chtet Vurgkche: * kirche: 9A Uhr — f 1 2 — Tarte Jutz boch Spo 1845 —————ů—— 8 Dußp⸗ * dach. 0 t f 21 3 ö th 1 Intelligenz? für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 2 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Gruͤnberg und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Verzeichniſſe über ausgeſtellte Scheine Behufs der Bedeckung von Stuten. Wir fordern Sie auf, nunmehr die Verzeichniſſe über die in dieſem Jahre ertheilten Scheine Behufs der Bedeckung von Stuten unverweilt einzuſenden. Grünberg und Friedberg am 2. Juli 1845. J. d. A. Ouvrier. Krach, Gr. Kr.⸗Sekr. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſammtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Gemeindevoranſchläge für 1846. Ich fordere Sie hiermit auf, die Gemeindevoranſchläge für 1846 ohnfehlbar bis zum 1. Auguſt d. J. anher einzu⸗ ſenden, gegenfalls Wartboten abgeſandt werden. Grünberg den 2. Juli 1845. Ouvrier. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Aufſtellung der Viehſtandstabellen pro 1845. Ich fordere Sie auf, binnen 8 Tagen den dermaligen Preis jeder einzelnen Viehgattung einzuberichten. Grünberg den 2. Juli 1845. Ouvrier. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Gemeinde⸗Voranſchläge für 1846. Bei der Aufſtellung der Voranſchläge fuͤr 1846 haben Sie: 10 die§§. 92, 99 und 172 der Inſtruction für Aufſtellung der Voranſchläge gehörig zu beachten; 2) die Beitrage zu den Kirchſpielskoſten fuͤr 1846 zu wahren; 3) das Betriebskapital, wie vorgeſchrieben, ordnungs⸗ mäßig und klar zu berechnen; 4) die Entſchließungen zu den vorhergehenden Büdget zu berückſichtigen; 5) die Reviſionsergebniſſe vorhergehender Rechnungen ord— nungsmäßig in Einnahme und wo nöthig in Aus⸗ gabe zu wahren, und dieſe Voranſchläge alsdann bis zum 1. Auguſt dieſes Jahres unfehlbar hierher einzu⸗ ſenden. Hungen den 2. Juli 1845. In Beurlaubung des Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretär. Heldenbergen, den 5. Juli 1845. Der Tag unſers Saäͤngerfeſtes iſt nun näher heran— gerückt. Wir erlauben uns den Freunden desſelben noch Weiteres darüber mitzutheilen. Die zu dieſem Feſte nöthigſten Vorkehrungen ſind bereits vollendet. Alles iſt regſam und beſtrebt ſich nach Kräften, den Beſuchern einen frohen, ſchönen Tag zu be— reiten. Die Anzahl der mitwirkenden Sänger beläuft ſich bis heute auf 500; beſtehend aus den Geſangvereinen von Aſſenheim, Bornheim(Concordia und Liederkranz), Frank furt(Nedertafel und Teutonia), Friedberg, Hanau(Froh— ſinn, Concordia und Tonbluͤthe— auch die rühmliche Tur— nerſchaar), Heldenbergen, Niedererlenbach, Niederwöllſtadt, Obereſchbach, Ortenberg, Rödelheim(Concordia und Lieder— zweig) und Vilbel. Der Empfang der Sänger findet Vor 7 —— ö „ 212. mittags um 11 Uhr vor dem Orte an den verſchiedenen Straßen Statt durch Begrüßung vom Comité und durch Böllerſchüſſe. Alsdann Geleitung bis zum Gemeindehauſe; daſelbſt Empfang durch den hieſigen Singverein und durch Musik, Darauf Reſtauration nach Belieben in den ver⸗ schiedenen Gaſthäuſern. um 1 Uhr auf ein gegebenes Sig⸗ nal Probe im Schulhofe. Nachher Feſtzug auf den Feſt⸗ Platz, auf die mit Zelten beſetzte, große Wieſe. 