ntelligenz-Olatt für die * Provinz Oberheſſen g l im Allgemeinen, f 9 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen — und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 2. Juli K Ein neues Halbjahr⸗ Abonnement a 11 f auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— 13.50 Abonnementspreis: das Halbfahr 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammmen 7 kr.; die — dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das 3 Mittwochs⸗Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags-Blatt. Carl Bindernagel. Spielgeſchichten. (Aus Nr. 10 der»„deutſchen Eiſenbahn.“) f. Homburg vor der Höhe, das den traurigen Ruhm hat, die berüchtigſte Hexenküche des Hazardſpiels zu ſein, wo die franzöſiſchen Blanc frères die güldenen Braten⸗ 12 wender drehen, hat ſich auf den Untergang, den das Spiel P. 1 dorten Tauſenden ſchon bereitet, ſeinen pilzartigen Aufgang 165 an äußerem Glanz und räumlicher Größe begründet. We— nige Stunden von Frankfurt a. M. gelegen, ſtrömen die— f. ſem Badeorte tagtäglich Tauſende zu, nicht etwa um an den Heilquellen zu geſunden, nein, blos um ihrem Glücke, ——— wie man zu ſagen pflegt, einen Finger, eine Hand zu bie— 5 ten, ſtatt deſſen aber moraliſch erkrankt zurückzukehren. Be— 16— ſonnene und charakterfeſte Leute, ihnen ſei unverwehrt von f dem eigenthümlichen Reiz zu koſten, den das Zufallsſpiel * gewährt, aber die Leidenſchaftlichen, die Unerfahrenen, die 5 Jungen, und dieſe bilden doch die überaus größte Mehrheit, 5 trunken, wie Fliegen, fallen ſie in die Netze, die ihnen das — 7 Trugbild der Einbildung als den hoffnungsreichen Anker 1 eines eitlen Begehrens ausgemalt.— Ein Reiſender, der 30 jüngſt daher zurückkehrte, der ſelbſt am Spiel Theil nahm, 181 um als ruhiger Beobachter das Thun und Treiben zu ver— ö folgen, ſchildert uns mit ergreifenden Worten, den morali— 15— ſchen Jammer, der endlos erzeugt wird, der zwar dem äuße— Fricdherg ren Auge nur zu oft verborgen bleibt, ſein Gift aber tief und zerrüttend abſetzt in tauſend Verhältniſſen des Lebens 1 und der Familien. Neben dem Taumel der Luſt und Freude n gähne der Schlund der Vernichtung! Wäre das Letzte nicht, dann, ja dann wäre in Homburg Gutſein; aber der ver— dammungswürdige Zweck könne die angenehmen Mittel nimmer verſöhnen; ihm ſei das Leben und Weben dort vor— gekommen, wie ein blumiger Teppich, der ein Meer von Elend, der ein Beinhaus moraliſcher Leichen verdecke, wobei die Blanc's mit ihren Manſchettengeiſtern, mit ihren Ka⸗ roſſen, die unaufhörlich zwiſchen Frankfurt und Homburg hin und her jagen; mit ihren Konzerten, Muſeen, Jagden als Leichenbitter und Todtengräber zugleich erſcheinen.