Intelligenz-Olatt für die 6 Provinz Oberheſſen die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Rechner 1 a Wa n. im Allgemeinen, als k an. nlade AR. nes Bier. Ufen 1a duhe g 5 Amtlicher Theil. u mint Der Großherzoglich Heſſiſche Beger, Kreisrath des Kreiſes Gruͤnbere . T,— i en an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. f Betreffend“ Anſchaffung von Sämereien. nagel. 7 4759. 1 — Unter Bezug auf das in Nr. 8 des Intelligenzblattes 10 von 1844 enthaltene Ausſchreiben vom 17. Januar fordere 1 ich Sie auf, die dort abgedruckte Bekanntmachung zur Kennt⸗ 2 45 niß der Landwirthe zu bringen, und auf Sämereien gemacht NN werdende Beſtellungen bis zum 24. Februar l. J. unfehlbar 0 65d anzuzeigen.* J. 12 kr. Grünberg am 31. Januar 1845. ngen: Ou vrier. doch a J Guckla nchen a 65 die Derſelbe an dieſelben. t tarke:??? a 4. 13) Betreffend: Diebſtahl. 15 In der Nacht vom letzten Januar auf den erſten Fe⸗ gletrle bruar l. J. iſt in der Todtenkirche zu Lauterbach das ſ. g. l Leichentuch, beſtehend aus 22 Ellen ſchwarzem und einigen e ktligiõ ſe Ellen weißem Tuche, welch letzteres ein Kreuz bildete, ent— dend. wendet worden. Im Schnee hat man die Spuren von zwei — großen Mannsfüßen wahrgenommen. Ich beauftrage Sie, dieſem Vorfall Ihre Aufmerkſam⸗ keit zuzuwenden, insbeſondere bei den Schneidern ꝛc. anfragen Ahl“ zu laſſen, und, ſobald ſich Indicien herausſtellen ſollten, mir mu alsbald die Anzeige zu machen, das Tuch aber, im Falle uckt: der Habhaftwerdung, in Beſchlag zu nehmen und etwa ver⸗ * dächtige Perſonen mir vorführen zu laſſen. Grünberg am 2. Februar 1845. u ver te kr. Fürchterliche Folgen des Spiels. Unter der Rubrik:„Wieder ſechs Opfer des Spiels,, lieſt man in der Kölniſchen Ztg. den nachfol— genden gräßlichen Vorfall, deſſen buchſtäbliche Wahrheit von dem Erzähler verbürgt wird.„Ein junger, im Rheingau ruar begüterter Edelmann war ſeit 10 Jahren mit einem ſchönen und liebenswürdigen Weibe verheirathet, das ihm vier Kin— der geboren. Er lebte in glücklicher, zufriedener Ehe. Vor nun 2 Jahren kommt er nach Frankfurt, um den Ertrag ſeiner Weinernte dort abzuſetzen. Er trifft einen Freund, einen Mann, der das Spiel liebt und zuweilen das viel— geprieſene Homburg beſucht. Der Edelmann fährt mit ihm dorthin. Zureden hilft. Er wagt einige Goldſtücke um zu gewinnen. Aber das Glück iſt ihm nicht günſtig. Er ver⸗ ſpielt; der kleine Verluſt ärgert ihn; er will das Verſpielte wieder gewinnen, er will dem Glücke trotzen, er will es mürbe machen. Immer mit neuen Summen und immer größeren geht er nach Homburg, es iſt als wenn ein boͤſer Geiſt ihn dorthin ziehe. Und als er zehn- oder zwölfmal in Homburg vor der Höhe an den grünen Tiſchen der Gebrü— der Blanc geſpielt hat, da iſt ſein Vermögen eine Beute der Ehrenbürger, und der leidenſchaftliche Edelmann hat 80,000 fl. dem Spiele geopfert und iſt arm geworden. Und ſein Weib und ſeine Kinder? O, die Frau hatte keinen liebevollen Gatten, die Kinder keinen liebevollen Vater mehr— denn der Mann war für das bürgerliche und für das häusliche Glück verloren, ſeit die ſchwarze, böſe Leidenſchaft ſich ſeiner bemächtigt hatte. Er war ja ein Spieler geworden. Noch hatte er 5000 Gulden. Wie er dieſe zuſammengebracht? Aus dem Verkaufe aller ſeiner fahrenden Habe, alles deſſen was er noch ſein nannte, was ſein Weib noch beſaß, theure Andenken aus einer beſſeren Zeit, aus glücklicheren Tagen, wo noch Friede im Hauſe wohnte. Alles, alles wurde zu Gelde gemacht. Und das Geld nahm