e denk; un ſchenken ntelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 26. Oktober R Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 30. I. Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der Staatsſchul— detilgungskaſſe-Rechnung für 1842. A. Die geſammte Ein⸗ nme der Kaſſe in 1842 betrugen 3,613,718 fl. 39 ½ kr., die ge⸗ ſatmte Ausgabe 2,944,075 fl. 57½ kr., ſo daß 669,642 fl. 41% kr. Caſſevorrath zu Ende 1842 blieben, welcher verzinslich angelegt werden iſt, zur Verwendung der Anlehen behufs der Grundrentenablö⸗ uz.— In der Einnahme find enthalten: Rentenablöſungsgelder oc fiscaliſchen Grundrenten a, für Rechnung großh. Staatsſchuldentil⸗ zugskaſſe 217,741 fl. 12¼ kr., b. für Rechnung des großh. Bausber⸗ tens 746,085 fl. 26¼ kr., Rentenablöſungsgelder von nicht fiscaliſchen Oundrenten 325,856 fl. 45% kr.; in der Ausgabe die zu gleichem Bwufe an Pflichtige abgegebenen Darlehen und zwar wegen fiscaliſcher Otundrenten a. für Rechnung der Staatsſchuldentilgungskaſſe 10,553 fl. 35 kr., b. für Rechnung des großh. Hausvermögens 746,093 fl. 7 ½ kr., wegen nicht fiscaliſcher Grundrenten 987,680 fl. 15% kr. Ferner zurück⸗ beuhlter Betrag der 14. Verlooſung des Rothſchild'ſchen Anlehens von 6% Mill. Gulden 183,245 fl. ꝛc.— B. der Stand der Staatsſchuld 1 Ende 1841 war 12,274,241 fl. 32 kr. Im Jahr 1842 gingen en liquid gewordenen Schulden zu 50,762 fl. 3 kr., zuſ. 12,325,003 fl. 85% kr. Aus der weiteren Vergleichung der im Jahre 1842 abgetra⸗ gen und der dagegen neu zugegangenen Schuld ergibt ſich eine Ver— nörung, welche durch bei der Staatsſchuldentilgungskaſſe verzinslich seen gebliebene Grundrentenablöſungscapitalien durch den höheren Capi⸗ niverth des nur durch planmäßige Verlooſungen rückzahlbaren Anlehens au Partialſchuldſcheine von 1825 entſteht, von 232,190 fl. 45 ½ kr., ſo da die geſammte Staatsſchuld Ende 1842 betrug 12,557,194 fl. 21½ kr.— Degen betrugen C. die gskaſſe zu ierem Zeitpunkte an älteren Staatskapitalien 74,440 fl., Darlehen nach Mßgabe der beiden Geſetze vom 27. Juni 1836 zur Ablöſung der Grund— remen an die Rentenpflichtigen, a. wegen fiscaliſcher Renten 4,581,972 fl 36 kr., b. wegen nicht fiscaliſcher Renten 3,501,159 fl. 55 ¾ kr., zuſam⸗ den 8,083,132 fl. 31¼ kr.; ausſtehende Domänenkaufſchillinge 20,237 fl. 57 Er., ausſtehende Activen der aufgehobenen Hauptreſtencaſſe 14,516 fl. 8 E., der oben angeführte Kaſſevorrath 669,642 fl. 41/ kr., zuſammen 851,969 fl. 18½ kr. Ende 1841 betrugen die Activen 8,382,620 fl. % kr. Im Jahr 1842 haben ſie ſich alſo vermehrt um 479,349 fl. 2% kr.— D. Vergleichung des Activ- und Paſſivſtandes: Die Sluatsſchuld betrug Ende 1842 12,557,194 fl. 21¼ kr. Hierzu an auf⸗ bachſenen Zinſen der Depoſiten, welche nicht jährlich, ſondern immer f bei Rückgabe der Depoſiten bezahlt werden, 78,643 fl. 22 kr. Ge⸗ ummter Paſſivſtand Ende 1842: 12,635,837 fl. 43½ kr. Der Betrag der Activen war aber 8,861,969 fl. 18 ½ kr., ſo daß Activa und Paſſiva verglichen die eigentliche Staatsſchuld Ende 1842 nur noch 38,773,868 fl. 24% kr. Ende 1841 war ſie aber, 3,995,177 fl. 50/42 kr., ſo daß ſie ſich alſo im Jahre 1842 um 221,309 fl. 25% kr. ver⸗ minderte.