Intelligenz Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Die Erhebung von Forſtſtrafen. Die Erhebregiſter über die Forſtſtrafen vom 1. Quar⸗ tal 1845 ſind bis zum erſten März angefertigt und können an den bekannten Zahltagen, Donnerſtags und Samſtags, Forſt⸗Strafen bezahlt werden, was Sie im Intereſſe der Beſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen. Grünberg am 24. Februar 1845. Bötticher. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten an die Herrn Buͤrgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Anſtellung eines 2. Mahnboten beim Rentamt Schotten. Der hieſige Bürger Ernſt Müſſing iſt als 2. Mahn— bote in Beziehung auf die Beitreibung der Forſtſtrafen, der Feldſtrafen und der Domanialgefälle bei dem hieſigen Rent— amte beſtellt und heute verpflichtet worden, und hat ſeinen Dienſt bereits angetreten. Indem ich Sie hiervon in Kenntniß ſetze, erſuche ich Sie, dem Mahnboten Ernſt Mü ſſing erforderlichen Falls geſetzlichen Beiſtand zu leiſten. Schotten den 25. Februar 1845. Prätorius. Aus zuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 8. J. Ueberſicht der im Jahre 1844 durch die Gr. Gendarmerie geſchehenen Arreſtationen und Denunciatio nen.— A. Arreſta⸗ onen: inländiſche Deſerteure 7, ausländiſche 10, Straßenräuber 1, des Mords Beſchuldigte 4, der Brandstiftung 8, des Straßenraubs 2, des — e ee Maͤrz 1845. Diebſtahls 53, der Wilddieberei 5, des Meineids 1, Betrüger 23, Paß⸗ verfälſcher 2, wegen Diebſtahls 138, Wilddieberei 3, eines angeblich an ihm verübten Straßenraubs 1, Tödtung 1, Fälſchung 15, Mißhandlung 23, Ungehorſams 142, Widerſetzlichkeit 16, Exceſſe 46, Straßen- und ſonſtiger Polizeivergehen 98, Mangels an Patenten 17, an Transport⸗ ſcheinen und ſonſtige Defraudanten 44, verbotswidrigen Handels 1, Man⸗ gels an Legitimation 225, an Subſiſtenzmitteln 63, verbotener Wander- ſchaft ins Ausland 13, Verwundung 35, Nothzucht 3, unerlaubten Aufent⸗ halts 71, Bettelns 337, Beleidigung 20, Entweichens aus Arreſt 13, nächtlichen Einſteigens 2, Geiſtesſchwäche 5, Strafverbüßung 288, unfitt⸗ lichen Zuſammenlebens 22, unſchicklichen Betragens und Trunkenheit 20, Quackſalberei 3, Abſatzes verbotener Lotterielooſe 2, Pfandveräußerung 4, Umgehnng der Stempelabgaben zur Betreibung eines Gewerbes 4, Hauſt⸗ rens mit Gift 1, zweckloſen Umherziehens 88, ſonſt 8 6 une 88, ger Vergehen auf Re⸗ quiſition der Behörden 579, zahlungsunfähige Forſtfrevler auf Requiſition der Behörden 1513, Jagdfrevler 2, Forſtfrevler 151, Feldfrevler 186 Vagabunden 223, wegen Verheimlichung der Niederkunft 1, zuſammen 4535 B. Denunciationen: Wegen Umgehung der Trankſteuer und Zapfge⸗ bühren 12, Salzregie 5, des Chauſſeegeldes 203, der Jagdwaffenpäſſe⸗ Abgaben 29, Stempelabgaben zur Betreibung eines Gewerbes 231, Stem⸗ pelabgaben von öffentlichen Darſtellungen und Beluſtigungen 52, Abgaben von Hunden 162, Jagdfrevler 18, Forſtfrevler 257, Feldfrevler 23, we— gen Jagd⸗Polizeivergehen 36, Forſt⸗ 2, Feld⸗ 29, Straßen⸗ 1268, Feuer⸗ 602, Sitten- 53, ſonſtiger Polizeivergehen 7427, verbotswidrigen Han⸗ dels 8, Mangels an Transportſcheinen 17, Verwundung 9, Exceſſe 59 Entwendung 5, Beleidigung gegen Behörden 5, verbotener Wanderſt 7 9* ins Ausland 107, unerlaubten Aufenthalts 29, unerlaubten Beherberg 278, verſäumte und vernachläſſigte Nachtwache 446, Verbreitung verbo⸗ tener Lotterielooſe 7, Beeinträchtigung der Briefpoſt 10, Quackſalberei 4 Mitnahme von Perſonen auf dem Briefkarren 4, Führung falſchen Maßes und Gewichts 416, Hauſirens mit Gift 1, Verweigerung des Viſa's in Patrouillenbuch 1, zuſammen 11,815.