enen 14 ü1 1 1 154 1 1121 — 11 4 1211 411 411 61 18 60 600 and d. K. nn g d. 1 60 Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. —— Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten an die Herrn Bürgermeiſter der Orte Altenhain, Feldkrücken, Kolzenhain, Heckersdorf, Sellnrod, Wohnfeld, Ulrichſtein und Großeneichen. Betreffend: Erhebung der Feldſtrafen für die dritte Periode 1844. Die Erhebregiſter über die Feldſtrafen von der 3. Periode(20. März bis 20. Mai) liegen vor und es können an den bekannten Zahltagen Mittwoch und Donnerſtag Feldſtrafen dahier bezahlt werden. Ausnahmsweiſe werden bis zur Mahnung, den 15. Aug., auch Dienſtags Feldſtrafen erhoben. Sogleich nach dem 15. Aug. muß gegen die in Rück⸗ ſtand gebliebenen Feldſtrafſchuldner das Zwangsverfahren eintreten. Sie wollen dies im Intereſſe der Beſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen laſſen. Schotten am 18. Juli 1844. Prätorius. » Lebensfreuden. (Fortſetzung und Schluß.) Liegſt du nach einem Tage voll Arbeit und Mühe auf deinem Lager und läſſeſt, ehe ſich deine Augen zum Schlafe ſchließen, noch einmal an dir vorübergehen, was der Tag dir gebracht, was du an ihm gethan und gelaſſen, prüfeſt die verborgenſten Falten deines Herzens und gibſt dir Rechen⸗ ſchaft von den geheimſten Regungen und Gedanken, von jedem Worte, das über deine Lippen gekommen, von allen deinen Thaten— und du haſt ein gut Gewiſſen, du kannſt in Wahrheit dir das Zeugniß geben, daß du deine Pflicht gethan, daß du dem Guten nachgeſtrebt, daß du das Böſe, wenn es dich etwa verſucht hätte, bekämpft, daß du deinem Nächſten beigeſtanden und aufgeholfen in allerlei Noth des Lebens durch Rath und That, o dann wirſt du nicht dran denken, daß du, ehe du zu Bette giengſt, ein ſpärliches Mahl zu dir nahmſt, daß dein Lager härter iſt, ch, den 24. Juli als das deines reichen Nachbarn, die Töne wilder wüſter Luſt, die von den Straßen oder aus Wein- und Spielhäuſern zu dir dringen, werden in dir das Verlangen, Genoſſe ſolcher Freude zu ſein, nicht wecken, du haſt die höhere Freude, die Freude empfunden, die dem Menſchen das Bewußt⸗ ſein, treu geweſen zu ſein in ſeiem menſchlichen Berufe, unmittelbar gibt. Und welche Freude kann und muß dein Haus dir bieten, wenn ein zufriedenes Herz in deinem Buſen wohnt und die Schuld dir nicht grau malt, was grün iſt! Wenn du vom Felde, oder überhaupt von den Geſchäften deines Berufes zurückkehrſt und bringſt deinem Kinde einen Apfel mit, den du gefunden, oder ein Stückchen Brod, über das die Vögel geſungen, oder ſonſt etwas, und auf der Thüre deines Hauſes ſteht, wenn du heimkommſt, dein Weib und hat dein Kleinſtes auf dem Arme, und dein Weib lacht dir entgegen und das Kleine ſtreckt die Aermchen nach dir aus und die Größern kommen auch hervor, und das Eine nimmt dich an der Hand, das Andere klettert an dir hinauf, Alle aber freuen ſich, daß du da biſt und führen dich frohlockend zur Suppe, die die Mutter bereitet, und nun vertheilſt du deine Gaben, und ſiehſt neue Freude in den Augen deiner Kinder glänzen— wie wollteſt du da nicht ſagen: es iſt doch eine rechte Freude! wie wollteſt du da beklagen, daß du an Glücksgütern vielleicht weniger empfangen haſt, als viele Andere? wie wollteſt du uber deine magere Koſt mur— ren, da du deine Kinder jetzt eben erſt durch ein Stückchen Brod ſo hoch erfreuteſt? Und dann die tauſend anderen An- laͤſſe zur Freude, die das Haus dem zufriedenen Menſchen gibt— wenn das Kind zum erſtenmal ſich auf die