Intelligenz-Olatt * für die e Provinz Oberhbeſſen im Allgemeinen, „ d die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen — und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil f Der Großherzoglich Heſſiſche — 912 8 1058 Ver — Klreisrath des Kreiſes Gruͤnberg en ämmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. * etre tfen d: Die Landgeſtüts ⸗Anſtalt, nunmehr die Unterſuchung der Obr. I als Beſchäler benutzt werdenden Hengſte von Privatper⸗ — ſonen für 1845. i Diejenigen Gr. Bürgermeiſter, welche bis jetzt nicht nem in Nr. 52 des Intelligenzblatts von 1841 enthal⸗ Lien Ailsſchreiben entſprochen haben, werden hierdurch auf— for denn demſelben bis zum 27. d. M. bei Vermeidung der ſendug von Strafboten nachzukommen. Grütberg am 17. October 1844. 7 O uvrier. Köppern am 14. October 1844. En erſt heute mir zu Geſicht gekommener Artikel aus am Jfelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen, datirt berrpetach vom 16. September, eine Rüge, das Beneh— gen der hieſigen Ortsbürger bei dem am 15. dahier ausge— „tocheng Brande betreffend, gibt mir Veranlaſſung, da ich Zlugemzeige der ganzen Begebenheit war, zur Ehre der Ge— Jieinda zr erwiedern, daß der Berichterſtatter in allen Thei⸗ n faiſch belehrt worden iſt. Mit dem erſten Ruf Feuer! and di eine Scheuer ſchon in vollen Flammen, und kaum „ar es nöglich die Pferde zu retten, als die angrenzende scher ebenſo ſchnell von dem Feuer ergriffen die Be— Zürzung der Eigenthümer und die Gefahr noch vermehrte ud klum geſtattete, die Acker-Geräthſchaften zu retten. die mie angrenzenden Häuſer, die ſchon von der Flamme „uf der tinen Seite ergriffen waren, nahmen die Thaͤtig⸗ zanbit dir köſchenden in Anſpruch und nur die große Ent⸗ (rnung bis an den Mühlgraben, welche die Menge zu eit vetheilte, kann Veranlaſſung gegeben haben, die Thä— — cgeeit z bezweifeln und Kälte für das allgemeine Intereſſe * Mittwoch, den 23. Oktober zu vermuthen. Die Wirthshäuſer waren während des Bran⸗ des auch nicht von einem einzigen hieſigen Gemeindsmit⸗— gliede beſetzt und die Freigiebigkeit der Privathäuſer war, als die größte Gefahr vorüber, nur zu bereit allen fremden Herbeieilenden mit ihren Vorräthen in Eſſen und Trinken auf das Bereitwilligſte zuvorzukommen. Außer dieſen Um⸗ ſtänden zeigt ſich die chriſtliche Theilnahme, trotz der Dürf— tigkeit vieler Gemeindsmitglieder, im ſchönſten Lichte und auch der Aermſte bemüht ſich ſein Schärflein zur Linderung der Noth beizutragen. Einweihung des Schulſaals zu Oſtheim. Es gewährt den guten Menſchen immer eine beſon— dere Freude, wenn er wahrnimmt, wie man ſo gerne bereit iſt, das zu verbeſſern, was bisher einer erfolgreichen Jugend— bildung hemmend im Wege ſtand.— In der Gemeinde Oſtheim wurden ſeither die Kinder in einer ſehr engen Schul— ſtube unterrichtet. Gewiß ward es dabei dem Lehrer warm, und die Schuler mußten an Liebe zur Sache(anderer Nach— theile nicht zu gedenken) verlieren. Dieſem Uebelſtand hat die Gemeinde abgeholfen durch die Erbauung eines herrlichen Schulſaals. Es iſt von großem Nutzen im Werke der Jugendbildung, wenn ein geeignetes Local dieſem Geſchäft zu Gebote ſteht. Da geht der Lehrer mit Freuden ſeine Arbeit, und den Kindern iſt's doppelt wohl, wenn ſie ſich um ihn verſammeln ſollen. Am 14. October er— hielt dieſer ſchöͤne Schulſaal in der Gemeinde Oſtheim von Hrn. Rector Algeier aus Butzbach ſeine Weihe. Der Kirchen⸗ und Schulvorſtand, die Lehrer der Umgegend, die Schuljugend und viele Einwohner von Oſtheim begaben ſich gegen 10 Uhr zur Kirche, wo das Lied aus dem Geſang— buch Nr. 517„Menſchen weiſ' und gut erziehen“ geſungen wurde. Hierauf hielt Hr. Algeier eine Rede über die Worte:„Wo Gott nicht das Haus bauet, da arbeiten um— ſonſt die, ſo daran bauen.