. den u nen verre N. benrath, für die pilge Sell. Intelligenz-Blatt enen Provinz Oberheſſen zobenen im Allgemeinen, bar Sl die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. 4811 Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen Tate am ſämmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Grafl. Solmſ. berg und Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Juni 183 Betreffend: Die Gemeinde- Voranſchläge für 1845. — Zur Einſendung der Gemeinde-Voranſchläge fuͤr das Jahr 1845 beſtimme ich Ihnen in der Erwartung Friſt bis um 1. Auguſt d. J., daß Sie dieſe pünktlich einhalten und nich nicht in die Nothwendigkeit ſetzen werden, Ihnen „ Wartboten zuſenden zu müſſen. 11 Hungen den 8. Juni 1844. el Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. detreffend: U. S. wegen Mißhandlung des Michael Buden von Roßdorf. Sie werden angewieſen auf den Heinrich Wallenfels ben Rüddingshauſen, welcher der rubrizirten Mißhandlung huldig iſt und ſeither vergebens geſucht wurde, zu invigiliren, 0 im Betretungsfalle zu arretiren und anher abliefern zu aſſen. Grünberg den 12. Juni 1844. Du vr er, EI 1 15 Fortſchritte des Piſebaus in Deutſchland. (Schluß.) II. die Briefe des Herrn J. Meyer zu Hildburg'hauſen. Nachdem der treffliche Piſebauer Krombach aus „„ Veilburg den Piſebau in der Schweiz, in Ober- und Nie— brxöſtereich durch Muſterbauten heimiſch gemacht hatte, ward auch berufen daſſelbe in Thüringen zu thun, und zwar uf Veranlaſſung des berühmten J. Meyer, Inhabers des böliographiſchen Inſtituts und Bergwerksbeſibers zu Hil⸗ D Mittwoch, den 26. Juni burghauſen, deſſen letzter Brief vom 29. September 1843 an die Herrn Brüder Wimpf zu Weilburg im Weſentlichen alſo lautet: „Ihr empfohlener Krombach hat ein 84 Schuh lan— ges, 45 Schuh breites, zweiſtöckiges Maſchinenhaus wäh— rend vergangenen doch ſehr ungünſtigen Sommers zu meiner Zufriedenheit ausgeführt, was mich auch veranlaßt, denſel— ben ſchon jetzt zur Ausführung einiger andern Gebäude in Piſe auf nächſtes Jahr zu engagiren. Der Piſebau wird dadurch in hieſiger Gegend zur Geltung kommen und allge— meine Anwendung erhalten. Er verdient ſie.— Ich bin Ihnen für die Belehrung, die ich aus Ihren Schriften über den Piſebau ſchöpfte und für die gefällige Zuführung Krombachs ſehr verpflichtet. Den Inhalt beifolgenden Käſtchens nehmen Sie guͤtigſt als ein geringes Zeichen meiner Hochachtung ſo unbefangen an, als ich es gebe. (Dieſes Geſchenk beſtand in einem ſehr großen und prachtvollen Kupferſtich, das heilige Abendmahl darſtellend.) III. Brief des Herrn N. I. Avée, Doctor und Kreis— phyſikns zu Wadowice im Oeſterreichiſch Gallizien vom 14. Merz 1843. Keine Idee gewinnt raſchen Fortgang und wenn ſie auch noch ſo vernünftig und practiſch wäre, ſo lange ſich nicht die Preſſe mit ihren hunderttauſend Zungen ihrer be— mächtigt.— Durch die öͤſtereichiſchen Zeitungen wurde obi— ger Brief veranlaßt, deſſen Verfaſſer Herrn Wim pf um Belehrung über einzelne Puncte bittet und ebenfalls einen Piſebauer aus Weilburg beſtellt, um die neue Bauart in Gallizien heimiſch zu machen.