Intelligenz-Ulatt für die Provinz Oberheſſen 9 0 im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen ae und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 7 Amtlicher Theil. c 4— Der Großherzoglich Heſſiſche 30 Kreisrath des Kreiſes Friedberg 851 un ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. 1 Betreffend: Die Erlaffung der Wieſen⸗Polizei⸗Ordnungen. 3 80 Das Großh. Miniſterium des Innern und der Juſtiz — verfügt, daß die Ihnen im Abdruck zugehende Wieſen⸗ Plizei-Ordnung für alle Gemeinden, mit den für einzelne 0 erorderlichen Ergänzungen und Zuſaͤtzen, erlaſſen und mit Adrücken davon das im Art. 5. bezeichnete Perſonal auf 3 4 ſten der Gemeinden verſehen werden ſoll. 40 3 Die Großh. Bürgermeiſter haben deßhalb, nach Ver⸗ f nchmung der Wieſen-Vorſtände binnen vier Wochen zu „ beꝛichten: 105) Welche Zuſätze für nöthig erachtet werden, namentlich: 18* a) wie in Art. 12. Nr. 1. der Schluß der Wieſen i beſtimmt werden ſoll; wobei darauf aufmerkſam 1 gemacht wird, daß demnächſt die im Art. 19. er⸗ 11— wähnten Futterwieſen, d. h. ſolche, welche vor⸗ 5 zugsweiſe oder ausſchließlich zur Benutzung in grü— 5 nem Futter beſtimmt ſind, namentlich aufzuzeichnen und bekannt zu machen ſind, damit deßhalb kein Zweifel und Anſtand entſtehe. b) In Bezug auf vorhandene Huthgerechtſame. I Wie viele Abdrücke dem Art. 5. und der obigen Be— merkung gemäß erforderlich ſind. Friedberg den 23. Auguſt 1844. l Krach, Kr.⸗Sckr. * und N 2 U U 1 1 U N Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Friſtgeſtattung wegen Communalintraden. Es iſt in der neueſten Zeit häufig der Fall vorgekom⸗ um, daß Leute, welche um Friſt zu Bezahlung ſchuldiger ö Ameindegelder bitten wollten, von ihren resp. Bürgermei⸗ en mit ihrem deßfallſigen Geſuch an Großh. Kreis rath ſewieſen 19 0 ſind. 5 5 * Ich ſehe mich daher veranlaßt den§. 3. der höchſten Verordnung vom 5. Juli 1833, Regbltt. Nr. 42. in Erin⸗ nerung zu bringen, da derſelbe für den in rubrizirter Be— ziehung einzuhaltenden Geſchäftsgang maßgebend erſcheint. Grünberg den 19. Auguſt 1844. Wegen Abweſenheit Großh. Kreisraths: Hallwachs. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Gruͤnberg an die Herrn Buͤrgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Erhebung de der Forſſſtrafen für für das 3. Quartal 1844. Die Erhebregiſter üͤber die Forſtſtrafen vom 3. Quar⸗ tal 1844 ſind bis zum 1. September angefertigt und kön— nen an den bekannten Zahltagen, Donnerſtag und Samſtag, bis zum 15. September Forſtſtrafen bezahlt werden. Nach Ablauf dieſes Termins tritt gegen die im Rück— ſtand gebliebenen Schuldner das Zwangsverfahren ein. Sie wollen dieſes im Intereſſe der Beſtraften in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen. Grünberg am 20. Auguſt 1844. Bötti che Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 24. (Schluß.) VII. Militärdienſtnachrichten: Am 19. Juni wurde Rittmeiſter Frhr. v. Boyneburg von der Garde du Corps, am 26. Oberſt Köhler, Commandeur des 1. Infanterieregiments, in den Ruheſtand verſetzt, letzterer auf ſein Nachſuchen und ihm dabei der Charakter als General— major ertheilt; Lieutenant Rüti von der Artillerie zur Gen— darmerie verſetzt; am 10. Juli Oberſtlieut. Eckhardt vom 4. Inf.