“ Aus der Kirche gieng der Zug in angemeſſener Ordnung in den Schulſaal, in welchem von % 334.. den anweſenden Lehrern ein fur dieſen Act gedichtetes Lied vierſtimmig vorgetragen wurde, worauf ſodann Hr. Algeier über die Wichtigkeit der Erziehung ſprach, und den Saal mit recht geeigneten Worten einweihete. Zum Schluſſe wurde von allen Anweſenden das Lied 415 im Geſangbuch „Lobet den Herrn den mächtigen König der Ehren“ aus recht freudigem Herzen geſungen.— Neben einem ſchönen Schulſaal wird nun auch in der Kurze ein prächtiges Pfarr— haus in Oſtheim ſein, wodurch dieſe Gemeinde alsbald ihren eigenen Pfarrer wieder erhalten wird. 55 Bellersheim, 14. October. Heute Vormittag um halb 11 Uhr wurden wir durch den Ruf„Feuer, erſchreckt. Es brannte nämlich in der hieſigen gräflich Degenfeld'ſchen Oberburg, und zwar im Dachwerke des Wohnhauſes. Da dieſes Gebäude iſolirt ſteht und mit einem Wallgraben umgeben iſt, ſo konnte daſ⸗ ſelbe mit der hieſigen und den aus der Nachbarſchaft ſchnell herbeigeeilten Feuerſpritzen umſtellt werden, und es gelang den von allen Seiten angewandten Bemühungen, die zwei unterſten Stockwerke dieſes Gebäudes zu retten, ſo daß nur das Dach und der dritte Stock ein Raub der Flammen wurden. Auch wurden die Mobilien des Bewohners, Pach— ters Carl, faſt ſämmtlich gerettet. Wir finden uns veran— laßt, den Bewohnern der benachbarten Ortſchaften für die uns geleiſtete ſchnelle und thätige Hülfe unſeren herzlichen Dank abzuſtatten mit dem Wunſche, daß der Himmel ſie und uns vor ähnlichem Unglück künftig bewahren möge. (Grßh. Heſſ. Zeit.) . Im zweiten Heft des„deutſchen Sängerſaales,, der bei Joh. André in Offenbach herausgekommen iſt, fin— det ſich ein„Soldatenlied,“ das, der Angabe nach, von Schiller verfaßt ſein ſoll. Die erſte Strophe lautet: Es leben die Soldaten, Der Bauer giebt den Braten, Der Gärtner giebt den Moſt, Das iſt Soldatenkoſt. i Einſender hat dieſes Lied bis jetzt unter den Liedern von Schiller nicht auffinden können. Da er daſſelbe„für Deutſchlands Männerchöre“ ganz unpaſſend hält und er ſeine deßfallſige Anſicht den Wetterauer Geſangvereinen vor— legen wollte, ſo liegt ihm viel daran, zunächſt die Stelle in Schillers Werken zu kennen, wo das Soldatenlied zu finden iſt. Er bittet deßhalb einen Leſer, dem dieſe Stelle vielleicht bekannt wäre, um gefällige Angabe derſelben in dieſem Blatte. * Verſchiedenes. Bei der jetzt leider ſehr allgemein verbreiteten Spielwuth dürfte es vielleicht Manchem nicht unintereſ⸗ ſant ſein, zu hören, was der große Reformator, Pr. Mar⸗ — tin Luther, von dem Spiele hielt. Er ſagt:„Es 10 Berlin fenbar, daß die Spieler des Gewinns halber ſpielen, erbat mit ihrer Begierde und mit ihrem Geize ſuͤndigen. Den i 1 1 ſind ſie auch Diebe vor Gott und begehren eines Aug fügte 0 e gage Gut. Denn es ſpielt keiner mit dem Andern, daß erh Gala ſein Geld oder Gut geben wolle, ſo er es 1 wohl g möchte ohne Spielen. Item, er ſpielt nicht, daß er. — A1 lieren wolle, oder eines Fremden Nutzen als ſeinen z Cs legte Nutzen ſuchen. Alſo aber iſt Spielen allezeit wider die g Da ward und kommt aus Geiz; denn ein Spieler ſucht ſeinen Gu Du arme mit eines Andern Schaden oder zum wenigſten ſuch! Dein erſt nicht eines Andern Nutzen, als ſeinen eignen Nutzen. 