er, nahm es auf ein⸗ mal, um wieder bei den Gebrüdern Blane dem Gluͤcke Trotz zu bieten, den letzten Zug zu wagen und wieder zu gewin⸗ nen, was er verloren hatte. Er ſpielte in Homburg und verlor, verlor alles. Als Bettler kam er ins Rheingan zurück; mit ermattetem Korper, mit dumpfem Geiſte, aber mit den Furien der Gewiſſensqual in der Bruſt. Die Fraßz des Bettlers, erſt niedergebeugt von dem furchtbaren Schlage und ſtarr vor Erſtaunen, findet endlich Thränen, welche 0 * 2 * 46 ihr das Herz erleichtern. Einen Blick auf ihre lieben Kin⸗ der, die auf den Baker doch nicht mehr rechnen konnten, denn ein Spieler kann kein Vater ſeyn, rafft ſie ſich auf um einen Schritt zu wagen, der ſie zwar demüthigen muß, aber vielleicht dazu dienen kann, ihren lieben Kleinen das Leben einigermaßen zu erleichtern. Mit dem wenigen Gelde, über das ſie noch verfügen kann, eilt die Mutter nach Hom⸗ burg. Sie fleht zu dem Spielpächter Blanc, dem Manne, an deſſen Tiſch ihre Habe und ihres Mannes Ehre verloren ging, an dem ihr Lebensglück hingeopfert wurde. Ja, dem Spielpächter wirft ſie ſich zu Füßen, beſchwört ihn im Na⸗ men ihrer Kinder, doch nur eine kleine Summe von den achtzigtauſend Gulden ihr als Geſchenk zurückzugeben, und wenn nicht als Geſchenk, doch als Darlehen. Der Spiel— pächter hört die jammernde Frau unwillig an, er wendet ſich von ihr weg, er ſchlägt ihr die Bitte ab. Aufgelöſt von Verzweiflung, wird ſie dringender, ſie macht geltend, daß ſie eine Bettlerin ſey, ſie beſchwört, daß ihre Kinder buch⸗ ſtäblich kein Brod hätten. Der Spielpächter Blanc, Ehren— bürger von Homburg, weiſt der Frau des zu Grunde gerich— teten Edelmannes die Thür. Wir ſchreiben heute den 21. Jan. 1845; vorgeſtern Vormittags kam die Frau aus Hom— burg zurück. Sie iſt wahnſinnig. Man hat ſie bereits in die Irrenanſtalt abgeführt. Der Wahnſinn der Frau gibt dem dumpfhinbrätenden verzweifelten Spieler die Beſinnung wieder. Zum Bewußtſeyn gekommen, füuͤhlt er das Fürch— terliche, das Entſetzliche, das Troſtloſe ſeiner Lage. Das Leben iſt ihm zur Laſt, er kann ſein elendes Daſeyn nicht mehr ertragen. Als ſein unglückliches Weib in die Heilan— ſtalt geſchafft wird, greift er nach dem Scheermeſſer und öffnet ſich die Adern am Halſe. Gott ſey ſeiner armen Seele gnädig!— Die vier Kinder ſind nun vater- und mutterloſe Waiſen. Das älteſte iſt kaum neun Jahre alt! —— Wie viele Opfer werden die Spielhollen noch in Deutſchland fordern?“ e * Es gibt— ſagt Leiſewitz in ſeinem Trauerſpiele: Julius von Tarent— es gibt einen gewiſſen dumpfen Haß, da man nicht geſtehen will, daß man ſich nicht mehr liebt;— da machen ſie denn ohne den Geiſt der Vertraulichkeit noch immer ihre Gebräuche und begegnen dem Körper der ver— ſtorbenen Freundſchaft, als wenn ſie noch lebte, führen ihn zu Tiſch und Bett. Wahrhaftig dieſe Freunde ſind ein lieb⸗ liches Bild, oben die Augen voll Groll und unten den Mund in einer ſo natürlich freundlichen Miene, als wenn hölzerne Muskeln am Drath gezogen würden Sie fuͤrchten immer ein Geſpräch, zuſammen auf den ſtreitigen Punkt zu kommen, gehen immer hundert Meilen um ihn herum und reden eher von oſtindiſchen Wunderthieren, als von ſich.— Mich ſollte dünken, dieſe Worte müßten auf Manchen paſſen, der ſie lieſt; habe ich Recht, dann wünſche ich wohl zu bekommen!— Kirchenbuchs⸗Auszug vom Januar 1845. Friedberg. Getraute: 125 Johann Heinrich Heß, Grßh. Heſſ. Domänenbote und Bürger dahier, des Ortsbürgers und Ackermanns wei⸗ 19. 19. 19. 11. 1455 12. 