kirche ntelligenz- Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung der von dem landwirthſchaftl. Vereine der Provinz Oberheſſen fur das Jahr 1845 beſchloſſenen Geld—⸗ verwendungen. Nachdem das in der Ausſchußſitzung am 26. März d. J. aufge⸗ ſtellte Budget die Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz erhalten hat, wird ſolches hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht. IJ. Einnahme. 1) Zuſchuß aus der Großh. Hauptſtaatskaſſe 1000 fl. 2) Beiträge der Vreinsmitglicder und unverwendete Gelder den none Jahre neee n ee 450 Summe 4450 fl. II. Ausgabe. Staats⸗Vereins⸗Zuſam⸗ fond. fond. men. 1) Für Verbeſſerung der Viehzucht: fl. fl. fl. a) Zur Unterſtützung des Ankaufs von Bul⸗ len der Schwytzer⸗, Rhön⸗ und Vogels⸗ Near 400 600 1000 b) Zu Preiſen für ausgezeichnetes Niet und Preisvertheilungskoſten. 600— 600 2) Für Verbeſſerung des Ackerbaues: a4) Zum Ankauf und zur Vertheilung von Lucerneſwamen— 100 100 p) Zur Unterhaltung eines Magens land⸗ wirthſchaftlicher Geräthe.— 50 50 3) Zur Verbeſſerung des Düngerweſens..— 400 400 4) Zur Verbeſſerung des Wieſen baus— 1000 1000 5) Für landwirthſchaftl. Wee zwei⸗ ter Claſſe—— 50 50 6) Koſten der landwirthſchaftl. Seufgrit: 5 800 8⁰⁰0 7) Koſten des Expedienten 1 200 200 8 Für Bureau⸗Requiſiten— 100 100 9) Für die Beſorgung des Lafer. und c nungsweſens 8— 150 150 Gun 1000 3450 4450 Die näheren 1 über die Verwendung der einzelnen Ausgabepoſten ſind folgende: Zu 1 a. Wegen des Ankanfs von Bullen wird unverwetlt eine be— ſondere Bekanntmachung erlaſſen werden, unter welcher Bedingung ſich Gemeinden und Privaten dabei betheiligen können. Zu 1 b. Die Preisvertheilungen ſollen ſich auf drei beſchränken, bei jeder etwa 200 fl. verwendet, auch die Stationen ſo gewählt werden, daß auf der einen die Bewohner des Hinterlandes, auf der zweiten die des Vogelsberges und auf der dritten die der Wetterau zu con⸗ curriren vermögen. Ueber Ort und Zeit der Preisvertheilungen, die Bedingungen für die Concurrenz dabei ꝛc. erſcheint noch beſondere Bekanntmachung. Zu 2 a. Wegen Abgabe des Lucerneſaamens pro 1845 iſt be⸗ reits beſondere Bekanntmachung erſchienen. Zu 2 b. Auf die in der Unterhaltung eines Magazins landwirth⸗ ſchaftlicher Geräthe ſich darbietende Gelegenheit zu ihrer Anſchaffung(Bei⸗ lage zur landw. Zeitſchrift v. 1843 S. 13) wird wiederholt aufmerkſam gemacht. Zu 3. Für zweckmäßig angelegte Dungſtätten werden wieder an⸗ gemeſſene Preiſe zuerkannt werden. Wird es vorgezogen, die Dungſtätte⸗ Anlagen durch einen von Seiten des Vereins abzuordnenden Techniker projectiren und einleiten zu laſſen, ſo übernimmt die Koſten dieſes letzte— ren der Verein. Zwei Preiſe mit 50 fl. ſind aus dieſem Fond ausgeſetzt für die Auffindung und Ausbeutung von Mergelgruben. Auch wird eine Parthie Guano angekauft werden zum Zwecke der Abgabe an Landwirthe der Provinz, welche damit Verſuche anſtellen wollen. Zu 4. Auch im Laufe dieſes Jahres ſoll nur die Anlage größerer Complexe ins Auge gefaßt und die betreffende Summe zur Fertigung von Plänen für Be- und Entwäſſerungseinrichtungen auf größeren, dazu ent⸗ ſchieden geeigneten, Diſtricten, ſowie, ſo weit die Mittel reichen, zur Be⸗ ſtreitung der Koſten des die Aus führung leitenden Technikers verwen— det werden. Gießen den 4. Mai 1845. Der Präfident des landwirthſchaftl. Vereins von Oberheſſen. v. Firnhaber⸗Jordis. Aus zuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 15. (Schluß.) XX. Concurrenz für die Lehrerſtelle der Mathematik und Na— turwiſſenſchaft an der Realſchule zu Biedenkopf mit jährlich 700 fl., unter Vorbehalt eines temporären Abzugs von 45 fl.; die Lehrerſtelle für die neueren Sprachen an derſelben Schule mit 640 fl., unter Vorbehalt eines temporären Abzugs von 20 fl.; die mit einem Theologen zu be— ſetzende Schulrectorsſtelle(1. Stadtſchule) daſ. mit jährlich 500 fl., unter Vorbehalt eines temporären Abzugs, von 30 fl.