— VI. Ordensverleihungen: S. K. H. der Großherzog haben verliehen: am 24. Aug. S. D. dem Fürſten Wolfgang Ernſt zu Iſen⸗ burg das Großkreuz, am 27. Aug. dem ordentl. Prof. der kath. Theo⸗ logie an der Landesuniverſität Dr. Schmid, und am 3. Sept. dem Hof⸗ medicus und Medicinalrathe Dr. von Plönnies das Ritterkreuz 1. Cl. des Ludewigs⸗Ordens.— VII. Vertheilung der Preismedaillen in dem philolo giſchen Seminar zu Gießen. Folgenden ordentlichen Mitgliedern des philologiſchen Seminars auf der Landesuniverſität ſind am Schluſſe des Sommer⸗Semeſters 1844 Preismedaillen zuerkannt und ertheilt worden dem stud. juxis Th. v. Helmolt aus Gießen der 1., dem stud. philol. W. Uhrig aus Darmſtadt der 2., dem stud. philol. Fritzmann aus Marienborn der 3. Preis.— VIII. Dienſtnachrichten: Am 286. Juli wurde der evang. Pfar⸗ rer Münch zu Düdelsheim zum ordentl. geiſtlichen und der Director des Gymnaſiums zu Büdingen Oberſtudienrath Dr. Thudichum, zum au— ßerordentl. Mitgliede der Bezirks-Schulcommiſſion des Kr. Büdingen, ſowie der evang. Pfarrer Grein zu Großzimmern zum ordentl. geiftl Mitgliede der Bezirks-Schulcommiſſion des Kr. Dieburg ernannt; am 13. Sept. K. Müller zu Gießen als Poſtexpeditor und Poſthalter zu Büdingen beſtätigt; der Hofgerichtsrath Decker dahier zum Mitgliede und Rathe bei dem Oberappellations- und Caſſationsgerichte ernannt; dem pract. Arzte Dr. Bruſt zu Altenſchlirf die Stelle eines Phyſikats Wund⸗ arztes für den Bezirk Büdingen mit dem Wohnſitze zu Wenings; am 17 dem ſeither zur Befähigung bei der Staatsſchuldentilgungskaſſe ſenen Acceſſiſten Bader dahier die bei dieſer Kaſſe erledigte A ſtelle übertragen; der Landgerichts Actuar Sellheim zu Schotten von der Uebernahme der ihm übertragenen Actuariatsſtelle bei dem Stadtge richte zu Gießen entbunden, dem Landgerichtsactuar Dornſeiff zu Lich die Actuariatsſtelle bei dem Stadtgerichte zu Gießen und dem Hofg. Secret.⸗Acceſſiſten Herbſt zu Gießen die Actuariatsſtelle bei dem Land gerichte zu Lich übertragen; der von dem Hrn. Fürſten von Leiningen auf die evang. Pfarrſtelle zu Rothenberg, L. B. Erbach, präſentirte Pfarr⸗ amts⸗Candidat Wagner zu Michelſtadt für dieſe Stelle beſtätigt; am 18. dem Schulvicar Diehl zu Bleichenbach die 2. evang. Schullehrerſtelle daf. übertragen und der von dem Hrn. Fürſten von Iſenburg-Büdingen auf die evang. Schullehrerſtelle zu Mittelgründ präſentirte Schulvicar Kaffenberger daſ. für dieſe Stelle, ſodann auf Präſentation des Hrn Grafen zu Iſenburg-Meerholz der Schulvicar Krauß zu Himbach für 8 ö ö die dafige evang. Schullehrerſtelle und der Schulvicar Ackermann zu Altwiedermus für die evang. Schullehrerſtelle daſelbſt beſtätigt; am 20. dem evang. Pfarrer Otto zu Wohnbach die evang. Pfarrſtelle zu Becht⸗ heim und dem evang. Pfarrer Venator zu Wersau die evang Pfarr⸗ ſtelle zu Billertshauſen übertragen; am 27. der Aſſeſſor mit Stimme bei dem Hofgerichte zu Gießen Frhr. v. Ro denſtein in gleicher Eigenſchaft an das Hofgericht zu Darmſtadt verſetzt, der Landgerichtsaſſeſſor Kempf zu Büdingen zum Aſſeſſor mit St. bei dem Hofgerichte zu Gießen, der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſſiſt Scharmann, dermalen zu Ortenberg, zum Aſſeſſor mit St. b. d. Landgerichte zu Büdingen, der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſ. Gut⸗ fleiſch, dermalen zu Umſtadt, zum Aſſeſſor mit St. b. d. Landgerichte zu Seligenſtadt und der Hofg.