ntelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * dN Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche 6 Kreisrath des Kreiſes Friedberg aum ſünmtliche Großh. Bürgermeiſter und Gemei 0 einnehmer des Kreiſes. Beztefend: Die Beitreibung der Communalintraden, in specie d — ſendung der Verzeichniſſe über die dadurch ent Ne 8 Die Aufſtellung der rubricir oſtenverzeick ſcheint icht kberall mit der Gena rkt zu werden „ dit höchſte Inſtruction 2K 9 33² s g eipfehle daher den Gemeinerriunt hehe di 1 1 Bügcmeiſtern decretirten Koſten gan wefenhaf ver⸗ eich und in die vierteljährlich zuſendenden Verzeich⸗ niſſe zu bringen, indem ich Zuwiderhandlungen ſtrenge ahn⸗ den büßte. Im übrigens auch jene Verzeichniſſe in Anſehung des Zetkafwandes und folgenweiſe der dafür berechneten Koſten ohne Schwierigkeit prüfen zu können, verfüge ich hiermit, daß knftig geeigneten Orts auch die Tage den gedachten Venzeichniſſen beigefügt werden müſſen, für welche die Koſten berychtet ſind. Schließlich mache ich noch darauf aufmerk⸗ ſam, daß dieſe Verzeichniſſe von den Gemeindeeinnehmern an die Großh. Bürgermeiſter— und nicht, wie es ſeither häufig vorgekommen iſt, an mich direct abzugeben ſind, welch ketten ſolche, mit Viſa verſehen, ſodann an mich einzuſen— den heben, ohne übrigens dieſelbe mit einem beſonderen Be— richt zu begleiten. Ich erwarte nun, daß nach dieſen An— dewußgen die ferneren Vorlagen gemacht werden, indem ich bewerſe, daß jede Nichtbeachtung eine angemeſſene Ordnungs— ſtreße riach ſich zieht. Friedberg den 21. Obtober 1844. J. Krach, Gr. Kr.⸗Sectr. Dir Director der Viehverſicherungs-Anſtalt des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Herrn Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Miieffend: Die Verſſcherungs⸗Anſtalt für den Kreis Grünberg. * Diejenigen Herrn Bürgermeiſter, welche bis jetzt die Mittwoch de 30. Oktober verſecherungs-Declarationen noch nicht an mich einge⸗ g werden hiermit aufgefordert, dieſes längſtens M. zu thun, indem mit dem 1. November halbe Jahr der Verſicherung angeht. inberg am 24. Oktober 1844. Bötticher. 28. d Der heilige Rock zu Trier. Schauſtellung des ſogenannten heiligen Rockes t zwar nunmehr vorüber, aber an ihren nähern ren J kungen auf das Valk r f 8 das Volk, namentlich au en Theil des Volks, der zu dem heiligen Rocke gewallfahr⸗ oder doch gerne gewallfahrtet wäre, wird man noch lange ihr einſtmaliges Dageweſenſein erkennen. Es hat alfo die Sache, obgleich an ſich der Vergangenheit bereits ange— hörend, doch noch lange nicht das Intereſſe verloren, noch lange nicht aufgehört, der Beſprechung werth zu ſein, und wir glauben darum eine Pflicht gegen unſere Leſer zu er— fuͤllen, wenn auch in den Spalten unſeres Blattes von einer Erſcheinung die Rede iſt, die Köpfe und Beine von Millionen bewegt und, je nach dem der Urtheilende geſinnt war, die verſchiedenſten Urtheile erfahren hat. Daß nicht blos Proteſtanten, daß auch Katholiken die Schauſtellung des heiligen Rockes ſammt Zubehör für Etwas hielten, was dem 19. Jahrhunderte zur Schmach gereiche— dieſe Er— klärung hat man in öffentlichen Blättern, bald dort, bald hier, faſt täglich geleſen. Nirgends