8 Chöre werden da in 2 Abtheilungen aufgeführt; während der Pau— ſen Vorträge einzelner Vereine; Inſtrumentalmuſik— Volks⸗ beluſtigung durch Baumklettern, Sacklaufen, Hahnenſchlag— U. ſ. w.— Beſchluß der Feſtlichkeiten macht Ball in 2 Zelten und Feuerwerk. Das Feſtcomité. Verſuche uͤber die Bickes'ſche Saamenduͤngung. Aus dem Hannoverſchen ſchreibt der Hamburger Correſpondent vom 20. Juni: In No. 248. d. Bl. vom 17. Oct. v. J. theilten wir die Berichte der von dem Frank— furter Verein für Garten- und Feldbau zur Prufung der Bickes' ſchen Erfindung der Saamendüngung niederge— ſetzten beiden Commiſſionen mit und bemerkten, daß im ver⸗ gangenen Sommer 1844 auch in Hannover Verſuche über dieſes Geheimmittel angeſtellt wurden, von denen das Reſultat mitgetheilt werden ſollte, welchem wir in Fol— gendem nachkommen.— Auf den von Hrn. Bickes am 4. Juni v. J. in der 177. General-Verſammlung des Gartenbau-Vereins für das Königreich Hannover gemachten Antrag wurden am folgenden Tage in Gegen— wart mehrerer Mitglieder des landwirthſchaftlichen, ſo wie des Gartenbau-Vereins und eines Herrn der K. Domänen— Kammer in der Lindener Feldmark bei Hannover folgende Verſuchs⸗Saatbeſtellungen gemacht: 1) 120[IR. mit prä⸗ parirtem Sommer-Rübſen. 20 40[IR. mit unpräparirtem ditto. 3) 60[IR. mit präparirtem, und 4) 60 U] R. mit unpräparirtem Buchweizen. 5) Unpräparirte, mit Miſt ge— düngte Kartoffeln. 6) Unpräparirter, mit Miſt gedüngter Hafer. 7) Drei Reihen präparirte Kartoffeln. 8) Drei Reihen unpräparirte ditto. 9) 90[IR. mit präparirtem, und 10) 90[IR. mit unpräparirtem Hafer. 11) 90 IR. mit präparirter, und 120 90[IR. mit unpräparirter Gerſte. 13) 30 UR. mit präparirtem, und 14) 60[IR. mit unprä⸗ parirtem Leinſaamen.— Ueber die Reſultate dieſer Verſuche theilt Hr. Borchers, Redacteur des Hannoverſchen Land— wirths, Folgendes mit:„Alle in der Lindener Feldmark ausgeſäeten unpräparirten Sämereien keimten etwas früher und in bei Weitem größerer Anzahl, als die von Bickes präparirten Sämereien.“) Im Laufe des fortſchrei— tenden Wachsthums waren alle angebauten Pflanzenarten an Größe, kräftigem Anſehen und an Beſtaudung ſich völ— lig gleich; die von Bickes mit präparirtem Saamen beſtell— ) Das Frankfurter Gutachten ſagt:„Das unſrige ging acht Tage früher auf, und zwar vollkommener, als das Bickes'ſche, während von dem Bickes'ſchen nur ein Viertheil von der Einſagt anfging., ten Aecker zeigten auch nicht den mindeſten Vorzug, nur war dieß bei dem präparirten Sommer-Rübſen der Fall, welcher etwas kräftiger war als der unpräparirte, was aber lediglich von dem ſehr dünnen Stande der Pflanzen her— rührte. Die präparirten Kartoffeln keimten ſpät, und es blieben mehrere davon ganz zurück; die unpräparirten Kar⸗ toffeln erhielten hier im Wachsthum den Vorzug.