Intelligenz ⸗Olatt ber g.. für die „ Provinz Oberheſſen lachmingg im Allgemeinen, 0. die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. r . Amtlicher Theil. 5 Der Großherzoglich Heſſiſche 1 Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Verlegung des Oſtermarkts zu Ullrichſtein Vas Der auf den 11. und 12. April d. J. fallende Markt e z Ullrichſtein ſoll der jüdiſchen Feiertage wegen den 12. den. md 13. April d. J. abgehalten werden, was Sie zur oͤffent⸗ fen Kenntniß zu bringen haben. a Grünberg den 20. Marz 1844. - Ouvrier. f Der Großherzoglich Heſſiſche 1 Kreisrath des Kreiſes Hungen 41 an ſaͤmmtliche Ortspolizeibehoͤrden des Kreiſes. — ö r Betreffend: Die Wanderbicher der Handwerksgeſellen. Es kommen neuerdings ſo oft Fälle vor, in welchen f die Beſtimmungen des Ausſchreibens vom 29. Juli 1842, 11 Intelligenzblatt Nr. 59, unbeachtet gelaſſen werden, daß ich 0 nich veranlaßt ſehe, Ihnen jene Beſtimmungen wiederholt einzuſchärfen, mit dem Bedeuten, daß mangelhafte Berichts- erſtattungen unangenehme Verfügungen zur Folge haben nüſſen da die hierdurch den betreffenden Perſonen entſtehenden Nachtheile von Zeitverluſt und Koſten nicht überſehen wer⸗ 60 den können. 0 Hungen den 20. März 1844. g In Verhinderung des Kreisraths 19 Schaaf, Gr. Kreisſekretär. Bekanntmachung. Montag den 15. April d. J., Vormittags 8 Uhr, e indet im Rathhaus dahier die Meiſterprüfung der Bauhand⸗ e werker hieſigen Baubezirks ſtatt, wozu alle diejenigen, welche ſich gemeldet haben, eingeladen werden. Grünberg am 19. März 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Mittwoch, den 27. Maͤrz 1844. * Zur wetterauer Chronik. Am 18. d. M. hat unſer Land, inſonderheit unſere Gegend und in ihr namentlich die Solms⸗-Rödelheimiſchen Orte ein ſehr ſchmerzlicher Verluſt getroffen, denn an dieſem Tage in den Abendſtunden geſchah es, daß ganz plötzlich und ohne vorausgegangene töͤdtliche Krankheit Se. Erlaucht, der regierende Herr Graf Carl von Solms-Roͤdel⸗ heim, Mitglied der erſten Hohen Ständekammer unſeres Großherzogthums, Gr. Heſſ. General-Lieutenant à la suite, Großkreuz des Heſſ. Ludwigordens u. ſ. w., nach Gottes unerforſchlichem Rathe, im noch nicht ganz vollendeten 34. Jahre(geb. am 15. Mai 1790) in ein anderes Leben abgerufen wurde. Se. Erlaucht hatten eben gerade in dem, das Gräfl. Schloß zu Aſſenheim umgebenden, Garten und Hofe ſich er— gangen und uͤberließen Sich nun mit den Ihrigen der Ruhe und der Freude über die nahe bevorſtehende Heimkunft dreier geliebten Söhne, welche die gelehrte Schule in Gotha be— ſuchen, als der Engel des Todes in den heiteren Familien⸗ kreis trat und deſſen Haupt ſich zur Beute nahm. Wie ein elektriſcher Schlag durchzuckte die Trauerkunde Jeden, der den Erhabenen gekannt hatte, denn Jeder, der ihn ge⸗ kannt hatte, hatte ihn auch geliebt von Herzen, eben weil er erhaben war in Geſinnung, Wort und That; Jeden wollte es bedünken, als wäre ihm in des Herrn Grafen erlauchter Perſon ein lieber treuer Freund verblichen. Und war er das nicht Allen, die das Glück hatten, mit Ihm in irgend einer Beziehung zu