— * 1 — Intelligenz-Olatt für die n 8 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen 8 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. A m t U i ch e 1 T h e i. beſtrebt, aufregende Schriften ſeines Verlages in Deutſchland zu verbreiten, 1 ſo haben des Großherzogs Königl. Hoheit ſich veranlaßt gefunden, den 1 Debit ſämmtlicher Verlagsartikel dieſes Comptoirs innerhalb des Groß⸗ ge. Der Großherzoglich Heſſiſche herzogthums, unter Androhung der Beſchlagnahme und einer Polizeiſtrafe berg 1— 3 von zehn Gulden für jedes Exemplar, zu unterſagen. Dieſe Verord⸗ a Kreisrath des Kreiſes Friedberg nung tritt vom Tage ihres Erſcheinens im Regierungsblatte an in Wirk⸗ 1 5 1 N 2 2 ſamkeit.— Ucht an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. IV. Promotionen für die Gr. Landesuniverſität. Die Betreffend: Die Voranſchläge der Gemeinden des Kreiſes Friedberg juriſtiſche Doctorwürde erhielten: am 24. Mai Ludwig Bamberger, 26. ichen Kicche. für 1846. Joh. Joſ. Börckel, 18. Juni Georg Oechsner, 19. Ludwig Ant. Lip⸗ 8 Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben in Nr. 57 pert, ſämmtl. aus Mainz.— Rate des Intelligenzblatts vom Jahr 1844, weiſe ich Sie hier⸗ V. Namensveränderungen. Es wurde geſtattet: Am 10. Bülcöſicen durch an, unter Beachtung des dort Geſagten die Voran⸗ +Juni dem Adoptivſohne des Schneidermeiſters Koppel Hecht zu Offen⸗ g dten da, ſchläge für 1846 bis Ende Auguſt d. J. unfehlbar anher bach, Iſaae, künftig den Familiennamen„Hechtez am 17. dem Adoptio⸗ wen, ſo einzuſenden. ſohne des Metzgermeiſters Jae. Spengler zu Offenbach, Jac. Lamprecht, cpenen di Zugleich bemerke ich Ihnen weiter, daß fuͤr dieſes künftig den Familiennamen„Spengler“ und dem Seligmann Kauf— N denen; neh Jahr die Beilage Nr. 2 zum Voranſchlag ſpeciell aufzu— mann Worms zu Gießen künftig den Namen„Seligmann Kauf— Wenke ſtellen iſt. mann“ zu führen.— 1 . Friedberg den 28. Juli 1845. VI. Ertheilung von Patenten: Am 25. Map wurde dem 14 b 135 K che ler. Director der k. preuß. Provinzialgewerbſchule zu Trier, Carl Hartmann, 0 1 für den ganzen Umfang des Großherzogthums und für die Dauer der U 5 nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht ertheilt, den von ihm erfunde⸗ 1 ö nen Steinkohlen-Gas⸗Ofen allein verfertigen zu dürfen; am 6. Juni dem N otin, Der Großherzoglich Heſſiſche Joh. Pet. Adolph Vollmar zu Kempten auf gleiche Weiſe für die An⸗ 5 e wendung der von ihm erfundenen Maſchine zur Fabrication von feinem N * Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg Bindfaden.— ö maſlis ö 2555. VII. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: Am ö f an ſammtliche Bürger meiſter dieſes Kreiſes. 27. Juni dem ordentl. Profeſſor Dr. med. et phil. Juſtus Liebig zu Betreffend: Die Verlegung der Jahrmärkte in Herbſtein. Gießen für das ihm von S. M. dem Kaiſer von Rußland verliehene N Der Stadt Herbſtein iſt geſtattet worden, den ſeit vie— Ritterkreuz des St. Wladimir-Ordens.