Lare — — ntelligenz⸗“ hatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 12 Mittwoch, d en 31. Januar Das Intelligenzblatt wird wöchentlich zweimal ausgegeben, und zwar Mittwochs und Samſtags.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich vom dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher,. 2 Jahr 10 kr.. Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Semeſter für As kr. zu beziehen. und pr. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr., für die zweite Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet. A Beſtellungen auf das Intelligenzblatt pro 1844 bitte ich nicht direkt bei mir, für 1 Jahr 1 fl. 12 fr., für Intelligenzblatt, Jahr für 1 fl. 24 kr. 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— ſondern durch die betreffenden Großh. Poſtperwaltungen efälligſt zu machen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen in ſämmtliche Gr. Heſſ. Fürſtl. und Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Completirung der Feldtruppen im Jahr 1844. Zur dießjährigen Ergänzung der Feldtruppen hat die Orovinz Oberheſſen 596 Mann zu ſtellen, die in einer Ta— „elle auf die Kreiſe und Landrathsbezirke vertheilt worden ſind. Von dieſer Tabelle wird Ihnen ein Exemplar zukommen, velches Sie öffentlich anheften und dadurch die Subrepar— ition zur allgemeinen Kenntniß bringen werden. Aus dieſer Tabelle iſt zu entnehmen, daß aus dem reiſe Hungen diejenigen jungen Leute, welche bei der vor— aährigen Muſterung die Nummer 1 bis 66 gezogen haben, owie Joh. Georg Schneider aus Utphe und Löb Lehr aus eich marſchpflichtig ſind, die Nummern 67 bis 74 aber noch jach dem 1. April l. J. einbeordert werden können. Sie verden alle diejenigen, welche hiernach eine Marſchnummer gezogen haben, davon beſonders in Kenntniß ſetzen, wie Zeſchehen binnen 8 Tagen berichten und Falls einer oder der andere der verzeichneten Recruten aus irgend einem Grunde an dem zum Eintritt in den Dienſt beſtimmten Tage nicht ſollte erſcheinen können, unter Anführung des Grundes und Beiſchluß eines etwaigen ärztlichen Zeugniſſes ſogleich berichtliche Anzeige machen. Cb'enſo werden Sie ſogleich berichten, welche von dem im Contingent begriffenen Militairpflichtigen ſich in gericht— licher Unterſuchung oder in gefänglicher Haft befinden. Uebrigens bemerke ich, daß vor dem 1. Mai d. I. keiner der Genannten ſich von Haus entfernen und keine Wander— erlaubniß erhalten kann. Hungen am 22. Januar 1844. Follenius. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 5. V. Dienſtnachrichten: Am 5. Jan. wurde der Ac— ceſſiſt bei der Juſtificatur 2. Abth. der Rechnungskammer Ewald zum Probator dabei ernannt; dem Pfarrer Rahke zu Eichloch die evang. Pfarrſtelle zu Biebelnheim, ſodann dem Pfarrer Willenbücher zu Gättersbach die evang. Pfarrſtelle zu Pfeddersheim, und der Schulcandidatin Sophie Sturni die von ihr bisher proviſoriſch verwaltete 2. Schul lehrerſtelle zu Hechtsheim; am 6. dem Schulvicar G ütlich zu Biſchofsheim die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Mörfelden, und dem Schulvicar Nahm zu Hechtsheim die 1. kath. Schullehrerſtelle daf, übertragen; am 10. der Oberfinanz— kammeracceſſiſt Bernhard aus Büdingen zum Steuercom— miſſar in Oppenheim ernannt. VI. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 22. Dec. 1843 der Unterfoͤrſter Vierheller zu Breungeshain auf ſein Nachſuchenz am 10. Jan. der Forſtſchütze Horſt zu Wingertshauſen. VII. Concurrenz für die evang. Pfarrſtelle zu Sand— bach, L. Bez. Breuberg, mit einem Gehalte von 1785 fl. (Präſentation des Hrn. Fürſten v. Loͤwenſtein und des Hru. Grafen v. Erbach-Schönberg). — 34 Ueberſicht des Viehſtandes im Kreiſe Grunberg 43. im Jahr 1843. „E 8 1 Viehſtand im Jahr 1845. Capitalwerth. 8 a men 8 15 Rin dvieh. 4 Im Gegen das Jahr 8 E nee 75 —.— 2— 2 2 8 Gemeinden.[es 3 6 85 85 85 8 18. Mehr. Weniger. S ck. fl.. 1 Allertshauſen 11 0 26/ 62] 19 1990 47 12— 6381 1195— 2 Altenhain 4 135 21] 80% M eee eee 3 Atzenhain 22 4] 2] 28 150 80 400 160 124— 15592 3815— 4 Beltershain 9 1 1] 18] 120] 801] 300 140 31— 11734 2981— 5 Bernsfeld 124 10 2] 42 190 25 580 200 151— 17305 2730 E 6 Bobenhauſen 20 3] 2] 26 213 93 207 45 21 1 15893 2843 7 Climbach 1— 1 12 50 14 120 48 5— 4422 430— 8 Ermenrod 28 4] 2] 26 146 59 293 61 19 4 13753 2953— 9 Felda l 540 686 3] 70 265 76 584 237 921 10] 27883 5571— 10 Feldkrucken 100— 21 26 204] 268 246 110 16— 19508 5188 5 11 Flenſungen 3 10 1 21 109 16 130 70 13— 6674 1467— 12 Geilshauſen 14] 2 2] 44 127 40 570 90 20— 14228 3292— 13 Göbelnrod 7 1 1] 26 89 42 260 56 34— 8880 1414— 14 Groß⸗ u. Kleinlumda 60 10 1] 30 128 79 475 104 614— 13098 3262— 15 Großeneichen 8— 2 24 260] 40 340 173 47 3 17537] 60644— 16 Grünberg 104 30 3 28 370 35 650 110] 120— 29295 6138— 17 Haarbach g 9 1 1 38 120 29 302 89 3 13 11552 2473 2 18 Helgershain 1— 2 14 170 46] 209 53 55—] 10850 2575 19 Höckersdorf 9— 1 2 80 20 180 60 10 5 6242 780 20 Ilsdorf 31— 10— 71 23— 60 5— 4345 1019 2 21 Keſſelbach 11 16 10 26 40 30 240 50 20 8 6178 1528 2 22 Keſtrich 71 3 14 78 86 170 75 39 1 8665 1666— 23 Kleineichen 52 2 8 84 19 171 84 11— 6720 1696— 24 Köddingen 11 1e 81 280 66 36 3 12049 1950 25 Kölzenhain 757 264 38 7—1 11241 3040— 26 Lauter 181 51 1 81 170 36 300 60 14 9 12220 2657 2 27 Lehnheim 51 10 10— 118 36 350 84 101— 8760 2629— 28 Lindenſtruth 21.104 18 80 16 120 46 4 6200 1150. 29 Londorf 210 2 2 40 111 12 260 100 20 101] 11932 2 1658 30 Meiches 13] 2 2] 36 203 100 211 70 31— 16053 3218 31 Merlau 23 1 6170 50 500 230 144—1 16118 4019— 32 Niederohmen 31 2 2] 10 320 50 620 195 30 22 22979— 499 33 Oberohmen 37 50 3] 18 202 60 595 147 96] 1 19012 3801— 34 Odenhauſen 10.— 2 40 78 10 550 20 61 3 10018 2129— 35 Oberſeibertenrod 451 1 2 20 12 80 182 66 18 1 10756 3519 5 36 Oueckborn g 23 2 2 4 250 50 500 130 14 2 17472 4516— 37 Reinhardshain 6 11,1] 26 95 41 300 98 9— 9703 972 38 Ruddingshauſen 12— 2 63 140 40 450 70 40— 15056 3565— 39 Ruppertenrod 17 4 287 40 385 242 28 18969 5472 40 Saaſen 11 1 1 22 165 55 361 104 8]—] 13320 2470—Z 41 Stangenrod 11— 21 10 104 33 180 70 7 7489 2366— 42 Sellnrod 151— 2 24 172 66 283 117 43 6 12804 2163 2 43 Schmitten 2—1—1— 21 4 8 9 331 1257 139— 44 Stumpertenrod 311 2 2] 50 206 98 358 130 34 1 19940 5867— 45 Stockhauſen e, ee 46 Alrichſtein 250 4 2 22 357 215 301 60] 53 25378 6873— 47 Unterſeibertenrod 261100 2 2 140 55 240 108 27—] 12109 4158— 48 Weikartshain 3— 1 14 160 32 200 100 7— 10512 2686 3 49 Weitershain 6— 3] 50 169 25 393] 56 8— 13996 2565— 50 Wettſaaſen e. 200— 32 Winnerod 5— 21 14 28 11 170 30 34— 4029 894 53 ie 33% 222 158 501 141 40— 17899 3888 54 ohnfeld 1 12158 66 156 90 23 5 11940 3213— Zeilbach. 