſeinem Berufe, die Seele der ganzen Handlung, überall ſchaffend, wirkend und unverdroſſen, theilte er ganze Nächte jang mit Richters troſtloſer Gattin die Sorge für den geliebten Kranken, und als dieſer endlich im 65ſten Lebensjahre der Natur ihren Tribut entrichten mußte, legte er auf dem Sterbebette die Hand ſeiner vier und zwanzigjährigen Tochter, Henriette, in die ſeines Pflegeſohns, und mit Thränen der Liebe, Weh— muth und Dankbarkeit drückte der trauernde Eidam dem theuern Wohlthäter die gebrochenen Augen zu. Zehn Jahre nach Richters eds e, 1798, war die Fir— ma: Chriſtoph Gottlieb B.. en, ſel. Samuel Richters Erben, eine der geachtetſten in. D... Drei eigne Schiffe führten Chriſtophs Handlungsartikel den engliſchen und ruſſiſchen Ha 1 5 zu, und unwandelbar blieb die Göttin des Glücks, die dem gutmüthigen zehnjährigen Knaben ge— lächelt hatte, dem wackern vierzigjährigen Manne treu, Mit kindlicher Liebe und Sorgfalt pflegte EChriſtoph ſeine verehrte Schwiegermutter bis in ihr 72ſtes Jahr, und als ſie, die dankbaren Kinder ſegnend, verſchied, trauerte der Betrübte gleich dem eignen Sohne um die verlorne Mutter. Immer blühender wurde ſeine Handlung, und ſichtbar ſegnete der Himmel auch wohl die zweifelhafteſten ſeiner Unternehmungen. Allein nicht ohne Maß durfte das Glück ſein Füllhorn über ihn leeren, etwas mußte das Geſchick ihm verſagen, um den Sterblichen an ſeine ſtaubgeborne Abkunft zu mahnen,— ſeine Ehe blieb kinderlos.— Seine beiden noch lebenden Brüder waren gute Landwirthe gewor⸗ den, und da der Himmel die Vaterfreuden ihm nicht ge— währen zu wollen ſchien, da nahm er die beiden älteſten Kinder ſeiner Brüder, die er aus der Taufe gehoben hatte, und die einſt ſeine Erben werden ſollten, zu ſich in ſein Haus. Hunderte nothleidender Mitbürger hatten in der furchtbar theuern Zeit an ihm ihren rettenden Engel gefun⸗ den, und zahlloſe Gebete ſtiegen für ihn aus dem hieſigen Verſorgungs⸗ und Waiſenhauſe auf, das er alljährlich reich mit Korn, Wein und Geld beſchenkte. Aber ſtets blieb er ſeiner frühern Niedrigkeit und ſeines wunderbaren Schick— ſals eingedenk. Die ſegenbringende Stecknadel prangte, ein immerwährendes Erinnerungszeichen der Vergangenheit, jetzt am feinholländiſchen Tuchrocke, wie damals am Aermel ſei— „ 82. in ſeinem Hauſe ſich befand, war häufig Ohrenzeuge der eigenen Erzählung ſeines Lebenslaufes.„Seht Kinder“— pflegte er oft am Schluſſe wohl zu ſagen, wenn er vom Mahle mit den Seinen aufſtand, und dem Gott dankte, der ihn ſo wunderbar geführt,—„ſeht Kinder, der Herr thut Großes oft an denen, die ihn lieben. Fügt euch in Demuth ſeinem allmächtigen Willen, und betet an im Stau⸗ be ſeinen unerforſchlichen Rathſchluß. Und wollt ihr wür⸗ diglich ihn ehren, ſo liebt eure Brüder, ſeid thätig in der Erfüllung eures Berufs, thut wohl den Armen und Düurf⸗ tigen, und der Segen des Allmächtigen wird ſein mit euch und euern Kindes kindern für und für., Zur Wetterauer Chronik. Obererlenbach am 8. März 1845. Am 7. März, Abends um 10 Uhr, war in den hieſi⸗ gen Straßen ein außergewöhnliches Treiben und wenige Minuten darauf hörte man ſchon die fürchterliche Nachricht, daß der hieſige Ortsbürger Adam Ohlenſchläger, früher Weißbinder und ſeither Mäkler, ſeine Ehefrau ermordet habe. Der angebliche Mörder wurde augenblicklich verhaftet und heute Morgen dem Gerichte überliefert, das heute mit der erforderlichen Unterſuchung begann. Der gerechten Strafen wird er nicht entgehen!