⸗Secr.⸗Acceſ. Freiherr v. Lehmann dahier zum Aſſeſſor mit St. bei dem Stadtgerichte dahier ernannt; der evang. Pfarrer Salzer zu Babenhauſen zum Decan des Decanats Babenhau⸗ ſen und der evang. Pfarrer Conradi zu Dexheim zum Decan des De— canats Oppenheim ernannt, ſodann dem Schulvicar Gunderloch zu Guntersblum, die 3. evang. Schullehrerſtelle daſ. übertragen; am 1. Oet. der Prov.⸗ und Kreisſecretär Dr. Spamer zu Gießen zum Kreisrathe des Kr. Büdingen, der Kreisſecretär Trapp zu Großgerau zum Prov.⸗ und Kreisſecretär zu Gießen, ſowie der Kreisſecretär Hallwachs zu Grünberg zum Kreisſecretär zu Großgerau ernannt; dem Gerichtsſchreiber bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 2. Bezirks, Müller, die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 1. Bezirks, und dem Hülfsgerichtſchreiber und Gerichtsacceſſiſten Schramm zu Mainz die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Mainz, 2. Bezirks, ſodann dem Gerichtsboten⸗Aſpiranten Hoffmann zu Mainz die Gerichtsbotenſtelle bei dem Kreisgerichte zu Mainz, mit dem Amtsſitze zu Oberingelheim, verliehen; am 5. dem Schulvicar Rücker zu Niederge⸗ münden die evang. Schullehrerſtelle daſ. übertragen; am 8. der von den Obervorſtehern des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds auf die Stelle eines Syndicus und Rechners dieſes Fonds für die Provinz Oberheſſen präſentirte Hofgerichtsadvokat Thorwart zu Gießen für dieſe Stelle beſtätigt.— IX. Characterverleihungen: Am 13 Sptbr. dem Forſtſchützen Franz zu Lindenfels als Förſter, am 17. dem Diſtrietseinnehmer Kra⸗ mer dahier als Rendant und am 1. Oct. dem Förſtſchützen Rippert zu Jugenheim als Förſter.— X. Dienſtentlaſſungen: Am 13. Sept. der Poſtexpeditor und Poſthalter Albrecht zu Büdingen, ſowie der Lehrer Dr. Müller an der Realſchule zu Gießen, auf Nachſuchen. Am 27. wurde der evang. Pfarrer und Decan Dilg zu Selzen, auf Nachſuchen und unter Bezeigung der Zufriedenheit mit ſeiner vieljährigen und gewiſſenhaften Dienſtführung, von der Verwaltung des Decanats Oppenheim entbunden.— XI. Verſetzung in den Ruheſtand: Am 13. Sept. der Forſt⸗ ſchütze Lehr zu Nidda.— XII. Concurrenz für eine zweite Notariatsſtelle zu Mainz bei Gr. Miniſterium des Innern und der Juſtiz.— XIII. Geſtorben find: Am 24. Aug. der Acceſſiſt bei der Canz⸗ lei der Staatsſchulden⸗Tilgungskaſſe Klug; am 26. der Schullehrer Hoffmann zu Asbach; am 4. Sept. der geweſene Schultheiß Stay zu Oberſcharbach; am 12. der penſ. Amtsaſſeſſor Umber dahier; am 16. der penſ. Geheime Secretär Dörr dahier; am 20. der Kreisrath Hof mann zu Büdingen. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 31. I. Eine mit dem Heutigen in Kraft tretende Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 17. d. M., welche aus allerhöchſtem Auftrage die Verbreitung der beiden Schriften:„Ein Glaubens-Bekenntniß, Zeitgedichte von Ferdinand Freilig⸗ rath,“ im Verlage von v. Zabern zu Mainz und„Reue Gedichte von H. Heine“, im Verlage von Hoffmann und Campe zu Hamburg, bei Vermeidung der Conſiscation und einer Polizeiſtrafe von 10 fl. für jedes in Umlauf geſetzte Exemplar, unterſagt.