Intellige für die nz3-Blatt Provinz Oberhbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M10. Sonnabend, den 1. Februar r AAA + Eine Geſchichte, wie's viele gibt. Nath. Gott grüße Dich, mein lieber Nachbar Jere— mias, mein theurer Bruder in dem Herrn! Jer. Die Liebe Gottes ſei mit Dir, in dem Herrn geliebter Nathanael, und die Gnade des Lammes Jeſu Chriſti. Amen!—(Blickt demüthig nach oben und dann zur Erde.) Nath. Deine Augen ſehen ſtets zu dem Herrn; Du Begnadigter, und deine Reden ſind Honig.— Wie geht es in dem niederen Lande der Erde? Jer. Schlecht, mein Bruder, ſchlecht, denn Wenige nur findeſt Du, die ihre Seligkeit ſchaffen mit Furcht und Zittern, nirgends keine Religion, kein Chriſtenthum, kein Glaube. Viele ſind berufen, aber Wenige ſind auserwählt, und mit dem Propheten Jeremias muß man ſagen: mein Volk iſt wie eine verlorene Heerde, und mit dem Propheten Jeſaia: es iſt ein ungehorſames Volk und verlogene Kinder. Täglich flehe ich für die Verſtockten zu meinem Heiland mit den Worten des 28. Pſalms: hilf deinem Volk und ſegne dein Erbe! aber Er erhört mich nicht, Er, der durch den Propheten Hoſea ſpricht: Ihr ſeid nicht mein Volk, ſo will ich auch nicht der Eure ſein. Nath. Du machſt mich betrübet im Geiſte, mein Bru⸗ der in Chriſto! Was iſt's, das Dich zu ſolcher Klage ſtimmt? hat doch das Kirchlein des Herrn erſt neuerdings in deinem Nachbar Wohlgemuth, wie Du mir ſagteſt durch deinen Eifer einen neuen Zuwachs erhalten— Jer. O ſchweige, wecke nicht durch dieſen Namen die ſchmerzlichſten Erinnerungen in mir, die Erinnerung an viele vergebliche Mühe, an viel Nachtwachen und Gebet bei Tag und Nacht— Nath. Wie ſo? iſt Dir das heilige Werk der Be— kehrung nicht gelungen? Jer. Ach nein! unſer lieber Heiland iſt nicht einge— zogen in jenem Hauſe und es wird an ihm in Erfüllung gehen, was in der Offenbarung des Johannes geſchrieben ſteht: weil du aber lau biſt und weder kalt noch warm, ſo Ach!——— 8 werde ich dich ausſpeien aus meinem Munde. Was nützt all das Allmoſengeben und Gutesthun, wenn man es nicht thut im Namen Jeſu Chriſti? was nützt all das Kirchgehen und Singen und Beten, wenn keine chriſtlichen Geiſtlichen des Herrn Wort verkündigen? was nützt die ganze Erzie— hung des jungen Geſchlechts, wenn der angeerbte Schand— fleck der Sünde nicht mit dem koſtbaren Blute unſeres lie⸗ ben Heilandes abgewaſchen wird? So und ähnlich habe ich hundertmal zu Wohlgemuth geſagt und habe ihn gebeten, mit mir zu gehen in unſere chriſtlichen Verſammlungen, damit er Gott recht erkennen lerne und den, den er geſen— det hat, aber immer hat er geſagt:„laß mir den Schnick⸗ ſchnack;— ich glaube auch an Jeſum Chriſtum, nur daß ich ihn nicht immer im Munde führe; ich tröſte mich auch der Gnade Gottes, nur daß ich glaube, es gehöre mehr dazu, ſie zu erwerben, als daß man es ſaget, man troͤſte ſich ihrer; ich glaube auch, daß es kein höheres Gut gibt, als einen echten rechten feſten Glauben, nur daß ich ihn mir nicht denken kann ohne die Werke der Liebe in den ver— ſchiedenſten Verhältniſſen; ich halte auch etwas auf chriſt— liche Gemeinſchaft, nur daß ich ſie in der ſchon beſtehenden Kirche ſo, wie ich ſie wünſche, finde— darum beſuche ich die Kirche, darum zeige ich mich als Chriſt in meinem Wan— del, darum halte ich gute Werke, in Liebe geuͤbt, nicht fuͤr unnöthig, viel weniger