— II. Bekanntmachung Großh. Oberfinanzkammer J. Section, von 6. Febr., daß vom 1. April d. J. an auf der Straße von Fürth über Waldmichelbachl die Erhebung des geſetzlichen Chauſſeegeldes beginnen wird. Die Entfernungen auf dieſer Straßenſtrecke betragen: von Fürth bis zum Knotenpunkte in Lörzenbach 800, von dieſem Punkt bis Rimbach 800, von Rimbach bis zum Einſchneidepunkte der Straße von Birkenau 700, von dieſem Punkt bis zu der Abfahrt von Siedelsbrunn — 0 auf der Kreidacher Höhe 3700, von da bis in den Oberort Waldmichel bach 800, von da bis an's Ende der Straße bei Oberſchönmattenwag 2200, im Ganzen 9000 Klafter. III. Bekanntmachung dieſer Behörde von demſelben Tage, daß vom 1. April d. J. an auf der Straße von Fürth nach Birkenau die Erhebung des geſetzlichen Chauſſeegeldes beginnen wird. Die 2 „ 70. Entfernungen auf dieſer Straße detragen: von Fürth bis zum Knoten⸗ punkt in Lörzenbach 800, von da bis Rimbach 800, von Rimbach bis zum Einſchneidepunkt der Straße von Waldmichelbach 700, von dieſem Punkt bis Mörlenbach 700, von Mörlenbach bis Reiſen 1200, von Reiſen bis Birkenau 800, von Birkenau bis zur großh. badiſchen Grenze gegen Weinheim 400, im Ganzen 5400 Klafter. VII. Verzeichniß rechtskräftig gewordener nach Art. 30 des Straf⸗ geſetzbuchs bekannt zu machender Strgfurtheile der Gerichte der Pro— vinz Rheinheſſen, und zwar 3 des Großh. Aſſiſen⸗ und Specialgerichts zu Mainz, wegen ausgezeichneten Diebſtahls zu Correctionshaus von 1 bis Zuchthaus von 5 Jahren de.; 28 des Obergerichts zu Mainz, wegen Dieb⸗ ſtahls, Landſtreicherei ꝛc. von einjähriger Correctionshaus- bis dreijähriger Zuchthausſtrafe, wegen verheimlichter Niederkunft ꝛc. zu 2 Jahren Correc⸗ tionshaus; 4 vom großh. Kreisgerichte zu Mainz, wegen Diebſtahls und Betrugs zu mehrjähriger Correctionshaus⸗ und zu Zuchthausſtrafe; 3 vom großh. Kreisgerichte zu Alzey, wegen Diebſtahls und Landſtreicherei zu einjähriger Correctionshausſtrafe und vierjähriger Stellung unter polizei⸗ liche Aufſicht.— VIII. Dienſtnachrichten: Am 21. Jan. wurde der Revierför⸗ ſter des Rev. Beſſungen, v. Stockhauſen dahier, zum Forſtinſpector des Forſts Darmſtadt und der Revierförſter v. Klipſtein zu Niederramſtadt zum Revierförſter des Reviers Beſſungen; der Feldwebel im 1. Infant.“ Reg. Stroh zum Diſtrictseinnehmer in Ockenheim ernannt; am 28. Jan. dem kath. Pfarrer Blöſinger zu Mainz die kath. Pfarrſtelle zu Bensheim übertragen; der Hofger.⸗Secret.⸗Acceſ. Hill, zu Ortenberg, zum Aſſeſſor cum voto bei dem Landgerichte zu Schotten ernannt; am 3. Febr. dem Balthaſer Pfeil zu Gießen das Patent als Geometer 2. Cl. für den Kreis Gießen ertheilt; am 4. dem Criminalkaſſerechner Conzen zu Gießen zugleich die Stelle eines Rechners des geiſtlichen Landkaſtens zu Gießen übertragen.]