Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Erbauung der Eiſenbahn von Frankfurt nach Caſſel. Die geometriſchen Arbeiten zur Erbauung der rubri⸗ zirten Eiſenbahn ſollen im Kreiſe Friedberg beginnen. Ich weiſe Sie an, dieſe Arbeiten auf jede moͤgliche Weiſe zu fördern, und namentlich darauf zu ſehen, daß keine der er— richtet werdenden Signale veräußert werden. Etwaige Con— traventionen in dieſer Beziehung ſind zur Anzeige zu bringen. Friedberg den 4. Auguſt 1845. 8 e Krach, Grßh. Kr.-Sect. — Orthographie wetterauiſcher Woͤrter. (Fortſetzung von Nr. 52 d. Bl.) 40) Der Pfärrner, d. i. der Pfarrer. So ſchreibt man das wetterauiſche: der Pärrner, welches rechts der obern Nidda bis über Bärſtadt, Melbach nach Gießen zu üblich iſt; bei Friedberg und links der Nidda iſt der Parre d. i. Pfarrer anſtatt des früher üblichen Pärrner herrſchend geworden. Alberus, Pfarrer zu Staden, hat noch in ſeinem Wörterbuch von 1540: pfarner und parner. Vor ihm hat das(Ex quo genannte) mittelrheiniſche Wörterbuch von 1469 für Pfarrei(Plebania)„ein phernerij“ und das Kölner von 1475 parner für Pfarrer(Plebanus). Das Wort iſt mit der männlichen Endung-er eben nicht ſonder— lich gut von dem vor 500 Jahren gebrauchten Worte pfer— ren, welches„zum Pfarrer beſtellen bedeutet, gebildet und drückt aus:„der zum Inhaber der Pfarrei Eingeſetzte.“ Das Stammwort Pfarrei(oder vielmehr, wie man altdeutſch ſagte, die Pfarre) kommt, beiläufig geſagt, von lateiniſch paro— chia d. h. Kirchſprengel. 41) peiſchen oder beſſer(da ſch aus ſ verdorben iſt) peiſen, d. i. etwas auf's Ungefähre prüfen, wie ſchwer es ſei, dadurch daß man es hebt oder mit der Hand wiegt. So ſchreibt man das wetterauiſche Zeitwort: pahſche nach der Ausſprache zu Staden, Florſtadt ꝛc.“), pähſche(nach der Ausſprache zu Großkarben ꝛc.), päſe(nach der Aus— ſprache zu Nidda ꝛc.). Wenn man z. B. einen ſchweren Sack tragen will, ſo hebt man ihn erſt einmal mit den Händen und peiſt(peiſcht) ihn ſo, ob er einem nicht zu ſchwer ſei. Alberus ſchreibt in ſeinem Wörterbuch:„ich peyß“ und erklärt das Wort durch lateiniſch penso, tento mani- bus(ich verſuche mit den Händen, verſtehe die Schwere, das Gewicht von etwas). Das Wort iſt ein Fremdwort, entlehnt aus dem Romaniſchen, nämlich aus italieniſch pe- sàre, ſpaniſch pesär, franzöſiſch péser ꝛc., welche bedeuten: das Gewicht einer Sache unterſuchen, wägen, alle mit der öfter vorkommenden Ausſtoßung des n vor s aus dem gleich— bedeutenden lateiniſchen pensare. (Fortſetzung folgt.) ) Zu Gießen ſagt man paſe. Das iſt regelrecht hochdeutſch peiſen, und ſtimmt mit Alberus Schreibung der Wortform. f Verſchiedene Wünſche. Alexander der Große, König von Mazedonien, geb. 356 v. Ch. G., gewaltiger Kriegesfürſt und Eroberer eines großen Theiles von Aſien, wünſchte einſt: ges möchte von der Erde eine Brücke in den Mond führen, damit er auf dieſem Himmelskörper ſeine Eroberungen fortſetzen könne, wenn der ganze Kreis des Erd— bodens zu ſeinen Füßen liege.“ Kühner Gedanke!