— Der auf No. 6 mit Miſt gedüngte Hafer bewies während ſeiner ganzen Wachsthumsperiode, daß die Natur die Benutzung des thieriſchen Dunges angeordnet habe, denn er zeigte von Aufang bis zu Ende ſeines Wachsthums gegen die übrigen Fruͤchte ausgezeichnete Vorzüge.“— Ferner waren am 6. Juni 1844 in der K. Plantage folgende Ausſaaten gemacht: „Mais— Gerſte— Kartoffeln— Krup-Vietsbohnen— Erbſen— Gurken— Salat, und zwar präparirt und unpräparirt neben einander, wovon das Reſultat war: Bei der Keimung, Entwicklung und dem ſpäteren Wachsthum der vorbemerkten Pflanzen zeichneten ſich alle unpräparirten Sämereien bedeutend vor den von Hrn. Bickes behandelten Pflanzen aus; die präparirten Saamenpflanzen aber waren von Anfang bis zu Ende ſchwächlich und weit hinter den natürlich behandelten zurück. An einer andern Stelle des Gartens waren in einem wenig nahrhaften Erdreiche fol— gende Ausſaaten und Pflanzungen veranſtaltet: 1) Runkel⸗ rübenpflanzen, deren Pflanzen von Bickes präparirt waren, und Pflanzen, die nicht präparirt waren. V Mais, prä⸗ parirt und unpräparirt, und 3) Gerſte, desgleichen.— Von dieſen Pflanzen zeigte die präparirte Gerſte einige Wochen unbedeutende Vorzüge, welche ſich aber bald wieder verloren. Die präparirten Runkelruͤben blieben fort— während hinter den unpräparirten im Wachsthum und Ausbildung zurück, und bei dem Mais war nicht eher ein Unterſchied zu bemerken, als in den letzten Wochen ſeines Wachsthums, wo der präparirte Mais höher wurde und die Pflanzen ein dunkleres grünes Anſehen erhielten. Dieſen Umſtand weiß ich mir nicht anders zu erklären, als daß der präparirte Mais eine andere Sorte ſei.) Noch wurden mehrere Pflanzenarten durch Hrn. Bickes mit einer Flüſſigkeit begoſſen, die er in einer irdenen Bouteille bei ſich führte; ich halte es aber um ſo weniger nöthig, hierüber fernere Mittheilungen zu machen, da dieſe Angüſſe ebenfalls ohne allen Erfolg blieben.“ Ueber das Keimungsverhältniß zwiſchen dem präparirten und unpräparirten Saamen theilt Hr. Borchers Folgendes mit:„Hr. Bickes legte in kleine Töpfe mit Sand gefüllt: 1) in einen Topf 6 Körner Gerſte, 2) in einen andern 9 ditto, 3) in einen andern 12 ditto. In Töpfe mit Grand gefüllt: In Töpfe 4, 5 und 6 reſp. 6, 9 und 12 Körner Gerſte. Davon keimten im Topfe Nr. 1 am fünften Tage 2 und am ſechſten Tage die dritte Pflanze; 3 Körner gelangten gar nicht zum Keimen. Im Topfe 2 keimte am fünften Tage ein Korn, 8 Körner kamen nicht hervor. Im Topfe 3 keimten am fünften Tage „) Im Frankfurter Gutachten heißt es:„Wir haben zwar keine Ge⸗ wißheit darüber, jedoch nach Wuchs und Kolben zu ſchließen, iſt das Welſchkorn von einer andern, höher werdenden Sorte, als das hier gewöhnliche.