ſtehen, vorausgeſetzt, daß ſie das Rechte und Gute wollten? war Er nicht beſonders euer Freund, ihr Armen in Nahe und Ferne, die Ihr ſo oft den Segen aus Seiner ſtets offenen Hand empfienget, die Ihr namentlich in der Noth des vorigen Jahres ſo häufig Zei— chen Seiner Herzensgüte und Erbarmung erhieltet? O man konnte recht ſehen, wie Viele durch den Tod des erlauchten Herrn Grafen ſchmerzlich berührt wurden, wenn man der Be— ſtattung Seiner irdiſchen Ueberreſte, die am 21. d. M., Abends um 4 Uhr, erfolgte, beiwohnte. Von allen Orten der Um⸗ gegend ſtrömten zahlreich die Bewohner in Aſſenheim zu— 928 9 8 421. ſammen und Tauſende begleiteten die Bahre, auf welcher der Leichnam ruhte, zur Gruft. Voraus giengen die Die— ner des Hauſes, dann die anweſenden Geiſtlichen meiſtens in Amtstracht, dann der Kammerdiener des Verſtorbenen mit den Orden auf ſeidenem Polſter. Hierauf der Sarg. Nach ihm zunächſt, außer den beiden Erl. Brüdern des Hohen Verſtorbenen, die Durchl. Fürſten von Solms-Lich und Yſen⸗ burg⸗Büdingen und Se. Erl. der Graf von Solms-Laubach, dann die höchſten Beamten des Kreiſes Friedberg ſammt Allen, die theils die Freundſchaft, theils die Dankbarkeit, theils ihr Dienſtverhältniß mit dem Hingeſchiedenen verbunden hatte. Am Grabe ſprachen nach einander Herr Pfarrer Bornagius von Aſſenheim und Herr Dekan Thudichum von Rödelheim, Beide Worte voll tiefer Rührung, inniger Liebe und beruhigender Kraft.— Als man den Sarg hin⸗ unter ließ in die kalte gemauerte Gruft, und ich dachte noch einmal daran, wen man da begrabe, und ſah im Kreiſe herum und ſah unter den Hunderten, die da ſtanden, kaum ein Ange trocken und wiederum dachte ich daran, wie Viele, unter ihnen auch Einſender dieſes, dem Hohen Verſtorbenen zu heißem Danke verpflichtet ſeien, da Er ihr Lebensglück ſo oder anders hatte gründen helfen, da fiel mir unwill⸗ kührlich das zwar einfache, aber tief gefühlte Lied ein, das einſt ein deutſcher Dichter am Grabe ſeines Vaters ſang: Friede ſei um dieſen Grabſtein her! Sanfter Friede Gottes! Ach, ſie haben Einen guten Mann begraben, Und mir war er mehr; Träufte mir von Segen, dieſer Mann, Mio oin mildor Storn aus boſſern Welten! Und ich kann's ihm nicht vergelten, Was er mir gethan. Er entſchlief; ſie gruben ihn hier ein. Leiſer, ſüßer Troſt, von Gott gegeben, Und ein Ahnen von dem ew'gen Leben Düft um ſein Gebein! Bis ihn Jeſus Chriſtus hoch und hehr, Freundlich wird erwecken— ach, ſie haben Einen guten Mann begraben, Und mir war er mehr. Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung. (Aus dem Kreiſe Grünberg.) Nachdem das Decanat Grünberg ſchon vor längerer Zeit ſich dem oberheſſiſchen Zweigvereine angeſchloſſen hatte, wurde durch die Geiſtlichen, auch die Theilnahme der Ge⸗ meindeglieder in erfreulicher Weiſe gefördert. So ſind in der Stadt Grünberg 411 Mitglieder aus allen Stän— den beigetreten, deren Beiträge die Summe von 136 fl. 50½ kr. erreichen. Auch in den kleineren Gemeinden Stangenrod, Lehnheim, Queckborn und Lauter hat ſich ein reges Intereſſe für die Sache des Vereines an den Tag gelegt*). 