— nes zerriſſenen Leinwandwams, und war von ihm zum ewi⸗ gen Erbſtücke für ſeine Verwandten beſtimmt, das jedesmal der Aelteſte in der Familie tragen ſollte. Schreiber dieſes, der als ſechzehnjähriger Jüngling oft Zu bemerken iſt hierbei noch, daß unter den unerzo⸗ genen Kindern des angeblichen Mörders oder der gemorde⸗ ten Frau ſich ein Knabe von 12 Jahren befindet, der ohne Arme geboren wurde. Bekanntmachungev non Be⸗ hoͤrden. N Edictalladung. (2800 Nachdem über den geringen Nachlaß des im 2. Bataillon Großh. 4. Jufanterie⸗ Regiments als Feldwebel geſtandenen Mar⸗ tin Stieber von Wölfersheim der Concurs erkannt worden, werden diejenigen Gläubiger, die etwa noch nicht ſich angemeldet, bedeutet, ſogewiß binnen 2 Monaten ihre Forderungen anzuzeigen, als ſie ſonſt ohne weitere Bekannt⸗ machung ſich als ausgeſchloſſen zu betrachten haben. Hungen den 22. Februar 1845. i Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung von Bauarbeiten. (309) Die bei Erbauung einer neuen Sy⸗ nagoge für die israelitiſche Religionsgemeinde zu Niederurſel erforderlichen Bauarbeiten und Material⸗Lieferungen, nämlich: E Maurerarbeit, verüberſchlagt zu 239 40 Steinhauerarbeit, 178— Zimmerarbeit, 570 12 Dachdeckerarbeit, 158 36 Schreinerarbeit, 375— Glaſerarbeit, 290— Schloſſerarbeit, 133— Spenglerarbeit, 53— Weißbinderarbeit, 308— Lieferung von 2 Kbklftr. rauhen Mauerſteinen, 2 Kbklftr. ſaubern Schichtemau⸗ erſteinen, „„ 50 Tauſend gut gebrannten Ruſ⸗ ſenſteinen, *„ 100 Bütten Kalk, „„ 3 Köklftr. reinen Mauerſand, ſollen Freitag den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt wenigſtneh⸗ mend in Accord gegeben werden. Friedberg den 3. März 1845. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Edictalladung. (310) Nach dem gerichtlichen Pfandbuche der Gemeinde Weitershain errichteten die Konrad Friedrich's Cheleute von da am 8. März 1838 eine Schuld- und Pfandver⸗ ſchreibung über ein bei dem Veitsberger Kir⸗ chenkaſten aufzunehmendes Kapital von 50 fl., welcher auch an dem fr. Tage die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wurde. Dieſes Kapital ſoll inzwiſchen nach den vor⸗ liegenden Beſcheinigungen des früheren Rech⸗ ners Zökler und des nunmehrigen Rechners Jung dahier nicht zur Auszahlung gekommen und die deßhalb errichtete Obligation abhanden gekommen ſeyn. Auf Antrag der Konrad Friedrich's Cheleute werden daher alle dieje⸗ nigen, welche irgend Anſprüche an die fr. Obligation bilden, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 8 Wochen von heute an ſogewiß da⸗ hier anzumelden und zu begründen, widrigen⸗ falls die fragliche Obligation für ungiltig er— achtet und der deßfallſige Eintrag im Pfand⸗ buche gelöſcht wird. Gruͤnberg den 20. Februar 1845. Großh. Heſſ. zum LGericht daſ. geh. Patr.