— der Mann, der ihn hatte, ſtarb in ſeinem 33. Lebensjahre, wahrſcheinlich in Folge der Ausſchweifungen, denen er ſich hingegeben hatte. * 5* Nero, römiſcher Kaiſer ſeit 54. nach Chr. G., der— ſelbe, der im Jahre 64. die Stadt Rom an allen Enden anſtecken ließ, um ſich das Schauſpiel eines großen Bran— — 2 —— „ 244. des zu verſchaffen, eine That, die man dann den Chriſten Schuld gab und die ſie in blutigen Verfolgungen buͤßen mußten, Nero zußerte einſt den Wunſch:„es möchten alle Meyſchen zuſammen nur einen Hals haben, damit er ſich das Vergnügen machen könne, dieſen einen Hals abſchlagen zu ſehen.,— Der milde Herr⸗ ſcher wußte ſich im Jahre 68 nicht anders vor ſeinem un⸗ dankbaren Volke zu keiten, als daß er ſeine Bruſt dem Dolchſtoße eines Sklaven öffnete. * **. In Waldeskühte liegt der Schäfer, ſein treuer Hund hütet die Heerde, er aber ſtarrt gedankenlos gen Himmel, gähnt, reckt und ſtreckt die Glieder.„Ach“— ſagt er ende lich—„wenn du immer ſo ruhen könnteſt und di— gebratenen Tauben flögen dir ins Maul— ach!—“ Soll ſeines Gleichen haben der Schäfer. ** ** „No, was ſimelirſt de, Nante?“ fragte ein Eckenſteher in Berlin ſeinen Collegen, der mit ſchmunzelnder Miene vor einem Röhrbrunnen ſtand und mit wonnetrunkenen Blicken das perlende Waſſer betrachtete.„Was ik ſimelir?— ent- gegnete Nante— hör' man Freundchen, ik wollte, dat Waſſerchen da wär' Bittrer!/„Nu aberſcht— fragte der andere wieder— wenn de denn ſatt Bitktern hätteſt, was wollt'ſt de denn, Nante?“„Immer noch e bisken Bittern“ erwiederte der Gefragte.— Die Ge— ſchichte ſoll nicht wahr ſein, gewiß aber gibt es Manchen, deſſen höchſter Troſt im Leben und Sterben der— Schnaps iſt. * 1* War da heute ein Taglöhner bei mir und holte ſich Lohn, denn er hatte mir Holz gehauen, getragen und auf— geſetzt. S mag in der harten langen Winterzeit dem Manne oft recht übel gehen und auch die Arbeit im Freien kann jetzt ſo ſehr ſüß nicht ſchmecken. Ich ſagte ihm das, als ich ihm ſein Geld gab und der Mann entgegnete mir: „o wenn ich nur immer Holz zu machen hätte, ich wollte dem lieben Gott dafür danken.“ Zu den angegebenen fünf könnte ich noch mehrere eigenthümliche Wünſche hinzufügen, aber es genüge an den bereits bemerkten. Nur eine Frage noch will ich mir er— lauben: welcher von den Menſchen, die ich dir ſo eben vor— geführet habe, ſcheint dir, mein lieber Leſer, der glücklichſte geweſen zu ſein?— Kirchenbuchs-Auszug vom Juli 1845. I. Hungen. Getraute: 31: Der hieſige Burger und Schreinermeiſter Johann Hein⸗ rich Kohlheyer, ehelicher lediger Sohn des verſt. hieſ. Bürgers und Schreinermeiſters Friedrich Kohlheyer und Anna Juliane, eheliche ledige Tochter des Ortsbürgers und Bäckermeiſters Johann Wilhelm Roos zu Echzell, Kr. Nidda. Getaufte: 13. Dem hieſigen Bürger und Obermüller Heinrich Steller ein Sohn, Louis, geb. den 18. Juni. 20. Dem hieſigen Bürger und Buchbinder Konrad Seibert eine Tochter, Getraude Suſanna Katharine Emilie, geb. den 5. Juli. 27. Dem hieſigen Bürger und Gehülfen auf dem Bureau des Gr. Steuercommiſſärs dahier Johann Georg Lang ein Sohn, Ludwig Konrad Philipp Heinrich Wilhelm, geb. den 7. Juli. 28. Dem hieſigen Bürger und Bezirksboten Ludwig Marx ein Sohn, Wilhelm, geb. den 30. Juni. Beerdigte: 8. Maria, eheliche Tochter des hieſ. Bürgers und Lein— 1 Kempf, alt 5 Jahre, 8 Monate, 5 den 6. d. M. 19. Sibylle, Wittwe des verſt. hieſ. Bürgers und Schnei— ders Philipp Spengel, geb. Freimann, alt 64 Jahre, 5 Monate und 10 Tage, 1 den 17. d. M. 20. Konradine Henriette Karoline, eheliche ledige Tochter des weiland fürſtl. Solms-Braunfelſ. Pfarrers Johan⸗ nes Knoth zu Leun im Königreich Preußen, alt 68 Jahre, 10 Monat, 7 Tage, 7 den 17. d. M. Programm des landwirthſchaftlichen Feſtes zu Grünberg am 7. Auguſt 1845. Das unterzeichnete Feſt-Comité beehrt ſich hierdurch zur Theilnahme an den Feierlichkeiten dieſes Tages unter Mittheilung der nachfolgenden Feſtordnung ergebenſt einzu— laden. §. 