17. land Johannes Heß zu Florſtadt ehelicher Sohn, ein Wittwer, und Maria Katharina Hitzel, des zu Muͤn⸗ zenberg verſtorbenen Gr. Bürgermeiſters Johann Phi⸗ lipp Hitzel eheliche ledige Tochter. Philipp Muth, Bürger und Schuhmachermeiſter dahier, ein Wittwer, und Anna Margaretha Winther, der Anna Margaretha Bott, nunmehrigen Ehefrau des Bür— gers und Taglöhners Johannes Reitz dahier, mit Jo— hann Heinrich Winther zu Bingenheim erzeugte Tochter. Getaufte: . Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Bern— hard Wagner ein Sohn, Friedrich Ludwig, geb. den 20. Dezember 1844. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Johannes Ober— länder ein Sohn, Friedrich Jacob, geb. den 27. De⸗ zember 1844. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter Chriſtian Ca— ſimir Hofmann ein Sohn, Adam, geb. den 28. Dezbr. 1844. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Daniel Chri— ſtian Julius Fritz eine Tochter, Maria Margaretha Auguſte, geb. den 3. Januar. Dem hieſigen Bürger und Kammacher Philipp Karl Kiefer eine Tochter, Anna Barbara Dorothea, geb. den 29. Dezember 1844. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Chri— ſtian Karl Hedderich ein Sohn, Heinrich, geb. den 3. Januar. 1 Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Andreas Wolf eine Tochter, Anna Margaretha, geb. d. 5. Jan. Ein unehelicher Sohn, Friedrich, geb. den 12. Januar. Eine uneheliche Tochter, Suſanna Margaretha Doro⸗ thea, geb. den 24. Januar. Beerdigte: Eine uneheliche, todtgeborne Tochter, geb. den 1. Jan. Maria Katharina Winter, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Konrad Winter, eheliche le— dige Tochter, alt 57 Jahre, 6 Mon. und 17 Tage, 1 den 31. Dezember 1844. Maria Leonhard, des hieſigen Bürgers und Schuhma— chermeiſters Jacob Leonhard, eheliches Töchterchen, alt 3 Mon. und 5 Tage, f den 3. Januar. Friedrich Jacob Oberländer, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Johannes Oberländer eheliches Söhnchen, alt 8 Tage, 1 den 4. Januar. Maria Schimpff, geb. Höſtreich, des vormaligen Gr. Stabsarztes Wilhelm Schimpff dahier, Ehefrau, alt 61 Jahre, 4 Mon. und 8 Tage, 1 den 4. Jan. Georg Karl Ludwig Hamm, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Karl Wilhelm Balthaſar Hamm ehe— liches Söhnchen, alt 2 Mon. u. 17 Tage, 1 d. 4. Jan. Dorothea Eliſabetha Hedderich, des verſtorbenen Joh. Tobias Hedderich, Einwohners zu Altenſtadt, eheliche ledige Tochter, alt 82 Jahre, 4 Mon. und 13 Tage, 1 den 9. d. M. Johannes Spamer, hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, alt 41 Jahre, 9 Mon. und 18 Tage, 7 den 10. Jan. Charlotte Philippine Hecht, geb. Wörishoffer, des wei— land hieſigen Bürgers, Conditors und Gaſtwirths Chri⸗ ſtian Konrad Hecht nachgelaſſene Wittwe, alt 68 Jahre, 9 Mon. und 7 Tage, 1 den 10. Januar. Regina Balſer, des hieſigen Bürgers und Oekonomen Johannes Balſer eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr weniger 5 Tage, T den 15. Januar. hend aut 0 unter einem Ackerland, 4 Alftr. Gar! auszug del ding daphet Mon! in der N verkunde liber Verst Nieder Verſte 39) J lags um 10 Großenlind gebaͤude daf fl Maurer Zimmer wenägſtford Det Po dingungen Versteigern terzeichne le offen. Gießen 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N N Mobilien Verſteigerung. 