“ geleg keim topf und top Kb. Ta, nich nic Ta zige Sta. befeu die a nen vori Ko 0 Weiſ deu deßh 6 N * 213 2, am ſechſten 3, am ſiebenten 3 Körner und am achten eins; die übrigen 3 Körner keimten ebenfalls nicht. Im vierten Topfe keimte am fünften Tage ein und am ſiebenten ein zweites Korn, 4 Körner gelangten nicht zum Keimen. Im Topfe 5 keimte am fünften Tage ein Korn, am ſechſten 3 Körner, am zehnten Tage ein Korn; 4 Körner blieben alſo unentwickelt. Im Topfe 6 keimte am fünften Tage ein, am ſechſten Tage ein, am ſiebenten Tage ein und am zehnten Tage ein Korn; die übrigen 8 Körner keimten eben— falls nicht. Dagegen wurden drei gleich große Töpfe mit Sand und drei mit Grand angefüllt und in jeden derſelben vergleichsweiſe 6, 9 und 12 Körner unpräparirter Gerſte gelegt. In dem mit Sand und 6 Körnern belegten Topfe keimten am fünften Tage alle 6Körner. Im zweiten Sand— topfe keimten von den 9 Saatkörnern am fünften Tage 6 und am ſechſten 3 Körner, mithin alle. Im dritten Sand— topfe blieb nur ein Korn ohne Keimung. In dem mit 6 Körnern im Grande belegten Topfe keimten am fünften Tage 3 und am folgenden 2 Körner; nur ein Korn keimte nicht. In dem zweiten Grandtopfe gelangten 2 Körner nicht zum Keimen. In dem dritten keimten am fünften Tage 8 und am ſechſten 4 Körner, es fehlte alſo kein ein— ziges. Sämmtliche Töpfe hatten einen gleich günſtigen Standort und wurden jederzeit aufmerkſam, nach Bedürfniß befeuchtet. Von allen dieſen Pflanzen zeichneten ſich nur die aus den präparirten Körnern des Topfes I entſtande— nen drei Pflanzen durch beſonderes Wachsthum aus. Alle übrigen Pflanzen aber blieben, trotz der Präparation ihrer Körper, ſo auffallend im Wachsthum gegen die unpräpaa— rirten zurück, daß ſie förmlich kränklich und dürftig aus— ſahen.)—„Aus dem hier Mitgetheilten wird jeder unbe— fangene Beurtheiler den Schluß ziehen können, daß Hr. Bickes den Stein der Weiſen nicht gefunden hat, und es ſteht zu wünſchen, daß der Mann, welcher ſich einbildete, eine große Erfindung gemacht zu haben, nur auf ſeine er— bärmlichen Schöpfungen blicken möge, um ſich zu überzeu— gen, daß das ganze nichts als Tändelei ſey.“—„Die Erfolge, welche die von dem Erfinder mit präparirtem Saa— men veranſtalteten Ausſaaten gegeben haben, ſind ſo ſehr ungünſtig ausgefallen, daß diejenigen Perſonen, welche die— ſelben zu beobachten Gelegenheit hatten, ſich uͤberzeugt haben, daß die ganze Angabe der Erfindung von Seiten des Bickes entweder auf einer Selbſttäuſchung beruhe, oder daß dahin— ter eine feine, aber großartige——— verborgen liege.“— Wenn nun die vorſtehenden Mittheilungen im Weſentlichen mit den Berichten der Frankfurter Commiſſlonen völlig übereinſtimmen, ſo iſt nicht ſchwer, zu beurtheilen, was es mit der Subſcription auf das Recht der Bickes'ſchen Erfin⸗ dung und der damit verbundenen Baarzahlung von 4 gGr., ſowie mit der Verpflichtung, ein Buch ſich ſenden zu laſſen, wofür„beim Verſand durch Poſtvorſchuß 15 9 Gr. entnom⸗ men werden ſollen“— auf ſich hat. * 4 1 Spruͤchwoͤrter und Sentenzen it Ranogloſſen. 