Buraf; uͤrgkirche tb. a * Bure * urgkirche: Im. 1 mittags tags um id Zutbach r 1844. Intelligenz-Olatt für die Probinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 3. I. Verordnung Großh. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 20. Dez. 1843, welche zur Beſeitigung ent— ſtandener Zweifel und Entfernung erhobener Anſtände, in Bezug auf die im§. 8 der Verordnung vom 19. Juli 1842, Verhütung von Unglücksfällen durch Fuhrwerke, Pferde und Zugvieh auf Straßen betr.(Nr. 26 des Reg.⸗Bl. v. 1842), enthaltene Beſtimmung nachträglich ver- fügt, daß in Fällen, wo Fuhrleute vor den Wirthshäuſern, in welchen ſie eingekehrt ſind, ihr Fuhrwerk die Nacht über auf der Straße ohne Laterne, oder ohne die Wagendeichſel gehörig aufgezogen und verwahrt zu haben, ſtehen laſſen, das einſchlagende Polizeigericht auf die deßfalls erhobene Denunciation die in dem§. 15 der erwähnten Verordnung angedrohte Polizeiſtrafe von 30 kr. bis 5 fl. jedesmal gegen den Wirth und nicht gegen den Fuhrmann zu erkeunen hat, daß jedoch dem Wirthe der Rückgriff gegen den Fuhrmann vorbehalten bleibt, zu welchem Behufe die Denuncianten an— gewieſen werden, in vorkommenden Contraventionsfällen den Wirth und den Fuhrmann, ſobald als möglich, davon in Kenntniß zu ſetzen, daß die Denunciation erfolgen werde, damit der Wirth hierdurch Gelegenheit erhält, ſeinen Regreß gegen den Fuhrmann zu nehmen.— VII. Namens veränderung: Am 29. Dezbr. 1843 wurde dem Salomon Simon von Friedberg, Sohn des Schutzjuden Simon Simon daſelbſt, geſtattet, küͤnftighin die Namen„Sally Seymour Mallan“ zu führen.— VIII. Dienſtnachrichten: Am 29. Nov. 1843 wurde der Gensdarm Plock, dermalen zu Breidenbach, von dem Hrn. Grafen zu Solms-Rödelheim zum Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Rödelheim ernannt; am 22. Dezbr. dem 2. Lehrer an der Realſchule zu Michelſtadt, Stein— berger, die Director- und 1. Lehrerſtelle an derſelben über— tragen; der Acceſiſt bei der Steuercontrole und Caculatur der 1. Sect. der Oberfinanzkammer, Krebs, zum Calcu— tor und der Ortseinnehmer zu Beſſungen und Gehülfe bei jener Behörde, Schröder, zum Acceſiſten dabei ernannt; am 3. Jau. der Lehrerin Catharina Delger aus Mainz die kath. Mädchenſchullehrerſtelle zu Büdesheim übertragen; am 5. der Profeſſor der claſſiſchen Literatur und Philoſophie am oberen Gymnaſium zu Rotweil, im Königreich Würtem— berg, F. A. Scharpff, zum ordentlichen Profeſſor an der katholiſch-theologiſchen Facultät der Landesuniverſität Gießen ernannt.— X. Dienſtentbindung: Am 19. Dezbr. wurde die Reſignation des kathol. Pfarrers Leimbach auf die ihm ſeither übertragene Pfarrſtelle zu Neckarſteinach genehmigt.— XI. Verſetzung in den Ruheſtand: Am 23. Dez. der Schullehrer Volkmar zu Freienſeen.— XII. Geſtorben ſind: Am 27. Dez. der Salinen⸗ enſſier, penſ. Steuercommiſſͤr Pfannmüller zu Salzhau⸗ ſen; am 29. der Hauptzollamtsdiener Weidig zu Gießen; am 1. Jan. der penſ. Lehrer der franz, Sprache an der Realſchule zu Offenbach, Prof. Lendroy; am 5. der Kreis⸗ gerichtsbote Ringel zu Worms. Die Menſchenfreunde in Amerika. Ihr habt, geliebte Leſer, vielerlei Gerede über das Land gehört, in welches Manche euerer Bekannten ausge— wandert ſind. Gutes und Böſes iſt euch von Amerika er— zählt worden; man hat euch gewarnt oder ermuntert, euer Vaterland mit der neuen Heimath zu vertauſchen. Denket nicht, ich wollte heute zu euch reden, um die Auswan⸗ derungsluſt