durgt de ige und al r. Boden Intelligenz“ hatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an die Gr. Heſſ. resp. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Den Ankauf der Remontepferde im Land. Nach einer eingelangten höchſten Verfügung iſt der An— kauf von Remontepferden in der Provinz. Oberheſſen für die Zukunft ausgeſetzt, weil ſeither nur etwa ½ des Be⸗ darfs an Remontepferden für das Garderegiment Chevaux— legers in dieſer Provinz bat angekauft werden können, was mit den entſtehenden Koſten in keinem Verhältniß ſteht. Der Grund, daß nur ſo wenige zum Militärdienſt taugliche Pferde bei dem jährlichen Ankaufe in der hieſigen Provinz, vorgeführt wurden, ſoll ſicherem Vernehmen nach davon rüh⸗ ren, daß in der Regel die durch das Landgeſtüt gewonne— nen Pferde von den Pferdezüchtern als ganz junge Fohlen verkauft worden. Wir wiederholen demnach die ſchon mehr— fach an Sie gerichtete Aufforderung, ſich eifrigſt darin zu bemuͤhen, daß größere Sorgfalt auf die Pferdezucht ver— wendet, daß namentlich die durch das Landgeſtüt gewonne— nen Pferde nicht ſchon zu frühe als junge Fohlen verkauft werden, und daß dann ſpäter, wenn man die Ueberzeugung haben kann, daß eine größere Anzahl ganz tauglicher Pferde vorgeführt werde, der Ankauf von Remontepferden auch in der hieſigen Provinz wieder eingeführt werde. Friedberg, Grünberg und Hungen den 16. Januar 1843. Küchler. Ouvrier. Follenius— Dieſelben an dieſelben. Die portofreie Beförderung der Geldſendungen an die Gr Landeswaiſenkaſſe, gegen Entrichtung eines jährlichen Aver⸗ ſums an die Poſtkaſſe. g Nach einer mit der Generaldirection der Großh. Heſſ. Poſten abgeſchloſſenen Uebereinkunft genießen alle, in die Gr. Landeswaiſenkaſſe dahier, ſowohl von weltlichen, als auch von geiſtlichen Behörden eingeſendet werdenden Collecten— Betreffend: 27. Januar und Büchſengelder, ſowie Geſchenke und Vermächtniſſe, die mit der Poſt befördert werden, vom 1. Januar 1844 an, Freiheit von Einſchreibgebühren und Porto. Die Pakete müſſen aber mit der Aufſchrift:„Waiſen-Col— lecten“ oder„Waiſen-Büchſengelder“ oder„Waiſen⸗ Geſchenke“ oder„Waiſen-Vermächtniſſe“, je nach deren Inhalt, und mit der Unterſchrift und dem Dienſtſiegel des Abſenders verſehen werden. Wird dieſes verſaͤumt, oder iſt die Bezeichnung, auch nur nicht ganz nach der Vorſchrift abgefaßt: ſo haben es ſich die Abſender ſelbſt zuzuſchreiben, wenn Porto erhoben wird und dieſes von ihnen bezahlt werden muß. Sie werden ſich daher genau hiernach bemeſſen, und zugleich die Gemeindeeinnehmer, Armen und Stiftungsfonds⸗ rechner davon in Kenntniß ſetzen. Friedberg, Grünberg und H ungen den 16. Januar 1844. Küchler. Ouvrier. Follenius. Dieſelben an dieſelben. Betreffend: Anſchaffung von Sämereien. Wir beauftragen Sie nachſtehend abgedruckte Bekannt machung des Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins der Provinz Oberheſſen zur Kenntniß der Landwirthe zu bringen, und auf Sämereien gemacht werdende Beſtellun— gen uns bis zum 20. Februar anzuzeigen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 17. Januar 1844. Küchler. Ouvrier. Bekanntmachung, Gelegenheit zum Bezug von Luzerne- und Espar— ſetteſamen betreffend. Ausſchuß des landwirthſchaftlichen Vereins von Oberheſſen hat in der Sitzung am 11. Dezember v. J. be⸗ ſchloſſen, für das Jahr 1844 den Landwirthen der Provinz den Bezug von Lucerneklee- und Esparſetteſamen in der Art zu erleichtern und ſie dabei zu unterſtützen, daß der Verein