P e be de e, Intelligenz⸗Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Anſchaffung von Sämereien für 1845. Wenn Angehörige Ihrer Gemeinden die Anſchaffung von Luzerne⸗ und Esparſettenſaamen durch Vermittelung des landwirthſchaftlichen Vereins für 1845 wünſchen ſollten, ſo werden Sie bis längſtens den 25. d. M. die erforderliche Beſtellung an uns gelangen laſſen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 7. Februar 1845. Küchler. Ouvrier. Follenius. Fuͤr etwaige Auswanderungsluſtige nach Braſilien. Vor 20 Jahren zogen auch aus unſerer Wetterau viele nach Braſilien in Südamerika, ältere und jüngere Leute, und der Einſender dieſes erinnert ſich noch recht lebhaft, wie ein Zug ſolcher Auswanderer aus Untermockſtadt ſingend und jubelnd durch ſeinen Geburtsort kam mit der freudigen Erwartung, in Braſilien ein gelobtes Land anzutreffen, wo man ſich nach Herzensluſt Gutes thun könne. Namentlich erinnert er ſich einer Frau, welche darum nach Braſilien gieng, weil ſie hoffte, dort die Fülle guten Kaffee's immer zu haben. Schwerlich aber werden die Leute dort gefunden haben, was ihnen ihre goldenen Träume vorgeſpiegelt hat⸗ ten. Sie werden dort ſauere Tage gefunden haben, wie auch mitunter hier, und die Sonne hat ſie gewiß viel mehr gebräunt, wie Einſender dieſes an einer Ausgewanderten aus dem ſogenannten Hinterlande, welche einmal ihre alte Heimath vor einigen Jahren wieder beſuchte, ſehen konnte. Was aber noch ſchlimmer iſt, als ſauere Tage, Sonnen⸗ Mittwoch, den 12. Februar glut und andere Mühſeligkeit für den Ausgewanderten, das iſt dort die Bedrückung um ſeines Glaubens willen für den evangeliſch⸗proteſtantiſchen(den lutheriſchen und reformirten) Chriſten, worüber der Hamburger Correſpondent, eine weit⸗ verbreitete Hamburger Zeitung, aus dem Munde eines zu— rückgekehrten Deutſchen Auskunft gibt. Da man jetzt wie⸗ der auffordert, nach dem Kaiſerthum Braſilien auszuwan⸗ dern, um dort eine deutſche Colonie zu begründen, ſo hält es Einſender dieſes für gut, für etwaige Auswanderungs⸗ luſtige auf die dortigen Religionsverhältniſſe aufmerkſam zu machen, um lutheriſchen und reformirten Chriſten zu beden⸗ ken zu geben, ob es ſich mit ihrem religiöbſen Gewiſſen ver⸗ trägt, nach einem Lande auszuwandern, wo ſlie in die ſchlimmſte Gefahr kommen, in die Gefahr von ihrem Glau— ben abzufallen. Das Kaiſerreich Braſilien iſt nämlich ganz katholiſch und zwar ſtreng katholiſch. Kommt es nun zum Beiſpiel vor, daß ſich, was jedem Ein wandernden leicht be⸗ gegnen kann, ein ſolcher Einwanderer mit einer Braſilia⸗ nerin oder eine Eingewanderte mit einem Braſilianer ver— heirathen will, ſo geht das dort nicht, wie bei uns, wo man jeden bei ſeinem Glauben läßt, nein! kein katholiſcher Geiſt— licher copulirt die Brautleute, wenn nicht durch zwei Zeugen mit einen Eide beſchworen wird, daß die Braut und der Bräutigam katholiſch ſind. Copulirt ſie ein anderer, pro— teſtantiſcher Pfarrer, deren in dem ungeheuer großen Reiche nur äußerſt wenige ſind, ſo zweifelt die Hamburger Zeitung, ob