aber hat man ſich katho liſcherſeits rückhaltloſer und kräftiger ausgeſprochen, als dieß von Johannes Ronge, einem katholiſchen Prieſter im Sach— ſenlande, geſchehen iſt. In den ſächſiſchen Vaterlands— blättern, die unter der verantwortlichen Redaktion des C. F. Cramer und in dem Verlage von Rob. Frieſe in Leipzig erſcheinen, in der am 13. Oktober d. J. ausgegebe⸗ nen Nummer 164., findet ſich, den in der Ueberſchrift be— zeichneten Gegenſtand betreffend, ein Aufſatz des genannten Katholiken, den wir in wortgetreuem Abdrucke unſern Leſern mittheilen wollen, hoffend und wuͤnſchend, daß dadurch auch 1 100 A 342* 5 Heil der in unſerm Kreiſe manches ſchwankende Urtheil werde befe⸗ ſtigt und mancher Sorgloſe werde aufgeruͤttelt werden. Es heißt: Laurahütte den 1. Oktober. Was eine Zeitlang wie Fabel, wie Mähre an unſer Ohr geklungen, daß der Biſchof Arnoldi von Trier ein Kleidungsſtück, genannt der Rock Chriſti, zur Verehrung und religiöſen Schau ausge⸗ ſtellt, Ihr habt es ſchon gehört, Chriſten des 19. Jahrhun⸗ derts, Ihr wißt es, deutſche Männer, Ihr wißt es, deutſche Volks⸗ und Religionslehrer, es iſt nicht Fabel und Mähre, es iſt Wirklichkeit und Wahrheit. Denn ſchon ſind, nach den letzten Berichten, fünfmalhunderttauſend Menſchen zu dieſer Reliquie gewallfahrtet, und täglich ſtrömen andere Tauſende herbei, zumal, ſeitdem erwähntes Kleidungsſtück Kranke geheilt, Wunder gewirkt hat. Die Kunde davon dringt durch die Lande aller Völker, und in Frankreich haben Geiſtliche behauptet:„Sie hätten den wahren Rock Chriſti, der zu Trier ſei unecht.“ Wahrlich hier finden die Worte Anwendung:„Wer über gewiſſe Dinge den Ver— ſtand nicht verlieren kann, hat keinen zu verlieren.“ Fünf⸗ malhunderttauſend Menſchen, funfmalhunderttauſend ver— ſtändige Deutſche ſind ſchon zu einem Kleidungsſtücke nach Trier geeilt, um daſſelbe zu verehren oder zu ſehen Die Meiſten dieſer Tauſende ſind aus den niederen Volksklaſſen; ohnehin in großer Armuth, gedrückt, unwiſſend, ſtumpf, abergläubiſch und zum Theil entartet, und nun entſchlagen ſie ſich der Bebauung ihrer Felder, entziehen ſich ihre Gewerbe, der Sorge für ihr Hausweſen, der Erziehung ihrer Kinder, um nach Trier zu reiſen zu einem Goͤtzenfeſte zu einem unwürdigen Schauſpiele, das die römiſche Hie chie aufführen läßt. Ja, ein Götzenfeſt iſt es, denn viele Tauſende der leichtgläubigen Menge werden verleitet, die Gefühle, die Ehrfurcht, die wir nur Gott ſchuldig ſiid, einem Kleidungsſtücke zuzuwenden, einem Werke, das Men⸗ ſchenhände gemacht haben. Und welche nachtheiligen Folgen haben dieſe Wallfahrten? Tauſende der Wallfahrer dar— ben ſich das Geld ab für die Reiſe und für das Opfer, das ſie dem h. Rock, d. h. der Geiſtlichkeit ſpenden, ſie bringen es mit Verluſten zuſammen oder erbetteln es, um nach der Rückkehr zu hungern, zu darben oder von den Anſtrengungen der Reiſe zu erkranken. Sind dieſe äußeren Nachtheile ſchon groß, ſehr groß, ſo ſind die moraliſchen noch weit größer. Werden nicht Manche, die durch die Reiſekoſten in Noth gerathen ſind, auf unrechtmäßige Weiſe ſich zu entſchädigen ſuchen? Viele Frauen und Jungfrauen verlieren die Reinheit ihres Herzens, die