00 doch iſt ein Spieler nicht ſchuldig, das gewonnene 1 wieder zu erſtatten; denn er raubt nicht vor Meg fluchenbuchs und nimmt nicht fremdes Gut wider den Willen des. deſſelbigen Gutes, der mit Willen das Spiel iſt einge gen. Denn ſie ſetzen Beide mit gutem Willen das J auf und wagen es dahin. Darum, wer verſpielt, der 18 un ſpielt das Seinige mit ſeinem eigenen Wiſſen und Wi duns Denn es iſt höchſt billig, daß, wer Gefahr liebt, dau 6. August Mül Schillinger, darin umkomme; es wäre denn, daß ſie betrüglich ga berg weiland hätten. Doch wäre es die beßte Strafe, wenn eie ledige Tochte könnte, daß ſie dabei verlören. Denn es wäre ein Recht des Spiels, dieweil ſie Beide, der Eine win 1, Von Aung Andere, mit ſeiner eigenen Gefahr ihren Geiz gegen. geb. am 21. Nächſten üben. Oder, es wäre auch gut, daß die dul keit ihneu Beiden den Gewinn nähme und legte ihn Bekauntmac gemeinen Nutzen, weil ſie mit ihrem Spielen wider f 1 Gebot der chriſtlichen Kirche thun.“ ö J * 8 5. Deda .(1360) du Keine Havannah-Cigarren mehr! Vor ein Sa Jahren machte man die Bemerkung, daß Cigarrenra Geſchwüre im Munde und an den Lippen bekommen beg und man ſchrieb dies der in der Havanna üblichen Nun tigungsart, wo die oft kranken Neger und Negerinnen Cigarren auf ihren bloſen Schenkeln rollen ſollten, Dem wurde ſpäter widerſprochen, allein jetzt verſichert geiſtreiche franzöſiſche Schriftſtellerin, die aus Havannn ig Brod, Bre ter, Gerſte Leinkuchen, ſtenſtroh zu auf dem Wege zu vergeben, ſo w licher Lieferung rungen verſiegel betreffenden Lie bis längſtens de bürtigte Gräfin Mulin, deren Glaubwürdigkeit nich ur, in das am Zweifel gezogen werden kann, in ihrem intereſſanten Wee 3 „La Havane,“ ſie ſei mehrere Male Augenzeugin gewſtg ber 19 5 5 daß Negerinnen die Tabaksblätter auf ihren nackten Stn—miſſonen in B, keln zu Cigarren rollten. Da möchte einem nun 0 5 7— Appetit vergehen, Havanna⸗Cigarren, wenigſtens ohne Muf) befahren entda 1 2 1 mittags ſtück, zu rauchen— und mit einem ſolchen raucht ing werden, auf de kanntlich kein ächter Raucher,— denn wenn auch Butzbach del Hände der Bremer, Hamburger, Leipziger ꝛc. Wickelbuniſt wohl nicht immer die ſauberſten ſein mögen, ſo iſt das li noch etwas ganz anderes, als der— Schenkel einer!“ Edi gerin! Appetitlich iſt gewiß alles Cigarrenrauchen“(3c) ang Mundſtück nicht, und doch thun es täglich Leute, die 10 igen Arg nichts Unſauberes in die Hand, noch weniger aber in! Haber über Mund nehmen. baer en den gegangen bon bente an, ö ene Hypothek f 1 „% 335. Zur Erheiterung. 8. Ein Berliner Polizeiagent ſoll juͤngſt aus übertriebe⸗ 15 ner Gewiſſenhaftigkeit eine vor einem Metzgerladen aufge— N haͤngte Blutwurſt arretirt und den Verkäufer zu einer 15. Geldſtrafe gezogen haben—„weil ſie geraucht hatte⸗ 1 3* Aus dem Engliſchen. 75 Es legte Adam ſich im Paradieſe ſchlafen Da ward aus ihm das Weib geſchaffen. 8 Du armer Vater Adam, du!. Dein erſter Schlaf war deine letzte Ruh. N. (Claudius.) Kirchenbuchs⸗Auszug vom September 1844. 29. 