(Präſentation des Stadtvorſtandes zu Biedenkopf); die Domanial⸗ Aeentrauenftele zu Gladenbach(Cautionsleiſtung von 3000 fl.— Fencurren binnen 14 Tagen bei der Oberfinanzkammer 2. Sect.); die Dtſtrictseinnehmerei Mainz mit einem fixen Gehalte von 1500 fl. und der Verpflichtung zur Leiſtung einer Dienſteaution von 5000 fl.(Concurrenz binnen 14 Tagen bei Großh. Oberfinanzkammer 1. Sect.).— XXI. Geſtorben ſind: Am 13. Juli 1844 der Steuercommiſſär Weitz zu Großgerau; am 8. Febr. 1845 der Schullehrer Unkelhäuſer zu Sulzheim; am 16. der penſ. Major Königerz am 27. der Schulleh⸗ rer Barth zu Niederſaulheim; am 19. März der Schullehrer Maul zu Holzmühl; am 24. der penſ. Hauptmann Hoffmann J.; am 31. die Wittwe des Profeſſors und Pädagogiarchen Rumpf zu Gießenz am 7. April der Diſtrictseinnehmer Görz in Mainz; am 9. der Förſter Wer⸗ ner zu Oberſchmitten; der Ergänzungsrichter am Friedensgerichte zu Niederolm Seibertz am 19. der Hofrath Schatzmann zu Darmſtadt; am 21. der penſ. Hauptmann Schmidt; am 23. der penſ. Rentamtmann Hanneſſe zu Darmſtadt; am 26. der Notär Hundhauſen zu Gaual besheim; am 27. der Kreisgerichtsbote Merz zu Mainz. „ 172*. Friedberg den 29. Mai 1845. Se. Königl. Hoheit den Erbgroßherzog hatten wir die hohe Freude geſtern kurz nach 12 Uhr in unſere Stadt einfahren zu ſehen.— Höchſtdieſelben trafen geſtern Nachmittag Anordnungen wegen Bauten am Grßh. Schloſſe und wegen Anagen im Schloßgarten dahier, inſpicirten die⸗ ſen Vormittag die Mannſchaft des dahier garniſonirenden 2. Bataillons des 4. Infanterie⸗Regiments und reiſ'ten ge⸗ gen 11 Uhr nach dem Bade Salzhauſen. Wie wir ver⸗ nehmen, ſollen mehrere intereſfante Punkte in unſerer Provinz durch Anlagen pverſchönert und mit der Altenburg bei Nidda der Anfang gemacht werden.— Gewiß wird dann auch unſer Winterſtein, auf dem man eine ſo herrliche Ausſicht in die geſegnete ſchöne Wetterau hat, eine Verzie⸗ rung und vielleicht auch ein kleines Obdach erhalten. Von Obererlenbach wird uns ſehr Erfreuliches über die Fortſchritte des dortigen Sängervereins gemacht. Das iſt brav, Ihr Sänger! fahrt nur mit gleichem Eifer fort und ſeid ein Muſter von Eintracht und Beharrlichkeit und er⸗ freut Euch und Andre durch Euern Geſang. Dagegen wird uns aus der Nähe von Steinbach etwas höchſt Unerfreuliches mitgetheilt. Am 26. Mai, Abends 8 ½ Uhr, hat eine verruchte Hand im ſteinbacher Gemeinde— wald einen jungen Kiefernbeſtand auf drei verſchiedenen Stellen angezuͤndet. Dem Dienſteifer und der Beſonnenheit des Forſtſchützen Hill von Steinbach, unter Mitwirkung des Caſpar Brier zu Steinbach, verdankt dieſe Gemeinde die Erhaltung von 100 Morgen 15 bis 20jährigen Kiefern. Die drei verſchiedenen Brände waren ungefähr 300 Schritte von einander und das Feuer hatte ſich bereits über eine Flache von ohngefähr ſechs Quardratklaftern ausgebreitet, Orthographie wetterauiſcher Woͤrter. (Fortſetzung