2 1 16 66 30 188 91 8 3 7049 1962— Summe= 767 84 511 10877562 2855 76095 5075 1207 115[ 670783 147180 2157 Der Kapitalwerth iſt zwar faſt allgemein höher als im Jahr 1842; allein der Viehſtand hat ſich vermindert, Dor 1 Der 2 1 aul e ein Petiſch, als nach der dieser Stele geben nel 71 Der in der erſten ſt hier vol! glatt und ka das glückliche ſſch nicht um lebt nur in! der Eheleute to, um die e wenn ihre E Zukunft ſich der Mane dieſſſches, e Nomen Hon fer monats Welt.“ A comme ch. fommen ma rathen, ohne und ohne iht kennen, oder ſſe im Stand ſchaften zu v daß auf den o dann übere und fettet Eu Herzen liebet — Bekanntm 257 verminder. * Es ſind weniger als im Jahr 1842: 30 Pferde, 26 Foh—⸗ len, 9 Bullen, 210 Ochſen, 432 Kühe, 409 Rinder, 1230 Schaafe, 1814 Schweine, 35 Ziegen und 25 Eſel. Eine gewiß bedeutende Abnahme! Dirie n Der Engländer Bulwer läßt die Frau Lobkins zu Paul Clifford ſagen:„Lies deine Bibel und ſprich wie ein Petiſcht, die Leute gehn mehr nach deinen Redensarten, als nach dem, was du duſcht.“ Eine Nutzanwendung zu dieſer Stelle ſcheint nicht nöthig, wiewohl es nicht Wenige geben möchte, die ſich in ihr ſpiegeln konnten. Der Pole Czaykowski ſagt:„welche Luſt liegt in der erſten Zeit des Eheſtandes; der Kelch des Lebens iſt hier voll Süßigkeit, der Faden des Lebens ſpinnt ſich glatt und raſch ab; wie ein Blitz eilt die Zeit dahin und das glückliche Paar denkt nicht an das, was war, bekümmert ſich nicht um das, was ſein wird, es ſieht nur das und lebt nur in dem, was da iſt. Wenn ſich zuweilen die Worte der Eheleute nach der Vergangenheit verirren, ſo geſchieht es, um die Gegenwart durch Erinnerungen zu verſchönern; wenn ihre Gedanken zufallig einmal in das Labyrinth der Zukunft ſich vertiefen, ſo geſchieht es, um durch das Spiel der Phantaſie neue Luſt zu erzeugen. Dieß iſt ein para— dieſiſches, ein himmliſches Leben. Das Volk hat dafür den Namen Honigmonat: o, wollte Gott, es folgte kein Pfef— fermonat daranf, und doch iſt es gewöhnlich ſo auf dieſer Welt.“ Alſo es iſt in Polen gerade, wie bei uns,— tout comme chez nous— ſagt der Franzoſe. Woher das nur kommen mag?— Das kommt daher, daß Viele ſich verhei— rathen, ohne die Perſon, mit der ſie ſich verbinden wollen, und ohne ihre guten und ſchlimmen Eigenſchaften genau zu kennen, oder auch ohne dieſe Perſon ſo zu lieben, daß ſie im Stande ſind, uber ihren guten ihre ſchlimmen Eigen— ſchaften zu vergeſſen und ſie zu tragen. Wollet ihr darum, daß auf den Honigmonat der Ehe kein Pfeffermonat folge, o dann übereilet den wichtigſten Schritt eures Lebens nicht und kettet Euch nie an Jemand, den Ihr nicht von ganzem Herzen liebet. Wahrlich! weder Reichthuum, noch Schön— 17 heit, noch Ehre, noch Anſehen, noch Putz, noch ſonſt Etwas kann den Pfeffer, wenn er da iſt, in Zucker und Honig