— S. K. H. der Großherzog 0 * len Jahren im Monat Auguſt abgehaltenen Krämermarkt, baben ferner dem bisher am k. preuß. Hofe als großh. heſſ. außerord. diesmal Montag den 11. Auguſt abzuhalten, was Sie in Geſandte und bevollm. Miniſter beglaubigt geweſenen Generallieut. und * Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen haben. Gereraladjut. Prinzen Auguſt zu Sayn ⸗Wittgenſteln⸗ Berleburg * i Iten Grünberg den 28. Juli 1845. die Erlaubniß gnädigſt ertheilt, das demſelben bei deſſen jüngſt erfolgter mein“ Ouvrier. Abberufung von jenem Poſten von S. M. dem König von Preußen ver— liehene Großkreuz des k. preuß. rothen Adlerordens anzunehmen und zu tragen.— ö 5 5 VIII. Dienſt nachrichten: Am 24. Juni wurde dem kath. Pfar⸗ 0 Auszüge aus dem Regierungsblatte. rer Cullmann zu Bretzenheim die Pfarrei St. Quintin zu Mainz und ö 2: dem Pfarrverwalter Braun zu Neckarſteinach die kath. Pfarrſtelle daſelbſt N Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 22. übertragen; der Actuariats-Gehülfe Schäfer zu Höchſt zum Aetuar bei 0 I. Verbot der Verlagsartikel des literariſchen Comptoirs dem Landgerichte zu Fürth ernannt; am 25. dem Schulvicar Stier zu in Zürich und Winterthur. Das Gr. Miniſterium des Innern und Königſtädten die 2. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen am 1. der Juſtiz macht unterm 23. d. M., aus Allerhöchſtem Auftrage, bekannt: Juli der Oberappellations- u. Caſſationsgerichtsrath, Geh. Rath Ludwig Da das literariſche Comptoir in Zürich und Winterthur fortwährend ſich zum Director des Oberappelations-⸗ u. Caſſationsgerichts, ſodann die Hof⸗ gerichtsräthe v. Biegeleben und Frank dahier zu Mitgliedern und Räthen bel dem Oberappelatlons⸗ und Caſſatlonsgerichte ernannt; dem Pfarrer Vief zu Hering die katß. Pfarrſtelle zu Lämmerſpiel übertragen; der von ſämmtlichen Rieveſel Freiherrn zu Eiſenbach für die Stelle eines Forſipolizeibegmten in ihren Besitzungen präſentirte Oberförſter Heimber⸗ ger zu Lauterbach in dieſer Elgenſchaft, am 4. der von dem Hrn. Grafen n Stolberg Wernigerode und Gedern auf die evangel. Pfarrſtelle zu Volkartshain präſentirte Pfarramtscandidat Landmann aus Ranſtadt Tür pieſe Stelle bestatigt; am 8, dem Schulvicar Engeldrum die kath. Schullehrerſtelle zu Heppenheim g. d. W. übertragenz am 10. dem Geo⸗ melergehülfen Jäger gus Steinfurt das Patent als Geometer 3. Cl. für den Kreis Alsfelp erthellt; am 11. der Landrichter Eigenbrodt zu Groß⸗ gerau zum Mitgliede und Rathe und der Landgerichtsaſſeſſor Dr. Weber dabier zum Aſſeſſor m. St. bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg; der Calculator bei der Staatsſchulden-Tilgungskaſſe Petſch dahier zum 2. Buchhalter dabei ernannt; der Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Altenſchlirf, Sartorius, an das Landgericht Lorſch verſetzt; ſodann der von den Freiherren v. Riedeſel auf die Stelle eines Landrichters zu Alten⸗ ſchlirf präſentirte vormalige Hofg.-Secret.-Acceſſiſt, nunmehrige gräfl. gör⸗ tziſche Kammerrath Eigenbrodt zu Schlitz für dieſe Stelle beſtätigt und der Hofg.⸗Secret.