⸗ Gericht der Freih. v. Nordeck zur Rabenau Welcker. Lohrinde-Verſteigerung. (318) Da die unterm 27. Februar iii Oberrosbach abgehaltene Lohrinde-Verſteige⸗ rung, namentlich das Ergebniß aus dem Co- munalwalde der Gemeinde Obermörlen, nicht genehmigt werden kann, ſo ſoll das Ergebniß aus bemerktem Walde geſchätzt zu 146 Cent⸗ ner, Montag den 17. l. M., des Vormittags um 10 Uhr, auf der Gemeindeſtube zu Ober— mörlen, einer nochmaligen Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden. Obermoͤrlen am 8. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Edietal ladung. (319) ueber den von den Erbintereſſenten ausgeſchlagenen überſchuldeten Nachlaß der dahier verſtorbenen Wittwe des Quartiermei⸗ ſters Nicolai von Offenbach iſt der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen an die Maſſe bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche, bei Strafe ſtillſchweigen⸗ den Ausſchluſſes, Donnerſtag den 17. April, Vormittags bei der unterzeichneten mit Leitung des Con⸗ curſes beauftragten Gerichtsbebörde entweder in Selbſtperſon oder durch einen gehörig legi⸗ timirten Bevollmächtigten zur Anzeige zu bringen, und zu begründen. In dieſem Ter⸗ mine ſoll zugleich die Güte verſucht und we⸗ gen der Beſtellung eines Contradictors und Maſſepflegers Beſchluß gefaßt werden. Friedberg am 26, Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. F. A. G. Hofgerichts Hofmann. Dr. Gilmer. Holzverſteigerung in dem Münſterer Gemeindewald, Reviers Hochweiſel. (220) Donnerſtag den 13. März l. J., von Morgens 9 uhr an, ſoll in dem Diſtrict Lams⸗ hart das nachſtehende Holz, nämlich: A. Brennholz. 80¼ Stecken buchen Scheitholz, 5„ eichen Scheitholz, 9 1277„ buchen Prügelbolz, 5„ eichen Prügelholz, 42„ buchen Stockholz, friſches, 24¼„ eichen Stockbolz, friſches, 975 Stück buchen Aſtwellen, 350 5 eichen Aſtwellen, B. Bau: Werk⸗ und Nutzholz. 33 eichen Bauſtämme und 9 Stück eichen Stangen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Münſter den 5. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Theis. Verſteigerung. (321) Montag den 17. l. M., Morgens 9 Ührſanfangend, ſoll der Nachlaß der dahier ver⸗ ſtorbenen Unterquatiermeiſters Nikolai Wittwe in der Wohnung des Gerbermeiſters Karl Müller in der Wilhelminenſtraße, beſtehend Versteigerung e G20) Fels übe an, Schloß arten da Wett und. J Eſchen unge 2) Worm 3) Hlmen 4) Obſtbaum Immobilien; tung „ 83. Auder, in Holzwerk, Eiſen, Nec 5 E Le a ß ß d e 2 zeißgerätb, Frauenkleider, Be 0 d der⸗* ze Ehe g Aae öcenkdic a end verſteigert wer—(2550) Die Ehefrauen des Ge. Seminardirectors Dr. Curtman dahler und des Gr. Land⸗ 5 5 gerichts-Aſſeſſors Schmidt zu karben, ſodann der Gr. Pfarrer Gebhard zu Oberſeemen N Friedberg den 10. März 1845. lar e a n angeblich von Sophia Jenkel ererbten in den Flurbüchern noch derr Der Beigeordnete Bender. Gander Namen der beide Jungfern Jenkel ſtehenden Grundſtücke in hieſiger und Fauerbacher ch in emarkung: Stau, An die Mitglieder des Lehrer-Leſe— eee Friedberg * 1„ ärte ** Berelns à u. 8 Bd. Nr. Steuer⸗ N 128(322) Diejenigen Mitglieder des Lehrer— N. u. S. des Rth. kapital. 9 Hᷣurf⸗ Leſe. Vereins, welche mit Einſendung der Fb. Gs.