ntelligenz lat für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen wegen Diebſtahls zum Nachtheile des Schäfers Konrad Steuernagel zu Stumpertenrod. Am 16. d. M. ſind dem Rubricaten mittelſt gewalt⸗ ſamer Eröffnung ſeiner auf dem Feld neben dem Pferche ſtehenden Schäferhütte 8 Bettücher, welche ihm von nachge— nannten Ortsbürgern zum Gebrauche gegeben worden waren und welche nachſtehend beſchrieben ſind: 1) Johannes Gemmer, von 2 Ellen Breite, beiläufig 3 Ellen Länge, aus einem Stück beſtehend, mit einem grünen, ungefähr einen Quadratzoll großen, auf einer Ecke aufgenähten Lappen bezeichnet; 2) Johannes Bindewald, ein wergenes, von 2 Ellen Breite und beiläufig drei Ellen Länge, aus einem Stück beſtehend, worin mit weißem Garn auf einer Ecke ein B eingenäht war; 3) Johannes Schleuning, von etwa 3 Ellen Länge, aus einem Stück beſtehend und auf einer Ecke ein K und 8. mit blauem Garn eingenäht; 4) Heinrich Rühl, von 2 Ellen Breite, ungefähr 3 Ellen Länge, beſtand aus einem Stück, war gebleicht und waren in einer Ecke die Buchſtaben Hu. R. mit blau wollenem Garn eingenäht; 5) Heinrich Schleuning, von 2 Ellen Breite, 3 Ellen Länge, aus einem Stück beſtehend, gebleicht, noch ganz neu und befanden ſich an einer Ecke die Buchſtaben Hau. S8. mit blauem Zwirn eingenäht; 6) Joſt Rühl, war 2 Ellen breit, 3 Ellen lang, be⸗ ſtand aus einem Stück und war an einer Ecke mit den Buchſtaben H. R. mit Röthelſtein gezeichnet; 7) Chriſtian Nahrgang, war halb wergen, halb flaͤchſen, zwei Ellen breit und nicht ganz 3 Ellen lang, aus einem Stück, etwa eine Viertelelle der Länge nach noch angeſetzt, mit einem Zeichen nicht verſehen; 8) Peter Eisfeller, von 2 Ellen Breite, 3 Ellen Länge, aus einem Stück beſtehend und an einer Ecke mit weißem leinenem Garn eingenäht, ohne daß ein beſonderes Cekennungszeichen dadurch gebildet worden wäre. entwendet worden, und es hat bis jetzt der Thaͤter nicht ermittelt werden können.— Ich trage Ihnen darum auf, auf dieſen Vorfall Ihre Aufmerkſamkeik zu richten und etwaige eigne Wahrnehmungen, oder Nachrichten von Andern alsbald berichtlich mir anzu⸗ zeigen. Grünberg am 29. Nov. 1845. Ouvri er. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Märkte in Herbſtein. Nach einem Schreiben des Gr. Heſſ. Freiherrlich Riedeſeliſchen Landraths zu Lauterbach iſt der erſte Krämer⸗ markt zu Herbſtein fuͤr die Zukunft jedes Jahr auf den Faſt⸗ nachtdienſtag und der vierte dortige Markt auf den Montag vor Laurentius verlegt worden, ſofern Laurentius an einem der fünf letzten Wochentage(von Dienſtag bis Samſtag ein⸗ ſchließlich) fällt; ſollte aber Laurentius auf einen Sonntag fallen, ſo iſt den folgenden Tag Markt und auf Laurentius⸗ tag, wenn an dieſem Tage ein Montag fallen ſollte. Auch wird für diesinal der ſ. g. Chriſttagsmarkt, der nach dem Kalender auf einen Sonntag fällt, den folgenden Tag als den 22. Dezember abgehalten werden. Ich beauftrage Sie, dieß in Ihren Gemeinden zu ver— offentlichen. Grünberg am 30. November 1845. ee e Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſäammtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die von den Gr. Heſſ, Fürſtl. und Gräfl. Solmſ. Bür germeiſtern am Ende jeden Jahres einzuſendende Tabelle und Nachweiſungen. Sie werden die in meiner Verfügung vom 20. Dezem ber v. J. Nr. 102 des Intelligenzblatts vorgeſchriebenen Tabellen bis zum 25. k. M. bei Vermeidung der Zuſendung eines Wartboten an mich einſenden. „ 388. Dieſelben ſind nur auf gedrucktes Formular⸗Papier zu ſchreiben. Hungen den 25. November 1845. Follenius. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 35. 5 I. Eine aus 33 68, beſtehende Großh. Verordnung, vom 4. Nov., die Aus führung des neuen Bauplans, das Bauweſen und die Ausübung der Baupolizei in der Stadt Gießen betr.— II. Bekanntmachung Großh. Oberforſtdirection, vom 14. Nov., welche den Holzpreistarif bei Abgaben aus der Hand aus den großh. Domanialwaldungen für 1846 und 1847 veröffentlicht.— III. Dienſtnachrichten: Am 28. Oct. wurde dem Pfarrer Schott zu Herbſtein die kath. Pfarrſtelle zu Weſthofen übertragen; der Hofgerichts⸗Schreibſtube-Gehülfe Schmitz dahier zum Canzliſten bei dem Hofgerichte dahier ernannt; am 29. dem Schullehrer Schleidt zu Spach⸗ brücken die 5. evang. Schullehrerſtelle— 2. Knabenſchullehrerſtelle— zu Pfungſtadt; dem Schulvicar Rothermel zu Friedensdorf die vereinigte evang. Schullehrerſtelle zu Friedensdorf und Allendorf b. G., und dem Schulvicar Füllhart zu Griesheim die 6. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt uͤbertragen; am 28. der von dem Hrn. Grafen zu Stollberg-Wernigerode und Gedern und dem Hrn. Grafen zu Stolberg-Roßla und Ortenberg auf die Landrichterſtelle zu Ortenberg präſentirte Landgerichts-Aſſeſſar m. St. Schaum zu Ortenberg für dieſe Stelle beſtätigt; am 29. der kath. Pfarrer Seitz zu Alzey zum Decan des Decanats Alzey ernannt; am 31. dem Pfarrer Dann enberger zu Spachbrücken die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Raunheim übertragen; der Lehramts-Candidat Dr. Fiſcher da⸗ hier zum Lehrer an der höheren Gewerb- und Realſchule dahier ernannt und der von den Frhrn. v. Riedeſel auf die evang. Pfarrſtelle zu Üden⸗ hauſen präſentirte Candidat der Theologie Seriba von Alsbach für dieſe Stelle beſtätigt; am 3. Nov. den Schulamtscandidaten Veith von Darmſtadt die 2. und Rauſch von Lauterbach die 3. evang. Schullehrer ſtelle zu Vilbel übertragen; am 4. der von dem Stadtvorſtande zu Bie⸗ denkopf auf die Schulrectoratsſtelle daſelbſt präſentirte Pfarramtscandidat Engelbach zu Breidenbach für dieſe Stelle beſtätigt; der Gensdarm Barth zu Fraukenbach zum Domänenboten bei dem Rentamte zu Gla⸗ denbach ernannt; dem Richter bei dem Kreisgerichte zu Alzey Uh ler, unter Belaſſung ſeines Kreisrichteramtes, die Functionen eines Unter⸗ ſuchungsrichters für den Bezirk des Kreisgerichts zu Alzey auf die Dauer von weiteren drei Jahren, vom 1. Dez. d. J. an, am 7. dem Pfarr⸗ verwalter Haag zu Dieburg die kath. Pfarrſtelle zu Hering, und dem Pfarrer Grevé zu Oſthofen die kath. Pfarrſtelle zu Bretzenheim über⸗ tragen.— IV. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Niederflörsheim, Kr. Worms, mit jährlich 990 fl., worauf aber eine temporäre jährliche Abgabe von 400 fl. für die nächſten 10 Jahre und von 300 fl. für die Folgezeit ruht; die evang. Pfarrſtelle zu Burggräfenrod, Kr. Friedberg, mit 510 fl.(Präſentation des Frhrn. v. Leonhardi zu Großkarben); die kath. Pfarrſtelle zu Gonſenheim, Landkreis Mainz, mit 968 fl. — t Zur Wetterauer Chronik. Zugleich ein Beitrag zur Geſchichte des Branntweins. 