15. Laubach. Getraute: Auguſt Müller, Bürger und Steindeckermeiſter, des Bürgers und Steindeckers weiland Jacob Muͤller hinterlaſſener ehelicher lediger Sohn dahier, mit Helena Schillinger, des Bürgers und Bäckermeiſters in Grün— berg weiland Samuel Schillinger hinterlaſſene eheliche Dem hieſigen Buͤrger und Barbier Philipp Krauß eine Tochter, Henriette, geb. den 24. Auguſt. Dem hieſigen Bürger Johann Wilhelm Lauth eine Tochter, Eliſabetha Margretha, geb. den 25. Aug. Dem hieſigen Bürger Johann Conrad Löwer V. eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 24. Aug. Beerdigte: Johann Curt Rupp, des hier wohnenden Ortsbürgers aus Arnsheim Heinrich Rupp Söhnchen, alt 1 Jahr, 5 Monate, 26 Tage, 1 den 4. Sept. Herr Hofapotheker Chriſtoph Röſſing, alt 65 Jahre, 5 Monate, 13 Tage, t den 5. Sept. Ludwig Chriſtian Möll, des hieſigen Bürgers, Schloſ— ſermeiſters und Gemeinderathsmitgliedes Joh. Möll Söhnchen, alt 2 Jahre, 1 Monat, 7 Tage, 5 den 24. Sept. 0 Johanna Lehning, des hieſigen Bürgers und Schreiner— meiſters Friedrich Lehning Töchterchen, alt/ Jahr, T den 26. Sept. Sonntags ſchule. Die Sonntagsſchule wird künftigen Sonntag den 27. d. Mts. in dem Lokale des ſtädtiſchen Schulhauſes wieder ledige Tochter. Getaufte: ihren Aufang nehmen. Friedberg den 20. October 1844. 1. Von Anna Chriſtina Beppler ein Sohn, Johannes geb. am 21. Auguſt. In Auftrag Ph. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. c Bekanntmachung. (1360) Da vbeſchloſſen worden die nachbe⸗ nannten Bedürfniſſe hieſiger Garniſon im 1. Semeſter k. J. nämlich an Brod, Brennöl, Thran, Talglich⸗ ter, Gerſten⸗Schroth, Waizenkleie, Leinkuchen, ſodann Korn- und Ger⸗ ſtenſtroh zum Füllen einzelner Betten, auf dem Wege der Soumiſſion in Lieferung zu vergeben, ſo wollen die zur Uebernabme frag⸗ licher Lieferungen Luſttragenden ihre Forde— rungen verſiegelt und mit der Aufſchrift des betreffenden Lieferungsgegenſtandes verſehen, bis längſtens den 24. d. Mts., Morgens 10 Uhr, in das am Eingange zum bieſigen Mili⸗ tärverwaltungsbureau aufgehängte Soumiſ— ſionskäſtchen einlegen, indem gleich nach Ablauf der bemerkten Stunde die eingelegten Sou— miſſionen in Beiſein der Soumittenten geöff— net werden ſollen. Die Lieferungsbedingun— gen, welche zugleich auch das Soumiſſions— verfahren enthaften, können Vor- und Nach— mittags auf dem gedachten Bureau eingeſehen werden. Butzbach den 16. Oktober 1844. In Auftrag: Cellar ius, Unterquartiermeiſter. Edietalladung. (1348) Anſprüche aus der von Konrad Klein und Ehefrau Gertrudis zu Ockſtadt der daſigen Kirche im November 1798 errichteten Hypothek über 50 fl., die nach Anzeige des gläubigeriſchen Fonds abgetragen, jedoch ver⸗ loren gegangen iſt, ſind binnen 3 Monaten, von hente an, hier anzuzeigen, widrigenfalls jene Hypothek fuͤr erloſchen angeſehen und der deßfallſige Eintrag im Hypothekenbuche geſtri— chen werden wird. Friedberg den 9. Oktober 1844. l Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Proclama. (1373) Im gerichtlichen Pfandbuche fur Grunberg befindet ſich ein Eintrag vom 8. Januar 1819 über 300 fl. Kapital, aufgenom⸗ men von Johann Georg Römer, Schneider meiſter und deſſen Frau dahier, bei Handels— leuten Eghinger und Weltz dahier, verzinslich zu 5 pCt. und es iſt ein Wohnhaus bei der Barfußergaſſe bezeichnet alt%s neu 86 verpfändet. Vom Bevollmächtigten der Dar⸗ leiher liegt Beſcheinigung über erfolgte Rück— zablung der Schuld vor, die Schuldurkunde ſelbſt aber wird vermißt. Römer hat auf Löſchung des Eintrags im Pfandbuche ange⸗ tragen, und es wird dieſem Antrage entſpro— chen, wenn hiergegen nicht binnen 6 Wochen begründete Einſprache dabier erhoben wird. Grünberg am 26 September 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Welcker. Markt zu Okarben. (137) Der bieſige Markt wird nicht den 1. und 2. November d. J. abgehalten, wie irrthümlich in dem Kalender angegeben iſt, ſondern den 30. und 31. Oktober. Ich veröffentliche dieſes hierdurch mit der ergebenen Bitte an die Grßh. Bürgermeiſter, ſolches