** Freies * A g— Fart 900 — Le: 3 Ceo⸗ a* 1 ab Jeg fert eb der Eiſenbahnen betr. ntelligenz-Blatt * für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. twoch, den 25. September Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 27. 1. Verordnung, die Actiengeſellſchaften für den Bau und Ludwig II. von Gottes Gnaden rzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Wir finden Uns bewogen, rdnen, wie folgt:§. 1. Wer im Großherzogthume eine Aetienge⸗ zum Baue einer Eiſenbahn bilden will, hat hierzu vor allen Din⸗ ſere Erlaubniß nachzuſuchen, welche zugleich die Bedingungen der 3 einer ſolchen Geſellſchaft enthalten wird.§. 2. Der Eingabe, cher um dieſe Erlaubniß nachgeſucht wird, iſt der vorläufige Plan ternehmens, insbeſondere ein Entwurf der Hauptbeſtimmungen, nach daſſelbe ausgeführt und betrieben werden ſoll, beizufügen.§. 3. etienunterzeichnung, jede Aufforderung zu ſolcher und nicht minder nahme des Terrains, vor der im§ 1. erwähnten Erlaubniß, iſt 1. F. 4. Wenn die Erlaubniß zur Bildung der Actiengeſellſchaft und dieſe letztere zu Stande gekommen iſt, iſt Unſere Conceſſion zum und Betriebe der Eiſenbahn nachzuſuchen und Unſerer Entſchließung ſich zu gewärtigen. Bei Ertheilung der Conceſſion werden Wir tpunct feſtſetzen, innerhalb deſſen der Nachweis, daß mindeſtens 10 t des zum Baue der Eiſenbahn erforderlichen Actiencapitals baar at worden ſind, bei Vermeidung, daß ſonſt die Conceſſion erloſchen wracht werden muß.§. 5. Unſer Miniſterium des Innern und der iſt mit der Ausführung der gegenwärtigen Verordnung beauftragt. lich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staats⸗ Darmſtadt, am 17. Sept. 1844.(L. S.) Ludwig. du Thil. II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz, 7. Septbr., welche, aus allerhöchſtem Auftrage, die Verbreitung der rlage des Fr. Moriz Hähner zu Mannheim erſchienenen Schrift: eutſche Handwerksburſche nach den Forderungen der Ge— wart, von Ferdinand Adrian“, bei Vermeidung der Confiscation und Polizeiſtrafe von 10 fl. für jedes in Umlauf geſetzte Exemplar ſagt. III. Bekanntmachung des Gr. Kriegsminiſteriums, vom 10. Sept., e Vertretungsfſummen für Militärpflichtige, welche an der rigen Loosziehung Theil genommen haben, vom 1. k. M. October die Einſtandskaſſe dahier bezahlt werden konnen. IV. Desgl., daß die Einlage, welche bei dem Eintritt in die tsaſſecuranzanſtalt der Stellvertretung für das Muſterungs⸗ ſehungsjahr 1845 zu zahlen iſt, 95 fl. beträgt. Die Einlagen kön⸗ am 1. k. M. October an zur Aſſecuranzkaſſe dahier bezahlt werden. V. Ferner Bekanntmachung Großh. Kriegsminiſteriums vom 11. daß nach dem allerhöchſten Befehle S. K. H. des Großherzogs lich der Statuten der Staatsaſſecuranzanſtalt für die Stell⸗ etung vom 1. Sept. 1836(Regierungsblatt Nr. 42) für die Zu⸗ kunft nachſtehende weitere Aenderungen eintreten ſollen: 1) Ausländer können als Verſicherer für Militärpflichtige nicht zugelaſſen werden. 2) In den Fällen der§§. 13, 14 und 17 der Statuten ſollen die Einlagen, von der Aſſecuranz für die Militärpflichtigen des Jahres 1845 an, ohne allen Abzug zurückbezahlt werden. 3) An die Stelle des§. 20 der Statuten tritt folgende Beſtimmung:„Die in den§§. 13, 14 und 17 beſtimmten Rückzahlungen werden in der Periode vom 1. Januar bis zum 31. März des nächſten Jahres geleiſtet. Wenn in dieſer Periode die rückzahlbaren Beträge nicht in Empfang genommen ſind, ſo find ſie der Anſtalt ver⸗ fallen. In dem einen wie in dem andern Falle erlöſchen alle Rechte und Verbindlichkeiten an die Anſtalt.