Keuſchheit, den guten Ruf, zerſtören dadurch den Frieden, das Glück, den Wohlſtand ihrer Familie. Endlich wird durch dieſes ganz unchriſtliche Schau⸗ ſpiel dem Aberglauben, der Werkheiligkeit, dem Fanatismus und was damit verbunden iſt, der Laſterhaftigkeit Thor und Angel geöffnet. Dieß der Segen, den die Ausſtellung des heil. Rockes verbreitet, von dem es im Uebrigen ganz gleich iſt, ob er echt oder unecht. Und der Mann, der dieſes Kleidungsſtück, ein Werk, das Menſchenhände gemacht! zur Verehrung und Schau öffentlich ausgeſtellt hat, der die religibſen Gefühle. 15. Walen leichtgläubigen, unwiſſenden oder der leidenden Menge 1 G de ei leitet, der dem Aberglauben, der Laſterhaftigkeit daduß e eigen! Vorſchub leiſtet, der dem armen hungernden Volke Et 52 5 daß S und Geld entlockt, der die deutſche Nation dem Spott y Ine, le übrigen Nationen Preis giebt, und der die Wettewe liche z ken, die ohnehin ſehr ſchwer und duͤſter über unſern Ham elbe il unver tern ſchweben, noch ſtärker zuſammenzieht, dieſer Man en 50 155 iſt ein Biſchof, ein deutſcher Biſchof, es iſt der Bist Aldertta* 15 Arnoldi von Trier. erz 5 Biſchof Arnoldi von Trier, ich wende mich darm e J an Sie und fordere Sie Kraft meines Amtes und Beruf b l als Prieſter, als deutſcher Volkslehrer und im Namen er e ſch Chriſtenheit, im Namen der deutſchen Nation, im Nann dn Ee dert der Volkslehrer auf, das unchriſtliche Schauſpiel der Au 109 0— 0 ſtellung des heil. Rockes aufzuheben, das erwähnte gh rend Hul 1 dungsſtück der Oeffentlichkeit zu entziehen und das Aerge ih Wer e, gut niß nicht noch größer zu machen, als es ſchon iſt!— J bitter„ Denn wiſſen Sie nicht,— als Biſchof müſſen E fil iu.. es wiſſen,— daß der Stifter der chriſtlichen Religion eee eien er nen Jüngern und Nachfolgern nicht ſeinen Rock, ſonden kei dene 8 ſeinen Geiſt hinterließ? Sein Rock, Biſchof Arnoldi un Jen rice Trier! gehürt ſeinen Henkern!— Wiſſen Sie nicht,— a el, ats 7 Biſchof muſſen Sie es wiſſen,— daß Chriſtus gelehm Faber den Gef Gott iſt ein Geiſt und wer ihn anbetet, ſoll ihn im Ge 3 1 und in der Wahrheit anbeten?“ Und überall kann er un L den Tezel d ehrt werden, nicht etwa blos zu Jeruſalem im Tempel, Sie aber, u dem Belge Garizim oder zu Trier beim heil. Rocke. Wiſſt der 5 von Tr Sie uicht,— als 2 iſchof muͤſſen Sie es wiſſen,— en deutschen Na das Evangelium die Verehrung jeden Bildniſſes, jede M than werde. S liquie, ausdrücklich verbiete 42 Wr die Chriſt en der Apo 6 8 — einigen X Voche fruhr m N eine Neliguie 5 konnten deren doch viele haben 10 in ihn Kirchen duldeten? daß die Verehrung der Bilder und N liquſen heidniſch iſt, und daß die Väter der erſten 3 Jah, hunderte die Heiden deßhalb verſpotteten? z. B. heißt Edict (div. inst. II. C. 2.) die Bildniſſe ſollten doch eher, wer A 9— ſie Leben hätten, die Menſchen verehren, von denen ſie a zen Kirche im macht ſind, nicht umgekehrt.