470 Dienſtag den 11. Februar d. J., Vor- mittags 9 Ubr, und die folgenden Lage werden dabier auf Anſteben der Erben der verſtorbe— nen Andreas Haaſiſchen Cheleut, erererthei- lungsbalber, folgende Mobillargegenſtände üffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert: 6 Pferde mit vollſtändigem Wagen- und Ackergeſchirr, 10 Kühe, luzerner Rage, 1 andertbalbjabriger Bullen, 5 Rinder, 30 Schweine, 2 vollſtändige Wagen, 5 Pfluge, mebrere Eggen, Heu. Stroh, Spreu, Grum- met, Kartoffeln, circa 200 Master Waizen, 40 Oom Wrandwein, Korn, Gerſte, Hafer, Erbſen, Wicken ꝛc. Hausgeräthſchaften, meh⸗ rere Fäſſer und eine vollſtändige Brand. weinbrennerei mit 2 Keſſel,(2 und lohmig) eine Kelter, 1½ haltend, eine eiſerne Schraube ꝛc. e Gegen Burgſchaft wird Zahlungsfriſt bis Martini d. J. geſtattet. Niederwöllſtadt den 7. Januar 1845. Der Großh. Beigeordnete Ko ſt. Immobilien-Verſteigerung. 107) Die zum Nachlaſſe der Wittwe des Irßb. Steuer⸗Commiſſärs Münch in Nie- dergemünden gebörigen Immobilien, beſte— hend aus Wobnbaus, Scheuer und Stallung unter einem Dach, ſowie 10 Morg. 375 Klftr. Ackerland, 4 Morg. 53 Klftr. Wieſen und 45 Klftr. Gartenland, worüber ein Grundbuchs— auszug bei dem Großh. Bürgermeiſter Bun⸗ ding dahier zur Einſicht offen liegt, ſollen Montags den 10. Februar el. J., Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung ſelbſt, unter den alsdann zu verkündenden Bedingungen, im Wege öffent⸗ licher Verſteigerung verkauft werden. Niedergemünden den 18. Januar 1845. Der Verlaſſenſchafts-Commiſſär Reitz, Gr. Hofgerichts⸗Secretaͤr. Verſteigerung von Bauarbeiten. (159) Montag den 10. Februar, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Ratbbauſe zu Großentinden die zur Herſtellung der Kaplanei⸗ gebäude daſelbſt nothigen Arbeiten, beſtehend in g 142 Maurerarbeit, voranſchlagt zu 333 28 Zimmerarbeit 218 47 Dachdeckerarbeit 86 42 Schreinerarbeit 243 33 Schloſſerarbeit 94 36 Glaſerarbeit 42 3 Weißbinderarbeit 307 4 Spenglerarbeit 64 15 Pflaſterarbeit 227 3 wenigſtfordernd verſteigert werden. Der Voranſchlag und die Verſteigerungsbe— dingungen liegen bis zu dem Tag vor der Verſteigerung auf der Geſchäftsſtube des Un— terzeichneten zur Einſicht der Steigliebhaber offen. Gießen den 3. Januar 1845. Der Gr. Provinzialbaumeiſter Müller. Verſteigerung von Pflaſterarbeit. (1610 Mittwoch den 12. Februar d. J., Vormutags um 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rath— bauſe die Anfertigung von 534[JKlftr. ſchich⸗ lenweiſes Straßenpflaſter öffentlich wenigſtneh— mend verſteigert werden. Nidda am 28. Januar 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Riddel. * 47„* Edietalladung. (170) Wenn etwaige Leibes oder Teſta⸗ mentserben des abweſenden im Jahr 1754 gevornen Jovann Philipp Braun von Oſſen— heim Anſpruche auf deſſen fruber curatoriſch verwaltetes Vermögen geltend machen wollen, ſo ſind ſolche ſo gewiß in 3 Monaten unter gehöriger Legitimation hier anzuzeigen, als ſonſt gedachter Johann Philipp Braun für todt erachtet— und ſein Vermögen ſeinen bekannten nächſten Seitenverwaͤndten zum Cigenthum ohne Cautionsleiſtung überlaſſen werden wird. Friedberg den 28. Januar 1845. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Zum Verkauf. (1710 Freitag als den 14. Febr. d. J., des Morgens 10 Ubr, ſollen dahter von den Hr. V. Zwirleiniſche Gebäuden, ſo die Gemeinde käuflich erworben hat, auf den Abbruch ver— kauft werden: 1) eine Scheuer mit zwei Viertel und Stall, 80 Fuß lang, 41 Fuß breit, 2) ein Schweinſtall 40 Fuß lang und 19 Fuß breit, 3) das Brennbaus mit zwei Viebſtällen, zwei— ſtöckig, worauf zwei Speicher ſind, 121 Fuß lang, 38 Fuß breit, 4) ein noch neuer Holzſchoppen, 64 Fuß lang und 25 