Bein— chen ſtellt,— wenn es zum erſtenmal die Namen: Vater! Mutter! ſpricht— wenn es zum erſtenmale aus der Schule kommt und ſagt, ich habe dieß und das gelernt— wenn es zum erſtenmale das Nachtmal halt;— und alle Jahre, wenn des Vaters, oder der Mutter, oder der Kinder Ge— burtstag iſt, oder zu Oſtern, oder zu Weihnachten, oder ſonſt bei einer allgemeinen feſtlichen Veranlaſſung,„an der, eben weil ſie allgemein iſt, jeder Einzelne Antheil nimmt— wer kann da ſagen: es ſeien ihm die Freuden des Lebens verſagt? Es kommt nur darauf an, daß man, was Einem zur Freude geboten wird, auch als ſolche erkennt und auf— nimmt und wenn du keine Lebensfreude haſt, ſo mußt du nicht Gott, den Herrn, verklagen, als ob er dir keine ge— geben hätte, ſondern dein eignes Herz, das nicht im Stande iſt, die dargebotene Freude zu genießen. Zum Schluſſe kann ich mich nicht enthalten, eines⸗ theils zum Beweiſe für den geneigten Leſer, daß auch andere Leute dieſelbe Anſicht von den Lebensfreuden, namentlich wie ſie das Haus gibt, hatten, anderntheils als einen Unterricht wie man ſich des Lebens freuen könne,— und noch dazu ohne große Koſten— einen Brief mitzutheilen, welchen im Jahr 1782 Matthias Claudius, der Wandsbecker Bote, an ſeinen Freund Andres geſchrieben hat. Er ſteht im Aten Theile ſeiner ſaͤmmtlichen Werke. Neue Hab' eine neue Erfindung gemacht, Andres, und ſoll dir hier ſo warm mitgetheilt werden. Du weißt, daß in jeder gut eingerichteten Haushal⸗ tung kein Feſttag ungefeiert gelaſſen wird, und daß ein Hausvater zulangt, wenn er auf eine gute Art und mit einigem Schein des Rechts einen neuen an ſich bringen kann. So haben wir beide, außer den respektiven Geburts⸗ und Namenstagen, ſchon verſchiedene andere Feſttage an unſern Höfen eingeführt, als das Knospenfeſt, den Wider— ſchein, den Maimorgen, den Grünzüngel, wenn die erſten jungen Erbſen und Bohnen gepflückt und zu Tiſch gebracht werden ſollen u. ſ. w. Nun iſt wohl wahr, daß der Sommer und ſonderlich das Frühjahr viel ſchön ſind. Gleich wenn der Winter— ſchnee aufthaut und man den bloßen Leib der Erde zum erſtenmale wieder ſieht, fangt ſich dieſe Viel Schönheit an und geht dann mit immer größern Schritten fort, bis Blu⸗ men und Blätter aufgeblühet ſind und der Menſch vor dem vollen Frühling ſteht. Und gewiß lehret uns der Frühling Gott und ſeine Güte ſonderlich; denn, wie Freund Fritz ſagt, was ſo zu Herzen geht, muß aus irgend einem Her— zen kommen. Und alſo ſind die Frühling's- und Sommer⸗ Feſttage gar ſehr am rechten Ort, ich habe nichts dawider. Es iſt mir aber doch immer ſchon vorgekommen, daß im Herbſt und Winter auch was zu machen wäre, nur habe ich die Sache noch nie recht ins klare bringen konnen. Geſtern aber, wie das mit den Erfindungen iſt— man findet ſie nicht, ſondern ſie finden uns— geſtern, als ich im Garten gehe und an nichts weniger denke, ſchießen mir mit einmal zwei neue Feſttage aufs Herz, der Herbſt— ling und der Eiszäpfel, beide gar erfreulich und nützlich zu feiern. Der Herbſtling iſt nur kurz und wird mit Brat— äpfeln gefeiert. Nemlich: wenn im Herbſt der erſte Schnee Erfindung. „% 230 K. 1 ſbnlel, 1 N 0 fällt und darauf muß genau Acht gegeben werden, nimm neh 74 man ſo viel Aepfel, als Kinder und Perſonen im Hal i ſind und noch einige darüber, damit, wenn etwa noch a dad dritter dazu käme, keiner an ſeinem Antheil verkürzt würde, cee en die e thut ſie in den Ofen, wartet, bis ſie gebraten ſind und iht ee 5 ſie dann. 4A 1 1 Cin So ſimpel das Ding anzuſehen iſt, ſo gut nimmt ſiſße 415 1 aus, wenn's recht gemacht wird. Daß dabei allerlei ver fa nünftige Diskurſe geführt, auch oft in den Ofen hinein ge ben guckt werden muß u. ſ. w. verſteht ſich von ſelbſt. 