⸗Reg. auf ſein Nachſuchen, unter Ertheilung des Charakters als Oberſt, in den Ruheſtand verſetzt; dem Ritt— meiſter à la suite Frhrn. v. Normann, deſſen Verzichte leiſtung auf dieſen Grad genehmigt worden, die in der Garde du Corps erledigte Lieutenantsſtelle übertragen und zugleich der Charakter als Oberlieutenant ertheilt. Am 24. Juli wurden ernannt: Oberſtlieut. und Flügeladj. Frhr. v. Trotha zum Oberſt(Patent vom 24. Juli); Oberſt⸗ lieut. v. Weitershauſen vom 2. Inf.-Reg. zum Oberſt * 270* und Commandeur des 1. Inf.-Reg.(Pat. vom 26. Juli); Major Zeitz vom 2. zum Oberſtlieut. im 4. Inf.-Reg⸗ (Pat. vom 24. Juli); Major Scriba vom 1. zum Oberſt⸗ lieut. im 2. Inf.-Reg.(Pat. vom 26. Juli); Hauptmann und Diviſionsadjutant Haneſſe zum Major und Comman— deur des 1. Bataillons 2. Inf-Reg.(Pat. vom 24. Juli); Hauptmann v. Bechtold im Generalquartiermeiſterſtab zum Major dabei(Pat. vom 26. Juli); Hauptmann und Bri⸗ gadeadjutant Dambmann zum Major und Commandeur des 2. Bataillons 1. Inf.-Reg.(Pat. vom 28. Juli); Hauptmann Huth vom 1. Inf. Reg. zum Diviſionsadju⸗ tanten; Hauptmann Weitzel vom 4. Inf.-Reg. zum Bri⸗ gadeadjutanten der 2. Infanterie-Brigade; Oberlieutenant Trumpler vom 2. zum Hauptmann im 4. Inf.-Reg.(Pat. vom 24. Juli); Lieutenant Keim im 1. Inf.-Reg. zum Oberlieut. dabei(Pat. vom 24. Juli); Lieutenant Gan⸗ denberger vom 4. zum Oberlieut. im 2. Inf. Reg.(Pat. vom 26. Juli) und Lieutenant Kehrer im 3. Inf.-Reg. zum Oberlieutenant dabei(Pat. vom 28. Juli).— Sodann wurden am 24. Juli Hauptmann Keim vom 3. zum 1. Inf.⸗Reg. und Oberlieut. Becker vom 1. Inf.-Reg. zum Generalquartiermeiſterſtab verſetzt.— Mit Patent vom 31. Juli wurde Rittmeiſter und Flügeladjutant Graf v. Iſen— burg-Philippseich zum Major ernannt. * Friedberg den 26. Auguſt 1844. Wiewohl auch aus hieſiger Stadt und Umgegend am Ende der vorigen Woche viele Perſonen nach Darmſtadt gereiſt ſind, um dortſelbſt den Feierlichkeiten bei Enthüllung des Ludewigmonuments beizuwohnen, ſo hatte ſich doch in dem ſchönen Locale des Herrn L. C. Trapp dahier eine bedeutende Anzahl von Beamten, Stadt- und Landbewohnern eingefun— den, um bei gemeinſchaftlichm Male das Namensfeſt unſeres durchlauchtigſten Großherzogs zu begehen. Man begab ſich um drei Uhr Nachmittags zur Tafel und wie man gewohnt iſt, bei Herrn Trapp einen vortrefflichen Wein zu trinken, ſo ließen auch die Speiſen nichts zu wün— ſchen übrig, ſo daß recht bald eine durchweg heitere Stim⸗ mung die Gäſte, die ohnehin durch den Gedanken an des Tages Bedeutung gehoben waren, beſeelte. Als Herr Kreis— ſecretär Dr. Krach am Schluſſe des Eſſens ſich erhob und ausgehend von dem doppelten Grunde, der den Tag zum Feſttage mache, zuerſt den Manen des erſten heſſiſchen Lude— wigs ſeine Verehrung bezeigte, und dann dem jetztregieren— den Großherzoge, dem geliebten Sohne eines geliebten Vaters ein Lebe hoch! ausbrachte, da füllten ſich die Räume des weiten Saales mit dem Jubelrufe aller Anweſenden und die Poſaunen ſchmetterten, die Gläſer klangen dazwiſchen. Ebenſo wurde auch das begeiſterte Wort des Herrn Prof. Dr. Sell, der die Gäſte anſtoßen ließ auf die Dauer des Denkmals, das herrlicher ſei als ein aus Erz gegoſſenes, auf die Dauer des Denkmals der Liebe und Dankbarkeit, das das heſſiſche Volk ſeinem Fürſten in der eigenen Bruſt errichtet habe, errichte und errichten werde— mit ſtürmi— ſchem Beifalle hingenommen. Man blieb bis gegen Abend verſammelt, Jeder nach ſeinem Bedürfniſſe ernſte oder heitere Reden führend; dann räumte man den Saal der Jugend, die bei feſtlichem Lampenſchimmer in rauſchenden Tänzen ſich drehte, bis die Morgenröthe am öſtlichen Himmel das An— brechen eines neuen Tages verkündigte. 