I und e 8 1 1 K* Intelligenz Ulatt c Provinz Oberheſſen . im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 29. Juni 1844. Ein neues Halbjahr ⸗ Abonnement tuf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen e% Tolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: das Halbjahr 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die lobildungen. kitte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Juſerate kommen in das Nittwochs⸗Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags, Blatt. Carl Bindernagel. n Büchern nh Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg ann und Hungen berg. in ſaͤmmtliche Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. . f. betreffend: Das Ableben des Rechners des Provinzialſchulfonds für ersbuch! Oberheſſen und die anderweite Beſetzung dieſer Stelle. tung Zu Ihrer eigenen Kenntniß und zur Veröffentlichung benachrichtigen wir Sie, daß nach dem Tode des ſeitherigen zucht fechners des Provinzialſchulfonds, Syndicus Fuhr, die „Sta Verwaltung dieſes Fonds proviſoriſch dem Gehülfen bei Großh. Provinzial⸗Commiſſär Georg Benjamin Körber 18. 1 Gießen, übertragen worden iſt. * Friedberg, Grünberg und Hungen den 22. Juni 1844. a Küchler. Ouvrier. Follenius. Der Großhetzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 55 Letreffend: Die Verzeichniſſe über ausgeſtellte Scheine, behufs der 5 Bedeckung von Stuten. Ich fordere Sie auf, nunmehr die Verzeichniſſe über de in dieſem Jahre ertheilten Scheine behufs, der Bedeckung bon Stuten unverweilt einzuſenden. Grünberg den 24. Juni 1844. Du vr ien Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Aufſtellung der Viehſtandstabellen pro 1844. Ich fordere Sie auf, binnen 8 Tagen den dermaligen Preiß jeder einzelnen Viehgattung einzuberichten. Grünberg den 24. Juni 1844. ei er. Guſtav-Adolf-Stiftung. Es hatte ſich ſeit der im September v. J. zu Frank⸗ furt a. M. abgehaltenen großen Verſammlung mehrfach der Wunſch ausgeſprochen, daß für die Guſtav-Adolf-Stiftung dahier Etwas geſchehen möge, was derſelben ein bleibende Theilnahme ſichere. Dieſem Wunſche zu entſprechen, cirku— lirte eine Subſcriptionsliſte. Darin war baldigſte Mitthei— lung der Statuten des Hauptvereins zugeſagt worden; allein nur wenige der neuen Mitglieder erhielten dieſe, weil, wie man hörte, von Darmſtadt aus nur eine geringe Anzahl überſandt worden war; und da man dieſes Verſprechen nicht erfüllen konnte, mag wohl die Subſcriptionsliſte quies— cirt worden ſein. Indeſſen wurde in manchen Häuſern dar— auf gewartet, daß man anklopfen möge, damit aufgethan werde. Dieſes Warten dauerte einem Freunde der guten Sache zu lange, wodurch denn mehrere Artikel in dieſem Blatte veranlaßt wurden.— Jede Oeffentlichkeit hat ihr Gutes; und da zudem die verehrlichen Perſonen, von denen die Subſcription ausgegangen war, wohl dafür halten moch— ten, eine Subſcriptionsliſte ſei ein allzu papiernes Ding, und einem Verein, der ſo in das Leben des proteſtantiſchen Deutſchlands eingedrungen, unter gekrönten Häuptern und unter armen Dienſtboten ſeine Mitglieder zähle, koͤnne ohn— möglich mit einem Verzeichniß von Namen und Zahlen, mit Einſammeln und Weiterſchicken der unterzeichneten Beiträge gedient ſein, luden ſie zu einer Verſammlung ein, die die Bildung eines ſelbſtſtändigen Zweig-Vereins für die Stadt ** 202 Butzbach und die Umgegend beſchloß. Am 24. April erklärte ſich der Verein für conſtituirt. Die Sache der Guſtav-Adolf-Stiftung iſt Volksſache geworden und hat in allen Ständen Fleiſch und Blut ge⸗ wonnen. Dennoch hört man ſo oft die Antwort, wenn: „Was ſollen wir thun?