— IX. Concurrenz für: die evangeliſche Pfarrſtelle zu Kaichen, Kr. Friedberg, mit jährlich 740 fl.,(Präſentation der Freih. Familie v. Leonhardi); die evang. Schullehrerſtelle zu Biebelsheim, Kr. Bingen, mit 269 fl. nebſt 40 fl. für Heizung des Schullocals. Formel, wie das Maͤrckergeding zu Altenſtadt in der Wetterau gehegt worden i ſt. Die nachſtehende geſchichtlich intereſſante Formel theile ich aus dem 1540 angefangenen Markbuch der ehemaligen Nark Altenſtadt, zwiſchen Friedberg und Büdingen gelegen, mit, und gebe ſie ganz getreu, wie ſie unter dem Jahr 1616. in das Markbuch eingeſchrieben iſt: W. „Formul, wie von Alters hero das Märkergeding gehegt worden. Ein Under Märkermeiſter der Altenſteter Mark fragt den Eltiſten Schöpffen, Erſtlich, Iſt es Zeit vnd duncket euch Zeit ſein, vnſer Altenſteter Markrecht vnd Merckerge— ding zuhaben vnd zu hegen, wie von alters herkommen? Antwort des eltiſten Schöpffen: Es duncke die Mercker Zeit ſein.“) Vnder Märkermeiſter ferner: Alſo hege ich Vnſer Aldenſtater Märkergeding vnd Markrecht in nahmen des heilichen Römiſchen Reichs, Vnd mit Vnſerer g. Herren, Herrn Burggrafen, Adelicher Baumeiſter vnd deß ganzen Regiments zur Keyß. Burgk vnd Stad Fridtbergk hulff vnd ) Unter dem 26. November(6. December neuen Styls) 1632. heißt es im Markbuch:„Darauff der Vnder Märcker Meiſter Hanß Dorr den Elteſten ſchöffen Johann Wagner gefragt, Obs ahn der Rech⸗ ten Zeit vndt ſtundt ſey, daß Märckergeding zn halten? Darauff er geantwortet: Ja es ſey die Rechte Zeitt. Alſo iſt daß Märckerge⸗ ding gehegt, daß MarckInſtrument öffentlich Verleſen“ ꝛc. ꝛc. gewalt, wie Vnſere Voreltern die Marck innen gehabt, grundt vnd boden, lenge vnd breit, mit beumen, hecken und ſtreuchen, Vnd wie wir Alenſtater Märcker, Vnd ſamptliche Mit Mär⸗ cker inn vnd außer der Marck dieſelbig vnſer Altenſtater Waldt vnd Markrecht eigenthümlich noch, mit grundt vnd boden einhaben, nuzen, vnd gebrauchen, mit vnſers geſtrengen vnd veſten Junckern Obermerckermeiſters hülff vnd gewalt, Vud Erlaube recht, vud verbiete vnrecht, Verbiete auch alle Vberfragen?), bei Pöen vnd ſtraff der höchſten Marckbuſſen, am allermeiſten, wie daß keiner dem Herrn Obermercker⸗ Meiſter vnd denn?) Vndermerckern in ire rede vnd geſpräch fallen, vnd reden, es werde den“) ſolches von denn Herrn Ober Merckermeiſter erlaubt, vnd frage, ob ich vnſer Alden⸗ ſtater Märckergericht vnd Marckrecht, recht, wie von alters herkommen, gehegt habe? Antwort des eltiſten ſchöpffen: Es düͤnckt vns recht ſein./ a Aufloͤſung der Aufgabe in Nr. 11. Da die Kriegscommiſſäre wahrſcheinlich keinen geringern Durſt hatten, als die Huſaren, ſollen von den 32 Schoppen, welche im Ganzen getrunken wurden, auf einen Jeden der vier Helden ein gleicher Antheil, alſo 8 Schoppen ange— nommen werden.— Die Gäſte bezahlten alſo für 16 Schop— pen 8 Ducaten oder für 1 Schoppen ½ Duc. Paul hatte im Ganzen 12 Schoppen herbeigebracht, und da er ſelbſt 8 Schoppen trank, gab er an die Commiſſäre 4 Schoppen ab. Jakob dagegen, welcher von ſeinen 20 Schoppen gleich— falls nur 8 Schoppen genoſſen hatte, ſtellte zur Verfügung der Gäſte 12 Schoppen. Da, wie geſagt, für 1 Schoppen ½ Duc. bezahlt wurde, trägt es dem Paul von 4 Schoppen 2 Duc. dem Jakob von 12 Schoppen 6 Duc. Grünberg im Februar 1845. E. P. Rechnenexempel. Ein Landmann, welcher nach Nordamerika auswandern wollte, verkaufte ſeine ſämmtlichen Grundſtücke um 4000 Gulden, welche in vier Zielen von Jahr zu Jahr bezahlt werden ſollten. Um ſein Geld ſogleich zu erhalten, uͤbergab dieſer Mann einem reichen Kapitaliſten das Recht an den Kaufſchilling, und machte mit demſelben aus, daß er ihn gegen einen Nachlaß von 5 Proct., wobei auch die Zinſen von Zinſen anzuſchlagen ſeien, baar ausbezahle.