(Nec intelligunt hemius alba 0 ineptissimi, quod si sentire simulacra et moveri pos ren gegangen iſt sent adoratura hominem fuissent, a quo sunt expo e due. Endlich, wiſſen Sie nicht,— als Biſchof müſſen El Weßfalſtge e Eintrag auch dieß wiſſen,— daß der geſunde kräftige Geiſt in Fe 105 deutſchen Völker ſich erſt im dreizehnten und vier zel a 4 Jahrhundert durch die Kreuzzüge zur Reliquienverehtuſg erniedrigen ließ, nachdem man in ihm die hohe Idee, weſh die chriſtliche Religion von der Gottheit giebt, durch allen 1375 Fabeln und Wundergeſchichten, aus dem Morgenlande ga der e bracht, verdunkelt hatte? Sehen Sie, Biſchof Arnolh Hansea von Trier, dieß wiſſen Sie und wahrſcheinlich beſſer, a0 1455 0 5 ich es Ihnen ſagen kann, Sie kennen auch die A 0 e 1000 welche die götzenhafte Verehrung der Reliquien und di e abt be Aberglaube überhaupt für uns gehabt hat, nämlich Deutſih. Kar lands geiſtige und äußere Knechtſchaft, und dennoch stell fh t Sie Ihre Reliquie aus zur offentlichen Verehrung! Dot 4 1 110 wenn Sie vielleicht dieß Alles nicht wußten, wenn Ei ge 4 1 NN Wie 8 „ 343* r das Heil der Chriſtenheit durch die Ausſtellung der Lrier'ſchen Reliquie erzielten; ſo haben Sie doch eine dop⸗ Alte Schuld dabei auf ihr Gewiſſen geladen, von der Sie ih nicht reinigen können. Ein Mal iſt es unverzeihlich un Ihnen, daß Sie, wenn dem bewußten Kleidungsſtücke wirklich eine Heilkraft beiwohnt, der leidenden Menſchheit deſelbe bis zum Jahre 1844 vorenthalten haben. Zum Adern iſt es unverzeihlich, daß Sie Opfergeld von den Hunderttauſenden der Pilger nehmen, oder iſt es nicht mperzeihlich, daß Sie als Biſchof Geld von der hungern⸗ din Armuth unſeres Volkes annehmen? zumal Sie erſt Ar einigen Wochen geſehen haben, daß die Noth Hunderte Aufruhr und zu verzweifeltem Tode getrieben hat? Aſſen Sie ſich im Uebrigen nicht täuſchen durch den Zu— kuf von Hunderttauſenden und glauben Sie mir, daß, wihrend Hunderttauſende der Deutſchen voll Inbrunſt 42) iich Trier eilen, Millionen gleich mir von tiefem Grauen und bitterer Entrüſtung über Ihr unwürdiges Schauſpiel füllt ſind. Dieſe Entrüſtung findet ſich nicht etwa blos hi einem oder dem anderen Stande, bei dieſer oder jener Nartei; ſondern bei allen Ständen, ja ſelbſt bei dem katho— lichen Prieſterſtande. Daher wird Sie das Gericht eher eilen, als Sie vermuthen. Schon ergreift der Geſchichts— ſhreiber den Griffel und übergiebt Ihren Namen, Arnoldi, die Verachtung bei Mit⸗ und Nachwelt und beze t Sie as den Tetzel des 19. Jahrhunderts!— ſteher, Kreis- und Landſtaͤnde, wohlan, wirken Sie durch dieſelben. Suchen Sie ein Jeder nach Kräften und endlich ein Mal entſchieden der tyranniſchen Macht der römiſchen Hierarchie zu begegnen und Einhalt zu thun. Denn nicht blos zu Trier wird der moderne Ablaßkram getrieben, Sie wiſſen es ja, in Oſt und Weſt, in Nord und Süd werden Roſenkranz⸗, Meß⸗, Ablaß⸗, Begraͤbnißgelder und dergleichen eingeſammelt und die Geiſtesnacht nimmt immermehr über— hand. Gehen Sie alle, ob Katholiken oder Proteſtanten, ans Werk, es gilt unſere Ehre, unſere Freiheit, unſer Glück. Erzürnen Sie nicht die Manen Ihrer Väter, welche das Capitol zerbrachen, indem Sie die Engelsburg in Deutſch— land dulden. Laſſen Sie nicht die Lorbeerkränze eines Huß, Hutten, Luther beſchimpfen. Leihen Sie ihren Gedanken Worte und machen Sie Ihren Willen zur That. Endlich Sie, meine Amtsgenoſſen, die Sie das Wohl Ihrer Gemeinden, die Ehre, die Freiheit, das Glück