Fuß breit. Die ganze Gebäude ſind mit Ziegel behängt und von gutem Eichenbolz 5) Auch joll eine große Parthie Stroh ver— kauft werden. Langsdorf den 2. Februar 1845. Der Gr. Heſſ. Frſtl. Solms. Burgermeiſter Ko o ler. Bekanntmachung, Verſteigerung von eichen Lobrinden im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (172) Donnerſtag den 27. Februar d. J., Vormütags um 10 Ubr, wird das diesjährige Ergebniß an eichen Lobrinden in den Doma— nial- und Communal-Waldungen obigen Re— viers ungefähr 2244 Centner, auf dem Ratb— bauſe dabier, in ſieben Abtheilungen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die nä— heren Bedingungen werden vor der Verſtei— gerung eröffnet und einſtweilen bier nur be— merkt, daß Nachgebote nicht angenommen wer— den, vielmehr der definitive Zuſchlag ſogleich erfolgt, wenn das Meiſtgebot dem ubſchä— tzungspreis gleichkommt. Die Großb. Forſt— ſchützen zu Obermörten, Niedermörlen, Win— terſtein, Ockſtadt und Ob rrosbach werden den ſich bei ihnen Anmeldenden die Lobſchläge vorzeigen. Oberrosbach den 31. Januar 1845. Der Großh. Revierforſter des Reviers Oberrosbach. G. Bingmann. Güter-Verſteigerung. (173) Donnerſtag den 13. l. M., Vormit⸗ tags um 10 Ubr, werden in bieſigem Rath— hauſe nachſtehende den Fuchs'ſchen Kindern gehörende Huterſtucke öffentlich meiſtbietend verſteigert: Gemarkung Friedberg: 1) Pag. und Nr.%%, 124 Rutben oder 243,2[I] Klafter im großen Wartfeld an Heinrich Salzmann jun 2) Pag. und Nr.%, 25 Ruthen oder 49,2 II Klafter Wieſe in der Lach an Gottlieb Köttinger. Gemarkung Fauerbach II.: 3) Pag. und Nr.%%, 72 Rutben oder 141,6 II ͤKlafter Acker auf dem Ringgraben an Philipp Gerth und Hofrath Knorr. Friedberg am 5. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Frucht Verſteigerung. (170 Dienſtag den 25. Februar 1845, Morgens 10 Uhr, werden von den Herzogli— chen Domanialfruchten aus der Erndte von 1844 26 Achtel, 4 Meſten, 6% Geſcheid Walzen, „ 75 108„Korn, 77 67 7* 77. Ger ſte, 65ͤ m 17 D, Hafer, ſaͤmmtlich alten Friedberger Maaſes, in ein⸗ zelnen Abtheilungen, auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe, meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Reichelsheim den 1. Februar 1845. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Rullmann. Holz-Verſteigerung. (175) Dienſtag den 11. d. Mts., Früh 9 Ubr anfangend, werden in verſchiedenen Wald— diſtrikten 28 Stecken Buchen-, Eichen⸗ und Birken⸗ Scheidbolz, 44 Stecken dergl. Prügelbolz, 31„„ Stockholz und 8650 Stück dergl Wellen, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft findet im Wirthshauſe zum Hirſchen dabier ſtatt. Ockſtadt am 3. Februar 1845. Freihl. v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Ai bed e rden (176) Die Wittwe des Jobannes Schweitzer zu Overerlenbach, welche ibr Vermögen an ibre Kinder abgeben will, beſitzt nachbenannte Grundſtucke: Flur I. Nr.%%, Acker im Nüßgrund, an Anna Maria Schweitzer, „ I.„ 1089 Acker an der Jungfraugü⸗ terbohl, an Michael Fal— kenſtein J. » X.„% Acker im Rad, an An⸗ dreas Zimmer, 7 2 ½ Acker auf dem kleinen Feldchen, an Anna Ma⸗ ria Schweitzer, „ XVI.„%, Acker ober dem Ried, an derſelben, „ XVI.