zu erwecken oder zu unterdrücken. Ihr habt vor Kurzem Einiges geleſen, was euren Beifall nicht erhalten konnte. Ich mochte euch auch etwas Schönes von Amerika erzählen, das der Beachtung und Nachahmung werth iſt. Es ſoll nämlich von Menſchenfreunden die Rede ſein, denen die Noth ihrer Brüder zu Herzen ging und die ſich mit Eifer bemühten den Unglücklichen ein Rettungsmittel zu verſchaffen. Es herrſchte längere Zeit, ſo wird uns erzählt, eine gar gefährliche Krankheit jenſeits des Meeres, gegen welche kein Doctor ein ſicheres Mittel verſchreiben konnte. Groß war der Jammer, den ſie in vielen Familien hervorrief. Manchen Vater, der noch länger für Weib und Kind hätte ſorgen konnen, raffte ſie in der Blüthe ſeiner Jahre dahin. Verlaſſen ſtanden die Seinen und mußten bittere Thraͤnen vergießen. Ja, was das Schlimmſte war, die Krankheit, von welcher ich reden will, hatte viele Koſten verurſacht und faſt an jedem Orte Wittwen und Waiſen der Armuth Preis 5 gegeben. Freilich nicht Jeder erlag ihrer zerſtörenden Wuth; Mancher trug nur einen ſiechen Körper davon. Aber oft— mals war ſeine Familie unglücklicher, als wenn er im Sarge gelegen hätte. Er wurde zänkiſch und ſtreitſüchtig; er erhub vielleicht ſeine Hand gegen ſeine Hausgenoſſen; Frau und Kinder wünſchten oft in der Stille ſeinen Tod herbei. In ſeinem Wahnſinne und ſeiner oft wiederkehrenden Bewußtloſigkeit verzehrte er ſein Gut mit Praſſen; zur Ar— beit war er wenig aufgelegt; auch wollte ihm nicht Jeder— mann Arbeit vertrauen, weil er oft nicht wußte, was er that. Er war wie von Teufel beſeſſen, denn die böſe Luſt erwachte immer aufs Neue in ihm; er fiel aus einer Sünde in die andre, ſo daß er zuletzt Ehre und Anſehen verlor. So ging es bei Vielen, bis auch ihre Körperkraft vernichtet wurde; oder bis ſie in einem Fieberanfall eine Treppe hin⸗ unterſtürzten, vielleicht auch auf andre Weiſe gewaltſam ihr Leben verloren, wenigſtens verſtümmelt wurden; oder bis man ihnen einen Aufenthalt im Zucht⸗ oder Narrenhauſe anweiſen mußte. Weit verbreitet war dieſes Uebel. Faſt keine Stadt und kein Dorf wurde gefunden, wo es nicht herrſchte und Viele ergriffen hatte. Wollt ihr den Namen wiſſen? Es war die Cholera nicht; ſchrecklicher noch hat dieſe Krankheit gewüthet. Es war eine Peſt, aber furchtbarer als die, welche in der Türkei oft Tauſende in einem Jahre ums Leben bringt. Branntweinpeſt wird ſie geheißen; 300,000 Säufer waren in den vereinigten Staaten von Nordamerika 30,000 ſollen jährlich als Opfer des Trunkes gefallen ſein. Nach angeſtellten Berechnungen mußten ½ der Armen der Trunkſucht ihr Elend zuſchreiben. Viele von denen, die in Irrenanſtalten ſich fanden, hatten ihren Verſtand durch den Branntwein verloren. Viele waren Diebe und Mörder ge⸗ worden und dadurch ins Gefängniß gekommen, weil der Fuſelgeiſt ihr Gewiſſen betäubt hatte. Großes Aufſehen erregte die Geſchichte eines Mannes, Namens Johnſon, der in New⸗Nork als Mörder hingerichtet wurde. Er wollte Frau und Kinder tödten. Die Stunde zur Ausführung war feſtgeſetzt. Als dieſe herbeikam und er ſchon die geladenen Piſtolen ergriffen hatte, verließ ihn der Muth, und das Mordgewehr entſank ſeinen Händen. Er verſchlang ein Glas Branntwein; aber dieſes belebte ihn noch nicht. Er trank ein zweites; noch ſchwankte er. Er ſtürzte ein drittes hinunter, nun fühlte er ein tobendes Feuer in ſich, das ihn zur raſchen That trieb, welche er ohne Zittern