⸗Acceſſift Ceßner aus Gießen zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Altenſchlirf; am 14. der Steuercontroleur v. Flammer⸗ dinge dahier zum Diſtrictsetnnehmer zu Mainz ernannt; am 15. dem Notär Dr. Klauprecht zu Wörrſtadt die durch die Dienſtentbindung des Notärs Gaßner zu Mainz erledigte Notariatsſtelle mit dem Amts- ſitze zu Mainz und dem Gerichtsacceſſiſten und Notariatscandidaten Dr. Gaßner zu Mainz die durch das Ableben des Notärs Hundhanſen zu Gaualgesheim erledigte Notariatsſtelle mit dem Amtsſitze zu Gaualges⸗ heim übertragen.— IX. Charakterverleihung: Am 1. Juli wurde dem Geh. Rathe Friedrich FIrhrn. v. Breidenſtein zu Breidenbach der Charak— ter eines wirklichen Geheimen Raths mit dem Prädicat„Excellenz“ ver⸗ liehen.— X. Dienſtentlaſſung: Am 15. Juli der Notär Gaßner zu Mainz, auf ſein Nachſuchen.— XI. Verſetzung in den Rnheſtand: Am 1. Juli der Haupt⸗ ſtaatscaſſe-Buchhalter Kuhlmann, auf ſein Nachſuchen.— XII. Concurrenz für: die 1. evang. Knabenſchullehrerſtelle 2. Abth. zu Darmſtadt mit jährlich 700 fl. und freier Wohnung oder Woh⸗ nungsvergütung von 150 fl.; die kath. Schullehrerſtelle zu Gadern, Kr. Heppenheim, mit 211 fl. nebſt 4 Stecken Holz zur Heizung des Schul— locals; die 3. kath. Mädchenſchullehrerſtelle zu Bensheim mit 300 fl. ohne freie Wohnung, jedoch mit freier Heizung der Schulſtube; die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Dudenhofen, Kr. Offenbach, mit 383 fl. 20 kr. nebſt 4 Stecken Tannenholz zur Heizung der Schulſtube; die evang. Pfarr— ſtelle zu Oſtheim, Kr. Friedberg, mit 963 fl.; die kath. Schullehrerſtelle zu Planig, Kr. Bingen, mit 292 fl., wobei der Schullehrer die Heizung der Schulſtube zu beſorgen hat.— XIII. Geſtorben ſind: Am 6. Sept. 1844 der Oberappell.- u. Caſſationsger.⸗Rath Müller; am 12. Juni der Schullehrer Welſch zu Rüſſelsheim; am 22. der Oberappell. und Caſſger.-Rath Höpfner; am 4. Juli der emeritirte kath. Pfarrer Klein zu Armsheim; am 8. der Domänenbote Flick zu Gladenbach. Zur Erheiterung. In einer Stadt wurden fuͤr einen milden Zweck Subſcriptionen geſammelt. Man kam auch zu einem jungen reichen Kaufmanne, der ohne alles Bedenken hundert Reichs— thaler unterzeichnete. Einige Tage darauf wurde die Liſte auch dem Vater des Genannten vorgelegt und man erwar— tete von ihm mindeſtens dieſelbe Summe, die der Sohn ge— zeichnet hatte, da er ja doch eigentlich das Hauptvermögen beſaß. Der Alte durchblättert die Liſte, dann nimmt er die Feder und ſchreibt— zehn Tahler. Das ſah Einer der . 240. Subſcribentenſammler und machte gegen den reichen Banquier die Bemerkung: er müſſe ſich geirrt haben, ſein Sohn habe ja 100 Thaler unterſchrieben.„O— erwiederte der Ange— redete— der hat gut ſchreiben, der hat einen reichen Vater, der für ihn bezahlt, aber für mich bezahlt kein Menſch, ich muß Alles ſelbſt bezahlen und da ſind 10 Thaler genug.“ * ** „Wer hat die Welt gemacht?“ fragte einſt im Examen der Lehrer ein Bübchen. Nicht ſo ſchnell, als der Lehrer es wünſchen mochte, folgte die Antwort und er fragte darum mit lauterer Stimme und mit einem gewiſſen Nach⸗ druck noch einmal:„wer hat die Welt gemacht? Da fieng der Kleine an zu weinen und ſagte unter Schluchzen:„ich war's, Herr Schullehrer, thun Sie mir nur Nichts, ich will's mein' Lebtag' nicht wieder thun.