Intelligenz-Olatt fur die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Zur Wetterauer Chronik. An manchen Orten unſerer mit Recht geprieſenen Wet— terau hat das alte Jahr einen recht ſchlimmen Ausgang und das neue einen recht ſchlimmen Anfang genommen und wollen wir darüber mittheilen, was uns erzählt worden iſt. 1. Altenſtadt. In dieſer Gemeinde hatte in der Syl— veſternacht ein Sohn das Unglück, ſeinen Vater um's Leben zu bringen. Den uns zugekommenen Berichten— von denen zwei ſchriftliche vor uns liegen— zu Folge war ſo— wohl Vater als Sohn in einem, durch übermäßigen Genuß geiſtiger Getränke, ſehr aufgeregten, ziemlich beſinnungsloſen Zuſtande und konnte auf dieſe Weiſe ein vom Vater begon— nener Wortwechſel das angedeutete traurige Ende nehmen. Welch fürchterliches Erwachen aus dem Rauſche für den Sohn, als er das Verbrechen des Vatermordes begangen hatte, das Verbrechen, das ſchon den alten heidniſchen Römern ſo un⸗ natürlich und unmöglich erſchien, daß ſie in ihrer Geſetzge— bung ſeiner gar nicht gedachten. Gott und ſein Gewiſſen mögen dem jungen, ein und zwanzig jährigen Uebelthäter gnädig ſein, die weltliche Strafe, die er vorausſichtlich wird zu erdulden haben, wird ſo groß nicht ſein, da mildernde Umſtände genug das Vergehen in einem minder ſtrafbaren Lichte ſollen erſcheinen laſſen. 2. Holzhauſen. In der Nacht vom 1. auf den 2. Jan. d. J. iſt hier ein Wohnhaus und eine Scheuer der Raub der Flammen geworden. 3. Daſſelbe Unglück hatte in der Nacht vom 31. Dez. v. J. auf den 1. Jan. d. J. die Gemeinde Langenberg— heim betroffen, wo zwei Scheunen von dem Feuer zerſtört wurden. Ueber die Veranlaſſung des Brandunglückes iſt uns nichts Näheres zugekommen. Wollte Gott, wir hätten derartige Dinge im Laufe des Jahres nicht weiter zu berichten!— Die armen Felsberger. Das Comité zur Unterſtützung der armen Felsberger hat ſich unter dem 20. Dezember 1844 an den Canzleidirektor Freiherrn Vincenz von Planta in Chur gewendet und demſelben um gef. Mittheilungen über die Felsberger erſucht. Auf das betreffende Schreiben des Caſ— ſiers iſt ſo eben die vom 30. Dezember 1844 datirte Ant⸗ wort des genannten hochverehrten Beamten eingelaufen und wir verfehlen nicht, dieſelbe den geneigten Leſern des Intelli— genzblattes mitzutheilen, wünſchend, daß damit wieder eine neue Anregung in der Sache der armen Felsberger gege— ben werde und mit der Bitte an die Verehrl. Redactionen der übrigen Intelligenzblätter unſerer Provinz, auch in ihren Kreiſen das Schreiben des Herrn v. Planta gef. veröffent⸗ lichen zu wollen. Hochgeehrteſter Herr! Mit den Gefuͤhlen der aufrichtigſten Anerkennung be— eilt ſich der Unterzeichnete, das verehrliche Schreiben Ew. Wohlgeb. vom 20. d., worin Wohlſelbe um nähere Aus— kunft über Lage und Verhältniſſe der Felsberger erſuchen, zu beantworten. Er hofft dem Wunſche Ew. Wohlgeb. und der übrigen Menſchenfreunde, in deren Namen Sie ſich an ihn, den Unterzeichneten, gewandt haben, mit folgender kur— zer Darſtellung zu entſprechen. Das Dörfchen Felsberg liegt auf einer ſonnigen und fruchtbaren Stelle, etwa Dreiviertelſtunden in ſuͤdweſtlicher Richtung von der Stadt Chur, 100 Schritte vom Fuße des Berges Galanda und etwa 200 vom linken