— — Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 1 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche — Kreisrath des Kreiſes Hungen 5 an ſämmtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. pefrefend: Das Vagabundiren der Margaretha Lind aus Altenstadt. — Auf Requiſition Großh. Kreisraths des Kreiſes Fried— „berg perden ſie angewieſen, die Rubrikatin, deren Signale— nent gachſtehend angefügt iſt, im Betretungsfalle arretiren „Ind aher abliefern zu laſſen. 1 Hungen den 20. November 1844. 1 In Verhinderung des Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretair. Si gnalemen t. Alter: 43 Jahre, Größe: 5“ 5“, Haare: ſchwarz, Stem: nieder, Augenbraunen: blond, Augen: braun, Naſe: brem, Mund: dick, Kinn: rund, Geſicht: rund, Geſichts— farbe geſund.— Beſondere Zeichen: am linken Backen — eins Narbe. Der Großherzoglich Heſſiſche Jentamtmann des Bezirks Gruͤnberg — an de Großherzoglichen Bürgermeiſter dieſes Bezirks. 9— Betreffend: Die Erhebung der Forſt und Feldſtrafen. Die Erhebregiſter über die Forſtſtrafen vom 4. Quar- tal ud Feldſtrafen von der 5. Periode 1844 ſind bis zum — 1. Jermber angefertigt und können an den bekannten Zahl— z tagen, Donnerſtags und Samſtags, Forſt- und Feld— ſtraien bezahlt werden, was Sie im Intereſſen der Beſtraf— ten ig Ihren Gemeinden bekannt machen wollen. Frünberg am 19. November 1844. Bött ich e luszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 35. J. Bekanntmachung Gr. Geh. Staatsminiſteriums, vom 16. Nov.: ——ů Dusch das Ableben des gr. wirkl. Geheimenraths, Landjägermeiſters Frhr. v. Bibra zu Romrod iſt eine neue, von den ſtimmfähigen adligen Grundeigenthümern vorzunehmende Wahl eines Abgeordneten zur zweiten Kammer der Stände nöthig geworden. S. K. H. der Großher⸗ zog haben zum Commiſſär für Leitung dieſer Wahl den gr. Oberconfiſtorial⸗ Präſidenten, Geh. Staatsrath Frhrn. v. Lehmaun zu ernennen geruht.— II. Reſultate der Verwaltung des allgemeinen evange— liſchen Kirchenfonds vom Jahre 1843. Hiernach betrug die ordent⸗ liche Einnahme 25,412 fl. 39 ½ kr., die außerordentliche 1150 fl. 58 ¼ kr., zuſ. 26,563 fl. 38 ½ kr. Die Ausgabe 24,750 fl. 45½ kr.(darunter Verwaltungskoſten 1429 fl. 22 kr., Gehalte der Pfarrvicarien 5231 fl⸗ 18 ½ kr., Syndicatskoſten 1270 fl., Penſionen und Unterſtützungen 1750 fl., Koſten von Disciplinarunterſuchungen 285 fl. 13 kr., Büreaukoſten der Decane 1112 fl. 4 kr., an die allgemeine geiſtliche Wittwenkaſſe 7208 fl., Beiträge zu den Schulfonds 2100 fl., desgleichen zu den Koſten der De— canatsbibliotheken 610 fl., desgleichen zu den Bedürfniſſen des evange— liſchen Predigerſeminars zu Friedberg 2995 fl. 10 kr., Verſchiedenes 768 fl. 38 kr.)— Einnahme und Ausgabe verglichen bleibt Reſt 1803 fl 52¼ kr., welcher in baarem Vorrath beſteht.— III. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection, vom 10. Nov., daß von dieſem Tage an die Poſtverbindung zwiſchen Lauterbach und Frankfurt, bis auf Weiteres, in der Weiſe eingerichtet wird, daß die Wagen, ſtatt täglich, nur wöchentlich dreimal courſiren, und zwar von Frankfurt am Montag, Mittwoch, Freitag 10 Uhr Vormittags abgehen und am Dienſtag, Donnerſtag, Samſtag, nach einem Nachtlager zu Schot— ten, Morgens um 10 ¼ Uhr in Lauterbach eintreffen und von da an letzteren Tagen Nachmittags 1 Uhr wieder abgehen und, nach einem Nacht lager in Schotten, am Mittwoch, Freitag, Sonntag 4 Uhr 50 Minu ten Nachmittags in Frankfurt ankommen werden.