— „ 338. III. Ein Straferkenntniß des Hofgerichts zu Gleßen, welches gegen Heinrich Meuchener und deſſen Ehefrau zu Rödelheim wegen Vervorthei⸗ lung ihrer Gläubiger bei dem über ihr Vermögen ausgebrochenen Con⸗ curſe ꝛc. Correctionshausſtrafen von 8 und 3 Monaten erkennt ꝛc.— IV. Namens veränderungen. Es wurde geſtattet: am 1. Oct. dem Joh. Fritz von Meſſel künftig den Namen„Lutz“ und am 4. dem Joh. Keil zu Lampertheim künftig den Namen„Taubenſchmidte zu führen.— V. Concurrenz für: die evangel. Schullehrerſtelle zu Darsberg und Grein, im Kr. Heppenheim, mit jährlich 236 fl., einſchließlich der Wohnungsvergütung, nebſt 7 Stecken gemiſchtes Prügelholz, wovon die Heizungskoſten zu beſtreiten ſind.— VI. Geſtorben iſt: am 24. Juli der geweſene Oberſchultheiß Hoffmann zu Brensbach.— Die Wege der goͤttlichen Fürſehung. Ein Traum des Hans Sachs. Ich dachte, erzählt uns Hans Sachs, Abends vor'm Einſchlafen über die Wege der Fürſehung nach, und ſahe darauf in der Nacht folgenden Traum: Ich hatte mich in einem dunkeln Walde verirrt, und fand keinen Ausweg. Ich rief um Hülfe. Da bot ſich mir ein Begleiter dar, der ſich für einen Engel Gottes ausgab, geſandt, mir die Wege der Fürſehung zu zeigen. Er brachte mich bald aus dem Walde in ein Wirthshaus, wo der Wirth uns ſehr gut aufnahm. Er ſagte, er habe heute einen frohen Tag. Sein Feind habe ſich mit ihm verſöhnt, und ihm zum Unterpfande der Verſöhnung einen ſilbernen, inwendig vergoldeten Becher geſchenkt. Wir gingen fort, und mein Engel— ſtahl ihm den Becher. Ich zürnte; aber er ſprach: Schweig', und verehre die Wege der Fürſehung. Ich ſchwieg, und wir kamen an ein Haus, deſſen grundböſer Wirth uns Alles zu Leide that. Wir machten uns bald fort, und bei'm Ab⸗ ſchiede— ſchenkte der Engel dem ſchändlichen Manne den herrlichen Becher. Ich tadelte; ich zürnte. Aber er ſprach: Schweig', und ehre die Wege der Fürſehung. Wir kamen zu einem Wirth', in deſſen Hauſe Armuth und Noth herrſchte. Er war ein guter Mann, aber durch Unfälle um das Seinige gekommen. In acht Tagen ſollte ihm das Haus genommen werden. Bei'm Weggehen— brannte ihm der Engel das Haus über dem Kopfe an. Ich zürnte. Aber der Engel ſprach zum drittenmale: Schweig' und ehre die Wege der Fürſehung. Endlich kamen wir zu einem Wirthe, der ſeine Freude an ſeinem einzigen Sohne, einem aufblühenden Knaben, hatte. Der Engel ſagte, er wiſſe den Weg nicht. Der Wirth gab ihm den Sohn als Weg⸗ weiſer mit, und der Engel— erſäufte ihn im vorbeifließen⸗ den Strome. Nein, ſchrie ich, keinen Schritt mehr mit dit! Ein Teufel magſt du ſein, aber kein Engel. Da umſtrahlte ihn himmliſcher Strahlenglanz, und er rief: Thoren nur tadeln den Allweiſen. Der Becher war vergiftet. Darum ward er dem Guten genommen zu ſeinem Heile, dem Böſen ge— geben zu ſeinem Verderben. Unter der Aſche ſeines Hauſes findet der Verunglückte einen Schatz, und der Brand ver⸗ hilft ihm zum Wohlſtand' und Segen. Vater und Mutter Ber Unlängst