gar fur ſchädlich, darum gebe und helfe ich, wo ich kann, denen, die mir am nächſten ſind, am liebſten, aber auch den fernen nach meiner Kraft“— und wie die unchriſtlichen gottesläſterlichen Reden noch weiter lauteten. Ich aber ſchüttelte, wie der Apoſtel, den Staub von meinen Füßen und dankte dem lieben Heiland, daß er bei mir die Gnade hat zum Durchbruch kommen laſſen. Nath. Ja! Du biſt in Wahrheit reichlich begnadigt, Du Gebenedeiter des Herrn, und über Dir ausgeſchüttet iſt das Füllhorn ſeiner Erbarmung. Jer. Wohl wahr, aber dafur iſt auch das Wort vom Kreuze allezeit in meinem Munde und ſtets bin ich geſtig felt zu treiben das Evangelium des Friedens. Ich habe e 2 „ 38 C. recht an mir erfahren, was unſer lieber Heiland mit den Worten ſagen will: trachtet zuerſt nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo wird Euch ſolches Alles zufallen— denn erſt heute wieder hat er ſeine milde Hand aufgethan und mich geſättigt mit Gnade und Wohl⸗ gefallen. Nat h. Erzähle doch von den Wundern, die der Herr gethan und preiſe ſeinen Namen. Jer. Du weißt ja, daß, als unſer geliebter Bruder Michael ſeines Glaubens willen von hier fortzog, um in fremden Lande um ſo eifriger dem Herrn zu dienen, daß ich ihm, weil er das Geld haben muß te, um geringen Preis die Früchte, die er liegen hatte, abkaufte. Die Früchte waren im Steigen und ich gedachte nach einiger Zeit einen ſchoͤnen Gewinn an ihnen zu machen, den ich zur Ehre deſſen, der uns mit ſeinem Blute erkauft hat, zu verwenden gedachte. Weil aber die Frucht nicht ganz getrocknet war, ſo— o es drohte mir eine große Heimſuchung des Herrn— ſo ward ſie auf dem Lager von Tag zu Tage ſchlechter und ſchon fing ich an, wie's dem Chriſten geziemt, mich unter Gottes gewaltige Hand zu beugen und den ganzen Vorrath für verloren zu geben. Da kam heute der Sohn des Mül— lers von N., ein Knabe noch, der den Schaden, den die Frucht gelitten hatte, nicht erkannte und ſie mir im vollen Werthe abnahm.— So hat der Herr die Verheißung ſeines Wortes an mir erfüllt und mir, der ich mit Eifer nach ſeinem Reiche trachte, ſolches Alles zufallen laſſen.(Wie— der ein nicht zu beſchreibender Blick nach oben.) Nath. Und was gedenkſt Du nun mit dem gewon— nenen Gelde zu machen? wirſt Du deinem armen alten Vater wohl etwas zukommen laſſen? Jer. O nicht doch, er iſt ſolcher Liebe nicht werth, denn er iſt harten Sinnes und verſtockten Herzens, auch Einer von den Lauen, die keinen Glauben haben und kein Chriſtenthum;— ich werde acht Groſchen— wenig zwar, aber der Herr wird es reichlich ſegnen— in die Caſſe geben, um dafür ſchriſtlich e Schriften unter dem Volke zu verbreiten und von dem Reſte werde ich, nach meinem Bedürfniſſe, mir nach und nach ein wenig Weines kaufen, um mich zu ſtärken und meine Kraft deſto länger für den Dienſt des Herrn zu erhalten. Alles zur Ehre des Herrn! und wie geſchrieben ſteht:„trinke nicht mehr Waſſer, ſondern brauche ein wenig Weines, um deines Magens willen und daß Du oft krank biſt./ Nath. Der Herr wolle es Dir geſegnen! Jer. Und Dir gleichfalls, was Du in ſeinem Namen genießeſt. Leb wohl. Die Gnade des Heilands ſei mit Dir. Nath. Und mit Deinem Geiſte. Leb wohl! So ſprachen Nathanael und Jeremias und wähnten ſich unbelauſcht. Ueber ihren Häuptern aber war ein Fen— ſter und an dem Fenſter ſtand ein Mann, der Alles hörte und als ſie mit frommen Mienen weggiengen, der Eine dahin, der Andere dorthin, ſprach der Mann am Fenſter bei ſich ſelbſt: auswendig ſind ſie wie die Lämmer, inwendig aber ſind ſie reißende Wölfe. An ihren Früchten ſollt ihr erkennen.