Ufer des Rheinſtromes, welcher hier in ziemlich unregelmäßigem Laufe die Thalfläche durchſchneidet. Das Dörfchen zählt ungefähr 500 Einw., ein fleißiges Völkchen, welches, unter der Lei— tung eines trefflichen, mit aufopfernder Liebe ſeiner Gemeinde ſich hingebenden Seelſorgers, in gedeihlichem Fortſchreiten nach dem Beſſern, in ſittlicher ſowohl, als in okonomiſcher Beziehung, begriffen war, als vor wenigen Jahren die bis dahin kaum beachteten Anzeichen eines drohenden Bergſtur— zes und einer möglichen Verſchüttung des Dörfchens ernſt— licher zu werden begannen und die Einwohner aus ihrer glücklichen Ruhe aufſchreckten.— Unmittelbar ob dem Dorfe erhebt ſich nämlich, bis zu einer Höhe von 2000 Fuß, eine früher mit Wald bewachſene abhängige Flache, von etwa 30 Grad Steigung; von da ragt eine ſenkrechte Felswand von weiteren 500 Fuß in die Höhe, worauf das Gebirg in ſanftere Neigungen übergeht und ſo ſeine höchſte Spitze erreicht. Von erwähnter Felswand haben ſich nun, wie zahlreiche, auf den Felsberger Feldern vorfindliche ſchwarze Felsblöcke es beweiſen, ſchon ſeit Jahrhunderten einzelne Maſſen abgelöſt, die aber, da ſie das Dorf nicht erreichten, wenig beachtet wurden. Erſt vor einigen Jahren fand die erſte bedenkliche Ablöͤſung ſtatt, indem ein großer Felsblock bis unmittelbar hinter dem Dorfe herunterſtürzte. Seither wurden die Ablöſungen immer häufiger. Der früher dicht bewachſene Abhang entbloͤßte ſich allmaͤhlig völlig. Voye ges Jahr erreichte ein gewaltiger Felsblock vollends das Dorf ſelbſt und zertrümmerte in ſeinem Sturze ein Haus, Von da an wurde die Gefahr mit jedem Tage drohender, die Mahnung zur Beſchleunigung möglicher Rettungsanſtal⸗ ten immer dringender. Genauere Beobachtungen der Zer⸗ klüftungen in den Felsköpfen ließen über die fortſchreitende Bewegung in denſelben keinen Zweifel übrig. Angeſtellte Meſſungen ergaben, daß die in Bewegung befindliche Maſſe nicht weniger, als 30 Millionen Kubikfuß betrage. Am 11. Okt. d. J. löſten ſich wieder Blöcke ab, an Umfang kleinen Häuſern gleich, der größte darunter 50“ lang und 20307 hoch. Seither ſind neue Maſſen, und zwar bis inzdie Nähe des Dorfes heruntergeſtürzt. Inzwiſchen haben ſowohl die Landesregierung, als die Stadt Chur ſchon von dem Augenblick an, da die Gefahr drohender zu werden begann, Hülfscommiſſionen aufgeſtellt, welche in gegenſeitigem Einverſtändniß die zweckdienlichſten Maßregeln anordneten, um den armen Felsbergern wenig⸗ ſtens proviſoriſch eine ſichere Unterkunft zu verſchaffen. Fluß aufwärts wurden nämlich an einem ſteilen, vor dem Nordwind ſchützenden Abhang hölzerne Hütten gebaut und auch für den Winter dadurch bewohnbar eingerichtet, daß man doppelte Wetterwände machte, dieſelben inwendig mit dickem Papier ausklebte und mit gutgemauerten Oefen ver⸗ ſah, ſo daß die Felsberger kein Bedenken tragen, den Win⸗ ter über in dieſen Hütten zu wohnen. Noch bleibt aber das Schwerſte zu thun übrig, näm⸗ lich eine bleibende Ueberſiedelung. Das Dorf muß verlaſſen werden, und doch iſt die Anlegung eines neuen Wohnplatzes theils wegen der Gemeindeverhältniſſe, theils aber und ganz beſonders rückſichtlich der Beſchaffenheit des Bodens und der Lage für die ueue Anſiedelung, mit