vollbrachte. Die Richter, die Aufſeher in Gefängniſſen machten die Be— merkung, daß die Mehrzahl der Verbrecher dem Trunke ergeben war. Oeffentliche Nachrichten beſtätigten es, daß ſchauderhafte Unglücksfälle durch Betrunkene veranlaßt wur⸗ den. Der jährliche Betrag, welcher für dieſes Gift veraus⸗ gabt wurde, betrug gegen 120 Millionen Gulden. Solche Wahrnehmungen gingen denn vielen Menſchen⸗ freunden ans Herz. Das Laſter wurde in Büchern und Zeitungen getadelt. Aerzte und Gerichtsperſonen ſchrieben und ſprachen gegen daſſelbe. Die Geiſtlichen griffen es in Predigten an. Doch die Landplage wollte nicht ver— ſchwinden. Da bildeten ſich Geſellſchaften, um dem fürchter⸗ 99 lichen Feinde entgegen zu wirken. Aber auch diefe fruchteten wenig, indem ſie die Sache noch nicht auf die rechte Weiſe anzufangen wußten. Mehrere Unglücksfälle in der Nähe von Boſten brachten die Sache aufs Neue zur Sprache. Ein⸗ ſichtsvolle Maͤnner ermahnten, gar keinen Branntwein mehr zu trinken. Anfangs konnte man in ſolche Lehre ſich nicht finden; ſie wurde als Uebertreibung verſchrieen. Doch Viele machten den Verſuch und fanden ſich wohl dabei. Im Jahre 1826 vereinigten ſich zu Boſten hochher— zige Menſchenfreunde, welche des Gelübde ablegten, den gebrannten Getränken gänzlich zu entſagen. Von vielen Seiten wurde das Nützliche dieſes Entſchluſſes erkannt; deßwegen folgten dieſem erſten Mäßigkeits⸗ oder Entſagungs— vereine in raſcher Eile andere nach. Bis zum Jahre 1829 war die Zahl bis auf 1000 geſtiegen, welche 100,000 Mit⸗ glieder zählten. 50 Brennereien hatten ihre Arbeit einge⸗— ſtellt; 400 Kaufleute den Handel mit Branntwein aufgege⸗ ben, und mehr als 1200 Säufer dem Lieblingsgetränke entſagt. Auf dieſe Weiſe machte man die Erfahrung, daß der Branntwein etwas Ueberflüſſiges wäre. Große Guter wurden ohne denſelben und beſſer als früher bewirthſchaftet. Die Arbeiter berauſchten ſich nicht mehr und waren fleißiger als früher, da ſie eine Eutſchädigung an Geld für den Branntwein bekamen. Anſehnliche Bauten wurden aufgeführt ohne daß das Gläschen die Runde machte, ja Schiffe gingen in kalte und heiße Gegenden, ohne daß die Mann— ſchaft auch nur einen Tropfen des berauſchenden Getränkes erhielten. Zahlreiche Beiſpiele beſtätigten es, daß Niemand mit mehr Ausdauer und Heiterkeit Wind und Wetter zu ertragen, die Stürme rauher, ſowie die Hitze heißer Länder auszuhalten und den Wechſel der Jahreszeiten zu beſtehen vermöge, als der, welcher ſich gänzlich des Branntweins enthielt. Auch dei der Armee wurde der Gebrauch deſſelben abgeſchafft; die Folge hiervon war nur die, daß die Strafen ſeltener wurden. Dieſelbe Bemerkung wurde auf den Kriegs⸗ ſchiffen gemacht. Es ging uberall ohne den Fuſelgeiſt beſſer und ordentlicher her, als da, wo derſelbe ſein verderbliches Weſen trieb. Die Handelsſchiffe, welche ihn nicht mit an Bord nahmen, brauchten bei den Aſſecuranzgeſellſchaften eine gringere Prämie zu bezahlen. Mag es uns wundern, daß die Mäßigkeitsgeſellſchaften mit unglaubli her Schnelligkeit ſich verbreiteten und große Dinge ausrichteten? Es gab auffallende Beiſpiele von Solchen, die ihren Vortheil nicht achteten, um dem Braantweingenuſſe entgegen zu wirken. Ein Kaufmann ſchüttete den vorräthigen Branntwein weg, weil er nicht mit einem ſo ſchädlichen Getränke handeln wollte. Ein Müller weigerte ſich, fur Brennereien Getraide zu mahlen. Andere freilich dachten nicht ebenſo uneigen⸗ nützig. So