“ Der Lehrer biß ſich in die Lippe— die Verſammlung lachte. Programm des landwirthſchaftlichen Feſtes zu Grünberg am 7. Auguſt 1845. Das unterzeichnete Feſt-Comité beehrt ſich hierdurch zur Theilnahme an den Feierlichkeiten dieſes Tages unter Mittheilung der nachfolgenden Feſtordnung ergebenſt einzu— laden. §. 1. Das Feſt wird Abends vorher um 9 Uhr durch Böllerſalven angekündigt, worauf auf dem Marktplatze von dem hieſigen Muſikvereine Inſtrumentalmuſik erfolgt. §. 2. Am Feſttage wird in der Frühe daſſelbe wie⸗ derholt. §. 3. Um 7 Uhr verſammeln ſich die Theilnehmer im Rathhauſe und um 8 Uhr begeben ſich dieſelben in einem Feſtzuge durch die Stadt auf den nach Gießen hin gelege— nen Schießplatz in folgender Ordnung: Voran Jungfrauen und Jünglinge, hierauf die Stadtfahne mit nachfolgender Muſik, hiernächſt die Preisvertheilungs-Commiſſion in Begleitung der Beamten des landwirthſchaftlichen Vereins und des Stadtvorſtandes. §. 4. Der hieſige Muſikverein, welchem ſich der Ge— ſangverein mit der Fahne und alle diejenigen anreihen, welche Intereſſe für Foͤrderung und Hebung der Landwirth— ſchaft haben. §. 5. Mit Früchten geſchmückte Wagen. §. 6. Sobald der Zug auf dem Feſtplatz ankommt, begrüßt der Singverein den feſtlichen Tag mit einem Feſt— geſang. §. 7. Die Preisvertheilungs-Commiſſion wird hierauf nach deren Bekanntmachung die Beſichtigung des zur Preis— bewerbung aufgeſtellten Viehs und hernach die Vertheilung der Preiſe vornehmen. §. 8. Hiernächſt vereinigt man ſich in der Feſthalle zu einem Feſtmahle, wahrend welchem die in§. 3. genannte Muſik auſſpielt. §. 9. Beginnen nunmehr die Beluſtigungen der Jugend, und endlich erfolgt die Verlooſung von Vieh ꝛc. §. 10. Abends 8 Uhr Ball im Flick'ſchen Saale. Grünberg den 29. Juli 1845. Das Feſt-Comiteé: Flick. Henricy. Kistner. Sud heimer. Bel als 6 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. * πιNιπ.τι Leinwand Lieferung. 066) Die Lieferung von 2200 Ellen ge⸗ 8 8 für die hieſige Anſtalt ſoll Mittwoch den 6. Auguſt d. J., Vormittags 10 Ubr, auf dem Directorial-⸗Bureau dahier an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Die näheren Bedingungen ſowie Proben der Lieferung werden bei der Verſteigerung ſelbſt vorgelegt. 5 Marienſchloß am 17. Juli 1845. J. A NN— Der Verwalter Bauer. Edictalla dung. (1067) Eliſabetha Joſt von Oberſeiberten⸗ rod beabſichtigt ihre, in Ulrichſteiner Gemar⸗ kung gelegenen, Grundſtücke zu veräußern. Da ſie das Eigenthum derſelben urkundlich nicht nachweiſen kann, ſo fordert man alle Diejenigen, welche dingliche oder ſonſtige An⸗ ſprüche an gedachte Immobilien, uͤber welche Grundbuchs-Auszug bei den Acten und zu Jedermanns Einſicht in der Landgerichts Re⸗ giſtratur offen liegt, zu haben vermeinen, zu deren Anzeige und Begründung binnen vier Wochen von beute an, um ſo gewiſſer auf, als ſonſt der Eliſabethe Joſt die gewünſchte Eigenthumsbeſcheinigung ertheilt wird. Ulrichſtein den 15. Juli 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Arbeits Verſteigerung. (1080) Dienſtag den 5. Auguſt l. J. ſollen auf hieſigem Rathhauſe verſchiedene, bei Re⸗ paratur der hieſigen Stadtkirche vorkommende, Schloſſer⸗, Weißbinder, und Spenglerarbeiten öffentlich an den Wenigſtfordernden