“ gefragt wird,„Man ſchließt ſich einem größeren Verein an.“ Soll das Intereſſe für eine hohe Idee genährt und erhalten werden, ſo iſt vielmehr die Bildung von Localſectionen“) nothwendig. Bei dem An⸗ ſchließen mehrerer Gemeinden zu einem Zweigverein dagegen ſollte man jetzt nicht mehr nach Dekanaten, Gerichts- und Verwaltungsbezirken nahgelegene Gemeinden trennen, ent⸗ legene vereinigen, ſondern die natürlichen Grenzen feſthal⸗ tend, ſolche Orte zum Mittelpunkt wählen, welche für be⸗ nachbarte Gemeinden nahe genug ſind, um die Verſamm⸗ lungen regelmäßig beſuchen zu können. Der hieſige Verein hält jährlich vier Verſammlungen; die erſte Quartalſeſſion fand am 3. d. M. im geräumigen Saal des Herrn Becker Statt; die Angelegenheiten des Vereins boten einen reich⸗ lichen und intereſſanten Stoff zur Mittheilung und Beſpre⸗ chung dar. Die Anzahl der Mitglieder betrug an dieſem Tage 214, welche 100 fl. und etliche Kreuzer unterzeichnet hatten. Jedenfalls werden unſere Verſammlungen ſtets flei⸗ ßig beſucht werden. Das Zuſammenkommen iſt freundſchaft⸗ licher Art, das Streben nach Einem hohen und reinen Zweck veredelt die Geſelligkeit und hält eine Lebensfriſche rege, die dem Herzen wohl thut. Butzbach im Juni 1844.—18— Schiller als Mitgründer der Saͤngerfeſte. Herr Profeſſor Albert Schott ſagte unter anderm in ſeiner bei der diesjährigen Feier des Schillerfeſtes(welches bekanntlich jedes Jahr an dem Todestage des Dichters, 9. Mai, in Stuttgart ſtattfindet) vorgetragenen Rede:„Auch dem jetzt ſo fröhlich gedeihenden Leben des Geſanges iſt von dem Augenblick an, wo es in unſerm Land ſich rührte, an den Tagen ſeiner(Schillers) Gedächtnißfeier, an der Thätigkeit für ſein Denkmal ein ſegensreicher Halt geworden, ſo daß wir Schiller, den längſtverſtorbenen, als einen Mitgründer der ſchönen Feſte rühmen dürfen, die durch Liederluſt und bunt⸗ wogende Fröhlichkeit goldene Faͤden in das Gewebe des Daſeins ſchlagen. Klein beginnt alles, was einſt in Kraft und Fülle ſich entfalten, was über Zeiten und Länder ſeg— nend ſich ausbreiten ſoll. So auch iſt vor wenigen Jahr— zehnten von den grunen ſonnigen Bergen des Appenzeller Hirtenlandes, über den Bodenſee her, und über den jugend— lich brauſenden Rhein der Männergeſang nach Schwaben gekommen, hat hier, in andern Boden übergetragen, ſeine zweite geſegnetere Heimath gefunden, hat ſich von hier aus über alles deutſche Land verbreitet. Stadt und Dorf, Ge— birg und Thal, Bürger und Bauern, Studenten, Geſellen und Kriegsleute haben ihre Gefangvereine; die ſchöne Kunſt wird ein weitverbreitetes Gut; was die Väter mühſam übten, das handhaben die Söhne wie einen leichten Beſitz; man wird es einſt nicht begreifen, nicht glauben wie allge— mein die ſchwere Kunſt in unſern Tagen geweſen iſt. Viel⸗ leicht ſoll die Nachwelt von dieſer Pflanzung Früchte pflü— cken, an die noch wenige denken. Die Muſik hat ſich auf ihrem hohen Fluge verirrt, und droht, wie Dädals kühner Sohn, mit gebrochenem Flügel ins Meer zu ſtürzen. Aber Künſte gleichen dem ſagenhaften Vogel der aus der eigenen *) Was jedoch den Anſchluß an einen größern Verein, welcher im In⸗ tereſſe der Vereinfachung der Geſchäftsführung des engern Verwal⸗ tungsrathes in Darmſtadt in hohem Grade wünſchenswerth erſchei⸗ nen muß, nicht hindert. 