9 * ntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Die Baumſchule des Gemeinderaths Philipp Phi— lippi dahier iſt durch Abbruch der darin befindlichen Obſt— bäumchen gänzlich zerſtört worden. Unter dem Bemerken, daß fuͤr den Fall der Nichtent— deckung des Thäters der Schaden von den Stadt-Einwoh— nern getragen werden muß, wird dieſes hiermit zur öffent— lichen Kenntniß gebracht und zugleich angefügt, daß dem— jenigen, welcher zur Entdeckung des Thäters Aufſchluß zu geben vermöͤge, eine namhafte Belohnung aus der Stadt— kaſſe zu Theil werden ſolle. Auch ſichert der Beſchädigte unter gleicher Voraus— ſetzung eine Belohnung von 10 Rthlr. und Verſchweigung des Angebers zu. Friedberg den 28. Februar 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisrath e Ueber die Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins im Kreiſe Friedberg. Der Freund, welcher in Nr. 16 dieſes Intelligenzblat— tes die Angelegenheiten unſerer Localſection beſpricht, mag die beſte Abſicht gehabt haben; er hatte aber wohl gethan, ſich vorher über den Stand der Sache etwas genauer zu erkundigen. Da durch ſeine Andeutungen bei denen, welche damit ganz unbekannt ſind, der Gedanke entſtehen könnte, als ſei dieſe Geſellſchaft ihrem Verfalle nah, ſo halte ich es für nöthig, folgende Zahlen entgegen zu ſtellen: Als im Herbſt 1841 ſich die Localſection bildete, lie— ßen ſich 53 Theilnehmer einſchreiben, worunter 33 ſchon früher Mitglieder des Gewerbvereins und 20, neu eintretend. Im Anfang des Jahres 1843 betrug die Zahl der Mitglieder 61. Obgleich bis zu Ende des Jahres 1843 2 Mitglieder mit Tod abgegangen und 5 von Friedberg weggezogen waren, blieb die Zahl zu Anfang 1844 auf 60. Jetzt— zu Anfang 1845— beträgt ſie 62. Die Zahl der Beitrittserklärungen hat mithin noch immer die der Austretenden überwogen. Daß die Zunahme nicht jedes Jahr 20 ſein konnte, wie im erſten, verſteht ſich von ſelbſt; da diejenigen, welche in Friedberg ſich für die Sache intereſſiren, gleich Anfangs zum Beitritte ſich bewo— gen fanden, in der Folge alſo nur noch Einzele hinzukom— men konnten, welche erſt ſpäter hier anſäßig oder damit bekannt wurden. Daß ich die verſchiedenen Urſachen, welche in jedem Jahre Einige zum Austritt bewogen, hier erörtere, wird Niemand erwarten. Uebrigens darf ich verſichern, daß es bei weitem nicht allemal diejenigen waren, auf welche der Verfaſſer des in Rede ſtehenden Artikels ſchließen zu müſſen glaubt. Auch iſt wohl Niemand über ſolche reine Privatangelegenheiten dem Publicum verantwortlich, und die Freiheit der Preſſe ſollte die Freiheit des Einzelen nicht in ſolcher Weiſe beſchränken wollen. Das Gleiche gilt von dem Beſuche der Verſammlungen. Doch wiſſen wir alle, daß derſelbe gegen früher keineswegs ſo abgenommen hat, als man nach den Aeußerungen des Verfaſſers glauben ſollte; noch weniger dürften aber ſolche Inſinuationen ein Mittel werden, denſelben zu heben. Soldan. Zur Erheiterung. Saphir fuhr eines Tags in einem Fiaker, der Wagen hielt bereits mehrere Minuten, da der Kutſcher mit einem Andern in Streit gerieth und handgemein wurde. Saphir rief aus dem Fenſter hinaus:„Prügeln Sie ſich etwas ſchneller, ich habe die Droſchke auf eine Stunde genommen.“ * 1* Zwei Bauern kamen in eine Apotheke.„Haben Sie nichts fuͤr Zahnſchmerzen?“ fragte der Eine.