ſo unendlich vielen Schwierigkeiten verknüpft, daß deren Hebung kaum möglich ſcheint. Auf fremdem Gebiete ſtehen die zu große Ent⸗ fernung von den Gütern und von Wald und Weide der Felsberger, oder aber zu tiefe und von Ueberſchwemmungen dedrohte Lage des Bodens entgegen. Auf eigenem Gebiete, flußaufwärts: Gefahr vor möglichen Felsablöſungen; fluß⸗ abwärts: eine zu niedrige, der Verſumpfung ausgeſetzte Fläche. Zu allen dieſen natürlichen Schwierigkeiten kom⸗ men noch beinahe unüuberwindliche Bedenklichkeiten, Beſorg⸗ niſſe und die verſchiedenartigſten Wünſche der Felsberger ſelbſt, wodurch die Löſung der Aufgabe noch mehr erſchwert wird. Und doch muß dieſelbe gelößt werden. Eine viel⸗ fach empfohlene Auskunft wäre noch eine Correktion des Rheinſtromes, wodurch die vor Felsſtürzen vollkommen ſichere, dagegen aber der Verſumpfung ausgeſetzte Flache des Fels⸗ bergergebietes, nordöſtlich vom jetzigen Dorf, trocken gelegt und zur Aufnahme der neuen Anſiedelung geeignet gemacht würde. Genaue Vermeſſungen haben die Ausführbarkeit dieſes Planes dargethan; die Stadt Chur und die Felsberg gegenüber liegende Gemeinde Ems ſind bereit, die zwar mit großen Koſten verbundenen, aber auch für ſie nützlichen Ar⸗ beiten auf ihrem Gebiete auszuführen. Nur bei den Fels— bergern ſelbſt walten noch große Bedenklichkeiten ob, theils wegen der großen Koſten der erſten Waſſerbauten, theils wegen der künftigen Unterhaltung derſelben, und wohl auch wegen der vorausſichtlichen Schwierigkeiten, auf dieſen Bo⸗ den trockene Keller zu graben. Die Entſcheidung ſteht nun bei den Behörden. So iſt die in ihrer Art einzige Lage der armen Ge— meinde, welche überdieß auch noch durch eine ſeit mehr als einem Jahr ſchon andauernde Viehſeuche, durch Verluſt von Vieh und ſtrenge Abſperrung noch mehr verkümmert wird. — Die zur Rettung des Dorfs nothwendigen Opfer ſind roß, zumal wenn das Entſumpfungsprojekt zur Ausführung emmen ſollte. Die Felsberger vertrauen jedoch, nächſt Gott, auf die allgemeine Theilnahme, welche ihre Lage im In⸗ und Auslande in ſo hohem Maße weckt, und ihr Vertrauen ½ 14. wird gewiß nicht getaͤuſcht werden, ſobald der Ruf zur Ret⸗ tung an alle Menſchenfreunde ergeht. Allfällige Unterſtützungen fur die Bedrängten können durch das Handlungshaus Gebhardt u. Hauk in Frank⸗ furt an das Haus Joh. B. Bavier in Chur uͤbermacht werden.— Zu fernerer Auskunft, die etwa gewünſcht werden möchte, jeder Zeit bereit, zeichnet mit vorzüglicher Hochachtung Chur, 30. Dezember 1844. Ew. Wohlgeb. ergeb. Diener Vinc. v. Planta. Fur die armen Felsberger ſind eingegangen: v. einer Geſellſchaft am Sylveſterabend auf dem Schloß⸗ hofe zu Büdesheim 4 fl. 14 kr.; v. ſieben Kindern 1 fl.; v. Ph. E. 36 kr v. J. H. 36 kr.; v. P. P. 1 fl.; v. einem Ungenannten 1 fl.; v. H. Hahn 1 fl.; durch die Redaction des Int. Blatts zu Büdingen v. W. M. Fr. R 9 6 kr.; v in D. 3 fl. 30 kr.; v. R. in B. 1 fl. 45 kr.; durch Dr. Renner v. v. L. 2 fl. 45 kr; v. Fr. H. 2 fl; v. Fr. St. 1 fl. 45 b.. G. in A. 3 fl.; v. Fr. J. K. 36 kr.; durch Dr. Curtman v. Chr. H⸗ 1 fl. 10 kr.; durch Dr. Fertſch von einer Ungenannten 24 kr.; durch die Redaction dieſes Blattes v. Revierförſter W. 1 fl.; v. St. 30 kr., zuſam⸗ men 27 fl. 51 