12) Wer mit Hunden ſchläft, ſteht mit Flöhen auf, Selten wirſt du lange mit Tagdieben, Säufern, Spielern, Nichtsnutzen jeglicher Art umgehen, ohne daß du dich an ihre Ränke und Schwanke gewoͤhneſt und nach und nach Liebhaberei daran bekommſt. Beiſpiel ſteckt an, darum „mein Kind, wenn dich die böſen Buben locken, ſo folge ihnen nicht„und wenn du ich auch für noch ſo ſtandhaft und feſt hältſt in deinen Grundſätzen, folge ihnen nicht, denn„böſe Geſellſchaften verderben gute Sitten/ und„wer ſich läſſet duͤnken, er ſtehe, möge wohl zuſehen, daß er nicht falle.) Nur Wenige ſind von der Mutter Natur ſo bevor— zugt und haben eine ſolche Beſchaffenheit der Haut und des Blutes empfangen, daß das Ungeziefer nicht an ſie geht, aber du kannſt es nicht wiſſen ob du zu dieſen Bevorzugten gehörſt. Darum iſt es immer klüger, du nimmſt dich in Acht, als daß du dich unbedachtſam einem Uebel blosſtellſt, das vielleicht ſchmerzlicher iſt, das vielleicht traurigere Fol— gen hat, als du nur ahneſt—„wer ſich muthwillig in Gefahr begibt, kommt darin um.“ 13) Es ſind viel Eſel, die keine Säcke tragen. 'S iſt mir wirklich auch ſchon manchmal ſo vorge— kommen. 14) Man muß zuvor eine Grube machen, wenn man den Wolf fangen will. ſeatürlich!— vorausgeſetzt, daß man den Wolf wirk— lich fangen will. Willſt du Etwas werden, willſt du's zu Etwas bringen, ſo iſt es ſchlechterdings nöͤthig, daß du lernſt, was du wiſſen mußt, und daß du thuſt, was du nicht laſſen darfſt, wenn anders dein Vorhaben gelingen ſoll. Die Zeiten, wo Einem die gebratenen Tauben in den Mund geflogen ſind, ſind längſt vorüber, wenn ſie jemals beſtanden haben und wenn ſie auch noch beſtünden, ſo müß— teſt du wenjgſtens den Mund aufmachen, wenn du eine fangen wollteſt. Alſo wenn es dir auch noch ſo leicht ge— macht würde mit deinem Fortkommen, mit der Erreichung deiner Wünſche ꝛc., ganz ohne Mühe und Anſtrengung wirſt du nimmer dazu gelangen. Bekanntmachungen von Be⸗ n hörden. rr bei Vermeidung des und zu begründen. Edictal ladung. (943) Gegen Andreas Hoffmann von Hoch— weiſel iſt der Concurs erkannt worden. For⸗ derungen und Anſprüche an denſelben ſind deßhalb im Termine Morgens 9 Uhr, ſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen Butzbach den 17. Juni 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Bender. In Erledigung der Landrichterſtelle Calmberg. Dr. Irle. teig e (990) Donnerſtag den 10. l. M, Nach- 2. Auguſt d. J., mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath— hauſe von dem Speichervorrath des Auguſti— ner Schulfonds 20 Malter Korn zweimalter— weiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 2. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ſtillſchweigenden Aus— Bekanntmachung. (1000) Forderungen an den Nachlaß der Gerhard Zeuns Eheleute in Fauerbach II. ſind Freitag den 25. Juli, Morgens bei-Gericht zur Anzeige zu bringen, widrigen ⸗ falls auf ſie bei der Erbpertheilung keine Rückſicht genommen werden kann. Friedberg am 19. Juni 1845. Großd! Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (10010 Die zum Nachlaſſe des Gr. Pfarrers Bertram zu Heldenbergen gebörigen Effecten, als Metall, Glas, Porzellain, Kleidung, Weiß⸗ zeug, Bettzeug, Holzwerk, Crescentien, Bücher U. ſ. w. werden Montag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 8 Uhr, öffentlich meiſthiskend im Pfarrhauſe zu Hel⸗ denbergen verſteigert. Großkarben am 1. Juli 1845. In Auftrag Gr. Heſſ. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen, Gr. Heſſ. Landgericht Großkarben Muhl. C. Emmerich. Arbeits-Verſteigerung zu Hochweiſel. (1002) Freitag den 11. d. M., Morgens 8 Uhr, werden nachverzeichnete an der Kirche, den Pfarr- und Schulgebäuden zu Hochweiſel auszuführende Arbeiten und Lieferungen auf dem Gemeindehauſe daſ. wenigſtnehmend in 15 Accord gegeben, als: fle; k 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 93 10 2) Schreinerarbeit, 7 1 192 30 3) Schloſſerarbeit, 7 77 3 30 4) Glaſerarbeit, 1 1 14— 5) Steinhauerarbeit, Lieferung von 350 Stück geſchliffenen Sandſteinen und 52 dergleichen Treppentritte, veranſchlagt zu 265 50 6) Lieferung von 6 Bütten Kalk, ver⸗ anſchlagt zu Hochweiſel am 3. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Reuter. 2 Arbeits-Verſteigerung. (1003) Die bei Erbauung eines neuen Feuerleiterhauſes, bei Herſtellung der hölzer⸗ nen Brücke und eines Stegs über die Uſa in hieſiger Gemeinde vorkommende 8 28 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 30 Zimmerarbeit, 7 5 193— Schloſſer- und Schmiedarbeit, veran⸗ ſchlagt zu 10— Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 21— Weißbinderarbeit,* 1 10 30 Handarbeit, 1 16— 17 Lieferung von 0,2 Klftr. Mauerſteinen, „„ 0,3„ Sand, „„ 8 Bütten Waſſerkalk, ſoll Samſtag den 12. d. M., Nachmittags um 4 Uhr, auf der neuen Gemeindeſtube wenigſtnehmend verſteigt und nur gewerbsbe— rechtigte Meiſter, welche eine dem Ueberſchlag gleichkommende Caution ſtellen, zum Gebote zugelaſſen werden. Fauerbach II. am 3. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Arbeits-Verſteigerung. (10000 Die bei Herſtellung hieſigen Schul⸗ fl. hauſes erforderlichen 8 Schreinerarbeiten, veranſchlagt zu 45 Glaſerarbeiten,„ 5 2 Schloſſerarbeiten,„„ 4 Maurerarbeiten,„„ 4 Dachdeckerarbeiten,„ 15 6 Weißbinderarbeiten,„„ 7 ſollen Freitag den 11. d. M., Vormittags 9 214. Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Kloppenheim am 4. Juli 1845. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Scheurig. Holz.⸗Verſteigerung. (1005) Dienſtag den 29. Juli d. I., Mor⸗ gens 10% Uhr, werden in dem Haſſelborner Gemeindewald 51 eichen Bauſtämme zu 2093 Cbß., 5 Klftr. buchen und 26„ eichen Holz, ſowie 40 Stockholz verſteigert. Uſingen den 2. Juli 1845. 1. 1 Herzl. Naſſ. Landoberſchultheiſerei Schapper. FWW Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (9810 Den Herrn Färbern und Fabri⸗ canten diene zur Nachricht, daß ich auf der Walkmühle zu Arnsburg bei Lich das Walken von wollenen Zeugen gut und billig und zwar 100 Ellen Beiderwolle zu 1 fl. 12 kr. uͤbernehme. Auch nehme ich einen jungen Menſchen von braven Eltern zum Färben, Drucken, For⸗ menſtechen und Walken in die Lebre. Friedrich Henzel zu Arnsburg bei Lich. Anzeige und Empfehlung. (995) Ein Junge von braven Eltern, wel⸗ cher Schneider zu werden wünſcht, kann bei dem Unterzeichneten