“ J Die im 8. 27 der Statuten beſtimmte Abgabe einer ſpeciellen Ueberſicht aus der Jahresrechnung an jeden Theilnehmer an der Anſtalt ſoll in Zukunft unterbleiben, da die Haupt⸗ reſultate der Rechnung im Regierungsblatte bekannt gemacht werden und die Rechnung ſelbſt nach erfolgter Abhör vier Wochen lang zur Einſicht aller Theilnehmer offen gelegt wird. IX. Dienſtnachrichten: Am 6. Aug. wurde Diſtrictseinnehmer Ling zu Freienſteinau zum Diſtrictseinnehmer zu Mörlenbach, Ortsein⸗ nehmer Haller zu Eberſtadt zum Diſtrictseinnehmer in Kirtorf, Ober⸗ feldwebel Weigel zum Diſtrictseinnehmer in Stockhauſen, Oberfeldwebel Berntheuſel zum Diſtrietseinnehmer in Freienſteinau, Geometer Schau⸗ berger zu Kohden zum Diſtrietseinnehmer in Waldmichelbach und Ober⸗ einnehmereigehülfe Schildkröter zum Diſtrictseinnehmer in Breidenbach ernannt; am 8. dem Geometergehülfen Weigel aus Oberhörlen das Pa⸗ tent als Geometer 3 Cl. für den Kreis Biedenkopf ertheilt; am 9. Jacob Atloff III. zu Guntersblum als Poſtexpeditor allda beſtätigt; am— 45 dem Rabbinatscandidaten Dr. Sobernheim zu Bingen die Stelle eines Rabbinen für den, aus den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kr. Bingen gebildeten, Rabbinatsſprengel Bingen übertragen. Am 22. erhiel⸗ ten Patente als Geometer 2 Cl.: Geometergehülfe Braubach aus Butzbach für den Steuerbezirk Butzbach, Geometer 3. Cl. Jung aus Niederingelheim und Geometergehülfe Boller aus Appenheim für den Kreis Bingen; und als Geometer 3. Cl.: Joh. Körner aus Trebur für den Kr. Großgerau, Peter Müller aus Zell, L. B. Erbach, für den Wieſenbach aus Büdesheim Landratsbezirk Breuberg, Matth. Friedr. für den Kr. Friedberg, Philipp Scheer aus Lauterbach für den Steuer⸗ bezirk Grünberg, Geometergehülfe Rupp aus Rheindürkheim für den Kr. Worms. Am 30. wurde dem evangeliſchen Schullehrer Decher zu Du⸗ denhofen die 1. evang. Knabenſchullehrerſtelle zu Griesheim übertragen; am 3. Sept. der Geh. Juſtizrath Prof. Dr. Birnbaum zu Gießen zum Rector der Landesuniverſität für die Zeit von Michaelis 1844 bis dahin 1845; am 6. der Oberbaudirect.⸗Secret.⸗Acceſſ. Lechner aus Mainz zum Sectionsingenieur für die Section Heppenheim der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn ernannt; am 9. dem Ludwig Schmidt aus Nierſtein das Patent als Geometer 3. Cl. für den Kr. Mainz ertheilt. 5 302„ 80 X. Militärdienſtnachrichten: Am 7. Auguſt wurde der nach⸗ geſuchte wechſelſeitige Tauſch der Hauptmänner Keim vom 1. und Schwa⸗ ner vom 3. Inf⸗-Reg. genehmigt; am 14. der Hanptmann v. Kreß im 1. Inf.⸗Reg. auf ſein Nachſuchen und unter Ertheilung des Charakters als Major in den Ruheſtand verſetzt; am 17. der Rittmeiſter Frhr. v. Geyſo, Adj. Sr. Großh. Hoh. des Prinzen Emil von Heſſen, zum Major ernannt; am 18. dem Hauptmann Cameſaska, Adj. Sr. Königl. Hoh. des Erbgroßherzogs, mit Patent vom 21. Aug., der Charakter als Major ertheilt. Mit Patent vom 19. Auguſt wurde der Graf Adalbert zu Erbach⸗Fürſtenau zum überzähligen Lieutenant im 1. Inf.-Regt.; mit Patenten vom 21. Auguſt der Oberlieutenant Düring vom 1. Inf.⸗Reg. zum Hauptmann dabei, und der Lieutenant v. Lyncker von der Pionier⸗ compagnie zum Oberlieutenant im 1. Inf.⸗-Reg.; ſodann mit Patent vom 23. Auguſt der Lieutenant Faßig vom grßh. Artilleriecorps zum Ober— lieutenant dabei ernannt; am 23. dem Hauptmann Frhrn. v. Gerlach vom 3. Inf.