verſtei⸗ gert werden. Die Arbeiten betragen nach dem Voran⸗ ſchlag: 1 Schloſſerarbeiten 75 30 Weißbinderarbeiten 28— Spenglerarbeiten 275 40 Die näheren Bedingungen ſind auf dem Bureau des Unterzeichneten zu erfahren. Friedberg den 30. Juli 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (1092) Donnerſtag den 7. Auguſt l. J. Vormittags 10 Uhr, ſollen an Ort und Stelle⸗ unter den alsdann bekannt zu machenden Be⸗ dingungen. nachverzeichnete Arbeiten öffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert werden: 1) die Anfertigung eines neuen Hofthores an der Pfarrhofraithe zu Steinfurth, veran— ſchlagt zu 27 fl. 42 kr., 2) die Anfertigung einer Thüre an genannter Hofraithe, veranſchlagt zu 11 fl. 46 kr., 3) die Anfertigung eines Stückes Dachkandel, veranſchlagt zu 20 fl. 30 kr., 4) die theilweiſe Herſtellung des am Pfarrhauſe, veranſchlagt zu 11 fl. 20 kr. Steinfurth den 30. Juli 1845. Für den Kirchenvorſtand Textor, Pfarrer. Verſteigerung. (1093) Künftigen Dienſtag den 5. Auguſt I. J., Vormittags um 11 Ubr, ſollen in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Joutz zu Butzbach die früher von Friedrich Saraſin und Gernand Sauerbiers Wittwe angekauf— „ 241 ten Flächen vom Weislerthor bis zum Wetz⸗ lerthore öffentlich an die Meiſtbietenden als Eigenthum verſteigert werden. Im Fall der Verkauf kein günſtiges Reſul⸗ tat liefert, werden die genannten Grundſtücke auf 9 bis 12 Jahre öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden in demſelben Termin verpachtet. Friedberg den 25. Ju'i 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung, Verſteigerung von Leſeholz und von Heiden zu Backholz im Revier Oberrosbach, Forſt's Friedberg, betreffend: (1094) Dienſtag den 5. Auguſt d. J., Nachmittags um 2 Uhr, werden im Gr. Domanialwald Burgwald an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert: 6 ½ Wagen voll Leſeholz und 2313 Gebund Heiden zu Backholz. Die Zuſammenkunft iſt zu der oben be⸗ merkten Zeit bei dem Forſthaus Winterſtein. Oberrosbach den 28. Juli 1845. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. E diet alien. (1095) Albertus Wilbeims Eheleute von Reinhardshain entliehen bei Wilhelm Sieg, fried dahier laut gerichtlicher Schuld- und pfandverſchreibung vom 12. Mai 1818 ein Capital von 100 fl. gegen Verpfändung meh⸗ rerer Grundſtücke. Nach der Erklärung des Gläubigers iſt dieſes Darlehn abgefübrt und nunmehr die Löſchung der Verpfändung im Pfandbuche beantragt worden. Da jedoch die Obligation abhanden gekommen ſeyn ſoll, wer— den alle diejenigen, welche irgend Anſprüche daran bilden, hiermit aufgefordert, ſolche bin. nen ſechs Wochen von heute an ſo gewiß da⸗ hier anzumelden, widrigenfalls die Obligation für mortificirt erachtet und der deßfallſige Eintrag im pfandbuche gelöſcht werden wird. Grünberg den 22. Juli 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Der Director der Viehverſicherungs-Anſtalt des Kreiſes Grünberg an ſämmtliche Gr. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. (1096) Da mit dem 1. künftigen Monats eine neue Verſicherungs-Periode für die Schweine beginnt, ſo fordere ich Sie auf, die Declarationen über die vom 1. Auguſt bis letzten October d. J. zu verſichernde Schweine, an mich bis zum 8. künftigen Monats einzu— ſenden. Die deßfallſigen Formularien ſowie Formu⸗ larien zur Anzeige über gefallenes Vieh können erhalten werden bei Secretär Schäfer dahier. Schließlich mache ich noch darauf aufmerk⸗ ſam, daß nur geſunde Schweine von Ihnen aufgenommen werden dürfen und nicht wie in Gemeinden geſchehen kranke dem Tode nahe Krüppel. Allenfallſige Zuwiederhand— lungen werden ſtrenge geahntet werden. Nächträgliche Verſicherungen werden nicht mehr angenommen, indem hierdurch Unter⸗ ſchleife vorgekommen ſind. Grünberg am 27. Juni 1845. Bötticher. Bekanntmachung. (10977) Freitag den 8. Auguſt l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden bier zu Friedberg in der Wohnung des Gaſtwirths Hironimus vor dem ehemaligen Mainzerthore folgende bei Erbauung eines neuen Gebäudes für das Schullehrer⸗Seminar dahier vorkommenden Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen— den verſteigert. Nach dem Voranſchlag R* Ar⸗ 5 beiten: 1 1) Maurerarbeit 805 43 2) Steinhauerarbeit 3 3) Zimmerarbeit, 1060 10 4) Dachdeckerarbeit 525— 5) Schreinerarbeit 639 14 6) Schloſſerarbeit, 232 46 7) Glaſerarbeit 296 20 8) Weißbinderarbeit 764 4 9) Spenglerarbeit 42 56 Sodann die Anlieferung von 12 Cubklftr. Mauerſteinen, 100,000 Stück Backſteinen, 325 Bütten Kalk und 9,5 Cbklftr. Sand. Zu gleicher Zeit wird auch das alte Ge⸗ bäude auf den Abbruch und ſonſt noch alte Baumaterialien namentlich eine bedeutende Quantität altes Blei öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Voranſchläge und Riſſe liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 28. Juli 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Arbeits- Verſteigerung. (1098) Dienſtag den 5. Auguſt 1845, Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſollen folgende Straßenarbei⸗ ten, als: N fl. kr. 19 Planirarbeit, veranſchlagt zu 2 2) Cbauſſirarbeiten,„ 1 40 30 3) Pflaſterarbeit, 55* 16 5 4) Materialienlieferung, beſtehend in 3,5 Cb. klftr. Chauſſee- und 0,8 Cbklftr. Pflaſter⸗ ſteine, ſowie in 0,6 Cbelftr. Pflaſterſand, auf dem Rathhauſe zu Oſſenheim öffentlich wenigſtnehmend verſteigert werden. Bauernheim den 28. Juli 1845. Walther. Arbeits-Verſteigerung. (1099) Dienſtag den 5. Auguſt 1845, Nach⸗ mittags 4 Uhr, ſoll die Reinigung des Wet⸗ terfluſſes in hieſiger Gemarkung an Ort und Stelle wenigſtnehmend verſteigert werden. Der Anfang wird an der Dorheimer Grenze gemacht. Bauernheim den 28. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Arbeits- Verſteigerung. (1100) Mittwoch den 6. Auguſt d. J. Vormittags um 10 Ubr, ſollen auf dem Bu— reau des Unterzeichneten nachſtehende Arbei— ten, als: kr. 1) Chauſſirarbeit, veranſchlagt zu 60 30 2) das Anliefern von 3,2 Cubklftr. Chauſſirſteinen, veranſchlagt zu 113 24 an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Bruchenbrücken den 30. Juli 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerungsanzeige. (1072) Donnerſtag den 31. Juli, Nachmit— tags 2 Uhr, wird in dem Hofraum des Unter— zeichneten öffentlich zur meiſtbietenden Ver