gericht Frau, mit wle ſcglebt hatte,* f irdenen Topf na kaichen Wurſgeſche ſchigt und gieng 1 ſeauntmachung hörde Gdiet all, 87) Forderungen od en Nachlaß des Hit! aalen ſind im Term J Nachmittags 2 Ul ſſcgeichneten Gericht fin en, widrigenfalls f 1 Berlaſſenſchaft nicht Usctein den 11. L Od. N Werſteigerung a (377) Donnerstag A Vormitags 11 Uh. aa, des Wirths Fur! ſehtliche zu der daſige! Himmit allem Zugebor ſhcerſteigert und bei mißdderruflich zugeſchſ in befindliche Materi dg vollkommen geei, ig Einſicht genom lo an den Fuͤrſtl 1 Soͤdel gewendet w Die Herrn Bürge ie Bekanntmachung rwohner beſonders Ven. lich am 18. Oktot 10 51 kr. ddel den 22. Oct 3 e wütle der verzogene Knaben bei längerem Leben gemordet dea höber. Er mußte ſterben zum Heil' ſeiner Aeltern und der Schweigend, Sterbliche, und anbetend ehrt die »Meiſchheit. Wege der Fürſehung. a Biſt du ſchlecht bewandert im Buch' der Geſchichte, das aan, us auf jedem Blatt' die Wahrheit dieſes Traumes beſta⸗ in auf's eigne Leben, und beobachte, wie darin „des ſe hiufig das Heute die Räthſel des Geſtern löſet, und wan du der Löſungen viele haſt, die nicht fehlen können, ſovegleiche damit, was geſchrieben ſteht Röm. 11, 33— 36. tit, ſo ſieh' h Verſchiedenes. Unlängſt gerieht ein Einwohner zu W. in Zwiſt mit ſener Frau, mit welcher er ſchon ein Menſchenalter in der — — 4 * 339 11 nach. Allein ſchon nach wenig Tagen empfand ſie Kopf⸗ ſchmerzen, erkrankte ernſtlich und ſtarb bald nachher. Es ward ſofort zur Beſichtigung der Verſtorbenen geſchritten und als Reſultat derſelben ſtellten ſich heraus, daß der Ce gelebt hatte, und warf in der Hitze des Wortwechſels ehen irdenen Topf nach ihr. Am Kopfe von dieſem unge⸗ l wohnlichen Wurfgeſchoß getroffen, ſchien ſie äußerlich nicht * 9 bechdigt und gieng nach wie vor ihren häuslichen Arbeiten Hirnſchädel durch jenen Wurf Sprünge erhalten hatte, die die veranlaſſende Urſache des ſpäter erfolgten Todes waren. (F. J.) * * Eine Lüge gebieret andre ſieben, damit man die erſte füttern und ſchmücken muß. Luther. * * Der Klugheit Ziel iſt das Zeitliche, der Frömmig⸗ keit Ziel das Ewige. Fromme Gott im Auge. Der Kluge hat die Welt, der * * Der um ſeine Geſundheit Beſorgte ſieht ſich vor, daß er an ſeinem Leibe, der Weiſe, daß er an ſeiner Seele kei— nen Schaden nimmt. Velanntmachungen von Be⸗ 0, 6 hörden. ur* N NN * Edietalladung. 1357) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche iam den Nachlaß des Hirſch Fröhlich von Bo⸗ N 1808 ſind im Termin, den 28. November e.„ Nachmittags 2 Uhr, ſogewiß bei dem esam umerſeichneten Gericht anzuzeigen und zu be⸗ gergoldern arbnden, widrigenfalls ſie bei der Vertheilung den Nerlaſſenſchaft nicht berückſichtigt werden. Engel Iltichſtein den 11. October 1844. Schwe Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß. Brück. Jerſteigerung auf den Abbruch. e 187 7) Donnerſtag den 31. dieſes Monats, bebe; der Lormiitags 11 Uhr, ſollen in der Behau⸗ „ ſuug des Wirths Furir zu Södel zwei herr— s ſcheſtlche zu der daſigen Burg gehörige Scheu⸗ ren ern git allem Zugehör auf den Abbruch öffent— lich gerſteigert und bei annehmbaren Geboten ne unpferruflich zugeſchlagen