„ ½¼=o Acker am Gericht an Va⸗ lentin Jalkenſtein, über deren Eigenthum ſich dieſelbe nicht urkund— lich ausweiſen kann. Alle diejenigen, welche etwa Anſprüche an jene Grundſtüucke machen zu können glauben, werden hiermit aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen da— bier geltend zu machen, als ſonſt das Eigen— thum der Jobannes Schweitzers Wittwe an— erkannt und die Theilung fragiicher Grund— ſtücke unter ihre Kinder beſtätigt werden wird. Großkarben den 23. Januar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Mauch l. Ver'ſtei ge dung. (177) Montag den 10. d. Mts., Nachmit⸗ tags 2 Ubr, wird in bieſiger Stadtkirche das zur Baureparatur nicht brauchbare Gehölze, beſtebend in mehreren Lambrisſtücken, Poſta⸗ menten, Treppen, Thuren, in noch gutem Stande befindlich, ſodann mehreres zum Bren⸗— nen geeignetes Geboͤlze öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 5. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Ein goldner Hohlring (178) wurde auf der Ludwigsſtraße gefun⸗ den. Der rechtmäßige Eigenthumer kann ſol⸗ chen, nach Nachweis, bei Unterzeichnetem er⸗ halten. Friedberg den 5. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. 2 Privat ⸗ Bekanntmachungen. Großh. Heſſiſches Anlehen von 2 Million 375,000 fl. Ziehung am 15 Februar 1845. (182) mit 1000 Haupttreffer von fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100, 20 à 50. Bei unterzeichnetem Handlungshaus kann man ſich auf billige Art betheiligen. Es wer⸗ den nämlich Origemallooſe à 35 fl. ausgegeben, die ich nach der Ziehung à 33 fl. wieder zu rücknehme, daher zur Porto, und Mubeer⸗ ſparung die Eincichtung getroffen iſt, daß nur 3 fl. pr. Loos einzuſenden ſind. i Julius Stiebel Jun. Banquier in Frankfurt a. M. Bekanntmachung. (179) Da ich vernommen habe, daß ver⸗ läumderiſcher Weiſe behauptet wird, meine Leihbibliothek enthalte nur veraltete Werke und ſey auch außerdem defect, ſo erlaube ich mir das verebrliche publicum auf meinen neuerdings vervollſtändigten Leſecatalog auf— merkſam zu machen, welcher ergeben wird, daß meine Bibliothek nicht nur die Werke aller älteren claͤſſiſchen Schriftſteller, ſondern auch der neueren und zwar vollſtändig enthalte. Uebrigens werde ich auch fortfahren meine Bibliothek mit den neueſten Werken zu ver— vollſtändigen. Friedberg den 4. Februar 1845. C. C. Nagel J. Durch Anſchaffüng einer Liniirmaſchine bin ich im Stande, alle dahin einſchlagenden Ar⸗ beiten, namentlich das Limiren von Geſchäfts— büchern, Notenpapier, Schulpapier u. ſ. w., letzteres um den herabgeſetzten Preis von vier Gulden das Ries, und in Quantitäten noch billiger zu liefern, welches ich Denen, die ſolche Arbeiten bedürfen, hierdurch anzuzeigen nicht verfehle. Friedberg den 4. Februar 1845. C. C. Nagel J. Durch böͤchſte Bewilligung iſt mir geſtattet, eine antiquariſche Buchhandlung zu führen, welches ich mit dem Bemerken veröffentliche, daß ich hierdurch im Stande bin, Bucher aus allen Fachern um die billigſten Preiße zu lie⸗ fern, auch Subſcriptionen auf die neueſten Werke anzunehmen. Friedberg den 4. Februar 1845. C. C. Nagel 1. Ceres, Bank zur Verſicherung von Rindvieh und Pferden in Frankfurt a. M. (180) Diejenigen Dekonomen und Pferde— beſitzer, welche ihre Pferde oder ihr Rindvieh zu verſichern wunſchen, wollen es mir gefälligſt anzeigen. Ich ertheile auf frankirtes Anfragen Auskunft, ſo wie auch Statuten der Bank. Der Agent J. W. Schlenckrich wohnhaft in Traismünzenberg. Ein getiegerter junger Metzgerhund (1810 mit weißem Kringel um den Hals Und mit einem Zaum iſt Sonntag den 2. d. M. in Oſſenbeim entlaufen. Wer über denſelben genügende Auskunft ertheilen kann, erhält von dem Unterzeichneten eine ange⸗ meſſene Belohnung. Florſtadt. Wolf Stern. „ 48. 7 Anzeige. 