ſteigerung gebracht, als: 1) zwei traͤchtige Kühe, 2) ein trächtiges Rind, 3) zwei Mutterſchweine, das eine mit 10 Ferkeln, 4) fünf große und zwei kleinere Zuchtſchweine, ſodann eine Parthie Dünger. Weiter wird an demſelben Tage, Nachmit⸗ tags 6 Uhr, an Ort und Stelle der Waizen Der Grßh. Heſſ. VBürgermeiſter 0 1 N — 2 eines Ackers von 92 Ruthen(181[IKlftr.) vor dem Fauerbacher Thor neben Herrn Heinrich Salzmann auf dem Stand öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 19. Juli 1845. A. Bender. Zwei Schneidergeſellen (10910 können ſogleich bei Schneidermei. ſter Ludwig Wageman in Nidda Arbeit er⸗ halten. Guter Lohn und reelle Behandlung wird zugeſichert. Oſſenheimer Wäldchen. .(11010 Sonntag den s. Aug. Har⸗ monie und Tanzmuſik einladet Aehle. Selſerbrunnen bei Okarben. (1102) Sonntag den 3. Aug. iſt am hieſi⸗ gen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Ver⸗ ſicherung billigſter und prompter Bedienung hoͤflichſt einladet Havenecker. Einladung. (1103) Da die von mir auf den letztver⸗ floſſenen Sonntag angekündigt geweſene Tanz: muſik eingetretener ungünſtiger Witterung wegen nicht ſtattfinden konnte, ſo werde ich nächſten Sonntag den 3. Auguſt ſolche ver⸗ anſtalten. Indem ich um recht zahlreichen Beſuch ergebenſt bitte, bemerke ich, daß nicht allein Wein und Aepfelwein, ſondern auch baieriſches Bier in Flaſchen verzapft wird und daß für gute Speiſen und prompte Aufwar— tung gleichfalls Beßtens geſorgt iſt. Ockſtadt. N. Steyer. Der 7. Auguſt 1845. (1100 Cs iſt durch dieſes Blatt bekannt, Was es bei uns wird werden: Ich meine, da der Wirth vom Land Sich feſtlich ſoll geberden.— Ich nutze die Gelegenheit, Rechtzeitig kund zu machen, Was mir, als Gaſtwirth dieſer Zeit, Dann ſind des Amtes Sachen. Wenn Regen nicht vom Himmel fallt, So freuen wir uns draußen: Da wird man unter einem Zelt An meiner Tafel ſchmaußen.— Bei Regen weiß man meinen Saal, — Geräumig und gemüthlich— Darinnen hat dann ſtatt das Mahl.— Ich denk', man thut ſich gütlich. Man findet bei mir einen Wein, — Daß mir nur Keiner witzelt!— Verſich're Sie! en ächt ſoll ſein, Der ſanft die Zunge kitzelt. Und bei des ganzen Feſtes Glanz Wird man mir ſtets begegnen— Der Traube Blut zum frohen Tanz— Will's Gott! es wird nicht regnen.— Am Abend ladet dann Muſik Zu einem Balle wieder;— 5 O, folgt dem holden Ruf zum Flick Und ſchwingt im Tanz die Glieder! Noch fleh' ich lieber Himmel dich: Den Tag halt' kein Gepraſſell Gieb heitres Wetter!— höre mich!— Von wegen Spores Raſſel. Grünberg den 30. Juli 1845 Benjamin Flick. 242. Ein trächtiges Mutter ſchwein 1105) iſt dem unterzeichneten am ver⸗ floſſenen Samſtag den 26. d. M. in Rodheim entlaufen. Derjenige, welchem es zugelaufen iſt, wird gebeten, mir dasſelbe gegen eine an⸗ gemeſſene Belohnung wieder zurückzugeben. Rodheim den 30. Juli 1845. Joh. Schmid. Einen Wagen mit eiſernen Achſen, (1106) welcher zwei- und dreiſpännig ge⸗ fahren werden kann, ſowie einen Pferdekarren mit eiſernen Achſen hat zu verkaufen Müller Küpp in Rockenberg. Empfehlung. (1107) Meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich eine große Auswahl der modernſten Herrn⸗ und Kinder⸗Kappen in Vorrath habe. Reelle und billige Bedienung verſprechend, bitte ich um geneigten Zuſpruch. Heinrich Franck, zu Friedberg in der Uſagaſſe. Fünf Zuchtſchweine 4108 ſind billigen Preiſes zu verkaufen Bäcker meiſter Rauſch. 