5 . Kefebaung keine! Und ſo viel vom Herbſtling.* . Der Eiszäpfel will nun wieder ganz anders trakttt e ſein und hat ſeine beſonderen Nücken. Mancher denkt wolf, e wenn er Eiszapfen am Dach ſieht, könne er nur gleich 4 feiern; aber weit gefehlt, es wird mehr dazu erforden.] oeffentliche Der Eiszäpfel kann durchaus ohne einen Schneemann nicht) die Orne gefeiert werden und dazu muß erſt Schnee ſein und dam unden i Ern Thauwetter kommen, daß der Schneemann gemacht werden en Lud I. 5 Schwe U kann und wenn er gemacht iſt und vor dem Fenſter ſteht, muß J 10 Geundtent es wieder frieren, daß Eiszapfen am Dach werden, einer 495 don 165 fe. halben Elle lang, nicht länger und nicht kürzer u. ſ. w.( les Cees de Das ſind die Präliminär-Artikel und die conditio sine f, wetden dhe qua non. 00 Kreittalhs Was ſagſt du nun? Gelte, das iſt'n intrikates Feſtl une 1— Es geht auch mancher Winter darüber hin, ohne daß einz det, bre ; 5 10 zu Stande kommen kann. Wenn nun aber obige Umſtände en 2 Menden r alle eingetreten ſind und ſonſt kein merkliches Hinderniß in ce ſchemig an Wege ſteht, ſo kannſt du denn zwiſchen drei und vier Uhr Nach ung 7* mittags das Feſt angehen laſſen, das NB. von Anfang bis A gate 7 zu Ende mit trockenem Munde gefeiert wird. Nach vier, runderg den. wenn's dunkel geworden iſt, wird eine Laterne in den hoh— len Kopf des Schneemanns gethan, daß das Licht durch N beg den 9. 0 oßh⸗ Yb die Augen und den Mund herausſcheint— und dann geht Groß und Klein auf und ab in dem Zimmer und ſieht aus dem Fenſter unter den Eiszapfen hin nach dem Schnee mann, und denkt dabei an einen andern Schneemann, ein jeder nach dem ihm der Schnabel gewachſen iſt und das iſt das höchſte Moment der Feier. Lebe wohl, lieber Andres, und feiere fleißig alle Feſt— tage und heilige Abende, bis der rechte heilige Abend anbricht. Den 3. Oktober 1782. Dein ꝛc. . 8 5 8 2 8 egen Militärvert Wer wünſcht ſich nicht den kindlich-heitern einfaͤltig- nn können, daf frommen Sinn, der ſich in dieſem Briefe eines unſerer größ⸗. Eoumſſonen ten Volksſchriftſteller ausſpricht? e, deſe aber bis ſünmer⸗ u. Schlo Neiteregſer 0700 da we Godens in hieſiger immer- und Sch At fl. 20 kr., ſez Aoſchlagt, auf de In die Wenigſenel len, ſo ſetze ich Ait dem Anfügen I Bedingungen 1 0 feats, des Vorn et und mit der Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. i ι Edietalla dung. 936) Die Wittwe und Kinder des ver— ſtorbenen Johannes Unger, Fuhrmann in Oberohmen, haben, da eine Inventur des Nachlaſſes eine Ueberſchuldung derſelben nach— gewieſen hat, um eine Zuſammenberufung der Chirographargläubiger zum Zweck einer gütlichen Vereinbarung und Abwendung eines Concursverfahrens dahier angeſtanden. Sämmtliche bekannte, wie unbekannte Gläu— biger, werden demzufolge aufgefordert, ihre Anſprüche ſelbſt oder durch gehörig auch zu Vergleichsabſchluß Bevollmächtigte im Termin Samſtag den 24. Auguſt, Vorm. 9 Uhr, dahier zur Anzeige zu bringen, und an den Vergleichsverhandlungen Theil zu nehmen. Von nicht erſcheinenden bekannten Gläubi⸗ gern wird im Ausbleibensfalle Beitritt zum Beſchluſſe der Mehrzahl der Glaͤubiger ange— nommen, und etwa nicht erſcheinende unbe— kannte Gläubiger bleiben im vorgeſteckten Falle unberückſichtigt. Grünberg den 23. Juni 