— IV. Dienſtnachrichten: Am 17. Oct. wurde dem Geometerge hülfen Weiß aus Vadenroth dermalen zu Bieber, das Patent als Geo meter 2. Cl. für den Kreis Offenbach ertheilt; am 25. der Steuercom— miſſär Jäger zu Bingen zum Steuercommiſſär in Grosgerau ernannt; der Advocatanwalt Pr. Bernays zu Alzey und der Gerichts-Acceſſiſt Dr. Scheuer zu Mainz unter die Zahl der Advocatanwälte bei den Gerichten zu Mainz, ſodann der Gerichts-Acceſſiſt Molitor zu Atzey unter die Zahl der Advocatanwälte bei dem Kreisgerichte daſ. aufgenom— men; am 29. der Landrichter Völcker zu Butzbach zum Mitgliede und Rathe bei dem Hofgerichte zu Gießen ernannt; am 30. dem Schullehrer Tewaag zu Basdorf die evang. Schullehrerſtelle zu Langwaden und dem Schulvicar Birkenhauer zu Hohenſülzen die evang. Schullehrerſtelle daſ.; am 31. dem Schullehrer Rolly zu Radheim die kath. Schullehrer ſtelle zu Bechtoltsheim, am 6. Nov. der Anna Catharina Müller die von ihr ſeither proviſoriſch verwaltete Stelle als Lehrerin an der oberen Mädchenſchule zu Bodenheim definitiv übertragenz dem 2. Landgerichtsdie— ner Rothermel zu Grünberg die Stelle eines 1. und dem Heinrich Sud— „ 374 beimer daſelbſt die Stelle eines 2. Landgerichtsdieners bei dem Landge⸗ richte Grünberg ertheilt; am 8, der ordentliche Profeſſor der Mediein, insbeſondere der Phpſiologie, Dr. Biſchoff zu Gießen zugleich zum ordent. Profeſſor der Anatomie und zum Director des phyſiologiſchen und des anatomiſchen Inſtituts an der Landesuniverſität ernannt; der Zimmermei⸗ ſter und ſeith. 1. Scharfrichtergehülfe Reichmann zu Mainz zum Scharf⸗ richter für den Umfang des Großherzogthums ernannt.— V. Dienſtentlaſſungen: Am 29. Oct. wurde der Phyſicatschi⸗ rurg Frank zu Gladenbach, Kr. Biedenkopf, auf Nachſuchen, von ſeiner Stelle entbunden; am 6. November der 1. Landgerichtsdiener Sudheimer zu Grünberg, auf Nachſuchen, von ſeiner Dienſtſtelle und die Lehrerin an der 2. Mädchenſchule zu Caſtel, im Stadtbezirke des Kreiſes Mainz, Eli⸗ ſab. Brand, ebenfalls auf Nachſuchen, von ihrer Stelle entlaſſen.— VI. Concurrenz für: die kath. Pfarrſtelle zu Aſtheim, Kr. Groß⸗ gerau, mit jährlich 1016 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Wersau, Kr. Die⸗ burg, mit 993 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Wohnbach, Kr. Hungen, mit 530 fl.,(Präſentation des Hrn. Grafen zu Solms-Laubach); die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Waldmichelbach mit 367 fl. 21 kr. nebſt 5¼ Stecken Holz zur Heizung der Schulſtube; die 3. evang. Schullehrerſtelle daſ. mit einem, einſchließlich der mit 10 fl. in Anſatz gebrachten Vergütung für Wohnung, 200 fl. betragende Gehalt nebſt 4 Stecken Holz zur Hei⸗ zung der Schulſtube; die kath. Schullehrerſtelle an der 2. Knabenſchule zu St. Peter in Mainz mit jährlich 400 fl.