„e a t euch jäbrlichen Geldbeiträge bis Ende 1844 noch 1 158 38 64 7 Gewann zwiſchen der Langgaſſe und Fauerbacher zurück ſind, ſowie Diejenigen, welche die ge— 9 Gränze an Wilhelm Thönges. liebenen Bücher im geſetzlichen Termine nicht 2 18 39 128 3 28— Am vorigen Stück und Anton Burk. zurückgegeben haben, werden biermit aufgefor⸗ 159 3 147 7 12 3 In der 8. Gewann im Ackergarten an Friedrich Kautz. dert, zur Vermeidung. ihnen Großwarthfeld f 3 1 e e 4 203 17 130 7 58 1 In der 2. Gewann hinter der Warte an Friedrich Kautz I. esl Frledberg den 6. März 1845. F In der 6 Gewann zwiſchen der Landſtraße und dem Wieſen⸗ 0 Für den Lehrer-Leſe. Verein 8 5 weg an Johannes Walz jun.„ * d* F. Ph. Dieffenbach 5 34 8 92 2 23 3 Daſelbſt gegen der Landſtraße in der 7. Gewann an der Pfarrei. * er Prof. Ph. 5 7 343 55 191 6— 2 In der 9. Gewann zwiſchen dem Taubenrain und der Mittel⸗ der Einladung. hohl am grünen Weg an Heinrich Hanſtein II. abe(823) Ju der künftigen Freitag den 14. 8 7 8168 6 1 2 17 8 55 10. Gewann bei der krummen Gaſſe an Adam Stein⸗ e mit 17 5 2 40 deten bn ber 9 349 14 187 99 2 Daſelbſt an Heinrich Weckers Wittwe. Schüler der 1. Klaſſe unſerer Schule werden Großgalgenfeld Eltern und Freunde der Jugendbildung hier— 10 440 50 131 1 7 1 In der 1. Gewann bei der Oberwöllſtädter Gränze dem Gr. 2 mit höflichſt eingeladen. Cameralfiscus Jo Friedberg den 8. März 1845. 1 1 27— In der 7. Gewann zwiſchen dem Dachspfad und dem Ent⸗ 8 Der Großh. Rektor graben an Johannes Supp auf beiden Seiten. Ph. Dieffenbach. Kleingalgenfeld Verſteigerung von Werk und Nutzholz 12 241 11 49 3 In der 1. Gewann an der Landſtraße an Georg Steinhäuſer. 1 0 F 9 „ zu Friedberg. 13 639 33 142 3 46 3 In d e beim Lachenweg an Heinrich Kehr 1 3 8 o 5 3 3 2 5 nn der 8. ewann beim Lachenweg an Heinr. Nehr. wen en 14 651 33 161 11 228 3 6. Gewann beim Kreutz⸗ und Lachenweg an Heinrich an 8 10— 7 des 2 1— — e b ic dente 15 697 22 163 1 23 3 In der 10. Gewann am ſtumpfen Graben an Heinrich Kehr. gen I. in Stämmen: Wieſe 1) Eſchen ungefähr 570 18 7 15 118 1 48— In der 3. Gewann im Straßheimer Feld an Wilhelm Schmitt. — 3 1850 1 253. Gemarkung Burg-Friedberg. twede 4) Obſtbaum⸗, hauptſäch⸗ 2. Heſſ. Ackerland — ſich Nußbaumholz 270( Cubicfuß, 17 723 4 37— 57 3 Im Ried an Gottfried Mäuſer in Ockſtadt. e 5) Nadelholz 400 1 2 27 1 Am Pfaffenbrunnen an Jacob Kuh. Ter 6) Weichholz 90 Wieſen 1 II. In Stangen: 19 831 66 9 2 9— In der 6. Abtheilung i Ried Heinrich M ck III 10 Eſchen ungefähr 90 5 9 0 In der 6. Abtheilung im Ried an Heinrich Ma b 2) Ahorn 9 20 Gr. Heſſ. Gemarkung Fauerbach II. 3) Ulmen. 60 ö Cubicfuß. O.⸗ Bd. Nr. Gehalt Steuer⸗ t da 4) Buchen- und Nadelholz 14 N. u. S. des V. Rth. kapital Friedberg den 5. März 1845. Fb. Gs. fl. kr. hll. net Der Großh. Heſſ. Domanenrath 20 92 25 3 29% 4 3 3 JIn der Oſterluzei an Graf von Solms⸗Rödelheim. Bu ß. 21 97 48 3 19% 3 4 2 Daſelbſt an Wilhelm Ort in Fauerbach. 1 tie r 22 358 22 8 19% 14 52 2 Am Holderpuſch an Graf von S. Rödelheim. Immobilien Verkauf 5 Ver pach⸗ 28 6 27 3 Daſelbſt an denſelben. J. bon tung zu Holzhauſen. 