„O ja! ſagte der Apotheker, langte eine Flaſche Salmiakgeiſt herab und ſagte dem Bauer, er mochte hineinriechen. Der Bauer riecht faßt von Sinnen, rücklings nieder. kam, fragte der Apotheker:„Nun! Schmerz wege—„Herr!, erwie⸗ * „ 74. gern geſchlachtet: Fleiſch Verkauf. Im Jahre 1844 wurden in Rodheim von den Metz⸗ 25 Ochſen, 21 Kühe, 18 Rinder, 10 Kälber, 178 Schweine, 112 Hämmel, 12 Schaafe, 3 Ziegen. Eines Morgens fand man am Palaſte des Kaiſers Joſeph II. angeheftet: Ein Freund der Waffen Ein Feind der Pfaffen, Ein Erzkalmäuſer Iſt unſer Kaiſer. Joſeph ließ darunter ſetzen: Das Erſte iſt wahr, Das Andre iſt klar, Das Dritte iſt nöthig; Dem Entdecker ſind hundert Ducaten erbbötig. Zwei Tage darauf kam folgende Antwort: Wir ſind unſer vier: Ich, Dinte, Feder und Papier. Keiner wird den andern verrathen; Dem Kaiſer bleiben ſeine Ducaten. * * Vielwiſſerei und Vielwäſcherei iſt bei Frauen unaus⸗ ſtehlich. Philipp Winkler II., Fleiſchbeſchauer. Guſtav Adolf Stiftung. Einen neuen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern hat die G. A. Stiftung dadurch erhalten, daß ihr in der kleinen Gemeinde Söͤdel 105 Perſonen beigetreten ſind. Bei der Ueberſendung der Beiträge pro 1845 ſchreibt der dortige Geiſtliche u. A.:„unter den Mitgliedern ſind arme füllen. Dienſtboten und bedrängte Wittwen. die gute Sache läßt mich nicht allein glauben, daß ſie feſt⸗ halten, ſondern auch, daß in Zukunft noch eine größere Zahl ſich um die heilige Fahne des ev. Vereins der G. A. Stif⸗ tung ſchaaren und mit Freude ihre Gaben darbringen wird.“ Möchte dieſe Erwartung nicht blos in der Gemeinde Södel, ſondern allerwärts, wo proteſtantiſches Volk wohnt, ſich er— Der heilige Eifer für Friedberg den 1. März 1845. Ludwig Matthias, Pfarrer. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. . ν Aufforderung. (2510 Der Gaſthalter Martin Simon von hier beabſichtigt ſein Vermögen ſeinen Kindern abzutreten. Etwaige unbekannte Gläubiger werden aufgefordert, Montag den 17. März, Vormittags 8 Uhr, ihre Anſprüche anzuzeigen, widrigenfalls ſie bei dieſer Vermögens⸗Uebergabe nicht berück⸗ ſichtigt werden. Friedberg am 20. Februar 1845. a Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Löw. Edicetalladung. (233) Die nachgenannten Perſonen zu Feld⸗ kruͤcken haben die nachbeſchriebenen, in der dor— tigen Gemarkung liegenden, Grundſtücke, näm⸗ lich: 1) Johannes Schleuning, Schneider, 32½/% XIV/13 182[] Klftr. Wieſe das Lau⸗ chenrod, neben Jacob Keil, Schuch⸗ manns Eid. und Heinrich Helfrich 2) Johannes Habicht 320% XIV 834[] Klftr. Wieſe das Lau⸗ chenrod, neben Konrad Schleuning und Johs. Joſt an den Gr. Forſtfiscus verkauft, können aber ihr Eigenthum daran nicht urkundlich nach— weiſen, weßhalb alle diejenigen, welche an ſolche Anſprüche bilden wollen, zu deren Be⸗ gründung und Geltendmachung hiermit binnen ſechs Wochen, von heute an, aufgefordert wer⸗ den, widrigenfalls die abgeſchloſſenen Verträge beſtätigt werden ſollen. Ulrichſtein den 18. Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Aufforderung. 255) Forderungen an die Concursmaſſe des Heinrich Boller von hier ſind Donnerſtag den 6. März, Nachmittags 2 Uhr, a bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintreten— den Ausſchluſſes anzuzeigen. Friedberg den 11. Februar 1845. f Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Löw. Haus Verkauf. (266) Mittwoch den 5. März, Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe wegen eingelegtem Nachgebote, die Ludwig Manniſche Hofraithe nochmals öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 27. Februar 1845. FJ. A. Gr. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Garten- Verkauf. (267) Auf den Antrag der Frau Ernſt Votſch dahier ſoll Mittwoch den 5. März, Vormittags um 10% Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe der ihr eigenthumlich zuſtebender Garten, Pag. u. Nro.% 108 Ruthen,— 2123 ͤKlafter Landesmaß, in der erſten Ge— wann an der Uſa, an Ludwig Wagenknecht, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 27. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Edietalla dung. (2870 Nachdem über den geringen Nachlaß des im 2. Bataillon Großh. 4. Jufanterie⸗ Regiments als Feldwebel geſtandenen Mar⸗ tin Stieber von Wölfersheim der Concurs erkannt worden, werden diejenigen Gläubiger, die etwa noch nicht ſich angemeldet, bedeutet, ſogewiß binnen 2 Monaten ihre Forderungen anzuzeigen, als ſie ſonſt ohne weitere Bekannt⸗ machung ſich als ausgeſchloſſen zu betrachten haben. Hungen den 22. Februar 1845. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Holz-Verſteigerung. (285) Donnerſtag den 13. d. M., ſollen in dem Gemeindewald zu Enzheim folgende Holz— ſortimente öffentlich verſteigert werden: 1½ Stecken kiefern Scheitholz, 27 1 eichen Prügelholz, 11 77 kiefern 7 33„„ Stockholz, 169 buchen Reisholzwellen, 275 eichen 5 2300 buchen Bohnenſtangen, 127 kiefern Bau- und Werkſtaͤmme von 6 715 Zoll Durchmeſſer, haltend 1199 Kbf. Sodann ſollen Freitag den 14. d. M. in demſelben Walde öffentlich verſteigert werden: 540 kiefern Nutzſtangen von 4—6 Zoll Durch⸗ meſſer, haltend 4503 Kbf. 3085 kiefern Baumſtangen von 2— 4 Zoll Durchmeſſer, haltend 3620 Kbf. Die Zuſammenkunft iſt jeden Tag in dem Diſtrikt Köpfchen, nahe bei dem Orte, jedes mal um 8 Uhr Morgens. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zahlungsfriſt bis Neujahrstag 1846 geſtattet. Die Gr. Bürgermeiſter des Bezirks werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu laſſen. Enzheim den 1. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bingel. utbeltt 4 II 686) 0 kin“ die! lere „ Grub , Kenne Hpauelſtel K die Wenig werden. Ce N Kenntnß zum Gee nach der porgeſchrle reits bol are,, Frede 1 1 080 f Aſtlag 10 zwel, noch Wobnbauſer den öffentlch Abbruch vert mexken beßa lichen Geda baut ſind Fuß lang ungen un Burgerme! Eichen (288) Mitlags 9 wald, Di ſchlag, folg 1) 2 Sꝗt 2) 7 . 4 430% 5) 51 St holz offentlichen zuſammen Rodheimer Die Her dieſes in Ober ro U (289) mittags! hauſe ber Reparatut beſchlaͤge n Befeſ n den Me „Deſe At dan 78g 0 Arbeits Verſteigerung im Baubezirk Friedberg. (286) Montag den 10. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, sollen auf bieſgem Ratbbauſe die Reparaturarbeiten für 1840 an den Kame— ral⸗, Grundlaſten-, Central und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butzbach, Ockſtadt, Obermoͤrlen, Griedel, Rockenberg, Oppersbofen, Kaichen, Büdesheim, Heldenbergen, Burggräfenrod, Großkarben, Vilbel, Rodheim, Holzhauſen, Winterſtein und Oberau, als Maurer-, Stein⸗ bauer⸗, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer-, Gla— ſer⸗, Weißbinder-, Spengler- und Pflaſterar⸗ beiten, ſodann die Lieferung von 2% Kbkklftr. Mauerſteine, 19 Bütten Kalk und ½o Klftr. Sand, in das Hofhaus zu Kaichen, 2000 Stück Backſteine ins Pfarrhaus zu Vilbel an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Es wird dieſes mit dem