Ihrer deutſchen Nation wollen und anſtreben, ſchweigen Sie nicht länger, denn Sie verſündigen ſich an der Religion, an dem Vaterlande, an Ihrem Beruf, wenn Sie länger ſchweigen und wenn Sie länger zögern, Ihre beſſere Ueberzeugung zu bethätigen. Schon habe ich ein anderes Wort an Sie ge— tet,“) darum für jetzt nur dieſe wenige Zeilen. Zeigen Sie ſich als wahre Jünger deſſen, der Alles für die Wahr— heit, das Licht und die Freiheit geopfert; zeigen Sie, daß Sie ſeinen Geiſt, nicht ſeinen Rock geerbt haben. Sie aber, meine deutſchen Mitbürger, ob Sie nal cler fern von Trier wohnen, wenden Sie Alles an, baß iin deutſchen Namen nicht inger eine ſolche Sch 5 grhan werde. Sie haben rdnete, Gemeindevor Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N N ππιιτινοονονοσ F d Edictalla dung. 5 50 Anſprüche aus der von Konrad ein und Chefrau Gertrudis zu Ockſtadt der igen Kirche im November 1798 errichteten Hepothek über 50 fl., die nach Anzeige des ſubigeriſchen Fonds abgetragen, jedoch ver⸗ hen gegangen iſt, ſind binnen 3 Monaten, zen hente an, hier anzuzeigen, widrigenfalls te Hypothek für erloſchen angeſehen und der de fallſige Eintrag im Hypothekenbuche geſtri— hn werden wird. Friedberg den 9. Oktober 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Nehverſicherungsanſtalt für den Kreis Hungen. 3735) Man bringt hiermit zur Kenntniß de Bewohner des Kreiſes Hungen, daß bei h Viehverſicherungsanſtalt dieſes Kreiſes ge— Awärtig aus 17 Gemeinden Rindvieh ver⸗ ſdert iſt, und zwar mit einem Kapitalwerth n 192471 Gulden, obgleich die Anſtalt erſt it halbes Jahr beſteht. Der Quartal Beitrag erägt jetzt 1% Heller von einem Gulden Rſicherungs⸗Kapilal, und bei eintretenden Ferbfällen vergütet die Anſtalt alsbald drei prtheile des Werthes. Aufnahmen finden regelmäßig alle Viertel— ahr ſtatt, und es können auch einzelne Vehbeſitzer des Kreiſes Hungen ihr Rindvieh Johannes Ronge, katholiſcher Prieſter. Es iſt uns unbekannt, auf was der Verfaſſer hier anſpielt. Die Red verſichern laſſen, wenn h ſonſt aus dem Wohnorte derselben Niemand der Anſtalt bei treten will. Durch den Beitritt macht man ſich nur auf ein Jahr verbindlich. Hungen den 17. Oktober 1844. Der Director der Verſicherungsanſtalt des Kreiſes Hungen: Hunſinger. Nero ga nig (1373) Im gerichtlichen Pfandbuche für Grunberg befindet ſich ein Eintrag vom 8. Januar 1819 über 300 fl. Kapital, aufgenom⸗ men von Johann Georg Römer, Schneider⸗ meiſter und deſſen Frau dahier, bei Handels— leuten Eghinger und Weltz dahier, verzinslich zu 5 pCt. und es iſt ein Wohnhaus bei der Barfußergaſſe bezeichnet alt%s neu 86 verpfändet. Vom Bevollmächtigten der Dar— leiher liegt Beſcheinigung über erfolgte Rück— zablung der Schuld vor, die Schuldurkunde ſelbſt aber wird vermißt. Römer hat auf Löſchung des Eintrags im Pfandbuche ange— tragen, und es wird dieſem Antrage entſpro— chen, wenn hiergegen nicht binnen 6 Wochen begründete Einſprache dabier erhoben wird. Grünberg am 26 September 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Welcker. Obligations ⸗Verlooſung. (1376) Bei heutiger Verlooſung wurden Nro. 11 und 32, jedes à 200 fl. Obligation des bei dem Handlungshauſe