5 der Ger we Safe e e auffallen, daß in vielen Städten z. B. auch in Butzbach, deſſen Bewohner doch erſt neulich durch das Conzert für Großlumda ihren Verſchiedenes. * Eben las ich gerade in der Bibel und zwar im Evangelium des Lukas Kap. 16. die Geſchichte von dem reichen Manne und dem armen Lazarus. Da ſteht u. A. im V. 21.„doch kamen die Hunde und leckten ihm(dem Lazarus) ſeine Schwären.“ Als ich noch las, ward ich gerufen zu einem Geſchäfte außerhalb des Hauſes. Ich ging und kam an einer Schenke vorüber, in welcher viele Schub kärrner einzukehren pflegen. Auch jetzt ſtanden vor dem Hauſe einige Schubkarren, mit Hunden beſpannt, von denen namentlich einer, der eine ſchwere Laſt hinter ſich zu haben ſchien, mit ausgeſtreckten Beinen auf dem Boden lag und vor Durſt und Erſchöpfung weit die Zunge aus dem Maule hängen ließ. Als ich gerade dem armen Thiere, das ſeiner Beſtimmung ſo ganz zuwider verwendet war und ſchon da— rum mein Mitleid in Anſpruch nahm, gegenüber war, trat ſein Herr aus der Thüre der Schenke mit einem Kübel voll Spülicht, Brodſchnitten und Kartoffelſtücken. Das Thier mochte ſchon lange nichts mehr gefreſſen haben, denn in gieriger Haſt ſprang es auf und, ſoweit es die Stricke, mit denen es an den Karren gefeſſelt war, geſtatteten, ſeinem Herrn entgegen. Aber ach! eben in ſeiner Haſt ſtieß der, Hund an den Kübel und der Kübel— den der Mann nicht recht feſt gehalten hatte— fiel auf den Boden.„So ſoll dich denn ein...“ ſchrie der Mann, trat mit ſeinem rech⸗ ten Fuße dem Hunde in die Weichen und ſchlug ihm mit der Fauſt zweimal auf den Kopf. Der Hund wimmerte und kroch unter den Karren. Er mochte jetzt auch die auf dem Boden liegenden Brocken nicht freſſen. Unter dem Kar— ren lag er mit gebrochenen Augen und wimmerte fort und fort. Ich geſtehe meine Sache: als ich dieſe Scene ſah, kamen mir die Thränen in die Augen; ich gieng nebenan in das Metzgershaus und kaufte dem Hund ein tüchtig Stück Wurſt, und den Blick, mit dem das Thier mich an⸗ ſah, als ich ihm die Wurſt vorwarf, werde ich nie ver— geſſen.— Aber ſage, lieber Leſer, möchte man die Hunde, die nach der Erzählung des Evangeliums dem Lazarus ſeine Schwären leckten, nicht beneiden um ihre Herzen für die Menſchen, die dem Schubkärrner, von dem ich eben er— zählt habe, gleich oder ähnlich ſind? Und wie viele ſind ihrer!!—— 1. .* Was ich dir von dem Hunde und dem Schubkär⸗ ner erzählt habe, das ſollte dich, lieber Leſer, nur zum Mit⸗ gefühle für die Freuden und namentlich die Leiden auch der Thierwelt ermuntern und den Entſchluß in dir wecken, nie, nie in deinem Leben durch muthwillige und rohe Mißhand— lung irgend eines Geſchöpfes den Schöpfer ſelbſt beleidigen zu wollen; es ſollte dich aber nicht mit einem Gefühle der Verachtung gegen das menſchliche Geſchlecht erfüllen, denn wiewohl gar Viele dem Schubkärrner ähnlich ſein mögen, ſo gibt es doch auch Viele anderer Art und anderen Ge— fühls. Zum Beweiſe dafür will ich dir eine Geſchichte er— zählen, die ich neulich wieder geleſen habe und die über— ſchrieben iſt: der todte Eſel. Ein deutſcher Bauer, dem zwei Söhne an den Blattern geſtorben waren, wallfahrtete, um(wie er meinte, auf die beſte Weiſe) Gott ſeinen Dank für die Erhaltung ſeines dritten Sohnes zu beweiſen, nach St. Jago in Spanien und legte die ganze Reiſe hin chriſtlich proteſtantiſchen Sinn bewieſen haben, noch gar nichts für dieſelbe geſchehen iſt. Hoffentlich find es nur momentane Hinderniſſe, die den Anſchluß der Bewohner Butzbachs und vieler anderer größe⸗ rer Orte verzögern.