— Für heute wollen wir uns damit begnügen als Belegſtellen für das vorſtehend Geſagte zwei Fälle wiederzuerzählen, die ganz neuerdings vorgekommen ſind. I. Der Markthelfer eines Frankfurter Handlungs- hauſes hatte von glücklichen Kameraden ſoviel von der Hom— burger Spielherrlichkeit gehört, daß er ſich bewogen fand, eine freie Nacht, d. h. nach Homburg zu machen. In zwei rheiniſchen Gulden beſtand ſeine Baarſchaft. Damit poin— tirte er denn ſo glücklich, daß er 19 Fl. gewann. Mit die⸗ ſer Errungenſchaft kehrte er des andern Morgens heim. In einer Nacht hatte er gewonnen, was er ſonſt in drei arbeits— vollen Wochen zu verdienen kaum Gelegenheit fand. Seine Fantaſie erhitzte ſich bei den Gedanken, daß er ſo wohlfeilen Kaufs über Nacht ein reicher Mann werden könne, wenn anders er nur einmal im Stande, ſeinem Glücke mit grö— ßeren Hülfsmitteln nachzugehen. Da ereignete es ſich, daß er eines Tags einen Wechſel von 300 Fl. einzukaſſiren in Auftrag bekam. Er vollzog denſelben, aber damit zugleich erwachte in ihm ſtärker denn je die laͤngſt gehegte Begierde. Jetzt oder nie, ſo dachte er bei ſich; bis das Jetzt end— lich den Ausſchlag gab. Flugs eilte er zu Wagen nach Hom— burg und— ſpielte, ſpielte bis er die 300 Fl. verſpielt hatte. Verzweifelnd ſtand er daz als Betrüger mußte er ſich ſagen, 1 l daß damit ſein unbeſcholtenes Daſein vernichtet; als Familien⸗ vater, daß die Exiſtenz der Seinigen zertrümmert ſei. Fle⸗ hend wandte er ſich an den Räuber ſeiner Hoffnungen und ſeines Geldes. Umſonſt natürlich. Die Börſe war ihm ge⸗ nommen, das Leben, das nackte, entehrte Leben geblieben; Es gab eine ſchreckliche Szene an dem grünen Tiſche, der ſtumpf iſt für das Herzeleid des Unglücks. Die Polizei ent⸗ fernte den närriſchen Mann, den verzweifelten Vater, auf daß die— Ruhe der Spielhallen nicht geſtört werde. Man bezahlte für ihn einen Wagenplatz und ſo kam er nach Frankfurt zurück. Seiten ſeiner Prinzipalität war indeſſen ſein Ausbleiben ſchon übelbemerkt und in Anbetracht mehr— facher ähnlicher Vorkommniſſe Veranſtaltung getroffen worden den armen Sünder am Thore polizeilich in Empfang zu nehmen. Es geſchah. Der Handelsherr iſt indeſſen ſeiner 300 Fl. verluſtig geblieben und die Familie des Unglück— lichen brodlos worden, dieſer ſelbſt aber um einiger Augen⸗ blicke berauſchten Sinnes willen, dem Zuchthaus verfallen. II. Ein Offizier vom Frankfurter Militair, ein Mann von ſonſt durchaus unbeſcholtenem Namen, widerſtand lange der Verſuchung, beim Spiele zu Homburg ſein Glück zu verſuchen. Da gab ihm eines Tages eine fröhliche Ge— ſellſchaft Veranlaſſung dazu. Er folgte ihr. Man pflegt zu ſagen:„das Glück ſei der Unmündigen Vormund!“ Hier bewahrheitete es ſich; unſer jungfräulicher Spieler gewann, gewann, und kehrte mit vollen Taſchen und freudetrunken in den Schooß ſeiner Familie nach Frankfurt a. M. zurück. Er war glücklich vermählt und erfreute ſich eines nicht un⸗ anſehnlichen Vermögens, das ihm ſeine Gattin zugebracht hatte. Allein der glückliche Becher, aus dem er genippt, ſollte auch ihm ein Gift ſein. Von dem Zauberkreis For— tuna's angezogen, verſank er allmählig in das Netz der un— ſeligſten Spielſucht, die ihn ſeinem trauten Weibe, ſeinen lieblichen Kindern entfremdete, während er zu Homburg nach einem Glücke jagte, das wetterwendiſch, wie es iſt, ihm plötzlich hartnäckig den Rücken kehrte. So hat der Mann nach und nach das Vermögen ſeiner Frau verſpielt, bis auf die von ihr bei der Verheirathung geleiſtete Kaution. Die öffentliche Schande und der innere Vorwurf haben ihn flüchtig werden laſſen. Weib und Kinder weinen dem un— glücklichen Gatten und Vater nach!