21 5 26— Am Eckelspfad an Heinrich Sang in Fauerbach. Lame(325) Nachſtehende dem Mathildenſtifte— 599 13 3 34/ 8 4 1 Obig dem Städterweg am Haingraben an Heinr. Preußer Jun. dahier gehörige Immobilien zu Holzhauſen 26 29 7 11 1 In den Brückengärten an das Hospital in Friedberg. ſollen Montag den 17. März 1845, Mittags 27 482 19 4 3 Auf dem Ringgraben an Georg Steinhäuſer. 11 Ubr, in dem Rathhauſe zu Holzhauſen je] 28 514 25 7 29 6 49 2 Am Hirſchenrain an die Pfarrei Fauerbach. g nachdem ſich Liebhaber einfinden, entweder in 29 526 49 6 39 4 45 1 Obig dem Höllwaſen, an Graf von Solms⸗Rödelheim. Eigenthum verſteigert, oder auf mehrere Jahre 3 39 12 3 1½ 5 19 2 Obig dem Diehnheimerpfad gegen der Leimenkaute an Ka⸗ verpachtet werden. 5 5 tharine Philippi. bet Flurbuch 8 5 36 2 Auf der Leimenkaut an Anton Eich Frau. 2% 13 Rth.(24,388[IKlftr.) Hofraithe, verſteigern laſſen, können aber das Eigenthum ihrer Erblaſſerin an dieſen Grundſtücken genügend beſtehend in Wohnhaus und Stall an nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche Eigenthums oder ſonſtige Anſprüche Sebaſtian Altenheimer Gr. Fiskus 24 auf jene Stücke zu haben vermeinen, aufgeforderr, ſolche ſogewiß in 3 Monaten von heute an hier i kr. Zins. anzuzeigen, als ſonſt dem deßfalls auszufertigenden Kaufbriefen die gebetene gerichtliche Beſtätigung 2%, 8% Rth.(16,65[JKlftr.) In den ertheilt werden wird 5 Hintergärten an Johs Hett. Da ſodann in den Hypothekenbüchern noch die folgenden beiden Einträge verdt 9% 9 Rth.(16,884[IKlftr.) In den Föl⸗ 1) vom 27. Februar 1768, wonach Wendel Daniel Jenkel holländiſcher Lieutenant und Chr 5. lergärten an Melchior Höck. Wilhelm Jenkels Wittwe, ſodann Emmerich Felir Reuß und Joh. H. Laubinger als Krolliſche eiſtet%s 26 ½% th.(49,714[IJKlftr.) In der Curatoren wegen den mit dem von Steltingiſchen Curator ad lites Procurator Geypger ver⸗ unterſten Dornbach an Heinrich Bürau. glichenen und aus der General v. Rauiſchen Debitmaſſe von der mittelrheiniſchen Reichsritter Bemerkt wird bierbei, daß die Objecte nach ſchaft hierſelbſt als ernannten Kaiſerlichen Commiſſion bekommenden 650 fl. Sicherheit für 169 erfolgter Genehmigung, ſogleich in Beſitz ge— den Fall, daß jene Summe reſtituirt werden müßte, geleiſtet haben, ben nommen werden können. 2) vom 12. März 1785, wonach Chr. W. Jenkels Wittwe, Lieutenant Wendel Daniel Jenkel, lw Friedberg am 6. März 1845. Emmerich Felir Reuß und Pfarrer Reuß, dieſer zu Wetzlar, die drei erſteren dahier, wegen 90 Der Caſſier des Mathildenſtifts Ueberlaſſung des Vermögens des abweſenden Philipp Chriſtian Reuß durch Einſetzung von Sehrt. Gütern Caution geſtellt haben, edberg am 17. Februar 1845. ilſo noch nicht pfandfrei ſind, übrigens eben ſo wenig Akten, and jener, Cautionen urtheilen ließe, aufzufinden geweſen, als wenig eurkunden ſelbſt, die nach ihren Angaben keine Gültigkeit mehr haben, im Stande ſind, ſo werden auf jener Antrag alle, welche den Fortbeſtand und Verpfändungen behaupten oder Rechte daraus herleiten wollen, zu in obbeſtimmter Friſt unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert, daß ſonſt loschen erachtet, die Einträge in den Hopothekenbüchern geſtrichen und die ein⸗ als pfandfrei werden behandelt werden. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Aufforderung. (326) Geſtellten Antrags zu Folge werden zum Zwecke der Vervollſtandigung des Inven. tars über das Vermögen der minderjährigen Kinder Iſter Ehe des am 2. Februar d. J. verſtorbenen Klefers Heinrich Fiſch und deſſen Ehefrau Anna Chriſtine, geb. Heß zu Nau⸗ heim, die unbekannten Gläubiger dieſes hier— mit aufgefordert, ihre Anſprüche im Termine den 27. März d. J., Morgens 10 Uhr, bei hieſiger Gerichtsſtelle anzumelden und unter Vorlegung der darüber ſprechenden Urkunden zu begründen, widrigenfalls ſie bei Aufſtellung des fraglichen Inventars nicht werden berück⸗ ſichtigt werden. Dorheim am 4. März 1845. Kurfürſtlich Heſſ. Juſtizamt Schenk zu Schweinsberg. K. A. vdt. Rupprecht V. C. Privat- Bekanntmachungen. Ceres, Bank zur Verſicherung des Schadens an Rindvieh und Pferden Frankfurt am Main. (327) Bei dem Ablaufe des II. Semeſters 1844 verfehlte die Direction nicht, der am 3. Febr. 1. J. abgehaltenen Ausſchußverſammlung ſpecielle Rechnung abzulegen, welche Rechnungsablage lunter Vergleichung der darauf Bezug habende Bücher, Regiſter und Scripturen laut des darüber aufge⸗ nommenen Protocolls als richtig anerkannt ward. Am Schluſſe des ee 1844 waren verſichert: auf Rindvieh fl. 402,103 N „ Pferde fl. 432,040 sls Stick Summa: fl. 834,143 Verſicherungskapital. Am Schluſſe des ſten Semeſters 1844 waren verſichert: auf Rindvieh fl. 352,235 e Pferde fl. 312,75 5768 Stütt. Summa: fl. 664,410 Verſicherungskapital. Demnach hat ſich der Verſicherungsbeſtand im abgelaufenen Semeſter vermehrt: auf Rindvieh um fl. 49,868 „Pferde„fl. 119,865 Totalzuwachs: fl. 169,73. An Schäden find im verfloſſenen Semeſter liquidirt und bezahlt worden: auf Rindvieh 8 5 5 0 5 7. 8 2 welche Summe auf das Verficherungskapital von fl. 402,103— kr. ausgeſchlagen einen Antheil von fl. 1. 10% kr. und nach§. 22 der Statuten mit fl. 1 11 kr. auf fl. 100 Verſicherungskapital umzulegen iſt; auf Pferde 2 7 5 2 2 5 1 8 8 8 wonach ſich auf fl. 100 Verſicherungskapital eine Betheiligung von fl. 1. 50% 100 kr. ergiebt, welcher Betrag wie oben mit fl. 1. 51 kr. ausgeſchrieben wird. Total f e. 8 Zur genaueren Ueberſicht dient das Verzeichniß der bezahlten Schäden, mit Angabe des Namens und Wohnorts der Empfänger. Abdrücke der durch die Ausſchußverſammlung genehmigten zeitgemäßen Zuſätze und Abänderungen der Statuten werden als Nachtrag allen Betheiligten zugeſtellt. Wenn aus der vorgelegten Abrechnung einestheils ſich herausſtellt, daß das Verſicherungskapital fortwährend im Steigen begriffen iſt, ſo drrf anderntheils auch die ſtets wachſende Ausdehnung des Inſtituts, namentlich in den Königreichen Preußen und Bayern nicht überſeben werden. Beides vereint, ſichert nicht nur dem Inſtitute ſeinen bleibenden Fortbeſtand, ſondern auch dem einzelnen Betheiligten die gebührende Vergütung in allen Wechſelfällen, denen ſein Viehſtand unterworfen iſt. Sollte die Erfahrung Aenderung in der einen oder der andern Beſtimmung als nöthig er⸗ ſcheinen laſſen, ſo wird man von Seiten der Direction nicht ſäumen der Ausſchußverſammlung die geeignete