182) Ich zeige biermit an, daß ich meine bisherige Woonung, der Poſt gegenüber, ver⸗ laſſen und eine andere bei Herrn Kaufmann Joh. Philipp Fritz bezogen habe. Marie Nagel. Vieles Stroh (188) von jeder Sorte, ſowie auch mehrere 100 Centner Heu, können auf dem Henri⸗ etten Hof bei Ruppertsburg aus freier Hand verkauft werden. Sch warzentraub. Haus ⸗ Verkauf. (180 Montag den 10. l. M., Vormittags um 10 Uhr, beabſichtigt Runtmeiſter Filius in Beyenheim, ſein Wobnhaus in Melbach auf den Abbruch, oder auch zum Stehenbleiben, in der Bebauſung des Gaſtwirths Geck in Melbach verſteigern zu laſſen. Beyenheim den 3. Februar 1845. J. Filius. 100 Gulden (185) Vormundſchaftsgeld von den Chri⸗ ſtian Eisner'ſchen Kindern liegen zu 5% zum Ausleihen bereit. Dorheim den 3. Februar 1845. Wilbelm Bingel. Conrad Reuß. Ein Paar ö5jährige Zugochſen (186) ſind erbvertheilungshalber aus der Hand zu verkaufen bei 5 M. Dönges in Ock ſtadt. Zwei Wohnungen (187) in meinem Hinterhauſe ſind zu ver⸗ miethen, wovon die eine ſogleich, die andere in einem Vierteljahre bezogen werden kann. Hartmann Hofmann. Alle Sorten Samen (188) ſind gut und billig zu baben bei Wilhelm Schmidt. 400 Gulden. (189) liegen in der Caſſe des Clauſenfonds gegen genugende Verſicherung zu 5% zum Ausleihen bereit. Butzbach den 2. Februar 1845. C. Eckhard. Beſten Braunſchweiger Flachs (190) babe ich ſo eren wieder erhalten und gebe ſolchen billigſt ab. Friedberg. M. L. Goldmann. So eben habe ich eine Sendung 7. 2 Poſtpapier erhalten welches ich zu 8 kr., 10 kr. und 12 kr. pr. Buch verkaufe. Carl Bindernagel. Frankfurter Gold-Cours vom 6. Februar. fl. kr Neue Loulsd'or 114 Friedrichsd'or 9 45 Holländiſche 10 fl. Stuͤcke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 34½ 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11 53 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Invocavit den 9. Februar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet; Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Alefeld. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, halt Herr Candidat Bingmann. Frucch tp rene 6. Feb. 3 1. Jan. 29. Jan. Gattung. Fried⸗ J Groß⸗ berg Malnz gerau fl. fr. H tr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 7 50 732 7 30 nnn 6— 5 38 5 20 Gerſte„ 7 4 301 445 4 40 Hafer,, 205 31171 31— Polizei! ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 15. Februar 1845. 2 5 Fried⸗Butz⸗ 3 Brod⸗-Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21242 2 75 4532 44„ 4 929 4 f Lth. eth. — Milchbrod 14% 1 5 — Waſſerweck 131 6 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1616 Fleiſch-Preiſe. 1 pf 1 Ochſenfleiſch 1 5 11— 111— 1 gemäſtete 9— 9— „ Kühfleiſch une es. 5 3% gemäſtetes 8— 8— „ Rindfleiſch ungemäſtetes, 7 2 7— „ Kalbfleiſch 7— 17— „ Schweinenfleiſch 11— 111— 5 Hammellleiſch 9— 9— „.Schaaffleiſch 8 „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 8— 8— „ Bratwurſt 15 25 14 „ Schwartenmagen 15— 14— „ Geräucherter Speck, 20— 20— „ Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 15— 16— 5 Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 151— 15 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Kü ch leer.„ Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gült auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ Kreisrath d. K. Hungen Follenius'. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Kreisrat gg dan De 1 voll Luzer landwirth werden Beſtellun, Fr Vor nach Bre und der E ein Zug uud jubeln Erwortun man ſich erinnert lieng, we haben. hen, wa l. Sie auh mitun unt aus en f Hein d 1