⸗Reg., Adjut. Sr. Großh. Hoh. des Prinzen Georg von Heſſen, mit Patent vom 19. Auguſt der Charakter als Major; am 24. dem Miniſterialrath Zimmermann im Kriegsminiſterium der Charakter als Geheimerath ertheilt; am 25. der Generalmajor à Ia suite Graf zu Erbach-Schönberg zum Generallieutenant dabei ernannt; am 27. dem Generalmajor v. Carlſen, Commandant der Reſidenz, zum Beweis der allerhöchſten Anerkennung ſeiner 50jährigen treuen Dienſtleiſtungen, der Charakter als Generallieutenant verliehen. Zu Lieutenanten ſind ernannt worden die Cadetcorporale: v. Lyncker vom großh. Artilleriecorps dabel; Scriba im 4. Inf.⸗Reg., dabei; Schimpff vom großh. Artilleriecorps im 1. Inf.⸗Reg.; Gräff tm 3. Inf.⸗Reg., dabei; Glock im 2. Inf.⸗Reg., dabei; Simon⸗Günzer u. Wachter vom 1. Inf.⸗Reg. im 4. Inf.⸗Reg.; Hanneſſe vom 2. im 1. Inf.⸗Reg.; Clar vom 3. im 4. Inf.⸗Reg.; Schleußner vom 2. im 3. Inf.⸗Reg.; ſodann der Cadet v. Schauroth im Garderegiment Chevauxlegers in dieſem Regiment.(Die Patente da⸗ tiren ſich reſp. vom 21., 23., 25., 27., 29., 31. Aug., 2., 4., 6., 8., 10. September.) XI. Dienſtentlaſſung: Am 9. Auguſt der bisherige Poſtexpe⸗ ditor Baumann zu Guntersblum, auf Nachſuchen. Heſſenbrückenhammer am 9. September 1844. (Schluß.) Wozu, ſprechen Andre, wozu ſollen Vereine dienen, um die Mäßigkeit zu fördern, die aus dem Innern des Menſchen, als die gute Frucht eines guten Baumes noth— wendig hervorgehen muß? Ja der berühmte Kanzelredner Klaus Harms erklärt ſich wider ſolche äußere Tugendmit— tel, da wir einen feſteren, einen heiligen Grund, das Evan— gelium, hätten. Recht gerne erkläre auch ich, daß es mir ſeltſam erſcheinen würde, wenn Chriſten noch beſonderer Vereine bedürften, um einem Laſter zu begegnen, wenn ſie ſich z. B. nur durch äußre Verbindungen wider Lug und Trug, wider Schwelgerei und Unzucht ſchutzen könnten.— Ganz etwas anders aber iſt es mit den Mäßigkeits vereinen. Sie kämpfen wider tief eingewurzelte Vorurtheile, welche gleich einem verborgenen Krebsſchaden am Leben des Vol— kes nagen, ſie wollen nicht ein einzeles Laſter beſtreiten, ſie wollen die Quelle verſtopfen, aus der endloſes Unheil hervorgeht, der unzählige Verbrechen aller Art entſtrömen. Sie ſind in Widerſtreit getreten nicht allein mit den Scla— ven der Trunkſucht, ſie haben auch Alle die wider ſich auf— gebracht, denen der Gebrauch des Branntweins irgend einen auſſeren Vortheil ſichert.— Bei ſochen Kämpfen aber iſt die Vereinigung der Gleichgeſinnten nothwendig. Das Wort, ja die Klage des Einzelnen verhallt vor dem Toben der Leidenſchaft, unter dem Jauchzen der rohen Luſt; die ernſten Ermahnungen aber von Tauſenden, die kräftigen Walt 10 die nach allen Seiten wiederholt ertönen, finden zuletzt a 15 merkſame Hörer, die in ihrem Innern erſchüttert und. aal Erkenntniß der Wahrheit geführt werden. 10 3 Dieſe entſchiedene Ueberzeugung, welche ich unverhig 7 ausgeſprochen, fand ich denn auch bei allen Mitgliedernm 10 wre ſeres Vereines, welche, der Einladung ihres Vorſtandes ii 455 dagege! gend, heute in unſerm lieblichen Thälchen ſich zuuwal e niſe a fanden. Der Präſident des Vereines, Decan Koch, ef ruf ln atem 5 nete die Verſammlung mit einer energiſchen Rede. Mah b fn 1 hell a a0 freiem Blicke überſchaute er die Vergangenheit in ihren a l e hebenden Erſcheinungen und ihren niederſchlagenden dre en ee 1 niſſen;— mit jener Freimüthigkeit, die den Diener de 1 m* Evangeliums