— Weitere Nachrichten fehlen noch. Nach dieſen wichtigen Botſchaften und Zeugniſſen eilen wir zum Ende unſeres Berichts mit dem Bemerken, daß der Piſebau noch Eingang gefunden hat, 1) zu Laaſphe im Kreiſe Wittgenſtein in Weſtphalen durch den dortigen Gewerb-Verein, welcher den Maurer Döpp von da nach Weilburg geſchickt hat, um den Piſebau practiſch zu ler— nen und ihn nach Weſtphalen zu verpflanzen, Y in den Moſelgegenden durch Herrn Peter Joſeph Koͤner zu Zell an der Moſel, 3) im Herzogthum Sachſen Coburg Gotha durch die patriotiſchen Bemühungen des Amts Königs— berg, welche Behörde das Piſebüchlein in alle Dorfbiblio⸗ theken ihres Amts angekauft und im Sinne hat einen 8 tüchtigen Mann nach Weilburg zu ſchicken, um den Piſebau practiſch zu erlernen.— a 5 f Solche überraſchende Fortſchritte hat eine Idee in neueſter Zeit gemacht, welche vor 40 Jahren allgemein ver⸗ kannt und mißachtet worden.— Moͤchten nun alle Leſer, indem ſie beklagen, daß der Urheber dieſer neuen Bauart in Deutſchland dieſe ſchönen Erfolge nicht mehr erlebt hat, aus dieſem Beiſpiele die Lehre ſchöpfen, daß ein ehrenwer⸗ ther Mann auch dann gemeinnützig wirkt, wenn er nicht anerkannt wird, daß er auch dann nicht ermüden ſoll, die Saaten des Guten und Nützlichen auszuſtrenen, wenn ihm die Verkehrtheit ſeiner Zeit bei jedem Schritte die ärgſten Hinderniſſe bereitet;— denn es iſt eine traurige, aber ſtets bewährte Wahrheit, was Voltaire ſagt: Unſere elende Gattung iſt alſo beſchaffen, daß diejenigen, welche den alten und abgetretenen Weg gehen, immer Steine nach denen werfen, die den neuen wandeln.“ Einige Worte über Buͤdesheim. Da ſchon über mehrere Orte des Kreiſes Friedberg in dieſem Blatt geſprochen worden iſt, ſo will Einſender dem die- ſes Blatt leſenden Publicum auch einige Worte über das ſchöne Büdesheim, wie es in einer Wetterauer Chronik genannt wird, mittheilen. Nach Mader, Canzlei-Direktor der Burg Friedberg, ſoll es früher Zundisheim geheißen haben, was er aus einem im Jahr 1293 abgefaßten Urtheil des Kaicher-Gerichtes ſchließt. Es ſind nämlich in dieſem ein Schultheis und zwölf Beiſitzer!) aus den verſchiedenen zu jenem Gerichte gehörigen Ortſchaften angeführt. Zwiſchen Folz o de Heldebergin und Cunradus de Rendele iſt ein gewiſſer Her- mannus de Sundisheim genannt. Da aber kein Dorf mit ſolchem Namen und auch kein anderer zum Kaicher⸗ Gericht gehöriger Ort, als Büdesheim in jener Gegend liegt, ſo hat aller Wahrſcheinlichkeit nach Büdesheim in früherer Zeit dieſen Namen geführt.— Eine der erſten ſchriftlichen Nachrichten über Büdesheim finden wir in einer auf Pergament geſchriebenen, im Jahr 1405 ausgeſtellten Obligation, aus welcher hervorgeht, daß die Einwohner von Büdesheim der Regierung den Gehorſam verweigerten und daher dem Burggrafen in ihrem und ihrer Nachkommen Namen von Neuem den Unterthanen⸗Eid leiſteten. Auf Bit⸗ ten der Gemeinde drückte der Ritter Johann von Stock— heim ſein Inſiegel dieſer Urkunde bei.— Von großer Wichtigkeit für Büdesheim iſt das jetzt der Freiherrlich von Edelsheimiſchen Familie gehö— rige Schloß daſelbſt. Wir ſehen aus den aͤlteſten Nachrich⸗ ten hierüber, daß es als Landgut) von einem Grafen Didericus und ſeinem Sohne Gisilbertus einem vom Kai⸗ ſer Heinrich II. neugegründetem Benedictiner-Kloſter zu St. Michaelis auf dem Münchs⸗ oder Bamberg übergeben worden iſt. So lange es jenem Kloſter angehörte, wurde es der Bruderhof genannt, was aus alten Urkunden und einem Denkſteine,“) der ſich jetzt noch an dem einen Flügel des Schloſſes eingemauert befindet, hervorgeht. Auch ) Assessores. ) Es war eine Obligation