— Auch in dem kleinen Orte Beienheim hat ſeit der zuletzt in d. Bl. gegebenen Nachricht der Guſtav⸗Adolf⸗Ver⸗ ein elf neue Mitglieder bekommen. D. Red. 1— Ader Lor! 0 5 Cullen Jurte *——— 3 9 Uirchenbuchs; gane B 4. Der ſieſge&. Kuma Woll 3 und Ackerr ers und? 5 ſabetha kalt, Bürgers und a 13. Johannes Sur err berg, und har Johann Conte licher lediger des Conrad 8 Gaurgerd dab 18. Guſtan D weiland Jet manns dahl Löwer, des Gemeinderat lebige Tochte — Bekauntmach ho Narnn Garten= (337) Montag der tags um 11 Ubr, ſtehen dez Ludwig 5 haltende Garten in bannes Koch und 1 rain gelegen, je gag inden, getheilt od lend perſteigert wer Friedberg den? Der Ediet „ Ls Schuldenweſer Mer, W leber das ſüſnauns Chrisi mae j 6 0 Au und Mi deſen* daher ale v Grunde 9 ung eie elenige ſrüche bi umern der Leiche und weinte. 5.* 907 R und her auf ſeinem Eſel zurück. Als er der Heimath ſchon der nahe war, ſtarb der Eſel und trauernd ſaß der Bauer Da gieng ein Reiſender über und als er den Grund der Trauer des Mannes etſahren hatte, ſagte er zu ihm:„einen Troſt wenigſtens 8 bot Ihr, mein Freund, bei dem Verluſt eures armen Thie— rei: Hrr.“„Ach, ſagte der Trauernde, ich dachte es, als er nich am Leben war— aber jetzt, da er todt iſt, denke ich afders. N miner Leiden zuſammen war zu viel für ihn. ich bin überzeugt, Ihr wart ihm ſtets ein barmherziger Ich fürchte, das Gewicht meines Korpers und Es hat die Tuge des armen Geſchöpfes abgekürzt, und ich fürchte, ich habe es zu verantworten.“— Der Mann, der dieſe Ge— r 1 Las 7 5 ſchichte erzaͤhlt“), macht dazu noch die Bemerkung: Schande uͤle Seele ihren Eſel liebte,— es wäre doch etwas!—— r die Welt!— liebten wir einander nur, wie dieſe arme wohl etwas!— Der Eugländer Lorenz Sterne(geſt. den 18. März 1768.) in: Norick's empfindſame Reiſe durch Frankreich und Italien. 1 2 — Kirchenbuchs-Auszug vom Februar 1844. Laubach. Getraute: Der hieſige Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Konrad Wöll III., des Johann Konrad Wöll II., Bür— gers und Ackermanns ehelicher lediger Sohn, und Eli— ſabetha Lauth, des weiland Johann Wilhelm Lauth, Bürgers und Ackermanns dahier, eheliche ledige Tochter. Johannes Suppes, Ortsbürger in Sellnrod, Kr. Grün— berg, und herrſchl. Branntweinbrenner dahier, des weil. Johann Conrad Suppes, Ortsbürger in Sellnrod, ehe— licher lediger Sohn, und Katharina Eliſabetha Döll, des Conrad Friedrich Eberhard Döll, Bürgers und Gärtners dahier, auſſereheliche Tochter. Chriſtian Diehl, Bürger und Ackermann dahier, des weiland Johann Wilhelm Diehl, Bürgers und Acker— manns dahier, ehelicher lediger Sohn, und Magdalena Löwer, des hieſigen Bürgers und Ackermanns, auch Gemeinderathsmitgliedes Konrad Löwer IV., eheliche ledige Tochter. 