0 0 1 Knaben Ueberſicht der Geſchichte der Schulen in Butzbach. 1 0 1 (Fortſetzung.) J 0 105 entlich Durch Ludwigs Tod 1604 erlitten auch die hieſigen, zu ihnen Bildungsanſtalten manche Störung. Philipp, Landgraf vin 1 guhte Heſſen, Sohn des Landgrafen Georg von Darmſtadt erhict 4 ſoben. erhielt 1606 als Appanage den heſſiſchen Antheil von Buß, a v fler ſe bach. Er iſt der Erbauer des hieſigen Schloſſes und dis 100 und am zu Philippseck, war hochgebildet in Sprachen und matt, bee ee ore. matiſchen Wiſſenſchaften und gab dem hieſigen Schulweſſ manchen Beweis ſeiner väterlichen Fürſorge. Er ließ de bei P ſflrchen bei!? un Wochen a Die drei Leſ ind Ca Jugend zu Fleiß und Sittſamkeit ermuntern, die Lehrer daß ſelben aber ſpornte er durch Aufmunterung zu gelehrten N, handlungen in regem Wetteifer an. Das Kugelhaus hat 0 bisher nur zwei Lehrer beſoldet, unter ihm wurde der dite! mit 90 fl. Gehalt angenommen. 1622. Auch wurde 104 f= für zwei Pracceptores die Newe Schul gebaut, welch eee 1806 fl. 7 kr. 4 pf. gekoſtet. Philipp ſtarb 1643. Biß Unter dem 5 bach fiel an Heſſen-Darmſtadt zurück. Die Streitigkeing Iantheen, n mit Heſſen Kaſſel, die Zerwürfniſſe mit Solms, die Zeiten ii dieſe Einricht des dreißigjährigen Krieges hatten ſtörend auf die hieſſgen dau weden, 1 Verhältniſſe eingewirkt. Das Kugelhaus war nicht in lernten Kugelhaus Stand die vollen Gehalte der von ihm Beſoldeten aus fl, Maur— ffüher! zahlen, weßhalb auf deren Antrag, um die Verwaltungs d deſſen Chega koſten zu erſparen, die Adminiſtration dieſes Fonds den ſeiſgen Schulen Stadt⸗Magiſtrat übertragen wurde, eine Einrichtung, welche ls fl. deren 30 im Jahr 1777 wieder aufgehoben worden iſt. Durch Lande! berhaupt 8 fl. f graf Ludwig VI. erhielt das ganze Land eine Schulordnung n 30 fl, 2 fl. 1667. Während der Minderjährigkeit ihres Sohnes Eu der die Summe Ludwig hatte Eliſabetha Dorothea zehen Jahre lang die nſen ſollte zu ei Zügel der Regierung geführt und dabei als Landes mute ſtee in dag Wag Kraft und Einſicht entfaltet; ſie zog ſich 1688 von dus Beamten zu dew Geſchäften zurück und lebte bis zu ihrem Tode 1709 a. ihrem Wittwenſitze zu Butzbach. Hier entgingen ihr d Mängel der bisherigen Schuleinrichtung nicht. Es wu mehr für die Bildung der künftigen Gelehrten und Beam ten geſorgt, als derjenigen, welche blos für die bürgerlich— Gewerbe erzogen werden ſollten; ein jeder Lehrer richit Edie ſich nach ſeiner Bequemlichkeit ein, und nicht weniger Wi ene kühr erlaubten ſich die Eltern hinſichtlich des Schulbeſußß eieup dabier iſt Der Rector Scholae unter Oberaufſicht des Metropolit ae 50 Heß erhielt das Directorium, die Lectionen waren King aufgefordert, ſol chismuß, Leſen, Lateiniſch, Vocal-Muſik. Der Eingang du N Verodnung vom 1. Decbr. 