ſchmücken ſoll, rügte er die Gebrechen de len 1 Gegenwart, hieß die Mitglieder des Vereines in den eigſg buran. f Buſen greifen, und die Mängel ihres Wirkens aufſuchenz nbungend. doch hob er auch wieder alle die Wahrnehmungen hervor, d ies dagegen einen freudigen Blick in die Zukunft zu thun gebieten, uu ben, i k und weckte in der Verſammlung das erhebende Bewußtſih i fir den* für eine heilige Sache thätig zu ſein. Dieſer Rede, em g tüm Falle 0 aus der Tiefe des Herzens hervorſtrömenden Ermahnung ei kn dageget folgten ſämmtliche Anweſende mit ungetheilter Aufmerk am bauzung beider keit und Alle zollten dem Sprecher im Stillen ihren Daf enden, Anſtal für die warme Begeiſternng, mit der er geredet hatte.— Foatualitäten de Hierauf wurden intereſſante Nachrichten von verſchic anhigung zu e nen Vereinen Deutſchlands mitgetheilt, an welche eine Nei ſuzanſtalt nicht bedeutungsvoller, gewiß ſegensreich wirkender Beſchlüſſe ſſ lahältniſſen ni knüpfte.— Nachdem die Verſammlung geſchloſſen wa dauer ſeines eig durchſtreiften die meiſten Mitglieder, ohngeachtet hefig borſorge treffen Regenſchauer, unſer Thal und die es freundlich einſchließg ſmittelſt geſtattet den Hügel und beſuchten dann die verſchiedenen Gebauß zu vobeg eiche unſeres Hammerwerkes. Auch hier, wo man des Waſſch einer Rentenar und des Feuers Macht wirkſam verbunden ſah, wo ung ſpätern Lebens. des Hammers mächtigen Streichen ſelbſt die ſtarren Esa daß dieſe— maſſen ſich erweichen mußten, auch hier wurden Alle uf fänden und je Neue von der Ueberzeugung durchdrungen, daß gegen eig de Einlageſun hartnäckigen Feind nur ein unabläſſiger, ein wahrhaft ae erforderlichen N hender Kampf wirkſam ſein könne. Dieſe Ueberzeugung uu ſehr bedeutende moge einmal allgemein werden in unſrem deutſchen Wa, mögen, welche es moge ein jedes Glied des herrlichen Ganzen mä cz abzunehmen pf wirken zum Segen Aller, auf daß man erkenne die iin üchen Falle— Bedeutung des alten Ausſpruchs:„ſtark im Verein.“— 1 nur in d F., da letzter fen 155 Erben 2 9 Möglichkeit Lebens verſicherungs- und Renten-Anſtaltegn ind woll Ne Bekanntlich wird nach erfolgtem Tode eines M. ſahen Gewin gliedes einer Lebensverſicherungs-Anſtalt an deſſen ad id voffung ben diejenige Summe bezahlt, auf welche jenes Mitgl nenſchlicher de für die Dauer ſeines Lebens(gegen Entrichtung jährig nud, deſſen! ſtändiger Beiträge) ſich verſichert hatte. Je früher dun, uo beſſer, dieſer Tod eintritt, deſto vortheilhafter iſt die dd alt zu Da nutzung der Lebensverſicherungsanſtalt für die Erben l alen den Verſicherten, wahrend dagegen bei einem langen Leben„ e Goßherze Letzteren nicht nur nichts gewonnen, ſondern vielmehr, win cha füt ſch man die Zinſeszinſen berechnet, verloren wird,(obglh 1 1 rer And lden * * q a Mit Jorſty ſich * l Decan g en Nad 18 * Die u Feb, ebret in der 209 Aufſu den 5 Hehn edle * Den * N 61 ach in dieſem Falle der große Nutzen dieſer Anſtalten ncht zu verkennen iſt, da auch ſie darin die Wirkung von Eparcaſſen haben, daß ſie kleinere Summen, welche in ber Zerſplitterung häufig als verloren zu betrachten, an— ſunmelt und nutzbringend macht.) Einen Gewinn der Er⸗ um muß alſo der Verſicherte gleichſam mit ſeinem Leben in z beſten Jahren bezahlen und das Glück eines langen dbens iſt dagegen mit Verluſt verbunden. Die Ungunſt deſer Verhältniſſe auszugleichen, den unerfreulichen Gedan— in bei erſterem Falle zu verſcheuchen und den Nachtheil letzteren Falle