Bemerken zur Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Handwerker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung beſtanden, oder be— reits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren. 8 Friedberg den 1. Marz 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Häuſer⸗ Verkauf (287) Montag den 10. März, d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe zwei, noch in gutem Stande befindliche, zu Wohnbäuſer ſich eignende, Gemeinde-Gebäu— den öffentlich an den Meiſtbietenden auf den Abbruch verkauft werden, was mit dem Be— merken bekannt gemacht wird, daß die frag— lichen Gebäuden von Holz und zweiſtöckig er— baut ſind und jedes derſelben ohngefähr 37 Fuß lang und 24 Fuß tief iſt. Die Beding— ungen und Häuſer können jeden Tag beim Bürgermeiſter eingeſehen werden. Eichen den 1. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter A d am. Holz ⸗Verſteigerung. (288) Künftigen Freitag den 7. März, Vor⸗ mittags 9 Übe, ſollen in hieſigem Gemeinde— wald, Diſtrikt Schwarzhaide und Loosholz— ſchlag, folgende Holzſortimente, als: 10 24 Stecken nadel Scheitholz, 99 5„ Prügelholz, 15„ Stockholz, 4) 430% Wellen nadel Reiſerholz, 5) 51 Stämme nadel Bau-, Werk. und Nutz⸗ holz, 677 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Schwarzhaide des Rodheimer Fußwegs. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Oberrosbach den 28. Februar 1845. Der Grßb. Heſſ' Burgermeiſter Blecher. Arbeits-Verſteigerung. (289) Montag den 10. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rath— hauſe verſchiedene Schloſſerarbeiten für die Reparatur der hieſigen Stadtkirche, als Thür— beſchläge und die Anfertigung von Schienen zum Befeſtigen der Kirchenfenſter, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Dieſe Arbeiten betragen nach dem Voran⸗ ſchlag 764 fl. 27 kr. Voranſchlag und nähere Bedingungen, ſo— wie Zeichnungen und Proben liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 1. März 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. f e deen (256) Die Ehefrauen des Gr. Seminarbirertors Dr. Curtman pahler und des r, Land⸗ gerichts⸗Aſſeſſors Schu zu Großkarben, ſodann der Gr. Pfarrer Gebhard zu Oberſeemen .. 7 3 ot 504 1 6 7 7 1 haben die nachfolgend verzeichneten angeblich von Sophia Jenkel exerbten in den Flurbüchern noch auf den Namen der beiden Jungfern Jenkel ſtehenden Grunoſtücke in hieſiger und Fauerbacher Gemarkung: O.⸗ Bd. Nr. 9 t. u. S. des Rth. 1 158 38 64 1 39 3 147 17 130 7 822 7 343 55 191 8 347 5 168 9 349 14 187 19 831 66 97 O.⸗ Bd. Nr. N. u. S. des V. Fb. Gs. 8 21 97 48 3 224 1358. 22 8 e A 25 399 13 3 26 477 19 4 482 19 4 r 29 528 49 6 e n 9 0 0 Gehalt 293 7 275 — OAO OR 5 2— — * SA 2 eee Gemarkung Stadt Friedberg Gärten In der 7 Gewann zwiſchen der Langgaſſe und Fauerbacher Gränze an Wilhelm Thönges. Am vorigen Stück und Anton Burk, In der 8. Gewann im Ackergarten an Friedrich Kautz. Großwarthfeld In der 2. Gewann hinter der Warte an Friedrich Kautz I. In der 6. Gewann zwiſchen der Landſtraße und dem Wieſen⸗ weg an Johannes Walz jun. Daſelbſt gegen der Landſtraße in der 7. Gewann an der Pfarrei. In der 9. Gewann zwiſchen dem Taubenrain und der Mittel- hohl am grünen Weg an Heinrich Hanſtein II. In der 10. Gewann bei der krummen Gaſſe an Adam Stein- häuſer. Daſelbſt an Heinrich Weckers Wittwe. Großgalgenfeld In der 1. Gewann bei der Oberwöllſtädter Gränze dem Gr. Cameralfiscus