beſchwerte ſich einſt ein Schenkwirth über die Maäſſigkeitsvereine. Früher habe er den Samſtag, wenn die Arbeiter ihren Lohn erhalten hatten, oft 100 Dollar eingenommen, jetzt gewöhnlich kaum 10. Dank den Men⸗ ſchenfreunden, welche hierzu Veranlaſſung gaben. Wie groß und umfaſſend überhaupt die Wirkungen der Mäßigkeits⸗ vereine waren, geht aus folgenden Thatſachen hervor. Bis 1835 exiſtirten 8000 Vereine mit 2 Millionen Mitglieder. händlers J — Johannes des Ortsbl nes Baß und Ackerm betha Hofm nich Hofma 5. Subs. 1 ä Bekanntmack mts 1 die ſogeng us und Mu nem Schlaggang mühle angebracht Scheuer, ſowie 23 kalthe und des Japre 1820 rden 1 kinge⸗ Wetter zu ßer Lander zu deſtehen anntweins ch deſſelben icht mu an haften eine dern daß d *, 38000 Kaufleute hatten Handel mit Brantwein aufgegeben. 3000 Brennereien waren eingegangen. 12000 ehemalige Säufer hatten ſich gebeſſert. Auszug aus: Baird Geſchichte der Nordamerikaniſchen Mäßigkeitsvereine. Fragen: 1) Richtet nicht der Branntwein auch bei uns unſägliches Unheil an? Könnte dieſem Uebel nicht geſteuert werden? Wer weiß ein beſſeres Mittel als die Mäßig— keitsvereine? O— ch. 2 3 C. Str. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Dezember 1843. 8 Ulrichſtein. Getraute: — Carl Friedrich Behrmann, hieſiger Krämer, Salzwieger und Bezirkspoſtbote, Sohn der Friedericke Behrmann, der Tochter des vormaligen Gr. Amtschirurgen Fried— 27 8 Getaufte: — Dem hieſigen Bürger und Gr. Geſtütsknechte Johannes Freyenſehner II. ein Sohn, Johann Heinrich. Verſtorbene: Anna Eliſabethe, Wittwe des hieſigen Bürgers und Schuhmachers Heinrich Dauppert, eine geborne Enders von hier, 69 Jahre, 8 Monate und 1 Tag alt. Maria Katharina, Wittwe des hieſigen Bürgers Ackermanns Johann Georg Enders, eine geborne von hier, 82 Jahre, 1 Monat und 12 Tage alt. und Joſt 2 Einladung. Sonntag den 28. d. M. wird in dem neuerbauten Saale des Gaſt⸗ hauſes„zur Stadt Caſſel“ zu Vilbel von den verehrlichen Mitgliedern des Frankfurter Inſtrumentalmuſikvereins,(gegen 50 Perſonen) ein Con⸗ cert unter Leitung des Herrn Aloys Schmitt ausgeführt werden Aus⸗ gezeichnete Muſikſtücke(D. aur Symphonie von Beethoven u. a.) werden vorgetragen werden und Hr. Aloys Schmitt, höchſtausgezeichneter Clavier⸗ virtuoſe, ſo wie mehrere andere Tonkünſtler von Ruf werden ſich hören laſſen. Auch haben wir Hoffnung, Fräulein Capitaine und Herrn Piſcheck unter den Mitwirkenden zu ſehen.— Wo ſolche Kräfte zuſammenwirken, da dapf man wohl auch etwas recht Tüchtiges erwarten!— Der Ertrag iſt zur Unterſtützung einer Kleinkinderbewahranſtalt und einer Arbeitsſchule für Bedürftige jeder Confeſſion beſtimmt, eines Inſtituts, deſſen Bedürfniß ſchon längſt gefühlt wurde, zu deſſen Ausführung aber Bekanntmachungen von Be— rich Anton Behrmann, und Veronica Lipp, Tochter des hieſigen Bürgers und Ackermanns wie auch Saamen— händlers Johannes Lipp. des nes Johannes Bätz, hieſiger Bürger und Schneider, Sohn Ortsbürgers und Ackermanns zu Meiches Johan— Bätz, und Eliſabetha Lipp, des hieſigen Bürgers und Ackermanns Conrad Lippen Sohns und der Eliſa⸗ betha Hofmann, des herrſchaftlichen Hofbeſtäuders Hein— die Kräfte und Mittel der hieſigen Gemeinde bisher nicht ausreichten. Vertrauend laden daher die Unterzeichneten die Freunde der Tonkunſt und die Freunde der Menſchheit zum Beſuche dieſes Concertes ein, gerne trittspreiß iſt auf 1 fl Vilbel den 22 rich Hofmann auf dem Siegmundshäuſer Hof Tochter, p. subs. mat. legitimirte Tochter. geſtehend, daß nur durch Theilnahme von außen der ſchöne Zweck— Ver⸗ beſſerung des verwahrloſten ſittlichen Zuſtandes eines Theils der heran— wachſenden hieſigen Generation— gefördert werden könne. Der Anfang des Concertes iſt um 5, das Ende um 7 Uhr.