Intelligenz ⸗Olatt omm wah. Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 5 1 2 Amtlicher Theil. re eicgen *—— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 5 t ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. 2 Sinteng dereffend: J. U. S. gegen Johannes Kalbhenn von Niederrosbach tend gegen gez wegen Verletzung der Amts⸗ und Dienſtehre des Gr. Bürgermeiſters Bullmann. 1 ge Ich ſeze Ihrer berichtlichen Aeußerung entgegen, ob Zeus erich Wallers aus Rüdingshauſen, Kreiſes Grünberg, Nn. ſih in Ihren Gemeinden aufhält. 18 Hen Friedberg den 20. Auguſt 1844. t Ert J. d A.: ö Krach, Gr. Kr.⸗Setr. Die Großherzoglich Heſſiſchen Areisraͤthe der Kreiſe Gruͤnberg und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Itreffend: Die Verhaftung einer fremden Weibsperſon wegen Bet⸗ Ar telns und Mangels an Legitimation. tic Beif Am 7. l. M. iſt zu Dieburg eine fremde Weibsper⸗ r wegen Bettelns und Mangels an Ligitimation verhaf⸗ Nastel E worden. Dieſelbe giebt an, Anna Bibel zu heißen, wei⸗ et ſich jedoch gänzlich ihren Wohn⸗ oder Heimathsort zu gen. Wir fordern Sie zur alsbaldigen Berichtserſtattung drüber auf, ob in Ihren resp. Gemeinden eine Weibs⸗ zeſon vermißt wird, von der man Urſache hat zu glauben, w ſie die in Frage ſtehende ſei. Grünberg und Friedberg am 25. Auguſt 1844. ihrer ee Signalement der angeblichen Anna Bibel. 2%% Alter: circa 45—50 Jahre, Größe: 6“ 4“, Haare: 155 ſawarzbraun, Augenbraunen: braun, Augen: grau, Naſe: 1 ewas dick, Mund: mittel, Zähne: vollſtändig, Kinn: rund, heeſicht: länglich, Geſichtsfarbe: bleich, beſ. Zeichen: keine. 1844. Kleidung: dunkelblaues Mützchen mit einem ſchma⸗ len Kragen, welcher mit zwei Reihen von grünem Manche⸗ ſter eingefaßt iſt, blau leinene Schürze, brauner, halb leine⸗ ner und halb baumwollener Rock, ein Paar Bändelſchuhe und ein Paar Schnürſchuhe von Rindsleder. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Füͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Katharina Wagner von Oberſeemen, wegen Betrügereien. Katharina Wagner aus Oberſeemen hat ſich aus ihrer Heimath entfernt und ihr Aufenthalt iſt ſeither nicht zu ermitteln geweſen. Ich fordere Sie deßhalb auf, im Falle ſolche ſich in hieſigem Kreiſe aufhält, dieſelbe zu arre⸗ tiren, und an mich abliefern zu laſſen. Hungen den 24. Auguſt 1844. In Abweſenheit des Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretär. Ueberſicht der Geſchichte der Schulen in Butzbach. (Schluß.) In Folge mehrerer Vorſtellungen von Seiten der Eltern wurden die Conduitenliſten erlaſſen und manche andere Anforderungen gemildert. Es haben nicht wenige Lehrer nach dieſer Schulordnung gewirkt und ſind bemüht geweſen, das anvertraute Pfand mit treuer Sorgfalt zu pflegen; ihre Namen leben im Herzen der dankbaren Ge— ſchlechter fort. Viele gegenwärtig im Staatsdienſte ange— ſtellte Männer erhielten hier ihre Ausbildung und ihre Vor— bereitung zur Univerſität; manche, ohne daß der Beſuch eines Gymnaſiums von ihnen verlangt wurde. In ihren organiſchen Beſtimmungen wurde die bisherige Einrichtung durch die Landesſchul⸗Ordnungen von 1827 und 1832 auf⸗ gehoben; doch blieb bis auf heute Manches als Obſervanz. Es konnte