von Nr. 17 d. Bl.) 24) heint, d. i. dieſe Nacht(ſowohl die juͤngſt ver⸗ gangene, als auch die gegenwärtige oder die nächſt zukünf⸗ tigeß. So, wie wir Wetterauer das Wort jetzt noch ſpre— chen, ſchreibt es ſchon unſer Landsmann Alberus 1540. Es lautete in älterer deutſcher Sprache mit langem i: hint, und dieß iſt zuſammengezogen aus altdeutſch hinacht(mit langem i), welches Wort aus altdeutſch hi und Nacht zu⸗ ſammengeſetzt iſt und„dieſe Nacht“ ausdrückt. Da wir Wetterauer aber dieſe Entſtehung des Wortes nicht mehr fühlen, weil wir in unſerm heint kein„Nacht“ mehr aus⸗ ſprechen, wie unſere Vorväter vor 1000 Jahren in hinacht, ſo ſagen wir auch: heint Nacht, welches in unſrer Mund⸗ art heint Noacht lautet. Allein das iſt unnöthige Wort⸗ fülle und„Nacht, kann bei heint füglich wegbleiben, da „Nacht“ ſchon in heint ſteckt, wie wir eben geſehen. 25) Der Höhrauch, d. i. der trockne nebelartige Dampf in dem Luftkreis an der Erde zu heißer Sommers⸗ zeit. So ſchreibt man unſer wetterauiſches Wort Hihrahch, zuſammengeſetzt aus Hih d. i. Höhe und der Rahch d. i. Rauch. Man darf alſo nach unſerm wetterauiſchen Worte nicht hochdeutſch Heerrauch, Hehrrauch, Haarrauch oder auch Höhenrauch ſchreiben, wie manche in Büchern thun. Wir haben die Benennung Höhr auch wohl deswegen, weil wir jenen trocknen Erdrauch nach der Höhe chöhern Gegend) hin ſehen.— Ich erlaube mir hierbei eine Frage. Spricht man irgend wo in der Wetterau oder in Oberheſſen: der Hahrahch anſtatt der Hihrahch? Das wäre intereſſant! Denn der Hahrahch Hah-Rahch) wäre dann hochdeutſch der Heir auch, wie jener trockne Dampf eigentlich heißen müßte und auch wirklich noch bayeriſch heißt. Heirauch, zuſammengeſetzt aus altdeutſch das Hei d. i. Sonnenbrand, Hitze, heißes Wetter, und Rauch, bedeutet eigentlich: Rauch von heißem Wetter. 26) Die Schalte, d. i. der Fenſterladen. So lau⸗ tet das wetterauiſche Wort„die Schale,(mit langem a) im Schriftdeutſchen. Es kommt von dem altdeutſchen Worte ſchalten, inſofern dieſes ſtoßen(hier: auf- und zuſtoßen) und ſchieben bedeutet. Daher nennt man auch im Schrift— deutſchen ein hölzernes Schiebefenſterchen oder Schiebethür— chen und dann überhaupt ein Verſchlußthürchen einer Fen⸗ ſteröffnung: der Schalter. Man denke nur an den ſoge⸗ nannten Poſtſchalter, die Schaltern an ältern Kramlä⸗ den u. ſ. w. Berichtigung: In Nr. 17. dieſes Jahres S. 66. Zeile 13. lies Weve anſtatt Werk. W. Kirchenbuchs⸗Auszug vom April 1845. I. Butzbach. Getraute: 12. Ludwig Friedrich Schuſter Großh. Lehrer an der Ele⸗ mentarſchule dahier, des verlebten Bürgers in Fried— berg und Secretär an den Stiftungen daſelbſt Johann Adam Schuſter, nachgelaſſener ehelich lediger Sohn und Suſanna Eliſabeth Schröder, des Gr. Kaſernen⸗ wärters dahier Heinrich Schröder, ehelich erzeugte le⸗ dige Tochter. 13.(zu Florſtadt) Johannes Grüninger VI. Bürger und Lohgerber zu Butzbach des daſelbſt verſtorbenen Bür⸗ gers und Lohgerbers Chriſtoph Grüninger, nachgelaſſe⸗ ner ehelich lediger Sohn und Maria Koch, des Orts⸗ bürgers und Ackermanns zu Florſtadt Wilhelm Koch, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 6. Dem Burger und Schuhmachermeiſter Konrad Kiefer eine Tochter, Anna Katharina Margaretha, geb. den 21. März. 6. Dem Buͤrger und Metzgermeiſter Jacob Kobelt ein Sohn, Heinrich, geb. den 8. März. 13. Dem Oberwachtmeiſter im Garde-Regiment Chevauxle⸗ gers Johann Philipp Feurer ein Sohn, Heinrich, geb. den 26. März. 13. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Johannes Frei⸗ tag ein Sohn, Jakob Wilhelm, geb. den 27. März. 13. Dem Bürger und Bäckermeiſter Adam Wendel eine Tochter, Johanna Eliſabeth, geb. den 14. März. 20. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Jakob Bartel ein Sohn, Friedrich, geb. den 6. Afril. 20. Dem Bürger und Gerbermeiſter Johannes Grünin⸗ ger VIII. ein Sohn, Bernhard, geb. den 29. März. Beerdigte: 2. Johann Chriſtian Orth, Bürger und Sattlermeiſter zu Butzbach, alt 52 Jahre, 10 Monate, 7 Tage, f den 31. März. 5. Johann Ludwig, des Bürgers und Gerbermeiſters Jo⸗ hannes Küchel IV. eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 5 Tage, t den 3. April. 8. Louiſe Katharina, des hieſigen Burgers und Schuh⸗ machermeiſters Adam Stein Ehefrau, geb. Spornhauer alt 34 Jahre, 8 Monat, 8 Tage, I den 6. April. 17. Anna Katharina, des verlebten Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Joh. Rothhardt nachgelaſſene Wittwe, alt 66 Jahre, 20 Tage, T den 15. April. (113 hat an Grundſ gelegen 793/12. 77e. verkauft deſſen ſeinen? welche? jeichnele, ben, all Wochen e gründen, unbedingt Grün 0 707 ter iſt heſſen f unter E geſtellt konnen nannten Grü 0 (686) zu Solm Wetterfe Alsdorf; ſollen für 1) bond 00 ſeſtgefetz Etwage ihre An dahier a die Aut, Herrn& fügt werk Lauba Gr. 3 0 (1) eim, ge nach über Reihe 9e Nufenthg nen 3 9 6 * 19. Juliana Karolina, des Großh. Zolleinnehmers Heinrich Pfeil, ehelich erzeugtes Töchterchen, alt 1 Jahr, 1 Tag, f den 17. April 25. Anna Katharina, des Bürgers und Gärtners Chriſtoph Nn. In Bezu Mölich eheliches Töchterchen, alt 9 Monate, 27 Tage, + den 23. April. den 23. Apr. 25. Jakob Chriſtian Eduard, des Bürgers und Chirurgen Wilhelm Berg, eheliches Söhnchen, alt 5 Monate, 7 * 173 Für die Waſſerbeſchaͤdigten iſt bei C. Bindernagel eingegangenen: durch Großh. Heſſ. Kreisrath dahier von der Gemeinde Burggrafenrod 3 fl. 45 kr. merkt, daß daſelbſt au auf Büdesheim wird hier noch nachträglich be⸗ 5 er dem in Nr. 40 erwähnten Betrag bereits An⸗ fangs April l. J. durch eine Sammlung milder Gaben 40 fl.% kr. für die Waſſerbeſchädigten im Großherzogthum Heſſen beigeſteuert wurden. Für die Deutſch⸗ Katholiken zu Offenbach iſt bei mir eingegangen: von P. A. aus Florſtapt 1 fl. Friedberg den 2. Juui 1845. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edietal ladung. (713) peter Wilbelm V. von Beltershein hat an Heinrich Kraft von Grünberg folgende Grundſtücke in der Gemarkung Beltershein gelegen 793/J.2. Wieſe im Tiefſaal, 772425. Wieſe unter der Taubenkaut, verkauft, vermag aber ſein Eigenthum an deſſen Liegenſchaft nicht nachzuweiſen. Auf ſeinen Antrag werden daher alle Diejenigen, welche Anſprüche jeglicher Art an die Vorbe— zeichneten Grundſtücke bilden zu können glau— ben, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen dabier geltend zu machen und zu be⸗ gründen, widrigenfalls der fragl. Kaufbrief unbedingt gerichtlich beſtätigt werden wird. Grünberg den 15. Mai 1845. Groß. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bekanntmachung. (707) Der Soldat Heinrich Böcher zu Lau⸗ ter iſt von Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ beſſen für einen Verſchwender erklärt und unter Curatel des Friedrich Böcher zu Lauter geſtellt worden. Rechtsverbindliche Geſchäfte können bieyngch nur mit Einwilligung des ge— nannten Curators mit ihm eingegangen werden. Grünberg den 8. Mai 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Edicetalladung. (6860 Alle von dem Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach aus den Gemarkungen Wetterfeld, Freienſeen, Lardenbach und Solms— Ilsdorf zu beziebende ablösbare Grundrenten ſollen für die deßhalb vergleichsweiſe und zwar: 1) von der Gemarkung Wetterfeld auf 14,025 „% kr. 22 785 Gemarkung Freienſeen auf 22,821 fl. 45 kr. 3) von der Gemarkung Lardenbach auf 3,400 fl. 4) von der Gemarkung Solms-⸗Ilsdorf auf 2,400 fl. feſtgefetzten Abkaufkapſtalien abgelöſt werden. Etwaige bei dieſen Ablöſungen Betheiligte haben ihre Anſprüche binnen zwei Monaten a dato dahier anzuzeigen und zu begründen, gegenfalls die Auszahlung der Abkaufkapitalien an den Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach ver⸗ fügt werden wird. Laubach am 4. Mai 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daf. Brumhard. Edictal ladung. (677) Johann Chriſtoph Rahn von Weckes⸗ heim, geboren den 23. October 1772, dem⸗ nach über 70 Jahre alt, übrigens ſeit einer Reihe von Jahren verſchollen und unbekannten Aufenthalts, wird aufgefordert, ſogewiß bin— nen 3 Monaten ſich dahier anzumelden, als er ſonſten für todt erachtet und ſein, unter curatoriſcher Verwaltung ſtebendes, übrigens unbedentendes, Vermögen als Nachlaß behan⸗ delt werden wird. Etwaige Anſprüche an denſelben, aus Erb— recht oder ſonſtigem Rechtsgrund ſind binnen gleicher Friſt, bei Vermeidung der Nichtbe⸗ achtung, dahier anzuzeigen. Hungen den 3. Mai 1845. Gr. Heff. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Edicetalla dung. (747) Philipp Rühl, ledig, von Köddingen hat ſeine, in daſiger Gemarkung gelegenen, Immobilien, über welche Grundbuchs Auszug zur Einſicht bei den Acten liegt, veräußert, ohne ſich über das Eigenthum derſelben urkund— lich ausweiſen zu können. Es werden deß⸗ balb alle Diejenigen, welche an dieſe Immo— bilien Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An ſpruche zu haben vermeinen, zu deren Gel— tendmachung und Begründung um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen a dato aufgefordert, als ſonſt die Beſtätigung des Kaufsbriefs erfolgt Ulrichſtein den 20. Mai 1845. Großh. Heſſ. Lanbgericht daſ. Zimmermann. Holz ⸗Verſteigerung. (761) Künftigen Freitag den 6. Juni. Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden auf dem Gräflich Solms⸗Rödelheimiſchen Bergwerke bei Bauern⸗ beim 23 Stecken gemiſchtes Brennholz und etliche Haufen Zimmerſpäne meiſtbietend ver— kauft. Oſſenheim den 27. Mai 1845. Weis. Arbeits- Verſteigerung. (763) Donnerſtag den 5. Juni, Morgens 10% Uhr, wird in dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten das Anlegen eines Vieinal— weges nach Nanheim und Pflaſtern einer Mulde, erſtere Arbeit vervoranſchlagt zu 83 fl. 12 kr., letztere aber zu 2 fl. 12 kr., öffentlich wenigſtnehmend und mit dem Anfügen verſtei— gert werden, daß der Voranſchlag bis zum Verſteigerungstermine bei dem Unterzeichneten eingeſehen werden kann. Friedberg am 28. Mai 1845. Der Beigeordnete Bender. Arbeits- Verſteigerung. (760 Donnerſtag den 5. Juni, Morgens 10 Uhr, wird in dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten das Anfahren mehrerer Klftr. Baſaltſteine aus dem freiberrlich von Löwi— ſchen Steinbruche zu Löwenthal, ſodann um dieſelbe Stunde das Anliefern mehrerer Klftr. Kies aus der Uſa, jenſeits Nauheim, öffent— lich wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 29. Mai 1845. Der Beigeordnete Bender. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (7790 Der Reſt der 1844r fiscaliſchen Früchte auf dem hieſigen Speicher beſtehend in unge— fähr 7 Malter Waitzen, 140 Malter Korn, 25 Malter Gerſte und 40 Malter Hafer, wird Dienſtag den 10. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hierxonimus vor dem ehema'ichen Mainzerthore, öffentlich verſteigert. Friedberg den 31. Mai 1845. Der Großb. Domänenrath Bu ß. Bekanntmachung. Holzverſteigerung in den Gr. Domaniaſwal⸗ dungen des Reviers Hochweiſel Forſt's Fried⸗ berg betreffend. (780) Freitag den 6. Juni d. F. ſollen in den ſich unmittelbar berührenden Diſtricten: vorderſter und mittelſter Köppel, ſowie in der Griebelsbecke die nachverzeichneten Holz⸗ ſortimente unter den gewöhnlichen Steige— rungs⸗Bedingungen auf öffentlichem Wege, verwerthet werden, als: 15 43½ Stecken buchen Scheitholz I. Kl., 29 4 117 17 77 II. Kl., 3 14** Prügelholz, 4 115¼½ 7 7. Stockholz II. Kl., 5) 6000 Wellen 7 6) 62 Kökfß. 1 Reisbolz und. Stammholz in drei Klötzen beſtehend. Auch findet an demſelben Tage die Verſtei— gerung von circa 800 Wellen Ginſterbackreiſig in der Reitzenbecke unter den für dieſelben bisher angewendeten Bedingungen ſtatt. Luſttragende belieben ſich daher Morgens präcis halb 9 Uhr, in dem Holzfällungsorte des vorderſten Köppets einzufinden. Hochweiſel den 28. Mai 1845. Der Großb. Heſſ. Revierförſter des Reviers Hochweiſel. Stillgebauer. Verſteigerung von Bauarbeiten. (781) die bei Reparatur des alten Kran⸗ kenhauſes im Eichelsbofe dahier erforderlichen Bauarbeiten und Materiallieferungen, als: fl. kr. Maurerarbeit veranſchlagt zu 103.— Zimmerarbeit 1 1 100 20 Dachdeckerarbeit 17* 7— Schreinerarbeit 15 1 117— Glaſerarbeit 5 17 159— Schloſſerarbeit 177 1 176 30 Weißbinderarbeit* 183 30 Steinhauerarbeit„ 5 28 45 Lieferung von 500[Fuß geſchliffenen und 550[IFuß gewöhnlichen Quadratplatten, 5 Tauſend Backſteinen, 5 Tauſend Lehmſteinen, 3 Tauſend Rohrſteinen, 16 Bütten Kalk und 1,0 Klftr. Sand, ſollen Samſtag den 7. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ hauſe an gewerbsberechtigte Uebernehmer we⸗ nigſtfordeend in Accord gegeben werden. Friedberg den 1. Juni 1845. Der Stadtbaumeiſter Der Beigeordnete Ruths. Bender. Verſteigerung (782 einer durch Abbruch gewonnenen gro— ßen Partie ganz ſchadenfreiem eichenen Schwel— len-, Pfoſten⸗ und Riegelholzes verſchiedener Stärke, ſowie mehrerer Tauſend Stück Dach— ziegel iſt auf * . 1 — f J Montag den 9. Juni l. J., Nachmittags 1 Uhr, in der Behauſung des Unterzeichneten anbe⸗ raumt, wozu Kaufliebbaber eingeladen werden. Vilbel den 2. Juni 1845. 5 Der Großh. Beigeordnete Hinkel. Bekanntmachung. (783) Folgende Gegenſtände 1) fünf Paar weiße baumwollene Frauen⸗ ſtrümpfe M. K. roth gezeichnet, 2) drei Paar blaue und weiße baumwollene Frauenſtrümpfe am oberen Ende mit einem etwa 4 Finger breiten weißen Rande zwei Paar M. K roth gezeichnet, 3) ein Paar blaue baumwollene Frauen⸗ ſtrümpfe am oberen Ende mit einem weißen Rande, an den Füßen bereits geſtopft, 8 4) drei hellgraue wollene Frauenſtrümpfe, an den Verſen etwas geſtopft, 5) fünf hellgraue wollene Mannsſtrümpfe, 6) zwei Paar weiße baumwollene Kinder⸗ ſtrümpfe mit rother Seide J. C. gezeichnet, 7) ein Paar dergleichen mit ſchwarzen Per— len