5 Die Red. Aſche ſchöner hervorgeht, und ſo ſcheint es die deutſche Tonkunſt ſei ins volle Herz des Volks, dem ſie zuerſt ent fprang, zurückgekehrt, wolle ſich dort verjüngen und bald mit friſcher Kraft wieder ins Leben treten. Wie vor Zeiten ſtolze Ritter zum Speerbrechen, in ſpäteren Tagen munter Bürger zum Armbruſt- oder Büchſenſchießen, ſo ſtrömen jetzt, wenn der Sommer ſiegreich eingezogen iſt, ſangluſtige Männer und Juͤnglinge von allen Seiten zur gaſtlichen Stadt, auf bunten Fahnen ſind die Wappenbilder wiede lebendig geworden, die in vergangenen Jahrhunderten diz Männer der Gemeinde zum Streit führten; mit neues Kraft feſſeln die alten Zeichen jetzt wieder die Herzen, ung ihre bunte Menge will uns mahnen, daß Eintracht ſtar macht, indem ſie die Einzelnen zur Schaar, die Schaares zum Heer ſammelt. Und wen ſein Schickſal über die Gränzen des Vaterlandes hinausführt, er findet, wie eit deutſches Wahrzeichen, auch dort wieder den ſchönen Dienſt, Die Jünglinge, die wir zu Tauſenden in Frankreichs Städte, nach Englands Küſten, nach Italien und Ungaru entlaſſen, es begrüßt ſie deutſcher Geſang; und lockendem Sinnenruf, undankbarer, entnervender Geringſchätzung des heimiſchen Weſens widerſtehen ſie leichter, wenn das Vaterland an ihr Herz durch die wohlbekannten Geſänge ſpricht. Ja ganze Stämme von deutſcher Zunge, dem Mutterland lang entfremdet, werden ſich auf dieſem Wege des früheren Bun; des wieder bewußt: Der Schweizer geſellt ſich zum Schwa— ben, von dem ihn lange bitterer Haß geſchieden hat; der deutſche Belgier empfängt vom Deutſchen des Niederrhein die ſchönen Geſänge, und wie durch einen Zauber bedecken Hunderte von Sanggenoſſenſchaften das altberühmte Flan, dern; jenſeits der Elbe hat ein dankbarer Boden binneß weniger Jahre deutſche Liedertafeln von einem Ende der Herzogthümer zum andern in Menge geboren und an ihnet kraftvolle Bundesgenoſſen gefunden wider die Eroberungs— gedanken der Dänen; im ſcandinaviſchen Norden vereinen die Söhne der Hochſchulen ihre Stimmen nach deutſcher Weiſe zum begeiſterten Geſang; Englands verwandte Her zen werden durch deutſche Chöre mächtig ergriffen, und ſehen in dieſen Herolden ſittlicher Wiedergeburt einen Dank für die Lehre Jeſu, die unſerm Vaterland vor mehr denn tauſend Jahren einſt durch Glaubensboten der brittiſchen Eilande gebracht worden iſt. So bewährt ſich hier wieder eines von den großen Worten unſers Dichters: hoher Sint liegt auch hier im ſcheinbar leichtem Spiel, und frohet ſiegreicher ſchalle bei dieſem Gedanken, überall wo Deutſche wohnen, des Geſanges Macht.