über 100 fl. Capital, wovon fäßrlich 10 fl. Zinſen an die Burg Friedberg bezahlt werden mußten. ) Praedium. ) Der Bruderhoff werde ich genant Bin aber aus derselbigen Handt, Bin nun mehr Johan Brendels des Burgrf allein Darumb werde ich genant der Brendelstein; Anno 1558 ist mir der Name geben 0 Sol also mit gotliher 198* erſieht man aus einem alten Lehensbriefes) des Abtes von Zeiten die Edlen von beſagtem Kloſter, daß in früheren Falkenſtein und Sayn dieſen Bruderhof von dem Klo⸗ ſter als Lehen beſeſſen haben.— Im Jahr 1554 kaufte ihn Johann Brendel von Homburg, der im Jahr 1532 zum Burggrafen von Friedberg ernannt worden war. So lange dieſer nun Beſitzer des Schloſſes war, hieß es nicht Bruderhof, ſondern Brendelſtein.“) Brendel war der evangeliſchen Religion ſehr ergeben und es iſt daher auch zu vermuthen, daß er ſie in Büdesheim eingeführt hat, da ihn ja in alten Urkunden der Name eines Reformators der Burg Friedberg und des Kaicher-Gerichts ſowohl in kirchlichen als weltlichen Dingen beigelegt wird.“)— Das Jus patronatus gehörte ſchon vor Brendels geſler, 1 Zeiten den Beſitzern des Schloſſes und der erſte evangeliſche ia Ortsbürher⸗ Pfarrer daſelbſt war wahrſcheinlich ein gewiſſer Johannes 0 Almersbach.— Im Jahr 1617 hören wir von einen ſmacht Pfarrer Kraft Ewald(Crato Eobald) aus Büdesheim, der kaun. als Inſpector und Burgpfarrer in eben dieſem Jahr nach hör Friedberg berufen wurde.— Doch wenden wir uns wieder zu dem Burggrafen N Johann Brendel von Homburg. Dieſer war zweimal ver/ diet heirathet, mit einer Gebornen von Hofgarten und ſpäter Aten mit einer Gebornen von Stein mit der Roſen. Mi 1600, 5, geen erſterer hatte er keine Kinder, mit letzterer eine Tochter Mag; 1 uon dier d dalena, die er mit Kuno Schütz von Holzhauſer ſe een due, vermählte. Dieſer wurde nach Brendels Tod Beſitzer des eg lere int übe Hofes zu Büdesheim. Im Jahr 1740 kaufte dieſen ein ge⸗ 15 en kebetelbe wiſſer Graf Hoym, der ihn aber nur wenige Jahre ben Ich Erd oder s hielt, worauf er gegen das Jahr 1760 an die Freiherrlich ether curgtengche von Edelsheimiſche Familie kam.“)— ſechnung i, i ü 12 5 gen bilden zi Von vielem Unglück wurden die Bewohner von Biz auen ber gefordert, ch. desheim in früheren Zeiten verfolgt. Eine furchtbare Feuers beute an bei brunſt wüthete am 28. Juli 1569 in ihren Wohnungen, von denen 23, ohne Scheuern und Ställe zu rechnen, al⸗ brannten. Noch konnte es ſich nicht von dieſem ſo großen Unglücke erholt haben, als der dreißigjährige Krieg(1618 1648) ausbrach. Wie viel Büdesheim, überhaupt die zur Burg Friedberg gehörigen Orte, in dieſem ſo furchtbaren Kriege, wo Nationen um ihr Höchſtes, ihre Religion kämpf ten, erdulden mußte, überliefern nicht nur Traditionen, ſom dern auch manche alten Urkunden. Das Ackerland wurde zur Wüſte, und nach einer Sage ſollen in jener Schreckens, Zeit nur drei Männer?) in Büdesheim am Leben geblieben ſein, die ſpäter dem jetzigen Orte ſeine Lage gaben. Denn jedem, der Büdesheim mit Aufmerkſamkeit betrachtet, muß es auffallen, daß deſſen Kirche, unſtreitig mit dem Schloß das älteſte Gebäude in Büdesheim, jenſeits der Nidder 1 dem kleineren Theil des Dorfes(Kleinen Dorf) liegt, won, aus aber hervorgeht, daß eben dort das frühere Sundlis. heim oder Büdesheim zu ſuchen und der dieſſeits der Nidden gelegene größere Theil des Ortes erſt ſpäter angebaut won, den iſt.