kr., deren Empfang ich den freundlichen Gebern mit herz⸗ lichem Danke beſcheinige. Zugleich bringe ich zur vorläufigen Kenntniß eines verehrl. Publikums, daß Herr Seminarlehrer Thurn zum Beſten der armen Felsberger vielleicht noch im Laufe dieſes Monats ein Concert zu geben entſchloſſen iſt. Die demnächſt herumzuſchickende Subſcriptions⸗ liſte wird das Weitere berichten. Friedberg am 8. Januar 1845. L. Matthias, Caſſier. Kirchenbuchs⸗Auszug vom November 1844. Butzbach. Getraute: 12.(Zu Aſſenheim) Friedrich Löhr Bürger und Baͤckermei⸗ ſter zu Butzvach, des daſigen Bürgers und Bäckermei⸗ ſters Heinrich Chriſtian Löhr, ehelich lediger Sohn und Maria Margaretha Schott, des Bürgers und Metzgers zu Aſſenheim Balthaſer Arnold Schott, ehe⸗ lich ledige Tochter. Getaufte: 2. Dem Bürger und Metzgermeiſter Anton Winter eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 17. Oct. 7. Dem Königl. Preußiſchen Poſtconducteur Conrad Görg ein Sohn, Friedrich Emil Philipp, geb. den 21. Oct. 14. Dem Bürger und Kaufmann Jacob Küchel III. eine Tochter, Auguſte Theodora Sophie, geb. den 29. Oct. 23. Dem Bürger, Zinngießer und Spenglermeiſter Johan⸗ nes Wenzel ein Sohn, Wilhelm, geb. den 20. 24. Dem Bürger und Wagnermeiſter Martin Ludwig Bruck⸗ hof ein Sohn, Georg Wilhelm, geb. den 6. Nov. 25. Dem Bürger und Schreinermeiſter Karl Konrad Diehl ein Sohn, Johann Philipp, geb. den 16. 26. Dem Bürger und Schneidermeiſter Chriſtoph Schmidt ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 26. Beerdigte: 1. Konrad Stephan, Bürger und Schneidermeiſter, alt 63 Jahre. 4 Monate und 29 Tage, J den 29. 5. Die am 2. getaufte Maria Katharina Winter, 7 den 3. 24. Katharina Eliſabeth, des Bürgers und Rothgerbermei⸗ ſters Johannes Steitz Ehefrau, geb. Kuhl, alt 58 Jahre, 1 Monat, 1 Tage, k den 23. 29. Anna Eliſabeth, des Bürgers Johannes Buß Ehefrau, geb. Borſch, alt 56 Jahre, 22 Tage, f den 27. 29. Der am 26. getaufte Chriſtoph Schmidt, 7 den 27. Sonntag durch ell Briefe u. Bote geht um 9 Ut vetg vor Eilwage um 175 gens bol zurück, ſe blochene päckereie Friedberg ſeits und anderſeit⸗ geſtellt i Darn b. 82) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Edictal ladung. Betreffend: Das Schuldenweſen des Adam Wagner zu Fauerbach. ( Nachdem Großh. Hofgericht der Provinz Sberbeſſen über das Vermogen des Rubrica⸗ ten den förmlichen Concursproceß erkannt hat, ſo werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Forderungen oder fonſtige Rechtsansprüche an gedachten Adam Wagner baben, hiermit aufgefordert, ſolche ſo gewiß in dem auf Dienſtag den 4. Marz k. J. Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin bei unter⸗ zeichnetem Gericht, in Selbſtperſon oder durch gebörig Bevollmächtigte, geltend zu machen, widrigenfalls ſie obne ein beſonders zu erlaſ— ſendes Präcluſiodecret von der Maſſe ausge⸗ ſchloſſen werden. Decret. Nidda den 18. December 1844. Großh. Heſſ. Landgericht das. Kattre in. Botenpoſt zwiſchen Aſſenheim und Friedberg. (270 Man bringt hiermit zur Kenntniß des Publikums, daß in den Wintermonaten und ſo lange der Frankfurt⸗Lauterbacher Wagen nur dreimal in der Woche courſirt, die Verbindung zwiſchen Aſſenheim und Friedberg an denjenigen Tagen, an welchen der