in die Lehre kommen. Zugleich verfehle ich nicht, meinen verehrlichen Freunden und Gönnern für das mir bisher geſchenkte Zutrauen den verbindlichſten Dank abzuſtatten und um die ferneren werthen Auf⸗ träge, unter Zuſicherung guter und moderner Arbeit, zu bitten. f. K. W. Hamm, Schneidermeiſter, wohnhaft bei Metzgermeiſter Hedderich. Amn n o d (1006) Von C. L. Schindler in Zella bei Gotha habe ich eine Jagd⸗Gewehr⸗Nieder⸗ lage in Commiſſion erhalten, welche ich in beliebiger Auswahl und zum Fabrikpreiſe ab⸗ zugeben im Stande bin. Wetzlar den 7. Juli 1845. Jacob Gretſch. Daguerreotyp⸗ Portraits (1007) ſowohl im einzeln, als in ganzen Gruppen werden bei mir gefertigt. Proben dieſer Art liegen jeder Zeit bereit. Friedberg. Heinrich Burck wohnhaft bei Wittwe Botſch. Heinrich Burck in Friedberg (1008) bringt ſein Geſchäft, im Malen, Vergolden und Lackiren beſtehend, in geneigte Erinnerung. An de d 9 (1009) Bei unterzeichnetem ſind Ruſſen⸗ ſteine, Backſteine, ſowie alle in dieſes Fach ſchlagende Gegenſtände zu den möglichſt billig⸗ ſten Preiſen zu haben, derſelbe vekauft den Waſſerkalk zu 1 fl. 20 kr. die darmſtädter Bütte. Obererlenbacher Hütte d. 5. Juli 1845. Barth. ür Auswanderer nach Nordamerika. (1010) Anmeldungen zur Reiſe per Dampf⸗ bobte von Mainz uber Rotterdam nach Havre, und vermittelſt der am 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats von da abfah⸗ renden Poſt- oder Paketſchiffe nach Neu⸗ Mork, können jederzeit bei dem unterzeich— neten Unter⸗Agenten dieſer Poſtverbindung gemacht werden, bei welchem auch die näheren Ueberfahrtsbedingungen zu erfahren und ge⸗ druckte Anbietungen zu erhalten ſind, ſowie derſelbe überhaupt Vollmacht hat, gültige Schiffsakkorde für dieſe Poſt- und Paketſchiffe mit Auswanderern abzuſchließen. Offenbach den 25. Juni 1845. C. Kugler, Unteragent der Spezialagentur der regelmäßi⸗ gen Poſtſchiffsverbindung zwiſchen Havre und Neu⸗Mork bei Hrn. Waſhington⸗Finlay in Mainz. Abfabrt der regelmäßigen Poſt- und Paket⸗ ſchiffe zwiſchen Havre und Neu-Pork. Den 1. Juli das Schiff Havre, S.„„ Louis Philipp, „ 16.„ 17 7 St. Nicolas, % 24.„ 1„ Ducheſſe d'Or— le ans, „ 1. Aug.„„ Burgunder, „ 8.„ 9 7, Jo wa, i.„ ODneida, „ 24.„ 77 2 Emerald. 3 um Verkauf. (10110 Eine ſchwere, fehlerfreie, friſchmil⸗ chende Kuh mit einem Kalbe ſteht zu verkau⸗ fen. Bei wem? ſagt die Exped. d. Bl. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Geſchichte des deutſchen Volkes und des deutſchen Landes. f Von Dr. Karl Wilh. Böttiger. Dritte durchaus verbeſſerte Auflage. Erſter Theil. Dieſe neue Auflage des allgemein rühmlich bekannten Werkes erſcheint noch im Laufe dieſes Jahres vollſtändig in 8 Theilen à 15 kr. oder 5 ſgr., alſo zu einem Preiſe, der nur bei einem guten Zwecke und größter Theilnahme denkbar iſt. Die geometriſche Zuſchneide⸗ Kunſt für Damenkleidermacher und Nätherinnen. Von Heinrich Diete, vormals Zuſchneider in Paris. Mit lithogr. Tafeln. Preis: 54 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Pe 1 7