— VII. Geſtorben ſind: am 6. Sept. der Landgerichts⸗Aſſeſſor Bader zu Seligenſtadt; am 20. Oct. der Schullehrer Müller zu Betzen⸗ rod; am 30. der Friedensgerichtsſchreiber Thiel zu Oſthofen; am 31. der Landrathsdiener Schuck zu Erbach; am 4. Nov. der wirkl. Geheime⸗ rath und Landjägermeiſter Frhr. v. Bibra zu Romrod; der penſ. Forſt⸗ mitaufſeher Grandhomme zu Büttelborn; am 6. der Phyficatsarzt Dr. Neuling zu Seligenſtadt. T Aus Starkenburg, im November. Die ſeither in verſchiedenen Blättern enthaltenen Mit⸗ theilungen über die Darmſtädter Rentenanſtalt ſchei⸗ nen im Publicum die Anſicht gebildet zu haben, daß dieſes wohlthätige Inſtitut hauptſächlich denjenigen Perſonen Vor⸗ theil bringe, welche in jungen Jahren demſelben beitreten. Dieſe Anſicht mit kurzen Worten zu widerlegen, iſt der Zweck dieſer Zeilen.— Nach den Statuten dieſer Anſtalt nehmen alle Geſellſchaftsglieder nach überſchrittenem 45. Lebensjahre, neben der gewöhnlichen Klaſſenrente, auch an den Zeitrenten, und nach weiteren 5 Jahren an den Leib— renten Theil, während die Jüngeren damit warten müſſen, bis ſie dieſe Lebensalter erreichen. Je näher alſo Jemand dieſen beiden Altern ſteht, deſto früher kann er auch eine höhere Verzinſung ſeines eingelegten Capitals erwarten.— Dies iſt gerade einer der Vorzüge der Rentenanſtalten, daß ſie in den Jahren, wo Eltern noch die Pflege der Kinder übernehmen, oder wo die Erwerbsfähigkeit in ihrer höchſten Kraft ſteht, Capitalien ſammeln, die erſt dem reiferen Alter zu Gute kommen. Den auffallendſten Beweis hierfür liefert die anerkannt ſolide badiſche Rentenanſtalt in ihrer Bekannt— machung in Großh. Heſſ. Zeitung Nro. 316. und in der Beilage des Frankfurter Journals Nro. 314, woranf wir verweiſen. Hieraus kann erſehen werden, daß diejenigen Perſonen, welche im Jahr 1835 in einem Alter von 1 bis 35 Jahren beitraten, von 200 fl. Einlage, 7 fl. 18 kr. bis 7 fl. 39 kr. an Jahresrenten beziehen, daß dagegen die Mitglieder der 6. Claſſe, die alſo damals das 60. Jahr er⸗ reicht hatten, nach 9 Jahren ſchon 125 fl. 31 kr., alſo 67 Procent Rente von dem urſpruͤnglich eingelegten Cautg erhalten. In der 1837r Jahresgeſellſchaft geſtaltet ſich e del ſes Verhältniß noch viel günſtiger, denn hier werden da dn älteſten Mitgliedern für 200 fl., welche vor 7 Jahren i gelegt wurden, in dieſem Jahre 286 fl. 4 kr. und im 50 105 Uppold cin 1845 vielleicht ſchon die höchſte Rente mit 300 fl. bey!% den die dann bis an das Lebensende nicht verringert weiß e kann.— Wenn dieſes überaus glänzende Reſultat Theil auch Glückszufällen beigemeſſen werden darf, ſo ff fert es doch den ſicheren Beweis, daß die Verheißungen d N. Anſtalt nicht aus der Luft gegriffen ſind, ſondern auf sh ter Baſis beruhen.— Betrachtet man die augefüllih Thatſachen, ſo könnte es im Gegentheil auf den erſten! 1 Dichl eheliche genblick ſcheinen, als wenn das Alter zum Nachtheil M. 3 Jugend begünſtigt wäre; dies iſt jedoch keineswegs der af f. Der am 27 denn die jüngern Mitglieder treten in die nämlichen Grüning theile ein, wenn ſie das Alter erreicht haben, in welh ch die ſcheinbar Bevorzugten gegenwärtig ſtehen.— Bei if Sekanntma Dingen in der Welt gibt die Erfahrung den Maßſtab, her wirft alle Theorien über den Haufen; den Beweis Ulf g beſitzen diejenigen, welche, mit ihren Rentenſcheinen verſſi von zweihundert im Jahr 1837 eingelegten Gulden a Augenblick einen baaren Zinſengewinn von 286 fl. 4 einſtreichen können— Solchen Reſultaten gegenüber ſchwinden alle Anfeindungen in Nichts. Jedes, auch vorzüglichſte Inſtitut hat ſeine Gegner, deren Motive ihren Gehalt zu prüfen, hier der Platz nicht iſt, den 10 2 5 termine dabier anz das denkende Publicum leicht zu entziffern vermag; au gegenfalss ſe damit jedoch der Anſtalt zu ſchaden, können die Anfeindungen ſehccen ven de den Nutzen ſtiften, daß das Weſen einer Sache ee 6 G0 ſo ſorgfältigeren Prüfung unterworfen wird, und daß * Edie 10 49200 naa e ein in Concurs be deſenigen, wache Haſſe aus irgend e uaſpcuc zu maden ben ſogewiß in de 4. 