in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Okarben den 17. Oktober 1844. g Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jung. Viehverſicherungsanſtalt für den Kreis Hungen. (1378) Man bringt hiermit zur Kenntniß der Bewohner des Kreiſes Hungen, daß bei der Viehverſicherungsanſtalt dieſes Kreiſes ge— genwärtig aus 17 Gemeinden Rindvieh ver⸗ ſichert iſt, und zwar mit einem Kapitalwerth von 192471 Gulden, obgleich die Anſtalt erſt ein halbes Jahr beſteht. Der Quartal. Beitrag beträgt jetzt 1¼ Heller von einem Gulden Verſicherungs⸗Kapital, und bei eintretenden Sterbfällen vergütet die Anſtalt alsbald drez Viertheile des Werthes. Aufnahmen finden regelmäßig alle Viertel⸗ jahr ſtatt, und es können auch einzelne Viebbeſitzer des Kreiſes Hungen ihr Rindvieh verſichern laſſen, wenn auch ſonſt aus dem Wohnorte derſelben Niemand der Anſtalt bei— treten will. Durch den Beitritt macht man ſich nur auf ein Jahr verbindlich. Hungen den 17. Oktober 1844. Der Director der Verſicherungsanſtalt des Kreiſes Hungen: Hunſinger. Obligations⸗Verlooſung. (1376) Bei heutiger Verlooſung wurden Nro. 11 und 32, jedes à 200 fl. Obligation des bei dem Handlungshauſe Herrn Simon Lindheimer negoclirten Anlehens, zur Rück⸗ zahlung auf den 1. Januar 1845 gezogen, was den Intereſſenten mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß es ihnen frei ſtebt, die Be⸗ träge bei obigem Handlungshaus oder bei der Gemeinde-Caſſa dahier zu empfangen. Hohenſülzer, Kreiſes Worms, den 5. October 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Emmert. Verſteigerung auf den Abbruch. (1377) Donnerſtag den 31. dieſes Monats, des Vormittags 11 Ubr, ſollen in der Behau⸗ ſung des Wirths Fur ir zu Södel zwei herr⸗ ſchaftliche zu der daſigen Burg gebörige Scheu⸗ ern mit allem Zugehör auf den Abbruch öffent— lich verſteigert und bei annehmbaren Geboten unwiderruflich zugeſchlagen werden. Das da⸗ ran befindliche Material iſt zum Wiederauf— bauen vollkommen geeignet und es kann, wenn davon Einſicht genommen werden will, ſich deßhalb an den Fürſtlichen Schultheis Raab in Södel gewendet werden. Die Heren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Bekanntmachung im Intereſſe ihrer Orts⸗ Einwohner beſonders veröffentlichen laſſen zu wollen. Lich am 18. Oktober 1844. Fürſtliche Rentei daf. Kratz. Obligations Verlooſung. (1378) Bei der ſtattgehabten Verlooſung der dieſes Jahr zum Abtrag beſtimmten Ge— meinde⸗Obligationen wurde Nro. 18. gezo⸗ gen, was mit dem Anfügen hiermit zur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht wird, daß vom 1. Januar 1845 an keine Zinſen für dieſe Num— mer verguͤtet werden. Büdesheim den 10. Oktober 18442. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep. Holz-Verſteigerung in dem Maibacher Gemeindewald, Reviers Hochweiſel. (1379) Freitag den 25. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemein⸗ dewald, Diſtrikt Müblkopf, Eichkopf und Dil⸗ lenberg, 2146 Stück Günſternwellen, öffent— lich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Grß. Bürgermeiſter werden erſucht, gefälligſt dieſes in ibren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Die Zuſammenkunft iſt in loco Maibach. Maibach am 18. October 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Pl i p i. Verſteigerung. (1380) Nächſten Freitag den 25. l. M., beabſichtigen die Vormünder der Konrad Sauers Kinder dahier ein vollſtändiges Schmiedgeſchirr, eine Kuh, und mehrere Haus⸗ geräthſchaften als: Tiſch, Stühle, Fäſſer, Back⸗ trog