Beſtellungen hierauf annimmt, den Samen aus den beſten Quellen ſich zu verſchaffen ſucht und ihn, unter Ueber nahme der Transportkoſten, zur Abholung an einem den Beſtellern gelegenen Orte ſtellt, und dabei nur den Erſatz der eigentlichen Ankaufspreiſe zur Bedingung macht. Follenius. Der N Indem man dieſen Beſchluß zur Kenntniß des land— wirthſchaftlichen Publikums bringt, bittet man, Beſtellungen ſpäteſtens bis Ende Februar d. J. um ſo gewiſſer hier⸗ her gelangen zu laſſen, als ſpäter auf deren Effectuirung mit Sicherheit nicht mehr gerechnet werden könnte. Gießen, den 5. Januar 1844. a 8 Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins für Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis. Das Großh. Heſſ. Landgericht Gruͤnberg an die ſaͤmmtlichen Großh. Buͤrgermeiſter des Land— gerichtsbezirks. Betreffend: Das gerichtliche Erekutlonsverfahren bei gepfändeten Mobilien. Ich habe hin und wieder bemerkt, daß die am Schluſſe meines, in rubrizirtem Betreffe an Sie erlaſſenen, General— ausſchreibens vom 28. Mai v. J.(Beilage zu Nr. 43 des Intelligenzblattes) vorgeſchriebenen Friſten für Einſendung der Verſteigerungsprotokolle nicht pünktlich eingehalten und hierdurch Erinnerungen und Strafverfügungen nothwendig werden. Um Sie daher vor Nachtheilen zu bewahren, mache ich Sie auf den Juhalt des erwähnten Generalausſchreibens unter dem Anfügen hierdurch wiederholt aufmerkſam, daß den Säumigen ohne weitere Erinnerung die Ordnungs- ſtrafe von 30 kr. treffen muß. Es iſt ſodann in neuer Zeit an manchen Orten zur Gewohnheit geworden, bei Pfandverſteigerungen nicht zu bieten. Die dieſem Nichtbieten zu Grunde liegende Abſicht, die Schuldner zu ſchonen, wird nicht erreicht, vielmehr er— wachſen den letzteren durch das Verbringen und Verſteigern der Pfänder an anderen Orten ſehr bedeutend vergrö— ßerte Koſten. Wenn Sie dieſem Umſtand, ſowie den nachtheili— gen Einfluß auf den Credit des ganzen Orts Ihren Gemeindeangehörigen pflichtmäßig vorſtellen, ſo wer— den die Pfandverſteigerungen in Zukunft gewiß überall um ſo günſtigeren Erfolg liefern, als keine anderweite Gründe zum Nichtbieien vorliegen. Grünberg den 20. Januar 1844. W Zur wetterauer Chronik. Am 17. Januar d. J. Nachts zwiſchen 11 und 12 Uhr wurden die Bewohner von Obererlenbach, Kreiſes Fried— berg, durch den Schreckens-Ruf: Feuer! aufgeweckt. gemeinſchaftliche Scheuer der beiden Ortsbürger Simon Brauburger und Kaspar Borig ſtand in hellen Flam— men. Bei dem ſchnellen Umſichgreifen des Feuers konnte trotz der ſchnell herbeigeeilten Einwohner Nichts in der Scheuer gerettet werden. Ein ſchmerzlicher Verluſt traf ins— beſondere den Simon Brauburger. Derſelbe verlor durch den Brand nicht nur ſeine ſämmtlichen Futterkräuter, ſon⸗ dern auch 2 werthvolle Kuͤhe, 2 Rinder, 2 Ziegen, 1 Wa⸗ gen und alle Ackergeräthſchaften wurden ein Raub der Flammen.) Durch den ausgezeichneten Eifer der Einwohner, 7.. f N F Kurzem auch durch den Verlust ſeiner Frau, die ihm eine zahlreiche Familie zurückgelaſſen hat, heimgeſucht worden iſt, ſo liegt hier ein Die 30 38. und durch die dankenswerthe Thätigkeit der Löſchanſtalten wurden größere Verheerungen des Feuers abgewendet. Die ganz in der Nähe ſtehenden Gebäude wurden größtentheils gerettet, und in kurzer Zeit wurde man des verheerenden Elementes Meiſter. 