— Der Ein⸗ geſetzt; für Familienbillete werden 2 fl. 42 kr. bezahlt. Januar 1844. Das Comité: W. Simon, Stockhauſen, Birkenholz, Iſ. Hinkel, Bürgermeiſter Hinkel, Lorenz. 2 hoͤrden. Bekanntmachung. (68) Montag den 12. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die ſogenannte Langwieſemühle bei Nieder— ohmen, beſtehend in einem einſtöckigen Wohn— baus und Mühlbau mit einem Mahl- und einem Schlaggang, an letzterem iſt eine Trölles— mühle angebracht, ferner einer einſtöckigen Scheuer, ſowie 233 Klafter Grund der Hof— raithe und des Gartens, 7 Morgen 203 Klaf- ter Ackerland und 5 Morgen 384 Klafter Wie— ſen zwangsweiſe verſteigert werden. Niederohmen den 15. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Carle. Güter- Verſteigerung. 449) Auf Antrag der Erben der Wilhelm Weckerlings Wittwe ſollen Donnerſtag den 25. Januar, von Morgens 9 Uhr an, in hieſigem Rathhauſe deren Güterſtücke, beſtehend iy 60 Ruthen Garten in den Liebfrauengärten an F. Windecker, 84 Ruthen Acker im Kleinwarth— feld an Georg Lang, 91½ Ruthe in der Lach an Chriſtoph Weckerling, ſodann in der Ge— markung Fauerbach II., 82 Ruthen Acker an der Wingertsgaſſe, 50 Ruthen an der Oſter— luzey, 42% Ruthe obig dem Stadtweg an L. Sang, 90 Rth. an der Wüſtung neben E. Sang, 90% Rth. an der Töpfenkaut, 92¼ Rth. am Entengraben an Balthaſar Mohr, 83 Rth. am Bachbornpfad, 114 Rih. in der alten Gewann an J. Neiſel, 87¼ Rth. an der Elach an Salzmann, 63 Rth. links der Dor— heimer Hohl an G. Mengel, 71½ Rth. da⸗ ſelbſt rechts an Gottl. Milde, 83 ¼ Rh. allda an H. Sang, 20 Rth. Baumgarten allda an taſtrirte, nachher von dem jetzt verſtorbenen Joh. Neiſel, 108 Rtb. obig der pferdswieſe[ Joſeph Cbrlich beſeſſene Hofraithe, 14/89 iſt an G. M. Billaſch, 49 Rth. am Mainzerthor— weg an Chr. Weckerling, 98½ Rth. daſelbſt an F. Zimmermann, 93 Rth. in der oberſten Elach an Mohr, 85½ Rth. am Hockenberg an B. Sprengel, 89½ Rth. am wauernheimer Weg an M. Philippi, 52 Rth. Baumgarten im Mühlfeld 31% Rth. Wieſe an der Mühl— fall, 59½ Rth. im Holz an Friedrich Zim— mermann, 78 Rth. zwiſchen den Hohlen an Friedrich Zimmermann und 57 Rth. Acker obig dem Dorheimer Pfad öffentlich meiſtbie— tend verſteigert und bei annehmbarem Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 13. Januar 1834. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. PTrocla ma. (83) Johann Heinrich Schepp modo Hein⸗ rich Otterbein und 8 Conſorten zu Rupper— tenrod, baben 5%ö106 1/7 16 Klafter Brauhaus bei der Kirche an L. Schmidt zu Ruppertenrod an Heinrich Thomas daſelbſt verkauft, ohne ſich deßhalb als Eigenthümer urkundlich ausweiſen zu können. Macht Je— mand Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an dieſes ſ. g. Brauhaus, ſo muß er ſie binnen 6 Wochen, von heute an, dahier anmelden, widrigenfalls dem abgeſchloſſenen Kaufe die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wird. Grünberg den 2. Januar 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht das. geb. Patgcht. der Freiherrn von Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Thaler. Bekanntmachung. (870 Der am 28. Juli 1843 dahier