Herrn Simon Lindheimer negoclirten Anlehens, zur Rück⸗ zahlung auf den 1. Januar 1845 gezogen, was den Intereſſenten mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß es ihnen frei ſtebt, die Be. träge bei obigem Handlungshaus oder bei der Gemeinde-Caſſa dahier zu empfangen. Hohenſülzen, Kreiſes Worms, den 5. October 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Emmert. Bekanntmachung. (1394) Die Gemeinde Melbach ſucht einige Hundert junge Birn- und Aepfelſtämm⸗ chen, ſ. g. Setzlinge, für ihre neu angelegte Baumſchule anzukaufen. Hierauf Reflectirende wollen ſich an den Unterzeichneten wenden. Melbach am 23. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Keil. Verſteigernng von Baureparakurar beiten. (14010 Die für das Jahr 1844 an der Synagoge der iſraelitiſchen Gemeinde zu Nie— derweiſel nöthigen Reparaturarbeiten, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 8 fl. 30 kr. 2) Spenglerarbeit 13„ 30„ 3) Dachdeckerarbeit 9* 30„ ſollen Donnerſtag als den 31. October laufen— den Jahrs, in dem Wirthsbauſe zum Löwen in Niederweiſel, an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Die Steigliebhaber werden mit dem Bemerken eingeladen, ſich präcis 1 Ubr Nachmittags gefälligſt einfinden zu wollen. Oſtheim am 26. Oktober 1844. F. d. V.: In Auftrag C hottz. Vieh⸗ und Kraͤmer- Markt zu Gruͤnberg. (1102) Der Stadt Grünberg iſt die Ab. daltung eines Vieh⸗ und Krämermarktes auf Donnerſtag den 7. November d. J. geſtattet worden, was man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt. Grünberg den 24. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hen pie. Hofraithe-Verſteigerung. (1403) Da bei dem am 7. Oktober l. J. erfolgten Ausgebot der Hofraithe des Georg See kein annehmbares Gebot erfolgte, ſo ſoll auf Antrag der Tochter des nunmehr verleb⸗ ten Georg See, deren Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall an Georg Rauſch an der Kirche gelegen, Donnerſtag den 7. November l. F., Vormittags 11 Uhr, einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung in hie— ſigem Rathhauſe ausgeſetzt werden. Friedberg den 28. October 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Daß i tz Arbeit-Verſteigerung. (1400 Donnerſtag den 31. October, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſoll das Aus- und Klein⸗ machen von 22 Stück alten Obſt- und Weiden⸗ bäumen öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert und der Anfang damit im Seer— graben gemacht werden. Friedberg den 27. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter- Verpachtung. (14050 Montag den 4. November l. F. Vormittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachbemerkte Allmeyenſtücke theils auf 6 und theils auf 3 Jahre öffentlich meiſt— bietend verpachtet werden, als: 37 Rnthen an der Landſtraße, 20 Ruthen daſelbſt, 3 Vrtl. 15 Ruthen am Schmidt'⸗ ſchen Acker, 2 Prtl. 17 Ruthen am Dax⸗ pfad, 1 Viertel 10 Ruthen, in den Lieb⸗ frauen⸗Gärten, 1 Morgen an der Sauer— weide, 30 Ruthen an der Galgenbrücke, 1 Stück am Seergraben hinter Kehr's Gar— ten, 3 Vrtl. in der Töpfenkaut, 2 Vril. 28½ Ruthen im Lachenfeld, 1 Vril. 10 Ruthen Grabſtück im Roſenthal, der flache