unter dem ſeit 1823 an die Spitze des hieſigen Schulweſens getretenen Perſonal Viel geſchehen, nachdem daſſelbe durch einſichtsvolle Verwaltung die Einkünfte des Kugelhauſes erhöht hatte. Während dieſer Zeit wurde aus der Clermontiſchen Stiftung, resp. den zur Mahlzeit be⸗ ſtimmten Ueberſchüſſen der Grund zu einer Bibliothek fuͤr die Geiſtlichen, für Lehrer und Schuͤler, der Clermontiſchen Bibliothek, gelegt; die Mädchenſchulen wurden in Freiſchulen verwandelt, in den Elementarklaſſen wurden dke Geſchlechter vereinigt, ein Unterricht im Zeichnen angeordnet. Das ge⸗ ſammte Lehrer⸗Perſonal hatte 1830 und die folgenden Jahre durch allmälige Ertheilung von perſönlichen Zulagen Gehalts— Verbeſſerung erhalten. Ein Schulhaus fur den fünften Lehrer fehlte noch. Das im Jahr 1818 für die erſte Mädchenſchule übernommene Köhleriſche Haus wurde niedergeriſſen und an deſſen Stelle in den Jahren 183%, für zwei Schulen ein neues ſtattliches Gebäude hergeſtellt, deſſen Baukoſten zwiſchen 12000 und 13000 fl. betragen. Das Werk des vergangenen Jahrhunderts bedurfte neuer Begründung; mit Ende des verfloſſenen Jahres trat eine neue Einrichtung des Schulweſens ins Leben. Nach einem neu⸗ gearbeiteten Plan wurde jeder Klaſſe ihr Ziel, jeder päda⸗ gogiſchen Kraft ihre Gränze beſtimmt, als Tendenz der neuen Schulverfaſſung aber Bildung aller Bürgerklaſſen durch tuͤchtigen Elementarunterricht ausgeſprochen, und in dem Streben nach dieſem Schulziel ſollen alle Lehrer eine innigere Vereinigung finden. So geſchieht der Volksſchule im engſten Sinne des Wortes ihr Recht; zugleich aber geſtaltet ſich auch eine Vorklaſſe für Gymnaſien, Real- und Militairſchulen. Die Anzahl der Kinder iſt ohngefähr 360, welche von 5 Lehrern in 6 Klaſſen— die eigentliche Ele— mentarſchule hat zwei ſelbſtſtändige Abtheilungen— unter⸗ richtet werden. Die Beſoldungs⸗Verhältniſſe der Lehrer ſind ſo gere— gelt, daß dieſelben drückenden Nahrungsſorgen entnommen, ihre volle Kraft, ohne ſie durch mühſame Nebenbeſchaͤftigungen zu zerſplittern und ſich zu ihrem heiligſten Werke abzuſtum— pfen, ihrem Amte zuwenden können. Unſren Schulanſtalten ſteht noch eine anſehnlichere Er— weiterung für die Zukunft bevor. Ein Theil der Confirmirten hat bisher die Gelegen— heit, welche die Liebe ihres Seelſorgers darbot, ihre Erkennt— niß auch in den Jahren nach dem Schulbeſuch zu erweitern und zu befeſtigen, nicht unbenutzt gelaſſen. Der Plan zur Gründung einer Kleinkinderſchule beſchäftigt gegenwärtig unſern Gemeinderath. So ſorgt man für die nicht mehr und die noch nicht ſchulpflichtige Jugend. Schule und Leben nähern ſich mehr und mehr. Der Repräſentation unſerer Bildungsanſtalten nach Außen fehlt es noch an einigen Räumlichkeiten. Der erſte Lehrer beſitzt nicht einmal einen eigenen Schulſaal; zwei andere Lehrer haben ſehr dürftige Wohnungen; für eine größere Schulfeierlichkeit, namentlich für eine Schulprüfung, fehlt durchaus ein paſſendes Lokal. Doch ſind bereits Schritte geſchehen, dieſem Mangel abzuhelfen. Geſtützt auf die treffliche Kreisverwaltung wird unſere Localbehörde auch . 