. Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſammtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Erbauung des Vicinalweges von Felda nach Ermen⸗ rod, III. Abtheilung, am Kohlen. Der Weg von Ermenrod nach Felda iſt im Bau be— 2 und kann bei der dermaligen Witterung nicht be— ahren werden;— Fuhrwerke, welche nach Felda wollen, müſſen deßhalb entweder von Schellnhauſen, oder den Weg an der ſogenannten„Hölzernenhand fahren. Dieſes wollen Sie in Ihren Gemeinden zur öffentli— chen Keuntniß bringen. Grünberg den 31. März 1845. Ouvrier. Die Bette lei. Eins der entehrendſten Laſter für die Menſchheit, und gleichwohl immer noch eins der ausgebreitetſten unter der— ſelben iſt das der Bettelei.. Warum? wird man vielleicht fragen. Darum, weil der Bettler ſich erſtens an Gott, ſeinem Vater und Schöpfer, verſündigt, der ihn zu nützli— cher Thätigkeit in dieſe Welt geſetzt und mit herrlichen Kräf— ten dazu ausgeſtattet hat. Indem aber der Bettler dieſe Kräfte nicht anwendet und jene Thätigkeit nicht ausübt, zeigt er ſich als einen höchſt Undankbaren gegen Gott. Er verſündigt ſich dadurch aber auch zugleich gegen ſeine Neben— menſchen, indem er dieſen nicht nur nicht dient und nützt mit den Gaben, die er empfangen hat(1 Pet. 4, 10), ſondern indem er ihnen auch noch Gaben und Huͤlfsmittel auf die ungerechteſte Weiſe abfordert und entzieht. Und ſo verſüͤndigt ſich dadurch der Bettler zugleich auch an ſich ſelbſt, indem er ſeine Menſchenwürde ſchändet, ſich allgemei— ner Verachtung preisgibt, und ſich einer höhern Berufung unwerth macht, die nur dem frommen und getreuen Knechte verheißen iſt.(Ev. Matth. 25, 21.)— Doch betrachtet ihn einmal den handwerksmäßigen Bettler, wie niedrig und verworfen er unter ſeines Gleichen umherzieht. Nicht mehr das Zeichen der Menſchlichkeit, wohl aber das Brandmahl der Verachtung und Schande trägt er an ſich. Sein oft nur in Lumpen verſteckter Leib, die hier und da unverhüllte Blöße deſſelben hat ihn dem Thier gleich gemacht, und durch die längſt entflohene Scham iſt er bei der Menſchheit zum Ekel und Abſcheu geworden. Seine ſcheuen, gewöhnlich unſtät umherſchweifenden Blicke waren zwar Anfangs noch in Scham verſteckt, die ſich hier als des verletzten Ehrge⸗ fühls und des eutrüſteten Gewiſſens Stimme kund gab; doch dieſe Scham verlor ſich allmählich und an deren Stelle iſt eine verabſcheuungswürdige, Entſetzen erregende Frechheit getreten, die da trotzend auftritt, wo ſie mit heuch⸗ leriſcher Bitte und erkünſtelteten Thränen nicht anlanden kann. Dieſes iſt wohl der höchſte Grad gemeiner Bettelei, der ſich noch durch mancherlei verwerfliche und ſchändliche Attribute kund gibt. Sie ſteht oft nur ſpannenweit von andern Laſtern, als dem Diebſtahl, dem Raube, dem Mord u. ſ. w. entfernt, und indem ſie ſich zuweilen auch dieſen Verbrechen noch in die Arme wirft, geht ſie, wie alles Gott— loſe unter und nimmt ein Ende mit Schrecken. Aber es gibt auch noch eine andere Art von Bettelei, die gewöhnlich unter dem Scheine des Anſtandes ausgeübt wird. Sie beſteht darin, daß man mit Papieren verſchiede— nen Inhalts, ſogenannten Bettelbriefen, umherzieht, und bei gewiſſen Leuten Gaben unter allerlei luͤgenhaften Vorwän— den zu erlangen ſucht.