In der 7. Gewann zwiſchen dem Dachspfad und dem Ent⸗ graben an Johannes Supp auf beiden Seiten. Kleingalgenfeld In der 1. Gewann an der Landſtraße an Georg Steinhäuſer. Lachenfeld In der 5. Gewann beim Lachenweg an Heinrich Kehr. In der 6. Gewann beim Kreutz- und Lachenweg an Heinrich Kehr. In der 10. Gewann am ſtumpfen Graben an Heinrich Kehr. Wieſe In der 3. Gewann im Straßheimer Feld an Wilhelm Schmitt. Gemarkung Burg-Friedberg. Ackerland Im Ried an Gottfried Mäuſer in Ockſtadt. Am Pfaffenbrunnen an Jacob Kuh. Wieſen 9— In der 6. Abtheilung im Ried an Heinrich Mack III. Gemarkung Fauerbach II. hl. In der Oſterluzei an Graf von Solms⸗Rödelheim. Daſelbſt an Wilhelm Ort in Fauerbach. Am Holderpuſch an Graf von S. Rödelheim. Daſelbſt an denſelben. Am Eckelspfad an Heinrich Sang in Fauerbach. Obig dem Städterweg am Haingraben an Heinr. Preußer jun. In den Brückengärten an das Hospital in Friedberg. Auf dem Ringgraben an Georg Steinhäuſer. Am Hirſchenrain an die Pfarrei Fauerbach. Obig dem Höllwaſen, an Graf von Solms⸗Rödelheim. Obig dem Diehnheimerpfad gegen der Leimenkaute an Ka⸗ tharine Philippi. 2 Auf der Leimenkaut an Anton Eich Frau. 0 verſteigern laſſen, können aber das Eigenthum ihrer Erblaſſerin an dieſen Grundſtücken genügend nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche Eigenthums oder ſonſtige Anſprüche auf jene Stücke zu haben vermeinen, aufgeforderr, ſolche ſogewiß in 3 Monaten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt dem deßfalls auszufertigenden Kaufbriefen die gebetene gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Da ſodann in den Hypothekenbüchern noch die folgenden beiden Einträge 1) vom 27. Februar 1768, wonach Wendel Daniel Jenkel holländiſcher Lieutenant und Chr. Wilhelm Jenkels Wittwe, ſodann Emmerich Felix Reuß und Joh. H. Laubinger als Krölliſche Curatoren wegen den mit dem von Steltingiſchen Curator ad lites Procurator Gepger ver⸗ glichenen und aus der General v. Rauiſchen Debitmaſſe von der mittelrheiniſchen Reichsritter⸗ ſchaft hierſelbſt als ernannten Kaiſerlichen Commiſſion bekommenden 650 fl. Sicherheit für den Fall, daß jene Summe reſtituirt werden müßte, geleiſtet haben, * 2) vom 12. März 1785, wonach Chr. W. Jenkels Wittwe, Lieutenant Wendel Daniel Jenkel, Emmerich Felir Reuß und Pfarrer Reuß, dieſer zu Wetzlar, die drei erſteren dahier, wegen Ueberlaſſung des Vermögens des abweſenden Philipp Chriſtian Reuß durch Einſetzung von Gütern Caution geſtellt haben, „* 76. offen ſtehen, die veräußerten Güter alſo noch nicht pfandfrei ſind, übrigens eben ſo wenig Akten, aus denen ſich über den Fortbeſtand jener Cautionen urteilen ließe, aufzufinden geweſen, als wenig die Intereſſenten die Cauflonsurkunden ſelbſt, die nach ihren Angaben keine Gültigkeit mehr haben, zur Löſchung beizubringen im Stande ſind, ſo werden auf jener Antrag alle, welche den Fortbeſtand der gedachten Cautſonen und Verpfändungen behaupten oder Rechte daraus herleiten wollen, zu deßfallſger Anzeige in obbeſtimmter Friſt Unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert, daß ſonſt dene Cangegen für erloschen erachtet, die Einträge in den Hppothekenbüchern geſtrichen und die ein⸗ geſetzten Güter als pfandfrei werden behandelt werden. Friedberg am 17. Februar 1845. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Frucht ⸗Verſteigerung. (290) Dienſtag den 18. März l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden von den Herzoglichen Domanialfrüchten aus der 1844 r Erndte 26 Malter, 4 Meſten, 6¾ Geſcheid Waizen, alten Friedberger Maaſes, in einzelnen Ab— theilungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſt⸗ bietend verſteigert. Reichelsheim den 25. Februar 1845. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Rullmann. Bekanntmachung. 291) Mittwoch den 12. März, Vormittags 0 Uhr, ſollen bei Fürſtlicher Rentei Griedel 70 Malter Waizen, 500 Korn, 330. Gerſte, U 100„ Hafer, der öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Griedel den 28. Februar 18465. Der Rentamtmann Friedrich. Edicetalladung. (292) Forderungen jeder Art an das Ver— mögen des in Concurs verfallenen Johannes Bindewald von Meiches ſind, bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſiv-Dekret erfol⸗ genden Ausſchluſſes von der Maſſe im Ter— min 0 1 Freitag den 25. April d. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigen und richtig zu ſtellen und haben diejenigen Gläubiger, welche perſönlich zu erſcheinen verhindert ſind, ihre Vertreter mit Special-Vollmachten zum Abſchluß eines Vergleichs zu verſehen, indem im Falle des Zuſtandekommens eines ſolchen die nicht per⸗ ſönlich erſchienenen oder nicht gehörig vertrete— nen Gläuviger als demſelben beitretend ange— ſehen werden. ulrichſtein den 20. Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietal ladung. (293) Die Erben des zu Felda verſtorbenen Soldaten Kaspar Diegel von da haben die Erbſchaft unter der Rechtswohlthat des In— ventars angetreten. Anſprüche jeder Art an den Nachlaß deſſelben ſind ſogewiß binnen zwei Monaten dahier anzumelden und zu be⸗ gründen, widrigenfalls ſolche bei der Verthei— ſung der Erbſchaft unberückſichtigt bleiben. Ulrichſtein den 22. Februar 1845. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Bekanntmachung. Grubenholzlieferung betreffend. (291) Samſtags den 15. März, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, auf der Braunkohlengrube Wil⸗ belmshoffnung bei Dornaſſenheim, ſoll die Lie— ferung von 15000 Stück 3½ Fuß lange, 4 bis 4½ Zoll breite, 1 Zoll ſtarke(Frankftr. Maaß) eichene Schachtpfähle, veranſchlagt pr. 1000 Stück, frei auf's Werk, zu 35 fl., ab⸗ züglich 1 kr. Buchſengeld vom Gulden zur Knappſchaftskaſſe, auf dem Weg der Submiſ— ſion vergeben werden. Lieferungsluſtige wollen ihre Offerten für das Ganze, oder für Parthien von 3000 bis 5000 Stuck, bis zu genanntem Termine ſchrift⸗ lich, verſiegelt, und mit der Bezeichnung „Pfahllieferung“ franco bei der unter⸗ zeichneten Stelle einreichen. Die Verwaltung der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim am 26. Februar 1845. 5. F r. Schmidt, Bergverwalter. Verkauf eines Bullen. (295) Freitag den 7. März, Morgens 10 Uhr, ſoll auf dem Rathbauſe dabier ein der Gemeinde zuſtehender dreijähriger Bullen, ſchwyzer Race, öffentlich verkauft werden. Derſelbe iſt gut gehalten und eignet ſich deß⸗ halb auch zum Schlachten. Aſſenheim am 1. Marz 1845. i Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bertalott. Fruchtverſteigerung zu Butzbach. (296) Dienſtag den 11. März d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, kommen in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe zu Butzbach von dem berrſchaftlichen Speicher daſelbſt/ Malter Waizen, 60 Malter Korn, 25 Malter Gerſte und 7 Malter Hafer zur öffentlichen Ver— ſteigerung. Friedberg den 19. Februar 1845. Der Großh. Heſſ. Domänenrath Buß. Heu⸗VPVerſteigerung. (297) Montag den 10. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Großh. Haupt⸗Geſtüte 500 Centner gutes vorjahriges Heu meiſtbietend verſteigert werden. Neuulrichſtein bei Homberg an der Ohm den 25. Februar 1845. Die Gr. Heſſ. Geſtütsverwaltung Diegel. Hofraithe-, Güter- und Mobilien⸗ Verſteigerung. (298) Auf freiwilliges Anrufen des hieſigen Ortsburgers und Gaſtwirths Friedrich Adam Wenzel und deſſen Kinder ſoll theilungshalber Mittwoch den 12. März l. M. die Hofraithe benebſt etlichen 40 Morgen Güterſtücke meiſt⸗ bietend verſteigert werden, jedoch kann nach Belieben die Hofraithe auch ohne Güter abge— treten werden. Sodann ſollen Donnerſtag den 13. März und die folgenden Tage Rind⸗ vieh, Schaafe, Federvieh, Heu, Stroh, Kar— toffeln, 1 Wagen, Pllug, Egge, 1 Fegmühle, Hebladkelter mit Mahltrog und Stein, ſowie verſchiedene Fäſſer, 100 Ohm haltend, Haus— und Wirthſchaftsgeräth, Möbel, Bettung und Weißgeräth ꝛc. öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Es wird bemerkt, daß jedesmal Vormittags um 9 Uhr der Anfang gemacht wird. Steinbach am 1. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heinrich. NN Privat- Bekanntmachungen. Ein junger Burſche (289) ſucht gegen Lehrgeld bei einem Metz, 9 ger in die Lehre zu treten. Ge ſ uc ch. (23) Auf hieſigem Gute wird eine Köchin geſucht. Perſonen, die zu dieſer Stelle Luſt tragen, haben bei der Meldung glaubwür, dige Zeugniſſe über Fleiß, Redlichkeit und Reinlichkeit vorzubringen. Ohne dieſe Zeug⸗ niſſe iſt jede Meldung umſonſt. Cleeberg bei Butzbach d. 12. Febr. 1845. Der Freih. v. Vibraiſche Oberverwalter F uch s. 200 fl. (299) können ſogleich gegen gerichtliche Si⸗ cherheit ausgeliehen werden. Steinbach am 25. Februar 1845. Kromm, Kirchenrechner. Verkauf. (300) Der uUeberbau von einer Kegelbahn, 86 Fuß lang und 7 Fuß breit, iſt auf den Abbruch zu verkaufen. Auch können die Ke⸗ gelrequiſtten dazu abgegeben werden. Wo? iſt zu erfahren bei der Redaction dieſ. Bl. Verlornes. (301) Auf der Chauſſee von Fauerbach nach Aſſenheim habe ich das Verzeichniß über meine Kartoffelverkäufe verloren. Den etwaigen Fin⸗ der bitte ich, dasſelbe an Friedrich Helfrich in Fauerbach gegen eine angemeſſene Beloh⸗ nung abzugeben., 8 Pachter Schultbeis in Fauerbach II. Eine Parthie Miſt (302) hat zu verkaufen Bäcker Stelz. Zum Verkaufen. (303) In Frankfurt ſind zu verkaufen: zwölf Chaſſen, theils ein-, theils zweiſpännig, theils mit Leder, theils mit Glasverdecken, ſodann mehrere Wagen, theils mit hölzernen, theils mit eiſernen Achſen, acht Pflüge, ſechs Eggen, fünf und zwanzig Paar Kummet und fünf und zwanzig Paar Syllgeſchirr. Nähe. res zu erfragen bei Louis Schott Altengaſſe Lit. C. Nr. 131. zu Frankfurt a. M. (800 Theater in Friedberg. Freitag den 7. März 1845. Zum Beſten des Schauſpielers Wilhelm Kern. Herr und Sclave. Drama in 2 Acten von Zedlitz. Hierauf: Fr d ht ine Muſikaliſches Quodlibet in 2 Acten von L. Schneider. Sonntag den 9. März 1845. Griſeldis, oder die Liebe iſt der Liebe Preis. Dramatiſches Gedicht in 5 Acten von Fr. Halm. Ed. Geyſer, Schauſpiel⸗Director. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. * dcn in die S 5400 Kaafter. V. Die richtsdiener Prer dem! ber bei dem oſſorſſch und Heſther bei dieſ⸗ als Geomeſer 3. amte zu Worms VII. Di ud 1. 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