274. hier das Richtige treffen. Für Beider Einſicht und Thätigg 1 10 zeugen manche bleibende Denkmale, indem ſie Unternehmm 1 b Kone, gen ausführten, welche vor 30 Jahren kaum unter e N frommen Wünſche gehörten; mit einem finanziellen Hine niß werden ſie bei den glänzenden Mitteln des Kut hausfonds nicht zu kämpfen haben. Curtmann äußert ih e dn nad in ſeiner gediegenen Schrift:„Könnte der Staat zu f 100 hie ech Lehrern einmal ſagen: Siehe, ich habe das Meinige gethan an ſelbſt, the ihr Unzufriedenen, nun thut Ihr das Eurel,— Hier kön 1 auderen es, glaube ich, bald geſagt werden. 1 Site gleiche Butzbach im Sommer 1844.— g K de Base g 5 Behüt' Vor N Zur Erheiterung. 275 Man ſprach in einer Geſellſchaft, wie das ja 0 geſchieht, von den wichtigen Geſchäften des Eſſens un Trinkens. Der Eine bemerkte, daß er es mit einer tüct gen Mahlzeit halte, während der Andere dem Trinken g Aemand Vorzug geben wollte. Man ſtritt lange hin und her.„un dae der Führer: wie halten Sie's denn? fragte endlich Einer aus der 0e us Melanchel ſellſchaft einen wohlbeleibten Mann, der bisher in behagliche aug, mein Her! Ruhe dem Streite mit angehört hatte, ohne ein Wort z ſprechen.„Ich, erwiederte dieſer ſchmunzelnd,— ich ſſ nicht wenig, trinke dafür aber deſto mehr,— herngege (hingegen) will ich auch meine ordentliche Ruh' haben!»„Jcham weißt du, wel *— ** Beknnntmad *+ Man redete in einer Geſellſchaft davon, was war 0 am liebſten trinke und der Eine entſchied ſich für Wein, zu Andere für Bier, der Dritte für Waſſer.„Nein, lib da ein Vierter an, das muß ich ſagen, wenn ich gut 1055 Waſſer hab', dann laß ich das beſte Bier ſtehen und tri ee — Wein., nung des Gaſt Candgerichtsbez * 85 rungsarbeiten d N 1 markung Steinb Wenigſtnehmend Ein Mann trug in ſeiner Köͤtze, in der er vv Friedberg d ſchiedene Dinge hatte, oben darauf auch ſein kleines Kind 1 Es dauerte nicht lange, ſo wurde durch die Bewegung di Beke Gehens das Kind aus der Kötze herausgeſchnellt und ff e auf den Boden. Der Vater verlor auch nicht im Gerinp machung vom ſten die Faſſung, ſondern hob das Kind auf, hockte es w 1 8 1 der in den Tragkorb und ſagte lächelnd:„die Jugend ul getobt hunn!⸗ auf weitere Beſ lung auf 10 kr, unter bis dSberigen 5 Centner feſteſe 1 1 Auch iſt dat! *. Jauerbach fürn . f 5 1 gen Kohlen ah Man ſtritt ſich uber Leidenſchaften und ein Thel leute nur 10 der Streitenden behauptete, daß viele Leidenſchaften dieſg eee Namen nicht verdienen, ſondern reiner Inſtinkt wäre, 1. wobei man Beiſpiele aufſtellte und im Laufe des Discouß ſes öfters das Wort Inſtinkt erwähnte. Nachdem man ſſh Sdafp eine Zeitlang geſtritten hatte, kam ein im Zimmer ſitzendnn(lug) zr Oeſtereicher hinzu und redete die Streitenden an: Mein mag un 1 bee g l J kale 5 od Herrn! nehmen's nit übel, i konn Ihnen mit G'wißhen mung,— 2* * engen A Wei Wein 697% daß der Inn nit ſtinkt, i bin ä g'borner Salzburger und weiß es gonz g'nau; es ſind holt die Wollgrob'n, die aber der Inn ſtinkt nit!/— nen im Sommer, * * 24 In unſerer Wetterau ſind in vielen Orten Sprüche In die Häuſer geſchrieben, die Segenswünſche, theils fuͤr theils für die Bewohner deſſelben enthal⸗ en In anderen Gegenden unſeres Vaterlandes beſteht ier Sitte gleichfalls und da las man al Haus ſelbſt, derſe die Verſe: Behüt' uns Gott zu jeder Zeit Vor Maurer und vor Zimmerleut', Vor Doktor und Balbierer— Das ſein vier böſe Thierer. * * o Jemand beſuchte den Harz. ſame der Fuhrer: hing, mein Herr! aus Quedlinburg.