* Intelligenz Hlatt für die Provinz Oberßeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 23. (Schluß.) XIII. Promotionen auf der Gr. Landesuniverſität: Die philoſophiſche Doctorwürde haben erhalten: am 6. Febr. Ludwig Cappel aus Worms, Pfarrer der lutheriſchen Gemeinde zu St. Georg in London; am 10. März Wilhelm Hamm aus Darmſtadt, Lehrer am Fellenberg'ſchen Inſtitute zu Hofwyl bei Bern; am 13. Chriſtian Linck aus Darmſtadt und Eduard Luck aus Michelſtadt; am 16. April Carl v. Schmalkalder aus Gießen; am 7. Juni Chriſtian Koch aus Fried⸗ berg, Cand. der Theologie und Lehrer an dem Gymnaſtum zu Gießen.— XIV. Ertheilung eines Patents: Am 24. Juli dem Satt⸗ lermeiſter und Wagenmacher Georg Kraft zu Heilbronn für den ganzen Umfang des Großherzogthums und auf die Dauer der nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht, die von ihm neu erfundene Brems-Vorrichtung an der Radnabe, jedoch nur bei leichtem Fuhrwerk, allein in Anwendung bringen zu dürfen.— XV. Dienſtnachrichten: Am 18. Juli wurde der Rechnungs- kammer⸗Aſſeſſor Fuhr dahier zum Mitglied der Collegial⸗Prüfungscom⸗ miſſion für das Finanz- und techniſche Fach ernannt; der von dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg⸗Büdingen auf die evang. Pfarrſtelle zu Haingründ präſentirte Candidat der Theologie Thylmann zu Florſtadt für dieſe Stelle beſtätigt; am 21. dem Schullehrer Hechler zu Neuiſenburg die 1. evang. Knabenſchullehrerſtelle zu Großzimmern übertragen; am 22. der Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte des 1. Bezirks Mainz, Frhr. v. Jungenfeld, zum Friedensrichter des Bezirks Wörrſtadt ernannt; dem Schulvicar Bauer aus Langenthal die von ihm ſeither proviſoriſch verſehene evang. Schullehrerſtelle daſelbſt; am 25. dem Pfarrverwalter Widerſtein zu Budenheim die kath. Pfarrſtelle daſ. übertragen, ſodann der von dem Hrn. Fürſten zu Löwenſtein⸗-Wertheim und dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗Schönberg auf die evang. Pfarrſtelle zu Höchſt präſentirte Hof⸗ caplan Kornmeſſer zu Schönberg für dieſe, und der von dem Hrn. Fürſten zu Solms⸗Braunfels auf die evang. Pfarrſtelle zu Bellersheim präſentirte ſeitherige 2. Pfarrer Hensler zu Hungen für letztere Stelle beſtätigt; am 29. der Calculator bei der Hauptſtaatskaſſe Hanſe zum Buchhalter und der Acceſſiſt bei der Hauptſtaatscaſſe Feidel zum Caleu⸗ lator bei dieſer Kaſſe ernannt.— XVI. Charakterverleihung: Am 18. Juli dem Stadtrichter Müller zu Gießen als„Hofgerichtsrath“— XVII. Dienſtentbindung: Am 18. Juli der Rechnungskammerrath Maurer dahier auf ſein Nachſuchen von der Stelle eines Mitglieds der Collegial⸗Prüfungs⸗Commiſſion für das Finanz⸗ und techniſche Fach.— d, den 6. Sep . XVIII. In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 18. Juli der Stadtrichter Müller zu Gießen, auf ſein Nachſuchen; am 11. Juli der Fruchtmeſſer Blum zu Eichelſachſen.— XIX. Concurrenz für: eine Acceſſiſtenſtelle bei der Hauptſtaats⸗ caſſe mit 500 fl.(binnen 4 Wochen bei dem Miniſterium der Finanzen); die evang. Pfarrſtelle zu Oberſaulheim, Kr. Alzey, mit 675 fl.; die Domänenbotenſtelle bei dem Rentamte zu Gladenbach mit 200 fl. fix (binnen 4 Wochen bei der Oberfinanzkammer II. Sect.); die kath. Schul⸗ lehrerſtelle zu Radheim, Kr. Dieburg, mit 259 fl. und 3½ Stecken Holz zur Heizung des Schullocals.