ver— wandeln. Kirchenbuchs-Auszug vom Dezember 1843. Laubach. Getraute: Der hieſige Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Heinrich Kühn III., des hieſigen Bürgers und Metz— germeiſters weiland Philipp Chriſtian Kühn hinterlaſ— ſener, ehelicher, lediger Sohn und Maria Antoinette Roos, des Bürgers in Ellwangen in Würtemberg und Arbeiters in der Schram'ſchen Porzellanfabrik dahier weiland Johann Georg Roos eheliche ledige Tochter. Getaufte: 8. Dem Bürger und Gärtner Johann Chriſtian Schnei— der ein Sohn, Matthäus und eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 1. Dezember. Dem Buͤrger und Schuhmachermeiſter Johann Heinrich Kühn III. ein Sohn, Heinrich Franz, geb. d. 13. Nov. 10. Dem Bürger und Gräflichen Jäger Georg Konrad Bötz eine Tochter, Maria Katharina, geb. d. 3. Nov. 26. Dem Bürger und Leinweber Johann Georg Rühl ein Sohn, Auguſt, geb. den 12. Dez. 27. Dem Bürger und Sattlermeiſter Georg Auguſt Thel— lin eine Tochter, Katharina Margaretha, geb. den 29. Nov. 31. Dem Bürger und Schloſſer Chriſtian Gromm ein Sohn, Johannes, geb. den 13. Dez. 31. Dem Andreas Göbel, ledig, eine uneheliche Tochter, Eliſabetha Chriſtiana Wilhelmina, geb. den 7. Dez. 31. Dem Bürger und Schloſſermeiſter Johann Hartmann Jager ein Sohn, Wilhelm, geb. den 1. Dez. 10. Beerdigte: 8. Chriſtian Kircher, des hieſigen Buͤrgers und Bäcker— meiſters Konrad Kircher eheliches Söhnchen, alt 8 Mon., 1 den 54 15. Maria Spuck, des hieſigen Bürgers und Taglohners Balthaſer Spuck eheliches Töchterchen, alt 5 Jahre, 4 Mon. und 27 Tage, 7 den 12. Dez. 24. Maria Katharina Jochem, des hieſigen Bürgers und Sattlermeiſters Johannes Jochem Ehefrau, geb. Rebe, alt 56 Jahre, 9 Mon. und 16 Tage, 1 den 21. Dez. Dez. 29. Martin Frenzel, Bürger in Kelſterbach und Arbeiter in der Schram'ſchen Porzellanfabrik, alt 50 Jahre, 1 den 26. Dez. ro a. Oeffentliche Aufforderung. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. Bekanntmachung. (86) Nachdem die Frau des Heinemann Bamberger von Bellersheim die Erklärung ge— geben, daß ſie gemeinſchaftlichen Handel mit ihrem Manne nicht treiben und ſich damit ge— gen die Theilnahme an ſeinen Schulden ver— wahren wolle, ſo wird dieſes zur dienlichen Notiz veröffentlicht. Hungen den 9. Januar 1844. Gr. Heſſ. Fſtl. Solms⸗Bflsſches Landgericht Hofmann. (83) Johann Heinrich Schepp modo Hein⸗ rich Otterbein und 8 Conſorten zu Rupper— tenrod, haben 53/106 1/7 16 Klafter Brauhaus bei der Kirche an L. Schmidt zu Ruppertenrod an Heinrich Thomas daſelbſt verkauft, ohne ſich deßhalb als Eigenthümer urkundlich ausweiſen zu können. Macht Je— mand Cigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an dieſes ſ. g. Brauhaus, ſo muß er ſie binnen 6 Wochen, von heute an, dahier anmelden, widrigenfalls dem abgeſchloſſenen Kaufe die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wird. Grünberg den 2. Januar 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. geh. Patgcht. der Freiherrn von Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Thaler. (877) Johannes Feuerſtein von Stangenrod hat gegen Johann Georg Münch Ilir von Haarbach die nachfolgende Klage erhoben. Ausweißlich das von dem früheren