1703 lautet:„Nachdem ich ah ee der unterzeſc ſarector l ache damals bere tz ſie halte Ein — Bekanntma ſehen, wie das Schulweſen hieſiger Stadt eine Zeit her kantige en be nicht geringen Abgang gerathen und ich mir vorgeſetzt, ſh. ffelung eint ches wieder in den gehörigen Stand und Aufnahme zu bill Ae eh gen, damit durch die Gnade und Hilfe des allgütigſten G chosen, 5 tes der daraus quellenden und ſich in alle Ständt aus nch e lende erwünſchte herrliche Nutzen ſo viel mehr erreicht 10 ſebee be den möge, ſo befehle ich ꝛc. a edberg den Unter andern wird beſtimmt, daß die Eltern bei 5 f Strafe angehalten werden, ihre Kinder, welche nicht stuc 5 Edie ren ſollen, ſo lange bis ſie das 14te Jahr erreicht, die an fle die 2 studlren ſollen, ſo lange biß ſie zur exemption tüchtig 0 een kannt werden, in die Schuhl gehen zu laſſen.— Bei f d erm 0 —— ſtrafung der Knaben ſollen die Praeceptores ſonderlich Me ami 9 N B. dich Kpfe der Knaben ſchonen und ſich der ruhte bedienen, auth dabei ſich alſo aufführen, daß die Knaben ohne Unter— ba ge id eine ernſtliche Furcht, darbei aber doch auch eine hertz— alle Liebe zu ihnen tragen und ihnen Vor die Trewe infor— tion und guhte Zucht immerwehrenden Dank zu ſagen e bſach haben mögen. b Und ſollen ſechs Schülerknaben, ſo die ſchönſte Stim— un mu haben und am Beſten ſingen können, Von dem Con— kertore ausgeſondert und zu dem choralgeſang in Unſre ließ pffkirchen bei Predigten und Bethſtunden Sonntags und Lehrer n den Wochen ernſtlich angehalten werden. gelehrten Die drei Lehrer werden unter dem Namen Rector, 8 K Unrector und Cantor aufgeführt. Von der Mädchenſchule, Aplche damals bereits beſtand, ſagt die Schulordnung kein i Lort; ſie hatte Einen Lehrer, der aus dem Kugelhaus nicht baut, weh btoldet wurde, und war damals blos noch Privat-Anſtalt. 1 Unter dem dahier 1741 geſtorbenen Sohne Eliſabethen reinigt Drotheens, Prinzen Heinrich von Heſſen wurde noch ſtreng dug dieſe Einrichtung gehalten. 1778 war das Rectorat traut worden, wobei der Almoſenfonds dem damals ver— nich kſamten Kugelhaus 318 fl. vorgeſchoſſen hatte. Der würdige auß Jctor— früher in Echzell— Philipp Eusebius Clermont Derwaltgud deſſen Ehegattin Maria Margaretha, vermachten den e Fonds zehiſigen Schulen nach dem Teſtament vom 1. Juli 1762 5105 fl. deren Zinſen zu 4% für Papier an die Knaben Durch en erhaupt 8 fl., für Prämien an die Latein lernenden Kna— um ba 30 fl., 2 fl. an den Rechner verwendet werden ſollten. mer die Summe von 40 fl. überſteigende Mehrbetrag der „ lang ie Zaſen ſollte zu einer Mahlzeit verwendet werden, bei wel— — * Immer noch ſchwankte man in richtiger Auffaſſung des Zieles, welches die Schule erreichen ſollte. Wünſche wurden ausgeſprochen, welche Berückſichtigung verdienten, und ſo erſchien unter dem 13. September 1777 die von Landgraf Ludwig IX. erneuerte Schulordnung für die ſaͤmmtlichen offentlichen Schulen der Stadt Butzbach. Sie beginnt:„Wir finden uns veranlaßt, Unſere Landesväter— liche Sorgfalt auch Unſrer lieben und getreuen Stadt Butz— bach angedeihen zu laſſen und die bisher an daſiger Schul— verfaſſung eingeriſſenen Mißbräuche abzuſtellen und eine zweckmäßigere Einrichtung zu treffen.