1 5 Möge die göttliche Vorſehung ähnliches Unglück von allen Menſchen ferne halten! N. Die Uſinger Gamaſchen. (Ein offenes Sendſchreiben an den Herrn Redacteur dieſer Blätter.) Verehrteſter Herr! Wie gewiß jeder Ihrer vielen Abon— nenten, ſo ehre ich die gemeinnützige Tendenz Ihres Intel— ligenzblattes und da Sie ſo gütig waren, mir zu erlauben, zu den Bewohnern der Wetterau ein freundliches Wort zu reden, ſo mache ich auch diesmal von Ihrer Güte Gebrauch.— In unſerm Herzogthum Naſſau ſtehen die Gewerbe wohl um ein halbes Jahrhundert hinter denen des Großherzog— thums Heſſen zurück. Wir haben keinen Gewerbverein, wir haben keine Gewerbſchulen, wir haben keine Induſtriehallen.— Ein großer Theil der naſſauiſchen Bevölkerung ſehnt ſich nach dieſen nützlichen Anſtalten, deren Vortheile Heſſen ſchon ſeit langen Jahren empfindet.— Die Mehrzahl der Fabri ken namentlich im Amt Uſingen ſchmachtet ohne Ausſicht auf beſſere Zuſtände.— Unſere Nagelſchmiede zu Schmitten und Reiffenberg, welche bis in die neueſte Zeit viel Waare in die Wetterau geliefert haben, klagen entſetzlich, daß ſie unter dem Drucke der neuen Nagelmaſchienen zu Nieder— urſel und Bockenheim nicht beſtehen können, aber ſie hoffen, daß man die Unbrauchbarkeit der Maſchienennägel bald allenthalben wahrnehmen werde.— Nur ein Induſtriezweig hebt ſich gewaltig und auf's erfreulichſte in unſerer Gegend und das ſind die berühmten„Uſinger Gamaſchen.“— Ich muß es unbedingt dem wohlthätigen Einfluſſe Ihres geehrten Blattes zuſchreiben, daß dieſelben ſeit einigen Jah— ren in der Wetterau und im Vogelsberg ſo großen Abſatz finden und allmählich dort zur Landestracht werden.— Man ſollte es kaum glauben, aber dennoch iſt es reine Wahr⸗ heit, daß allein im Amt Uſingen 20,000 Paare dieſer treff— lichen Waare in vorigem Jahre gefertigt und durch Hauſie— rer verkauft wurden. Dieſe Fußbekleidung iſt ſehr wohlfeil, dauerhaft und ſehr ſchön; ſie gewährt Schutz gegen Näſſe und Kälte und eignet ſich vortrefflich für Jaͤger, Bauern, Bergleute c.— Das Emporkommen dieſes nützlichen Ge— werbszweiges wäre ein großes Glück für unſere Gegend und um zu vermeiden, daß den Pfuſchern in dieſem Ge— werbe keine Gelegenheit gegeben werde, den Ruf der Waare zu untergraben, ſo empfehle ich, wie früher zu größeren und kleineren Beſtellungen die Herrn Fabrikanten Ohli zu Uſingen, Peter Eul zu Eſchbach und Chriſtoph Rupp zu Pfaffenwies bach. Fall vor, wo thätige Liebe nothwendig iſt. Die Unterzeichnete er⸗ bietet ſich daher, milde Gaben für den Simon Brauburger in Empfang zu nehmen und ſie an den Ort ihrer Beſtimmung gelan— gen zu laſſen; ſie wird jedes ihr zugekommene Geſcheuk am Ende dieſes oder des nächſten Monats im Int.⸗Bl. quittiren. Die Redaction. unte ** Güte Montag 30,0% 91 um baten 75 ſhelt üs,„ 15 15. Gulet (660 uf freiwi Frau Johannes Montag den 5. bon 9 Ubr al, il Güterſtücke, als 0 Rib. Garen an Rib. Gatten bor. Steuertommiſsar,“ an Wilhelm Holl kaulsgraben, 3 feld an Junge daſelbſt an daſeſbſt a feld 3 N. 33 Mil Friedr. Kauz 1 Malen im Groß Kth., an Dein Dachspfad an der Horn 1M. 1 5 an Heinrich Her Walt Witwe! 2 V. J Rib, 2 N. 11 Alb, 1 2 fh, an Alkmannſperger 2 alter Helmolt iuſer 1 U d. Bekanntmachungen von Be— Hels hoͤrden. N Güter Verſteigerung— von(50) Montag den 29. Januar l. J., Mor⸗ 9 zens um 9 uhr, ſollen in hieſigem Ratbhauſe uf freiwilligen Antrag der Erben des Johan— zes Berg nachbemerkte Güterſtücke öffentlich neiſtbietend unter vortheilhaften Bedingungen zerſteigert werden, als: 84% Ruthen Acker im Zroßwarthfeld an Heinr. Muhling, 84 Ruthen un Großgalgenfeld an Heinrich Salzmann II., 197 Ruthen daſelbſt an Ernſt Falck, 224 Ru⸗ 1 Abon hen im Lachenfeld an Philipp Preuſſer, 171 8 Ruthen daſelbſt aun E. Kath. Domſchütz, 42 n Ruthen Wieſen, Straßheimer Grund an F. k. Berg, ſodann 34½ Ruthen auf dem Krä⸗ ner in der Gemarkung Fauerbach an F. Ni— dt zu ſolai. Hierbei wird bemerkt, daß bei annehm⸗ edrauch garen Geboten die Genehmigung ſogleich er— peilt wird. ohl Friedberg den 14. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermelſter D. Fritz. Güter-Verſteigerung. (66) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der Frau Johannes Wasmuth's Wittwe ſollen Deſſen ſchan, Montag den 5. Februar l. I., Vormittags 1 185 zon 9 Uhr an, in hieſigem Rathhauſe deren Fabri⸗ Hüterſtücke, als: 1 Scheuer in der Seegaſſe, Rth. Garten an Katharina Wasmuth, 67 Rth. Garten vor dem Fauerbacher Thor an Steuercommiſſär Bingmann, 53 Rth. Garten in Wilhelm Goll, 41 Rth. Garten am Wild— autsgraben, 3 V. 38 Rth. im Großwarth— „daß ſſe eld an Jungfrau Jenkel, 1 M. 33 Rth. Acker gaſelbſt an Ludwig Klockengieſer, 3 V. 31 Rth. Ausſicht MPiede 9 8 3 850 u Kieder zaſelbſt an Heinrich Hanſtein, im Kleinwarth— ſie hoffen ſeld 3 V. 33 Rth., bei der Pfingſtweide an Friedr. Kautz 1 M. 1 V. 5 Rth., an Heinrich Hanſtein im Großgalgenfeld 1 M. 1 V. 2 Ath., an Heinrich Müller 2 V. 7 Rth., am Dachspfad an der Pfarrei 3 V., an Thomas Horn 1 M. 1 V. 28 Rth., an der Landſtraße in Heinrich Horn 2 M. 33 Rth., an Tobias Waltz Wittwe 1 M. 11 Rt., an Johs. Waas E V. 4 Rth., an Karl Reuß im Lachenfeld L V. 11 Rth., an Poſthalter Helmolt 1 M. V. 2 Rth., an der Steinrutſche an Caspar Alt mannſperger 2 M. 2 V. 20 Rth., an Poſt⸗ alter Helmolt 3 V. 7 Rth, an Adam Stein⸗ äuſer 1 V. 1 Rth. Wieſe im Strasheimer Brund, öffentlich an den Meiſtbietenden auf nehrere Zahlungstermine verſteigert und der zuſchlag bei annehmbarem Gebote ſogleich er— heilt werden. Friedberg den 17. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri tz. nagel bald duſtriezweig ter Gegend iſchen.“— fluſſe Ihres . 8 zen Jah⸗ Bekanntmachung. en Ge-(86) Nachdem die Frau des Heinemann Bamberger von Bellersheim die Erklärung ge— zeben, daß ſie gemeinſchaftlichen Handel mit hrem Manne nicht treiben und ſich damit ge— zen die Theilnahme an ſeinen Schulden ver— vahren wolle, ſo wird dieſes zur dienlichen ßeren Notiz veröffentlicht. Obi zu Hungen den 9. Januar 1844. . Gr. Heſſ. Fſtl. Solims⸗Bflsſches Landgericht upp Hofmann. Oeffentliche A ufforderung. 187) Johannes Feuerſtein von Stangenrod hat gegen Johann Georg Münch ur von Haarbach die nachfolgende Klage erhoben. Ausweißlich das von dem früheren Gr. Bür⸗ Dermeiſter Wilhelm von Göbelnrod errichteten Protocolls vom 2. Sept. 1842 hat mir der Beklagte den Reſt eines baaren Darlehns, 37 welchen ihm Chriſtoph Loth von Haarbach im Betrage von 204 fl. 1½ kr. perſchulden ſollte, fuͤr die Summe von 149 fl. 1¼ kr. käuflich abgetreten und ſich für die Richtigkeit dieſes Darlehns ausdrücklich haftbar erklärt. Ich habe ihm hierauf 40 fl. alsbald bezahlt, und bin ſofort gegen den Schuldner, weil er die Richtigkeit des fraglichen Darlehns nicht an— erkennen wollte, klagend aufgetreten, indeſſen mit meiner Klage rechtskräftig abgewieſen worden, indem der Schuldner den Beweis er— bracht hatte, daß er den fraglichen Betrag nicht als Darlehn verſchuldet, und daß er fer⸗ ner mehrere Zahlungen gemacht habe. Der Beklagte iſt in Folge dieſes Ausgangs des gegen den Schuldner Loth geführten Pro— zeſſes verbunden, mich rückſichtlich der abge— tretenen Forderung