Gr. Bür— germeiſter Wilhelm von Göbelnrod errichteten Protocolls vom 2. Sept. 1842 hat mir der Beklagte den Reſt eines baaren Darlebhns, welchen ihm Chriſtoph Loth von Haarbach im Betrage von 204 fl. 1½ kr. verſchulden ſollte, für die Summe von 149 fl. 1½ kr. käuflich abgetreten und ſich für die Richtigkeit dieſes Darlehns ausdrücklich haftbar erklärt. Ich habe ihm hierauf 40 fl. alsbald bezahlt, und bin ſofort gegen den Schuldner, weil er die Richtigkeit des fraglichen Darlehns nicht an— erkennen wollte, klagend aufgetreten, indeſſen mit meiner Klage rechtskräftig abgewieſen worden, indem der Schuldner den Beweis er— bracht hatte, daß er den fraglichen Betrag nicht als Darlehn verſchuldet, und daß er fee— ner mehrere Zahlungen gemacht habe. Der Beklagte iſt in Folge dieſes Ausgangs des gegen den Schuldner Loth geführten Pro— zeſſes verbunden, mich rückſichtlich der abge— tretenen Forderung völlig ſchadlos zu halten. Meine Forderung an den Beklagten berech— net ſich folgendermaßen: fl. kr. 1) erhielt er auf den Kaufſchilling baar 40— welche ich mit Zinſen vom Tage der Auszahlung dem 2. Spt. 1842 zurückverlange; 1 N 2) entgeht mir ein Gewinn von 3) betragen die Koſten des mit Loth geführten Rechtsſtreits ausweislich der darüber vorliegenden Akten 23 welchen Betrag mir gleichfalls mit Zinſen vom Tage der Auslagen an zurück zu erſtatten iſt N Bei der Abweſenheit des Beklagten, deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, kann ich nun zu deren Forderung nicht gelangen, ich will deß— halb Klage führen und Gr. Landgericht bitten: „den Beklagten nach vorgängiger Aufforde— rung in den öffentlichen Blättern ſchuldig zu erkennen, den libellirten Betrag von 118 fl. 3 kr. mit den angegebenen Zinſen zu be— zahlen, unter Verurtheiſung in alle durch dieſe Klage entſtehenden Koſten. fe P. v. Da der Aufenthaltsort des Beklagten unbe— kannt iſt, wird derſelbe hiermit aufgefordert, ſich auf die vorſtehende Klage im Termine Dienſtag den 19. März d. J., Vorm. 8 Uhr ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls er des thatſächlichen Inhalts der Klage für ge— ſtändig erachtet, und unter Einredeausſchluß nach Antrag gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich wird dem Beklagten eröffnet, daß im Falle ſeines Ausbleibens die Bekanntma— chung der weiteren gerichtlichen Erlaſſe nur durch Anſchlag an der Gerichtsthüre erfolgen ſoll. Grünberg am 5. Januar 1844. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Holz-Verſteigerung. (1110 Montag den 5. und Dienſtag den 6. Februar d. J., jedesmal von Morgens 10 Uhr, ſollen in dem Rockenberger und Oppershöfer Markwald, im Wirthſchaftstheil I., III., V., VI. und VII., folgende Holzſortimente öffent— lich unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen meiſtbietend verſtei— gert werden. 