J. C. gezeichnet, 8) zwei Paar dergleichen C. C. roth gezeichnet, 9) zwei Paar blaue und weiße baumwollene Kinderſtrümpfe G. C. roth. gezeichnet 10) eine Nachtjacke hellblau und weiß geſtreift, ſchon etwas verwaſchen, 11) ein Paar Knabenhoſen von ſchwarzem Tuch, über dem einen Knie befindet ſich ein zugenähter Riß, 12) ein Paar Knabenhoſen mit Leib von ſchwarzem Tuch und Beinen von gewür— felter Beiderwolle, 13) ein Kinderröckchen von veilchenblauem Zeuge mit einem Spenzerchen von Bei⸗ derwolle, 14) ein Oberrock von ruſſiſch grünem Tuche, 15) eine Mütze von ſchwarzem Tuche, 260 eine Tabackspfeife mit einem Porzellan⸗ kopf, auf welchem ſich ein munnliches Bruſtbild befindet und unter welchem der Name Paul ſteht, 17) ein Schnupftuch von lilla carirtem Jaco⸗ net, 180 eine Knabenweſte von ſchwarzem Laſting, 19) ein Paar Knabenhoſen von carrirtem Zeug, 20) eine Knabenmütze von königblauem Tuche ſind in Homburg entwendet worden. Den Gr. Bürgermeiſtern wird hiervon Kenntniß gegeben, um bei etwa ſich ergebenden Ver— dachtsgründen geeigneten Falles neben Ver— haftung der verdächtigen Perſonen, ſo fortige Anzeige zu machen. Sodann wird von dem Ankaufe jener Ge— genſtände gewarnt und es wird jeder dem ſie zum Verkaufe angeboten werden ſollten, dies den betreffenden Polizeibehörden ſogleich an— zu zeigen, aufgefordert. Friedberg am 26. Mai 1845. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (780 Nächſten Samſtag den 7. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nachverzeichnete Arbeiten an ge— werbsberechtigte Uebernehmer wenigſtnehmend verſteigert werden, als: a) Die Lieferung von 70 Stück Pfoſten zur Einfriedigung des Alleeplatzes an der Lud⸗ wigsſtraße dahier und zwar von guten Rockenberger Sandſteinen, von gewöhn⸗ lichen Sandſteinen und von Böttinger Sandſteinen unter welchen 3 Arten nach der Verſteigerung „ 174. die am vortheilhafteſte erſcheinende zur Aus— wahl vorbehalten bleibt. 5) Die Anlieferung der dazu erforderlichen Ketten nebſt dem Befeſtigen derſelben und zwar von Schmiedeiſen circa 1500 Pfund, von Gußeiſen circa 2500 Pfund, wobei ebenfalls Auswahl vorbehalten wird. Auswärtige unbekannte Steigluſtige haben hinreichende Caution oder ſichere Bürgſchaft zu leiſten. Friedberg am 1. Juni 1845. Der Stadtbaumeiſter Der Gr. Beigeordnete Ruths Bender. Edietalladung. (785) Heinrich Rühl VI. zu Köddingen hat an den Gr. Forſtfiscus das nachbenannte Grundſtück: 1066/14 XVI/82 214[IKlftr. Wieſe in der Süßeneck an Konrad Korell G. E. und Heinrich Ruppert gelegen, verkauft, ohne ſein Eigenthumsrecht daran urkundlich nachweiſen zu konnen, weßhalb alle Diejenigen, welche Eigentyums- oder ſonſtige dingliche Rechte an jenes Grundſtuck zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert werden, ſolche binnen 4 Wochen von heute an dahier anzu⸗ zeigen und zu begründen, gegenfalls der Kauf⸗ brief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 27. Mai 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Holz⸗Verſteigerung. (780) Montag den 30. Juni d. J., Mor⸗ gens 11 Uhr und den darauf folgenden Tag, werden in dem Grävenwiesbacher Gemeinde; wald in nachſtehenden Diſtricten: 1) Hardt 1. Theil. 100 eichene Bau- und Werkholzſtämme zu 2102 Kubikfuß, 80 ¼ Klafter eichenes Scheit, 11%„ buchenes Scheitholz, 16 Stück buchene Achſen, 4„ eichene Deichſeln, 9 2„ Pfiugsrehe, 100„ buchene Wellen, 1425„ eichene Wellen, 42¼ Klafter Stockholz. f II. Wolfskaut 2. Theil. 