1. Das Feſt wird Abends vorher um 9 Uhr durch Böllerſalven angekuͤndigt, worauf auf dem Marktplatze von dem hieſigen Muſikvereine Inſtrumentalmuſik erfolgt. §. 2. Am ßeſttage wird in der Frühe daſſelbe wie⸗ derholt. §. 3. Um 7 Uhr verſammeln ſich die Theilnehmer im Rathhauſe und um 8 Uhr begeben ſich dieſelben in einem Feſtzuge durch die Stadt auf den nach Gießen hin gelege⸗ nen Schießplatz in folgender Ordnung: Voran Jungfrauen und Junglinge, hierauf die Stadtfahne mit nachfolgender Muſik, hiernächſt die Preisvertheilungs-Commiſſion in Begleitung der Beamten des landwirthſchaftlichen Vereins und des Stadtvorſtandes. §. 4. Der hieſige Muſikverein, welchem ſich der Ge— ſangverein mit der Fahne und alle diejenigen anreihen, welche Intereſſe für Förderung und Hebung der Landwirth— ſchaft haben. §. 5. Mit Früchten geſchmückte Wagen. §. 6. Sobald der Zug auf dem Feſtplatz ankommt, begrüßt der Singverein den feſtlichen Tag mit einem Feſt— eſang. g§. 7. Die Preisvertheilungs-Commiſſion wird hierauf nach deren Bekanntmachung die Beſichtigung des zur Preis⸗ bewerbung aufgeſtellten Viehs und hernach die Vertheilung der Preiſe vornehmen. §. 8. Hiernächſt vereinigt man ſich in der Feſthalle zu einem Feſtmahle, während welchem die in§. 3. genannte Muſik aufſpielt. §. 9. Beginnen nunmehr die Beluſtigungen der Jugend, und endlich erfolgt die Verlooſung von Vieh ꝛc. §. 10. Abends 8 Uhr Ball im Flick'ſchen Saale. Grünberg den 29. Juli 1845. Das Feſt-Comité: Flick. Henricy. Kißner. Sudheimer. Beka (106 Mach 0 65 7 Sal 1 dorf ſilld Donner (109 miltag. der W dem e Erbaul Schuld Bauart den bel Nach bellen; 2 e So Maus Bütte Baum Quant. bletend. Vora Bureau Fri alle Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N 8 Edietalladung. (1082) Forderungen jeder Art an das Vermögen des von Gr. Hofgericht der Pro⸗ vinz Sberheſſen für concursfällig erkannten Schuhmachers Balthaſer Appel in Lon⸗ dorf ſind in dem Termine Donnerſtag den 11. September d. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präclu⸗ ſivdecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzuzeigen und zu begründen. Grünberg den 19. Juli 1845. Das Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. ge⸗ hörige pätrimonialgericht der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau. Welcker. Bücking. Bekanntmachung. (1097) Freitag den 8. Auguſt l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden bier zu Friedberg in der Wohnung des Gaſtwirths Hironimus vor dem ehemaligen Mainzerthore folgende bei Erbauung eines neuen Gebäudes für das Schullehrer-Seminar dahier vorkommenden Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen— den verſteigert. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Ar⸗ beiten: fl. kr. 1) Maurerarbeit 805 43 2) Steinhauerarbeit 837 2 3) Zimmerarbeit, 1060 10 4) Dachdeckerarbeit 525— 5) Schreinerarbeit 639 14 6) Schloſſerarbeit, 232 46 7) Glaſerarbeit 296 20 8) Weißbinderarbeit 764 4 9) Spenglerarbeit 42 56 Sodann die Anlieferung von 12 Cubklftr. Mauerſteinen, 100,000 Stück Vackſteinen, 325 Büuͤtten Kalk und 9,5 Cbklftr. Sand. Zu gleicher Zeit wird auch das alte Ge⸗ bäude auf den Abbruch und ſonſt noch alte Baumaterialien nanientlich eine bedeutende Quantität altes Blei öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Voranſchläge und Riſſe liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 28. Juli 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Edictallad ung. (1112) Der Metzgermeiſter Chriſtian Wei⸗ ſel von hier und deſſen Ehefrau haben am 17. Juni v. J. mit ihren bekannten Gläubigern eine Uebereinkunft dahin abgeſchloſſen, daß ſie denſelben folgende hier gelegenen Immobilien, 2%% Wohnhaus, %% Wohnbaus, Scheuer und Stall, 6 U. 15 Garten an der Halle, % daſelbſt, 36% im Hain, 52% Acker gegen der Ziegelhütte, 16% desgleichen am Gonterskircher Weg, 2% desgleichen beim Grünberger Weg, abgetreten und denſelben überlaſſen haben, nach beſonders getroffenen Beſtimmungen ſich aus dem Erlös dafür bezahlt zu machen. Et⸗ waige weitere Gläubiger, die dieſer Ueberein⸗ kunft nicht beigetreten und nicht bereits dar⸗ über beſonders gehört worden ſino, haben ſich binnen zwei Monaten von heute an da⸗ hier zu melden und ihre allenfallſige Einwen⸗ dungen gegen dieſe Uebereinkunft vorzubrin— gen, als ſonſt dieſelbe beſtätigt wird. „ 245. Da ſodann die Weiſeliſchen Eheleute ihr Eigenthum an obigen Immobilien nicht über⸗ all urkundlich nachzeigen konnen, ſo werden alle, welche etwaige dingliche Rechte an die⸗ ſelben bilden zu können glauben, gleichzeitig aufgefordert, dieſelben innerhalb obiger Friſt ſo gewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt ſie damit ohne weiteres ausgeſchloſſen ſind, und die Verkaufs⸗Urkunden vorbehältlich der Rechte der bekannten Pfandgläubiger confir⸗ mirt werden. Laubach den 25. Juli 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhardt. Bekanntmachung. (1113) Montag den 11. Auguſt, Morgens 10% Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende zwei Grundſtücke, mit Kartoffeln be⸗ pflanzt, wegen Nichterfüllung der Pachtbe⸗ dingungen für das laufende Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet, als 1 Stück vor dem fauerbacher Thor, ſodann 1 Stück vor dem Friedhof. 1 Friedberg am 4. Auguſt 1845. 1 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Garten⸗Verſteigerung. (1110) Montag den 11. Auguſt, Vormit⸗ tags 11¼ Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der der Nicolaus Wuſt'ſchen Chefrau dahier gehörende Garten, 41 Ruthen, 80%[IKKlafter in den Grabengärten, 15ter Gewann, an Jakob Wien und Jacob Schmidt gelegen, folge eingelegten Na ygebots nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 4. Auguſt 1845. J. A. Gr. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Verſteigerung von Zimmerarbeit. (1115) Die zur Umlegung und theilweiſen Erneuerung des Holzpflaſters der Wieſeck⸗ brücke bei Gießen erforderliche Zimmerarbeit veranſchlagt zu fl. 624, 3 kr. ſoll Montag den 11. Auguſt, Vormit⸗ tags um 11 Uhr in dem Gaſthans zur Promenade vor dem Neuſtadter Thor zu Gieſſen wenigſtnehmend verſteigert werden. Der Voranſchlag und die VPerſteigerungsbe⸗ dingungen können auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten eingeſehen werden. Gießen den 2. Auguſt 1845. Der Großh. Prorinzialbaumeiſter In deſſen Beurlaubung: Noack. Hofraithe-Verſteigerung. (1116) Auf Antrag der Erben der verſtor⸗ benen Amtmanns Liebknechts Wittwe, ſoll Donnerſtag den 28. Auguſt l. J., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, die denſelben zuſtehende Hofraithe, Pag. u. Nr.