“ Ratten an den Kartoffelbüſchen. Dieſer Tage bemerkte ich an meinen Kartoffeln, daß ein Buſch nach dem andern verwelkte und fand bei näherer Unterſuchung, daß ſie in der Erde abgefreſſen waren. Ein Landmann behauptete, dies rühre von Ratten her, wa mich veranlaßte in der Apotheke ein Sälbchen mit Phos, phor bereiten zu laſſen, ſolches auf Brod zu ſchmieren An! an die Stellen zu legen, wo die Kartoffeln abgefreſſen wurden. Den folgenden Morgen fand ich das Urtheil des Landmanns beſtätigt, indem eine Ratte todt auf dem Plaßz lag. Leider ſcheinen aber die Ratten keinen Geſchmack meh an dem Brod zu finden; denn die Zahl der welkende! Büſche mehrt ſich mit jedem Tage. Wer ein zweckmäßige“ Mittel kennt, die Ratten zu tödten oder von Kartoffeln ferne zu halten, würde ſich gewiß Viele zum Danke ven. pflichten, wenn er es durch dieſes Blatt veröffentlichen 0 5 wollte. Kaum 0 ** 40% Frucht (Is) Manage de age um 2 Ur, bon den dtuchtvorte donde opngefa b terweiſe, öfen erden. Friedberg den Der Bekan 66) Der land Tovinz Oberbeſſen Its eine Niederla haftlicher Werkzeu, ind daſelbſt namen. A nde.(0 H Nada Pag 1 ſolcher mit dale U Ruchadlo als ſtaͤdter Ruchadl 1 Vordergeſtell da 1 Untergrundpflug Anerikaniſcher e I Haufeſpflug mi en Rieſtern . gelgpaug(oreiſg ſchaufler) Ancerwaſze, 7 ſan Iessſäemaſchin Aengldſche Hafer ee bon Ciſen ee f 10 5 1 bunge 1 fle 15 un ane 5 rne Halt (ſchſce Hausba ae nah ehlatte um ul an Waſſerwa Aenſtechſch lesen 1(atze lagenſchere 1 here Muskunf uſſen im zu 0 Jun der landwirt l aku entlaſeg, m Sinnenry s heimiſchgz Eroberungs⸗ pereinen nach deulſcher Wordte Ver 4 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edietalla dung. 735) Die unterm 3. Februar d. J. decre⸗ tirte, in die Beilage zu Nr. 18 des Friedber⸗ zer Intelligenzblattes, ſowie in das allgemeine Intelligenzblatt zu Nr. 109 der Groh. Zei⸗ zung vom 19. April, vollſtändig aufgendm— nene Edictalladung die Reviſion und Reno— dation des Ortsbypothekenbuchs von Griedel betr., wird, unter Verweiſung der Intereſ— ſenten auf die bezeichneten Stellen, ihrem gan⸗ ſen Inhalt nach, und unter dem Anfuͤgen wiederholt, daß die jetzige Bekanntmachung zweimal, in Zwiſchenraͤumen von drei zu drei Wochen erfolgen und hiernächſt der Ankündi— zung vom 2. Februar gemäß, verfahren wer— den wird. Hungen den 1. Juni 1844. Gr. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Frucht Verſteigerung. (843) Montag den 1. Juli l. F., Nachmit— igs um 2 Uhr, ſollen in bieſigem Rathhauſe ſon den Fruchtvorräthen des vereinigten Armen⸗ pnds ohngefaenr 50 Malter Korn, zweimal⸗ rweiſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert p erden. Friedberg den 20. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fi Bekanntmachung. 866) Der landwirthſchaftliche Verein der ſrovinz Oberbeſſen unterhält bier in Gieſſen ts eine Niederlage verkäuflicher landwirth— paftlicher Werkzeuge und Gerätbſchaften und ſud daſelbſt namenklich zu erhalten: fl. kr. 1flandriſcher(Schwarziſcher) pflug 17— 1Ruchadlo Pflug(Original)... 12— 1ſolcher mit halbbölzernem Rieſter 10— 1Ruchadlo als Wendepflug(Darm⸗ ae 13 Vordergete dazu 10 1Untergrundpflug.. 10 30 1Amerikaniſcher Schwingpflug. 1Häͤufelpflug mit beweglichen eiſer— C 1Felgpflug(dreiſchaariger Reihen— Le 1Ackerwalze, 7“ lang und 27 dick 19— [Repsſäemaſchine zum Handgebrauch 13— Engliſche Hafer- u. Malzſchrotmuͤhl ien fen [Rüben⸗Schneidmaſchine.. 25— 1Viehentblähungsröhre. 4 1Bullennaſenring.„„ 1Bullenkappenzaum.. 