— Wie viel konnte der Verkäufer verlangen?“ Nach meiner Berechnung wären zu zahlen: a) für das erſte Ziel 52/5 fl. b) für das zweite Ziel er c) für das dritte Ziel 863„ d) für das vierte Ziel 8227 l fl. Im Ganzen 3545175881 fl. oder 3545 fl. 52... Kr. 2) Ueberfragen d. i. überflüſſige Fragen außer den erlaubten. 2) denn d. i. denen. ) den d. i. denn. Ach! f gerügt Bekann N (219) 2 Uhr, we Juchlolden 50 I 6 dweimallerm et griedbe ö (266) J 10 Uhr, eingeleglem Hofrallhe n ſtegett. Friedde (267) Botſch da Vormata hauſe der Pag. u, flafter wann an oßentlich 7 (268) 5 gens 10 U Rödelheim das nachfo 0 0 30 ſfentlich! Aſſenh Gräf (269) bat die gen auf 300 fl., Schuld, u. Ember 1 * Der arme Landmann erhielt übrigens dieſe Summe nicht; denn der edle Helfer in der Noth ſprach ſo viel von „ 81. dem Riſico, das er übernehme, von den Beläſtigungen, welche das Eintreiben der Kaufgelder verurſache, daß er zu— letzt den Verkäufer dahin brachte mit der runden Summe von 2500 Gulden ſich zufrieden zu geben. Solches iſt geſchehen im Jahr 1834 im Aprilmonat. Aehnliche Beiſpiele ſollten, wo man ſie entdeckt, öffent— den redlichen Geſchäftsmann aber aufmuntere, einem ſolchen, im Finſtern ſchleichenden Wucher entgegenzuarbeiten. F. lich gerügt werden, damit man den Unerfahrnen warne, Für die armen Felsberger ſind eingegangen: von Buchdrucker Ehrenklau in Alsfeld 7 fl. 39 kr. von mehreren Damen Gewinn beim Spiele im Casino 48 kr.; zuſgmmen 8 fl. 47 kr., deren Empfang ich mit herzlichem Danke beſcheinige⸗ Friedberg am 27. Februar 1845. L. Matthias, Caſſier. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Frucht ⸗Verſteigerung. (249) Mittwoch den 5. März, Nachmittags 2 Übr, werden in bieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds 50 bis 60 Malter Korn und 10 Malter Gerſte zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert. Friedberg den 24. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Haus- Verkauf. (266) Mittwoch den 5. Marz, Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe wegen eingelegtem Nachgebote, die Ludwig Manniſche Hofraithe nochmals öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 27. Februar 1845. J. A. Gr. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Garten ⸗ Verkauf. (267) Auf den Antrag der Frau Ernſt Botſch dahier ſoll Mittwoch den 5. Marz, Vormittags um 10% Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe der ihr eigenthümlich zuſtebender Garten, Pag. u. Nro.% 108 Ruthen,— 212,3 [IKlafter Landesmaß, in der erſten Ge⸗ wann an der Uſa, an Ludwig Wagenknecht, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 27. Februar 1845. Der Beigeordnete Bender. Holz-Verſteigerung. (268) Freitag den 7. März l. J,, von Mor⸗ gens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräfl. Solms⸗ MRödelheim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach, das nachfolgende Holz, nämlich: 20 Stecken eichen Stangenprüͤgel, 10„„ Stockholz, 30 7„Reiſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 26. Febrnar 1845. Gräfl. Solms-Rödelh. Forſtverwaltung. Edictalladung., (269) Die Konrad Jungs Chefrau von hier hat die Johs. Schäfer Eheleute von Flenſun— gen auf Rückzahlung eines Darlehns von 300 fl., das von Letzterem laut gerichtlicher