1) Oſſenheim. Vor mehreren Wochen gieng ein Bürger eines benachbarten Dorfes aus der Stadt heimwärts und hatte wahrſcheinlich— was bei ihm dem Vernehmen nach ſo ziemlich alle Tage der Fall geweſen ſein ſoll— ſo viele Gläschen und Kännchen getrunken, daß er ſeines Ver ſtandes nicht mehr Meiſter war. Auch mochten ſeine Beine den Dienſt verſagen und als er daher an den hieſigen Zie— gelofen kam, bereitete er ſich, angezogen von der Wärme des Orts, auf demſelben ſein Nachtlager. In derſelben Nacht aber wurde der Ofen friſch geheizt und Niemand ahnte den trunkenen Schläfer. Frühe am Morgen fand man ihn todt und die Leiche wie geröſtet. Welch ein ſchreck⸗ licher Tod! ſchrecklich, wenn auch der Mann die Qualen des vom Feuer Verzehrtwerdens nicht in ihrem vollen Um⸗ fange empfunden haben mag,— ſchrecklich, denn wer mochte alſo von hinnen gehen? Gott ſei der Seele des armen Menſchen gnädig, der als Opfer einer ungezähmten Leiden⸗ ſchaft fiel. 2) Fauerbach II. In der Nacht vom 30. Novem⸗ ber auf den 1. Dezember ſchlug der Hofhund eines hieſigen Bürgers an und um ſo mehr ſah man ſich veranlaßt, nach der Urſache der Unruhe des Hundes zu ſehen, als man am Abende von dem Ortsdiener von mehreren vagabundirenden Kerlen, die ſich heute im Orte herumgetrieben hätten, gehört hatte. Man gieng zu Zweien in den Hof und ward ſogleich eines im Stalle ſchlafenden Geſellen, den ſeine Kleidung als einen Dreſcher bezeichnete, gewahr. Sofort ſuchte man ihn aus dem Stalle und dem Hofe zu entfernen und um recht bald mit ihm fertig zu ſein, half man ihm auf dem Wege zurecht. Mit einem Male ſchoß der Hund, der bisher die Eskorte mit lautem Gebelle begleitet hatte, in ſeine Hütte und verſtummte, und Einer der beiden Hausbewohner ſpuͤrte einen, von dem fremden Burſchen herrührenden Schlag auf den Rücken. Da rief plötzlich der Andere:„er hat ein Meſſer! er hat ein Meſſer!“ und nun ließ man in der Be⸗ ſtürzung den frechen Eindringling laufen. In die Stube zurückgekehrt, fand man alsbald, daß der Sohn des Hauſes eine tiefe Stichwunde in dem rechten Oberarme hatte und als man Morgens nach dem Hunde ſah, lag das treue Thier mit abgeſchnittener Kehle todt in ſeinem Blute. Ich glaube, daß der Thäter ein Säufer war, vielleicht aber war er auch ein Räuber und Mörder von Profeſſion; wenn er aber ein Säufer war, ſo hat ihn ſein Saufen zum Mör⸗ der gemacht, denn daß ſtatt des Hundes kein Menſch ge— fallen iſt, daß der Sohn des Hauſes nur verwundet, nicht getödtet wurde, das kann natürlich dem, der mit dem Meſſer wüthete, nicht zugerechnet werden.— Wann werden ſolche Gräuel einmal ein Ende nehmen?!— Program m zur Feier des 25ſten Jahrestages der von des Höchſtſeligen Großherzogs Ludewig J. Königl. Hoheit verliehenen Verfaſſungsurkunde den 17. Dezbr. 1843. 9. 1. Die Feier des Tages wird Morgens um 7 Uhr mit Böllerſchuͤſſen eröffnet. §. 2. Saͤmmtliche Theilnehmer verſammeln ſich den 17. Dezember, Morgens 9½ Uhr, an der Burgkirche; die Lehrer mit den Schülern der oberen Klaſſen im ſtädtiſchen Schulhauſe. 