dann die Ehe dort als geſetzlich giltig angeſehen wird und die Kinder geſetzlich erben können. Nicht einmal den lutheri⸗ ſchen und reformirten Todten gibt man ein ehrliches Begraͤb⸗ niß. In einer der größten Städte Braſiliens ſtarb einem evangeliſch-proteſtantiſchen(lutheriſchen) Manne, der noch dazu von bedeutendem Anſehen und wohlhabend iſt, ſeine Ehefrau, welche, wie er ſelbſt, aus Deutſchland gebürtig war. Er wollte ſie auf den ordentlichen, chriſtlichen Kirch⸗ hof feierlich begraben laſſen, allein die katholiſche Geiſtlich— keit ließ dieß durchaus nicht zu, weil die Frau eine Ketzerin ſei. Nach 3 Tagen trat in der heißen Gegend au der — „ 50. Leiche die Verweſung ein, und der tiefbetrübte Wittwer konnte die gewünſchte Beerdigung ſeiner Frau auf keine Weiſe erlangen, als daß er von ſeinem evangeliſch⸗proteſtan⸗ tiſchen Glauben abftel und katholiſch wurde). Darum laß dich bei Zeiten warnen, evangeliſch-proteſtan⸗ tiſcher Chriſt, ehe du unter dieſen Druck kom mſt um deines Glaubens willen! Dort iſt es zu ſpät. W. A Der Landwirth und die landwirthſchaftliche Zeitung. Einſender dieſes iſt zwar ſelbſt kein Landwirth und es ſteht ihm darum auch kein Urtheil zu weder über die ökono— miſch⸗wiſſenſchaftliche Bedeutung der landwirthſchaftlichen Zeitung, noch über den Nutzen, den die ackerbautreibende Klaſſe aus dem Leſen derſelben ſchöpfen kann. Von vorn herein aber läßt es ſich annehmen, daß die landwirthſchaft⸗ liche Zeitung ihre Aufgabe— die Induſtrie des Ackerbaus möglichſt zu heben und zu befördern— auf eine der Aner⸗ kennung würdige Weiſe löſen werde, denn einmal hat der Ackerbau bekanntlich in unſerm Lande, wenigſtens in einzel⸗ nen Gegenden, bereits eine ſehr hohe Stufe erreicht, die Mitarbeiter genannter Zeitſchrift werden alſo in der Regel erfahrene Männer ſein, zweitens iſt die Sichtung des Stoffs und die Herausgabe des Blattes ſelbſt in den Händen eines Mannes, deſſen Name über die Grenzen unſeres Großher⸗ zogthums hinaus rühmwlichſt bekannt iſt, des Oekonomieraths Dr. Zeller, es wird alſo etwas Irriges oder gar Falſches gar keine Aufnahme finden können und drittens wird die Zeitſchrift herausgegeben unter der Aufſicht der Höchſten Staatsbehörde; dieſelbe hat auch befohlen, daß aus jeder Gemeindekaſſe ein Exemplar angeſchafft werden müſſe, um dadurch zu ihrer Verbreitung alles Mögliche beizutragen, was gewiß nicht geſchehen wäre, wenn man Höchſten Orts nicht die wohlbegründete Ueberzeugung hätte, daß jeder Land wirth aus der landwirthſchaftlichen Zeitung vieles für ſeine Berufsthätigkeit Nützliche erlernen könne, ja daß ſie ihm faſt ganz unentbehrlich ſei. Kommt der Einſender nun neulich einmal zu einem Landwirth in Geſchäften und findet auf deſſen Tiſche liegen ein Nummer der landwirthſchaftlichen Zeitung. Um nach abgemachtem Geſchaͤfte mit dem Manne noch Etwas zu reden, frage ich ihn: ob er die Zeitſchrift aus eigenen Mit⸗ teln halte? Nein, war die Antwort, der Buͤrgermeiſter, mein Vetter, ſchickt ſie mir, aber— ich leſe ſie nicht. Wie? rief ich verwundert, Sie, ein