99 25. 23. 44 Konrad Lauth, Bürger und Ackermann dahier, des Jo— hannes Lauth I., Bürgers und Ackermanns dahier, ehelicher lediger Sohn, und Eliſabetha Chriſtiane Diehl, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Ludwig Diehl eheliche ledige Tochter. Getaufte: Dem Buͤrger und Zimmermann Johann Konrad Laut ein Sohn, Johannes, geb. den 10. Januar. Dem Bürger und Frauenſchneidermeiſter Johann Fried— rich Seitz eine Tochter, Kartharina Margaretha, geb. den 24. Jan. Dem Bürger und Metzgermeiſter Johannes Kratz eine Tochter, Louiſe, geb. den 13. Jan. Dem Bürger und Weißbinder Johann Konrad Silß ein Sohn, Chriſtian Auguſt, geb. den 3. Febr. B Herr Johann Adam Kratz, geweſener Buͤrgermeiſter, alt 69 Jahre, 8 Mon. und 11 Tage, 5 den 2. Febr. Eliſabetha Löwer, des geweſenen Bürgers und Maurer— meiſters Gottfried Chriſtoph Löwer hinterlaſſene Wittwe, geb. Peter, alt 58 Jahre, 7 Mon. und 11 Tage, 1 den 10. Febr. Johannette Wilhelmine Eleonore Gäbitſch, des geweſe— nen Hutmachers Gottlob Gäbitſch hinterlaſſene Wittwe, geb. Schneider, alt 76 Jahre u. 3 Mon. f d. 20. Feb. Aufforderung. Die auswärtigen Mitglieder des Wetterauer Zweig⸗ Vereins der Guſtav-Adolf-Stiftung werden hiermit erſucht, mir ihre Beiträge pro 1844 bis ſpäteſtens zum 10. April a. C. einzuſenden. Friedberg den 25. März 1844. C. Wahl, Caſſier. Milde Gaben. Ferner find für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ gegangen: durch die Vermittlung des Hrn. Oberfeldwebel Edling 1 fl. 49 kr D. Red. Bekanntmachungen von Be⸗ können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf 2) Ein Kochherd mit 3 Töpfen und 1 Waſ⸗ ſerſchiff, und * hörden. ccc NN Garten-Verſteige rung. (337) Montag den 1. April l. J., Vormit⸗ ags um 11 Uhr, ſoll auf freiwilliges An— ehen des Ludwig Hofmann, deſſen 104 Rth. haltende Garten in der 9. Gewann, an Jo⸗ zannes Koch und Ph. Werner im Schützen⸗ cain gelegen, je nach dem ſich Liebhaber vor— finden, getheilt oder ganz öffentlich meiſtbie— tend verſteigert werden. Friedberg den 21. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. Das Schuldenweſen des Chriſtian Zickendrath dahier. (32220) ueber das Vermögen des vorhinigen Kaufmanns Chriſtian Zickendrath dahier hat Gr. Hofgericht zu Gießen den förmlichen Con— curs erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an dieſe Maſſe bilden zu Montag den 22. April l. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Liquidationstermin entweder per— ſönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte an- zuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt ohne beſonderes Präcluſivdecret von dieſer Maſſe ausgeſchloſſen werden. Gleichzeitig ſoll in dieſem Termine angele— gentlichſt die Güte verſucht werden, und wer— den in dieſer Beziehung die Nichterſchienenen als dem Beſchluſſe der Mehrheit beigetreten angeſehen. Grünberg am 29. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welck er. Bekanntmachung. (313) Die zur Concursmaſſe des Pachters Johannes Thaler dahier gehörige und bei der am 16. Auguſt 1843 abgehaltenen Verſteige— rung nicht genehmigte Gegenſtände, als: 1 Ein Branntweinbrennerei-Geſchirr, beſte— hend in 2 Keſſeln, 3½ und 1½ Ohm haltend, 3 Hüten, 2 Schlangenröhren, 3 Einmaiſchbütten, 1 Wärmbütte, 2 Kühl⸗ fäſſern, 1 Kartoffelfaß mit Mühle und 1 Trubpumpe; 3) Ein Schweinſtall auf den Abbruch, ſollen Freitag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Bemerkt wird aber, daß im Falle zum geſammten Branntweinbrennereigeſchirr ſich keine Steigluſtigen einfinden, daſſelbe im Einzeln verkauft wird. Obererlenbach den 19. Marz 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Gr. Buürgermeiſtervicar Ohmeis. Gärten-Verſteigerung. (340) Montag den 1. April l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wollen die Erben des verlebten Adam Schuſter in hieſigem Rath— hauſe ihre Gärten, als 40 Ruthen Garten an Heinrich Salzmann und 40 Ruthen Garten an der Langgaſſe einer nochmaligen Verſtei⸗ gerung ausſetzen und den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Auch ſoll der Garten in der Langgaſſe zuerſt in zwei Theilen und dann im Ganzen dem Verkaufe ausgeſetzt werden. Friedberg den 21. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holz ⸗Verſteigerung. (345) Donnerſtag den 28. l. M. ſollen in dem hieſigen Gemeindewalde 52 eichen Bau⸗ und Werkſtämme, 3360 Cubf. haltend, von vorzüglicher Güte und beſonders für Wagner geeignet, ſowie g in 18½ Stecken eichen Prügelz, 10 Stock⸗ und 24 5 1 Reiſerholz, verſteigert werden. 2 Die Zuſammenkunft iſt bei der Waldhütte und der Anfang des Morgens 9 Uhr. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes öffentlich und beſonders den Wagnern bekannt machen zu laſſen. 5 Wölfersheim den 19. Marz 1844 Der Grßh. Heſſ. Bürgermelſter All wohn. Holz- Verſteigerung. (863) Montag den 1. April, Morgens 8 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Ober⸗ rosbach, Diſtrikt alter Heegwald, Sang und große Johanneshecke: 1) 3 Stecken nadel Scheitholz, e e 3) 47 7.* Stockholz, 4) 120%„, buchen Stockbolz, 5) 981 Stück Wellen nadel Reiſerholz, 6) 10 Läſte Leſeholz, 7) 267% Cuͤbikfuß nadel Stangenholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Sang vor dem Wald. Oberrosbach den 2. März 1844. f Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. 7 7. Bekanntmachung. (8600 Nachdem Ludwig Meder von Grü⸗ ningen einer Curatel ſich freiwillig unterwor⸗ ſen und für denſelben Ebriſtign Isheim Jun. und Samuel ice er von Grüningen als Cu; ratoren verpflichtet worden ſind, ſo wird ſol— ches zur Kenntnißnahme unter dem Anhang öffentlich bekannt gemacht, daß für die Zu⸗ kunft glle Handlungen des Ludwig Meder ohne Einwilligung der genannten Curatoren unverbindend ſind. Hungen den 21. März 1844. N 5 Gr. Heſſ. F. S, Landgericht Hofmann. Draudt. Bekanntmachung. (365) Montags den 1. April d. F., Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll auf der Braunkohlengrube Wilhelms⸗ Hoffnung bei Dornaſſenbeim eine Parthie altes Grubenholz und Späne öffentlich verſteigert werden, wozu man Luſt⸗ tragende hiermit einladet. 3 Dornaſſenheim am 22. März 1844. Fr. Schmidt, Bergverwalter. 