— Der Mann am Fenſter hat auch mir den Vorfall erzählt und ich habe ihn Dir, lieber Leſer, als einen kleinen Beitrag zur Geſchichte einer vielbeſprochenen Zeiterſcheinung mitgetheilt. Welcher? brauche ich Dir nicht erſt zu ſagen. Fleiſch⸗ Verkauf. In Heldenbergen ſind im Jahr 1844 geſchlachtet worden: 13 Ochſen, 71 Kühe, 42 Rinder, 16 Kälber, 174 Schweine, 49 Hämmel und 31 Schaafe. Wir wünſchen, daß alle Fleiſchbeſchauer der Orte der Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen dem Beiſpiele des Fleiſchbeſchauers Pauly von Heldenbergen folgten und uns eine Ueberſicht, wie die mitgetheilte, zur Veröffentlichung zukommen ließen. Nur müßten wir uns folche franco er— bitten. Die Redaction. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Dezember 1844. Lich. Getraute: Der hieſige Ortsbürger und Krämer Johann Konrad Koch, Wittſper, und Marie Magdalene Keck, des hieſigen Bürgers und Glaſernſei— ſters Hermann Philipp Keck, ehelich ledige Tochter. 4. Der hieſige Ortsbürger und Taglohner Johann Heinrich Findt, des Ortsbürgers und Ackermanns zu Staufenberg, Kreiſes Gießen, Georg Heinrich Findt, ehelich lediger Sohn und Friedericke Schmidt, des hieſigen Ortsbürgers und Zimmermanns Wilhelm Schmidt ehelich ledige Tochter. 5. Der hieſige Ortsbürger und Drehermeiſter Heinrich Chriſtian Meyer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Drehermeiſters Philipp Fried⸗ rich Meyer, ehelich lediger Sohn und Anna Eliſabethe Jung, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Küfermeiſters Johann Georg Jung, ehelich ledige Tochter. 10. Der hieſige Ortsbürger und Oeconom Philipp Chriſtian Fiſcher II., des hieſigen Bürgers und Rothgerbermeiſters Johannes Fiſcher ehe⸗ lich lediger Sohn und Anna Marie Lotz, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Johannes Lotz, ehelich ledige Tochter. 20. Der hieſige Ortsbürger und fürſtlicher Koch Chriſtian Gottlieb Graul, des Bürgers und Einwohners zu Wörlitz, im Herzogthum Anhalt⸗ Deſſau Chriſtian Graul, ehelich lediger Sohn und Julie Katharine Eliſe Berkenbrück, des Bürgers und Weinhändlers zu Offenbach Carl Ludwig Berkenbrück, ehelich ledige Tochter. 27. Der hieſige Ortsbürger und Schloſſermeiſter Johann Sebaſtian Meyer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters Hein⸗ rich Chriſtian Meyer, ehelich lediger Sohn und Anna Eliſabetha Klöß, des verſtorbenen hieſigen Ortsbürgers und Ackermanns Johann Georg Klöß, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Ortsbürger und Buchbinder Friedrich Ludwig Fiſcher ein Sohn, Georg Chriſtian, geb. den 17. Nov. 8. Dem hieſigen Burger und Gaſthalter zum Hirſch, Großh. Geometer, Ludwig Dieterich ein Sohn, Conrad Ludwig Theodor Marianus, geb. den 10. Nov. 20. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurermeiſter Carl Friedrich Inſel, eine Tochter, Anna Marie, geb. den 12. Dec. 24. Dem hieſigen Bürger Bäckermeiſter und ſtädliſchen Rechner Philipp Jacob Zimmer ein Sohn, Jacob, geb. den 17. Dec. 26. Dem hieſigen Ortsbürger und Oeconomen Johann Adam Lißmann ein Sohn, Georg Heinrich, geb. den 3. Dee.. 26. Dem hieſigen Ortsbürger und fürſtlichen Pachter, Karl Ludwig Rehe ein Sohn, Ludwig Friedrich, geb. den 9. Dezember. 