— In Homburg wird fortgeſpielt! Iſt die Gaſtfreundſchaft eine Tugend? Welch' ſonderbare Frage! wird wohl Mancher denken und ſprechen,„Iſt die Gaſtfreundſchaft eine Tugend?“ Warum ſollte ſie das nicht ſein?— Wenn Mitleid, Bereit— willigkeit, Gefälligkeit, Dienſtfertigkeit, Mildthaͤtigkeit und andere ähnliche Eigenſchaften zu den Tugenden gehören, wird es wohl vor allen Dingen auch die Gaſtfreundſchaft, denn dieſe iſt die Geſammtheit jener löblichen Eigenſchaften. Unter Umſtänden ſage ich— ja! Aber ſoll man überall „ 204 bereitwillig und dienſtfertig ſein?— Man wolle mich an⸗ hören. Abraham, dieſes Muſter den Menſchengeſchlechtern von 4000 Jahren, war auch gaſtfreundlich— man gedenkt deſſen rühmlich.— In einer Zeit, wo die Menſchen zer—⸗ ſtreut lebten, wo es an den vielen Bequemlichkeiten, die unſere Zeit verweichlichen, noch gänzlich fehlte, war es ſchön, war es Pflicht ſogar, daß Einer den Andern unter ſein Dach aufnahm, ihn pflegte und zur Weiterreiſe unter— ſtützte— die Gaſtfreundſchaft war eine Tugend, die jeder Menſchenfreund übte. Heute iſt es anders.— Der Ver— kehr iſt geſteigert, in hohem Grad geſteigert, und größerer Verkehr rief Einrichtungen ins Leben, die die Väter Israels nicht kannten und die Gaſtfreundſchaft iſt überflüſſig gewor— den.— Doch man verſtehe mich nicht falſch. Wenn ein Dürftiger, ein Kranker vor deine Thüre kommt und dich ermattet um eine Unterſtützung anſpricht, wie möchteſt du, oder wer möchte den kalt zurückweiſen; ſchuldlos Verfolgte, Gelehrte, Künſtler und andere verdienſtvolle Männer finden heute noch in der Ferne bei edlen Männern herzliche Auf— nahme und kommt dir ein Freund, ein langentbehrter,— er wird gewiß freundlich aufgenommen. Wenn aber der vagirende Müßiggänger unter der Maske eines Freundes oder eines vom Schickſal arg Verfolgten oder ꝛc. dich auf⸗ ſucht und du nimmſt ihn auf, beherbergeſt ihn wochenlang, ſtörſt dein Geſchäft, bringſt Unordnung in deine Haushal⸗ tung, verurſachſt dir übermäßige Koſten, gewöhnſt deine Hausangehörigen ſelbſt an ſolches Müßiggehen und Zeit— verſchwenden,— kannſt du dieſe Gaſtfreundſchaft eine Tu⸗ gend nennen? Ich nenne ſie, gelinde ausgedrückt, eine Un⸗ tugend, wie ich Verſchwendung, Unordnung und andere ähn⸗ liche Krebsſchäden Untugenden nenne. Du reichſt da dem Müßiggang eine ſtützende Hand und bringſt Schaden über deine Familie. Und nicht beſſer iſt's mit dem übermäßigen Beſuchemachen und Beſuchenehmen unter Freunden und Be⸗ kannten in der Nähe. Wie mancher Hausvater ſeufzt im Stillen über die Laſt der Beſuche und mag oder kann nichts ſagen, weil vielleicht die Frau nicht ohne Geſellſchaft ſein kann oder weil es doch einmal