3 Punkt 10 Uhr ſetzt ſich der Zug in Bewegung und zwar in folgender Ordnung: f 1) die Lehrer nebſt den Schülern der oberen Klaſſen mit dem zu ſetzenden jungen Eichbaume und der als Ge⸗ denktafel dienenden Pergamentrolle, 15 Morg hauſe bill 6 NN 912 16450 2) die Mitglieder des Geſangvereins mit ihrer Fahne, und die Zöglinge des Schullehrer⸗Seminars, welche zuſam⸗ men einen Sänger⸗Chor bilden und 8 Mann hoch Pelotonweiſe marſchiren, 3) die Geiſtlichkeit, 4) das Offizier-Corps der hieſigen Garniſon, die Civil⸗ ſtaatsdiener und Candidaten des Großhl. Prediger⸗ Seminars, ſämmtlich vier Mann hoch und zwar je zwei Civilſtaatsdiener und zwei Offiziere, 5) der Kirchen- und Schulvorſtand und der Vorſtand der israelitiſchen Gemeinde, 6) die Bürger und ſonſtigen Theilnehmer, vier Mann hoch, 7) die Schützengeſellſchaft, 8) der neu gegründete Sängerverein„Zur Eintracht/, 9) der Turnverein. Jede Abtheilung wird von zwei Gemeinderäthen ge⸗ leitet, welche auch auf dem Platze, wo die Eiche gepflanzt wird, die Stellung der Abtheilungen angeben werden. „ 389. . Feſteſſen im Trapp'ſchen Saale um 2 Uhr Nachmittags. Indem wir vorſtehendes Programm der Oeffentlich⸗ keit übergeben, erlauben wir uns noch zu bemerken, daß alle diejenigen Herrn der Umgegend, welche ſich der Feſt⸗ lichkeit anſchließen wollen, willkommen ſein werden. Die Liſte wegen des Feſteſſens haben wir bereits in Circulation geſetzt. Im Falle dieſelbe dem Einen oder Andern nicht zu Geſicht kommen ſollte, welcher gerne an dem⸗ ſelben Theil nehmen möchte, der wolle ſolches gefälligſt einem der Unterzeichneten mittheilen. Friedberg den 4. Dezember 1845. Die angeordnete Commiſſion: Bender, Bürgermeiſter. Bindernagel, Groß, Preußer, Gemeinderäthe. §. 4. Die Feier wird auf dem Feſtplatze durch die Sänger mit einem Lied eröffnet. Dann folgt die Feſtrede. Nach derſelben findet das Verleſen und dann das Verſenken der Pergamentrolle und das Pflanzen des Eichbaums ſtatt. Hierauf der Schlußgeſang. §. 5. Zug, in derſelben Reihenfolge wie oben, zuruck an das Rathhaus. F. 6. Speiſung der Armen auf dem Rathhauſe um 12 Uhr. Simon, Wahl, Zoche-Zochetti, Herzogl. Sächſiſcher Hofguitarriſt, beabſichtigt bei ſeiner Durchreiſe eine muſikaliſch-humoriſtiſche Abendunterhaltung zu geben. Seine vorgelegten Zeugniſſe ſind ſehr empfehlenswerth und laſſen etwas Ausgezeichnetes erwarten. Virtuoſen auf der Guitarre haben wir hier in Friedberg noch ſelten gehört, darum wäre dieſe Gelegen⸗ heit zu beachten. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Hofraitbe⸗ PVerſteigerung. (1595) Montag den 29. Dezember l. J., Morgens um 10 Ubr, wird in bieſigem Rath⸗ bauſe die den Bürgern Konrad Jung II. und Philipp Jung dahier gebörende Hofraithe, be⸗ ſtehend in Wohnhaus und Gärfchen an Phi⸗ lipp Jakob Gro und Konrad König gelegen, ſodann 51 Ruthen(101½ U◻UKiftr.) Garten in der Langgaſſe, zieht auf den Mittelweg, an Michael Bauer gelegen, öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg am 17. Nov. 1845. In Auftrag Großh. Landgerichts Friedberg der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Verpachtung. (16310 Donnerſtag den 11. Dezember l. J.“ Vormittags 10 Uhr, wird in bieſigem Rath⸗ hauſe das in der Gemarkung Dornaſſenheim liegende, den milden Stiftungen dahier ge⸗ hörende, 27 Morgen, 3 Viertel, 13% Ruthen haltende Gut, auf zwölf nach einander fol⸗ gende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 24. November 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (16663) In Auftrag der Erben des dahier verſtorvbenen Herrn Kaufmann Georg Groß, werden Freitag den 12. Dezember Morgens 9 Uhr anfangend, in hieſigem Rathhauſe ohn⸗ gefähr 23 Morgen Ackerland, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung liegend, einer freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung aus- geſetzt. f Schließlich wird bemerkt, daß bei den Flurſchützen beider Gemarkungen Verzeichniſſe der zu verſteigernden Parzellen zur Einſicht offen liegen. Friedberg am 29. November 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Vender. 