— Aber nicht allein der Krieg wüthete in jenes Zeit in Büdesheim, ſondern auch eine peſtartige Krankheit raffte den größten Theil ſeiner Bewohner hinweg, und al! der Friede zurückkehrte, ſahen ſich die wenigen ubrigge⸗ bliebenen Einwohner im Beſitze ungeheurer Ackermaſſen 8) Unſer und unſers Kloſters Vogtey, ſo wir und erſtermeldt urs Kloſter lange Zeithero auf unſern Höfen, Gütern und Gerichten Büdesheim mit ihren Zugehörungen gehabt und noch haben, ſo eim die Wohlgeborne und Edle Herrn von Falkenſtein und Sayn gu Alters von unſern Vorfahren und Kloſter zu Lehen gehabt ze. ) Reformator in ecclesiasticis et politicis rebus. 5) Die Familiengruft dieſes Hauſes befand ſich dicht hinter dem Alle der Pfarrkirche zu Büdesheim und wurde erſt im vorigen Jahr. Erde ausgefüllt. Mehrere Glieder dieſer hohen Familie liegen dan begraben, was man aus einem Ritter⸗Epithaphium und einem Oe gemälde in der Sakriſtei erſieht. *) Eckert, Jung und** melden, widrig adt erachtet, das 9 Eſtaterben angenen Ge Wee was Rechen. Grünberg an Edit (810) lieber da Auen Johann Joſt! nicht der Provinz Sipeurs⸗ Prozeß erk und unbekannte Albert werden eas Vermögen ſo Mittwoch Vorn Achter anzumelden . damit ausgeſc position über laben.— I dieſem Term , den C Ain zu beſeitigen aſcheinende Glau Uulmachten zum en haben.— ah ſoll bei i gemacht wer ſuglich bes lltelen, weß hal a das Vermög aun bei Ver! iat bleibe Aſtennde beka A at den Beſ e d. bir von eing * udesheim, em Jahr na —— U 1 N Zurggraſe zweimal Vg und ſpate ſen. — N k Tochter Ma. Ane Ad 5 — n ein g ge Jahre 00 ue Fretherrig e Oeſitzer ſem ſo großeg Krieg(8— 1. Ackerland wun jener Schrecken Leben geblitke ze gaben. Da betrachtet, 1 4 1 Caen Holzhauſalz Dispoſition über heawuſten, ſondern Flithe und ſeines Wohlſtandes ſein! angehören.— „ 199 on Sz kam es denn auch, daß die Burg Friedberg manche herrn⸗ n oß Hufe Ackerland an ſich zog, die noch jetzt der Regierung 3 iner dem Namen„herrſchaftliche Aecker/ g 0 Moͤge nie wieder ſolches Unglück Buͤdesheims Fluren 24. noch viele Jahrhunderte Zeugen ſeiner geb. den 18. April. Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Küfer Jakob Zimmer ein Sohn, Wilhelm, Dem hieſigen Bürger und Zimmermann Johannes Schmalz ein Sohn, Heinrich, geb. den 19. Mai. 26. Dem hieſigen Bürger Henrich Jockel II. eine Tochter, Wilhelmine Katharine Eliſabethe Johannette Emilie, geb. den 23. April. b. 27. 15. Mai. Hungen. Getraute: Kirchenbuchs⸗Auszug vom Mai 1844.. Der hieſige Bürger und Maurer Heinrich Heſſler, ehelicher Sohn 7 des zu Großlumda, Kr. Grünberg, verſtorbenen Ortsbürgers Heinrich Heſſler, und Johannette Herzberger, eheliche ledige Tochter des hieſi⸗ 2 gen Ortsbürgers und Korbmachers Georg Herzberger. Eine uneheliche Tochter, Anna Katharina Dorothea Auguſte, geb. den Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Chriſtlan Noiville ein Sohn, Chriſtian Konrad Heinrich Wilhelm, geb. den 27. April. Beerdigte: Maria, Tochter des hieſ. Bürgers und Schneidermeiſters Johannes Knorr, 1 Jahr, 1 Monat und 13 Tage alt, den 10. Heinrich, Sohn des hieſigen Bürgers und Zimmermanns Johannes Schmalz, alt 5 Tage, f den 24. — Dekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Edictalladung. 