völlig ſchadlos zu halten. Meine Forderung an den Beklagten berech— net ſich folgendermaßen: fl. kr. 1) erhielt er auf den Kaufſchilling baar 40— welche ich mit Zinſen vom Tage der Auszahlung dem 2. Spt. 1842 zurückverlange; 2) entgeht mir ein Gewinn von 3) betragen die Koſten des mit Loth geführten Rechtsſtreits ausweislich der darüber vorliegenden Akten 93 welchen Betrag mir gleichfalls mit Zinſen vom Tage der Auslagen an zurück zu erſtatten iſt N- 112 3 Bei der Abweſenheit des Beklagten, deſſen= Aufenthaltsort unbekannt iſt, kann ich nun zu deren Forderung nicht gelangen, ich will deß⸗ halb Klage fuhren und Gr. Landgericht bitten: „den Beklagten nach vorgängiger Aufforde rung in den offentlichen Blättern ſchuldig hzu erkennen, den libellirten Betrag von 1188 fl. 3 kr. mit den angegebenen Zinſen zu be— zahlen, unter Verurtheuung in alle durch dieſe Klage entſtehenden Koſten. f. P. F. Da der Aufenthaltsort des Beklagten unbe— kannt iſt, wird derſelbe hiermit aufgefordert, ſich auf die vorſtehende Klage im Termine Dienſtag den 19. März d. J., Vorm. 8 Uhr ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls er des thatſächlichen Inhalts der Klage für ge— ſtändig erachtet, und unter Einredeausſchluß ach Antrag gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich wird dem Beklagten eröffnet, daß im Falle ſeines Ausbleibens die Bekanntma— chung der weiteren gerichtlichen Erlaſſe nur durch Anſchlag an der Gerichtsthure erfolgen ſoll. Grünberg am 5. Januar 1844. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Buücking. Holz⸗Verſtelgerung. (88) Dienſtags den 30. d. M., von Mor⸗ gens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms— Rödelheim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, nämlich: 12 Cichſtamme, zuſammen 2450 Cubikfuß haltend, 27 Stecken eichen Scheitholz, 7 Aſtprügel und 27 7„ Aſtreiſer, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Aſſenheim den 20. Januar 1844. Gräflich Solms-Röͤdelheim'ſche Forſtverwaltung. 12 7. Auffor de rut (98) Die Gr. Seminardirection erſucht Die— jenigen, welche an die Seminarkaſſe Forderun— gen haben, ſolche im Laufe des Monats Fe— bruar einzureichen, nicht minder aber Dieje— nigen, welche legale Forderungen an Zöglinge des Seminars durch ihre Vermittlung reali— ſirt wünſchen, dieſelben vor dem 1. Marz zur Anzeige zu bringen, weil ſonſt über die Kau— tionen bereits verfügt ſein dürfte. Friedberg den 24. Januar 1844. Dr. Curtman. Verkauf eines Faſelochſen. (99) Montag den 29. d. M., Morgens 9 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehöriger Faſelochs, von Farbe weißgrau und 5 Jahre alt, welcher zum Schlachten geeignet iſt, auf dem Rathhauſe dahier meiſtbietend verſteigt werden. Reichelsheim den 23. Januar 1844. Der Herzl. Naſſ. Oberſchultheis Gros. Holz-Verſteigerung. (100) Dienſtag den 30. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in dem Freiherrlich von Franken— ſtein'ſchen Walde dahier, Diſtrikt ober der Querſchneiße, verſteigert: 9 Stämme eichen Werkholz, zuſammen 623 Cub.⸗Fuß, 5 Stecken eichen Werk-Scheitholz, 105„„ Scheitholz, 5„ Prügelholz, 149„„ Stockholz und 200 Stück eichen Wellen. Ockſtadt den 23. Januar 1844. N Brömſer Holz- Verſteigerung. (1000 Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewalde, Diſtrikt Bornberg, 149 Stecken junges buchen Stockholz verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Holzhauſen den 24. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ried. Bekanntmachung. (102) Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 9 Ubr, ſollen in dieſigem Gemeindewald, Di ſtrikt Alterheegwald 204 Stämme Bau-, Werk- und Nutzholz, bon verſchiedenem Inhalt, wovon der größte Theil ſich zu Werkholz eignet, an den Meiſt⸗ bietenden oͤffentlich verſteigert werden. Die betreffenden Herrn Bürgermeiſter wer den erſucht, dieſes in ihren resp. Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Altenſtadt am 23. Januar 1814. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Brack. Bekanntmachung, Gr. Domanialwal Oberrosbach Forſts Holzverſteigerung in den dungen Friedberg betrff. (103) Freitag den 2. Februar d. J. wer⸗ den im Diſtrikte Burgwald an die Meiſtdie— tenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken birken Scheitholz, 12 Ste ken bir— ken, 24½ Stecken nadel Holz und 13 Stecken aspen und weiden Prügelholz, 1700 Wellen buchen, 2525 Wellen birken und eichen, 1725 Wellen aspen und weiden und 3000 Wellen nadelholz Reiſerholz, 8 Stück birken Stan— gen zu Leiterbäumen. Zeit und Ort der Zuſammenkunft: Morgens 8 Uhr zu Forſthaus Winterſtein. Zugleich wird den Steigerern des am 27. Dezbr. v. J. in dem oben genannten Wald— diſtrikt ausgebotenen nadelholz Prügel- und Reiſerholz,— wofür Unterzeichneter den Zu— ſchlag vorbehalten hatte, eröffnet, daß die Ver ſteigerung dieſes Holzes die hohere Genehmi gung nicht erhalten hat; dasſelbe vielmehr— des Reviers 7 abermals der Verſteigerung ausgeſetzt wird und unter dem am 2. k. M. zur Verſteige⸗ rung kommenden mitbegriffen iſt. Oberrosbach den 18. Jauuar 1844. Der Gr. Revierfoͤrſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. d Privat- Bekanntmachungen. Geſchaͤfts-Empfehlung. (80) Indem ich einem verehrten Publi⸗ kum hiermit die ergebenſte Anzeige mache, daß ich mich auf hieſigem Platze als Meſſerſchmied etablirt habe, empfehle ich mein Geſchäft, unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung, einer freundlichen und wohlwollenden Auf⸗ nahme. Butzbach den 16. Jan. 1844. Philipp Diehl. Ein tüchtiger Branntweinbrenner, (96) der mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, wird in der Näbe von Friedberg geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Nicht zu uͤberſehen! Empfehlung. (100 sch empfehle mich höflichſt einem geehr⸗ ten Publikum mit allen Gattungen von Uhren, als Taſchenuhren, Pendüluhren, gewöhnlichen Taſchenuhren, Damen- und Cylinderuhren, Wiener Pendüluhren in vergoldeten Rahmen und Allabaſteruhren, alle von guter Qualität, wofür ich garrantire und zugleich in einer ſchö⸗ nen Auswahl von Gold- und Broncewaaren, alles zu den billigſt feſtgeſetzten Preiſen, wo⸗ mit ich gewiß glaube meine verehrlichen Kun⸗ den zufrieden zu ſtellen. Schließlich empfehle ich mich wiederholt im Repariren von allen Sorten Uhren, Gold-, Silber- und Broncewaaren, wie auch im Gra⸗ viren, und indem ich gute und billige Bedienung verſpreche, bitte ich um geneigten Zuſpruch Friedberg im Januar 1843. Chr. Fr. Eich, Uhrmacher, wohnhaft in der Uſergaſſe. Ein Hund (105) mit weißbraunem Kopf, weißbraunen Ohren, einer halb braunen und halb weißen Ruthe und einer weißen Schnute, iſt mir geſtern zugelaufen und kann derſelbe gegen Erſtattung der Futterungskoſten und Inſerat— gebühren wieder in Empfang genommen wer— den bei Philipp Scheuner in Afſenheim. Empfehlung. (106) Meinen hieſigen und auswärtigen Freunden und Bekannten mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich nunmehr dahier mein