“ Die Mädchenſchule erhielt einen zweiten Lehrer und wurde ebenfalls mit in den Schulplan aufgenommen. Die Beſoldung der zwei Mädchenlehrer aus dem Kugelhaus war gering; dagegen wurde ihnen ein Schulgeld von 1 fl. 30 kr. und 1 fl. jähr⸗ lich vom Kind geſichert, bis ein Fonds ausgemittelt werden koͤnne, wodurch ſämmtliche Schulen in Freiſchulen verwan— delt würden. Nach dieſer Schulordnung verlangte man Das, was jetzt von jeder gehobenen Volksſchule verlangt wird. Der Rector und Conrector wurden verpflichtet, gegen ein billiges Honorar Unterricht im Lateiniſchen, Franzöſiſchen, Griechiſchen und Hebräiſchen zu geben. Die Aufſicht er— hielt die Schulinſpection, beſtehend aus dem Beamten und den Geiſtlichen, Conduitenliſten wurden angeordnet, bei denen die Eltern die leeren Rubriken ausfüllen ſollten, die Lectio— nen für jede einzelne Schulklaſſe vorgeſchrieben. (Schluß folgt) Aru fehle endesa cher in dem Rectorat die Lehrer, Geiſtlichen und ſtädtiſche u Bamten zu bewirthen wären. Tode 1709 u Nekanntmachungen von Be⸗ 1 den ihr („* ** U In Nr. 66 d. Bl. S. 262, Spalte 2, Zeile 17 v. o. leſe: vor⸗ bereiteten ſtatt: verbreiteten. hoͤrden. a ν NN ονντν⏑ Edictal ladung. „ 061) ueber das um 2057 fl. 12 kr. über⸗ ſuldete Vermögen des Poſamentiers Guſtav Sleup dahier iſt formeller Concurs erkannt werden und werden alle diejenigen, welche zederungen an denſelben zu machen haben, ( akgefordert, ſolche Mittwoch den 18. September, Vormittags, 11 bm der unterzeichneten Gerichts-Behoͤrde an⸗ eigen und zu begründen, etwaige Vergleichs⸗ horſchläge entgegen zu nehmen und wegen Jeſtellung eines Contradictors und Maſſe⸗ begers die geeigneten Anträge zu ſtellen, norigensfalls ſie ſtillſchweigend von der Maſſe asgeſchloſſen, von den dem Gericht bereits bsannten Gläubigern aber unterſteut werden lle, daß ſie den Beſchlüſſen der Mehrheit d Gläubiger beitreten wollten. Friedberg den 25. Juli 1844. Großb. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. 0 Edictalladung. (60800 Die Ablöſung der Grundrenten in uur Gemarkung Bellersheim, Kreiſes Hungen, issbeſondere die den Freiherrn von Bellers⸗ tim zuſtehenden, betr.* a 3 Auf Veranlaſſung der Adminiſtrativbehörde wvird hiermit veröffentlicht, daß die rubrieir⸗ ten Grundrenten, im geſetzlichen Geldanſchlag von jährlich 231 fl. 16 kr. 1 pf., ſo den Frei⸗ herrn von Bellersheim, namentlich Friedrich, Oberlieutenant im J. Großh. Garde-Regiment und Maximilian, Dr. und Poſtaſſiſtent in Mainz, zuſtehen, abgelöſt werden ſollen. Wer bei dieſer Ablöſung ſich betheiligt er achtet, wird aufgefordert, ſogewiß binnen 2 Monaten ſeinen Anſpruch dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſten die Auszahlung des Ablöſungscapitals an die bezeichneten Be— rechtigten, oder deren Weiſung verfügt wer— den wird. Hungen den 5. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Immobilien-Verſteigerung. (1096) Donnerſtag den 29. Auguſt, Mor⸗ gens um 9 uhr, wollen die Erben des Jacob Kuh dahier deſſen Immobilien, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Bleichplatz mit einem halben Loos Holz, neben Gerſter in der Vor⸗ ſtadt gelegen, ſodann 1 V. 34 Rth. Garten am Ohrlochsweg neben Deweil und Schön— wolf, 32½ Rth. daſelbſt an Inſpector Fertſch, 34% Rth daſ. an Anton Konrad Müller jun., 1 V. am Pfaffenbrunnen an Martin Mon— digler, 34 Rth. daſelbſt an Anton Eich gelegen, in hieſigem Rathhauſe einer öffentlichen frei— willigen Verſteigerung ausſetzen und bei an⸗ nehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich er— theilen laſſen. Friedberg den 14. Auguſt 1844. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri tz 7 — Garten-Verſteige rung. (1097) Donnerſtag den 29. Auguſt, Mor- gens um 10 Uhr, will Friedrich Chriſtian Sieck ſeinen, an ſeinem Hauſe vor dem Main— zer Thore an Herrn Geheimerath Knorr ge— legenen Garten in Theilen von/ Morgen öffentlich freiwillig in hieſigem Rathhauſe ver ſteigern und bei annehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Friedberg den 14. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Da Fritz. Edictal ladung. (1098) Anſprüche aus der beſcheinigter— maßen abgetragenen, jedoch in den Hypotheken— büchern noch offenſtebenden am 1. März 1812 von Joh. Adam Weber zu Bönſtadt dem da⸗ ſigen Kirchenkaſten errichteten Hypothek über 33 fl. ſind binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, widrigenfalls jene Hypothek als erloſchen be— trachtet und der deßfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 9. Auguſt 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Iſ. Wächt. Landgericht Hofmann. Edictal ladung. (11110 Die Reviſion und Renovation der Hypothekenbücher von Röthges, im Landge— richtsbezlrk Hungen, betr. Nachdem die unterm 6. Mai d. J. decre⸗ tirte Edictalladung in dem Intelligenzblatt zu Nro. 171 der Großh. Heſſ. Zeitung vom 21. Juni vollſtändig abgedruckt worden, ſo werden alle Intereſſenten auf dieſen Abdruck verwieſen, und ſoll die Friſt zur Erledigung der dortigen Aufforderung auf 6 Wochen vom erſten Erſchei⸗ nen an beſtimmt resp. erſtreckt ſein. Hungen den 15. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Edietalladung. (1112) Nach dem Bruchenbrücker Hypo⸗ thekenbuche entliehen Johannes Schneider zu Bruchenbrücken vom 16. December 1800 bei dem Kirchenärare zu Eichen 200 fl., und Caspar Schneider von Bruchenbrücken am 29. Nodember 1790 bei dem Gräfl. Solms Rodelheimiſchen Amtmann Wüſtenfeld— ſein Wohnort iſt nicht angegeben— 100 fl.— Beide Hypotheken ſollen abgetragen und ver⸗ loren gegangen ſein, weßhalb auf Antrag der Erben der Schuldner alle, welche Anſprüche daraus herleiten wollen, aufgefordert werden, ſolches binnen 60 Tagen bier anzuzeigen, widri⸗ genfalls die erwähnten Schuldverſchreibungen fuͤr erloſchen erachtet und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden. Friedberg den 12. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächter sb. Landgericht. Hofmann. Bekanntmachung. (1120) Donnerſtag den 29. Auguſt l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das Auswerfen des Seebach⸗Grabens und Wegſchaffen des Lieſches im Weier öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Der Voran⸗ ſchlag beträgt 24 fl. 14 kr. Bei guter Wit⸗ terung wird die Verſteigerung am Seergraben, bei ſchlechter im Rathhauſe abgehalten. Friedberg den 21. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung, (112 Dienſtag den 3. September l. Vormitlags 9 uhr, ſoll auf dem Bureau Unterzeichneten 1) das Anfahren von Werkholz, 2) das Transportiren der auf dem Com- mando dahier erkrankten Soldaten ins Lazareth zu Friedberg und 3) das Transportiren der Cadaver verſtor⸗ bener Zuchtlinge in die Anatomie zu Gießen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Marienſchloß am 20. Auguſt 1844. Die Gr. D e i m. 500 fl. N (1139) werden für die Gemeinde Wiſſels— heim zu 4% verzinslich zum Anleihen geſucht. Steinfurth den 20. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Grummetgras- Verſteigerung Rentamte Grünberg. (11400 Das diesjäbrige Grummetgras von nachbenannten fiscaliſchen Wieſen ſoll in ein⸗ zelnen Loosabtheilungen und in folgenden Ter⸗ minen auf den Wieſen ſelbſt öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, nämlich: 1) Montag den 2. Sept., Vormittags 9 Uhr, von ungefähr 28 Morgen in Atzenhainer Gemarkung; 2) Dienſtag den 3. Sept., Vormittags 9 Uhr, von ungefähr 14 Morgen in der Gemar⸗ kung Queckborn; 39 an demſelben Tage in der Gemarkung Haarbach von ungefähr 12 Morgen, Vor⸗ mittags 10 Uhr; J., de im 22 - 4) Mittwoch den 4. Sept., Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Lindenſtruth von ungefähr 26 Morgen; 5 5) an demſelben Tage, Vormittags 10 uhr, in der Gemarkung Saaſen von 13 Morgen; 6) an demſelben Tage, um 11 Uhr Vormit⸗ tags, in der Gemarkung Grebelnrod von ungefähr 56 Morgen; f 7) Donnerſtag den 5. Sept., Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Bernsfeld von 4 Morgen; i 8) an demſelben Tage, um 11 Uhr Vormit⸗ tags, in der Gemarkung Niederohmen von 1¼ Morgen; 9) Freitag den 6. Sept., Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Großeneichen von un⸗ gefähr 18 Morgen; 109 an demſelben Tage, Nachmittags um 3 Uhr, in der Gemarkung Grünberg von ungefähr 37 Morgen; 110 Montag den 9. Sept. das Grummetgras von den Wieſen rr a) in der Gemarkung Flenſungen von 14 Morgen, p) in der Gemarkung Lehnheim von unge⸗ fähr 5 Morgen und c) in der Gemarkung Merlau von ungefähr 60 Morgen. Hierbei wird noch bemerkt, daß des Mor⸗ genus um 8 Uhr, bei Flenſungen mit der Ver⸗ ſteigerung der Anfang gemacht wird. Grünberg am 20. Auguſt 1844. Gr. Heſſ. Rentamt daſ. Bötticher. Edietalladung. (1110 Sobann Hock von Rupperten: rod iſt für einen Verſchwender erklärt und in der Perſon des Heinrich Maurer und Jo⸗ hann Finbdernagel von da bevormundet wor⸗ den, weßhalb Rechtsgeſchäfte, welche er ohne Mitwirkung ſeiner genannten Curatoren ein⸗ gehen wird, für gültig nicht können erachtet werden. Zugleich ſind im Termine Donnerſtag am 10. Oktober d. J., Vormittags 8 Uhr, alle an das Vermögen des Johann Hock ge⸗ bildet werdende Forderungen und ſonſtige An⸗ ſprüche ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt ſie denjenigen beigezählt werden müßten, welche von jetzt an ohne Conſens der Curaloren zu Stande kommen. Grünberg den 20. Auguſt 1844. Das Grßh. Heſſ. zum Landgerichte daſ. gehörige patrgcht. der Frhr. v. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Arbeits-Verſteigerung. (1120 Dienſtag den 3. September l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in der Woh⸗ nung des Gaſthalters Höck zu Steinbach (Landgerichtsbezirks Rödelheim) die Chauſſi⸗ rungsarbeiten der Staatsſtraße durch die Ge⸗ markung Steinbach nochmals öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 22. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Grummetgras- Verſteigerung. (1113) Donnerſtag den 29. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras der Gemeinde Bruchenbrücken an Ort und Stelle in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken am 24. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. eee Beſt. Grummetgras- und eichen Bohlen⸗ Verſteigerung. (110 Donnerſtag den 29. d. M., Mor. gens 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Florſtadt zuſtehende Grummetgras in der Behauſung des Gemeinderechners dahier verſteigert wi den. Sodann werden Freitag den 30. d. Vormittags 11 Uhr, circa 2000 Fuß eitz Bohlen, welche ſich für Schreiner und Gir beſonders eignen, durch den Unterzeichneſ zur öffentlichen Verſteigerung kommen. Florſtadt den 22. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſ Appel. MN Nαινιπιειννιτνν Privat⸗ Bekanntmachung Empfehlung. (1128) Ich bringe biermit zur öffentlicz Kenntniß, daß ich mich als Buchbinder dach niedergelaſſen, empfehle mich ſonach in al in dieſes Geſchäſt einſchlagenden Arbeiten uf werde eine prompte Bedienung mit guter a beit zu verbinden ſuchen. Vilbel den 20. Auguſt 1844. Schäffer, 13 J wohnhaft in der Lohgaſſe bei Hen Schreiner Seibold. Mobilien-Verſteigetung. (1129) Durch Familien- und andere O hältniſſe finde ich mich bewogen, alle für ua entbehrliche Gegenſtände, als: Kieferwerkh balbfertige Waſchbütten, Züber, 6 eiform Trichter, 1 Butterleyer, mehrere eichene u tannene Fäſſer, Tiſche, Stühle, Bänke, Kiſinn, Ketten, Wagenbalken, Zinn, Porzellain, Bin teillen de., 2 Wagenſeiler, 1 Waſchſeil, 1 Wand Schrotmühle, mebrere Abtheilungen Bren holz, circa 20 Töpf Birn⸗ und Zwetſchenhong gedörrte Zwetſchen, gedörrte und zu Cafe zubereitete Gelbrüben, Zimmerſägen, Kutten, Pfannen ꝛc., Montag den 2. September d. J., in meinem Hauſe meiſtbietend gegen gleich Zahlung verſteigern zu laſſen.. Luſttragende können jeden Tag Alles an, ſehen und Beliebiges auch vor der Verſtene⸗ rung aus der Hauͤd kaufen. Bönſtadt den 19. Auguſt 1844. Georg Henze! Eine Wohnung gleicher Erde, (11300 welche ſogleich bezogen werden kan hat zu vermiethen Carl Klein, Friedberg. Schneider meiſſe, Haus PVerkauf. (1138) Zu Niederwöllſtadt iſt eine bil, ſtändige Hofraithe, beſtehend in einem zun ſtöckigen Wohnhauſe, Stallungen und Schei benebſt einem daran ſtoßenden und umgei⸗ zenden Garten, welcher circa zwei Mor groß und mit“ vielen Obſtbäumen bepflanzt f aus der Hand zu verkaufen. Näheres ißt erfragen bei Herrn Heinrich Weiß ebon in Nieder wöllſtadt. Del Kreisra e gn ſummtliche itteffend: 3.1 egel Bürg Ich ſche J. Uhenrich Wallers e w. d Oe Friedde 2 Areisraͤthe an ſaͤmmtli⸗ Betreffend: D tel Am 7. l. Ein Kinder mantel (1145) wurde am 17. Auguſt, Nachmitlag von den drei Schwerdtern in Friedberg 00 nach Kloppenheim verloren. Den redlich Finder bittet man denſelben gegen eine Baß nung bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Ein Sack mit Waizen, (116) gezeichnet Joel Simon aus 3 ſtadt, wurde von Kloppenheim bis Vilbel uu loren. Der redliche Finder wird erſucht, dh ſelben gegen eine angemeſſene Belohnung a die Expedition dieſes Blattes oder den genthümer abliefern zu wollen. Ein gut gebauter, (11470 ferm dreſſirter, 2¼½ Jahr all Hüͤhnerhund iſt zu verkaufen. Wo, ſagt d. Expedition dieſes Blattes. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. en wegen Bet worden. Di ert ſſch jedoch gen. Wir forder Ahrüber auf, al 9 ſuſon vermißt ß ſie die in; Grünbe aun dic, M. lich: ungl