Landwirth, leſen die Zeitung nicht, in der Ihr Beruf eine ſo allſeitige Beſprechung findet? Nein, entgegnete er, ich leſe ſie nicht; da hätt' ich viel zu thun, wenn ich all das Geſchreibſel leſen müßt', das die Stuben— hocker da drucken laſſen. Was können die mir ſagen? ich ) Vir wären proteſtantiſch geblieben und hätten die Todte in aller Stille begraben laſſen. Wo ein Menſch den Todtenſchlaf ſchläft, iſt ein heiliger Ort. Die Red. 2 muß beſſer wiſſen, wie ich meinen Acker zu beſtellen habe wie die, denn ich bin von Jugend auf dabei und weiß, was ſich gehört und die— die haben vielleicht ihr Lebtag noch keine Furche geackert.— Ich machte noch mancherlei Einwendungen, aber ich konnte meinen Mann nicht auf andere Gedanken bringen. Später erzählte ich den Vorfall einem auf dem Lande wohnenden Bekannten und hörte von demſelben, daß ſo, wie mein Mann, gar viele Landwirthe über die landwirthſchaftliche Zeitung dachten und ſprächen. Dieß veranlaßte mich, die Sache der Oeffentlichkeit zu über⸗ geben und indem ich dieß hiermit gethan habe, frage ich nur noch: iſt es denn— wenn wirklich Viele in der oben an⸗ gegebenen Weiſe räſonniren— iſt es denn nur möglich, daß irgend eine den Ackerbau betreffende Verbeſſerung all⸗ gemein durchdringt? nur möglich, daß die Landwirthſchaft fort und fort auch in unſern Gegenden ſich hebt? nur möͤg⸗ lich, daß der alte Schlendrian beſeitigt wird? oder gibt's in der Landwirthſchaft keinen Schlendrian?—— Geſinde⸗ Prämien. Die verehrlichen Mitglieder des hieſigen Hülfsvereins erlaubt ſich das unterzeichnete, dazu beauftragte Ausſchußmitglied andurch zu erinnern, daß die Zeit zur ſtatutenmäßigen Vertheilung der Geſindeprämien wiederum herannaht. Dienſtherrſchaften, welche ſolche für ihre Dienſtboͤten in Anſpruch zu nehmen geſonnen ſind, müſſen entweder jenem Vereine ſeit mindeſtens zwei Jahren als Mitglieder angehören, oder doch zu ſeiner Kaſſe bereits eine Beitragsſumme von 8 fl. eingezahlt; Dienſt⸗ boten dagegen, für welche die Prämie nachgeſucht wird, müſſen bei einem Mitgliede des Hülfsvereins wenigſtens fünf Jahre lang ohne Unter brechung treu und redlich gedient haben. Friedberg den 8. Februar 1845. Dr. Sell. Fur die armen Felsberger find eingegangen: von den hieſigen Handwerksgeſellen, geſammelt bei einem Mittageſſen am 3. Februar durch W. Schmitt 1 fl. 45 kr.; durch die Redaction des Büdinger Anzeigeblattes 4 fl. 9 kr.; zuſammen 5 fl. 54 kr., deren Empfang ich den gütigen Gebern mit herzlichem Danke beſcheinige. Friedberg am 8. Februar 1845. L. Matthias, Caſſier. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Januar 1845. Grünberg. Getraute: Johannes Chriſt, Bürger und Gaſtwirth dahier, des Johann Kaspar Chriſt, geweſenen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters dahier, ehelicher hinterlaſſener Sohn und Anna Maria Schwing, des Peter Schwing, Ortsbür⸗ gers und Gaſtwirths zu Burggemünden, Kr. Alsfeld, eheliche Tochter. 1 Getaufte: 18. Dem hieſigen Bürger und Rathsdiener Joh. Georg Gravelius eine Tochter, Karolina, geb. den 29. Dez. 1844. 