9 eichene Bau- und Werkholzſtämme zu 76 Kubikfuß, a 1 birkener Stamm zu 11 Kubikfuß, 1 Klafter buchen Holz, 14„ elchen Holz, 3½„ birken Holz, 1 Stück Achſe, 7„ Deichſeln und 63„ Geruſtholzer verſteigert. üſingen den 25. Mai 1845. Hrzl. Naſſ. Landoberſchultheiſerei Schapper. Holz ⸗Verſteigerung. (787) Montag den 9. Juni d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewalde, Diſtriet Hieſigwald 29½ Stecken eichen Scheitholz. 13%„ Prügelholz, 430 Stück„Wellen auf Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Kleinkarben den 30. Mai 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Storck. Pflaſterarbeit (788) Montag den 9. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe die für dieſes Jahr zu fertigende Pflaſterarbeit namentlich die Raine und den Seitenpfad vom Schulhauſe bis an die Chauſſeebrücke ſauber zu pflaſtern im Betrage von 90 Klftr. Länge und 8 Fuß Breite, veranſchlagt zu 72 fl., an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Büdesheim den 30. Mai 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep. Bekanntmachung. (789) Mittwoch den 11. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſollen bei Fürſtlicher Rentei Griedel 40 Malter Waizen, 400 7 Korn, 260„ Gerſte, 5 100„Hafer, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Griedel den 28. Mai 1845. Der Rentamtmann Friedrich. NN ννι N Privat ⸗ Bekanntmachungen. A n; i g. (790) Meinen verehrten Kunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich nun⸗ mehr meine Wohnung bei Herrn Spengler— meiſter Ludwig in der Metzgergaſſe habe. Gleichzeitig erlaube ich mir, dem verehrlichen publikum mich als Herren⸗Schneider beßtens zu empfehlen, indem ich es mir ſtets angele⸗ gen ſeyn laſſe, neben einer möglichſt prompten Bedienung durch gute und moderne Arbeit die Zufriedenbeit meiner Kunden, ſowie das mir geſchenkt werdende Zutrauen, zu erhalten. a u ſt/ Herrn⸗Schneidermeiſter. Ein Waſchbüttchen (191) wurde mir vor einigen Tagen auf der Seewieſe gegen ein anderes vertauſcht, was ich der hierbei betheiligten Perſon mit der Bitte um Beſeitigung der vorgefallenen Verwechſelung, mittheile. N Philipp'Hanſtein. Concert in Salzhauſen. (7920) Sonntag den 8. Juni wird bei gün⸗ ſtiger Witterung von einigen Studirenden in Salzhauſen zum Beßten einer hülfsbedürf— tigen Familie ein Concert veranſtaltet, wozu man höflichſt einladet. A mee ig gase. (793) Dem unterzeichneten ſind kürzlich zwei Biſam⸗Enten ſammt einigen Hühnern abhanden gekommen. Ich werde denjenigen, welcher mir zu deren Wiedererlangung behülf— lich iſt, angemeſſen belohnen.. Vilbel den 30. Mai 1845. Großmann, Kreisthierarzt. Einen vollſtändigen neuen Wagen, (7910 welcher ein⸗ und zweiſpännig gefab⸗ ren werden kann, hat zu verkaufen Schmiedmeiſter Pfarrer in Weckesheim. Einladung. (795) Am Geburtstage Sr. Königlichen Hoheit nnſeres Durchlauchtigſten Erbgroßher⸗ zogs deu 9. Juni, am Tage des Hauptſchießens, findet in meiner Behauſung um 12 Uhr table d'höte und von Nachmittags 3 Uhr an gut beſetzte Harmonie⸗Muſik auf dem Schießplatze ſtatt, wozu höflichſt einladet i D. Fritz. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Oarm Konigret und bon von Po ſchaft ur . die W Darw wüttag mit B 18⁴⁵ gang! deſſelb 16. 9 Fa ſſe Verſch mer be die dane erſten ze f März d Karl A in die waren, Erb v zu führ händler lage en nach die D dachte geſet noch Eren