Theil am Wildkautsgraben, die Begraſung der 3 Roſenthalſtücke, ein ungemeſſenes Stück an der Hinterhohle und 1 Stück an der Chauſ— ſee vor dem alten Mainzerthor, von Hrn. Kettinger's Garten bis zum Daxpfadweg. Friedberg den 27. October 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri z Bekanntmachung. (1406) Montag den 4. November d. J., Vormittags 10 Uhr, wird erbvertheilungshal— ber in der Behauſung des verlebten Joh. Jung dahier ein vollſtändiges, neues, noch wenig gebrauchtes Branntweinbrennereigeſchirr, wo— von der Keſſel/ Ohm enthält, nebſt Zuge— hör meiſtbietend verſteigert. Dornaſſenheim den 24. Oktober 1844. Der Herzogl. Naſſ. Schultheis ie. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm— ſtadt. (1407) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Kataſtergeome— . 344 ter Grosholz zu Vilbel zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt be⸗ ſtellt worden iſt, und bei demſelben ſowohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. per Ex⸗ emplar, empfangen werden können.. Jur Entgegennahme von Beitrittserklarun⸗ gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben können im laufende Jahre bis 30. No⸗ vember abgegeben werden. Darmſtadt, am 21. Oktober 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt. Arbeits-Verſteigerung. (1408) Freitag den 1. November l. J., Vormittags um 10 uhr, ſoll das Reinigen verſchiedener alter Graben in hieſigen Gemein⸗ dewieſen wenigſtnehmend an Ort und Stelle verſteigert werden. Bönſtadt am 25. October 1844. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Leonhard. Mühl ⸗ Verpachtung. (1409) Mit Bezug auf die amtliche Be⸗ kanntmachung vom 4. d. M. in Nr. 80 die⸗ ſes Blattes wird weiter veröffentlicht, daß die Verpachtung der ſ. g. Schmelzmühle mittelſt öffentlichen Striches nunmehr Donnerſtag den 31. d. Mts., Nachmittags 2 uhr, beim unter⸗ zeichneten Amte vorgenommen wird. Ockſtadt den 25. Oktober 1844. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt Angerer. d ˙νιν Privat⸗ Bekanntmachungen. Eintauſend Gulden (1386) werden von mir auf meine, zu fl. 2300 in der Großh. Brandcaſſe verſicherte, Hofraithe zu 4 pCt. zu leihen geſucht, um damit die verehrlichen Erben meines früheren Herrn Darleihers und Freundes wegen Erb— theilung zu befriedigen und außer der resp. landgerichtlichen Uebertragung der Hypothek alle übrigen Koſten zu vermeiden, bitte ich denjenigen, der mich als neuer resp. Darlei⸗ her gütigſt beehren will, mich geneigteſt davon benachrichtigen zu wollen. Bönſtadt den 14. Oktober 1844. Georg Henzel. Friſch gebrannter Marmor- und Waſſerkalk, (1410) ſowie ſebr harte dicke Backſteine, welche ſtalt Sandplatten oder anderer Pfla⸗ ſterungen ſich zum Pflaſtern der Schweinſtälle eignen, ſind zu verkaufen bei E. F. Grünwald. Im Jahre 1840 ließ ich mir einen Schwein⸗ ſtall von genannter Gattung Backſteine bele⸗ gen, welcher ſich bis heute ſehr gut erhalten, dieſes bezeugt Joh. Bechſtein. Brennereigeſchirr. (1410 Cin ſich in gutem Zuſtaude befind⸗ liches,/ Obm haltendes Brennereigeſchirr, wird zu kaufen geſucht. Von wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Nicht zu überſehen. (1412) Cine Parthie gut ausgebauenes Kieferwerkholz, ſodann einige verfertigte Kie⸗ ferarbeit und eine kleine Quantität Firſtzie⸗ geln hat zu verkaufen Wittwe Nicolai. 