“ * * „„Johann,“ ſagte ein Bedienter zu einem andern, Heißt du, welches das unempfindlichſte Glied an deinem Beim Mägdeſprung „Hier hat ſich ein Mädchen hinabgeſtürzt.“ „eus Melancholie?“ fragte der Gefährte. % 275. Herrn iſt?— Die Naſe, denn ſo lange an derſelben herum und er merkt's doch nicht.“ ſeine Frau führt ihn ſchon Bitte an edle Menſchenfreunde. In der Nacht vom 18. auf den 19. dieſes Monats betraf die denn an einem Gemeinde Dierlammen im Landrathsbezirk Lauterbach ein furchtbares Brandunglück. In einer Scheuer im oberen Theil des Dorfes brach das Feuer um 12 Uhr aus, welches bei dem ſolcher Schnelligkeit um ſich“ griff, daß, herbeikommen konnte, innerhalb einer halben Stunde bereits achzehn Wohn⸗— häuſer mit allen Oekonomie- und Nebengebäuden in vollen Flammen ſtanden, welche auch gänzlich niederbrannten. dieſen Brand nicht mur obdachlos geworden, ſondern haben auch bei der Schnelligkeit, womit das Feuer um ſich griff, verloren, und zwar in der Art, daß der größte Theil davon nicht ein⸗ heftig wüthenden Sturme mit ehe noch die erforderliche Hülfe 124 Perſonen ſind durch ihre ſämmtlichen Mobilien mal ſo viel retten konnte, um ihren Körper bedecken zu können. Alle edle Menſchenfreunde, welche freiwillig zur Linderung dieſer Noth beizutragen bereit find, werden höflichſt erſucht, die Unterzeichneten, ihre Beiträge an welche ſich zur Empfangnahme, gewiſſenhafter Ver⸗ wendung und öffentlicher Ablegung der Rechnung bereit erklären, oder „Um Verzei⸗ an die Expedition dieſes Blattes ſenden zu wollen.— Lauterbach, den 22. Auguſt 1844. Volprecht Riedeſel zu Eiſenbach. W. Fröhlich, Landrath. Mylius, Landrichter. F. Dieffenbach, Rentmeiſter. Rauſch Poſtmeiſter. Eifert, Bürgermeiſter. Berichtigung. In Nro. 68. dieſes Blattes Seite 271, Spalte 1, Zeile 19 v. o. ſollte 1718 ſtehen ſtatt 1778. bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Arbeits- Verſteigerung. 112) Dienſtag den 3. September l. J., dormitfags um 11 uhr, ſollen in der Woh⸗ tung des Gaſthalters Höck zu Steinbach Candgerichtsbezirks Rödelheim) die Chauſſi⸗ rungsarbeiten der Staatsſtraße durch die Ge⸗ tarkung Steinbach nochmals öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 22. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Bekanntmachung. 1111S) unter Bezugnahme auf die in Nr. S. und 46. d. Int.⸗Bl. geſchehene Bekannt⸗ nachung vom 1. Juni d. J. wird nochmals ur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß auf zm hieſigen Werk der Preis der Kohlen bis uf weitere Beſtimmung gegen Baar zah⸗ ung auf 10 kr, gegen genügende Bürgſcheine inter bisherigen Bedingungen auf 11 kr. pr. Sentner feſtgeſetzt worden iſt. Auch iſt das Brückengeld in Oſſenheim und zauerbach für die vom hieſigen Werk bezoge— nen Kohlen abgelöſet, und haben die Fubr⸗ eute nur ihre Büchelchen oder Abfuhrſcheine ven Brückengeldempfängern vorzuzeigen Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim am 22. Aug. 1844. r. Schmidt, Bergverwalter. Schaafpferche-Verſteigerung. (1119) Freitag den 6. September, Vor- mittags um 41 ubr, ſollen in hieſigem Rath⸗ ſbauſe 5 oder 10 Schaafpferche in hieſiger Ge⸗ imarkung, wovon der erſte mit dem 9. Sep⸗ tember l J. beginnt, einer öffentlichen, meiſt⸗ bietenden Verpachtung ausgeſetzt werden. Friedberg den 28. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (1130) Montag den 2. September, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſollen zu Beyenheim nachbe⸗ nannte Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden, als: A. An dem Kirchhof: 1) Pflaſterarbeit voranſchlagt zu 13 fl. 30 kr. 2 Pflaſterſteine mit Brecher ⸗, Fubr⸗ und Setzerlohn 26 6 3) Pflaſterſand zu ſiefern u Pflöͤcke 12 40 4) Maurerarbeit 119.22 5) Mauerſandlieferung 6„ 1 6) Kalklieferung von 4 Bütten 8/— B. An den Vieinalwegen: 1) Steinſchlagen und Unterhaltung der Ban⸗ quete und Gräben voranſchlagt zu 51 fl. 24 kr. 2) Chauſſeeſteine mit Brecher⸗, Fuhr⸗ und Setzerlohn zu 54 fl. Beyenheim den 27. Auguſt 1844. In Auftrag: Der Wegaufſeher Thomas. Arbeits-Verſteigerung. (1130 Nächſtkünftigen Dienſtag den 3. September, Vormittags 11 Uhr, ſoll bei dem Gaſtwirth J. C. Schneider dahier die Anfer⸗ tigung von Subſellien, eines Katheders ꝛc. in den neu erbauten Schulſaal dahier an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Arbeiten ſind voranſchlagt: 1) Schreinerarbeit zu 183 fl. 48 kr. 20 Weißbinderarbeit 17% 20% 3) Spenglerarbeit 12%— 5 Oſtheim den 21. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Grummetgras-Verſteigerung. (1132) Mittwoch den 4. September, Vor⸗ mittags 11 Ubr, ſoll in dem Rathhauſe dahier das dießjährige Gemeinde Grummetgras von 4½ Morgen Wieſen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ober rosbach den 25. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Aepfel verkauf. (1133) Dienſtag den 10. September, Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſollen die dießjährigen Aepfel der Gemeinde Oſſenheim, in mehreren Abthei⸗ lungen, an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ kauft werden. Der Anfang biermit wird bei der ſteiner⸗ nen Brücke nach Fauerbach II. hin gemacht. Bauernheim den 29. Auguſt 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Grummetgrasverkauf. (4130 Montag den 2. September 1844, Vormittags 10 Ubr, ſoll das dieß jährige Grum⸗ metgras der Gemeinde Bauernheim, auf den Wieſen felbſt, meiſtbietend verkauft werden. Der Anfang hiermit geſchiebt bei der Wet⸗ terbrücke. Bauernheim den 29. Auguſt 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. NN N ιπιi e Privat- Bekanntmachungen. Eine Wohnung gleicher Erde, (1130) weiche ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg. Carl Klein, Schneidermeiſter. Waaren Empfehlung. (1137) Durch meine directe Einkäufe in den Niederländiſchen Fabriken bin ich mit einer reichen Auswahl vorzüg⸗ licher, feiner Tücher, Zephir der modernſten Bookskin, Paletot— zeuge ꝛc., verſehen und verkaufe ſolche zu äußerſt billigen Preiſen. Samuel Lindheimer jun., Uſergaſſe in Friedberg. Anzeige. 