2* 37* Acht traͤchtige Rinder (866) verſchiedner edler Race, wovon die meiſten in kurzer Zeit kalben, ſöllen Dienſtag den 2. April d. J., des Morgens 16 Uhr, unter den bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, in hieſigem Oekonomie-Hofe ver. ſteigert werden. ÜUtphe den 20. März 1844. Der Gräfl. Verwalter Krick. NN ι.ιιιε N Privat Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis (335) guf der breiten Straße iſt an eine ſtille Haushaltung zu vermiethen bei Adam Feiling, Schreinermeiſter. ri 100. Grünwagenſchmier, (8800) welche auch für eiſerne Achſen zu gebrauchen iſt, iſt ſtets zu haben bei Siegmund Simon, in der Uſa⸗Vorſtadt neben Hrn. Salzmann. Friedberg im März 1844 Verſteigerung eines Bienenſtandes. (367) Pertheilungshalber will eine hieſige Geſellſchaft ihren gemeinſchaftlichen, 35 Frank. furter Schuh langen, verſchließbaren Bienen⸗ ſtand von tannen Holz mit rothem Oelfarb⸗ anſtrich und mit Ziegeln gedeckt, nebſt 13 Strohmagazinen, 5 Strohkoͤrben und 17 Stück Flugbretter, alles vor einigen Jahren erſt neu angeſchafft und noch in beßkem Zuſtande, Montag den 1. April l. J., Vormiktags 10 Uhr, in dem Garten des Glaſermeiſters Pfeil dahier einer öffentlichen Verſteigerung aus— ſetzen. 7 Indem Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden, wird noch bemerkt, daß ſich dieſer Stand auch recht gut zu zwei kleineren Bie⸗ nenſtänden einrichten läßt. Reichelsheim den 21. März 1844. J. Schmid. Tanz unter b ſſch t. (368) Ich beehre mich hiermit ergebenſt an— zuzeigen, daß ich mit dem III. Cours des oben erwähnten Unterrichts in dem Saale des Herrn Gerſach künftigen Donnerſtag den 28. März beginnen werde, und erſuche hiermit alle Eltern, welche mir ihre Kinder noch zu dieſem Unterrichte anvertrauen wollen, bald möglichſt bei mir, in meiner Wohnung bei Hrn. Schuhmachermeiſter Heß, gefällige An⸗ zeige zu machen. Worret, Tanzlehrer. Verkauf auf den Abbruch— (869) Donnerſtag den 28. d. M., Morgens 10 Uhr, will unterzeichneter nochmals einen Stall mit Tanzboden, ein Brennhaus, einen Schoppen und eine große Scheune verſteigern laſſen. Auf ein annehmbares Gebot ſoll die Genehmigung ſogleich erfolgen. Chriſtian Wenzel in Bönſtadt. Ein geſitteter junger Menſch (3870 von braven Eltern, welcher das Kellner⸗Geſchäft zu erlernen wünſcht, kann ſogleich placirt werden. Bei der Expedition d. Bl. iſt Weiteres zu erfragen. Ein zweithüriger Kleiderſchrank (371) von Eichenholz und maſſiv gearbeitet iſt billig zu verkaufen bei Schreinermeiſter Falck. Ein vollſtändiges Logis, (372) das ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen f David Herold, Schuhmachermeiſter. Empfehlung. (873) Für zwei pferde, welche mir in kur⸗ zer Zeit gefallen ſind, wurde mir ſehr bald von der Ceres⸗Bank zu Frankfurt, in welcher Anſtalt ſolche verſichert waren, die ſtatuten⸗ mäßige Entſchädigung geleiſtet. Ich halte mich daher verpflichtet, dieſes pünktliche Verfahren öffentlich anzuerkennen, und die Anſtalt, für welche Herr Valentin Wießler in Butz⸗ bach die Verſicherung ſowohl, als auch Aus⸗ zahlung der Schaden für die Umgegend be⸗ ſorgt, der