4.800 fl. (163 liegen bei der Kirche zu Höchſt an der Nidder zum Ausleihen bereit. Der Kirchenrechner Schäfer. Verſteigerung. (1675) Mittwoch den 10 Dezember, Mor— gens 9 Uhr anfangend, wird der Nachlaß der Andreas Groß Wittwe in deren Wohnung in der Vorſtadt zum Garten, beſtehend: in einer trächtigen Kuh, Holzwerk, Zinn, Blech, Weiß- und ſon⸗ ſtiges Hausgeräth öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 4. Dezember 1845. J. A. Großherzoglichen Landgerichts der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter. Bender. Verſtei gerungen. (1676) Die Lieferung von 175 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon Friedberg, ſodann die Reinigung der Senkgruben in den beiden Caſernen dahier pro 1846, ſollen mit⸗ telſt einer Soumiſſions⸗Verhandlung in Accord gegeben werden. Soumiſſionen hierüber werden, mit der be⸗ treffenden Aufſchrift gebörig verſehen, in das am Eingange des hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ bureaus befindliche Käſtchen eingelegt und die deßfallſigen Soumiſſionen am 16. d. M., Vormittags, a) über die Reinigung der Senkgruben um ½ Uhr und bp) uͤber die Lieferung des Holzes um 10 Uhr eröffnet, wobei die Soumittenten oder Be— vollmächtigte derſelben zugegen ſein können. Bemerkt wird: 1) daß bei den nicht erſcheinenden Soumit⸗ tenten angenommen wird, daß ſie von ihren Forderungen nicht abgeben, 2) daß an die Gebote der Soumittenten kei⸗ nerlei Vorbehalte geknüpft werden dürfen, 3) daß die Ratification vorbehalten bleibt und 3) daß die betreffenden Lieferungs- ze. Be⸗ dingungen auf dem vorerwähnten Bureau zur Einſicht offen liegen. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, die obengedachte Holzlieferung geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 3. Dezember 1845. A G z, Oberquartiermeiſter. Holz-Verſteigerung. (16810 Donnerſtag den 11. l. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, nämlich 30 Stecken eichen und buchen Prügelholz, 45 1 77 77 77 Reiſer, 10 i 5„ Stockholz und 700 Stück eichen Putzwellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 3. Dezember 1845. Gräfl. Solmſ. Forſtverwaltung. Verpachtung. (1691) Donnerſtag den 18. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in dem Gaſthauſe des Herrn L. C. Trapp in Friedberg die — 2 Freiherrſich von Löw'ſche ſ. g. Pfingſtweide in der Friedberger und Nauheimer Gemarkung, circa 7 Morgen, 3 Viertel, 15 Ruthen hal⸗ tend, in 15 Parcellen eingetheilt, auf mehrere Jahre meiſtbietend verpachtet werden. Florſtadt den 3. Dezember 1845. Der Freih. von Löw'ſche Rentmeiſter Müller. Bekanntmachung, Brennholz⸗Verſteigerung in den Gr. Doma⸗ nialwaldungen des Reviers Oberrosbach Forſt's Friedberg betr. 1692) Freitag den 12. d. M., werden im Frauenwald bei Niedermörlen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 7 Stecken Birken⸗ und Obſtbaum Prü⸗ gelholz, 6 Stecken Aspen⸗ und Weiden⸗Prügel⸗ holz, 3672½ Wellen Birken, Obſtbaum⸗ und Eichen⸗ Reiſerholz, 3462 ½ Wellen Aspen und Weiden⸗Reiſerholz, 5% Wagen voll Allerleiholz. Zuſammenkunft