Geſchäft als Seifenſieder und Lichter— fabrikant eröffnet habe. Unter Zuſicherung bil— ligſter und beßter Bedienung empfehle ich mich zu zahlreichem Zuſpruch. Frieoberg. Johannes Wolf, wohnhaft neben dem Auguſtiner Schulgebäude. Mehrere unausgefüllte Patente (107) bat Jemand aus der Umgegend im verfloſſenen Jahre in einem hieſigen Hauſe liegen laſſen, welche gegen die Inſeratgebüh⸗ ren in Empfang genommen werden können. N 32 8 Anzeige. (108) Sch mache einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich neben dem ſeit⸗ her von mir geführten Gußwaarenhandel auch mit Staabeiſen handle, wobei ich noch beſon⸗ ders bemerke, daß ich Naſſauer Ciſen von beß⸗ ter Qualität zu dem billigſten Preiſe abgebe. Großkarben im Januar 1844. David May J. Theater in Friedberg. Mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung wird Sonntag d. 28. Jan. aufgeführt: Lumpaci vagabundus, (109) oder Das liederliche Kleeblatt. Zauberpoſſe mit Geſang in 3 Abtheilungen nebſt einem Vorſpiel von Neſtroi, Muſik von A. Müller. Iſter Platz 24 kr.— 2ter Platz 12 kr.— Zter Platz 6 kr. Anfang um 5 Uhr.— Die Kaſſe wird um halb 5 Uhr geöffnet.—Schau⸗ platz im Saale des Herrn Mann. Ergebenſt ladet ein A. Ellwanger. Literariſche Anzeige. (1100 Folgende Bücher ſind in der unterzeich⸗ neten Buchhandlung neu angekommen: Andrea, N., Sammlnng von leicht ausführ— baren Vorſchriften, zu den ſchönſten und eleganteſten Strumpfrändern und an. dern Strickereien. 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Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 4. Sonntag n. Epiph. den 28. Januar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell; Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Crößmann, Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schaum. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags um 5 3 Uhr, hält Herr Candidat Strein. Fer uch ty re ide 25. Jan.] 19. Jan.] 16. Jan. Gattung. Fried⸗; Groß⸗ berg Mainz gerau f fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 9 309— 845 Korn„, 5 71 301 712117— Gerſte„ 75 5 301 6111 6— Hafer„„„ 3—1 3135 330 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Jan. bis 3. Febr. 1844. 3 f Fried⸗Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 88 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2328 2. 7 5 3 5 2 4 7 7. 11 2 11 1 5 Lib. — Milchbrod 14% 1 4½ —Waſſerweck 145 1 5 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1/5½¼ 1 5½ Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch. 0 121 1121 ce en gemäſtetes 10 2 102 „ Kühfleiſch E 91 ö 30.6) gemäſtetes 1011 101 „Rindfleiſch ungemäſtetes 9— 9— „ Kalbfleiſch 94— 9— „ Schweinenfleiſch n „ Hammellleiſch 10— 10— „ Schaaflleiſch n „ Wurſtvon blos Schweinen 15— 15— „Gemiſchte Wurſt 101—4 10 „ Bratwurſft 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 23— 23— „Schinken 19— 18— „ Dörrfleiſch 19— 19— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— unausgelaſſen 20— 20— „NNierenfett 21— 21— „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. „Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. ö Der Gr. Heſſ Kreisrath d. K. Hungen N oe en ns. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 gefällt zu mag Friedber ——— 1 N Kreil an ſahmmtlche 5 * Retreffend: 1 Betreffend Zur dießja Movinz Oberhe belle auf die Kre Von dieſer welches Sie off ton zur allgen Aus dieser dreiſe Hungen! ſahrigen Muſter pie Joh. nch marſchpflic nach dem 1. Ar erden a welden alle dies egen hab