— Ein ſolcher vornehmer, jedoch handwerksmäßiger Bettler iſt ein gewiſſer F. aus F., wel— cher ſchon ſeit einer Reihe von Jahren die benachbarten Dörfer durchzieht, mit einem verſchmierten Wiſch namentlich bei den Geiſtlichen und Lehrern anſpricht, und zur Gründung eines Etabliſſements um eine Unterſtützung nachſucht. Die— ſes treibt derſelbe aber ſchon ſeit mehreren Jahren, kommt alſo nie zu einem Ende; aber eben dieſes beweiſt, daß F. ein Gauner und Landſtreicher iſt, der das Betteln hand— — etreibt, und der mit ſeiner Ehre längſt ſchon quitt geworden iſt, daher er auch gewöhnlich Verachtung für ſeine dargereichten Papiere empfängt. Es wäre daher hoch Zeit, daß— da die Ehre und Achtung bei der Menſchheit kein Verbot mehr abgibt— ſolcher Bettelei, die unter dem Scheine des Anſtandes ge— ſchieht, nachdrücklich geſteuert und ſolchen Subjekten, wie F. eines iſt, ein Etabliſſement angewieſen würde, wo man mit ſtillem Weſen arbeitet und ſein eigenes Brod ißt(2 Theſſ. 3, 12.), nicht aber gutmüthige Leute hinter— geht und im eigentlichen Sinne beſtiehlt. Grimm. Zur Erheiterung. Der Canonicus Gleim war ein abgeſagter Feind aller Reime auf ſeinen Namen. In einer Geſellſchaft meh— rerer Halberſtädter, in welcher ſich auch der Bürgermeiſter S. aus N. befand, wurden aus dem Stegreif Verſe gemacht. Der Bürgermeiſter S. nahm ein gefülltes Glas und begann: Hoch lebe der Vater Gleim! Er iſt der Freundſchaft Leim. Gleim fiel ihm ſogleich ins Wort und ſetzte hinzu: Und der Herr Bürgermeiſter! Er iſt der Freundſchaft Kleiſter! * ** Ein junger, vorlauter Halbgelehrter fragte ſpöttiſch in Gegenwart einer zahlreichen Tiſchgeſellſchaft einen würdigen Schauspieler um den Unterſchied zwiſchen einem Trauer-, Schau⸗ und Luſtſpiel. Dieſer erwiederte: daß Sie den nicht wiſſen, iſt für mich ein Luſtſpiel, für Sie ein Trauerſpiel und für die reſp. ſaͤmmtliche Tiſchgeſellſchaft ein Schauſpiel. * ** Franz I., König von Frankreich, hatte eine Zuſam⸗ menkunft mit dem Pabſte Leo X. Der König, erſtaunt über den prachtvollen Aufzug des Pabſtes, äußerte: den bibliſchen Nachrichten zufolge gingen die Seelenhirten arm und einfach einher.—„Sehr wohl,“ antwortete der Pabſt, „das war aber zu jener Zeit, als die Könige noch die Schafe huͤteten.“ * ** Der Lord Funkland war noch ſehr jung, als er in's Oberhaus des Parlements kam. Einige von den Gliedern widerſetzten ſich dieſer Wahl und ſagten, daß er noch nicht allen ſeinen wilden Hafer ausgeſäet habe.—„So,“ ant— wortete Funkland,„wirds am Beſten im Oberhauſe geſche— hen können, wo viele Gänſe ſind, ihn aufzuleſen.“ Obereſchbach den 26. März 1845. In dem Intelligenz-Blatt Nr. 20 vom 8. d. M. iſt die Frage aufgeworfen worden: Ob in Obereſchbach auch ein Geſangverein beſtünde? und ein näherer Aufſchluß darüber deſiderirt worden, welcher hierdurch mit wenigen Worten gegeben wird: Seit länger als einem Jahre iſt der fragliche Ver— ein durch den hieſigen Lehrer Ruckel in's Leben gerufen worden und zwar mit ſo glücklichem Erfolg, daß der Geſang ſeitdem ſich in dieſer Gemeinde ſehr veredelt und dadurch der Sinn für das Schöne eine erfreuliche Anregung gefun— den hat. Schon bei der Feier des Neujahrsfeſtes offenbar ten ſich die geſegneten Wirkungen, welche die Beſchäftigung mit dem Schönen und Erhabenen ſtets