und Anfang iſt um 9 uhr im Schlag Nr. VIII, am Saum des Feldes nach Niedermörlen hin. Oberrosbach den 4. Dezember 1845. Der Grobh. Heſſ. Revierförſter des Revers Oberrosbach Bingmann. Oeffentliche Aufforderung. (1698) In Bezug auf die ſeit mehreren Jahren dahier continuirte Verhandlung, das Geſuch der Erben des Friedrich Wetz, Ried⸗ müller zu Griedel, und der Widͤtwe des Schultheißen Konrad Wetz daſelbſt, jetzt deren Erben, um lleberweiſung mehrerer Grund— ſtücke aus dem Nachlaß der Heinrich Lind— tiſchen Ebeleute zu Wölfersheim betreffend, wird hiermit veroffentlicht, daß es ſich um die Ueberweiſung der nachfolgend ſummariſch beſchriebenen Objecte handle, wie dieſelbe zum größeren Theil noch zur Zeit auf den Namen der Heinrich Lindtiſchen Cheleute cataſtrirt ſind. Neupförter Feld: 470% 2. 925 ae, e e, 12 · 8 5 Windmühlfeld: 79 808 1158 1306 343 810 55 2 Haag 0 8 s 27. 351, 9009 9% 9658, 2018 10267 1053 55%, Hie Ha, 73 2. 7817 5 1152 67% 110 Seefeld: 1385 1418 1492 1524 1566 1372 16 2667 7% Cad 5b 617 a/ 5 0 ö 7 7217 o, J. Vas b, s · Gärten: 03 2— 75 105 128 156 192 e, e e, e%s, ga, 231 5 230%,„ Wieſen: 228 247 % V- Beſcheinigtermaßen befinden die Imploran— ten ſchon eine Reihe von Jahren ſich in dem ungeſtörten Beſitz dieſer Objecte, ohne bis jetzt eine gerichtliche Urkunde erhalten zu haben, und da die öffentliche Aufforderung zum et— waſgen Einwand gegen die nachgeſuchte Ueber— weiſung beantragt, auch veranlaßt befunden worden, ſo wird, durch dreimalige öffentliche Bekanntmachung, hiermit angefügt, und es wird an die bekannten Intereſſenten ſpecielle Aufforderung ergehen, daß, wer gegen die von den Riedmüller und reſp. Schultheiß Wetz'⸗ ſchen Erben implorirte Ueberweiſung aus irgend einem Rechtsgrund Einwand erheben wolle, ſolchen binnen 3 Monaten bei Vermeidung der Nichtbeachtung, dahier anzeigen unb be⸗ gründen müſſe. W 390* Ferner verlangen die genannten Erben von dem, noch zur Zeit auf dem Namen von Meinhard Munzener und Conſorten, zu wel— chen auch der verſtorbene Heinrich Lindt ge— hört, cataſtrirten Markholz, namentlich in dem Rockenber zer und Oppershöfer Markwald, nach der Flurbuchsbeſchreibung vom 9. Juli d. J. 29/825— 20 fl. 2 hel. Steuerkapital, drei Mark ein und ½ Pferd Holz, Ein Elſtheil überwieſen zu haͤben, und wer⸗ den auch diejenigen, welche die Ueberwei⸗ ſung nicht zulaſſen wollen, in gleicher Weiſe geladen. Hungen den 15. November 1845. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Holz ⸗ Verkauf. (169 Nachſtebend bemerktes Gehölze im Naumburger Forſt, Diſtrikts Langenſee, als: 10 20 Stämme Lichenwerkholz, 2) 19„ Crlenholz, 3) 2 Deichſeln, 4) 20% Klafter Buchenſcheitholz, 5) 11½ Schock Zopfreiswellen und 6) 11½ Klafter Erdſtöcke ſoll Montag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, in der Behauſung des Gaſtwirths Mörſchel zu Erbſtadt verſteigert werden. Windecken am 4. Dezember 1845. Kurfuͤrſtliche Renterei Hitzeroth. Holz ⸗Verſteigerung. (1695) Oonnerſtag den 11. Dezember l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Obermörler Gemeindewald, Diſtrikts Birken⸗ ſpitz und Langenberg, folgende Holzſorti— mente, als: 1 22 Prügel Nadelſtecken, 2) 11958 Stück Birken und Nadelwellen, 3) 7 Wagen und 11 Läſte Allerleiholz und 4) 1104 Stuck Nadelſtangen und Baum— pfahlen öffentlich und an den Meiſtbietenden verſtei— gert