27. Dem hieſigen Ortsbürger und Schreinermeister Carl Friedrich Löſchen⸗ kohl ein Sohn, Ernſt Ludwig, geb. den 18. December. i 29. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Johann Heinrich Zim⸗ mer, ein Sohn, Johann Konrad, geb. den 21. Dec. Beerdigte: Wilhelm Strack, geweſener Kaiſerlich Oeſtreichiſcher Rittmeiſter im Küraſſier⸗Regiment, Erzherzog Franz Nr. 2., gebürtig von Londorf Kr. Grünberg, alt 59 J, 6 M. und 25 T., F den 29. Nov. 1 Die Er 8 Cs Dienſtag — Bela 3 000 J0 deim, Oe vlg unt Caſpar h beheben hal bekannt gema migung d ſchäfte gült den alle dien die gedacht konnen gau ſtellung au Vormittage Gro ta Imm (107) d Grph. Stel auszug b. ding da Mo let 15 174 * — Nor Oer N de 5 — 15 Dorothea Ellſabethe Dletz, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johann Adam Dietz J. Ehefrau, geb. Heller, alt 60 J, 11 M. und 11 T., 1 den 11. Dec. . Anna Marie Inſel, des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſters Carl Friedrich Inſel eheliches Töchterchen, alt 10 T., 4 den 22. Dee. 24. Wilhelm Grobert, des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſters Johannes Grobert, ehliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 11 Monate und 16 Tage, 1 den 22. Dee. 27. Jacob Zimmer, des hieſigen Bürgers, Bäckermeiſters und ſtädtiſchen Rechners Philipp Jacob Zimmer eheliches Söhnchen, alt 7 Tage, 1 den 24. Dec. 28. Johann Lonrad Eiſe II., hieſiger Bürger und Maurermeiſter, alt 49 Jahre und 4 Monate, 1m den 25. Dec. % 39. und 6. Februar d. J., jedesmal von 9 Uhr Morgens bis 1 Uhr Mittags, auf dem Rathhauſe dahier unter Leitung des Großh. Wahlcommiſſärs Dr. Dieffenbach eine Ergän⸗ zungswahl von eilf Gemeinderäthen für unſere Stadt vor⸗ genommen werden ſoll. Es treten nämlich acht Gemeinde⸗ rathe, welche bereits neun Jahre im Dienſte ſind, geſetzlich aus!) und werden noch drei neue gewählt, da die Bevöl⸗ kerung unſerer Stadt über 4000 Seelen it Ich habe das Vertrauen zu meinen Mitbürgern, daß ſie die Wichtigkeit dieſer Wahl ins Auge faſſen und an den oben genannten Tagen ihre Stimmen auf dem Rathhauſe abgeben. Friedberg den 24. Januar 1845. Die Ergaͤnzungswahl des Gemeinderaths dahier betreffend. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß Montag, Dienſtag, Mittwoch und Donnerſtag, als den 3., 4., 5. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Ben de *) Welche jedoch wieder wählbar ſind. Die vier Gemeinderathsmitglieder, welche im Gemeinderathe verbleiben und deßhalb bei der neuen Wah nicht wieder gewählt werden können, ſind: Chriſtian Fritz, Phi⸗ lipp Preußer, Martin Simon und Georg Steinhäuſer. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. NN NN Bekanntmachung. (90 Nachdem die Wittwe des Philipp Webr⸗ deim, Heinrich's Sobn, zu Rodheim ſich frei— willig unter Curatel der beiden Ortsburger Caſpar Faulſtich und Caſpar Wehrheim daſelbſt begeben hat, ſo wird dieß mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß dieſelbe nur mit Geneh— migung dieſer beiden Curatoren Rechtsge— ſchäfte gültig abſchließen kann. Zugleich wer— den alle di⸗jenigen, welche Forderungen an die gedachte Wehrheims Wittwe machen zu können glauben, zu deren Anzeige und Richtig— ſtellung auf Mittwoch den 5 Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, anber