3 30 paar eiſerne Halbjoche 8 Hahn'ſche Hausbaltungswaage, wozu pit röies 3 Setzblatte um Abwägen mit geſchloſ— ener Waſſerwaggge Kaſenſtechſchippe 8 1Siegiſches Wieſenbeil. Baumrindenktatze 8 42 eee, 40 Nähere Auskunft ertbeilt mit Vergnügen Bieſſen im Juni 1844. Der landwirthſchaͤftliche Vereinscaſſier Dauernheim. 92 Bekanntmachung. 77) Auf Anſteben des Herrn Carl Eduard le von Mühlheim zu Crofdorf, ſollen die dem Hofgute gehörigen Gebäulichkeiten, ſshend in zwei Wohnbaͤuſern, einem Brenn⸗ huße, zwei Scheuern mit Viehſtällen, einem „ 203. zweiſtöckigen Stalle und einer Holzremiſe, nebſt 2 Morgen, 45 Ruthen darum gelegenen Gärten und Wieſen, ſowie die zur Brennerei gehörigen Geräthſchaften Mittwoch den 10. Juli, Vormittags um 9 uhr, auf dem Hofe daſelbſt an den Letzt und Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Wenn auf das Ganze kein annehmbares Gebot geſchieht, ſo ſollen auch einzelne Ge— baude, namentlich ein Wohnhaus, 56 Fuß lang und 25 Fuß breit, eine Scheuer, 40 Fuß lang, und ein zweiſtöckiger Stall, 36 Fuß lang und 12 Fuß breit, auf den Abbruch verkauft werden. Kaufliebhaber konnen ſich im Termin dort einfinden. Die Verkaufsbedingungen liegen auf der Landſchreiberei dahier zur Einſicht offen. Atzbach am 10. Juni 1844. Königlich n Landſchreiberei 0. Bekanntmachung. (883) Mit Bezug auf meine Bekanntma— chung, in Betreff der Erbauung der Oecono— miegebaͤuden und Cinfriedigung der Pfarrhof— raithe zu Niederurſel am 15. Juni l. J., in Nro. 48 und Nro. 50 des Intelligenzblattes, bringe ich hierdurch zur weitern öffentlichen Kenntniß, daß bei Erzielung angemeſſener Preiſe, die Genehmigung ſogleich nach beendig⸗ ter Verſteigerung ertheilt werden ſoll. Friedberg den 26. Juni 1844. Der Gr. Heſſ Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Bekanntmachung. (881) Künftigen Donnerſtag den 4. Juli, Vormittags um 10 uhr, werden auf dem Grafl. Solms⸗Rodelbeim'ſchen Braunkoblen— bergwerke bei Bauernheim nachbenannte Ge— genſtände, als: 1) eine große Quantitàt Grubenſeile von verſchiedener Länge, zu Heu, Brunnen⸗ und Scheuerſeilen brauchbar; 2) 24 Stück Laufkarren zum Bauweſen, Chauſſee- und Wegbau brauchbar; 3) 15 Stück Abſtechſchippen und altes Eiſen⸗ werk ꝛc. meiſtbietend verkauft. Bemerkt wird hierbei, daß von den unter 1 und 2 bemerkten Gegen⸗ ſtänden jeden Tag— gegen den Abſchätzungs⸗ werth— auf genanntem Bergwerk aus freier Hand abgegeben werden können. Oſfenheim den 26. Juni 1844. Weis, Rentmeiſter. Hofraithe-Verſteigerung. (885) Montag den 8 Juli l. J., Morgens um 10 Ubr, ſoll in bieſigem Ratbhauſe auf freiwilligen Antrag des Säcklers Georg Rauſch dahier, deſſen Hofraithe, beſtehend in Wohn— baus und Stall, an der Stadtkirche und an Guſtav Gerlach gelegen, ſodann 103½ Ruth. Garten beim Gäßchen an Chriſtoph Bollonier und 178 Ruth. an der Seebach neben Wil— helm Kräuter und Jacob Oberländer, öffent— lich meiſtbietend verſteigert und bei annehm⸗ barem Gebote der Zuſchlag alsbald ertheilt werden. 0 Friedberg den 25. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (886) Montag den 1. Juli, Vormittags um 11 Ubr, ſollen in hieſigem Ratbhauſe 5 bis 10 Pferche, wovon der erſte den 5. Juli an⸗ fängt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 25. Juni 1844. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. — 5 Arbeits Verſteigerung. (88 7) Dienſtag den 2. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Aſſenheim nachbenannte Unter— haltungsarbeiten an den daſigen Vicinalwegen auf dem Bürgermeiſtereibureau daſelbſt durch eine öffentliche Verſteigerung an den Wenigſt⸗ nehmenden in Akkord gegeben werden, als: 1) Handasbeiten, beſtehend in Steinſchlagen, Setzen, Decken und Herſtellen der Ban⸗ quetten und Gräben ꝛc. an den Vicinal⸗ wegen nach Bönſtadt, Oſſenheim und Bru— chenbrücken, zuſammen voranſchlagt zu 247 fl. 34 kr. 2) Steinbrechen und Fahren, zuſammen vor⸗ anſchlagt zu 288 fl. 24 kr. Man bittet, dieſes in den Gemeinden der Umgegend öffentlich bekannt machen zu laſſen, mit dem Bemerken, daß nur tüchtige Arbei— ter, die ihre früheren Akkorde richtig in Aus- führung gebracht haben, mitbieten konnen. Aſſenheim am 28. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 4 d A„ *.—* Der Wegbauaufſeher Thomas. Arbeits Verſteigerung. (888) Montag den 1. Juli, Vormittags 10 Uor, ſollen zu Bruchenbruͤcken nachbenannte Baureparaturen, nach den bei der Verſteige⸗ rung gegeben werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung an den Wenigſt⸗ nehmenden ausgeſetzt werden, als: A. An der Kirchbofsmauer: 19 Maurerarbeit voranſchlagt zu 15 fl. 2) Kalk zu liefern 16„A 3) Sand zu liefern 16„* B. An dem Spritzenhaus: 10 Zimmerarbeit voranſchlagt zu 24 fl. 2) Maurerarbeit 15„ 3) Schloſſerarbeit 22 C. Am Gemeindeſteg: Zimmerarbeit voranſchlagt zu 3 fl. 10 kr. Man bittet, dieſes in den Gemeinden der Umgegend öffentlich bekannt machen zu laſſen, mit dem Bemerken, daß nur uͤbernahmsfaͤhige Meiſter zugelaſſen werden Bruchenbrücken den 28. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter J. d. A.: Der Wegbauaufſeher Thomas. Holz- Verſteigerung. (889) Montag den 8. Juli, Morgens 9 Ubr, ſollen in dem Freiberrl. von Diede'ſchen Schneiderwalde dahier circa 22000 Eichenſchal⸗ wellen 5ffentlich an den Meiſtbietenden an Ort und Stelle verſteigert werden. Es kann an demſelben Tage, von des Mor— gens 5 bis 8 Ubr von dem früber verkauften Holze, ſowie ſogleich nach dem Zuſchlag, von dem Schalbolze geladen und abgefahren werden. Ziegenberg den 27. Juni 1844. Kürſchner. rr 1 Möoßf Privat- Bekanntmachungen. Ein einſpänniger, (857) ſowie ein zweiſpaͤnniger neuer Wa⸗ gen, ferner ein Stoßkarrn mit eiſernen Achſen und ein Schaukel-Pferd für Kinder ſtehen billig zu verkaufen bei Friedberg. Salamon Schwaab in der Judengaſſe. Ein Lehrling (877) wird unter annehmbaren Bedingun⸗ gen in eine Spezerei⸗ und Langwaaren-Hand⸗ lung in Gießen geſucht. Von wem ſagt die Expedition d. Bl. Wein ⸗ Verſteigerung. (862) Donnerſtag den 4. Juli d. J., des Vormittags 10 uhr, ſollen in dem Commiſſions- und Geſchaͤfts⸗Comptoir des Unterzeichneten nachſtehende, dem Herrn David Bepler zur Krone hierſelbſt zugehörige, vorzüglich rein und gut gehaltene Weine an den Meiſtbieten⸗ den im Auftrag des Eigenthümers verſteigert werden: 0 16 Ohm 1842r Hedes heimer, 14„„Binger. 