werden. Das da— „ ras lefindliche Material iſt zum Wiederauf— baue vollkommen geeignet und es kann, wenn daroß Einſicht genommen werden will, ſich deßhiß an den Fürſtlichen Schultheis Raab 1 in Sidel gewendet werden. De Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, 4 dieſe Zekanntmachung im Intereſſe ihrer Orts— Einmehner beſonders veröffentlichen laſſen zu wolle itz am 18. Oktober 1844. Fürſtliche Rentei daſ. Kratz. Erinnerung. (18910 Der unterzeichnete erinnert den Kirchmirechner zu Grünberg, Herrn Jung, an die Eripfangs-Beſcheinigung der an denſelben zus Piederherſtellung der Kirche der 4 5 ü Gimende Großlumda am 12. März d. J. ge⸗ N. ſandien 6 fl. 51 kr. 7 Sidel den 22. October 1844. Für den Kirchenvorſtand: Breidenſtein, Pfarrer. Arbeits-Verſteigerung. (92) Auf Verfügung Großh. Heſſ. Land⸗ gexihſs Friedberg vom 12. d. M. ſoll Mon⸗ tag zn 28. d. M., Vormittags um 11 Uhr, auf dm Bureau des Unterzeichneten die Er⸗ 7 3 992 „ bauung eines neuen Backofens, unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Be— dingungen, an den Wenigſtnehmenden in Ac— cord gegeben werden, und ladet hierzu Steig— liebhaber ein Bruchenbrücken den 20. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. Arbeits-Verſteigerung. (1393) Montag den 4. November l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Unterhaltungsarbeiten der nach— bemerkten Vieinalwege, als; 1) des Wegs nach Fauer bach II., beſtehend in Kleinſchlagen der Steine, Reinigen und „ der Chauſſee, voranſchlagt zu 77 fl. 2) der Chauſſee nach Ockſtadt, zu 113 fl. 3) der Chauſſee nach Obermörlen und nach Nauheim, voranſchlagt zu 69 fl. öffentlich an Wenigſtnehmende verſteigert wer— den. Friedberg den 24. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter vorauſchlagt Fritz. Bekanntmachung. (13940 Die Gemeinde Melbach ſucht einige Hundert junge Birn- und Aepfelſtämm⸗ chen, ſ. g. Setzlinge, für ihre neu angelegte Baumſchule anzukaufen. Hierauf Reflectirende wollen ſich an den Unterzeichneten wenden. Melbach am 23. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. ite Keil. NN Nνιιι e t νν Privat- Bekanntmachungen. Eintauſend Gulden (13860) werden von mir auf meine, zu fl. 2300 in der Großh. Brandcaſſe verſicherte, Hofraithe zu 4 pCt. zu leihen geſucht, um damit die verehrlichen Erben meines früheren Herrn Darleihers und Freundes wegen Erb— theilung zu befriedigen und außer der resp. landgerichtlichen Uebertragung der Hypothek alle übrigen Koſten zu vermeiden, bitte ich denjenigen, der mich als neuer resp. Darlei⸗ her gütigſt beehren will, mich geneigteſt davon benachrichtigen zu wollen. Bönſtadt den 14. Oktober 1844. Georg Henzel. 99 7 Geſchäftseröffnung. (1353) Wir haben biermit das Vergnügen, einem geehrten Publikum die ergebenſte An⸗ zeige zu machen, daß wir das von unſerm Vater Hirsch Meyer ſeit langen Jahren geführte Geſchäft von heute an auf unſere eigene Rechnung unter der veränderten unterzeich⸗ neten Firma fortbetreiben werden, und be⸗ nachrichtigen daſſelbe gleichzeitig, daß wir bis zum 22. d. M. ein Eisen-, Guss-& Landesprodukten- Geschäàft etc. in Butzbach unter derſelben Firma eröffnen werden. Wir halten uns