Schuld⸗ und Pfandverſchreibung vom 23. Sep⸗ tember 1835 bei dem Schullehrer Dietz in Atzenhain aufgenommen und von dem Dar⸗ leiher der Klägerin in Folge eines Verpfle⸗ gungsvertrags überlaſſen ſein ſoll, mit Zinſen vom Tage der Ausſtellung der Obligation da⸗ bier belangt und bei der Unbekanntheit des Aufenthaltsorts der Verklagten um deren La dung in den öffentlichen Bl Es werden demzufolge di fers Eheleute aufgefork ſie erhobene Klage, deren Einſicht ihnen in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts geſtattet iſt, im Termin Freitag den 11. April d. J., Vormittags 10 Uhr, ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls ſie des Inhalts der Klage für geſtändig erachtet und unter Ein⸗ redeausſchluß nach Antrag ſchuldig erkannt, auch alle weiteren in dieſer Sache nöͤthigen Verfügungen lediglich durch Anſchlagen an der Gerichisthüre zur Veröffentlichung gebracht werden ſollen. Grünberg den 4. Februar 1845. Groß. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Grünberg. (270) Montags den 10. März l. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll bei dem hieſigen Rent— amte eine anſehnliche Parthie 1844r herr⸗ ſchaftl. Früchte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, öffentlich verſteigt werden. Grünberg den 24. Februar 1845. Gr. Heſſ. Rentamt daſ. Bötticher. Holz ⸗ Verkauf. (2710 Folgendes Gehölze im Kurheſſiſchen Staatswalde bei Erbſtadt, Diſtrikt Langenſee, als: 3 Stamme Eichen⸗Bauholz, 30 5 Werkholz, 35 5 Buchen⸗„ 6 Deichſeln, 175 Klaftern Buchen⸗Scheitholz und 7 75„ Aſtknuppelholz, ſoll Mittwoch den 5. März d. J., von Morgens 10 Uhr an, in der Bebauſung des Gaſtwirths Johannes Mörſchel zu Erb— ſtadt verſteigert werden. Windecken am 28. Februar 1845. Kurfürſtliche Renterei Hitzeroth. Arbeits-Verſteigerung. (272) Dienſtag den 11. März l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden in der Wohnung des Gaſtwirths Herrn Peter Haas zu Ilben— ſtadt die zur Erbauung eines neuen Schul— hauſes zu Ilbenſtadt erforderlichen Bauarbei— ten öffentlich an die Wenigſinehmenden in Beiſeyn des Großh. Kreisbaumeiſters des Bau— bezirks Friedberg verſteigert, als:. fl. kr. 19 Maurerarbeit, voranſchlagt zu 861 07 2) Anlieferung der Materialien, be⸗ ſtehend in Mauerſteinen, Sand, Kalk und Backſteinen 2320— 3) Steinhauerarbeit, 849 40 4) Zimmerarbeit, 1533 28 5) Dachdeckerarbeit, 397 36 6) Schreinerarbeit, 705 20 7 ſaſy 4 1 7) Schloſſerarbei Riſſe, Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Großh. Heſſ. Kreisbau⸗ meiſters zu Friedberg zur Cinſicht offen. Ilbenſtadt den 25. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Edicetal ladung. (273) Adam Fritz zu Feldbrücken hat nach⸗ genanntes Grundſtück: Gemarkung Feldkrücken: lt. Grundbuchs: P. u. Nr. F. u. Nr. Alt. Neu. 320% XIV/S 785[I Klafter Wieſe, das Lauchenrod, an Heinrich Schleuning und Heinrich Helfrich, an den Gr. Forſtfiscus verkauft, kann jedoch ſein Eigenthümsrecht daran nicht urkundlich nachweiſen, weßhalb man alle diejenigen, wel— che Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Rechte an jenes Grundſtück zu haben vermeinen, bier⸗ mit auffordert, ſolche ſogewiß binnen vier Wochen, von heute an, dahier anzuzeigen und zu begründen, gegenfalls Adam Fritz als aus— ſchließlicher Eigenthümer jenes Grundſtücks angeſehen und Kaufbrief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 20. Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. rr Privat- Bekanntmachungen. Torf ⸗ Verkauf. (243) In der Torfſtecherei zu Enkheim bei Bergen iſt noch guter trockner Formtorf 1000 Stück vom groͤßten Format zu 3 fl 30 kr. zu haben. Ein junger Burſche (259) ſucht gegen Lehrgeld bei einem Metz⸗ ger in die Lehre zu treten. n (265) Schön liniirtes Papier, oder Schul— und Geſchäftspapiere, liefern wir à 3 fl. 48 kr. und 5 fl. 24 kr. pr. Ries frei ab hier. Notenpapier ebenfalls in allen Nummern billigſt. Stockſtadt am Rhein bei Darmſtadt den 20. Februar 1845. S. F. Köpplinger u. Co. Empfehlung. (2700 Ich beehre mich hiermit ergebenſt an⸗ zuzeigen, daß ich dahier ein großes Lager in allen Sorten Dielen und Latten errichtet und durch direkte vortheilhafte Einkäufe im Stande bin, billig verkaufen zu können, weßhalb ich z um ge⸗ 2 Anzeige. (278) Die Sammlungen für die ſo ſchwer be⸗ drängten, unglücklichen Felsberger nehmen bei uns den erfreulichſten Fortgang. Schon wie⸗ der ſteht eine reiche Gabe von brei barmher⸗ zigen Schweſtern unſerer lieben Stadt ganz nahe in Ausſicht, 48 kr., nämlich mit dem Motto;„So muß man ſeine Felsberger lie⸗ ben“ oder„Man muß in ſeiner Jugend Gu⸗ tes thun.“— M. 3 Empfehlung. (2716) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich andurch die ergebene An⸗ zeige, daß ich wieder mit friſchen und ächten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſämereien beßtens verſehen bin. Indem ich die Preiſe dußerſt billig geſtellt habe, hoffe ich das mir ſeit Jahren geſchenkte Zutrauen durch pünkt⸗ liche und reelle Bedienung immer feſter zu begründen. Friedberg den 25. Februar 1845. M. Jung. Ein Schmiedel lotz (277) bat billig zu verkaufen 5 Schmiedmeiſter Jacobi in Oberrosbach. Bekanntmachung. (278) Das auf petritag fällige erſte Ziel des Kaufſchillings für die verſteigerten Jen⸗ keliſchen Güterſtücke kann an den Unter⸗ zeichneten entrichtet werden. Curtman Seminardirektor. Todesanzeige. (279) Am 19. d. M. entriß mir der Tod meine theuere Gattin, Louiſe, geb. Kramer, in ihrem 26. Lebensjahre durch ein gaſtriſch⸗ nervöſes Fieber, nachdem ſie in unſerer 6jäh⸗ rigen Ehe mich unausſprechlich beglückt hatte. Für die herzliche Theilnahme, welche mir von Freunden und Bekannten während der Krankheit der nunmehr Verewigten und bei Beſtattung ihrer ſterblichen Ueberreſte bezeugt wurde, ſtatte ich mit gerührtem Herzen inm⸗ gen Dank ab. Wer die Selige kannte, wird meinen tiefen Schmerz begreifen, und nur der Anblick meiner zwei unſchuldigen Kinder, der treue und gottergebene Beiſtand meiner Schwie— germutter, ſowie die Liebe meiner Cltern und Geſchwiſter läßt mich einigen Troſt für die Zukunft hoffen. Marienſchloß am 23. Februar 1845. Dr. Steinberger. Empfehlung. (280) Indem ich einem geehrten Publikum die ergebenſte Anzeige mache, daß ich von Paris zurückgekehrt bin und mein Geſchäft als Drechsler, Regen- und Sonnenſchirm⸗ Fabrikant auf hieſigem Platze etablirt habe, empfehle ich beſonders meinen großen Vor— rath von Regenſchirmen, übernehme auch die Reparatur alter Regenſchirme unter Verſiche⸗ rung prompter und billiger Bedienung. Friedberg am 2. Februar 1845. S. Garde. (2810 Theater in Friedberg. Sonntag den 2. März 1845. Zopf und Schwert. Hiſtoriſches Luſtſpiel in 5 Akten von Gutzkow. Dienſtag den 4. März 1845. 