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. gehöriges Patrimonialgericht der Fhr. Riedeſel zu Eiſenbach. Werl e Oeffentliche Aufforderung. (963). Oberheſſen hat über das Vermögen der Ge⸗ brüder Markus und Liebmann Heß zu Einarts— hauſen den förmlichen Concursprozeß erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Lei— tung beauftragt. Es werden daher alle die— jenigen, welche an das Vermögen der genann— ten Gebrüder Heß irgend Anſprüche bilden zu können vermeinen, hiermit aufgefordert, dieſelben um ſo gewiſſer im Termin Mittwoch den 14. Auguſt l. J., Vormittags 9 uhr, entweder in Selbſtperſon oder durch mit geeig⸗ neten Vollmachten verſehene Vertreter anzu, J Gewerkes, in d zeigen und zu begründen, als ſie ſonſt ohne cen Bureau auf vorgängige Erlaſſung eines Präcluſiv⸗Dekretes hn eingelegt sei als ſtillſchweigend von der Maſſe ausgeſchloſſen fac dem Ablauf det werden angeſehen werden. Zugleich ſoll im vorbeſtimmten Liquidations- Termin zur Beilegung des Gantes die Güte angelegentlichſt verſucht, im Entſtehungsfalle aber zur Wahl eines Maſſe-Curators, Gläu— bigerausſchuſſes und der Feſtſetzung der dem Letzteren zu ertheilenden Befugniſſe geſchritten Laubach den 2. Juli 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ⸗ Brumhard. Fumſſonteröffnun, lutzbach den 15 Gr. Heſſ. Hofgericht der Provinz werden, weßhalb alle nicht perſönlich erſchei⸗ Aäßbinder⸗Art nende Gläubiger bei Ausfertigung der ihren caſerne Mandatarien auszuſtellenden Vollmachten hier⸗ 1) Das dus auf gehörige Rückſicht zu nehmen haben. in in der be fan Ne velwaltungs . d unde „d. M., d i dem U Coumiſ Bekanntmachung. ile deßf (96) Die hinterlaſſenen Kaspar Schepp's Wade, 155 1 Kinder und ihr Stiefvater Kaspar Aff U. indem von Veitsberg beabsichtigen zum Behufe der unge Wen Erbauseinanderſetzung eine Uebereinkunft, durch 0 feen e fpdichen wen „ Iccce das ihnen gehoͤrige Gut mit den vor⸗ wa Abadenen Schulden zur Theilung gebracht wer⸗ „ nach de ſoll, und haben um öffentliche Aufforde⸗ it wünrug der Gläubiger gebeten. 1 Nane werden deßhalb diejenigen, welche irgend iſtderungen an die Contrahenten oder deren Oc über deſſen Beſtandtheile ein Grundbuchs nimmt gg abzug in der Regiſtratur des unterzeichneten 1 g ichts zur Cinſicht vorliegt, zu bilden haben, 8 aimit aufgefordert, ſich im Termine nein!“ Donnerſtag den 29. Auguſt d. J., 0 Vormittags 8 Uhr, Ie wiß dahier anzumelden, widrigenfalls ſie ie der Erbvertheilung und deren gerichtli⸗ anders Beſtaͤtigung keine Berückſichtigung finden ber d N könen. 0 n kt wal Zrünberg den 9. Juli 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. f Welcker. mann n Oeffentliche Aufforderung. und d. 5) Die Grundbeſitzer der Gemarkung genac,„üßenſungen beabsichtigen die dem Haupt⸗ „ etbemnn Ludwig Ernſt Karl Freiherrn „ u Sbenk zu Schweinsberg auf der Sorge einezuehenden Grundrenten im geſetzlichen Geld— Jchlage von 158 fl. 28 ½ kr. nach Maas⸗ iche des Geſetzes vom 26. Juni 1836 abzu⸗ ee Suren. Es werden daher in Folge der Requiſition „sh. Kreisraths des Kreiſes Grünberg alle Les aß hennnte oder unbekannte Betheiligte bei der Aöſung vorerwähnter Grundrenten hierdurch orgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche bien 2 Monaten von heute an bei hieſigem Erichte ſogewiß anzuzeigen, als ſonſt die Aus— lacy zu ung des in 2852 fl. 33 kr. beſtebenden is Wöſungskapitals an den genannten Berech⸗ hen Men geſtattet werden wird. % Zrünberg den 5. Juli 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Welcker. 