des unſerm Vater bisher geſchenkten Zutrauens verſichert, welches wir zu rechtfertigen nicht ermangeln werden. Münzenberg den 1. Oktober 1844. Hirsch Meyer Söhne. M tn mehreren früheren Nummern ſtebt irrthümlich Meyer Hirſch Söhne, was man zu berichtigen bittet. Ein vollſtändiges Schmiedgeſchirr (138% bat zu verkaufen in Wohnbach Georg Willmann. Jünglinge und Mädchen (1389) von guter Erziehung, welche nicht mehr ſchulpflichtig ſind, ſowie auch Erwach— ſene, konnen bei mir das Cigarrenmachen er⸗ lernen, und finden dazu unentgeltlichen Un⸗ terricht. 1 G. C. Morell. Nachkirchweihfeſt. f (1395) Sonntag den 27. October iſt bei mir gutbeſetzte Harmonie und Tanzmuſik an⸗ zutreffen. Für das Uebrige werde ich beſorgt ſein Bauernhe im 5 Gaſtwirth Walther. * 340 BGauerkeller's Neliel-Karten. In meinem Buchladen ſteht zu Jedermanns Anſicht: Nelief⸗Karte von Deutſehland und den Nieder⸗ landen, mit der ganzen Alpenkette von Nizza bis Wien, ſowie mit Oberitalien, der Schweiz, Tyrol und Illyrienz eingerahmt, kartonirt und gefirnißt, in zwei Ausgaben 10 die große, 24 Zoll hoch, 2 Zoll breit, 2) die kleine, 13½ Zoll hoch, 11% Zoll breit. Das Relief von Europa, 20 Zoll hoch, 24 Zoll breit. Dieſe Relief-Karten bilden das beßte Lehr- und Lernmittel, ſie ſollten deßhalb in keinem Schulzimmer fehlen; ſie gewähren dem Gebildeten die anziehendſte Unterhaltung und werden deßhalb jedem Familienzimmer oder Leſekabinet zur größten Zierde gereichen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 21. Sonntag nach Trinitatis den* Oktober. Pfarramtliche Funktionen verrſcher für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirch Herr Stadtpfarrer Sell. 9 Nachmittags predigt in der Burgkirch, U — . ———— Herr Candidat Bingmann. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittag von 3— 4 Uhr, hält Herr Candidat Alefeld,. Frucht prei f Friedberg im Oktober 1844. C. Bindernagel. Gattung, weg, Mai fl. kr. fl.] kr. fl. Anzeige. (1396) Hierdurch widme ich einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich bereits meinen Laden aus mei— ner ſeitherigen Wohnung in das Haus des Herrn Metzgermeiſters G. Schäfer, der Poſt gegenüber, verlegt habe und empfehle ich zugleich mein reichhaltiges Lager der modernſten Kappen von den verſchiedenartigſten Stoffen, beſonders für den bevorſtehenden Winter geeignet. Neben dieſem unterhalte ich ein wohl— aſſortirtes Lager von Herrnhüten, neue⸗ ſter Facon und von gutem Fabrikat, trotz billiger Preiſe. Auch in ſonſtigen Winterſtoffen bin ich reichlich verſehen und halte mich, bei pünktlicher und prompter Bedienung neben mäßigen Preiſen eines zahlrei- chen Zuſpruchs verſichert. Friedberg. Carl Huppuch, Kappenmacher, im Hauſe des Herrn G. Schäffer, der Poſt gegenüber. Markt zu Okarben. (1397) Mittwoch und Donnerſtag, als den 30. und 31. d. M., findet bei Gelegenheit des hieſigen Jahrmarktes durch ein vollſtän— diges öſterreicher Muſikchor bei mir Tanz- und Harmoniemuſik ſtatt, wozu ich ein verehrliches Publikum höflichſt einlade. Okarben den 23. Oktober 1844. Chi: gl. Kunſtnotiz. (1398) Die ſchon lange mit vielem Beifall anerkannten Tyroler Alpenſänger ⸗ Familie Nidermayr und