16» 1841r Büdesbeimer, 56„ Musbacher, 32„*„ Dürkbeimer, V8 e„ Musbacher Traminer, 10„*„ Deidesheimer, 13„ 183ö5r Dienheimer und 3„ 1834r Oppenheimer Berg 168 Ohm im Ganzen. f Die proben werden bei der Verſteigerung verabreicht; die Weine können jedoch ſchon am 2. und 3. Juli an den Fäſſern probirt werden, und haben ſich Kaufliebhaber dieſer⸗ halb an den Unterzeichneten oder an Küfer⸗ meiſter Erkens zu wenden. Wetzlar den 17. Juni 1844. 8 F. D. Waldſchmidt. Roſenfeſt. (890) Nächſten Sonntag den 30. d. M. wird das diesjährige Nachkirchweihfeſt dahier gefeiert, wozu ich höflichſt einlade. Niederwöllſtadt den 24. Juni 1844. Philipp Speck, Gaſtwirth. Einladung. (8910 Sonntag den 30. d. M. iſt bei mir gut befetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik durch die Kaicher Muſikanten anzutreffen, wobei unter mehreren neuen Muſikſtücken auch die neue Eiſenbahn⸗Galopade aufgeführt werden wird. Unter Zuſicherung beßter Bedienung ladet höflichſt ein Fauerbach II. den 25. e eiſel. Nauheimer Teichhaus. (892) Sonntag den 30. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Schwalheimer Mineralbrunnen. (893) Sonntag den 30. Juni Harmonie- und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Senke. Kirſchenfeſt zu Ockſtadt. (S9) Bei der Sonntag den 30. d. M. dahier ſtattfindenden Tanzmuſik werde ich meinen verehrten Gäſten mit vorzüglichem Kirſchenkuchen aufwarten und dabei ſowohl reine Weine, ſowie einen guten Aepfelwein derzapfen. Zu recht zahlreichem Beſuche ladet freundlichſt ein S de e r. Einladung. (895) unterzeichneter beehrt ſich zu dem Sonntag den 30. Juni bei ihm abgehalten werdenden Kirſchenfeſte höflichſt einzuladen. Für gut beſetzte Tanzmuſik, vorzüglichen Kir⸗ ſchenkuchen und ſonſtige Erforderniſſe iſt beß⸗ tens geſorgt. Ilbenſtädter Chauſſeehaus. G. Mörſchel. Fahrgelegenheit nach Homburg. (896) Sonntag den 30. Juni wird der Un. terzeichnete mit ſeinem Familienwagen nach Homburg fahren, und bittet diejenigen Per⸗ ſonen, welche mitzufahren geſonnen ſind, ſich vorher mit Karten zu verſehen. Abfahrt in Fried⸗ berg am Gaſthauſe zum Maulbeerbaum, Mor⸗ gens um 7% Ubr und in Homkurg Abends um 8 Uhr. Preis hin und zurück à Perſon 1 fl. Heinrich Hanſtein IV. f. 204 Empfehlung. (897) Da ich in meiner langjäbrigen Praxis das Geheimniß gefunden ein Stangenlack zu bereiten, welches die Kräfte beſitzt, aus dem „Körper Gicht und Rheumatismen zu ziehen, dabei von ausgezeichnetem Wohlgeruch und ſolcher Elaſticität iſt, daß es ſich, ohne den geringſten Druck zu verurſachen, der lindeſten Biegung des leidenden Gliedes nachzieht, ich aber von mehreren Seiten aufgefordert wurde, daſſelbe zum Wohle der Leidenden anzuempfeß⸗ len, ſo thue ich es mit dem Bemerken, daß die vielleicht obwaltenden Zweifel über deſſen Wirkſamkeit von jedem der Herren Aerzte ge. hoben werden können, und daß es, je nach dem leidenden Glied in Stangen, Platten und perlen zum Umhängen von mir gefertigt wird. Sieht ſich endlich der Leidende von ſeinen Schmerzen befreit, kann ihm daſſelbe als fein⸗ ſtes Siegellack von Nutzen ſeyn Der Preis iſt pro Stück 1 fl. g b i Zu gleicher Zeit empfehle ich meine bereits bekannten Siegellacke. B. C. Knopfmacher, Großh. Hof⸗Siegellack-Fabrikant, wohnhaft bei Fr. Schleuning auf der breiten Straße zu Friedberg. Achte Hamburger und Bremer Eigarren en gros. (898) Durch direkte Einkaͤufe aus den er⸗ ſten Fabriken empfeble ich mein Lager in allen Sorten zu den billigſten Preiſen. Proben gratis bei A. Berlyn in Frankfurt a. M. Ludwigsbrunner Mineralwaſſer (899) iſt bei mir zu haben. p. Preuſſer. Ein Bäckergeſelle (900) kann dahier ſogleich in Arbeit treten. Ausgeber dieſes ſagt bei wem. Anzeige. (9010 Ich beehre mich ergebenſt anzuzeigen, daß das am 20. Juni in meinem Locale be⸗ gonnene große Preis-Kegelſchieben Sonntag den 30. Juni fortgeſetzt und Montag den 1. Juli l. J. beendigt wird. Friedberg den 26. Juni 1844. Philipp Simmerock, Gaſtwirtb. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt vorräthig: Vorſchriften zur Erhaltung der Sebkraft, in Bezug auf Lehrer und Schüler der oöffent— lichen Unterrichts-Anſtalten. Auf allerhöch⸗ ſten Befehl zum Drucke befördert. 4 kr. Neues Taſchen-Fremdwörterbuch enthält über 4000 fremde Wörter und Redensarten mit Angabe ihrer richtigen Ausſprache. Ein Hand- und Nachſchlagebuch fur Jedermann. Herausgegeben von Dr. C. D. Adelung. Zweite Auflage. 14 kr. Frankfurter Gokd-Cours vom 27. Juni. —— N fl. kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 48 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 30¼ Engliſche Souverains 11155 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Sonntag n. Trinitatis den 30. Juni. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche; Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schaum. Katechismuslehre hält Herr Candidat Dieffenbach. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 5- 6 Uhr, hält Herr Candidat Schüler II. Fr ü cht yer e ie 27. Juni 21. Juniſ 18. Juni Gattung. Fried⸗ 5 Groß⸗ berg Mainz gerau fl. tr. ff tr. ff. k. Waizen pr. Malter] 9409 7 8 Korn„ 5 5 451 61 11 6— Si 4 301 4491 455 Haft, 5 31201 3144] 32 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Juni bis 6. Juli 1844. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 05 Fried⸗ Buß⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 88 kr. pf. kr. pi. 1 Leib⸗Roggenbrod 22 2, 75 5 2 4 3 4 2 77 9 3494 Lth./ Uh, — Milchbrod 14% 14% — Waſſerweck 15 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15% 135% Fleiſch-Preiſe. pf. 1. 1 Ochſenfleiſch 10 111 2 11/5 A gemäſtetes 8 2 8 „ Kühfleiſch angemäfetes 8 a z gemäſtetes 8— 81 8 Rindfleiſch ungemäftetes 76 „Kalbfleiſch 7 21 7 „ Schweinenfleiſch 10 210% „ Hanmmelfleiſch 9— 9 „ Schaaflleiſch 74— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „Gemiſchte Wurſt 581— 1 8 „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck, 20— 20 0 Schinken 18— 118— „ Dörrfleiſch 16— 16 „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20 20— unausgelaſſen 18 18— „ Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 181 1 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedbaß Küche r „Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bah gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hul Follenius. um 2 Februar 5 * 52. — u das wöchentlich! halle man nicht dal Abonnements pr Jute und jede folg Wiwochs⸗Blutt, un Ar De Kreisra n Wc Rtreffend: Die Auf Nach der ſitig mit den prtsbrandfataſte Dieſer hock fleht worden, il Träume Indem ich lchrift einſchär ſalgen Folgen ddbeſttzer dur ich das nicht y kuſter ausſetzen. Schließlich! t declaral f christen jener Mustern abae ft ſehalen W griedber Af, de de eingeh,