62) Johann Kaspar Voneiff von Grünberg, geboren 1759, iſt ſeit etwa 50 Jihren von hier abweſend, ohne daß man üer ſeinen Aufenthaltsort oder ſeinen Tod ütterrichtet iſt. Da derſelbe das 70. Lebens⸗ jar längſt überſchritten bat, ſo werden ſeine etwaigen Leibeserben, überhaupt alle diejenigen, wlche Erb⸗ oder ſonſtige Anſprüche an ſein, ſeſther curatoriſch verwaltetes, nach der letzten ſechnung in 622 fl. 45% kr. beſtehendes, Ermögen bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſich jedenfalls in 3 Monaten tin heute an bei unterzeichnetem Gerichte alzumelden, widrigenfalls der Abweſende für tadt erachtet, das Nichtvorhandenſein von In⸗ tetaterben angenommen, und über das er— wihnte Vermögen weiter verfügt werden wird, nis Rechtens. a Grünberg am 4. Juni 1844. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Edictalladung. S100) ueber das Vermögen des verſtorbe⸗ ſen Jobann Joſt Dietz in Utphe hat Gr. Hof⸗ gricht der Provinz Oberheſſen den förmlichen Loncurs⸗Prozeß erkannt, weßbalb alle bekannte und unbekannte Gläubiger hiermit aufge— fordert werden, ihre etwaigen Anſprüche an dus Vermögen ſo gewiß im Termin D Mittwoch den 24. Juli d. J., Vormittags 8 Uhr, M... Nahier anzumelden und zu begründen, als ſonſt ſe damit ausgeſchloſſen werden und bei der die Maſſe unberückſichtigt lleiben.— 4 In dieſem Termin ſoll zugleich verſucht wer⸗ len, den Concurs durch ein gütliches Abkom⸗ nen zu beſeitigen, weßhalb perſönlich nicht irſcheinende Gläubiger ihre Mandatare mit Vollmachten zum Vergleichsabſchluß zu ver— ehen haben.— Auch ſoll bei dieſer Gelegenheit ein Ver— ſuch gemacht werden, die Kinder des Cridars linſichtlich ihres alterlichen Vermögens gleich⸗ uſtellen, weßhalb zugleich etwaige Anſorüche dn das Vermögen der Johann Joſt Dietz Wittwe bei Vermeidung, daß ſie ſonſt unbe— rückſichtigt bleiben, anzumelden ſind. Nicht erſcheinende bekannte Gläubiger werden über⸗ all als den Beſchlüſſen der Mehrheit beige— treten angeſehen. Laubach den 31. Mai 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Arbeits-Verſteigerung. (823) Mittwoch den 10. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe in Niederurſel folgende bei Erbauung der Pfarröconomiegebaͤude und Einfriedigung der pfarrhofraſthe vorkommenden Arbeiten öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. fl. kr. 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 795 09 2) Anlieferung der Materialien, be⸗ ſtehend in Mauerſteinen, Sand, Backſteinen und Kalk, im Gan⸗ zen voranſchlagt zu 293— 3) Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 204 55 4) Zimmerarbeit 348 05 5) Dachdeckerarbeit 100 59 6) Schreinerarbeit 52 39 7) Schloſſerarbeit 86 50 8) Glaſerarbeit 11— 9) Weißbinderarbeſt 141 10 10) Spenglerarbeit 35 04 110 Planirung und Pflaſterung des 220— Hofs Zuſammen 2288 51 Riſſe und Voranſchläge können täglich auf dem Bureau des Unterzeichneten eingeſehen werden. Friedberg den 15. Juni 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Frucht Verſteigerung. (8113) Montag den 1. Juli l. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſollen in bieſigem Rathhauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armen⸗ fonds ohngefähr 50 Malter Korn, zweimal⸗ terweiſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 20. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri z. Holz-Verſteigerung. (8610 Freitag den 28. d. M., Vormittags 9 Ubr, werden in hieſigem Gemeindewalde, Schlag Nr. 2 öffentlich meiſtbietend verſteigert 15 Stecken buchen Prügelholz, 14%„ geſchält eichen Prügelholz, 2 7 nadel Prügelholz, 1620 Wellen buchen Reiſerholz, 2250„ geſchält eichen Reiſerholz, 2290„ nadel und weiches Reiſerbolz, 14 Schichten fichte Bohnenſtangen und 309 Stück fichte Nutzſtangen von 225 Cbkfß. Die Zuſammenkunft iſt in oben genanntem Schlag hinter der ſ. g. Gickelsburg. Obererlenbach den 22. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter⸗Vicar O hmeis. Verkauf auf den Abbruch. (865) Freitag den 28. d. M., des Vor nit. tags 9 Uhr, ſoll das an dem Brunnen im Pfarrhofe zu Münſter entbehrlich gewordene Brunnen-Häuschen, welches von geſundem Eichenholz erbaut, mit Schiefern gedeckt, 10 Fuß lang und 8 Fuß breit iſt und ſich zu einem Schweinſtall gut einrichten läßt, auf den Abbruch an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Verſteigerung wird in dem Pfarrhof präcis 9 Uhr vorgenommen werden. Münſter den 21. Juni 1844. Fur den Kirchenvorſtand C lo tz. Bekanntmachung: (866) Der landwirthſchaftliche Perein der Provinz Oberheſſen unterhält hier in Gieſſen ſtets eine Niederlage verkäuflicher landwirth⸗ ſchaftlicher Werkzeuge und Geräthſchaften und ſind daſelbſt namentlich zu erhalten: f „kr. 1 flandriſcher(Schwarziſcher) Pflug 17 1 Ruchadlo Pflug(Original)) 2 1 ſolcher mit halbbölzernem Rieſter 10 1 Ruchadlo als Wendepflug(Darm⸗ ſtädter Ruch adio) 1 Vordergeſtell daa 10— 1 Untergrundp flug 10 30 1 Amerikaniſcher Schwingpflug.. 17— 1 Häufelpflug mit beweglichen eiſer⸗ Repsſäemaſchine zum Handgebrauch 13— Engliſche Hafer- u. Malzſchrotmühle nen Rieſtrrn n 13— 1 Felgpflug(dreiſchaariger Reihen⸗ ſchaufler).„ Ackerwalze, 7“ lang und 2“ dick 19— 1 ganz von CEiſe nns 21— 1 Ruüben⸗Schneidmaſchine 25— 1 Viehentblähungs rohre... 4— 1 Duff ein gg. 1 Bullenkappen zaum. 3 30 1 Paar eiſerne Halbjoche 3 30 1 Hahn'ſche Hausbaltungswaage, wozu kein Gewicht nöthig 3 48 1 Setzblatte um Abwägen mit geſchloſ— ſener Waſſerwaagge 7 Raſenſtechſchip ee 1 Siegiſches Wieſenbe in. 32 Baumrindenkratze 8 1 Raupenſcheern nne 4 Nähere Auskunft ertheilt mit Vergnüge Gieſſen im Juni 1844. Der landwirthſchaftliche Vereinscaſſier Dauernheim. Bekanntmachung. (86˙7 Am 20. d. M. iſt dahier ein lang⸗ hagriger Pudel, zum Schäferhund geeignet, dem bieſigen Huthſchäfer bei der Heerde zuge⸗ laufen, und kann der rechtmäßige Cigenthümer ihn gegen Vergütung der Koſten bei demſelben in Empfang nehmen. ——— 2 0 n Rendel den 21. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Beck. Edictalladung. 8) Anſprüche aller Art an den in Con⸗ S Valentin Blößer von Keſt⸗ rich oder deſſen Maſſe ſind in dem auf Mittwoch den 21. Auguſt 1844, Morgens 10 Uhr, b anberaumten Liquidationstermin ſo gewiß da— hier anzuzeigen, auch etwaige Vorzugsrechte zu begründen, gegenfalls ſtillſchweigend Aus— ſchluß von der Maſſe eintritt. Ulrichſtein den 17. Juni 1844. 5 Gr. Heſſ. Landgericht daſ., als Freiherrlich Schenkiſches n Keſtrich Ray ß5. Arbeits-Verſteigerung. (869) Dienſtag den 9. Juli l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſollen in Steinbach in der Wohnung des Gaſthalters Höck die Chauſ— ſirungsarbeiten der Staatsſtraße durch die Gemarkung Steinbach öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Friedberg den 20. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Mobilien-Verſteigerung. (870) Montag den 1. Juli d. M. und die folgenden Tage, jedesmal Morgens 8 Ubr an— fangend, werden in der Behauſung des ver⸗ lebten Joh. Jung I. dahier, erbtheilungshalber, folgende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert: 1) ein Pferd, 2) ein vollſtändiger neuer Wagen für 1 Pferd, 3) ein vollſtändiges neues pferdegeſchirr, 4) ein Pferdekarrn, 5) drei Kühe, worunter 2 tragbare, 6) zwei Rinder, 7) zwei Mutterſchweine, 8) fünf Stück jährige Schweine, 9) zwei Schafe mit Lämmer, 10) ein vollſtändiges neues Branntweinbrennereigeſchirr mit Zugehör, 11) acht Ohmfäßer, 12) Tiſche, Stüble, Schränke, Weißzeug und Leinen⸗Geräth⸗ ſchaften. Bemerkt wird, daß das Vieh den erſten Tag zur Verſteigerung kommt. Dornaſſenheim den 20. Juni 1844. Herbert, Schultheis. Aufforderung. (8710 Anſprüche an den unbedeutenden Nachlaß der Barbier Georg Vogts Ehe— teute von hier, ſind Donnerſtag d. 4 Juli, Nachmittags 2 Uhr, anzuzeigen, widrigenfalls ſie bei der Erbthei⸗ lung unberückſichtigt bleiben. Friedberg den 10. Juni 1844. Großb. Heſſ. Landgericht Hofmann. Low. Gras-Verſteigerung. (872) Donnerſtag den 27. Juni, Vormit⸗ mittags 8 Ubr, ſoll das bieſige Gemeindegras zu Heu, beſtehend in 30 Morgen, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden, wozu Kaufliebbaber einladet. Wohnbach den 21. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter Herget. d ιιειιν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein einſpänniger, (857) ſowie ein zweiſpänniger neuer Wa⸗ gen, ferner ein Stoßkarrn mit eiſernen Achſen und ein Schaukel⸗Pferd für Kinder ſtehen billig zu verkaufen bei Friedberg. Salamon Schwaab * 200. Ein junger Menſch (873) von 14-16 Jabren, welcher einen guten Ruf hat und eine ſchöne Hand ſchreibt, kann in hieſiger Stadt ſtändige Beſchäftigung finden. Bei wem ſagt die Exped. d. Bl. Friedberg den 19. Juni 1844. 40 bis 50 Stück Hammel (87) kann man in Wobnbach ankaufen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ein Hühnerhund (878) iſt zugelaufen Niedereſchbach Nr. 59. Eine ſilberne Uhr (876) iſt auf dem Wege von Friedberg nach der Haſelecke verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieſelbe gegen eine angemeſſene Belohnung bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Ein Lehrling (877) wird unter annehmbaren Bedingun⸗ gen in eine Spezerei⸗ und Langwaaren⸗Hand⸗ lung in Gießen geſucht. Von wem ſagt die Expedition d. Bl. Anzeige. (878) Auf das täglich erſcheinende Frank⸗ furter Journal mit ſeinen vielen Beilagen, ſo wie das damit verbundene, ebenfalls täg⸗ lich herauskommende Unterhaltungsblatt, die Didaskalia, kann man fur das mit dem 1. Juli beginnende zweite Halbjahr auf jedem verebrlichen Poſtamte abonniren, welches hier durch anzeigt „Die Expedition des Frankfurter Journals. Literariſche Anzeigen. (879) Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt vorräthig: f Der 2 kleine Deut ſihe oder die Kunſt, die Mutterſprache in 24 Stunden, ohne Lehrer, richtig ſprechen und ſchreiben zu lernen. Nebſt einer durch viele Beiſpiele erläuterten Anweiſung, die ſo oft vorkommenden und zu unangenehmen Mißverſtändniſſen Veranlaſſung gebenden Verwechſelungen des mir und mich, Dir und Dich, Sie und Ihnen, ihm und ihn, vor und für, dem und den u. ſ. w. zu vermeiden. Herausgege ben von J. C. Heinſen, Lehrer der deutſchen Sprache. Zweite Auflage. 