Gebrüder Vogel, ſind hier angekommen, und werden die Ehre haben auf neuerfundenen Inſtrumenten ein heiteres In— ſtrumental⸗ und Vocal⸗Concert zu geben; das weitere beſagt eine Subſcriptions-Liſte. Literariſche Anzeigen. (1399) Bei Scheitlin und Zollikofer in St. Gallen iſt erſchienen und durch C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen: Meine Apologie der Bibel. d Eine Vorleſung von P. Scheitlin, Profeſſor. Zweite, umgearbeitete, ſehr vermehrte Auflage. Preis 54 kr. Die erſte Auflage diefer Schrift kam nicht in den Buchhandel. Der Verfaſſer, erſucht, derſelben weitere Ausdehnung zu geben, hat dieſe gänzlich umgearbeitet.— Ueber den lite⸗ rariſchen Werth kann ſich die Verlagshandlung jeder Anpreiſung enthalten; der Verfaſſer iſt, durch ſeine literariſchen Arbeiten: die Preis— ſchrift ⸗Ueber die Veredlung der Vergnügen der untern Volksklaſſen“, Agathon, Agathe, Tbierſeelenkunde, Elend des Tellus, Re⸗ ligion, Natur und Kunſt, hinlänglich bekannt. (1400) In Commiſſion bei R. Hart⸗ mann in Leipzig iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Kritik der von Dr. Noellner zu Gießen ver— faßten actenmäßigen Darſtellung des Proceſſes Weidig. Von einem Freunde des Rechts und Fortſchrittes. 18 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 24. Oktober. Neue Louisd'or 114 Friedrichsd'or 9 46 ¼½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 537 Rand⸗Ducaten 5 34% 20 Frankſtücke 9128 Engliſche Souverains 11151 Walzen pr. Malter 8—1 8128 Korn„ 5 6 Gerſte„ 55 41401 517 3 50 — 1 3171 21 Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzb vom 27. Okt. bis 2. Nov. 1844. . f Fried⸗ Bu 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach 8 kr. pf. kr. 13 Leib⸗Roggenbrod r 2 77 9 4 3 4 1 4 7. 77 9 ac 9— —Milqhbrod 15 100 — Waſſerweck 16 16 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 ½ 100 Fleiſch-Preiſe. pf. p 1 Ochſenfleiſch iſetes 11— 1— N gemäſtete 9— 9— 0 Kühfleiſch ae 8— 18 8; 20% gemäſtetes 8 2 812 10 Rindfleiſch! ungemäſtetes 7% „Kalbfleiſch 9 2 „ Schweinenfleiſch 11 210 „Hammellleiſch 9— 91— „ Schaaflfleiſch 7—1— 1 „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „Gemiſchte Wurſt 8—18— „ Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 15— 16— „Geräucherter Speck 22— 22 77 Schinken 8 17— 17— 7 Dörrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 unausgelaſſen 18— 18 „ Nierenfett 19— 18 9 Hammelsfett 15— 1517 d. K. Friedben Der Gr. Heſſ. Kreisrath J. d. * Kr ach, Kr. ⸗Sctr. 24. Okt. 18. Oc — 5457 5% Amtl' Der Gro U Kkeisrath d Umtlche Großh einne end: Die Beitrebur endung der Die Aufſtellung d Achete dabet de erwecterd decre zu bringen, ind müßte. Um übrigens landes undf Schwierigkeit Iiſünftig geeignet Aeichniſſen beigefü, ſahnet ſind. Schl de daß dieſe Ver iche Großh. Bur, ig vorgekommen ſibere ſolche, mit! , ohne üb zu begleiten. Agen die ferner N 5 9 jede Ni i nach ech zieht, Hriedbergt 1 9 a 1 Director d 1 Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Bubbat! des gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungel! Folleni us. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Ateff i ſämtliche ind: Die I Deenigen her