7 (1155) Ich bringe hiermit zur Kennkniß des Publikums, daß ich mein auf baieriſche Art gebrautes Lagerbier in Zapf genommen habe und dasſelbe, ſowie auch einen guten Aepfelwein, ſowohl in größeren als in kleineren Quantitäten zu billigen Preiſen abgebe. Zu⸗ gleich bemerke ich, daß auch guter und billiger Hopfen bei mir zu haben iſt. Friedberg den 29. Auguſt 1844. Anton Burck, wohnhaft an der Stadtkirche. Garten- Verkauf. (1156) Die unterzeichnete iſt geſonnen 23 Ruthen Gartenland hinter der Burg zwiſchen dem Nauheimer und Soden⸗Weg, welches nach Martini d. J. übergeben werden kann, aus freier Hand zu verkaufen. Friedberg den 26. Auguſt 1844. E. Kraft. Ein ſchwarzer Schäferhund (1157) mit weißen Pfoten, weißer Bruſt und langem Schwanze iſt mir vor einigen Wochen entlaufen. Der gegenwärtige Be— ſitzer wird erſucht, denſelben gegen Erſtattung des Futtergeldes zurückzugeben an Adam Eich in Fauerbach II. Tanzmuſik in Bönſtadt. (1158) Künftigen Sonntag, den 1. Sep⸗ tember d. J., findet bei dem Unterzeichneten Tanzmuſik ſtatt, wozu er mit der Verſiche⸗ rung ergebenſt einladet, daß für alle Erfor⸗ derniſſe beßtens geforgt wird. Bönſtadt den 27. Auguſt 18444. Wig and, Gaſtwirth. Einen Speicher (1159) hat zu vermiethen 5 Johannes Hanſtein. Ein ganz fehlerfreies vierjähriges Reitpferd, (11600 guter Race, von Farbe ein Kohl⸗ fuchs, iſt veränderter Verhältniſſe wegen billig zu verkaufen. Wo, ſagt die Exp. d. Bl. Einladung. (11610 Der Unterzeichnete zeigt hiermit an, daß das Scheibenſchießen, welches zur Feier des hohen Namenstags Sr. K., Hobeit Unſeres Allerdurchlauchtigſten Großherzogs be⸗ gonnen hat, Sonntag den 1. und Montag den 2. September beendigt werden wird. An letztgenanntem Tag findet auf dem Schießplatze von Morgens 10 Uhr an Har⸗ monie⸗Muſik, um 1 Uhr taple d'héte und von Abends 5 Uhr gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu höflichſt einladet Friedberg den 27. Auguſt 1844. 5 riet Selſerbrunnen bei Okarben. (1162) Sonntag den 1. Septbr. iſt am bie⸗ ſigen Brunnen Harmonie⸗ und Tanzmuſik an⸗ zutreffen, wozu ich mit der Verſicherung promp⸗ teſter Bewirthung freundlichſt eimade. Havenecker. „* 276. Literariſche Anzeigen. (1163) Bei Lindequiſt und Schönrock in Halberſtadt ſind ſo eben erſchienen und in allen Buchhandlungen Deutſchlands, in Fried⸗ berg bei C. Binder nagel, zu haben. Endorff, Fr., Anleitung bei dem Kar⸗ toffelbau das Doppelte des gewöbn⸗ lichen Ertrages zu erzielen. Eine voll- ſtändige, kritiſche Ueberſicht der wichtigſten Kartoffelarten, des Anbaues, der Behand⸗ lung, Ernte und Ueberwinterung derſelben, mit Berückſichtigung ihres Einfluſſes auf die Bodenkultur. Nebſt Belehrungen über das Weſen und die Verhütung der Kartof⸗ felkrankbeiten. Nach den neueſten Anſich⸗ ten und Erfahrungen für größere und klei⸗ nere Landwirthe bearbeitet. Zweite Auflage. Geh. Preis 45 kr. Stempel, L., der unfehlbare Rathge⸗— ber bei der Bertilgung aller für den Land⸗ und, Gartenbau ſchädlicher Thiere. Eine geprüfte Auswabl der neue⸗ ſten, leichteſt auszuführenden und ſicherſten Vorſchriften dieſelben zu vertreiben, zu fan⸗ gen und zu tödten. Geh. Preis 36 kr. (11620 In Franz Varrentrapp's Ver⸗ lag, Frank furt a. M., iſt ſo eben erſchie⸗ nen und in allen Buchhanolungen, in Fried⸗ berg bei C. Bindernagel, zu haben: F. C. Schloſſer's Weltgeſchichte für das deutſche Volk. Unter