hervorbringt, dadurch, daß das neue Jahr nicht, wie früher, mit lärmendem wil— dem Jubel, nicht mit geſetzwidrigem Schießen, ſondern viel⸗ mehr in der größten Ordnung durch Anſtimmung eines fei— erlichen Geſangs eröffnet wurde und es war eine angenehme Ueberraſchung für den Ortsgeiſtlichen und den Bürgermei⸗ ſter, als der Geſangverein gleich nach 12 Uhr Nachts im Pfarrhofe und nachher vor der Wohnung des letzteren ſich verſammelte und ſeine Wünſche für eine geſegnete Zukunft in ergreifenden Liedern vortrug. Möge derſelbe auch fer⸗ nerhin gedeihen und die Zahl ſeiner Theilnehmer ſich immer— mehr vermehren! Auch für das kirchliche Leben wird derſelbe hoffentlich ſchöne Früchte hervorbringen. G. Butz bach den 7. April 1845. Die humoriſtiſche Vorleſung des Herrn und Frau von Hoxar „Er muß auf's Land“, welche geſtern Abend im Joutziſchen Saale hier ſtattfand, hatte ſich eines ſehr günſtigen Beifalls zu erfreuen. Wie ich hoͤre beabſichtigt das Künſtlerpagr in der Kürze(ſiehe das Inſerat in dieſer Nummer) in Grünberg dieſelbe oder eine ähuliche Vorleſung zu halten. Da Ihr Blatt in Grünberg und der Umgegend ſehr verbreitet iſt und es dem dortigen Publikum nur angenehm ſeyn kann, einen ſo ſel⸗ tenen Genuß in der Kürze geboten zu bekommen, ſo bitte ich Sie, dieſe Mittheilung in Ihr Blatt aufzunehmen. O. f Der große Nothſtand, in welchen unſere Mitbruͤder an den Ufern des Rhein, Main und Neckar in Folge der gewaltigen Ueberſchwemmungen dieſer Flüſſe verſetzt wurden, fordert zu ſchleuniger und kraͤftiger Unterſtützung auf. Ueber⸗ zeugt, daß alle Diejenigen, welche der Himmel vor derglei— chen Unfällen beſchützt, und denen er Mittel verliehen hat, das Gebot der Barmherzigkeit zu erfüllen, nur einer Gele— genheit bedürfen, wo ſie ihre Gaben darzubringen vermögen, erklären ſich die Unterzeichneten bereit, Unterſtützungen und Gaben, ſei es, welcher Art es wolle, in Empfang zu neh⸗ men und dafür Sorge zu tragen, daß dieſelben den Noth⸗ leidenden zu Theil werden. Schon ſo oft haben ja die Be⸗ wohner der Wetterau ihren edeln Sinn für das Wohl und Wehe ihrer Mitbrüder ſo ſchön bewährt; ſie werden ihn, deß ſind wir überzeugt, auch jetzt wieder bewähren. 5 Friedberg den 6. April 1845. Bender, Beigeordneter, Bindernagel, Buchhändler, Boutemy, Oekonom, Dieffenbach, Prof. Dr., Fertſch, Prof. Dr., Morell, Fabrikant, Preußer, Gemeinderath, Reuß, Collector, Roth, Oberſchulrath, Sell, Prof. Dr., Trapp III., Hofgerichtsadvocat gekannten Lobtin G88) wältags 111 das Crgebniß den Comma Hol 2) Nieden 30 4) f 6) Petter 60) Vilbel 0 5 unter den bet denden Bedi, perſteigell ei Holzbauſe In Auftrag del alien la 19. jedoch die des, werden kennen ſietzet det Un vermainen, a Hen 60 Tagen Be (120) Ni Vormittags zu Fauerbac raithe, beſtel dor Kurzem ener halben hoflichſt ein Jauerbe 2 — (880) di Keſtrich babe die zu deſſen 1757 20 05 I/löe 9 Kirchenbuchs⸗Auszug vom Februar 1845. Ulrichſtein. Getraute: Keine. Getaufte: 111 * 1. 23. 23. Dem Bürger und Schneider Johannes Ratz eine Toch⸗ ter, Chriſtiane, geb. den 9. Dem Bürger und Schmied Conrad Appel ein Sohn, Heinrich, geb. den 6. Beerdigte: 16. Dem Bürger und Ackermann Heinrich Müller ein Keine. Sohn, Johannes, geb. den 9. Januar. 