höchſt unſchicklich wäre, wenn auch nur verſteckt, gegen einen läſtigen Beſuch ſich zu äußern. Aehnlich iſt es oft mit den Kränzchen, Theeviſiten ꝛc., die in neuerer Zeit auch in den niederen Zirkeln der ſogenannten Honoratioren“) bis zum Uebermaß einreißen. Häuslichkeit dächte ich wäre hier öfter an ſeinem Platz, als die angedeutete Gaſtfreundlichkeit! *) Der Begriff„Honoratioren, ſcheint überhaupt noch nicht ganz feſt zu ſtehen. In unſerer Volksſprache zahlt man in der Regel ſchon alle diejenigen zu den Honoratioren, die ſich durch feinere Kleidung, — Hut, Schleier ꝛc.— durch Geld oder durch bloſes Vornehmthun auszeichnen. Das ſind nun auch zugleich die„Gebildeten“ mag auch die eigentliche Bildung gänzlich mangeln. Hier ließ ſich von einer geübteren Feder noch Manches ſagen. . 205. * 9 an⸗ 2 918 1 29. Dem Bürger und Rothgerbermeiſter Johannes Grüninger VII. ein 3 Kirchenbuchs⸗Auszug vom Mai 1845. Sohn, Wilhelm Adam, geb. den 3. Mai.. lahm Butzbach. Beerdigte: * Getraute: 7. Der Bürger und Schneidermeiſter Johann Vincenz Brächner, alt 58 * 12. Zohan Konrad Hagemann, Bürger und Schuhmachermeiſter dahier, Jahre, 8 Monate, 29 Tage, F den 5. u, die des verlebten Bürgers und Schuhmachermeiſters Konrad Hagemann 9. Eine uneheliche Tochter, Katharing, f den 8. N war ez ehelich erzeugter lediger nachgelaſſener Sohn und Anna Katharina 16. Dem Bürger und Kaufmann Karl Georg Philipp Flach ein Sohn, ö n unter Riegelhuth, des hieſigen Poſtillons Adam Riegelhuth, ehelich erzeugte Georg Karl Jacob, alt 1 Jahr, 3 Monat, 7 Tage, F den 14. ö nter ledige Tochter. 17. Anna Katharina, des Bürgers und Drehermeiſters Jakob Weber Ehe⸗ f 1 13. Johann Georg Michael Frank, hieſiger Bürger und Hufſchmiedmei⸗ frau, geb. Rothhardt, alt 33 Jahre, 5 Mongte, 22 Tage, f den 14. f * Re ſter, des verlebten hieſtgen Bürgers und Hufſchmiedmeiſters Chriſtoph 25. Chriſtian Löhr, des Bürgers und Bäckermeiſters Heinrich Chriſtian 8 Löhr, ehelich lediger Sohn, alt 19 Jahre, 8 Monate, 15 Tage, den 22. Jakob, des Bürgers, Maurer- und Weißbindermeiſters Heinrich Leier⸗ zapf, eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 4 Monate, 4 Tage, 1 den 29. Frank ehelich erzeugter lediger nachgelaſſener Sohn und Maria Fett, des verlebten hieſigen Poſtillons Jacob Fett, ehelich erzeugte ledige nachgelaſſene Tochter. 31. 13. Michael Scheuer, hieſiger Bürger und Leinwebermeiſter, des verleb⸗ ten hieſigen Bürgers und Leinwebermeiſters Heinrich Scheuer, nach⸗ N 1 en elaſſener lediger Sohn und Maria Eliſabeth Küchler, des Ortsbür⸗ N. und dich 5 und e zu Twiſte im Fürſtenthum Waldeck Friedrich Für die Waſſerbeſchaͤdigten 8 Heſt du, Küchler, ehelich erzeugte nachgelaſſene ledige Tochter. der Provinzen Starkenburg und Rheinheſſen find im Kreiſe Grünberg bei Verfolgte 25. Konrad Lippert, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſter, des ver⸗ Unterzeichnetem weiter eingegangen von den Gemeinden lebten hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Lippert, Altenhain 