Aufmerkſamkeit der Viehbeſitzer beß⸗ tens zu empfehlen. Wiſſelsheim im Marz 1844. Jacob Schultheis, Pachter. Vocal u. Inſtrumental⸗Coneert. (370 Der unterzeichnete iſt geſonnen, Frei tag den 29. d. M. im Saale des Hrn. Ger— lach ein Vocal- u. Inſtrumental⸗Concert zu ge— ben, und ladet zu deſſen Theilnahme hierzu erge— benſt ein. Er glaubt um ſo mehr einen zahl reichen Zuſpruch von Seiten des hieſigen Publi⸗ kums erwarten zu dürfen, als er ſich, unter, ſtützt von ſeiner Tochter und mehreren aner— kannten Künſtler und Dilettanten, etwas Au⸗ ßergewöhnliches bieten zu können ſchmeichelt. Der Eintrittspreis für einzelne Billets iſt 30 kr., für Familien pr. Billet 24 kr. An⸗ fang um 7 Uhr. Das Nähere beſagt das Programm. Bil⸗ lets ſind um 6 Uhr an der Kaſſe zu haben. J. Rudersdorff, Concertmeiſter. Herr Concertmeiſter Rudersdorff und deſſen Fräulein Tochter, erſte Sängerin der frankfurter Bühne, ſind dem hieſigen Publikum wohl hinreichend in ihren außerordentlichen Leiſtungen durch öffentliche Blätter bekannt, als daß ich noch zur Empfehlung derſelben etwas anzufügen wüßte. 5 Thurn, Seminarlehrer. Ein Familienwagen (875) fährt in der Nacht vom Mittwoch den 27. auf Donnerſtag den 28. d., M. von hier nach Grünberg. Diejenigen, welche mit⸗ zufahren geſonnen ſind, erſucht man, ſich bei Hrn. Chriſtoph Engel auf dem Markt zu melden. Bekanntmachung. (376) Der unterzeichnete macht bekannt, daß er dahier als Thierarzt prakticirt. Auch erſucht er die Bürgermeiſter der aus ländiſchen Ortſchaften, ihren Gemeinden bekannt zu machen, daß auf Verfügung herz. Amts die Beſichtigung und Scheine für die von den Herz. Naſſauiſchen Beſchälern zu belegenden Stuten nur allein von ihm ausgefertigt werden. Reichelsheim den 13. Februar 1844. a Thon, Thierarzt, f wohnhaft bei Hrn. Gaſtwirth Stier. Stahlſtiche. Folgende Stahlſtiche ſind bei C Binder⸗ nagel in Friedberg vorräthig: f. Manfred v. Rahl 18“ hoch 14“ breit 3 36 Jack in Office, v. Metzeroth, 13“ hoch 17½½“ breit N 3 36 Rom, v. Gmelin, 19“ h. 28“ br. 5 24 Veſupv, v. Gmelin, 19“ h. 28“ br. 5 24 Battle at Bunkershill, v. Nord— heim, 21“ h. 32. br., 14 24 Seeſchlacht, v. C Döbler, 18“ h. 2 br., 10 48 Napoleon's Abſchied, v. Kininger, Ab e 6— Napoleon's Rückkehr, v. Kininger, br, 6— Holländ. Bauernfamilie, v. F. Poppel, h, 3 36 Fröhliche Bauern, v. J. Poppel, 1976 1% br., 3 36 Fahnenkampf, v. Gaiger, 18“ h. 147%. 1 48 Neapel und Veſup, v. Frommel, 14“ h. 20“ br., 3 36 Rom, v. Ffommel, 14“ b. 20 br., 3 36 Spitzenklöppnerin, von Kininger, 15“ h. 12“ br., 2 24 Venedig, v. G. A. Müller, 21“ h. 25“ br., Mädchen von Saragoſſa, 20“ h. 24 br., 8 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 20 Alle Juſerate, 5 aſhennehtal, alle, werden in 1 ele 4 kr, fun Zugleie 1 ni 1 f. durch Am! Der 0 FW un die Großh. Betreffend: Das relſen Ich weiſe E ochſte Verordnung wandhaben. Zuglei ſchfüͤhren der Wa ſigtenen Hauſtrens Friedberg 1 2 96 Aufſuchen von udo m. Jon Heſſen und Um den Bes and Weiſe des J Handelsreiſende a ſſud, wird hiermit 9. 1. Den af groben und J n p ſuchen und bel Kauf- i Amen, w. laub Ha n 0 f digen coe