200 fl. (1109) liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 31. Juli 1845. Hildebrand, Kirchenrechner. Fahrgelegenheit nach Fried⸗ richsdorf. (1110) Nächſten Montag den 4. Auguſt fahren mehrere Familienwagen nach Friedrichs— dorf. Die Abfahrt in Friedberg iſt um 8 Uhr Morgens, in Friedrichsdorf um 8 Uhr Abends. Der Preis beträgt für die Hin, und Zurück⸗ fahrt à Perſon 48 kr. Friedberg. H. Hanſtein IV. Zur Beſichtigung (1111) meines großen Wachsfiguren⸗Kabinets erlaube ich mir ein geehrtes Publikum wie⸗ derholt hiermit einzuladen. Eine nähere An— gabe der Sehenswuͤrdigkeiten befindet ſich in der vorigen Nummer dieſes Blattes.— Der Schauplatz iſt von Morgens 9 bis Abends 10 Uhr im Gaſthauſe des Herrn Guſtav Gerlach. Entré à Perſon 12 kr.— Kinder und Dienſtboten zahlen die Hälfte.— Montag zum Letztenmal 0 J. Bianchi aus Italien. Nro. 20. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und 1 175 das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Jutellige nzblatte ausgegeben. In Falt: Die Wachſamkeit über uns ſelbſ iſt nothwendig und ſegensreich. Frankfurter Gold⸗ Cours vom 31. Juli. kr Neue Louisd'or 11 5 Firedrichsd'or 9 49 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 538 20 Frankſtücke 9 317 Engliſche Souverains 12 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 11. Sonntag n. Trinitatis d. 3. Auguſt. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Heumann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Kattmann. Frucht pre iiſſe 31. Juliſ25. Juli 22. Juli Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Matnz gerau fl.] kr. fl.] kr.. kr. ene pr. Malter! 9 30 9 1118 30 Korn„„640 7 6 9 5 e 4140 442 4/20 Seer e e e eee Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. Auguſt 1845. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ S Brod-Preiſe. berg.] bach. 88 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 2 2 21 2 21„ 7 5 Y 44„ 77 10 25 10— th. Lth. — Milchbrod 14% 1 4% —Waſſerweck 14% 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗„ Brod. 15 15 ¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch artes 11— 11— K gemäſtete 94— 4 9— „ Kühfkeiſch Pane 8 f zn gemäſtetes 8 118— „Rindfleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 96 „Schweinenfleiſch 9 2902 „ Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7 „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8 4 „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen E „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 14— 14 „Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 157.15 Der Gr. 55 Kreisrath d. K. Friedberg ach e r. Die Polizei⸗ N für die Stadt Butz bach gilt Hach ber 8 Kreis Hungen. Gr. Heſſ⸗ Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an ſa Bettef zirten weiſe förder richtet trave 0 man d obern üblich d geo Wort hat d 1409 Kölner Wort lich gu ren, drückt Stamn die Pf chia