[IKlf. 109/199 29% Hofraithe in der Langgaſſe, als Wohnhaus, Hinterhaus, Kuhſtall und Schoppen ne— ben Friedrich Nagel und Ernſt Weber, welcher vor 20 Jahren neu hergeſtellt worden iſt; 109/199 635⁰ Garten dabei, 107/105 47% Garten am vorigen, unter den im Termin zu eröffnenden Bedin— gungen, einer Verſteigerung auf dem Rath— hauſe dahier ausgeſetzt werden. Butzbach den 31. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seipel. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1117) Montag den 11. Auguſt, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die bei Erbauung einer neuen Brücke dahier erforderlichen Arbeiten, als: fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 164 17 Steinhauerarbeit,„ 5 820 Zimmerarbeit,„„ 25 20 Schloſſerarbeit, 15 2 9 36 Weißbinderarbeit,„ 5 9 20 Pflaſterarbeit,„ 5 10 42 ſowie die Lieferung von 6000 Stück Back⸗ ſteinen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Altenſtadt am 30, Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B t Schaafpferche-Verpachtung. (4118) Montag am 11. Auguſt J. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe fünf bis zehn Schaafpferche, welche den 15. Auguſt ihren Anfang nehmen, öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 4. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1119) Montag den 11. Auguſt, Morgens 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Reinigen der Uſa, theils an dem Wehr hinter der Hockenmühle öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 4. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits-Verſteigerung. (1120) Montag den 11. Auguſt, Mittags 12 Uhr, ſollen auf hieſiger Gemeindeſtube fol⸗ gende Arbeiten wenigſtnehmend verſteigert werden. 1 Die Herſtellung des Wieſenwehres a) Zimmerarbeit veranſchlagt zu 72 fl. b) Handarbeit 45„ c) Schloſſer⸗ oder Schmiedarbeit 11 5 2) Die Erbauung einer Ueberfahrt über den Taunengraben a) Maurerarbeit veranſchlagt zu 34fl. b) Handarbeit 4„ e) Material, ꝛc. 90„ Die Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes bekannt machen zu laſſen. Obereſchbach den 2. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Himmelreich. Arbeits-Verſteigerung. (11210 Dienſtag den 12. Auüguſt l. J., Vormittags um 11 Uhr, werden in der Woh⸗ nung des Gaſtwirths Heck dahier folgende, bei Erbauung eines neuen Schulhauſes mit Oeconomiegebäude, dahier vorkommenden Bau— arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden im Beiſeyn des Großh. Kreisbaumeiſters des Baubezirks Friedberg verſteigert. Nach den Voranſchlaͤgen betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeit 879 fl. 41 kr. 2) Steinbauerarbeit 718 14 3) Zimmerarbeit 1591 8 4) Dachdeckerarbeit 409 30 5) Schreinerarbeit 678/ 16 69) Schloſſerarbeit 657„ 27„ 7) Weißbinderarbeit 5817 8) Spenglerarbeit 85 7 36„ 9) Pflaſterarbeit 65„13„ Sodann die Anlieferung von 19 Cub-⸗Klfte. Mauerſteine, 77500 ſogenannte Ruſſenſteine, 1000 Kaminſteine, 1400 Rohrbackſteine, 500 gewöhnliche Backſteine, 220 Bütten Kalk und 6,5 Cub.