0, Vormittags, durch die unumſtößliche Wahrheit nur um ſo glänzende Edit ; 1 ee ö) Das das helle Tageslicht tritt. Möge daher unſere Aff ue Nabe walten unter dem hohen Schutz einer weiſen Staaten rung, und dem höheren des Herrn der Welten, zum Ez für Alle, die ihr jetzt oder künftig angehören! Möge Zufriedenheit verbreiten und aus ihrem Keim eine bah gende Ausſicht in die Zukunft und eine kräftige Stute das gebrechliche Alter erwachſen! Wer unter dem er ruht, bedarf keiner Verſorgung mehr, er iſt in beſſeren g montag d der Menſchen Hand; für die Lebenden zu ſorgen, iſt 500 Vo . 5. bei der unterz 0 N 7 5 der Anſtalt und dieſen wird ſie erreichen. und näher zu! In demſelber Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 184 Georg Wilhelm; um 28g fl. 2 kr lichen Concurspro ber Alle, welche k ſprüche gegen den len, hierdurch a meidung des oh erfolgenden Aus — e— Maſſepflegers g findung zwiſche Glaͤubigern ver welche ſich zu I. Butzbach. hre Vollmachte Getraute: Zußbach d 27. Friedrich Wilhelm Schuld, Bürger und Schmielh ſter dahter, ein Wittwer und Anna Ehiſabeth Kamm Lieferun des Joh. Heinrich Kammer, Bürgers und Bäckern(1483) De ſters zu Muſchenheim Kr. Hungen, ehelich ledige da 1 des erford ter.* 5 Getaufftte: Aer 6. Dem Ortsbürger zu Niederweiſel und Poſtillon da Jacob Lemp eine Tochter, Juliane, geb. den 29. 1 bo, En 13. Dem Bürger und Leimſieder Chriſtian Knaben 0 da, n Partien ein Sohn, Georg Wilhelm, geb. den 23. Sept. ( * aha eren * 375 4 b. Dem Gr. Landrichter Auguſt Voͤlker eine Tochter, Mathilde Adolphine Konradine Eleonore Auguſte Wil— helmine Caroline, geb. den 19. Sept. v. Dem Bürger und Schuhmacher Adam Stein ein Sohn, 13. Wilhelm, geb. den 13. 5. Dem Bürger zu Friedberg und Büchſenmacher Chri— ſtian Lippold ein Sohn, Reinhardt, geb. den 13. „. Dem Bürger und Leimſieder Wilhelm Grüninger II. II. Laubach. Getraute: Joh. Heinrich Draut Bürger und Hufſchmied, des hie⸗ ſigen Bürgers, Schmiedmeiſters und Kirchenvorſtands— ein Sohn, Andreas Wilhelm, geb. den 27. Beerdigte: Y. Georg Chriſtian Faatz, des Bürgers und Schneider⸗ meiſters Kaspar Faatz ehelicher Sohn, alt 8 Jahre, 10 Monate und 8 Tage, f den 25. 99. Des Bürgers und Schreinermeiſters Chriſtoph Dietrich 13. Diehl eheliche FPochter, alt 7 Monate, 3 Tage k den 27. 0. Der am 27. geborne und getaufte Andreas Wilhelm Grüninger. 20. 20. Sept. mitgliedes Johann Georg Draut ehelich lediger Sohn mit Maria Rühl, des Gräfl. Kammerboten Joſt Rühl ehelich ledige Tochter. Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johann Hartmann Wagner eine Tochter, Eliſabetha Chriſtiane, geb. den Beerdigte: Johannes Beppler, Sohn der Anna Chriſtina Beppler, alt 1 Monat, 20 Tage, 1 den 11. 20. Johannes Friedrich Goͤbel, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Johann Georg Göbel ehelicher ledi⸗ ger Sohn, alt 22 Jahre, 10 Mon., 9 Tage, fe den 27. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. rr Edietal ladung. (1323) Nachdem Georg Fuchs von Ulrich⸗ ein in Concurs verfallen iſt, werden alle zejenigen, welche an denſelben, oder deſſen Raſſe aus irgend einem Rechtsgrunde einen inſpruch zu machen haben, aufgefordert, ſol⸗ zen ſogewiß in dem auf den 2. Dezember e, Vormittags, anberaumten Liquidations⸗ rmine dabier anzuzeigen und zu begründen Sgenfalls ſie damit, ohne Erlaß eines Präclu— odecrets, von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. ulrichſtein den 2. October 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß; Edictalla dung. 1468) Das Großh. Heſſ. Hofgericht der Frovinz Oberheſſen hat gegen den Nagelſchmied Heorg Wilhelm zu Butzbach, deſſen Vermögen um 2863 fl. 2 kr. überſchuldet iſt, den förm⸗ ichen Concursproceß erkannt. Es werden da. ber Alle, welche dingliche oder perſönliche An— wrüche gegen denſelben geltend machen wol⸗ en, hierdurch aufgefordert, ſolche bei Ver⸗ meidung des ohne beſonderes Präcluſivdecret rfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, im Termin Montag den 16. December d. J., Vormittags 9 Uhr, ei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und näher zu begründen. In demſelben Termin wird zur Wahl eines Maſſepflegers geſchritten und eine gütliche Ab- findung zwiſchen dem Schuldner und ſeinen Gläubigern verſucht werden, weßhalb ſolche, wwelche ſich zu vertreten zu laſſen beabſichtigen, ihre Vollmachten genügend auszudehnen haben. Butzbach den 2. November 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Völcker. Calmberg. Liefer ungen-Veraccordirung. (1183) Die Lieferung 1) des erforderlichen Brodes, 25„„ Oeles und der Talg⸗— Lichter, 3) der* Schuhe, Sohlen und Flecke, pro 1. Semeſter 1845, ſodann 4) von 240 Stecken Buchenſcheitholz auf das Jahr 1845,(dieſes im Ganzen oder auch in Partieen à 80 Stecken) für die Garniſon Friedberg wird auf dem Soumiſſionswege in Accord gegeben. Deßfallſige Forderungen ſind verſiegelt und mit der Aufſchrift der betreffenden Lieferung verſehen, längſtens bis zum 28. d. M., Vor— mittags um 9 Uhr, in das am Eingange des hieſigen Militärverwaltungsbureaus befindliche Käſtchen einzulegen, und es werden die ein⸗ gegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumit⸗, tenten oder Stellvertreter derſelben zugegen ſein können, an den erwähnten 28. d. M., wie folgt, eröffnet: a) über das Oel und die Talglichter, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, b) über die Schuhe, Sohlen und Flecke, Vor⸗ mittags um ½10 Uhr, c) über das Brod, Vormittags um 10 Uhr, d) über das Holz, Vormittags um Al Uhr. Hierbei wird bemerkt: 1) daß die betreffenden Lieferungsbedingun⸗ gen auf dem erwäunten Verwaltungs- bureau zur Einſicht offen liegen, 2) daß unleſerlich geſchriebene, oder unter⸗ ſchriebene Soumiſſionen, oder ſolche ohne Namens- Unterſchrift, Bezeichnung des Wohnortes des Soumittenten und Da— tum, nicht berückſichtigt werden, 3) daß an die Gebote keinerlei Bedingungen oder Vorbehalte geknüpft werden dürfen, 4) daß die Ratification uber alle Gegenſtände vorbehalten bleibt und 5) daß in den Soumiſſionen hinſichtlich der Holzlieferung angegeben ſein muß, ob der Soumittent die ganze Lieferung oder nur einzelne partieen, à 80 Stecken, und wie viele— ubernehmen will. Die Herrn Burgermeiſter werden erſucht, dieſe Lieferungsvergebungen gehörig bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 13. November 1844. = SIA. Oberquartiermeiſter. Brennholz-Lieferung (1306) Die