33 kr.; Beltershain 1 fl. 46 kr.; Bobenhauſen 8 fl. 12 kr.; ehelich erzeugter lediger nachgelaſſener Sohn und Anna Eliſabeth Felda 8 fl. 42 kr.; Feldkrücken 1 fl. 51 kr.; Keſtrich 4 fl. 21 kr.; 1 Köddingen 3 fl. 19 kr.; Meiches 4 fl. 33 kr.; Oberohmen 8 fl. 58 kr.; Oberſeibertenrod 3 fl. 25 kr.; Schmitten 18 kr.; Ulrichſtein 5 fl. 39 kr.; Wohnfeld 3 fl. 15 kr.; Sellnrod nachträglich: 1 fl. 37 kr.; Die Summe der ganzen Collecte belauft ſich auf 315 fl. 35 ¼ Kreuzer Bemerkt wird, daß die von Großh. Reviſor Erras zu Darmſtadt über den richtigen Empfang ausgeſtellten Quittungen bei mir eingeſehen Stoll, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Stoll, ehelich erzeugte ledige Tochter. Getaufte: 4. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Meyer eine Tochter, Anna Eliſabeth, geb. den 21. April. 11. Dem Bürger und Barbier Heinrich Oswald eine Tochter, Juliana, Haushal. eb. den 27. April. werden können. . 9 t deine 11. Dem Bürger und Lohgerbermeiſter Chriſtoph Konrad Küchel, ein Grünberg den 12. Juni 1845. nd Zeit Sohn, Johann Chriſtoph, geb. den 16. April. Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Grünberg, 0 8. 18. Dem Ortsbürger zu Griedel und Poſtillon dahier Johann Adam in Abweſenheit Großh. Kreisraths: 13 8— Heinz Zwillingsſöhne, Gabriel und Konrad, geb. den 7. Mai. v. Rüding, Gr. Kr.⸗Sec. ö B, eine Un⸗ e ahn 8 7 2 8 1 bei der demnächſtigen Verabfolgung der Nach⸗ 1 4 dem Bekanntmachungen von Be⸗ 3 Ur N a ch 11 ch t. laßmaſſe an die Erbintereſſenten, darauf keine N 8 A(973) Die Holzverſteigerung in dem Frei⸗ 8815 1 hoͤrden. berrlich von Died'ſchen Kirchwalde dahier, en de 18. Juni 1845 5 welche auf den 7. Juli angezeigt war, ſoll 8„. f K ι0 Großh. Heſſ. Landgericht dafs. Edictal ladung. (939) Konrad Fink von Bobenhauſen und ſeine Kinder wollen einen Theil des ihnen erſt Mittwoch den 9. Juli, Morgens 9 Uhr, abgehalten werden. Ziegenberg den 30. Juni 1845. Renn; Bekanntmachung. Rückſicht genommen und weiter, was rechtlich, Muhl. Schmidt. Holz ⸗Verſteigerung. (976) Donnerſtag den 3. Juli d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden im Obererlenbacher ſein emeinſchaftlich zuſtehenden Grundvermögens Gemeindewald öffe iſtbiete 5 zäre erfand. Da ſie urkundlichen Cigenthums—(9700 Donnerſtag den 24. Juli d. J., Mor⸗ gert: een, N 1 nachweis nicht liefern konnen, ſo werden die⸗ gens 11 Uhr, werden in dem Weiperfelder 21 Stecken geſchält eichen und birken Prü— N Beſuch ſich zu jenigen, welche an das von demſelben beſeſſen Gemeindewald in nachſtehenden Diſtricten: gelbolz, a ö 7 ſſten werdende Immobiliarvermögen deſſen einzelne 10 Fußkopf 1 i 4 85 nadel und aspen Prügelholz, * 4 Stücke aus dem, in der Landgerichtsregiſtratur 107 Stück eichene Gerüſtbölzer, 550 Wellen buchen Reisholz, rkeln der zu Jedermanns Einſicht offen liegenden Grund⸗ 135„4„ Leiterbaume, 3375— geſchält eichen u. birken Reisholz f 1. buchs⸗Auszug erſehen werden können, Eigen⸗ 8„Baumſtützen, 500„ nadel und weiches