1*, U Baſti lle. Luſtſpiel in 3 Akten von L. P. Berger. Ed. Geyſer, Schauſpiel⸗Director. „% 82. Heu⸗ und Grummet⸗VPerſteigerung. 280 Künftigen Montag, den 2. März, Vormittags 11 Uhr, läßt Unterzeichneter circa 90 Centner Wieſenheu und 25 Centner Grum—⸗ met öffentlich ausbieten Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Obermörlen den 26. Februar 1845. Weismantel, Pfarrer. Verſteigerung. (2883) Donnerſtag den 6. und Freitag den 7. März will der Unterzeichnete ſein Vieh und ſeine ſämmtlichen Haus- und Oekonomie⸗Ge⸗ räthſchaften einer öffentlichen Verſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausſetzen laſſen und zwar: 1) 1 rothbraunes Pferd von 10 Jahren, 2) 2 friſchmelkende Kühe, 3) 1 zweijähriger Stier, 4 1 trächtiges Mutterſchwein u. 3 Sprenger, 5) 1 Ziege 6) 1 Wagen mit eiſernen Achſen, welcher ein⸗ und zweiſpännig gefahren werden kann, 7) 1 Karren, 1 8) 2 vollſtändige Pflüge und 1 eiſerne Egge, 9) 1 Fruchtfegmühle, 10) ſonſtige allerlei Haus- und Oekonomiege⸗ räthſchaften. Rockenberg den 26. Februar 1845. Franz Joſeph Dietz. Nro. 9. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Was iſt Frömmigkeit und was iſt Frömmelei.— Chriſtenthum und Antichriſtenthum in Beiſpielen. Literariſche Anzeige. Soeben iſt erſchienen und bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg zu haben: Vertrauensvolle und dringende Bitte katholiſcher Einwohner d. Stadt Offenbach alm. an den Hochwürdigſten Biſchof Dr. P. L. Kaiſer zu Mainz um Beiſtand und Anführung egen die 9 Feinde des katholiſchen Chriſtenthums. 9 kr. Rede bei der Verſammlung der kath. Gemeinde zu Leipzig. Von ole t Blum. *. Aller Streit hat nun ein Ende—! oder Angabe des einzig untrüglichen Kennzeichens, durch welches die Aechtheit des ungenähten h. Rocks zu Trier, vor den 20 andern unge— nähten h. Röcken, nach dem Gebote der h. Synode zu Saragoſſa u. a. h. Synoden geprüft und bewährt werden ſoll. Von einem katholiſchen Freunde der Wahrheit. Nebſt Mittheilung einer Behandlung h. Reli⸗ quien von Seiten des Kaiſers Napoleon. 15 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Lätare den 2. Marz. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, halt Herr Candidat Diefenbach J. uchi Gattung. Fried⸗ Mainz Groß⸗ Waizen pr. Malter 7 1 7 . 5 5 5 Gerſte„ 41301 51551 430 Hafer„ 77 2 31271 2 Polizei-Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. März 1845. Fried⸗ Butz⸗ 2 E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 14 1 27 2 A 2 44314 4.2 44„ 7. N 0 Lth. Lth. — Milchbrod 115 145 — Waſſerweck 115 ¼% 16 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch aetes 111— 1¹— 5 gemäſtete 9— 91— „Kühfleiſch ungemäſtetes 8— 8— ; zan! gemäſtetes 71 31 75 3 „ Rindfleiſch ungemäſtetes 7— 7— „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „ Schweinenfleiſch 11— 111— „ Hammellleiſch 9— 19— 5 Schaaffleiſch 7——— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8— 81— „ Bratwurſft 14— 14— „Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20 0— 0 Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 15— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg 2 Die lippi da bäumchen Unte deckung de nern geit lichen K jenigen, geben vel ſaſſe zu N. ſetzung e des Ange Fr. leber di Der ed die A die beſte! ſch vorhe erkundigen damit 90 als ſei di für nöthie Als zn ſich! ſiher Mit