⸗Klftr. Sand. 1 * 0 — 7 N —2 * Voranſchläge und Riſſe liegen auf dem Bureau des Grßh. Kreisbaumeiſters zu Fried⸗ berg zur Einſicht offen. Steinbach den 2. Auguſt 1845. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heinrich. P TOO Ia m a. (1122) Heinrich Stößel ledig zu Vilbel, Sohn des daſelbſt verſtorbenen Bäckers Franz Stößel hat ſich aus geſetzlich gebilligten Grün⸗ den der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Ver⸗ mögens begeben und unter die Curatel des Zimmermeiſters Walther zu Vilbel geſtellt. Man bringt dieſes mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß mit dem Stößel ohne Conſens ſeines gedachten Curators Rechts— geſchäfte gültig nicht abgeſchloſſen werden können. Großkarben den 25. Juli 1845. Groß. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Arbeits-Verſteigerung. (1123) Montag den 11. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen die Reparaturarbeiten an den hieſigen Schulgebäuden öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 1 Maurerarbeit, 348 42% Zimmerarbeit, 166 1 Schreinerarbeit, 49 14 Schloſſerarbeit, 37 42 Steinhauerarbeit, 25 18 Weißbinderaͤrbeit, 9 48 Steigliebhaber haben ſich um die beſtimmte Zeit auf dem Bureau des Unterzeichneten ein— zufinden, wo die weiteren Bedingungen eröff— nel werden. Obbornhofen den 1. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B lo ck. Verſteigerung von Bauarbeiten. (11220 Donnerſtag den 7. Auguſt 1845, Vormittags 10 Uhr, ſollen die bei Herſtellung der Reparaturen an einem Schoppen bei dem Oſſenheimer Schulhauſe erforderlichen Arbei— ten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 23 fl. 2) Zimmerarbeit.„„ 39„ 3) Dachdeckerarbeit,„ 721 4) Materialien, beſtehend in Mauer- und Lehmſteinen, Kalk und Sand, auf dem Rathhauſe daſelbſt wenigſtnehmend verſteigert werden. Bauernheim den 2. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. 5„ Abhaltung des erſten Vieh⸗ 1 842 und Kraͤmer-Markts zu 3 Vilbel. (1125) Durch hohere Genehmigung iſt es der Gemeinde Vilbel geſtattet worden, Dien ſtag und Mittwoch als den 19. und 20. d. M. einen Vieh⸗ und Krämermarkt abzuhalten. Der unterzeichnete Burgermeiſter wird es ſich mit dem ganzen Gemeinderath zur Auf— gabe machen, den Erwartungen, welche an einen Markt gemacht werden können, in jeder Hinſicht zu entſprechen. Am erſten Tag, den 19., wird der Markt durch einen Zug, an dem der Ortvorſtand, die angeſehenſten Einwohner und Jungfrauen unſres Orts theilnehmen, unter Mitwirkung unſres Singvereins, feierlich eingeweiht. Abends wird ein Feuerwerk abgebrannt werden. Während des Viehmarktes wird die Ver— „ 246. theilung mehrerer Prämien ſtattfinden— was vor Eröffnung des Markts noch näher wird bekannt gemacht werden. Geſtützt auf die zweckmäßigen Vorbereitun⸗ gen und die günſtige Lage Vilbels, ſehen die Bewohner deſſelben einem recht zahlreichen Beſuche entgegen. Vilbel den 2. Auguſt 1845. 