confir- mirte Kaufbrief über die auf den Namen von Juden Jacobs Wittwe zu Muſchenheim ca— abhanden gekommen, und deſſen Amortiſation für nöthig erachtet worden. Es wird deßhalb, und zwar ein- für alle— mal, bekannt gemacht, daß wer auf den Be⸗ ſitz des Kaufbriefs Anſprüche gründen wolle, ſolche binnen 6 Wochen, bei Strafe des Aus— ſchluſſes, dahier geltend machen müſſe. Hungen den 8. Januar 1844. Gr. Heſſ. Fſtl. Solms-⸗Bfsſches Landgericht Hofmann. Aufforderung. (85) Auf Antrag der Vormünder der Kin der des verſtorbenen Nicolaus Platz II. wer den alle, welche gerechte Forderungen an die ſelben zu haben glauben, aufgefordert, ſolche bei dem Vormunde Ludwig Platz II. anzuzeigen. Ockſtadt den 18 Januar 1844. In Auftrag: Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Klein. Bekanntmachung. (86) Nachdem die Frau Heinemann Bamberger von Bellersheim die Erklärung ge— geben, daß ſie gemeinſchaftlichen Handel mit ihrem Manne nicht treiben und ſich damit ge gen die Theilnahme an ſeinen Schulden ver wahren wolle, ſo wird dieſes zur dienlichen Notiz veroffentlicht. Hungen den 9. Januar 1844. Gr. Heſſ. Fſtl. Solms-Bflsſches Landgericht Hofmann. dog des Oeffentliche Aufforderung. (87) Johannes Feuerſtein von Stangenrod hat gegen Johann Georg Münch ür von Haarbach die nachfolgende Klage erhoben. Ausweißlich das von dem früheren Gr. Bür germeiſter Withelm von Goͤbelnrod errichteten Protocolls vom 2. Sept. 1842 hat mir der Beklagte den Reſt eines baaren Darlehns, welchen ihm Chriſtoph Loth von Haarbach im Betrage von 204 fl. 1½¼ kr. verſchulden ſollte, für die Summe von 149 fl. 1¼ kr. käuflich abgetreten und ſich für die Richtigkeit dieſes Darlehns ausdruͤcklich haftbar erklärt. Ich habe ihm hierauf 40 fl. alsbald bezahlt, und bin ſofort gegen den Schuldner, weil er die Richtigkeit des fraglichen Darlehns nicht an⸗ erkennen wollte, klagend aufgetreten, indeſſen mit meiner Klage rechtskräftig abgewieſen worden, indem der Schuldner den Beweis er⸗ bracht hatte, daß er den fraglichen Betrag nicht als Darlehn verſchuldet, und daß er fer⸗ ner mehrere Zahlungen gemacht habe. Der Beklagte iſt in Folge dieſes Ausgangs des gegen den Schuldner Loth geführten Pro⸗ zeſſes verbunden, mich rückſichtlich der abge⸗ tretenen Forderung völlig ſchadlos zu halten. Meine Forderung an den Beklagten berech⸗ net ſich folgendermaßen: kr. 1) erhielt er auf den Kaufſchilling baar 40— . welche ich mit Zinſen vom Tage der Auszahlung dem 2. Spt. 1842 zurückverlange; 5 2) entgeht mir ein Gewinn von 3) betragen die Koſten des mit Loth geführten Rechtsſtreits ausweislich der darüber vorliegenden Akten welchen Betrag mir gleichfalls mit Zinſen vom Tage der Auslagen an zurück zu erſtatten iſt 1— 23 3 118 3 Bei der Abweſenheit des Beklagten, deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, kann ich nun zu deren Forderung nicht gelangen, ich will deß— halb Klage fñühren und Gr. Landgericht bitten: „den Beklagten nach vorgängiger Aufforde— rung in den öffentlichen Blättern ſchuldig zu erkennen, den libellirten Betrag von 118 fl. 3 kr. mit den angegebenen Zinſen zu be— zahlen, unter Verurtheilung in alle durch dieſe Klage entſtehenden Koſten. f. pr. Da der Aufenthaltsort des Beklagten unbe— kannt iſt, wird derſelbe hiermit aufgefordert, ſich auf die vorſtehende Klage im Termine Dienſtag den 19. März d. J., Vorm. 8 Uhr ſogewiß dahier zu erklären, widrigenfalls er des thatſächlichen Inhalts der Klage für ge— ſtändig erachtet, und unter Einredeausſchluß nach Antrag gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich wird dem Beklagten eröffnet, daß im Falle ſeines Ausbleibens die Bekanntma— chung der weiteren gerichtlichen Erlaſſe nur durch Anſchlag an der Gerichtsthüre erfolgen ſoll. Grünberg am 5. Januar 1844. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Holz-Verſteigerung. (88) Dienſtags den 30. d. M., von Mor⸗ gens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms— Rödelheim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, nämlich: 12 Eichſtamme, zuſammen 2450 Cubikfuß haltend, 27 Stecken eichen Scheitholz, 7 Aſtprügel und 27 15„ Aſtreiſer, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Aſſenheim den 20. Januar 1844. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Bekanntmachung. (89) Donnerſtag den 25. Januar ſollen in dem bei Wickſtadt gelegenen Bönſtädter Ge⸗ meindewalde, Auwald genannt, 230 Stämme 7. 7 * 28* ganz vorzügliches Werkholz, hauptſächlich für Wagnermeiſter geeignet, unter den bei der „Verſteigerung vorgeleſen werdenden Bedingun⸗ gen, meiſtbietend verſteigert werden. Auf gül— tige Bürgſcheine wird das Holz bis den 1. September d. J. verborgt. 5 Der Anfang der Verſteigerung beginnt Morgens 10 Uhr. Bönſtadt am 19. Januar 1844. i Der Grhß. Heſſ. Bürgermeiſter Leonhardt. Hofraithe-Verſteigerung. (90) Ju Auftrag Grßh. Heſſ. Landgerichts Friedberg ſoll Dienſtag den 5. März d. J., Vormittags 10 Uhr, das von Joh. Klein III. erſt vor 2 Jahren neu erbaute Wohnhaus auf dem Bürgermeiſterei-Bureau dahier meiſtbie— tend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 20. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Frucht ⸗Verſteigerung. (910 Montag den 5. Februar, Morgens 10 Uhr, werden von den Herzogl. Domanialfrüch⸗ ten pro 1843 29 Mltr. 2 Meſte/ Geſch. Waizen, n, Lon 83 7 2 77 550 Geſch. Gerſte, 67 7 4 7 1 600 7 Hafer, ſämmtlich alten Friedberger Maaſes, in ein zelnen Abtheilungen auf dem hieſigen Rath— hauſe meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. 5 Reichelsheim den 19. Januar 1844. Herzl. Naſſ. Receptur Rullmann. Ne. Privat- Bekanntmachungen. Holländiſche Preßhefe (62 zu allen Weiß Bäckereien ſowohl, als auch zum Anſatz in Brandwein⸗ Brennereien ausgezeichnet gut, das Original-Pfund⸗Paquet zu 30 kr. 5 Wer ſich zu täglichen oder wöchentlichen größeren Beziehungen verbindlich macht, er⸗ hält ſolche verhältnißmäßig billiger. Gießen im Januar 1844. M. Silbereiſen. Geſchaͤfts-Empfehlung. (80) Indem ich einem verehrten Publi⸗ kum hiermit die ergebenſte Anzeige mache, daß ich mich auf hieſigem Platze als Meſſerſchmied etablirt habe, empfehle ich mein Geſchäft, unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung, einer freundlichen und wohlwollenden Auf— nahme. Butzbach den 16. Jan. 1844. Philipp Diehl. Hofraithe-Verſteigerung. (92) Mittwoch den 31. d. M., Morgens um 10 Uhr, will Unterzeichneter ſeine, neben dem Gaſthauſe zur Lilie dahier ſtehende und zu jedem Geſchäfte ſich eignende Hofraithe, beſtehend aus Wohnhaus mit Keller, Scheuer mit einem großen gewölbten Keller, Stallung, Grabgarteu mit Kegelbahn ꝛc., freiwillig auf hieſigem Rathhauſe einer abermaligen Ver— ſteigerung ausſetzen. Vilbel den 19. Januar 1844. Johannes Breither J. Arbeits- Verſteigerung. (93) Samſtag den 27. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in dem Garten des Herrn Heinrich Müller am Mainzer Thore, das Pla. niren eines Bauplatzes und das Ausgraben eines Kellers wenigſtnehmend verſteigert werden“ Friedberg im Januar 1844. Elektrizitäts-Ableiter, das unfehlbarſte Heil⸗ und Präſervativ-Mittel gegen rheumatiſche und nervöſe Leiden aller Art. (90 Es iſt mir in den Elektrizitäts-Ableitern die ich hiermit zum Ankaufe zu offeriren mich beehre ein Gegenſtand in Commiſſion gegeben worden, welchen der Verfertiger fur ein unſchätz bares Heil- und Vorbeugungs-Mittel gegen akute und chroniſche Rheumatismen und Ner, venleiden aller Art, als: Geſichts-, Kopf- Zahn⸗, Ohren-, Hals- und Bruſtſchmerzen, Rücken- und Lendenweh, Gliederreiſen und Krämpfe; ferner: Kongeſtionen, Herzklopfen, Schlafloſigkeit, Roſe,(Rothlauf) Augen- u Hals-Entzündungen erklärt. Die auf die En 1 fahrung, daß das Weſen und die Urſachen da N 6. genannten Leiden in einer Anhäufung von Clel, trizität im Körper beſtehen, gegründeten, un mit magnetiſcher Kraft, ausgeſtatteten Ablei⸗ ter werden in Form von Amuletten um den 0 Hals, auf dem Rücken getragen und bewirken 0 eine faſt, zauberhafte, augenbli fliche Hülfe. Sie wurden zuerſt von Dr. Bureaud-Riofreſ in London empfohlen, der ſie unter dem Na— men Elektrometer um zwei Guineen(24fl.), das Stück verkauft; ich aber bin in den Stand geſetzt, das Stück zu 18 kr., und bei Abnahme von 6 Stücken ein ſiebentes gratis abzulaſſen; Perſonen aber, welche ſich deren Verkauf un terziehen wollen, größere Vortheile anzubieten, Der bei den Ableitern befindliche Gebraucht zettel beſagt das Nähere. Gießen den 16. Jan. 1844. f Hermann Bach, Velen f„Seltersweg Lit. C. Nro. 23. Nach eine Die Solidität dieſer Ausſage verbürgt der 1 im Königreich Würtemberg anſäßige und al,] dauf von Nem gemein geſchätzte Oberamtsarzt Pr. Bo den die Noaungt ar müller in folgender Art: darfs an Per In Bertreff vorſtehender Empfehlung des. Elektrizitäts⸗Ableiters verweiſe ich auf einen!(egerd in dig Aufſatz über denſelben im mediz. Korreſpon— mit den entf denzblatt von 1842, nach welchem derſelbe dee Grund, daß günſtigſten Wirkungen hervorbrachte. Es ſtehl Herde bei de daher dem Verkaufe, weder der Sache ſellſt e wegen, noch in mediziniſch-polizeilicher Hinsicht!“ tgeſhrt wn ein Hinderniß im Wege. ren, daß in! Schwäbiſch⸗Gmünd, den 29. Jan. 1843. len Pferde vo Oberamtsarzt Dr. Bode nmüller. erkauft word Das neue Preis Verzeichniß f 80 (95) friſcher, echter, in- und ausländiſcher al an Cie 5 bemühen, daß wendet, daß n nen Mferde nie werden, und d Garten-, Feld⸗, Holz⸗ und Grasſamen, ben kann, da vorgeführt werd der ſchönſten und neueſten Blumenſäme— reien, eines Sortimentes der prächtigſten und neueſten Georginen ꝛc., die in der Su der hieſgen Pr Friedberg Kreibrͤthe an die Gr. menhandlung von Sam. Lor. Ziemann in Quedlinburg zu bekommen ſind, iſt jezt ausgegeben und wird von der C. Bindernagel ſchen Buchhandlung gratis verabreicht. Danach gemachte Beſtellungen wird Herr“ Michael Jung in Friedberg beſorgen. Ein tüchtiger Branntweinbrenner, (96) der mit guten Zeugniſſen verſehen i, wird in der Näbe von Friedberg geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. 1 Verſtei gerung. Alkiſſend (97) Freitag den 26. Januar d. J., Nach mittags 2 Uhr, ſollen in dem Gaſthauſe zun Löwen in Butzbach gegen 50 Flaſchen Rouf— ſiilon, einige Flaſchen Rum de Ja malen und Magenbitter Parthieenweiſe verſteigen werden. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.