werden.. Der Anfang der Verſteigernng iſt in der Birkenſpitz zur oben beſtimmten Stunde. Ober moͤrlen am 3. Dezember 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Yer ſt ed der un g. (4696) Von Seiten des unterzeichneten Landgerichts ſoll Montag den 19. Januar, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Aſſenheim die daſelbſt liegende ſogenannte Hainaumühle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Bedingungen werden vor dem Verkauf bekannt gemacht werden. Unbekannte Käufer haben ſich über ihre Zahlungsfähigkeit auszuweiſen. Friedberg den 27. Nov. 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Lo w. NN NN ονιιι? Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein Handbeil, (1697) das ich gefunden habe, kann von dem rechtmäßigen Eigenthümer gegen Erſatz der Inſeratgebuhren bei mir in Empfang ge⸗ nommen werden. Heinrich Folb, Lehrling bei Hrn. Caſſella, Kammmacher. Einladung. (1698) Der unterzeichnete beehrt ſich, die ergebene Anzeige zu machen, daß auf Veran⸗ laſſung des verehrlichen Comité's zur Feier des Verfaſſungs⸗Zubiläums Mittwoch den 17. d. Mts. in ſeinem grotzen Saale Reſtauration mit Harmonie⸗Muſik ſtattfindet. Die Muſikſtücke werden von dem Muſik⸗ corps des Kurf. Heſſ. 3. Infanterieregiments ausgeführt. Die Reſtauration beginnt um 7 Uhr Abends. Zu recht zahlreicher Theilnahme ladet hof⸗ lichſt ein 1 Ludwig Conrad Trapp. Meine Conditorei Waaren 4699) ſind in reicher Auswahl zur Anſicht und zum Verkaufe in mei⸗ nem Laden aufgeſtellt und empfehle ich dieſelben zur gefälligen Berück- ſichtigung. Friedberg den 3. Dez. 1843. Martin Philippi, Conditor. Mobilien-Verſteigerung. (1700) Montag den 15. Dezember l. J. will die Johs. Sehrt's III. Wittwe zu Queckborn in ihrer Wohnung ihre zwei ſechs- und Siaͤhrige, fehlerfreie Pferde, Kühe, Rinder, Schweine, Schafe, zwei gute Oeconomiewagen, ſowie ſonſtige Oeconomiegeräthſchaften, auch Heu, Stryh, Kartoffeln, Frucht und Hausgeräth⸗ ſchaften verſteigern. Ein Brenner, (1701) welcher mit der Dampfbrandwein⸗ brennerei vertraut iſt, wird gefucht. Von wem? ſagt die Exped. d. Bl. Eine brave Hausmagd, (17020 welche ſchon gedient hat, wird auf Petritag geſucht. Die Expedition d. Blattes ſagt wo? Anz; ig e. (1703) Der Geſellſchaftswagen von Grün. berg nach Gießen fäbrt vom 14. dieſes wäh⸗ rend den Monaten Januar, Februar u. Marz jeden Sonntag, Dienſtag und Donnerſtag, Morgens 7 Uhr, und außer dieſen Monaten Morgens 6 Uhr ab. Die Rückfahrt von Gie⸗ ßen iſt Nachmittags 4 Uhr. 5 Flick. Guts verkauf betr. (170) Ein Gut, je nach Verlangen, von 60 bis 70 Morgen, in Gärten, Wieſen und Aecker beſtehend, und eine vollſtändige Hof— raithe, 2½ Stunde von Frankfurt und ½ Stunden ron Homburg entfernt, ſind aus freier Hand zu verkaufen. Daſſelbe nach Wunſch zu vergroͤßern, dazu iſt Gelegenheit vochanden. Näheres bei der Expedition d. Blattes. Zum Verkaufe. (1705) Ein moderner, als ſolid befundener Mahagony-⸗Schreibſecretair(Meiſterſtück) ſteht billig zu verkaufen bei F. Cordes, Schreinermeiſter, wohnbaft in der Engels— gaſſe bei Hrn. A. Nern in Friedberg. 1% Morgen Ackerland im Burgfeld (1706) iſt zu verkaufen oder zu verpachten. Durch wen? ſagt die Expedition d. Bl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an di Sie a ihrem 19 D der Kri 75 Gerlach pp Kl. Weiſel. weiſel, Johann Ober! ger. Rocke 0 0