5 Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Breiter. Verſteigerung. (1126) Donnerſtag den 7. d. M., Nach⸗ mittags 5 Uhr, wird in der Amtsſtube des Unterzeichneten das Aus- und Durchwerfen einiger Kubikklafter Kies aus einer Grube bei Wiſſelsheim, dann das Anfahren deſſelben in dahieſige Burg an den Wenigſtfor dernden begeben. Friedberg den 2. Auguſt 1845. Der Großberzl. Domänenrath B u ß. Bekanntmachung. (1127) Der Berger Vieh⸗ und Krä⸗ mermarkt wird den Dienſtag vor der Frankfurter Herbſtmeſſe als den 2. k. M. und nicht den 26. d. M., wie irr⸗ thümlich in dem kurheſſiſchen Kalender ſteht, abgehalten. Bergen dem 2. Auguſt 1845. Der Bürgermeiſter Becker. Holz-Verſteigerung. (1128) Freitag den 8. Auguſt l. J., des Nachmittags um 1 Uhr, ſollen in dem Ober— moörler Gemeindewald, Diſtrict Altenhaag 6050 Stück Ginſterwellen auf Ort und Stelle öffentlich und an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht dieſes im Intereſſe ihrer Orts angehörigen öffentlich in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Obermörlen am 31. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Arbeits-Verſteigerung. (1129) Freitag den 8. Auguſt l. J., des Mittags 12 Uhr, ſollen die in der Schule und den Vicinalwegen der Gemeinde Oppers— hofen für das Jahr 1845 vorzunehmenden Hauptreparaturen an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Dieſelben beſtehen a) in Schreinerarbeit in dem Schul- fl. kr. locale, veranſchlagt zu 96— b) Weißbinderarbeit, veranſchlagt zu 19— c) Maurerarbeit an einem neuen Durchlaſſe, veranſchlagt zu 16 40 d) Handarbeit, 15 0 30— e) Sleinhauerarbeit, die Lieferung von Kanal-, Deckel⸗ und Mauerſteinen 37— ) Die Lieferung von 115 Cbkklftr. Steinen zu Rollpflaſter und Fahr⸗ bahn 27— g) Grabenarbeiten an verſchiedenen Wegen Oppershofen den 31. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Wolf. N ανν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (11300) Ein 2% Ohm haltender Brannt— weinkeſſel nebſt Kühlrohr, noch wie neu, und die dazu gehörigen in gutem Zuſtande ſich be⸗ findlichen Einmaiſchbütten ſtehen zu verkau⸗ fen bei Ilbenſtadt den 30. Juli 1845. Peter Haas. Brennholz-Verkauf. (11310 Buchen Scheitholz vom Winter 18% in kleinen nnd größeren Quantitäten iſt zu haben bei 6 Philipp Peter Spielmann zu Windecken. 330 Gulden (1132) liegen gegen doppelte Verſicherung bei dem Vormund Conrad Winter I. in Oſt⸗ heim zum Ausleihen bereit. Oſtheim am 31. Juli 1845. Winter J. Concert in Salzhauſen. (1133) Sonntag den 10. Auguſt wird die Geſellſchaft Gießener Studenten, welche das Concert am 8. Juni l. J. gab, ein zweites in dem Kurſaale zum Beſten einer hülfsbe⸗ dürftigen Familie geben, wozu ergebenſt ein⸗ geladen wird. St. eee (11370 für eine einzelne Perſon hat zu vermiethen L. Neiſel, Drehermeiſter. Eine neue Sendung Gold leiſten verſchiedener Gattung iſt wieder angekommen bei C. Bindernagel in Friedberg. Formular zum Verzeichnen der Ortsbuͤrger wird aufs Neue gedruckt. Die Herrn Bürgermeiſter, welche von dieſem For⸗ mular gebrauchen, wollen mir gefälligſt bald ihren Bedarf anzeigen, damit ich den erforderlichen Vorrath drucke. C. Bindernagel. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Alte und neue Soldaten-Lieder. Mit Bildern und Singweiſen. Herausgegeben von F. Pocci u. A. Jürgens. Preis: 14 kr. Alte und neue Jaͤger- Lieder. Mit Bildern und Singweiſen Herausgegeben von F. Pocci und F. v. Kobell. Preis: 18 kr. Auch werden Pränumerationen angenom⸗ men auf: Neueſtes Pariſer Modenjournal für Herren und Damen. Preis: Halbjährlich 2 fl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Altenf Aſſenh Bauer Beien Boder Bönſt Bruch Büder Burg Bußba Engel Fauerbe Fauerb' Friedbe Friedbe Großk⸗ Hauſer Helden Lerfle ſamn kannt Groß geben neuem Nichth. ordnun Behörd angewi aß. mern welcher ſie her