00 1 gebe„ Zimmer- u. Schloſſer-Arbeiten in der * Reitercaſerne zu Butzbach. n 76) Da die zur Einrichkung eines Heu⸗ Al, dens in hieſiger Reitercaſerne erforderlichen u ist und ziamer⸗ und Schloſſer⸗ Arbeiten, erſtere zu 2 fl. 20 kr., letztere zu 43 fl. 40 kr., vor⸗ 3% uchlagt, auf dem Wege der Soumiſſion 5 im die Wenigſtnehmenden vergeben werden dend anbrig, ſoen, ſo ſetze ich hiervon die Intereſſenten 1 N n dem Anfügen hierdurch in Kenntniß, daß 2 Bedingungen und Voranſchläge auf dem ligen Militärverwaltungsbureau eingeſehen deden können, daſelbſt auch die Formulare zu e. Soumiſſionen in Empfang zu nehmen d, dieſe aber bis längſtens zum 29. dieſes Honats, des Vormittags um 10 Uhr, ver— delt und mit der Aufſchrift des betreffen— e Gewerkes, in den am Eingange zum ge— gchten Bureau aufgehängten, verſchloſſenen seek kiten eingelegt ſein müſſen, indem gleich teln th dem Ablauf des genannten Termins die L umiſſionseröffnung vorgenommen werden . Butzbach den 15. Juli 1844. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. leißbinder-Arbeiten in der Reiter— caſerne zu Butzbach. 78) Das Ausweißen verſchiedener Loca— ten in der hieſigen Reitercaſerne ſoll auf um Verwaltungsbüreau daſelbſt Montag zm 29. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, uff dem Soumiſſtonswege vergeben werden. 9 ſind daher deßfallſige Soumiſſionen, wozu zirmulare von dem Unterzeichneten abgegeben iurden, verſiegelt und mit der Aufſchrift 99,„Weißbinderarbeit betr.“ bis zum gedachten Termine in den am Eingange erwähnten Bu— mus befindlichen Kaſten einzulegen, da nach 687 „% 231 Ablauf dieſes Termins die Eröffnung der Sou⸗ miſſionen ſtattfinden ſoll. Die Bedingungen, aus denen das Nähere zu entnehmen, liegen von heute an zur Einſicht offen. Butzbach den 17. Juli 1844. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (979) Die Geſchäftsſtunden der Receptur Marienſchloß werden hiermit, wie folgt, be— ſtimmt. Morgens: von 7— 12 Uhr, Nach⸗ mittags: von 2— 5 Uhr. Marienſchloß den 15. Juli 1844. Keim. 300 fl. Stiftungskapitalien (980) ſind in 2 Abtheilungen, à 150 fl., gegen doppelten Einſatz zu 5% aus der Hel— denberger Gemeindekaſſe auszuleihen. Heldenbergen den 9. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Pauly. Edictalladung. (992) Die Ablöſung der Grundrenten in den Gemarkungen Bettenhauſen, Bellersheim und Muſchenheim, insbeſondere der der Fa— milie Gremp zu Freudenſtein zuſtehenden. Nach den vorliegenden Adminiſtrativacten iſt die Erlaſſung gerichtlicher Edictalien ver— fügt und darauf hingewieſen worden, daß der in neueſten Bezuß befindliche Theil als der vorläufig berechtigte aufzuführen ſeie. Als ſolcher erſcheint die Familie Kees, be⸗ ſtehend aus der Frau des kurfürſtlichen Pfar⸗ rers Bode zu Wachenbuchen, einer gebornen Kees, dem Oberfoͤrſter Kees zu Treppſtadt in Rheinbaiern, und dem Chriſtian Kees zu Gelnhauſen. Die Grundrenten beſtehen: 1) in der Gemarkung Bettenbauſen, in einem geſetzlichen Geldanſchlag von jährlich 595 fl. 41% Ex., 2) in der Gemarkung Bellersheim in einem gleichen Anſchlag von 6 fl. 8 kr. und 3) in der Gemarkung Muſchenheim in einem ſolchen von 7 fl. 51 kr. Wer bei dieſer Ablöſung ſich betheiligt er— achtet, wird nach Artikel 23. des Ablöſungs— geſetzes, ohne Rückſicht ob der Anſpruch bereits bekannt oder noch unbekannt iſt, hiermit auf— gefordert, ſogewiß binnen zwei Monaten, nach dem öffentlichen Erſcheinen dieſer Aufforde— rung ſich dahier auzumelden und ſeinen An⸗ ſpruch anzuzeigen, als ſonſten die Auszahlung der Ablöſungs⸗Kapitalien an die bezeichneten Berechtigten, oder deren Weiſung verfügt werden wird. Hungen den 11. Juli 1844. a Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht. Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (993) Nächſtkünftigen Freitag den 26. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Büdesheim ver— ſchiedene Weißbinder-Arbeiten für die Kirche öffentlich in Accord gegeben werden. Die Ueberſchläge, wovon der eine Poſten 34 fl., der andere 61 fl. beträgt, liegen auf Gr. Bürgermeiſterei daſelbſt offen. Büdesheim den 19. Juli 1844. a Der Kirchenvorſtand daſ. Edicetalladung. (99/0 ueber das äuſſerſt geringe und ſehr bedeutend überſchuldete Vermögen des Wag⸗ nermeiſters Heinrich Kötter dahier, hat Gr. Hofgericht zu Gieſſen den Concurs erkannt, und unterzeichnetes Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Demgemäß fordert man alle die— jenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den Gemeinſchuldner haben, auf, ſolche ſo ge⸗ wiß im Termin Dienſtag den 17. September, Vorm. 10 Uhr,. dahier anzuzeigen und zu begründen, widri— genfalls Ausſchluß damit von der Maſſe, ohne daß jedoch ein beſonderes Präcluſipdecret er— geht, erfolgt. In dem Termine ſoll gleichzeitig die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Mandatare zum Abſchluß eines Ver⸗ gleichs ermächtigen müſſen. Groskarben am 10. Juli 1844. Grßh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Schäfereiverpachtung zu Rendel, Rent— amts Friedberg. (995) Die dem Großh. Heſſiſchen Fiskus gehörige, aus 400 bis 500 Stück Schafvieh beſtehen könnende, und Petritag 1845 leih⸗ fällig werdende, Schäferei in der Gemarkung Rendel, wird Mittwoch den 21. Auguſt d. J., Nachmittags 1 Uhr, in dem Gemeindehauſe zu Rendel, auf ander— weite 3 oder 6 Jahre verpachtet. Friedberg am 17. Juli 1844. Der Großh. Heſſiſche Rentamtmann Bu ß. Backhaus- Verpachtung. (996) Dienſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf Antrag der Curatoren des Georg Will dahier, deſſen Backhaus, Backge⸗ räthſchaften, Scheuer, Stallung, im Einzelnen, auch ins Geſammt, auf drei Jahre in der Be— hauſung ſelbſt, unter ſehr annehmbaren Be⸗ dingungen verpachtet werden, wozu Kauflieb— haber einladet. Bruchenbrücken am 20. Juli 1844. Vermöge Auftrags: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B ue ſſt. Arbeits- Verſteigerung. (997) Dienſtag den 30. Juli l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in dem Local des Gaſt⸗ wirths Neiſel zu Fauerbach II. die bei Ein⸗ friedigung der Schulhofraithe vorkommenden Arbeiten öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Nach dem Voranſchlage betragen dieſe Ar— beiten: 19 Maurerarbeit 88 fl. 37 kr. 2) Steinhauerarbeit 88— 3) Schreinerarbeit 387 5— 4) Schloſſerarbeit 21— 5) Weißbinderarbeit 7—„ Ferner die Anlieferung von 4 Cubikklafter Mauerſteinen, 32 Bütten Kalk und 1 Cubik— klafter Sand. Voranſchlag und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Gr. Kreis⸗ baumeiſters zu Friedberg zur Einſicht offen. Fauerbach II. den 18. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Bekanntmachung. (998) Freitag den 26. Juli, Morgens um 9 Uhr, ſollen in dem Ockſtädter Gemeinde— wald 2000 Gebund Heiden und Ginſtern, zu Backholz brauchbar, in den Schlägen ſelbſt meiſtbietend verſteigert werden.. Zuſammenkunft iſt am Ausgang des ſoge— nannten Viehtriebs. Ockſtadt den 20. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter in Arbeits-Verſteigerung. (999) Samſtag den 27. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen zu Rommelbauſen nachbenannte Arbeiten, nämlich: I. Die Einfriedigungsmauer um den Friedhof: Maurerarbeit voranſchlagt zu 56 fl. 52 kr. Steinhauerarbeit 8 Schloſſerarbeit 8 77„5— Lieferung von 18 Bütten Kalk; II. An dem Wege nach dem Steinbruch: Maurerarbeit voranſchlagt zu 7fl. 36 kr. Steinhauerarbeit 287 30„ Chauſſirarbeit 18»— 5 III. Pflaſterarbeit von 35[IKlafter, an den Wenigſtnehmenden, unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen, vergeben werden. 5 Altenſtadt den 20. Juli 1844. J. A. Der Wegaufſeher Ruppel. Bekanntmachung. (1000) Ein brauchbarer Schäfer, der ſich über ſein gutes Betragen genügend ausweiſen und nöthigenfalls Caution leiſten kann, wird von der Stadt Butzbach in Dienſt geſucht. Luſttragende haben ſich innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten zu melden. Butzbach am 18. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seippel. rr „—„ Privat- Bekanntmachungen. Einweihungsfeſt. (1001) Nächſten Samſtag den 27. d. M., wird die wieder neu hergeſtellte hieſige Syna⸗ goge eingeweiht, bei welcher Gelegenheit in meinem geſchmackvoll decorirten Saale Har⸗ monie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen iſt. Der Eintritt iſt jedoch nur Iſraeliten, gegen Er— legung von 48 kr. Entree, geſtattet und lade ich zu dieſem Vergnügen hiermit höflichſt ein. Nieder wöllſtadt den 21. Juli 1844. Philipp Speck, Gaſtwirth. Einladung. (1002) Samſtag den 27. Juli iſt im Gaſt⸗ hauſe zum ſchwarzen Adler in Altenſtadt fuͤr die Iſraeliten Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladen die Uebernehmer. Altenſtadt den 20. Juli 1844. Zum Vermiethen. (1008) Ein Theil meines Kellers, welcher ſeither von Herrn Phyſikatsarzt Dr. Renner zum Lagern von Wein benutzt wurde, iſt zu vermiethen. Briefträger Hanſtein. Einen transportablen Tanzboden, (1000 ganz neu, hat der Unterzeichnete zu verleihen. Gettenau im Juli 1844. Wilhelm Kriegck IV., Gaſtwirth. Voranſchläge von Stahl und Bekker (1005) ſind zu haben bei Carl Weis, Buchbinder in Friedberg. Lehrlings- Geſuch. (1006) Ein mit den nöthigen Kenntniſſen verſehener junger Menſch kann bei mir die Handlung erlernen. 5 Gießen im Juli 1844. Carl Frech. „* 232* Pele Das Helden⸗ Madchen de, unteren. von Sgragoſſa. wan Abonnement auf den eilften Jahrgang (1007) von Meyer's Universun Preis für den ganzen Jahrgang von 12 Monatsheften mit 48 der ſchönſten Sia ſtiche ſammt Doppel-Prämie nur A fl. 48 kr.— Ohne Voraus bezahlung Das Univerſum iſt mit jedem neuen Bande ein neues Werk, ausgeſtattet g dem Reiz der Neuheit. 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Oft ſchon verſuchte ſich die Kunſt an dem großen Gegenſtande,— nie aber mit größerem Talent, mit mehr Begeiſterung, mit ſo entſchie⸗ denem Erfolge. Hildburghanſen, Juni 1844. Das Bibliographiſche Inſtitut. Subſeription auf Meyer's berühmtes und vortreffliches Werk, das auch bei mir vun Jahr zu Jahr einen größeren Kpeis von Freunden ſich erwirbt, beſorgt gern und ſchnell C. Bindernagel in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. welch Indem ich Aekanntmachung ſenerke ich Ihnen lauern, Ausſchel Wbicben, N. V. loten iſt. Friedber 5 Die unter Hung dürfen vo Alitärdienſte ſt ue bewilligt i Es hat d Lexicons i der Tragung ſllärſchen Abz Kedung verſchle ter bezeichnen n ſo gewiſſer z ſſe, vorbehaltlie ſhonmen und ur Kosten wied . Die Gensde af die genaue! zahen und die fade, in deren u alobald zur Darmſta Großherz