26. Ein unehelicher Sohn, Johann Georg, geb. den 9. Jan. 26. Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Johann Heinrich Heß eine Tochter, Adelheid, geb. den 6. Jan. 3 Haubel (13) 7 dag um pause nat gehörende berſtelger! G 3) Pag. J AKla * Ph rie Friedb vorbehalt t nunm 18. d. M M Gr. 9 Beerdigte: 1. Johannes meiſter, alt 55 29. Dez. 1844. 5. Georg Kaspar Fendt, fondsrechner, alt 57 Jahre, 2 Mon. und 4 Tage, 1 den 3. Jan. 8. Johann Heinrich Meyer, hieſiger Burger und Bäcker⸗ meiſter, alt 66 Jahre, 7 Mou. und 15 Tage, f den 5. Jan. Bernträger, hisſiger Bürger und Leinweber— *- 22. Jahre, 8 Mon. und 28 Tage, 5 den den 20. Jan. 24. hieſiger Burger und Kirchen— 4 Wittwe, alt 71 21. Jan. 25. Guſtav Nickel, des Joh. Martin Nickel, Gr. Kataſter⸗ geometers, ehelicher Sohn, alt 3 Mon. und 19 Tage, Anna Eliſabetha Kreuder, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Kreuder hinterlaſſene Jahre, 10 Mon. und 7 Tage, k den Eliſabetha Ritter, des hieſigen Bürgers und Schuy⸗ machermeiſters Karl Ritter eheliche Tochter, alt 1 Jahr, 4 Mon. und 8 Tage, 1 den 22. Jan. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A Holz Verſteigerung zu Friedberg. (438) Dienſtag den 18 Febraar 1845, Vor⸗ mittags von 10 ÜUbr an, kommt in dem Groß— herzoglichen Schloßgarten dabier, der Burg— wall genannt, nachg nanntes Brennholz zur öffentlichen Verſteiger ung, nämlich: Stecken gemiſchtes(Cſchen- Ahorn⸗ 10.9 Scheitholz, 1 desgleichen 1 desgleichen Stockvolz, Nadelholz, Stockholz, Stück gemiſchte Laubholz Wellen, Stück Nadelbolz Wellen und Haufen Leſevolzreiſer und Späne. Gegen Stellung genügender Bürgſchaft wird den Käufern Zablungsfriſt bis den 1. Auguſt dieſes Jahres geſtattet. Friedberg den 29. Januar 1845. Der Großherzogliche Domänenrath B u ß. Güter ⸗Verſteigerung. Donnerſtag den 13. l. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in bieſigem Rath⸗ pauſe nachſtehende den Fuchs'ſchen Kindern gehörende Güuͤterſtücke öffentlich meiſtbietend verſteigert: g Gemarkung Friedberg: 15 Pag. und Nr.%¼½ë, 12 243,2[I Klafter im großen Wartfeld an Heinrich Salzmann Jun 29 Pag. und Nr. 5%, 25 Ruthen oder 49,2 II Klafter Wieſe in der Lach an Gottlieb Köttinger. Gemarkung Fauerbach II.: 3) Pag. und Nr.%, 72 Ruthen oder 141,6 J Klafter Acker auf dem Ringgraben an Philipp Gerth und Hofrath Knorr. Friedberg am 5. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. 17 72 Prügelholz, — — 0 = = d (173) 57 12 Bekanntmachung, Holzverſteigerung in der Gr. Domanialwal— waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (191) Die bei der Holz⸗Verſteigerung am 27. v. M. im Diſtrikt Weſterfeldiſcherwald vorbehaltene Genehmigung des Brennholzes iſt nunmehr erfolgt. Von Donnerſtag, dem 13. d. M., an kann für das Holz Zahlung bei Gr. Rentamt Friedberg geleiſtet, auch kön- nen an dem genannten Tag gegen vorſchrifts⸗ mäßige Bürgſcheine die Verabfolgungsanwei— ſungen bei unterzeichnetem Gr. Revierförſter in Empfang genommen werden. Der erſte Tag zur Holzabfahrt iſt auf Freitag den 14. d. M. beſtimmt. Oberrosbach den 6. Februar 1845. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach. G. Bingmann. Bekanntmachung. (192) Nachdem nunmehr die Wahl der Ge⸗ meinderäthe für die Stadt Friedberg bewerkſtel⸗ ligt und die Abſtimmungs- und reſp. Zählliſten aufgeſtellt worden ſind, ſo wird dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht und bemerkt, daß die Ortsbürger 1) Johs. Falck mit 247 Stimmen 2 Karl Groß 102 0 3) Hartmann Walz II.„ 181 1 4) Karl Wahl„ 169 75 5) Philipp Werner„142„ 6) Adam Vogt„ 124„ 7) Karl Bindernagel II.„ 116„ 8) Philipp Philippi„ 115„ 9) Wilhelm Kümmich„ 114 1 10) Chriſtian Ulrich Fb 0 11) Gottlieb Kettinger 1 102 1 gewählt worden ſind, daß ferner jeder Ortsbür⸗ ger berechtigt iſt, in Folge des Artikels 37 der Gemeindeordnung binnen drei Tagen das Wahl- protokoll und die aufgenommenen Abſtimmungs— reſp. Zählliſten einzuſehen und ſich von der rich⸗ tigen Zählung der Stimmen ſowohl, als davon zu überzeugen, daß ſeine Abſtimmung richtig ein- getragen worden iſt, zu welchem Behufe ſämmt⸗ liche Akten während der nächſten drei Tagen und zwar am 11., 12 und 13. Februar 1845, von Morgens 8 bis 12 Uhr, unter Aufſicht des Rathsdieners Wagner auf dem Rathhauſe zu Jedermanns Einſicht offen liegen. Friedberg den 10. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (193) Donnerſtag den 13. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden auf der Falkenſtein— ſchen Mühle dahier: 80 Malter Waizen, 100. Korn, 50 1 Gerſte und 40 5 Hafer verſteigt. Obererlenbach am 4. Februar 1845. Der Gräfl. Ingelh. Rentmeiſter Staus. Mobilien-Verſteigerung. (1900 Donnerſtag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen erbvertheilungshalber die zum Nachlaß der Magdalena Jung dahier ge— hörigen Mobiliar-Gegenſtände, als: Gold, Silber, 1 Kleiderſchrank, 2 Kommo— den, 2 Bettſtellen, mehrere Tiſche, 1 Sopha, 8 Stühle, mebrere Spiegel, 3 vollſtändige Betten, Weißgeräth und ſonſtige Hausge— räthſchaften, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden Obererlenbach den 6. Februar 1845. In Auftrag: Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter O hmeis. Edietalla dung. (195) Nachdem Jacob Melchior von Butz⸗ bach ſich der Verwaltung ſeines Vermögens aus gerichtlich gebilligten Gründen begeben hat und ihm demgemäß in der Perſon des Heinrich Melchior und Philipp Lippert von da Beiſtände beigegeben worden find, wird dieſes unter dem Anfügen bekannt gemacht, daß für die Folge Rechtsgeſchäfte mit Jacob Melchior nur in ſofern als rechtlich wirkſam behandelt werden können, als ſie von ſeinen beſtellten Beiſtänden genehmigt wurden. Zugleich wer⸗ den alle diejenigen, die Forderungen oder ſon— ſtige Anſprüche an Jacob Melchior zu machen haben, aufgefordert, dieſe ſo gewiß im Termin Donnerſtag den 20. März a. c., früh, dahier anzuzeigen, gegenfalls dieſelben bei der Regulirung des Vermöoͤgenſtandes nicht weiter berückſichtigt werden können Butzbach den 6. Februar 1845. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Public andum. (196) Der auf Dienſtag den 18. Februar I. F. fallende Uſinger Vieh- und Krämermarkt wird nicht an dent Hattſteinsweiher, ſondern in hieſiger Stadt ſelbſten abgehalten werden, was zur Kenntniß des handelnden Publikums gebracht wird. uſingen den 17. Januar 1845. Herzogl. Naſſ. Amt. Spieß. Oeffentliche Aufforderung. (197) Philipp Hublitz von Utphe will ſol⸗ gende Immobilien in den Gemarkungen Utphe und Feldheim, nämlich: „% u Hofraithe,. 2% c U. b unter derſelben, %u U. b und 39 a beim Haus, %o daſelbſt, 2%: a zieht über die Landſtraße, 290% a zieht über den Kirchweg, % a aufm Wirth, veräußern, ohne ſein Eigenthum davon ur— kundlich nachzeigen zu können. Wer alſo Rechte irgend einer Art an dieſe Immobilien zu ha— ben vermeint, bat dieſelben ſogewiß binnen 6 Wochen, von dem Tage an, wo dieſe Auffor— derung zum erſtenmal in öffentlichen Blättern erſcheint, bier anzumelden, als ſonſt darauf keine Rückſicht genommen wird, und die Ur— kunden confirmirt werden. Lau bach den 31. Januar 1845. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Eichenlohrinden Verſteigerung. (198) Donnerſtag den 27. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden beim unterzeichneten Rent amte die diesjährigen Eichenlohrinden-Ergeb⸗ niſſe, und zwar n) im Diſtrikte Dickerbuſch von circa 875 Ctr. 16jährigem Eichenſchalholze und p) daſelbſt von beiläufig 34 Ctr. aus dem vorjäbrigen Schlage noch zu hauender Laßraiteln in je zwei Abtheilungen an den Meiſtbieten⸗ den verſteigert. Die Strichsbedingungen koͤn⸗ nen inzwiſchen beim Amte erfahren, und die Waldabtheilungen den ſich meldenden Kauf— liebhabern durch den herrſchaftlichen Unterför— ſter Schumann vorgezeigt werden. Ockſtadt bei Friedberg, a. 6. Februar 1845. Freih, von Frankenſtein'ſches Rentamt Angerer. 2 N r Schotter Verſteigerung von Pflaſter⸗ arbeiten. (199) Kommenden Donnerſtag, als den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe die Anfertigung von 150[J Klftrn. ſchichtenweiſes Straßenpflaſter, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden. Schotten den 8. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Kromm. Bekanntmachung. (200) Die Braunkoblenconſumenten des Dor⸗ heimer Bergwerks, welche Kohlen auf Credit beziehen, werden hierdurch in Kenntniß ge— ſetzt, daß für die Folge jedes Quantum Koh⸗ len, welches auf einen Bürgſchein bezogen wird, längſtens einen Monat vor Ablauf der geſtat. teten Creditzeit abgefahren werden muß und auf ſolche Bürgſcheine, welche bis zu dieſem Zeitpunkte noch nicht ausgefahren ſeyn ſollten, unter keiner Bedingung mehr Kohlen verab— folgt werden. Bemerkt wird hierbei noch, daß der gegen⸗ waͤrtige Klötz⸗Vorrath zur Neige geht und da— her diejenigen, welche jetzt noch Kohlen auf bereits eingelegte Bürgſcheine zu beziehen wünſchen, deren Abfuhr beeilen wollen, indem keine Kohlenklötze, eine geringere Quantität für die Wenigbemittelten der Stadt Friedberg ausgenommen, zurückbehalten werden. Neue Bürgſcheine werden für den jetzigen kleinen Klötzvorrath nicht mehr angenommen. Dorheimer Bergwerk den 6. Februar 1845. A. Storch. Hofraithe-Verſteigerung. (201) Montag den 24. l. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Ratbhauſe die dem Bürger Ludwig Mann gehörende Hof— raithe, beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau und Stall, an Johs Spamer gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Februar 1845. In Auftrag Gr. Landgerichts Friedberg Der Beigeordnete Bender. Holz⸗Verſteigerung. (202) Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Ubr, werden in dem Communal-Wald der Gemeinde Niederrosbach, in den Diſtricten Burg und Pfahlgraben, als: 10% Stecken eichen Scheitholz, 3 1„ Prügelholz, 1 5„ Stockbolz, 4) 3160 Wellen„ birken Reiſerholz, 5) 3350„ weiden, aspen„ 60 1 Wagen und 10 Läſte Allerleiholz, 7) 36 Stämme eichen Bau- und Werk⸗ holz, 2224 Cubikfuß enthaltend, 8) 14 ditto, für Wagner⸗Arbeiten ſich eignend, und 90 6 Stangen, desgl., an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend, un— ter den im Termin bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, verſteigert. „Die Zuſammenkunft der Steigliebhaber ꝛc. wird punkt 9 uhr Morgens am ſ. g. Hühner⸗ pfad der Hauptſchneiße ſtatthaben. Niederrosbach am 8. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Frucht ⸗Verſteigerung bei dem Rentamte Schotten. (203) Die bei dem Rentamte Schotten noch Vorräthigen Früchte von den fiscaliſchen Spei⸗ „ 52. chern ſollen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: 1) Zu Schotten im Gaſthaus zu Krone: Mitewoch den 25. März, Vormittags 10 Uhr, a) vom Speicher zu Schotten, 7 Malter Korn, 4„ Gerſte, 3 2 Hafer; b) vom Speicher zu Ei helſachſen: 30 Malter Korn, 7 2»„ Waizen, 45„ Gerſte, 30„Hafer; c) vom Speicher zu Stornfels: 31 Malter Korn, 15 bp Gerſte, 16„ Hafer; Montag den 21. April, Vormittags 10 uhr, a) vom Speicher zu Eichelſachſen: 30 Malter Korn, 45 7 Gerſte, 30„ Hafer; b) vom Speicher zu Stornfels: 31 Malter Korn, 15„ Gerſte, 16 1 Hafer; 2) Zu Ulrichſtein im Stadtwirthshauſe: Freitag den 28. März, Morgens 10 Uhr, vom daſigen Speicher: 4 Malter Korn, 2 7 Gerſte, 12„ Hafer. Schotten am 17. Januar 1845. Der Gr. Rentamtmann Prätorius. d ιu⁰NNανι Privat⸗ Bekanntmachungen. Großh. Heſſiſches Anlehen von 2 Million 373,000 fl. Ziehung am 15. Februar 1845. (152) mit 1000 Haupttreffer von fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100, 20 à 50. Bei unterzeichnetem Handlungshaus kann man ſich auf billige Art betheiligen. Es wer— den nämlich Originallooſe à 35 fl. ausgegeben, die ich nach der Ziehung à 33 fl. wieder zu⸗ rücknehme, daher zur Porto- und Müheer⸗ ſparung die Einrichtung getroffen iſt, daß nur 3 fl. pr. Loos einzuſenden ſind. Julius Stiebel jun. Banquier in Frankfurt a. M. Ein geräumiges Wohnhaus (183) nebſt Nebengebäuden, beſtehend in: 1) einem Farbhaus, 2) einem Mangbau, 3) Viehſtällen, ſteht mit, oder ohne Farbgeräthſchaften aus freier Hand, in einem Landſtädtchen, zu ver⸗ kaufen. Das Nähere bei der Expedition die⸗ ſes Blattes. Ein geſchickter Wagnergeſell, (2000 der ſogleich eintreten kann, wird ge⸗ ſucht von 5 W. Ulrich, 8 Wagnermeiſter in Wölfersheim. Ein ſchwarzer Hund (205) von mittlerer Größe iſt Mittwoch den 5. dieſes Monats abhanden gekommen. Als Abzeichen hat er eine wenig weiße Bruſt, eine weiße Pfote, und iſt demſelben ein Stück— chen an dem einen Ohr herausgeriſſen. Wer darüber ſichere Auskunft ertheilen kann, erhält eine gute Belobnung. Okarber Mineralbrunnen. Havenecker. Die dritte Abendunterhaltung (206) des Geſangvereins findet Sonntag den 16. Februar d. J. im Trapp'ſchen Saale dahier ſtatt. Humaniſtiſche Leih- und Leſe-Biblio⸗ thek zu Schotten. (207) Ich erlaube mir, ein geehrtes Publi⸗ kum zu benachrichtigen, daß ich die humani⸗ ſtiſche Leih⸗ und Leſe⸗Bibliothek der§. Ricker'“ ſchen Buchhandlung in Gießen, käuflich an mich gebracht habe, und das Abonnement mit dem 1. April d. J. zu eröffnen gedenke. Abonnements Beiträge. a) für 1 Jahr 3 fl. 30 kr. b) 767 77 27,—„ c) 77 4 77 1„ 15„ Bemerkt wird noch, daß die Kataloge vor Eröffnung des Abonnements ausgegeben und Abonnements Beſtellungen ſchon jetzt mit Vergnügen angenommen werden. Schotten den 5. Februar 1845. Chr. Cellarius, Buchbinder⸗ Mit Wachs- und Stearin⸗ lichtern (208) empfehlen wir uns beßtens. Münzenberg und Butzbach. Hirſch Mayer Söhne. Zwei neue einſpännige Wagen (209) mit eiſernen Achſen, von denen der eine jedoch auch zweiſpannig gefahren werden kann, ſodann noch einen alten einſpännigen Wagen, ebenfalls mit eiſernen Achſen, hat zu verkaufen Petterweil den 8. Februar 1845. Göbel, Schmidt. Hofraithe⸗Verſteigerung. (210) Dienſtag den 18. Februar, Vormit⸗ tags 10 Uhr, bin ich wohnungsveränderungs⸗ halber geſonnen, meine zweite Hofraithe da⸗ hier, in der ſogenannten Schmidtsgaſſe, beſte⸗ hend in einem zweiſtöckigen Wohnhauſe, mit 7 Zimmern verſehen, einer neuerbauten Scheuer und Stall nebſt Garten beim Hauſe, einer öffentlichen Verſteigerung auf dem Rath⸗ hauſe ausſetzen zu laſſen. Die Hofraithe grenzt mit dem Garten an die Nidder und iſt deßhalb beſonders für Fär⸗ berei, Gerberei und Wirthſchaftsbetrieb gut gelegen. Augenſcheinnahme kann bis zur Ver⸗ ſteigerung jeden Tag genommen werden. Büdesheim den 7. Februar 1845. Johs Hermann Ferber, Gaſtwirth. Laberdan, Stockfiſch, Bücking und holl. Sardellen (2110 verkauft billigſt D. C. J. Fritz, in der Wilhelminenſtraße. Zum Ausleihen. (2120 Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Nachlaß, von 256 fl., der Bernhart Funk'ſchen Cheheleute, den in Ame⸗ rika ſich befindenden Erben, Peter Funk und Georg Funk, gehoͤrend, bei den Unterzeichne⸗ ten gegen gerichtliche Hypotheke zum Auslei— hen bereit liegen, und die darauf Reflectirenden ſich binnen 14 Tagen bei denſelben melden müſſen. Wohnbach den 10. Februar 1845. Joſt Storck, Konrad Haußer, Curatoren. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. b an Bebteſſen N. vemder daß fei die in Bank,; Pferden, ſſonen mi ſehen; a fügung A drei Jah waren, nen gan 3 Tagen ſhadigur gang hiernach ſchenswer ſpringend ſic hoch bewogen gung ei niſſe, ſchreibe tage E Matten: 0 daß Vert I Wer 0 „. 3) die