Reisholz, 0 elßel thums⸗- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden 650„„ Wellen, 797 Kbkfß. Bau., Werk⸗ und Nutzholz, be⸗ wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 2) Hardt 1. Theil: ſtehend in 23 geſchält eichen und 43 bir⸗ vier Wochen, von heute an, geltend zu machen, 5 Stück eichene Gerüſthölzer, ken Stämmchen u. 36 birken Stangen. widrigenfalls denſelben ihr Eigenthum beſchei⸗ 10„„ Leiterbäume, Die Zuſammenkunft iſt im Schlag Nr. 18 nigende Urkunden zugefertigt werden. 90„*„ Baumſtützen, nächſt der ſ. g. Gickelsburg. Ulrichſtein den 19. Juni 1845. 440„ Wellen, Obererlenhach den 28. Juni 1845. * Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 3663 17 gemiſchte Wellen, Der Grßh. Heff. Bürgermeiſter 0 con Zimmermann. verſteigert. 8 Ohmeis 0 N Uſingen den 25. Juli 1845. 5 l ö 1 Lieferung von Gußwaaren. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheiſerei Arbeits-Verſteigerung. 0 1(972) Montag den 7. Juli, Vormittags 10 Schaper.(977) Montag den 7. Juli, Vormittags 11 0 5 Uhr, ſoll in dem Rathbauſe dahier die Liefe⸗ hr, ſoll auf bieſigem Rathhauſe die Ferti— ö rung von 8 Stück Friedrichshütter Oefen und 1 Feuerheerd fuͤr das Pfarrhaus zu Londorf im Geſammtgewicht von 20½ Centner an den Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert Oeffentliche Aufforderung. (975) Wer an den Nachlaß des Kaspar Klehm zu Altenſtadt eine Forderung hat, wird aufgefordert, ſolche im Termin gung der noͤtbigen Subſelien in die neuer— bauten Schulſäle daſelbſt an die Wenigſtfor⸗ dernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: werden. a Mittwo en 16. Juli d. F., Vor 1) Schreinerarbeit, 190 fl.— kr. Grünberg den 25. Juni 1845. Winsen 3. 5 5 21 Weißbinderarbeit, 15„ 30„ Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter n 3) Spenglerarbeit,„, Holzapfel. bei hieſigem Gericht zu begründen, als ſonſt Zeichnung und Voranſchlag liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Gr. Kreisbau⸗ meiſters zu Friedberg zur Einſicht offen. Kleinkarben den 25. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Storck. Bekanntmachung. (978) Montag den 7. Juli, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das An⸗ liefern von ohngefähr 200 Centner Braun⸗ kohlen und 3 Stecken buchen Scheitholz für die hieſigen Schulen öffentlich wenigſtnehmend verſteigert werden. Friedberg am 28. Juni 1845. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (979) Freitag den 4. Juli l. J., Mittags um 1 Uhr, werden im Oberrosbacher Ge— meindewald, Diſtrikt große Johanneshecke, 3,025 Stück Ginſtern- und Haidewellen zu Backholz, öffentlich an die Meiſtbietenden ver— ſteigert.. Oberrosbach den 28. Juni 1845. Der Grßb. Heſſ. Buͤrgermeiſter ech? Bekanntmachung, Brennholz⸗Verſteigerung in den Gr. Domanial— waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg, betreffend. (980) Dienſtag den 8. Juli d. J., von Morgens 7 Uhr an, werden in dem, nahe an der von der Haſſelhecke hierher führenden Straße gelegenen diesjährigen Schlag des Burgwaldes, an die Meiſtbietenden öffent— lich verſteigert: 5 1) 8 ½ Stecken geſchält eichen Scheitholz, 29 3 2 eichen Aſtprügelholz, 3) 96 5 geſchält eichen Prügelholz, 4) 11„ eichen Stockholz, 5) 500 Wellen eichen Aſtreisholz, 6) 8475„ geſchält eichen Reisholz, 7) 12 Wagen 9 Läſte Allerleiholz. 