Frankfurt⸗Lauterbacher Wagen Aſſenheim nicht paſſirt, und zwar am Sonntag, Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag durch einen Boten unterhalten wird, welcher Briefe und kleine Päckereien befördert. Der Bote gebt an den genannten Tagen, Morgens um 9 Ubr, von Aſſenbeim ab, kommt in Fried⸗ verg vor Ankunft des nach Frankfurt gehenden Eilwagens kurz nach 10 Ubr an, und kehrt um 1½— 2 Ubr, nach Ankunft des Poſtwa⸗ gens von Frankfurt wieder nach Aſſenbeim zurück, ſo daß auf dieſe Weiſe eine ununter— brochene Verbindung für Briefe und kleinere Päckereien ſowohl zwiſchen Aſſenheim und Friedberg, als auch zwiſchen Aſſenheim einer⸗ ſeits und Frankfurt, Darmſtadt und Gießen anderſeits an den eben genannten Tagen her— geſtellt iſt. Darmſtadt den 3. Januar 1849. Großh. Heſſ. Ober Poſt⸗Amt Reuning. Bekanntmachung. (320 Auf der Neuherberge bei Nieder⸗ wöllſtadt ſollen den 20. Januar 1845, Vor⸗ mittags 11 Uhr, öffentlich, nach den bekannt zu machenden Bedingungen, verkauft werden: a) zwanzig Stämme Rüſtern oder Ulmen⸗ holz, im Ganzen 412 Kubikfuß, p) ein und vierzig Wurzelabſchnitte von dem⸗ ſelben Holz. a Kaufliebhaber werden mit dem Bemerken zu dieſer Verſteigerung eingeſaden, daß das unter a erwähnte Holz zu allen Wagnerar⸗ beiten beſonders tauglich iſt. Aſſenbeim den 31. December 1844. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Rentei⸗ verwaltung. Bekanntmachung. (33) um mebrfachen Anträgen wegen Ver⸗ abfolgung von Braunkohlen auf dem Gräfl. Solms⸗Rödelheimſchen Werk bei Bauernbeim auf Credit zu entſprechen, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß ſolche von „ 15. heute an verfügt worden iſt. Dieſe Credſt⸗ gebung erfordert genügende, auf einen Ab⸗ nehmer lautende, nicht unter 25 Centner ge⸗ ſtellte Bürgſcheine, auch müſſen die betreffen den Kohlenverkaufgelder bis zum 1. Juni d. J. an die Gräfliche Bergwerkskaſſe zu Oſſen— beim bezahlt werden. Aſſenheim den 6. Januar 1845. Gräflich Solms⸗Rödelheimſche Bergwerks⸗ verwaltung. Holz- Verkauf. (3) Montag den 13. d. M., Morgens 10 Ühr, ſoll folgendes Gehölze, als: 1) im Naumburger Walde, Diſtrickts Dachsbau: 5 Stämme Buchen Werkholz, 1 Stamm Hainbuchen ditto, 62 Klafter Buchen-Scheidholz, 7 1„ Aſtknüppelholz und 16% Schock„ Zopfreiswellen; 2) im Erbſtädter Walde, Diſtrikts Langenſee: 11 Stämme Cichen-Werkholz, 7 Stück Deichſeln, 19 Klafter Buchen-Scheidbolz, 3 Aſtknüppelbolz, 9 Schock„ Zopfreiswellen, 8/ Klafter„ Erdſtöcke und % Schock Eichen⸗Wellen, in der Behauſung des Gaſtwirths Mörſchel zu Erbſtadt verſteigert werden. Windecken am 4. Januar 1845. ö Kurfürſtlich Heſſiſche Rentei Hitzeroth. Dankſagung. (40) Der unterzeichnete iſt von ſeiner Er⸗ lauchten Dienſtherrſchaft beauftragt worden, Allen denjenigen, welche bei den am 16. und 18. d. M. auf dem Hofgute Oppelshauſen aus⸗ gebrochenen Feuersbrünſten thatige Hülfe ge⸗ leiſtet haben, insbeſondere aber den benach⸗ barten Großbherzl. Bürgermeiſtern, ſo wie den nächſtwohnenden Pächtern, Erſteren für die getroffenen zweckmäßigen Löſchanſtalten und dabei perſönlich bethätigten Eifer und Anſtrengung, Letzteren aber fur die veranſtal⸗ tete reichliche Herbeifabrung des Waſſers zum Löſchen, hiermit den verbindlichſten Dank aus⸗ zudrücken. Engelthal den 24. Dezember 1844. Der Gräfliche Rentmeiſter Grupp E. Bekanntmachung. (410 Künftigen Dienſtag den 14. Januar l. J., Vormittags um 10 Ubr, ſoll auf dem Ilbenſtädter Chauſſeebaus die Herbeifuhr von 15 Cub.