— XX. Geſtorben ſind: Am 23. Mai der penſ. Schullehrer Rein⸗ hard zu Trais-Münzenberg; am 21. Juli der penſ. Hafencommiſſär, Commerzienrath Krämer zu Mainz; am 29. der Territorialcommiſſär, wie auch Provinzialcommiſſär und Kreisrath, Generalcommiſſär Frhr. v. Lichtenberg zu Mainz.— Darmſtadt, 21. Auguſt. Der ſoeben erſchienene erſte Rechenſchaftsbericht der hieſigen Allgemeinen Rentenanſtalt für das Jahr 1844*) gibt über den Stand dieſes vaterländiſchen Inſtituts die befriedigendſten Aufſchlüſſe.„Die Darlegung der Ergeb— niſſe des 1. Verwaltungsjahres, ſagt die Direction der An— ſtalt in dem Berichte, können wir nicht beginnen, ohne des erfreulichen Ereigniſſes zu erwähnen, daß des Erbgroßherzogs Königl. Hoheit ſeit dem 5. Januar d. J. das Protectorat über unſere Anſtalt gnädigſt übernommen haben und derſel— ben Höchſtihren Schutz huldreichſt angedeihen laſſen.— Die erſte Jahresgeſellſchaft beſteht aus 2521 verſchiedenen Theil— nehmern, welche uberhaupt 4269 Einlagen mit einem effee— tiven Einlagecapital von 163,925 fl. in dem kurzen Zeit— raume von nur 6 Monaten(vom 1. Juli bis 31. Decbr. v. J.) einzahlten. Im Hinblicke auf dieſen glänzenden Er— folg konnte die Direction mit Recht bemerken, daß dieſe Theilnahme des Publikums in ſo kurzer Zeit ſelbſt die höch— ſten Erwartungen übertroffen habe, zumal wenn man dabei die Concurrenz mehrerer gleichartigen deutſchen Inſtitute in *) Derſelbe iſt durch die Agenteu unentgeltlich zu beziehen Betracht ziehe.— Bezüglich der Capitalanlagen gegen Tilgungsrenten(Darlehn auf Amortiſation) heißt es in dem Rechenſchaftsberichte:„Dieſe Einrichtung hat ſich jetzt ſchon auf ſehr erfreuliche Art bewährt, und die Zahl derjenigen, welche die dargebotene Gelegenheit benutzen, um ſich durch einen regelmäßigen kleinen Zuſchuß zu den gewöhnlichen Zinſen ſchuldenfrei zu machen, oder aber ſich innerhalb einer beſtimmten Reihe von Jahren ein Capital zu erwerben, vermehrt ſich mit jedem Tage, ſo daß die An⸗ ſtalt auch in dieſer Beziehung in immer größeren Kreiſen einen unverkennbar ſehr wohlthätigen Einfluß ausüben wird.“ — Sodann erſieht man aus dem Berichte, wie die mit der Nentenanſtalt verbundene Depoſitenkaſſe ſich ebenfalls mehr und mehr in der Gunſt des Publikums befeſtigt. „Darin, daß dieſelbe tägliche Gelegenheit zur zinstragen— den Niederlegung von Geldern, welche auf anderweitige Verwendung harren, darbietet, ſowie daß das hinterlegte Geld jederzeit ganz oder getrennt zurückgefordert werden kann, die Verzinſung(zu 3 pCt.) binnen 20, längſtens 50 Tagen nach der Hinterlegung beginnt, und die fälligen Zin— ſen unverlangt dem Capital zinstragend beigeſchrieben wer— den: darin liegen offenbar die Vorbedingungen jener Gunſt.“ — Schließlich entnimmt man aus dem Berichte, daß ſich die Theilnahme des Publicums für die gemeinnützige Anſtalt auch im laufenden Jahre auf ſehr erfreuliche Weiſe bereits bewährt hat, indem ſich das active Vermögen des Inſtituts ſeit Anfang dieſes Jahres um ungefahr 60,000 fl. erhöhte und die bis jetzt verzinslich angelegten Gelder an 220,000 fl. betragen.— Möge die Anſtalt auch fernerhin gedeihen und ſich immer kräftiger entwickeln.