Vorlage zu machen, um dieß Inſtitut nach Zeit und Umſtänden immer mehr zu vervoll— kommnen, wogegen ſie aber auch erwarten darf, daß die Betheiligten durch pünktliche Entrichtung der Beiträge und ſorgfältige Behandlung des Viehſtandes auch ihrer Seits zum Gedeihen der An⸗ ſtalt möglichſt beitragen werden. Die Anzeige etwaiger Mißbräuche werden mit Dank entgegen genommen und zu deren Abhülfe alsbald die geeigneten Vorkehrungen getroffen werden. Frankfurt a M. im Februar 1845. Die Direction Der Director ad inter. und Conſulent Dr. Geidner. fl. 4714. 2 kr. fl. 7983. 55 kr. Der Rendant F. J. Roſalino. um Verkaufen. (303) In Frankfurt ſind zu verkaufen: zwölf Chaiſen, theils ein-, theils zweiſpännig, theils mit Leder, theils mit Glas verdecken, ſodann mehrere Wagen, theils mit hölzernen theils mit eiſernen Achſen, acht Pflüge, ſech Eggen, fünf und zwanzig Paar Kummet und fünf und zwanzig Paar Syllgeſchirr. Nähe⸗ res zu erfragen bei Louis Schott Altengaſſe Lit. C. Nr. 131. zu Frankfurt a. M. Ein vollſtändiges Logis, (317) Parterre, welches den 15. Mai bezo— gen werden kann, hat zu vermiethen Helmolt, pPoſthalter. 3 Faſelochſen Schwyzerrace (328) von 1, 1% und 2½ Jahren hat zu verkaufen 1 b Pachter L. Schultheis in Steinfurt. 300 Gulden (329) Vormundſchaftsgeld liegen gegen ge⸗ richtliche Sicherheit zu 5% zum Ausleihen be⸗ reit. Vilbel den 10. März 1845. H. Walther. Annonce. 1 (330) Mein Tuch⸗Waaren⸗ Lager, fruher Dongesgaſſe G. Nro. 24, zum Löwenberg, befindet ſich von nun an Ecke des Lieb⸗ frauenbergs und der neuen Kräme, G. Nr. 62, zum Paradies- und Grünvogel, dem Braunfels gegenüber. Frankfurt den 7. März 1845. Ernſt Lochner. Literariſche Anzeige. (331) Bei C. W. Leske in Darmſtadt iſt erſchienen und bei C. Binder nagel in Friedberg vorräthig: Lehren des Papſtes und Lehren der Bibel. Allen Freunden der Wahrheit zur Ver⸗ gleichung vorgelegt von Fr. L. W. Wagner. Als Anhang: Ein Glaubensbekenntniß, welches ſolche Un⸗ garn, die zur römiſch⸗katholiſchen Kirche über⸗ traten, beſchwöͤren mußten. 12 kr. Der Betrieb des Ackerbaues Leichtfaßlich dargeſtellt, für den gewöhnlichen Landmann. Von J. Schenckel. (Preis 12 kr.) Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt ſo eben angekommen: D te 9 De 5 Katholiſche Kirchenreform. Monatsſchrift herausgegegeben von Anton Mauritius Müller unter Mitwirkung der Herrn Czerski und Ronge, ſowie anderer katbol Geiſtlicher. Januar⸗Heft 1845. Monatlich erſcheint 1 Heft von 3 Bogen. Preis jährlich. 1 fl. 48 kr. „ vierteljährlich 36 kr. „ des einz. Heftes 18 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die Araſörithe der an sämmtliche Betteffend. Den f msde Da durch l Unweſens ertheilten vollſtandig erreicht zur größeren Sich erlheilt, daß J fünftighin walungsbezirken C und Asfeld, welche Kun, ein Handwer Arhüungsmaßig er! Ernährungsfabhl Verlangen Paſſe zu und England ertbe besagten Länder zu nannten Verwalt den mit Grand halt in der Frem Fabrikarbeiter, ode dupibt werdende ſud, deren Erwerb darum leicht in die ung anſprechen zu! enden Legitimation * 2) das Erſac Jun d. 5 J l n unl. kim 9. 1 nice Pe Hielmehr ledigli 565) den betreffe