aufzuheben und ihm einen gröͤßern Gewinn etgegenzuſetzen, gibt es ein anderes Mittel, welches freu— ge und immer ſteigende Hoffnungen zu erregen und zu füllen im Stande iſt, ich meine die Theilnahme an einer gentenanſtalt. Denn während die Lebensverſicherungsanſtalt gwinnbringend iſt bei einem frühen Tode des Verſſcherten, iſt es dagegen die Rentenanſtalt bei einem langen Leben eſſelben, jene bezweckt Verſorgung für die Hinterbleibenden, deſe für den Verſicherten auf ſeine Lebenszeit. Indem alſo t einem Falle die eine Anſtalt den Gewinn verſagt, ge— vährt ihn dagegen in demſelben Falle die andere, und die n genutzung beider, ſich in dieſer Beziehung gleichſam er— fbenzenden, Anſtalten iſt daher vorzüglich geignet, gegen die (ventualitäten des Lebens möglichſt ſicher zu ſtellen und aa eruhigung zu gewähren. Wer nun die Lebensverſicher⸗ ungsanſtalt nicht benutzen will, oder ſie ſeinen individuellen zgerhältniſſen nicht angemeſſen findet und nur für die Jauer ſeines eigenen Lebens oder auch das eines Andern Lorſorge treffen will, der wird ſeinen Zweck durch eine, anschluß pittelſt geſtatteter Theileinlagen, welche nach und nach 4 z vollen ergänzt werden, ſehr erleichterte Betheiligung bei ener Rentenanſtalt erreichen, die ihm beſonders in ſeinem ſtätern Lebensalter den Genuß ſo hoher Jahresrenten ſichert, tuß dieſe— die Erfahrung hat es bewieſen— unter Um⸗ n fanden und je nach der Zeit des erfolgten Beitritts und ter Einlageſummen des Mitglieds die zum Lebensunterhalt de forderlichen Mittel allein darzubieten, immerhin aber einen ſhr bedeutenden Zuſchuß zu dieſen Mitteln abzugeben ver— noͤgen, welche ohnehin im höhern Lebensalter in der Regel cozunehmen pflegen. Der mögliche Verluſt aber im unglück— ichen Falle— einem frühen Tode des Mitgliedes— be— ſeht nur in dem Zinſenbetrage von dem eingelegten Kapi⸗ aul, da letzteres nach Abzug der davon baarbezogenen Ren— en den Erben des Verſicherten zurückbezahlt wird, und dieſe Möglichkeit eines verhältnißmäßig geringen Verluſtes »ird wohl Niemand gegen die Wahrſcheinlichkeit eines ohen Gewinnes in Anſchlag bringen, der die Ausſicht ind Hoffnung hat, wie jeder Andere das gewöhnliche Ziel nenſchlicher Lebensdauer zu erreichen.— Möge daher Nie— nand, deſſen Verhältniſſe es geſtatten, verſaͤumen, je früher zeſto beſſer, bei der neugegründeten allgemeinen Renten— enſtalt zu Darmſtadt, welche unter allen ihren Schweſter— anſtalten den Vorzug verdient und die in allen Hauptorten zes Großherzogthums Geſchäftsführer beſitzt, die Mitglied— chaft fur ſich oder auch für Andere zu erwerben. „% 203. Verſchiedenes. Alle Arten von Käſe zu verbeſſern. Guter Wein wird ſo lange über gereinigtes Wein— ſteinſalz gegoſſen, bis die Miſchung nicht mehr brauſt, dann mit derſelben leinene Tücher benetzt, dieſe um die Käſe geſchlagen und ſelbige in den Keller gelegt. Nach 24 Stun⸗ den befeuchtet man die Tücher von Neuem, kehrt die Kaͤſe um und fährt damit nach Beſchaffenheit der Käſe 4 Wochen lang fort. Durch dies Verfahren werden ganz trockne und verdorbene Käſe ſchmackhaft gemacht. * ** Die Marder und Füchſe ſicher von Tauben und Hühnern abzuhalten. Man ſiede Schweineknochen mit etwas Salbeikraut und lege ſie an den Eingang der Hühner- und Taubenſtälle, ſo werden ſie nie hineingehen. Kann man ein Stückchen von einem Wolfspelz erhalten und hänget ſolches vor den Eingang, ſo hilft dieſes ganz ſicher. Wenn man Hühnern und Tauben das Waſſer, worin Stockfiſche eingeweicht worden, zu ſaufen gibt, ſo frißt ſie kein Marder oder Fuchs, ja ſie kommen ihnen nicht einmal in die Nähe, und ſind dadurch vollkommen ſicher geſtellt. Den Eingang der Ställe damit beſpritzt, ſichert vor den Zutritt dieſer Raubthiere. Mil de Gab e n Für die Abgebrannten in Dierlammen ſind bei der Expedition dieſes Blattes eingegangen: von Hrn. Pfarrer Matthias 36 kr. Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Auguſt 1844. Lich. Getraute: Keine. Getaufte: 13. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Carl Ludwig Schöne, ein Sohn, Johann Adam, geb. den 2. Auguſt. 15. Dem hieſigen Ortsbürger und Fürſtl. Bedienten Jo⸗ hannes Zimmer, eine Tochter, Anna Margarethe, geb. den 2. Augnſt. 15. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Metzgermeiſter Johann Heinrich Wagner, ein Sohn, Carl Ludwig, geb. den 5. Auguſt. 5 22. Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Johann Heinrich Heller ein Sohn, Philipp Chriſtian, geb. den 11. Auguſt. Beerdigte: 7. Daniel Wolf, hieſiger Ortsbürger und Maurermeiſter, alt 66 Jahre, T den 4. Auguſt. 17. Heinrich Kempf, des hieſigen Ortsbürgers und Schuh⸗ machermeiſters Johannes Kempf II. eheliches Söhn— chen, alt 22 Tage, 1 den 15. Auguſt. 22. Des hieſigen Ortsbürger und Fürſtlichen Verwalters in der Obermühle Carl Uhrhans todtgebornes Söhn— chen. 27. Des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Heinrich Regers todgebornes Söhnchen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a νονιε Oeffentliche Aufforderung. (12010 Es beabſichtigen die Grundbeſitzer 1) der Gemarkung Zeilbach die dem Freiherrn Wilhelm von Schenk zu Schweinsberg auf der Sorge zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlage zu 75 fl. mit einem Ablöſungskapital von 1350 fl. 2) der Gemarkung Großeneichen die den Freiherrn von Schenk zu Schweins— berg, namentlich a) dem Gr. Hauptmann Hans Carl von Schenk zu Darmſtadt, b) dem Rittmeiſter Friedrich von Schenk zu Rülfenrod, c) der Maria Freifrau von Schenk als Vormünderin ihrer minderjährigen Söhne Ferdinand, Wilbelm, Georg und Carl von Schenk zu Rülfenrod gebührenden Grundrenten von 2 fl. 22 ½¼ kr. mit 42 fl. 40½ kr. Ablöſungskapital in Ge⸗ mäßheit des Geſetzes vom 27. Juni 1836 ab⸗ zulöſen. Dem Erſuchen Gr. Kreisraths des Kreiſes Grünberg zufolge werden alle, bei der Ablö— ſung vorbenannter Grundrenten Betheiligte, bekannte ſowohl als unbekannte, hierdurch auf— gefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bin— nen 2 Monaten von heute an ſogewiß bei hieſigem Gerichte anzuzeigen, als ſonſt die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an die genannten Berechtigten geſtattet werden wird. Grünberg den 6. September 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. gehöriges Pa— trimonialgericht der Fhrn. Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Bekanntmachung. (1275) Dienſtag den 1. October d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll, Behufs der Verköſtigung der Gefangenen dahier, die Lie— ferung von 1) 450 Stück Weißkraut, 2) 1000—Würſing, 3) 300 Winterkohl, 4) 380 Malter Kartoffeln, zu 240 Pf. das Malter gerechnet. 