5 Die Bedingungen werden vor der Verſtei— gerung eröffnet. Oberrosbach den 28. Juni 1845. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. N Privat- Bekanntmachungen. Fahrgelegenheit nach Hom⸗ burg. (970) Einem geehrten Publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß ich jeden Sonntag und Mittwoch während der Kurzeit mit einem Familienwagen nach Homburg und zurück fahre. Der Preis für die Hin und Zurückfahrt beträgt 1 fl für die Perſon. Die Abfahrt in Friedberg iſt von den Gaſthäuſern zum Maulbeerbaum und ſteinernen Haus, Sonntags Morgens um 8 Uhr und Mitt— wochs Morgens um 11 Uhr, in Homburg vom Gaſthauſe zur Roſe, Abends 7 Uhr. Friedberg den 18. Juni 1845. H. Hanſtein IV. Bekanntmachung. (9810 Den Herrn Färbern und Fabri⸗ canten diene zur Nachricht, daß ich auf der Walkmühle zu Arnsburg bei Lich das Walken von wollenen Zeugen gut und billig und zwar 100 Ellen Beiderwolle zu 1 fl. 12 kr. übernehme. „ 206*. Auch nehme ich einen jungen Menſchen von braven Eltern zum Färben, Drucken, For⸗ menſtechen und Walken in die Lebre. Friedrich Henzel zu Arnsburg bei Lich. Verſteigerung. (982) Dienſtag den 8. Juli will Unterzeich⸗ nete in ihrer Behauſung 3 eiſerne und 1 höl— zernen Strumpfweberſtuhl, ſowie eine noch ganz neue Strumpfpreſſe, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Homburg den 27. Juni 1845. Friedr. Wolf ſel. Wittwe. Verſteigerung. (983) Nächſten Montag den 7. d. M. will Unterzeichnete verſchiedenes Wagnergeſchirr, ſowie 2 neue Karrnräder, meiſtbietend verſtei— gern laſſen, wozu höflichſt einladet 5 K. Königs Wittwe in Obermörlen. Empfehlung zum Reinigen von Bettfedern. (984) Unterzeichnete bringt hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß ſie vom 30. Juni bis 30. Juli d. J. Aufträge zum Reinigen von Bettfedern dahier übernimmt unter Zu⸗ ſicherung reeller und billiger Bedienung. Da ich eine beſondere Anpreiſung meiner Kunſtfertigkeit im Reinigen von Bettfedern für überfluſſig halte, indem ich hier bereits in dieſem Jahre ſchon mehrere Aufträge zur größten Zufriedenheit ausgeführt habe, bitte ich um geneigten Zuſpruch. Meine Wohnung iſt in dem oben angege— benen Zeitraum im Gaſthaus zum goldenen Faß. Friedberg im Juni 1845. S. Dubois aus Butzbach. Literariſche Anzeige. (985) Bei mir iſt ſo eben erſchienen und in allen guten Buch- und Maſikalienhandlungen, in Friedberg bei C. Bindernagel, zu haben: Theoretiſch-practiſche Clavier ⸗ Schule. Von Chr. Aug. Scheidler. 18-38 Heft.