Lieferung des in 30 Stecken Buchen und 200 Stecken Cichenſcheitholz be⸗ ſtehende Brennholz-Bedürfniſſes hieſiger Gar— niſon auf das Jahr 1835 ſoll auf dem Wege der Soumiſſion, und zwar a) einmal mit dieſen beiden Sorten im ein— zelnen Stecken und b) einmal in 180 Stecken Bu henſcheitholz was der obigen Quantität gleich kommt, ebenwohl im einzelnen Stecken dem Wenigſtgebot ausgeſetzt werden. Es werden daher diejenigen, welche zur Uebernahme erwähnter Lieferung Luſt tragen, hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß ge⸗ ſetzt, daß die Bedingungen derſelben auf dem hieſigen Verwaltungsbureau eingeſehen wer⸗ den können, und daß die Soumiſſionen, wo⸗ zu die Formulare auf gedachtem Bureau in Empfang zu nehmen ſind, längſtens bis zum 30. d. M. des Vormittags 11 Uhr verſie⸗ gelt und mit der Aufſchrift„Brennholzlie— ferung betr.“ in das am Cingange zu mehr⸗ erwähntem Bureau aufgehängten verſchloſ— ſenen Soumiſſionskäſtchen eingelegt werden müſſen, weit gleich nach Ablauf des bemerkten Termins die Soumiſſions-Eröffnung ſtatt— finden ſoll. Zugleich bemerkt man, daß der Ueber nehmer fraglicher Lieferung eine Caution zu leiſten hat, worüber das Nähere aus den Lieferungsbedingungen zu erſehen iſt. Die Herrn Burgermeiſter werden erſucht dieſes in Ihren unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 14. November 1844. Vermöge Auftrags Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1510 Montag den 2. Dezember(. J, Vormittags 10 uhr, werden auf dem Ratb⸗ hauſe zu Friedberg nachſtehende, bei der Re— paratur der hieſigen Stadtkirche vorkommende, Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen— den verſteigert: Dieſe Arbeiten betragen nach dem Voran⸗ ſchlage: Steinhauerarbeit 172 fl. 48 kr. Glaſerarbeit 1665„ 84„ Schreinerarbeit 480„ 48„ Zeichnungen, Voranſchläge und nähere Be— dingungen liegen auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 20. November 1844. Der Großb. Heſſ. Kreisbanmeiſter Stockhauſen. Oeffentliche Bekanntmachung. (1507) Im Dez. v J. iſt der Kreistbieraczt Stock, welcher früher zu Friedberg gelebt hat, zu Vilbel geſtorben. Bei Ermittelung ſeines Nachlaſſes hat ſich ergeben, daß zwar eine fehr bedeutende Schuldenlaſt, aber nur ein ſo geringes Activ-Vermögen vorhanden iſt, daß nach Deckung der nöthigſten Koſten ſchon nichts mehr übrig iſt. Dieſen Stand der Siche theilt man den bekannten wie unbe— kannten Gläubigern des Verlebten unter dem Anfügen mit, daß nur auf beſonderes Ver. langen in dieſem Schuldenweſen weiter ver⸗ fügt werden wird, auch alsdann der lAnru⸗ fende die entſtehenden Koſten vorlegen muß. Großkarben den 8. November 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Edietalla dung. (1327) Ueber das Vermögen des Wilhelm Heil II. zu Obermörlen iſt von Großh. Hof, gericht der förmliche Concursproceß erkannt worden. Es werden deshalb alle diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an dieſes Vermögen haben, aufgefordert, die⸗ ſelben im Termin Samſtag den 21. September l. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigen, auch etwaige Vorzugsrechte zu begründen, widrigenfalls ſie ohne weiteres präcluſivdecret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Butz bach den 15. November 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Völcker. Dr. Irle. Edictalladung. (1328) Folgende der Salzinſpector Urbans Wittwe zu Wiſſelsbeim zugeſchriebene Immo⸗ bilien: eine Hofraithe/ ſodann die Grund— ſtöcke:% e e e e, e bees id 17 60 45 72086 28 1 N78 7 77 a des Flurbuchs ſind von dem Adoptivſohne der gedachten Wittwe Urban Eberhard Huber von Rödchen, für 5200 fl. verkauft worden. Da Verkäufer ſein Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen kann, ſo werden auf ſeinen An— trag alle, welche Anſprüche irgend einer Art auf vorgedachte Immobilien zu haben glauben, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 3 Mona⸗ ten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt die gebetene gerichtliche Beſtaͤtigung des Kauf— briefes über jene Immobilien ertheilt werden wird. Da ſodann in den Wiſſelsheimer Pfandbü— chern noch offen ſtehen: 1) eine Hypothek über 100 fl. vom 16. No⸗ vember 1815 bei Hofrath Langsdorf auf der Saline Wiſſelsheim von der Wittwe Urban entliehen, eine von Letzterer am 15. Oktober 1827 der Freiherrl. Familie Löw von und zu Steinfurt wegen einer Pachtung geleiſtete Caution; jene Hypothek aber abgetragen und die Caution längſt erloſchen ſein ſoll, ſo werden alle, welche aus den vorer— wähnten Schuld- und Cautionsurkunden noch Rechte herleiten wollen, aufgefor— dert, ſolches in obveſtimmter Friſt anzu— zeigen, widrigenfalls der Pfandverband als erloſchen— xéspec. die Schuld als abgetragen betrachtet— und der deßfall⸗ ſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedherg am 16. November 1844. Großh. Heſſ. Freihl. v. Löw. Landgericht Hofmann. Edictal ladung. (1529) Nachdem Jobannes Dechert Kaſpar Sohn von Queckborn, den 12. Dezember 1770 geboren und ſeit 50 Jahren verſchollen, in Folge ſeines bereits vollendeten 70. Lebens⸗ jahres für todt anzunehmen iſt, und Hironimus Herzberger I. von Queckborn unter Vorlage eines beglaubigten Stammbaums ſich als der nächſte Inteſtaterbe deſſelben ausgewieſen und um Ueberlaſſung deſſen Vermögens gebeten hat, werden Johannes Dechert, deſſen Erben oder wer ſonſt Anſprüche bilden zu konnen glaubt, hiermit aufgefordert, ſolche ſogewiß bin— nen 3 Monaten von heute an dahier anzumel⸗ 12 — „* 376„ den, und rechtlich zu begründen, widrigenfalls das Vermögen des Abweſenden dem ſich als nächſten Erben legitimirt habenden Hironimus Herzberger I. gegen Cautionsleiſtung überlaſ⸗ ſen werden wird. Grunberg den 14. November 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Buͤcking. Obligations-Verlooſung. (1530) Bei der beute ſtattgehabten Ver⸗ looſung der für 1844 zur Abtragung beſtimm⸗ ten Gemeinde Obligationen ſind folgende Nummern rückzahloar geworden, als: Nr. 5, 12, 15, 16, 24, 26, 28, 39, 43, u. 46, jede zu 500 fl. Es werden daher die Inhaber gedachter Partial⸗Schuldverſchreibungen hiermit aufge⸗ fordert gegen Rückgabe dieſer Schuldſcheine die Beträge bis zum erſten Januar k. J. bei hieſiger Gemeindekaſſe in Empfang zu neh⸗ men, indem von dieſem Tage an keine wei⸗ teren Zinſen vergütet werden. Altenſtadt am 15. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ber a ck. Ein Kopfkiſſen⸗Ueberzug (15310 mit Effecten iſt von Packer Nees dahier abgegeben worden, welcher auf der Straße an einem Familienwagen ſtehen ge— blieben iſt. Der ſich hierzu als Eigenthümer Legitimi⸗ rende kann ſolche zurückerbalten. Friedberg den 23. November 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fitz. Veraccordir ungen. (1532) Die Lieferungen 1) des gemäſteten Ochſenfleiſches, 2) des gemiſchten Brodes, 3) des Brennöls und 4) der Talglichter für das hieſige Lazaretb im 1. Semeſter k. J, ſollen nach vorheriger Einſammlung ſchrift— licher Gebote und vorbehaltlich höherer Rati— fication an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Zu dieſem Behufe haben diejenigen, welche zur Uebernahme einer ſolchen Lieferung geneigt ſind, ihre Forderungen bis einſchließlich den 2. Dezember d. J ſchriftlich in die vor dem Lazarethbureau angebrachte Soumiſſions-Kap— ſel niederzulegen. Zugleich werden ſie darauf aufmerkſam gemacht, daß unleſerliche, unver— ſtändliche, nicht mit Namensunterſchrift ver— ſehene oder an Bedingungen geknüpfte For⸗ derungen unberückſichtigt bleiben. Den 3. Dez., Vormittags um 10 Uhr, ge— ſchiebt die Protocollirung der eingegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumittenten oder Bevollmächtigte derſelben zugegen ſeyn können. Bis dahin liegen die Lieferungsbedingungen an jedem Tage zur Einſicht offen. Friedberg den 25. November 1844. In Auftrag: Fuhr, Hauptmann. Frucht Verſteigerung. (1533) Montag den 2. Dezember, Mor⸗ gens 10 Uhr, werden auf dem bieſigen Rath⸗ hauſe die dießjährigen Früchte der Kirche— beſtehend in 29 Malter Korn, 29 Malter Gerſte und 18 Malter Hafer— öffentlich verſteigert.. Dornaſſenheim d. 25. November 1844. Der Kirchenvorſtand. NN MN 1 Privat- Bekanntmachungen 1 W War nun g. 0 (1531) Da es Mehreren ſeit kürzerer Zei 5 gefiel, mir Soäſſe und Geſänge,— die nich! die feinſten waren, in nächtlicher Stunde aug zuüben, ſo warne ich hiermit dieſelben ſolch/ zu unterlaſſen, anſonſten ich genöthigt bin andere Schritte zu thun. Friedberg den 25. November 1844. 9 Siegmund Simon, wohnhaft neben Herrn Gaſtwirth Salzmann 160 Gulden 5 (1335) ſind Ende d. J. aus dem Pfarre vakanzfonds zu Steinbach gegen gerichtliche Obligation auszuleihen. Steinbach am 21. November 1844. W. Cr o m m. Ein braves, reinliches Mädchen, (15360) welches bürgerlich kochen kann, wirn geſucht. Das Nähere iſt bei der Expeditiom d. Bl. zu erfragen. Zur Nachricht (1537) Der unterzeichnete veröffentlicht hierdurch, daß er ſich ſeit dem 20. d. M. ab practiſcher Arzt zu Niederwöllſtadt niederge, laſſen hat und Alles in das Gebiet der ge.. ſammten Heilkunde gehörende zur Behand, lung übernimmt. Niederwöllſtadt d. 23. November 1844 Dr. Block. e eee (1838) Ich muß bitten, daß mir weder Bauſchutt noch Klötzaſche in meine Sandgrube geſchüttet wird. a Joh. Hieronimus jun. Einen Kochheer d (1539) und einen langen Werner ſchen Kochofen hat zu verkaufen Joh. Hieronimus jun. — 2 Literariſche Anzeige. (1540) In der Buchhandlung von Car. Bindernagel in Friedberg ſind ſo eben angekommen: Stahlſtiche von den beſten engl., franz. und deutſchen Künſtlern geſtochen und zwar relig. Darſtel⸗ lungen zu Gebet und Geſangbüchern u 3—4 kr.— Genreſtücke und hiſtoriſche Blätter nach Leſſing, Bendemann, Hilde⸗ brandt, Vernet— Stahlſtich⸗Gallerke zu Napoleons Leben und Schlachten 4 4—6 kr.— Portraits berühmter Männer und Frauen— Weibl. Schönheiten 4 3-4 kr.— Rhein⸗ und Schweizer ⸗An⸗ ſichten, überhaupt Landſchaften à 3-4 kr.— Ferner eine Auswahl der prachtvollſten ge— bund. Albums als: Pracht⸗Album d. eleg. 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