5 0 Be⸗ verſteigern laſſen. Da ſie das CEigenthum ihres 1) 15 Stück eichen Bauſtämme Bekanntmachungen von De Erblaſſers urkundlich nicht nachweiſen können, 2 2„ Nutzholz, 0 5 ſo werden diejenigen, welche Cigenthums- oder 2 hoͤrden. rr Lohrinden-Verſteigerung. (888) Dienſtag den 15. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe das Ergebniß der diesjährigen Lobrinden in den Communalwaldungen: 1 Holzhauſen 700 Centner 2) Niedereſchbach 50 05 3) Obererlenbach 50 1 4) Obereſchbach 350 7 5) Petterweil 50 1 300 7 zuſammen 1500 Centner, unter den vor dem Ausgebot eröffnet wer⸗ denden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Holzhauſen den 19. März 1845. In Auftrag der betheil. Herrn Bürgermeiſter der Bürgermeiſter Ried. 6) Vilbel Edietalladung. 4410 In den hieſigen Hopothekenbüchern —— noch die in Nr. 26 d. Bl. unter(411) verzeichneten Einträge offen, obgleich die Kapi⸗ talien längſt abgetragen ſeyn ſollen, ohne daß jedoch die deßfallſigen Schuldurkunden vorgelegt werden können. Auf Antrag der dermaligen Be— ſietzer der Untpfänder werden daher alle diejeni⸗ gen,[welche aus den bezeichneten Schuld⸗ und Pfandverſchreibungen Rechte herleiten zu können vermeinen, aufgefordert, dieſelben ſogewiß bin⸗ nen 60 Tagen von heute an hier anzumelden, als ſonſt die Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden. Laubach den 25. Februar 1845. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Bekanntmachung. (429) Nächſten Donnerſtag den 10. April, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem Ratbhauſe zu Fauerbach II. die Gerhard Zeuniſche Hof— raithe, beſtehend in einem Wobnhauſe, einem vor Kurzem neu gebauten Backofen, Stall und einer halben Scheuer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ferner ſollen in demſelben Termine ohngefähr 12 Morgen Ackerland mit verpachtet werden. Mit dem Bemerken, daß das Backhaus gute Kundſchaft beſitzt, ladet hö flichſt ein Fauer bach II. den 2. April 1845. J. A. Großb. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Burgermeiſter Philippi. Edicetal ladung. (380 Die Erben des Salomon Sichel zu Keſtrich haben zum Behuf der Erbvertheilung die zu deſſen Nachlaß gehörigen Immobilien 17157 26[IKlafter Haus mit Grund, an dem Gemeinde-Schulhaus gele— gen, Garten an der Hofraithe und Heinrich Graulich, 174156 9 1 ſonſtige dingliche Anſprüche daran bilden zu kön— nen vermeinen, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von heute an, dahier vorzu— bringen und zu begründen, widrigenfalls der bereſts ausgefertigte Kaufbrief beſtätigt wer— den wird. Zugleich wird der abweſende Joel Sichel von Keſtrich aufgefordert, binnen gleicher Friſt ſeine Rechte bezuglich dieſer Veräußerung zu wahren, widrigenfalls er die Handlungen des für ihn beſtellten Curators anzuerkennen ge— halten iſt Ulrichſtein den 10. Marz 1845. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt geh. Frei. herrlich v. Schenkiſches Patrimonialgericht Keſtrich. Zimmermann. Bekanntmachung. (6) 125 fl. liegen bei der Legaten-Kaſſe zu Oberrosbach zum Ausleiben bereit und können bis zum 15. d. M. gegen gerichtliche Verſicherung abgegeben werden. Oberrosbach den 5. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Blecher. Oeffentliche Aufforderung. (4417) Nachdem der vorhinige fürſtl. Solms⸗ Braunfelſiſche Hofgutspachter Johann Hein— rich Eller IV. von Birklar am 15. Februar d. J. ohne Leibeserben verſtorben iſt, ſo wer— den, Behufs der Vermögensauseinanderſetzung zwiſchen der Wittwe des Verſtorbenen und ſeinen Geſchwiſtern, alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Rechtsanſprüche an denſelben haben, hierdurch aufgefordert, ſolche ſo gewiß bis zum 1. Mai d. J. bei dem unterzeichneten Gerichte vorzubringen und nöthigenfalls zu begründen, als ſonſten bei Abſchluß des errichteten Inventars keine Rück ſicht auf dieſelben genommen werden wird. Hungen den 28. März 1845. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Hensler. Holz-Verſteigerung. (48) Montag den 14. April I. J., Vor⸗ mittags 10 uhr, ſoll in dem Gräfl. Solms⸗ Rödelheim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nach— folgende Holz, nämlich: 5 Stecken buchen Aſtprügel, 18„ eichen Stockholz, 316„ gemiſchte Ourchforſtungsreiſer, 8 Stück eichen Stangen(Werkholz), 20 buchen 1 7 100„„ 7(Nutzholz), 500 Wellen Dorn, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 5. April 1845 Gräfl. Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz ⸗Verſteigerung. (419) Freitag den 11. April d. J., des Vormittags 9 Ühr, ſollen in dem Pohlgönſer Gemeindewald, Diſtriets Heidelberg, nachbe nanntes Holz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: Stecken eichen Schichtenholz fie, fer brauchbar, 5 4) 3½½„ Eichenſcheitholz, 5) 12 5 dergleichen Stockholz, 6) 242 Stück eichen Wellen. Die Zuſammenkunft iſt an dem! Heidelberg bei dem Holze. pohlgöns am 3. April 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Schöpff. Arbeits- Verſteigerung. (450) Montag den 14. April, Morgens 10 Übr, ſollen dahier in den Schulgebäuden nach ſtehende Bauarbeiten an die wenigſtnehmen⸗ den Handwerker in Accord gegeben werden: fl. kr. 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 26 33 2) Zimmerarbeit 1 7 242 50¼ 3) Dachdeckerarbeit„ 1 223 59 4) Schloſſerarbeit„ 5 7 30 Dorfgüll den 3. April 1845 Der Großb. Heſſ. Fürſtl. Solms⸗ Braunfelſiſche Bürgermeiſter Bender. Hofraithe Verſteigerung. (451) Donnerſtag den 10. April l. J. Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, folge eingelegten Nachgebots die Heinrich Boller'ſche Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Ställchen und Scheune, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 7. April 1845. Der Beigeordnete Bender. Edictalladung. (452) Der Gr. Bürgermeiſter Schmiermund von Oberſeibertenrod, Johannes Baſt's Eidam, und ſeine Chefrau Katharina, geb. Baſt, be— abſichtigen einen Theil ihres Grundvermögens einem ibrer Kinder abzutreten. Da ſie das Eigenthum der von ihnen beſeſſen werdenden Immobilien nicht vollſtändig nachweiſen kön⸗ nen, ſo werden alle Diejenigen, welche an das fragliche Grundvermögen, deſſen einzelne Stücke aus dem in der Landgerichts-Regiſtra— tur zu Jedermanns Einſicht offen liegenden Grundbuchsauszuge erſehen werden können, Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen von heute dahier vorzu— bringen und zu begründen, widrigenfalls das Eigentbumsrecht der Genannten an fraglichen Grunbſtücken für anerkannt angenommen und denſelben eine Eigenthumsurkunde ausgefer tigt werden wird. Ulrichſtein den 31. März 1845. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietal ladung. (453) Nachdem Großb. Hofgericht der Pro⸗ vinz Sberheſſen über den Nachlaß des zu Bü dingen verſtorbenen Landgerichts-Actuariats- gehülfen Jobannes Schlegelmilch von Groß— karben den Concurs erkannt hat, ſo werden ſämmtliche Gläubiger zur Anzeige und Rich— tigſtellung ibrer Forderungen, ſowie zum Ver— ſuche eines Arrangements, auf — ——— 5 2 2 Mittwoch den 30. April l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, 1 unter Androhung des, ohne beſonderes Pra. cluſivdecret eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anher vorgeladen. Groskarben den 25. März 1845. SGroßh. 900, 1 daſ. 8 u h l. 8 Edictal ladung. (480 die Erben der Kasper Vöhls Wittwe zu Feldkrücken haben nachbenannte Grnnd⸗ ſtücke 0 1/634 338/½9 12 UIKlftr. Grabgarten auf den Höfen, 17635 12— Wieſe auf den Höfen, 1/528 163/15 351— Acker auf der Lindenwieſe, V/56 23/5 264— 17 die Wolf⸗ äcker,. 1717 178/11 503— Acker im Rieben⸗ roth, in der Gemarkung Feldkrücken 172 234[I[Kiftr. am Berg. in der Gemarkung Kölzenhain. verkauft. Da ſie ihr Eigenthum nachzuweiſen außer Stande ſind, ſo werden Diejenigen, welche an dieſe Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden zu können glauben, auf Antrag der Verkäufer aufgefor— dert, ihre Anſprüche binnen vier Wochen, von beute an, dahier geltend zu machen, wibrigen⸗ falls der Kaufbrief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 29. März 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. MN NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Tapeten ⸗Verſteigerung. (30 Donnerſtag den 10. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, wird in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Gerlach eine große Par⸗ thie Tapeten und Borduren nach dem neueſten Geſchmack, für Zimmer abgetheilt, gegen baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. April 1845. In Auftrag: Wagner, Rathsdiener. Fünf ſchöne Faſelochſen (436) verſchiedenen Alters und meiſtens ganz reiner Schwytzer Race ſind auf dem hie— ſigen Gräflichen Hofgut zu verkaufen. Utphe den 1. April 1845. Der Gräfl. Verwalter Krick Einen Garten (40) in der Langgaſſe, 60 Ruthen hal⸗ tend, hat zu verkaufen Schloſſer Weckerling. Die Sächſiſchen Vaterlandsblätter (4 können gegen eine Vergütung von 36 kr. pr. Semeſter mitgeleſen werden. Das Nähere zu erfragen bei C. Binder nagel in Friedberg. Zu vermiethen. (435) In meinem Hauſe iſt der untere Stock, beſtehend aus 2 Stuben, Küche, Speiſe⸗ kammer, dazugehörigem Holzplatz, Keller, Bo⸗ den, nebſt dem am Hauſe gelegenen Gacten mit einem Brunnen, zu vermiethen und kann den 1. Mai d. J. bezogen werden. Ernſt Botſch's Wittwe. % 112. Anzeige. (480) Die unterzeichnete zeigt hiermit an, daß ſie das von ihrem verſtorbenen Manne betriebene Maurer⸗Handwerk durch tüchtige Geſellen fortführen läßt und bittet um zahl⸗ reiche Aufträge unter Zuſicherung der beßten Ausführung. riedberg. 