— (Gr. Heſſ. Ztg.) Drehorgeln und Mordgeſchichten. Der beſſere Theil des deutſchen Volkes— und dieſer iſt ſo gering nicht, als Manche glauben— iſt der Dreh⸗ orgeln und Mordgeſchichten überdrüſſig. Der ruhige deutſche Mann fügt ſich gerne in die polizeilichen Anordnungen; aber er wünſcht auch, daß auf Jahrmärkten nicht mehr die Verworfenheit der menſchlichen Natur beorgelt, erklärt, be— ſungen und dann in Beſchreibung nebſt Lied für einen Gro— ſchen verkauft wird, da es offenbar iſt, daß für öffentliche Sittlichkeit Nichts gewonnen werden kann, wenn Laſter und ſtrafende Gerechtigkeit durch die abgeſchmackte Erzählung gräuelhafter Mordgeſchichten, ſowie durch die noch gräuel— hafteren Melodieen lächerlich gemacht werden, und daß die ſ. g. Sittenpolizei allzu nachſichtig iſt, wenn die Gewinn⸗ ſucht mit Verbrechen hauſiren gehen darf. In der Verbannung dieſer Mordgeſchichtler wuͤrde man zugleich eine Anerkennung des geſunden Sinnes des Publi— kums von Seiten der Polizei finden; die Jahrmarktinduſtrie wurde auch bedacht ſein, nicht mehr aus den Schlechtig— keiten einzelner Taugenichtſe, ſendern aus den Großthaten der Weltgeſchichte einen Nutzen zu ziehen, wie man denn auch ſchon in Wachsfigurenkabinetten Huß, Guſtav Adolf und den Reichstag zu Worms erblickte und mit „ 280. Wohlgefallen bei den Geſtalten Luthers und Philipps des Großmüͤthigen verweilte. Durch Einführen der bibliſchen Perſonen in die Wachsfigurenkabinette wurde ſchon oft dem beſuchenden Publikum ein gemuͤthlicher Genuß dar— geboten. Die Geſchichte des deutſchen Volkes iſt nicht arm an Zuͤgen von Edelmuth, Menſchenliebe und Heldenſinn; welch ein Hebel für ächte Bildung wäre es, wenn im An— ſchauen der Figuren von Männern, die der Deutſche mit Stolz ſeine Landsleute nennt, im Anhören einer populären, aber edel gehaltenen Erklärung der Beſucher eine geiſtige Erhebung fände! Vereine können viel Gutes wirken, aber die Sitten— polizei kann auch viel Böſes abwehren!— b— Kirchenbuchs-Auszug vom Juli 1845. Lich. Getraute: 24. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Dautphe, im Kreiſe Biedenkopf, Friedrich Ludwig Karl Chriſtian Cellarius, des Großh. Decans für das Decanat Lau— bach und hieſigen erſten Stiftspfarrers Georg Carl Cellarius ehelich lediger Sohn und Eliſa Johannette Wilhelmine Luiſe Braun dahier, des Gr. Heſſ. Fürſtl. Solms⸗Lichiſchen Forſt- und Kammerraths eheliche ledige Tochter. Getaufte: 8. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Adam 10. Dem hieſigen Ortsbürger und Schuhmachermeiſter Joh. Heller III. ein Sohn, Johann Heinrich, geb. d. 15. Juni. Heinrich Ferſter eine Tochter, Katharina, geb. den 27. Juni. 11. Dem fürſtlichen Regiſtrator Otto Heinrich Emil Fried⸗ rich Drechsler eine Tochter, Marie Hermine Eugenie Ottilie, geb. den 24. Juni. 13. Dem hieſigen Ortsbürger und Großh. Bauaufſeher Friedrich Leonhard Förſter eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 23. Juni. b 13. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Metzgermeiſter Jacob Walz ein Sohn, Georg Criſtian, geb. im Juni. 24. Dem hieſigen Ortsbürger und Knopfmachermeiſter Joh. Jakob Schmiedt eine Tochter, Anna Eliſe, geb. den 10. Juli. 27. Eine uneheliche Tochter, Eliſabethe, geb. den 9. Juli. 29. Dem hieſigen Ortsbürger und Schneidermeiſter Karl Joſeph Glöckner eine Tochter, Wilhelmine Helene Sophie, geb. den 16. Juli. 29. Dem hieſigen Ortsbürger und Kutſcher bei Sr. Durch⸗ laucht dem Prinzen Ferdinand von Solms-Lich Mat⸗ thäus Schützner eine Tochter, Marie Louiſe, geb. den 9. Juli. 30. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und fuͤrſtl. Koch Chriſtian Gottlob Graul ein Sohn, Carl Heinrich Leopold, geb. den 13. Juli. 30. Ein unehelicher Sohn, Ludwig, geb. den 20. Juli. Beerdigte: 2. Ernſt Wolfgang Oßwald, des hieſigen Ortsbürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Oßwald eheliches Söhnchen, alt 4 Jahre, 4 Monate und 10 Tage, 1 den 29. Juni. 9. Karl Ludwig Wagner, des hieſigen Ortsbuͤrgers und Metzgermeiſters Johann Heinrich Wagner eheliches Söhnchen, alt 11 Monate u. 27 Tage, f d. 7. Juli. 2. 82— 7 6 1 Bekanntmachungen von Be- hoͤrden. I Verſteigerung. 4 Eingetretener Hinderniſſe wegen 1 l Hofraltde der dahier verſtorbenen Faktor Hepp'ſchen Cheleute, Dienſtag den 9. Sept., Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe öffentlich freiwillig verſteigert, welches biermit zur allgemeinen Kenntniß bringt. Friedberg am 28. Aug. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalladung. Betr. das Schuldenweſen des Johannes Erb zu Echzell. (1198) Nachdem Gr. Hofgericht zu Gießen uͤber das bedeutend uͤberſchuldete Vermögen des Rubricaten den Concursproceß erkannt hat, ſo werden alle ſowohl bekannte als un⸗ bekannte Gläubiger des Johannes Erb hier— mit aufgefordert, ihre Forderungen und Rechtsanſprüche jeglicher Art, ſogewiß in dem auf Mittwoch den 8. October l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin dabier gel⸗ tend zu machen, widrigenfalls ſie damit ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Nidda den 14. Auguſt 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Katterein. Aepfel-Verſteigerung. (1279) Freitag den 12. Sept. l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden die diesjährigen Aepfel der Gemeinde Wohnbach, circa 40 Malter, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert, wozu Kaufluſtige einladet Wohnbach den 3. September 1845. Der Grßh. Heſſ. Büurgermeiſter Herget, Verſteigerung von Arbeiten zur Er⸗ bauung eines Schulhauſes benebſt Oeconomiegebäuden zu Frankenbach, Kreiſes Gießen. (1280) Montags den 15. September d. J., Vormittags um 10 Ubr, ſollen die zur Erbauung der obigen Gebäude nöthigen Ar— beiten veranſchlagt: 119 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, 2517 03 2) Zimmerarbeit, 1415 28 3) Dachdeckerarbeit, 324— 4) Schreinerarbeit, 966 08 5) Schloſſerarbeit, 496 28 6) Glaſerarbeit, 180 30 7) Weißbinderarbeit, 509 32 8) Spenglerarbeit, 45 03 9) die Lieferung von circa 74 Büt⸗ ten Kalk und 3 Cbklftr. Sand zu Frankenbach in dem Bureau des Großh. Bürgermeiſters, woſelbſt auch bis zum Tage der Verſteigerung die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen zur Einſicht offen liegen, öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Gießen den 3. September 1845. Der Großh. Provinzialbaumeiſter Mü ber. Gras-Verſteigerung. (12810 Montag den 8. September l. F., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Gras zu Grum⸗ met von circa 200 Morgen Gemeindewieſen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert „* 281* Das Gras iſt von vorzüglicher Güte und erſuche ich die Gr. Bürgermeiſter, dies im Intereſſe ihrer Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. Utphe am 30. Auguſt 1845. Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter Böſch er. Backholz-Verſteigerung. (1282) Montag den 8. d. M., Vormittags N liör,ſollen in dem Gemeindewald zu Nie— dermörlen im Schlag XIV u. XV 1500 Ge⸗ bund Haiden und Ginſtern, zu Backholz geeig— net, ſodann im Schlag XII 125 Aspen: und Weidewellen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. i Die Herrn Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Niedermörlen den 2. September 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. Aepfel-Verſteigerung. (1283) Donnerſtag den 11. d. M., Vor⸗ mitfags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Ren⸗ del zuſtehenden Aepfel an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Rendel den 2. September 1845. g Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Beeck. Aepfel-Verſteigerung. (1280 Montag den 8. September l. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen die der Gemeinde Bruchenbrücken gehörigen Aepfel an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 2. Septbr. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Byeſt. Verkauf von Gebäuden auf den Ab bruch. (1285) Donnerſtag den 18. d. M., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen drei hölzerne Gebäude auf hieſigem Schloßhofe, als: Remiſe mit Wohnlocalitäten, 83 Fuß lang, 25 Fuß tief, N Stall 18 Fuß lang, 16 Fuß tief, Stall 21 8 17 3 oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Hungen den 1. September 1845. Der Rentamtmann Kießling. Verkauf von Brandweinbrennerei— Geräthſchaften. (1286) Freitag den 19. September, Mor⸗ gens 11 uhr, ſollen in dem herrſchaftlichen Hauſe zu Wölfersheim folgende Brennerei— Geräthſchaften, als: 1) ein kupferner Keſſel von 218 Maas, 2) hierzu ein Hut von 29* 3) drei Bütten, jede zu 400 4) Kartoffelfaß, Kartoffelmühle, Waſchbütte, Läuterſtütze, Trübfaß nebſt Pumpe, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Hungen am 31. Auguſt 1845. Der Rentamtmann Kießling. Verſteigerung. (1287) Auf Antrag der Erben des verleb— ten Bürgermeiſters Junghenn dahier ſoll das aus der Verlaſſenſchaft deſſelben noch vorhan⸗ dene Rindvieh, beſtehend aus 8 Kühen, 11 Stück Faſelochſen, ſowie 4 trächtigen Kalbin— nen und 7 Rindern, ferner 4 Mutterſchwei— nen und 2 Springern, ein vollſtändiges Brand— weinbrennerei-Geſchirr, ſowie endlich etwa 50 Obmfaß verſchiedener Größe und Gattung Mittwoch den 10. Sept. 1845, Mor⸗ b 5 gens um 8 Uhr, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. werden. Beſonders wird bemerkt, daß auch von dem Vieh jeden Tag ſchon von heute an verkauft werden kann, daß dem freien Verkehr und Transport polizeiliche Hinderniſſe nicht mehr im Wege ſtehen, vielmehr Geſundheitsſcheine über das Rindvieh ausgeſtellt werden und daß das Vieh ſämmtlich ſchlachtbar iſt. Staden den 2. September 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Opper. ANN Privat- Bekanntmachungen. Aufforderung an die Schuldner der pfand- und Leihanſtalt zu Friedberg. (123 Die Schuldner der Friedberger Pfandanſtalt, deren Pfänder bis jetzt verfallen ſind, werden aufgefordert, dieſelben bis zum 10. Sept. l. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als fonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Aus— löſung, ſowie die Renovation nur an den da⸗ zu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 23. Auguſt 1845. Für die Pfandhaus Verwaltung Faatz. Carl Klein. Mobilien-Verſteigerung. (12610 Montag den 8. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeinem Hofraum in der Burg-Vorſtadt zur öffentlichen Verſteigerung bringen: 1 halbe⸗ deckten Korbwagen, 1 Vogelhaus, 2 Fegemüh— len, mebrere Bienenkörbe und Käſtchen, Miſt⸗ beetfenſter, Sattlerzeug, lederne Mantelſäcke, Blei, Eiſenwerk, eine Bankbettlade, Bettladen und Stühle, 4 ſteinerne und hölzerne Walzen, zinnerne Deſtillirblaſen, Wand⸗Uhr, 1 Kegel⸗ ſpiel, Arbeitsholz, Zwetſchenſtämme und andere Geräthſchaften. Friedberg am 28. Auguſt 1845. G. C. Morell. A n; e i igen (1276) Aepfelwein verkauft in der Ohm Ph. Philiopi. Pier age (1288) aller Arten feiner Kochoͤfen, Herde und ſonſtiger Gußwaaren ſowie aͤcht Naſſauer Eiſen mit Stem— pel pr. Pfund zu 5 kr. 2½ Heller bringen wir in geneigte Erinnerung. Gebrüder Grödel. Sind (1289) Nachſten Sonntag den 7. d. M., Nachmittags von 4 bis 6 Uhr, iſt in meinem Saale Harmonie-Muſik anzutreffen und be— ginnt Abends 8 Uhr ein Ball, wozu ich bier⸗ mit alle Freunde des geſelligen Vergnügens, unter Zuſicherung reeller und billiger Bedie— nung, hoöͤflichſt einlade. Niederwöllſtadt den 3. Septbr. 1845. Philipp Speck, Gaſtwirth. Verlorner Hund. (1290) um 25. Auguſt iſt auf der Straße von Niederwöͤllſtadt nach Friedberg ein klei— ner ſchwarzer Hund mit drauner Bruſt und braunen Beinen entlaufen, wecher auf den Namen Tälpin bört. Wer denſelben im Ppfarrhauſe zu Großkarben abgibt, erhält eine Belohnung. Ein rothes wollenes Halstuch (1291) mit ſchwarzen Punkten wurde ver⸗ loren und wird um deſſen Rückgabe bei der Exped. d. Bl. gebeten. * 282. Uachrieht kür Auswanderer. (1140 Spfeigl⸗Agenkur der Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New ⸗ Vork. rzeichniß der regelmäßigen Havrer New⸗Norker Poſtſchiffe, welche fuͤr die Monate Auguſt und September l. J. abfahren. „Abfahrts- in Verbindung mit den rheiniſchen und Namen 8 N 8e holländiſchen Dampfſchiffen 5 fle 0 Capitaine. 75 5 95 30 dn 1 Bon oſtſchiffe. gehalt. avre. ainz, annheim 9 Rotterdam. Singen. Worms. Burgund. Wotton.. 763[ 1. Auguſt 27. Juli 23. Juli 22. Juli owe Lines 87 8. 4. Auguſt 1. Auguſt 31. Oneida Funck 791 16.„ 12. 57 9. 7 9. Auguſt Emerald. Howbes 518 24.„ 20.. 1 16. Zürich. Johnſton.. 875 S 24.„ 23. Havre. Ainsworth. 801 8. 4. Septb. 31.„ 30. Baltimore E. Funck 65816.„ 12. 7 9. Septb. 9. Septb. Argo Anthon... 966 24.„ 99„ 1 Obige, für die Monate Auguſt und September bezeichneten Poſt- oder Packetſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Herr J. G. Appel, Kaufmann in Gießen, ertheilt auf gefällige Anfrage nähere Auskunft und iſt bevollmächtigt, Schiffsgccorde abzuſchließen. Mainz, den 20. Juli 1845. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special-Agent der Eigenthümer der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗Verbindung zwiſchen Havre und New⸗Nork. Mich auf obige Anzeige beziehend, unterlaſſe ich nicht, zugleich darauf aufmerkſam zu machen, daß nur mit obigen Poſtſchiffen eine regelmäßige Beförderung zu erwarten iſt, und daß daher diejenigen, welche aus hieſiger Gegend nach Nordamerika auszuwandern beabſichtigen, in ihrem wohlverſtandenen Intereſſe handeln, wenn ſie ſich der gedachten Poſtſchiffe