128 enggedruckte Seiten broſchirt nur 14 kr. Wie mancher junge Mann, wie manches junge Mädchen, welche ſonſt alles in ſich ver— einen, was man zum Fortkommen in der Welt nöthig hält, können nichts deſto weniger keine Stelle finden, oder müſſen ſolche bald nach dem Eintritt wieder verlaſſen. Worin liegt das in den meiſten Fällen? Antwort: Weil ſie ihre eigene Mutterſprache nicht richtig zu ſprechen verſtehen. Im kleinen Deutſchen nun wird ihnen auf leicht faßſiche Weiſe gelehrt, das in der Ju⸗ gend Verſäumte bei gutem Willen in ganz kurzer Zeit nachzuholen. Auch kann der Preis kein Hinderniß genannt werden, da derſelbe ſo überaus niedrig geſtellt iſt, daß es ſelbſt dem in der Judengaſſe. (880) Bei G. G. Lange in Darmſtiht iſt erſchienen und bei C. Binder nagel Friedberg vorräthig: Dieffenbach, Ph., Profeſſor in Friedbeg, Gießen und ſeine Umgebungen. Ein 5h rer für Fremde und Einheimiſche, und Gil freundlicher Erinnerung an alle ſeine Musen ſöhne. Mit Staylſtichen 54 fr. (881) Bei Wilh. Hoffmann in Weimg erſchien und iſt bei C. Bindernagel o räthig: Wahn und Ueberzeugung. Reiſe des Kupferſchmiede-Meiſters Friedriß Höhne in Weimar über Bremen naß Nordamerika und Texas in den Jahrg 1839, 1840 und 1841. Wahrhafte und ergreifende Schilderung der Bremer Seelen-Transportirungen, der Schickſale deutſcher Auswanderer, vor, bi und nach der Ueberfahrt; Reiſeſcenen zu Waſſir und zu Lande und ausführliche Rathſchlägz für Anſiedler im Bezug auf den Charaktlet, die Sitten und konſtitution ellen Verhältniſt der Amerikaner, ihren Handel und Gewerbz Zum Nutz und Frommen deutſcher Aus wanderer von ihm ſelbſt geſammelt und zus ſammengeſtellt. Nebſt ſeiner Rückreiſe ühlt * fan us wöhel wolle man richt de England und Frankreich. Mit 7 Tafeln Abbildungen. 1 fl. 48 kr. (8820 Jedem, der in guten Büchern nach Rath und Hülfe ſucht, wenn er deſſen bedarf, empfehlen wir folgende 2 neue Werke, welche in Verlage von G. D. Bädecker in Eſſen en ſchienen und durch Carl Binder nagel in Friedberg zu beziehen ſind: Gedanken und Urtheile des Vetters Chriſtian über Leben und Wirken im Mittelſtande von Dr. J. F. Wilberg. 400 Seiten geheftet 1 fl. 48 ke. Ein ächtes Volksbuch! Vollſtändigſte Anleitung zur O bſtbaum zucht nebſt Claſſifikation und Beſchreibung der Obſtſorten F. Rubens. 1. Bd. Die Ob ſtbaumzucht und Benutzung des Obſtes. Mit 4 Kupfern. 400 Seiten. geheftet 2 fl. 24 kr. Ferner iſt bei C. Binder nagel in Fried, berg vorräthig: Alte und neue Jäger⸗Lieder von Pocci und v. Kobell. 18 kr. Alte u. neue Soldaten⸗Lieder von Pocci und Jörgens 14 kr. Zimmermann, Dr. Karl, Vorleſung über den evangeliſchen Verein der Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung ꝛc. 24 kr. Banſa, Dr., Nachtrag zu der von Wigand verfaßten„Vertheidigung Jordans.“ 9 kr. Schwegler, Dr. A., Jahrbuͤcher der Gegen⸗ wart. Aprilheft, enthält: Jordan und der deutſche Inquiſitionsproceß. 1 fl. 12 kr. Schloſſer's Weltgeſchichte für das deutſche Unbemittelſten anzuschaffen moglich wird. Volk. Erſte Lieferung 45 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Abonnements Ibritte und jede e Aitkwochs⸗Blatt, ————————ů—ů—ͤ——ͤ—ͤ——ů—ů—ů—ů—ů— A — Dl retstäthe d aan ſaͤmmtliche Wetreffend: De Zu Ihrer dhnachrichtigen n Rechners des Alewaltung dies Ibroßh. Provinzi I Gießen, über Friedber Ku. D De N ö Kreisr u ſämmtlid laufend: d