8 Zubang Weckerling's Wittwe. Zur Nachricht. (487) Pachtliebhabern dient zur Nachricht, daß der Unterzeichnete die nachbenannten Im⸗ mobilien, als: a 10 122 Ruthen am Dienheimer Pfad, 2) 128 Ruthen auf der Leimenkaut, 3) 84 Rutben Obſt- und Gemüſe⸗Garten vor dem Fauerbacher Thore, ſowie 49 2 bis 3 Morgen Lachenwieſen, auf ſechs bis neun Jahre freiwillig aus der Hand in Zeitbeſtand vergeben will. Friedberg den 3. April 1845. Trapp III. Gr. Hofgerichts-Advokat. Anzeige. (4158) Bei dem unterzeichneten ſind für Schreinerarbeiten vorzüglich taugliche, ſtarke Bohlen von Nuß- und Kirſchbaumholz zu ver— kaufen. Aſſenheim den 3. April 1845. Schreinermeiſter Leicht nom. Ein ſchöner Faſelochs, (439) ſchwytzer Race, 2¾ Jahr alt, und fehlerfrei, wofuͤr garantirt wird, iſt zu ver— kaufen bei 2 Müller Wagenknecht in Friedberg. 300 Gulden (460) liegen in der katb. Kirchenkaſſe zu Holzhauſen gegen gerichtliche Hypotheke zu 5% zum Ausleihen bereit a Der Kirchenrechner Baßmann. Anzeige. (4610 Das Bleichen in meinem Haus- und Grasgarten, worin ein Brunnen zum Waſſer⸗ ziehen ſich befindet, kann gegen eine mäßige Vergütung und nach vorheriger Erlaubniß ſtattfinden. Bei Beſchädigungen im Garten ſind die Herrſchaften für ihre Dienſtboten zum Schaden⸗Erſatz verbunden. Kinder wolle man in den Garten nicht mitnehmen. Friedberg. enn (462) Von Montag den 7. April an iſt jeden Tag gut gebrannter Kalk auf meiner Fabrick an der Friedberger Warte zu haben. Breuncheshein den 3. April 1845. Johs. Lüdicke. Engel. (463) Sonntag den 13. April findet in Grünberg ſtatt: Humoriſtiſche Vorleſung des Herrn und der Frau von Hoxar Er muß auf's Land. Luſtſpiel in 3 Abtheilungen von Bayard. Zum Schluſſe Der rechte Glaube. Anekdote von Mauritius. (Das Nähere beſagt das Programm.) Der zweite Stock meines Hauſes (1600 iſt an eine ſtille Haushaltung oder an einen einzelnen Herren zu vermiethen. Carl Müller in der Wilhelminenſtraße. JJV (465) Auf dem Feldwege von Nauheim nach Friedberg iſt eine Broſche verloren ge⸗ gangen, um deren Rückgabe, gegen entſpre⸗ chende Belohnung, gebeten wird. Zum Verkauf. (466) Zehn Stück vorzüglich gute Pferde, worunter ſich zwei ſiebenjährige Rappen und ein komplett gerittener Fuchswallach beſonders auszeichnen, ſind preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei Louis Schott, Altengaſſe Lit. C. Nr. 131. in Frankfurt a. M. Literariſche Anzeige. (467) Bei J. P. Diehl in Darmſtadt iſt ſo eben erſchienen und bei C. Binder na⸗ gel in Friedberg vorräthig: Die Lehre vom deutſchen Style oder Anleitung zum richtigen deut⸗ ſchen Gedankenausdrucke für Volksſchulen und einzele Klaſſen der Real⸗ anſtalten und Gymnaſien, wie zum Privat⸗ gebrauche. Von E. L. Ritſert. Dritte verbeſſerte Auflage. 36 Bogen. Broſchürt. 18 ggr. oder 1 fl. 21 kr. Früher erſchien von demſelben Verfaſſer: Deutſche Sprachlehre mit zahlreichen Uebungs aufgaben, für höhere und niedere Volksſchulen. 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Ronge, die Rechte ſeparirter Gemeinden an das Kirchenvermögen ꝛc. ꝛc. giebt dieſe Schrift in gedrängter Kürze erſchöpfenden und beſtimmten Aufſchluß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 0 222 Kre 1 an ſaͤmmil Den u. ur Nachrich Hung Os Groß Juſcz a. und zu G Nach d im berfloſſene ezogthums! lichen und die Narioliden ge. bedeutend ver Nicht auch bei alle thume, als brüchen hat men bewährt von den wo Dieſel Ueberzeugun, kraft der Kul detldsſſg iſt lauf von me Impfung, u läthlichſten Impfung mn ſehr rachſam 918 1 die Ausübung 6 aurdnungen enſchenbla ordnungen n worgeſchriehe abermals ei