5) 25 Ohm Sauerkraut, 6) 20 Centner gelbe Rüben, 7 20„ untererdige Kohlraben, 80 3½%„ Zwiebeln, an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Lieferungs-Bedingungen werden vor dem Beginnen der Verſteigerung eröffnet und es ſind, nur ſolche Steigliebhaber zuläſſig, welche ſich durch Beſcheinigungen der betref— fenden Ortsvorſtände ausweiſen, daß ſie eine, dem 3. Theile des Lieferungswerthes gleich kommende Caution ſtellen können. Marienſchloß am 17. September 1844. In Auftrag Gr. Heſſ. Zuchthauß⸗ Direction daſ. Weigel, Speiſemeiſter. — Ankauf von Lebensmitteln. (1276) Donnerſtag den 3. künftigen Mo— nats, des Vormittags um 16 Uhr, wird in der hieſigen Reitercaſerne die Lieferung bedeu— tender Quantitäten an Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und Weißkraut für die Menage, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Die Herrn Bürgermeiſter in der hieſigen Umgegend werden erſucht, dies in den unter— habenden Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 18. September 1844. In höherem Auftrage: Cellarius, Unterquartiermeiſter. „ 204*. Obſt-Verſteigerung. (1220) Donnerſtag den 26. Sept. l. J., von Morgens 9 uhr an, ſoll ſämmtliches Obſt von den ſtädtiſchen Almeien, beſtehend in den beßten Sorten Aepfeln, Birnen und Nüſſen, als am Burgberg, viereckten Weier, Seergra⸗ ben, Wildkautsgraben, an der Ockſtädter Gaſſe, am Schützenrain, Haingraben Stadtſchreiberei⸗ graben, an der Pfingſtweide und der Cheauſſee, theils in einzelnen Bäumen, theils in kleinen Partieen, öffentlich meiſtbietend verſteigert und der Anfang am hinteren Vurgthor gemacht, dann aber am viereckten Weier, Seergraben, und ſo fort die Verſteigerung fortgeſetzt wer— den. Gegen Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 1. Dezember gegeben. Friedberg den 1t. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fer itz. Hofraithe-Verſteigerung. 0 (1277) Montag den 30. d. M., VPormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die den Erben des Jakob Kuh zuſtehende Hof⸗ raithe, beſtehend in Wohnhaus und Stall, worauf haften/ Loos Holz aus dem Burg⸗ wald, einer nochmaligen öffentlichen meiſtbie— tenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 22. September 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1278) Der Wilhelm Müller von hier iſt durch Beſchluß Gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen vom 8. Juli und 26. Auguſt unter Curatel geſtellt worden. Es wird dieß mit dem Anfuͤgen bekannt gemacht, daß der hie— ſige Ortsbürger Wilhelm Fiſcher als Curator des Wilhelm Müller beſtellt und verpflichtet worden iſt, und nur ſolche von dieſem abge— ſchloſſen werdende Rechtsgeſchäfte rechtlich gültig ſind zu denen der Curator ſeine Ge— nehmigung gegeben hat. Rödelheim den 12. September 1844. Gr. Heſſ. 8 3 Landgericht u f f. Edict a l⸗la dung. (1279) Johannes Meid jun. Eheleute von Beltershain entliehen ein Kapital von 32 fl. bei dem Kirchenkaſten zu Beltershain laut ge— richtlicher Schuld- und Pfandverſchreibung vom 26. März 1808 gegen Verpfändung mehrerer Grundſtücke. Dieſes Darlehn wurde durch die Aufnahme eines Kapitals von 50 fl. bei derſelben Darleiherin im Jahre 1824 abge⸗ führt und ſoll gegenwärtig die Verpfändung wegen des Darlehns von 32 fl. gelöſcht wer— den; inzwiſchen iſt die darüber ſprechende Obligation abhanden gekommen, und werden deshalb diejenigen, welche irgend Anſprüche an die fragl. Obligation vom 26. März 1808 beſitzen, hiermit aufgefordert, ſie binnen 8 Wochen von heute ſogewiß dahier anzumelden, und zu begründen, widrigenfalls die fragl. Obligation für erloſchen erachtet, und der desfallſige Eintrag im Pfandbuche gelöſcht werden wird. Grünberg den 19. September 1844. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Wegen Beurl. Gr. Landrichters Thaler. Bücking. Bekanntmachung. (12800 Montag den 30. September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Rath— hauſe durch den unterzeichneten Bürgermeiſter öffentlich an den Wenſgſtnehmenden vergeben werden: 1) die Materiallieferungen und Arbeiten zur Herſtellung von vier kleinen ſteinernen Brücken über die Chauſſee-Gräben auf das Feld, voranſchlagt zu 104 fl. 50 kr., 2) zwei vorſchriftsmäßige Wegweiſer vorm ſchlagt zu 28 fl., 3) Die Reparatur eines hölzernen Brüche, geländers. Die Herrn Bürgermeiſter des Kreiſes wa, den er ſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeſſ den bekannt machen zu laſſen. Niederurſel am 18. September 1844, Der Grßh. Heſſ. Bürgermeſſir Seidler. ON NN Privat⸗ Bekanntmachungen Empfehlung. (121 Ich bringe hiermit mein ſeit la, geren Jahren beſtehendes Möbel, und Baug, ſchäft einem geehrten Publikum in empſch lende Erinnerung, und bemerke noch, daß neben dieſem noch einen Holz- und Glas han etablirt habe und hauptſächlich mit Eichen, Nuß⸗ und Kirſchbaum-Borden in beliebige Dicke und Länge, Nuß- und Kirſchbaum⸗ Fol, nier, ſowie mit allen Gattungen Tafelgltz verſehen bin, und verſpreche meine geehrten Abnehmer auf's Reelſte und Billigſte zu k dienen. Butzbach den 14. September 1844 Heinrich Geſcheidt, Tip des a nde (1261) Es hat dem Herrn gefallen, an 17. September d. J. meine theure Gal in Thereſe, geb. Roller, nach langer und zu. letzt auch ſehr ſchmerzenreicher Krankheit, in noch nicht vollendeten 25. Lebensjahre, im 3. Jahre unſerer Ehe und mit Hinterlaſſung zweier Kinder, eines Knaben von 2 Jahum und eines Mädchens von 5 Monaten zu ſch — 77. ice vöchentlich zwei rn ncht bald ent ementspreis: k.— Aufna ic zun Mittwoch —— Am heimzurufen. Ich bitte meine Freunde ud Bekannten um ihre ſtille Theilnahme und wünſche Jedem, daß er nie den Schmerz mig kennen lernen, den ich zu tragen bin berufen worden.. Friedberg. Ludw. Matthias, Pfarrer zu Fauerbach I Unterricht in weiblicher Handarbeit, (12677) Einem verehrten Publikum math ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich ſß Die the der n ſaͤmmtliche E Betreffend: chen Mädchen, welche das Alter der Schal pflichtigkeit zurückgelegt haben, vom 1. Oe ber d. J. an, Unterricht in weiblicher Hand arbeit zu ertheilen geſonnen bin, und hall mich denjenigen verehrten Eltern, welche ihn Töchter mir anvertrauen wollen, mit dem Be merken beßtens empfohlen, daß auswärk Mädchen auch Koſt und Logis bei mir erhal ten können. Friedberg im September 1844. Eliſe Peſtel, Ludwigsſtraße Nro. 471. 3 um Ver k AA feng (12810 Eine Parthie gut conditionithh 2% und 4 Ohm Fäſſer, welche zu Brandweff, Aepfelwein und Pfuhlfaͤſſer gut zu brauch ſind, als auch eine Anzahl gut gehalten Stückfäſſer, welche ſich zu Aepfelwein, Braus wein und Regenfäſſer gut eignen, ſowie fe ner eine gebrauchte Aepfelmühle, eine neue Kartoffelmühle, und eine Bierbrauerei, ſtehen zu verkaufen bei Jean Goſſi in Großenlinden Beſter blauer Vitriol (1282) zum Weitzen⸗Anmachen, iſt in ſen ſchönen Criſtallen und auch geſtoßen, billich zu haben bei Friedberg im Septbr: 1844. H. Hahn. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die nachſtel laiſenen des l. Mrheſſen werden Friedberg den K Hau 0 landwirthſf Unter Bezu 1 ein der Belag t N. 37. vom 18. d. M., 3 chrige in Sa auf J ſiags 10 U . Wem der e ſermit ein J glieder 5 Wgüun 1 i euhof 1 f der rag 1