bedienen und wozu ich meine Vermittlung mit Vergnügen offerire. Gießen im Juli 1845. J. G. Appel, Agent. Ein goldener Ring, (1292) mit rothen und weißen Steinchen beſetzt, iſt am vorigen Sonntag den 31. Auguſt in Ockſtadt verloren worden. Der ehrliche Finder wird erſucht, denſelben gegen eine angemeſſene Belohnung an die Redaction d. Bl. gefälligſt abzugeben. Nauheimer Teichhaus. (1293) Sonntag den 7. Sept. iſt auf dem Nauheimer Teichbauſe Harmonie- und Tanz— muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet el. Selſerbrunnen bei Okarben. (129) Sonntag den 7. Sept. iſt am hieſi⸗ gen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Ver— ſicherung billigſter und prompter Bedienung höflichſt einladet Havenecker. Luftballon! (42950 Sonntag den 7. September wird zur Nachfeier des Ludwigstags der Unter— zeichnete einen äußerſt ſchönen Luftballon in die hohe Atmoſphäre ſteigen laſſen. Der Schauplatz iſt am Ludwigsbrunnen bei Okar⸗ ben, der Anfang Nachmittags präcis 5 Uhr, die Zahlung nach Belieben. J. Bräuer aus Groß-Glogau. Schwalheimer Mineralbrunnen. (1296) Sonntag den 7. Sept. l. J. Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet 0 e Sin sd (1297) beſtehend aus Stube, Kammer, Küche und Kellerraum ꝛc. ſteht zu vermiethen bei Wttw. Dienſtbach an der Kloſterkaſerne. SM(( (1298) um 27. v. M. iſt ein Taſchenbuch auf dem Wege von Friedberg nach Oſſenheim verloren worden. Der redliche Finder wird erſucht, daſſelbe gegen eine Belohnung an die Expedition d. Bl. abzugeben. Frankfurter Gold-Cours vom 28. Auguſt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 5 Neu Louisd'or 11 3 Friedrichsd'or 9 48 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 60 20 Frankſtücke 9 32 Engliſche Souverains 11 56 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 16. Sonntag n. Trinitatis d. 7. Sept. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Diefenbach J. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Chriſt. Frucht y rei e 4. Sept. 29. Aug. 26. Aug. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau l fl. kr, ff. Fr. Waizen pr. Malter] 10— 1041 10 40 Kinn 8 41720 2 Gerſte„ 5 5 10 541] 520 Hafer„ 5 44— 4131 3 50 Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. bis 13. Septbr. 1845. 8 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg.] bach. — kr. pf. kr. pf 1; Leib⸗Roggenbrod 2433124 3 8 17 5 2 2 4„, 3 11— 11— Lth. Lth. — Milchbrod 13/14 — Waſſerweck 14% f—— — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14% 15 Fleiſch-Preiſe. pf pf. 1 Ochſenfleiſch 12 5 55— 25— 11 0 gemäſtete—— „Kühfleiſch ungemäſtetes 8——— 3060 gemäſtetes 8— 8— 1 Rindſſeiſch ungemäſtetes 5 „Kalbfleiſch 71 2 „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 9— 9— 7 Schaaflfleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 15— 15— „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „ Doörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 22— unausgelaſſen 18— 16— „ Nierenfett r „ Hammelsfett 25 0 Der Gr. Heſſ.. d. K. Friedberg A.: Krach, Kr.⸗Sctr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt aue den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. „ Hi lichen hakte Schl liegt liche ihre Ulr (vie ſche die Zef Ieh noch tert Geg berg Ber von ſcho 831 deu unt gel Ef in Ver. Full der bis Sei Ju Neis me ge!