140 fl. (1413) Vormundſchaftsgeld ſind gegen eine gerichtliche Hypothek zu 5 Procent zu perleihen bei Bäckermeiſter Popp in Aſſenheim. Das Logis (1410 im dritten Stocke meines Hauſes, beſtehend in 3 heizbaren Zimmern, Küche. iſt zu vermiethen. 5. Joh. Philipp Fritz, Anzeige. (1415) Indem ich mich der gütigen Theil⸗ nahme eines verehrlichen Publikums an dem mich, durch den Tod meines geliebten Ehe⸗ gatten, hart betroffenen Schickſal verſichert halte, mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich das von demſelbem geführte Metzger Geſchäft, wie bisher fortbetreibe. Dasſelbe empfehlend, bitte ich zugleich, mir auch ferner das bisher bewieſene Wohlwollen zu bewah⸗ ren, und das meinem ſeligen Manne ge ſchenkte Zutrauen auf mich zu übertragen, welches ich in jeder Beziehung zu rechtfertſgen und zu erhalten bemüht ſein werde. Friedberg im Oktober 1844. Simon Immroth's Witwe. —— Literariſche Anzeigen. Bei C. Bindernagel in Friedberg ſſt vorräthig: Alt, J. K. W., Predigten über neuverordnei⸗ epiſtoliſche Texte 1. und 2. Bd. 1 fl. 48 kr. Bittcher, Dr., Apoſtoliſche Schlußkette oder gründliche Auslegung der gew. Sonn, und Feſttagsepiſtel. 5 2 fl. 24 kr. Fiſcher, E. L. E., Predigt am Reformations⸗ feſte. 14 kr. Fiſcher, E. L. E., Unſere Ausſichten für die Zukunft. 18 kr. Fuhrmann, H., Extemporirbare Predigtent⸗ würfe über einen vollſtändigen Jahrgang der gewöhnlichen epiſtoliſchen Sonn- und Feſttagspericopen. 1 fl. 24 kr. Harms, Dr. Cl., eine Reformationspredigt. 14 kr. Heer, F. H., Predigten über freie Texte. 1. und 2. Bd. 3 fl. Kalb, F. W. L., Chriſten! erbarmt euch der Heiden! 9 ke. Kliefoth, Dr. Th., Predigten in der Ge⸗ meinde zu Ludwigsluſt gehalten. 2. Samml. 2 fl. 6 kr. Krehl, Dr. A. L. G.« das Leben im Geiſte Chriſti. 1. und 2. Heft. 1 fl. 48 kr. Lindemann, D. K. At, eine feſte Burg iſt unſer Gott eine Predigt am Reformations⸗ feſte. 14 kr. Lisco, F. G., Extemporirbare Entwürfe zu Predigten und Caſualreden.. 1. Abth., 1. und 2. Heft. 1 fl. 12 kr. „ 1 fl. 12 kr. Matthäus, J. Ch., die evangel. Pexicopen des chriſtl. Kirchenjahres. 1. Th. 2 fl. A2 kr. Mayer, Dr. J. F. v., J. P. Freſenius, auserleſene heilige Reden über die Sonn⸗ und Feſttags⸗Evangelien durchs ganze Jahr, 1. Lieferung. 54 kr. Rieger, G. K., Herzens⸗Poſtille, oder Pre⸗ digten über alle Feſte, Sonn- und Feier⸗ tagsevangelien. 3 fl. 36 kt. Rupprecht, J. M., die Bergpredigt unſeres Herrn und Heilandes Jeſu Chriſti. 45 kr. Scharfe, F., Predigt am Sonntage Invo⸗ cavit, vor der öffentlichen Hinrichtung am 27. Febr. 1844 der Gebrüder Ch. und A. Dreßler. 14 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 2 67 — Amt Der E Kreisrath an ſümmtliche Betreffend: Den? Der Robricat A, ohne daß bit nen. Zuſolge Seinau, fordere d Aden betätigt, od. odd dude. der Friedder De Kreisr⸗ an ſümmtliche Betreff Mit Bez 13. d. M. an Sie, daß, da mehr gezeigt he ten zu werden Grünbe Wecalection Monatlich um 8 Uhr. L läge: über Ti Eile Vorrichtu he ſolche zum dhemühle— iat für S ann von ichmachung vo, eum W v