(Groß Quer-Quart.) à 36 kr. Dieſe neue Clavierſchule erſcheint in hoͤch— ſtens 12 Heften(welche im Manuſcript ſchon fertig ſind); ſie iſt das aus längerem praec— tiſchen Wirken hervorgegangene originelle und treffliche Werk eines theoretiſch gebildeten Clavier-Virtuoſen. Clavierlehrer, welche ſie mit den bisherigen Schulen vergleichen, wer— den die Scheidler'ſche vorziehen. Sie führt ſoweit wie die größern Schulen, aber man iſt zur Abnahme aller Hefte nicht verbunden. Da man die Hefte je nach Bedürfniß ein— zeln haben kann, ohne ſich zur Annahme der ganzen Schule, welche aus höchſtens 12 Hef— ten beſtehen wird, verbindlich zu machen, ſo dürfte um ſo zuverläßiger eine recht günſtige Aufnahme und weite Verbreitung derſelben zu erwarten ſtehn, als dadurch auch dem Un— bemittelten deren Anſchaffung möglich iſt. Ich fordere die Herren Muſiklehrer zur eig— nen Prüfung dieſer Clavierſchule dringend auf; ſie können dieſelbe in allen guten Buch- und Muſikalienhandlungen zur Einſicht erhalten. Herofeld den 1. Mai 1845. F. Schuſter. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt er⸗ ſchienen: Predigt⸗ Parallelen für die chriſtlichen Feſte, Feiertage und heiligen Zeiten. Nebſt einem Anhange ſkizzirter Antritts- und Abſchiedspredigten. Ein Beitrag zur vergleichenden Homiletik von Fr. Ehr. Gollhard, Pfarrer der evangeliſch⸗lutheriſchen Gemeinde zu Dortelweil, ſtadt⸗frankfurtiſchen Gebiets. II. Lieferung. Neujahr und Paſſionszeit. Preis: 32 kr. Da die vergleichende Homiletik zu den in⸗ tereſſanteſten Studien praktiſcher Geiſtlichen gehört, ſo empfehlen wir das oben angeführte, nach einem eigenthümlichen, umfaſſenden Plan bearbeitete, vielfach anregende und belehrende Werk den evangeliſchen Herrn Pfarrern und Candidaten, wie auch Geiſtlichen andrer Con— feſſionen, welche die proteſtantiſche Predigt⸗ literatur in der vorerwähnten ſpeciellen Be⸗ ziehung genau kennen lernen wollen. Mit vier weiteren Lieferungen, welche ſich raſcher als die beiden bereits erſchienenen folgen ſollen, wird das Ganze beendigt ſein. Lobet den Herrn. Cantate für zwei Tenor und Baß mit Begleitung des vollen Orcheſters oder Blas ⸗Inſtrumenten, Contrabäſſen und Violoncellen. (Die beigefügten Violinen und Alt-Violen ſind nicht obligat.) Die Worte buchſtäblich aus der heiligen Schrift zuſammengeſtellt und in Muſik geſetzt i 5 von Ritter Sigmund Neukomm. Clavierauszug. Preis: 2 fl. 42 kr. Correcte Abſchriften der vollſtändigen Par⸗ titur ſind durch den Verleger dieſes zu be— ziehen. Gedruckte Singſtimmen ſind bei dem⸗ ſelben vorräthig und werden billigſt berechnet. Im Verlage von Wilhelm Hermes in Berlin erſcheint: Eine neue Aeberſetzung der heiligen Schrift zunächſt für Deutſch⸗ Katholiken. Aus dem Urtext überſetzt von Anton Mauritius Müller. Die Herausgabe beginnt mit dem Neuen Teſtament und erſcheint daſſelbe in 5 bis 6 Lieferungen zu 3 bis 5 Bogen à 15 kr. in ſehr eleganter Ausſtattung. Die erſte Lieferung iſt bereits vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 4 auf d wolle Abo brille Mittwo Nieol Nam ner kunft ſohn bon! Ca ſſ. Moſes zu füh H. der oller Nachk. zu erl ſident her 9 des! Lau ding 5 5 Vede Müthig 33. M örhrn, ſiſchen Rathe dend 9