145% Stecken buchen Scheitholz, 8 „ eichen„ 6% 7 1 1 165 Wellen„ Reisholz, 962„ buchen 2 210„ gemiſcht= 30 Haufen buchen* 10 Fuß lang, 91„ ſaalweide„„ 18 Stämme eichen Bau- und Werkholz, halten 1787 Cubikſfuß, 15 Stämme buchen Werkholz, halten 1254 Cubikfuß. der Zuſammenkunftsort iſt an der Stein— pfsſchneiße im Wirthſchaftstheil J., wohin man die Steigliebhaber höflichſt, einladet. Bemerkt wird noch, daß das Bau⸗ und Werkholz an ten Tag zur Verſteigerung kommt Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Qppershofen den 25. Januar 1844. Der Markgegenſchreiber Weil. r 36 128. Edietal ladung. (112) In dem Hypothekenbuche von Nieder— roßbach befindet ſich ein Eintrag, wonach Kon— rad Schneiders Wittwe von da, am 15. May 1822 bei Schuhmacher Nikolaus Lang zu Born⸗ heim 250 fl. gegen Verpfändung von 12 Grund— ſtücken aufgenommen. Die Erben der Wittwe Schneider behaupten indeſſen, daß jene An— leihe nur beabſichtigt, jedoch nie verwirklicht worden ſeie, ſie jedoch die deßfallſige Urkunde nicht wieder beizubringen vermochten. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche auf die über vorgedachte 250 fl. gefertigte Schuld⸗ verſchreibung und den Fortbeſtand des Pfand— rechtes Anſprüche zu haben vermeinen, zu deren Anzeige innerhalb 3 Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt jene Schuldurkunde für erloſchen erach— tet und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden wird. 5 g Dann haben die Konrad Schneiders Wittwe Erben bereits im Jahr 1841 die Grundſtücke 302%, 14 Klafter auf dem Erlich 2 21 Klafter in der Laubach f 9 Klafter in den Weiherwieſen, 26. 8 Klafter auf den ſchwarzen Theilen verkauft, ohne ihr deßfall— ſiges Eigenthumsrecht urkundlich nachweiſen zu können. Oa jedoch ihr längerer Beſitz der⸗ ſelben beſcheinigt iſt, ſo werden diejenigen, welche Anſpeüche auf vorgedachte Stücke baben möchten, aufgefordert, ſolches um ſo gewiſſer in obgedachter Friſt anzuzeigen, als ſonſt der oberwähnte Verkauf richterlich beſtätigt wer⸗ den wird. Friedberg am 20. Januar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Arbeitsverſteigerung im Baubezirk Friedberg. (113) Donnerſtag den 8. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Locale des Gaſtwirths Hieronimuß dahier, die Repara— turarbeiten für 1844 an den Kameral-Grund— laſten und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butz— bach, Ockſtadt, Obermörlen, Griedel, Rocken— berg, Oppershofen, Kaichen, Büdesheim, Hel— denbergen, Burggräfenrod, Vilbel, Rodheim, Winterſtein und Oberau, als: Maurer-, Stein— hauer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weiß⸗ binder-, Spengler- und Pflaſterarbeiten, ſo— dann die Lieferung von 2¼0 Cub.-Klafter Sand in das Hofhaus zu Kaichen an die Wenigſtnebmenden öffentlich verſteigert werden. Es wird dieſes mit dem Bemerken zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Hand— werker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung beſtanden, oder bereits vor Erlaß derſelben Meiſter geworden waren. Friedberg den 27. Januar 1844. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Bekanntmachung. (IIA) Donnerſtag den 14. März, Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem Franz Heck zuſtehende Hofraithe in der Burg an der Kreisraths-Wohnung gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Holzſchoppen mit Heuboden, Ställe und Gärtchen, ſodann 535% Ruthen Garten zwiſchen der Naubei— mer und Ockſtädter Gränze, 166 Rth. Acker⸗ lands-Baumſtück zwiſchen dem Riedweg oder Uſa und dem Nauheimer Weg an Herrn v. Löw und 34 Ruthen im Ried an Georg Joſt ge⸗ legen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 29. Januar 1844. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter D e Privat- Bekanntmachungen. Anzeige. (108) Ich mache einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich neben dem ſeit— her von mir gefuhrten Gußwaarenhandel auch mit Staabeiſen handle, wobei ich noch beſon— ders vemerke, daß ich Naſſauer Eiſen von beß— ter Qualität zu dem billigſten Preiſe abgebe. Großkarben im Januar 1844. David May J. Ein guter Faſelochs, (115) ſchwyzer Race, der zum Schlachten geeignet iſt, ſteht zu verkaufen bei Johs. Wagner in Heldenbergen. Biegemzaeuß (1160 Eine pfauhenne Cleeberg bei Butzbach Januar 1844. Freiherrlich v. Bibraiſche Oekonomieverwaltung Fuchs. Dankſagung. (117) In der Nacht vom 17. auf den 18. J. M. ſchreckte uns der furchtbare Ruf Feuer aus dem erſten tiefen Schlafe auf, und ach welch furchtbares Gefühl bemeiſterte uns alle, als wir die Augen öffneten und das ſchreckbare Element ſchon in ſeiner alles zerſtörenden Kraft in unſerer Nähe erblickten. Obgleich alle be— wobner des Orts durch Herbeieilen mit Waſſer und jeder benöthigten Hülfe ihre menſchen— freundliche Theilnahme erwieſen— ſo können wir dennoch nicht umhin, insbeſondere unſerm biederen Mitbürger Herrn Bürgermeiſter Jo— hannes Ohmeis J. dahier unſeren aus der tief— ſten Fülle der Seele kommenden Dank für ſeine bei dieſer Gelegenheit im Allgemeinen erwieſene Thätigkeit und große Umſicht, ohne welche ſicherlich auch unſere ſammtliche Habe ein Raub des wüthenden Elementes geworden wäre, hiermit öffentlich abzuſtatten. Obererlenbach am 22. Januar 1844. Die zunächſt der Brandſtätte wohnenden Ortsbürger. 2 8 0 N— Großes Heſſiſches Anlehen von 2,375,000 fl. Ziehung am 15. Februar 1844. (118) Haupttreffer fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100. Unter⸗ zeichnetes Handlungshaus erläßt hierzu Origi— nallooſe à fl. 33, nimmt ſolche aber nach der Ziehung à fl. 30 30 kr. wieder zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß nur fl. 2 30 kr. baar einzuſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt zugeſandt. Julius Stiebel junior, Banquier in Frankfurt a. M. Aufforderung. (119) Da von der Ctui⸗Waaren-⸗Ausſpie⸗ lung, die in Butzbach im Dezember v. J. ſtatt haben ſollte, hier gar kein Reſultat be⸗ kannt worden iſt, ſo fordern wir Wittwe Lebrwald, die Veranſtalterin der Ausſpie— lung, auf, die Treffer durch dieſes Blatt be— kannt machen zu laſſen. Friedberg den 29. Januar 1844. Mehrere Betheiligte. Litera riſche Anzege. Bei C. Bindernagel iſt vorräthig: Nodnagel, A., Ritter Rodenſtein, der wilde Jäger. Volksmährchen in fünf Acten. 48 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg— Das duden Morgen bis Morg 90 Montag Ne Der Mo Tger 5 Jahr 10. N nach einer und hr. Sen ein Beg wir. * gefälligst zu Friedbel — Froſtſch Dad in! ſchriebene und zeichnete Inst Froſtſchmett zu ſein, welch Inter dem Na unter allen Re ſt dieselbe indeſ ſhaues, ſondern chens, welches lein röͤthlicher G legt, aus welch, nie Maden Aöbald nach del lurchfreſſen?) 1 *