⸗Klftr. Steinen vom Steinbruch am Speckenberg bei Aſſenheim zum Umbau der Straße oberhalb Aſſenheim öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 8. Januar 1845. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. 75 67 Holz ⸗Verſteigerung. (12) Künftigen Donnerſtag den 16. l. M., Vormittags um 10 Uhr, werden auf dem Gräflich Solms-Rödelheindſchen Braunkohlen⸗ Bergwerke bei Bauernheim 38 Stecken ge— miſchtes Brennholz, nebſt einigen Haufen Zim— merſpähne und Holzabfäalle, meiſtbietend ver— kauft. Oſſenheim den 8. Januar 1845. Weis. Holz ⸗Verſteigerung. (13) Nächſten Montag den 13. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in dem hieſigen Ge. meindewald, Diſtrikt Nächſtenwald, circa 67 Stecken eichen und aspen Scheid⸗, Prügel⸗ und Stockholz, und 1050 eichen Wellen, ſo⸗ dann circa 1844 Cubikfuß Bau- und Werk⸗ holz öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Sollte dieſe Verſteigerung in dem anbe⸗ raumten Termin nicht beendiget werden kön⸗ nen, ſo wird dieſelbe Dienſtag den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, fortgeſetzt. Die Zuſam⸗ menkunft iſt im Nächſtenwald. Niederwöͤllſtadt den 6. Januar 1845. Der Großh. Beigeordnete Ko ſt. Holz ⸗Verſteiger ung. (40 Dienſtag den 14. Januar 1845, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald zu Bönſtadt, Diſtrikt Auwald: 14 Stecken eichen Scheidholz, 32„„Prügelbolz, 86„„ Stockholz, 1554 Gebund„ Wellen, 90 Stämme vorzügliches Bauholz, 690 1 desgl. Werkholz, meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert werden. Man bemerkt hierbei, daß das Bau- und Werkholz zuerſt verſteigert wird. Bönſtadt den 8. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F Aufforderung. (45) Forderungen und ſonſtige Anſprüche an den Nachlaß der Wittwe des Großherzog⸗ lichen Steuer-Commiſſärs Münch in Nieder⸗ gemünden, auf welchem Rechtsgrunde dieſel⸗ ben immerhin beruhen mögen, ſind bei dem Unterzeichneten ſogewiß innerhalb acht Tagen vom Erſcheinen dieſer Aufforderung im In⸗ telligenzblatte an gerechnet, dahier anzumelden, als ſonſt bei der Auseinanderſetzung des Nach— laß vermögens keine Rückſicht darauf genom⸗ men werden kann. Niedergemünden den 4. Januar 1845. Der Verlaſſenſchafts⸗Commiſſar Reitz, Gr. Hofgerichts⸗Secretär. Holz⸗Verſteigerungen. (46) Donnerſtag den 16. d. M., des Mor⸗ gens präcis 10 Ubr, ſollen im Diſtrikt Sumpf des Stammheimer Domanialwaldes: 1) 49 Stecken buche Scheitholz, 2 6 2 eiche* 3) 23 1 buche Prügelholz, 3 4% eiche* 5) 875 Stück buche Reisholzwellen, 6) 125„ eiche 5 71400„ linde 5 8) 10 buche Werkholzſtämme von 14—24 Zoll mittl. Durchmeſſers, 20—35 Fuß Länge und 678 Cubikfuß Inhalts; ſowie ferner Freitag den 17. d. M. des Mor- gens ebenfalls präcis 10 Uhr, und zwar in dem, etwa ½ Stunde von Großkarben gele⸗ genen, ſ. g. n. herrſchaftlichen Hochholz 1) 48 Stecken buche Scheitbolz, 9—„ Prügelhbolz, 3) 20 5„ Stockbolz, 4) 850 Stück buche Reisholzwellen, 5) 50„ birke 5 6) 150„ kiefern— meiſtbietend verſteigert werden, was man, un⸗ ter dem beſonderen Anfügen, hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß kein Nach⸗ gebot angenommen, und gegen vorſchriftsmä⸗ ßige Bürgſchaft Zahlungsfriſt bis zum 1. Juli d. J. gegeben wird. Heldenbergen den 8. Januar 1845. Der Grßb. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf. Mobilien-Verſteigerung. (47) Dienſtag den 11. Februar d. J., Bor; mittags 9 Uhr, und die folgenden Tage werden d ahier, auf Anſtehen der Erben der verſtorbe⸗ nen Andreas Haaſiſchen Eheleut, erbverthei⸗— lungshalber, folgende Mobiliargegenſtände öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert: 6 Pferde mit vollſtändigem Wagen⸗ und Ackergeſchirr, 10 Kühe, luzerner Rage, 1 anderthalbjaͤhriger Bullen, 5 Rinder, 30 Schweine, 2 vollſtändige Wagen, 5 Pflüge, mehrere Eggen, Heu, Stroh, Spreu, Grum⸗ met, Kartoffeln, circa 200 Malter Waizen, 40 Ohm Brandwein, Korn, Gerſte, Hafer, Erbſen, Wicken ꝛc. Hausgeräthſchaften, meh⸗ rere Fäſſer und eine vollſtaͤndige Brand⸗ weinbrennerei mit 2 Keſſel,(2 und 1loͤhmig) eine Kelter, 1½ haltend, eine eiſerne Schraube ꝛ0. Gegen Buͤrgſchaft wird Zahlungsfriſt bis Martini d. J. geſtattet. Niederwöllſtadt den 7. Januar 1845. Der Großh. Beigeordnete Ko ſt. e Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein leichter einſpänniger Wagen (19) mit eiſernen Achſen, ein vollſtaͤndiger Kub⸗Karrn und ein Stoßkarren, um billigen Preis zu haben bei Salomon Schwaab in Friedberg. 500 fl. (18) liegen gegen doppelten Guter. Einſatz bei der Burgkirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. Friedberg am 4. Januar 1845. Faatz, Kirchenrechner. 280⁰ fl. (49) liegen in der Steinfurther Kirchenkaſſe 5 doppelte Verſicherung zum Ausleihen ereit. Steinfurth den 1. Januar 1845. Müller, Kirchenrechner. Empfehlung. (80) Bei unterzeichneten ſind auf kommende Oſtern 1845 Matzen, Homburger Gewicht das Pfund zu 8 kr., dahier abgeholt, zu haben. Beſtellungen werden darauf bis zum Februar 1845 angenommen. Homburg v. d. H. den 22. Dez. 1844 Joh. Kuttner, Max Emden, Bäckermeiſter. 900 fl. (810 ſind gegen gute hypothekariſche Sicher⸗ heit auszuleihen. Die Expedition ſagt wo. Friedberg den 7. Januar 1845. Eine brave Hausmagd, (82) welche ſchon gedient hat, wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition. Zu ver miethen (8) iſt der zweite Stock in meinem Hauſe. Friedberg den 6. Januar 1845. Wilhelm Baumann. S 6800 welches ſogleich bezogen werden kann, iſt für eine einzelne Perſon oder eine kleine Familie zu vermiethen bei 0 K. H. Friedrich, Schneidermeiſter. Ein Sack Fett 859) iſt verfloſſenen Dienſtag, Abends, von Niedermörlen bis Friedberg von einem Wagen abhanden gekommen. Wer darüber nähere Auskunft ertheilen kann, erhält bei der Ex⸗ Pedition eine angemeſſene Belohnung. „ 16. Mit geſottenen Faſtenbretzeln (86) empfieblt ſich Bäckermeiſter F. W. Reuß. Mobilien-Verſteigerung. (57) Dienſtag den 14. Januar, Morgens 10 Uhr, ſollen bei mir wegen Geſchäftsveränderung 2 trächtige Kühe, 1 halbjähriges Stallkalb, 1 Mutterſchwein mit 4 Ferkeln, 3 Sprenger, 20 bis 30 Mltr. Kartoffel und 1 zweiſpänni⸗ ger Wagen durch den Gr. Bürgermeiſter All wohn verſteigert werden. Wölfersheim den 7. Januar 1845. K. Stieber III. Nro. 23 (88) hat die meerſchaumene Pfeife gewonnen. Hungen den 31. Dezember 1844. C. Pauly. Aechte engliſche Strohmeſſer, (89) für deren Guͤte wir garantiren, bei Gebrüder Grödel. Herzl. Naſſauiſches Anlehen von 2 Million 600,000 fl. Ziehung am 1. Februar 1845. (60) 1000 Treffer, im Betrag von 46,300 fl., als fl. 25,000, 5000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 4 100, 20 à 50, 70 à 40, 900 à 29. Bei unterzeichnetem Handlungshaus kann man ſich auf billige Art betheiligen. Es wer— den nämlich Originallooſe à 31 fl. 30 kr. aus⸗ gegeben, die ich nach der Ziehung à 29 fl. wieder zurücknehme, daher zur Portoerſparung die Einrichtung getroffen iſt, daß nur 2 fl. 30 kr. einzuſenden ſind. Julius Stiebel jun. Banquier in Frankfurt a. M. Kartoffel-, Stroh- und Spreu⸗Ver⸗ ſteiger ung. (610 Donnerſtag den 16. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, will der Unterzeichnete 3,000 Mal⸗ ter Kartoffeln, eine Quantität Stroh und Spreu öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen, wobei bemerkt wird, daß die Kartoffeln gegen genügende Bürgſchaft bis Petri 1846 geborgt werden. Fauerbach II. den 9. Januar 1845. Pachter Schultheis. —— Literariſche Anzeige. Bei Mayer und Wigand in Leiozig iſt erſchienen und bei Carl Binder nagel in Friedberg vorräthig: Heil.⸗RNock⸗Album. Eine Zuſammenſtellung der wichtigſten Aktenſtücke, Briefe, Adreſſen, Berichte, und Zeitungsartikel über die Aus— ſtellung des heiligen Rockes in Trier. (27 kr.) Frankfurter Gold-Cours vom 9. Januar. 5 Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 45 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53½ Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9 2⁴ Engliſche Souverains 11151 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1. Sonntag n. Epiph., den 12. Januar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Staudinger. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, haͤlt Herr Candidat Kötz. Fruchtpreiſe⸗ 9. Jan.] 3. Jan. 24. Dez. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau N fl. tr. ff. tr.. ſ n. Waizen pr. Malter] 7 71421 7 20 er 455 6— 1 5 46 5 20 Gerſte„ 5 41401 5 31 4 30 Hafen, 2150 3 81 250 Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Januar 1845. — 5 Fried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 88 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 11 2 4. 4, 4 3 4 5 4 67 E 0 1 9 N Lth. th. — Milchbrod 15 1 8 —Waſſerweck 146 146 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch aetes 19— 11— 1 gemäſtete— 91— „Kühfleiſch ungemäſtetes 8 2 8 ö gemäſtetes 8 8— „ Rindſleiſch ungemäſtetes 7 27— „ Kalbfleiſch 7— 171— „ Schweinenfleiſch 11— 111— „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaffleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8— 81— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „Geräucherter Speck 20— 22— „Schinken 16— 16— „Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 19—. „ Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 151— 115— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Das„3 weimal 1 A 7 f ¼ Jahr Verfügun an Betreffen Ind malen mi öffentliche Liſten mi her einzu bent, wel emplar d. nchtende weniger g Exemplan G ernſter G. . N Jahre hat