Mitwirkung des Verfaſſers bearbeitet von Dr. G. L. Kriegk. Erſte Lieferung, gr. 8. br. XXIV und 256 Seiten. Preis: 45 kr. Der Name des Verfaſſers überhebt die Verlagshandlung jeder Anpreiſung. Die Schloſſer'ſche Weltgeſchichte wird als deutſches Nationalwerk ihre Beſtimmung würdig erfüllen. Ueber plan und Methode gibt die„einleitende Vorrede“ hinreichende Auskunft. Was dieſes Werk vor allem charak⸗ teriſirt: eine vorurtheilsfreie, auf ächter hiſtoriſcher Kenntniß beruhende Auf⸗ faſſung und eine klare, vor allen Wortfloskeln frei gehaltene populäre Darſtellung, wird ihm einen ausgezeichne⸗ ten Rang unter den allgemeinen Bildungs⸗ mitteln und den Zugang in die Familien aller Stände ſichern. lleber die Art und Zeit der Erſcheinung dieſes aus 24 Lieferungen oder 12 Bänden beſtehenden Werks verweiſen wir auf den Proſpectus, welcher in jeder Buch⸗ handlung zu erhalten iſt. Die einzelnen Lie⸗ ferungen werden raſch auf einander folgen. Frankfurter Gold-Cours vom 29. Auguſt. 2 fl. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 627 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 557 Rand⸗Ducaten 5 5 34 20 Frankſtücke 9 29 Engliſche Souverains 11150 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 13. Sonntag n. Trinitatis d. 1. Si Pfarramtliche Funktionen verrichtet für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirch; Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkinte Herr Candidat Rappold. Katechismuslehre halt Herr Candidat Schäffer. Mittwochs ⸗Betſtunde, Nachmittag; von 5— 6 Uhr, hält Herr Candidat Kattmann. Fruchtpreiſee⸗ 29. Aug.] 23. Aug. 20. A5 Gattung. Fried⸗ Mainz Groß berg geran gk. f. ir T Waizen pr. Malter 8— 859 803 Koi, 5 50 5 46 5 Gerſte„* 4 301 4 50 40 Hafer; 5 3115 3138] 32 rare für die Städte Friedberg und Butzbeh vom 1. bis 7. September 1844. — Fried⸗ Butz⸗ S Brod-Preiſe. berg. bach. 88 kr. pf. kr. gi. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 3— 443 43 44 7 5 9 Lth.“ h. — Milchbrod 145 145 — Waſſerweck 15¼/[ 15% —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch-Preiſe. pf. N. 1 Ochſenfleiſch 10 11— 19. a gemäſtetes 9—— „ Kühfleiſch ange 8— 81— : z ch gemäſtetes 8 2 8 2 Rindffeiſch ungemäßtetes 71 2 7 „ Kalbfleiſch 9— 812 „ Schweinenfleiſch 11— 11— „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7——. „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „ Gemiſchte Wurſt 8— 8— „ Bratwurſt 14— 14 „Schwartenmagen 14— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 17— 17— 17 Dörrfleiſch 4 16— 16 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 18— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 17— 17 „ Hammelsfett 141— 1141 Der Gr. Heſſ, Kreisrath d. K. Friedber Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 * 70. 2 Al! — Dl — Kreior an die Gre (ausſchl getreffend: D V N Ihnen beiden len für die o Leſebuch, ein foſtet 45 kr. von Exempla den Ortsſchu fertigt werde treffenden Ki aus der Gen hebung beau werden. Ver welche ein E vweindekaſſe meiner Vollzi die Gemeindet ahlungsunfal defaſſe geſchel Vrpeichniſe v lichen Verrech Exemplare d ſpäter wieder Außer Handbuch für ſoſen der bug in 8 Br n aber bei flag gegeber aug auf 4 f alen fd.