vorgeladen. Großkarben den 7. Januar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Immobilien-Verſteigerung. (107) Die zum Nachlaſſe der Wittwe des Grßh. Steuer⸗Commiſſärs Münch in Nie- dergemünden gehörigen Immobilien, beſte— hend aus Wohnhaus, Scheuer und Stallung unter einem Dach, ſowie 10 Morg. 375 Klftr. Ackerland, 4 Morg. 53 Klftr. Wieſen und 45 Klftr. Gartenland, worüber ein Grundbuchs— auszug bei dem Großh. Bürgermeiſter Bün— ding dahier zur Einſicht offen liegt, ſollen Montags den 10. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung ſelbſt, unter den alsdann zu verkündenden Bedingungen, im Wege öffent— licher Verſteigerung verkauft werden. Niedergemünden den 18. Januar 1845. Der Verlaſſenſchafts-Commiſſär Wentz Gr. Hofgerichts-Secretaͤr. Holz⸗Verſteigerung. (128) Dienſtag den 4. Februar l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll in dem Grällich Solms-Rödelheim'ſchen Wald bei Wickſtadt das nachfolgende Holz, nämlich: 34 Stecken Buchen⸗Stangenprügel, 15 1 Eichen 5 14 7 gemiſchte 1 83 1 gemiſchtes Stockholz, 122 7 Buchen-Reiſer, 22 Eichen Reiſer, . „10 Stück Buchen Stangen(Werkholz), öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei Gaſtwirth Reul zu Wickſtadt. Aſſenheim den 24. Januar 1845. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Mobilien-Verſteigerung. (129) Montag am 3. Februar l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr anfangendo, ſoll der Nachlaß der Friederike Schieferſtein, in der ſtädtiſchen Kran— kenanſtalt,(Cichelhof) beſtehend in Zinn, Blech— werk, Eiſen, Porzellan, Glas, irdenem Ge— ſchirr, Holzwerk, Bettung, Leinengeräth, Klei— dungsſtucken u. ſ. w., öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg am 27. Januar 1845. In Auftrag Gr. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Bender. Holz⸗Verſteigerung zu Friedberg. (138) Dienſtag den 18 Februar 1845, Vor— mittags von 10 Übr an, kommt in dem Groß— herzoglichen Schloßgarten dahier, der Burg— wall genannt, nachgenanntes Brennholz zur öffentlichen Verſteigerung, nämlich: ½ Stecken gemiſchtes(Cſchen⸗ Ahorn ꝛc.) Scheitholz, 1. desgleichen Prügelholz, 25 1 desgleichen Stockholz, 1 5 Nadelholz, Stockholz, 1375 Stück gemiſchte Laubholz Wellen, 125 Stück Nadelholz Wellen und 3 Haufen Leſebolzreiſer und Späne. Gegen Stellung genügender Bürgſchaft wird den Käufern Zahlungsfriſt bis den 1. Auguſt dieſes Jahres geſtattet. Friedberg den 29. Januar 1845. Der Großherzogliche Domänenrath Bu ß. Holz ⸗Verſteigerung. (139) Montag den 3. Februar, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Rodheimer Gemeinde⸗ wald, Oiſtrikt Spitzenſteinhecken, nachfolgende Holzſortimente als: 3 Stecken eichen Scheitholz, 9 1„ Prugelholz, 40„ kiefern„ 8 1 buchen Stockholz, 15 1 eichen 1 100 Stück aspen Wellen, 1738» kiefern„ 77 kiefern Schichten, welche ſich zu Bohnen— ſtangen eignen. 4100 kiefern Baumſtützen und 2 Stämmchen birken Werkholz, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet auf der Waldbahn an der Köpperner Chauſſee ſtatt. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmä— ßige Bürgſcheine, Zahlungsfriſt bis den 1. Oct. d. J. geſtattet wird. Rodheim den 27. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Je o bi. Frucht-VPVerſteigerung. (140) Freitag den 7. k. M. ſollen 150 Achtel Korn und 50 Achtel Gerſte auf dem herrſchaftlichen Boden zu Wölfersheim verſtei— gert werden. Hungen den 25. Januar 1845. Fürſtlicher Rentamtmann Kießling. Holz-Verſteigerung. (1410 Montag den 3. Februar l. J., Mor- gens 9 Ubr, ſoll das untenverzeichnete Hols im hieſigen Gemeindewald verſteigert werden: 1) Bau-, Werk- und Nutzholz. 1460 Cubikf., 2 1 Stecken Buchen-Scheidholz, 11 5 Eichen 1 9 8 5„ Prügelbolz, 19 5„ Stockholz, 6) 475 Stück„ Wellen. Florſtadt den 28. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ap pe Gärten-Verſteigerung. (142) Auf den Antrag der Georg Joſt'ſchen Cheleute dahier werden Freitag den 7. Fe⸗ bruar d. J., Morgens 10 Ubr, in hieſigem Rathhauſe nachſtehende, denſelben gehörende Gärten öffentlich freiwillig meiſtbietend ver— ſteigert, als: Gemarkung Burg Friedberg: 1) Pag. und Nr. ½6, 97,03[JKlftr.(55 Ruthen) Ackerland in der 2. Gewann, an Georg Friedrich Rumpf; 2) Pag. und Nr. /, 173,19 UIKlftr.(89 Ruthen) Ackerland im Ried, in der 3. Gewann an Georg Brethauer und Herrn v. Löw, gibt dem fuͤrſtlichen Haus Solms— Braunfels 6½ kr.; Gemarkung Ockſtadt: 3) Pag. und Nr. 5 ½;, 64.83[IKlftr.(32 Ruthen) Garten im Ried, in der 16. Gewann, an Carl Ludwig Böhmer zu Friedberg. Schließlich wird bemerkt, daß ſämmtliche Grundſtücke mit ſchönen Obſtbäumen ange— pflanzt ſind. Friedberg am 30. Januar 1845. Der Beigeordnete Bender. NUN NN N NN Privat- Bekanntmachungen. Ein brauchbares Pferd (19) bat zu verkaufen Aſſenheim den 29. Januar 1845. Groß, Verwalter, 2 4 * U U N 7 8 6 5 3 75 1 N ih 1. 0 ain, 3 ö 1 1 „ 1 440 Zum Beßten der „ 40 K. „deutſch⸗katholiſchen Gemeinde zu Schneidemuͤhl“ wurde aus Nero, 8 der„Sächſiſchen Vaterlandsblaͤtter/ abgedruckt: Ein Wort an die Romlinge in Deutſchland, und nur an dieſe, zum Neujahr 1845. Von Johannes Nonge. Preis: 6 kr. Vorräthig bei C. Bindernagel in Friedberg. Zum Verkaufen. (136) In Frankfurt ſind zu verkaufen: zwölf Ehafſen, theils ein-, theils zweiſpännig, theils mit Leder, theils mit Glasverdecken, ſodann mehrere Wagen, theils mit hölzernen, theils mit eiſernen Achſen, acht Pflüge, ſechs Eggen, fünf und zwanzig Paar Kummet und fünf und zwanzig Paar Syllgeſchirr. Nähe— res zu erfragen bei Louis Schott Altengaſſe Lit. C. Nr. 131. zu Frankfurt a. M. Ein goldner Schmuck (153) iſt am 27. d. M. in meinem Laden zuruͤckgelaſſen worden, welchen der ſich legi— timerende Cigenthümer gegen Erſtattung der Inſerat⸗Gebühren in Empfang nehmen kann. H. B. Grödel. Einladung. (145) Nächſtkommenden Markttag, als den 5. Februar d. J., iſt bei mir gut beſetzte Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu ich hierdurch höflich ſt einlade. Friedberg den 29. Januar 1845. G. Gerlach. Ta n z mu ſi k. (146) Sonntag den 2. Februar l. J. iſt bei mir gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen und bitte ich um zahlreichen Beſuch. Friedberg. J. P. Mann. — 2 Gebruͤder Roſenberger 7— in Vilbel (147) empfehlen ihr Lager von Staabeiſen, Bandeiſen, Wagenachſen, nebſt den dazu paſ— ſenden Gußbüchſen, Schaar-, Sech- und Büch⸗ ſenplatten, beſchlagenen und unbeſchlagenen Oefen, neueſter Fagon mit und ohne Zirkula— tion, Kaſten⸗Makiſche-Oefen, Sainer⸗Fried— richshütter Eremitage-Oefen, Saar-Louiſer— und Plaͤtten⸗Oefen, von den gangbarſten Sor— ten Kochheerden und Extraheerdplatten. Auch werden Kochkröppen, Tiegel, Töpfe von der leichteſten Gattung, Caſſeroll-Kaſten, Röſte, Ofenrohre, Blech, Schlöſſer, Banden, Sagen, und ſonſtige Eiſenwaaren in Beſtellung ge— nommen und bei günſtiger Jahrzeit bald ge⸗ liefert. Mit Zuſicherung der billigſten Preiſe verſprechen wir die reellſte Bedienung. Altes Eiſen wird käuflich und im Tauſche zum höchſtmöglichſten Preis angenommen. Mobilien-Verſteigerung. (18) Mittwoch den 12. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, will die Unterzeichnete, 2 Kühe, 2 Rinder, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und eine Parthie Stroh, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Okarben den 27. Januar 1845. Peter Wenzels Wittwe. Eine Roßmühle (149) worauf, gleich einer andern Mühle, Mehl und Schrot gemacht werden kann, iſt auf dem Nonnenhof bei Ilbenſtadt zu ver— kaufen. 600 Gulden (150) Vormundſchafts⸗Gelder liegen zum Ausleihen bereit bei G. Vömel III. in Vilbel. Frucht⸗Verſteigerung. (1510 Mittwoch den 12. Februar d. J. ſollen in dem Schulhauſe dahier acht Malter Korn und zwei Malter Gerſte aus hieſiger Kirche gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Staden am 25. Januar 1845. Der Kirchenrechner Jäger. Großh. Heſſiſches Anlehen von 2 Million 373,000 fl. Ziehung am 15. Februar 1845. (152) mit 1000 Haupttreffer von fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100, 20 à 50. Bei unterzeichnetem Handlungshaus kann man ſich auf billige Art betheiligen. Es wer⸗ den nämlich Originallooſe à 35 fl. ausgegeben, die ich nach der Ziehung à 33 fl. wieder zu rücknehme, daher zur Porto- und Müheer⸗ ſparung die Einrichtung getroffen iſt, daß nur 3 fl. pr. Loos einzuſenden ſind. Julius Stiebel jun. Banquier in Frankfurt a. M. Nro. 7. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt:„Am Reformationsfeſte.“— (Fortſetzung.) Frankfurter Gold-Cours vom 30. Januar. Neue Louisd'or Friedrichsd'or Holländiſche 10 fl. Stücke — S OSO N —— Rand⸗Ducaten 34½ 20 Frankſtücke 2⁵ Engliſche Souverains 11 53 Kirchliche Anzeigen fuͤr Friedberg. Sonntag Eſtomihi den 2. Februar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, hält Herr Candidat Seipel. cht; 29. Jan. 24. Jan. 21. Jan. Gattung. Fried⸗; Groß⸗ berg Mainz gerau fl.] kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 745 736 7 30 ein 5 50 5 38 5 20 Gerſte„ 5 41301 5— 4 10 250 346 3— Hafer„„„ Pin; Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. Februar 1845. 2. Fried⸗Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 212 „. 4434 2 44„ 5 9 226 91 Eth. Lth. — Milchbrod 145 15 — Waſſerweck 15 7% 16 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod. 16 16 ¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch artes 111— 11— rr gemäſtete 99 „Küßhfleiſch 1 SE 8 1 a gemäſtetes S 8 „Rindfleiſch ungemäſtetes 7 27— „ Kalbfleiſch 7— 7 „ Schweinenfleiſch 111 „ Hammelfleiſch 1 9 5 Schaaffleiſch i „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt. „ Bratwurſt 15— 14— „ Schwartenmagen 15— 14— „ Geräucherter Speck h „ Schinken 116— 16— „ Dorrfleiſch 150 1 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Kü ch ler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg ——— 71 5 + Der 6 glied der 5 ſrmit zur . Der. 1844 de. „Möſer,, a heim den Fa machermeiſter⸗ namen„Bor heim den Fan . lasarzt Dr. ick Selig dun zu Me N daten Offen! i erragen.— NX. zum Forſtſch ſerz am 15 Unrat und er als„Ca XII. cr Oc M Off