ꝛc. einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ ſetzen zu laſſen. Der Anfang iſt des Morgens um 9 Uhr, wozu Kaufliebhaber einladet Wölfersheim den 19. October 1844. Der Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Bürgermeiſter Allwohn. Bekanntmachung. (13810 Freitag den 1. November l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Garten beim Fürſtlichen Pachthofe in Birklar, 11 ſchwere Nußbäume, zu Tiſchlerarbeit brauchbar, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigt werden. Griedel den 17. Oktober 1844.. Der Rentamtmann Friedrich. NN Privat- Bekanntmachungen. (1382) Unſer reichhaltiges Lager Kuhkrippen, Schweintroͤge und Treppentritte in allen e— Groͤßen, rauher und geſchlif⸗ fener Sandplatten bringen wir mit dem Bemerken in geneigte Erinnerung, daß wir auch auf alle anderer Art bearbeitete Sandſteine aus den Bettinger Brüchen Beſtellungen anneh— Men. Gebruͤder Groͤdel. 2 336„ Geſchäftseröffnung. (1353) Wir baben biermit das Vergnügen, einem geehrten Publikum die ergebenſte An⸗ zeige zu machen, daß wir das von unſerm Vater Hirsch Meyer ſeit langen Jahren geführte Geſchäft von heute an auf unſere eigene Rechnung unter der veränderten unterzeich— neten Firma fortbetreiben werden, und be⸗ nachrichtigen daſſelbe gleichzeitig, daß wir bis zum 22. d. M. ein Eisen-, Guss-& Landesprodukten- Geschäft etc. in Butzbach unter derſelben Firma eröffnen werden. 5 Wir halten uns des unſerm Vater bisher geſchenkten Zutrauens verſichert, welches wir zu rechtfertigen nicht ermangeln werden. Münzenberg den 1. Oktober 1844. Hirsch Meyer Söhne. Blumenzwiebeln (1383) zum Setzen ins freie Land ſind in allen Farben zu 1 kr. pro Stück zu haben bei Ockſtadt. N Siehe Kunſtgaͤrtner. Ein vollſtändiges Schmiedgeſchirr (1380 hat zu verkaufen in Wohnbach Georg Willmann. Tanzmuſfik. (1385) Mittwoch den 23. d. M., als am Tage des Marktes, findet in meinem Saale gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu ich höflichſt einlade. Friedberg den 21. October 1844. G. Gerlach. Eintauſend Gulden (1386) werden von mir auf meine, zu fl. 2300 in der Großh. Brandcaſſe verſicherte, Hofraithe zu 4 pCt. zu leihen geſucht, um damit die verehrlichen Erben meines früheren Herrn Darleihers und Freundes wegen Erb— theilung zu befriedigen und außer der resp. landgerichtlichen Uebertragung der Hypothek alle übrigen Koſten zu vermeiden, bitte ich denjenigen, der mich als neuer resp. Darlei— her guütigſt beehren will, mich geneigteſt davon benachrichtigen zu wollen. Bönſtadt den 14. Oktober 1844. Georg Henzel. Empfehlung. (1387) Da ich mir eine neue Bank zum Kraut⸗Einſchneiden angeſchafft habe, ſo empfehle ich mich hiermit einem geehrten Publikum in hieſiger Stadt und den benachbarten Ortſchaf— ten zu dieſer Verrichtung. Friedberg den 20. Oktober 1844. Heinrich Wind U. Ein junger Menſch (1388) von gebildeten Aeltern, welcher ſchon mehrere Jahre auf einem Bureau gear. beitet hat und mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, ſucht eine Stelle als Scribent. Näheres ſagt die Expedition dieſes Blattes. ö Jünglinge und Mädchen (1389) von guter Erziehung, welche nicht mehr ſchulpflichtig ſind, ſowie auch Erwach⸗ ſene, können bei mir das Cigarrenmachen er lernen, und finden dazu unentgeltlichen Un⸗ terricht. G. C. Morell. —— Literariſche Anzeigen. Für Eltern, Erzieher und Pathen. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſ ſoeben erſchienen: Tagebuch der Erziehung. Herausgegeben von Dr. Wilhelm Curtman, Director des Schullehrer-Seminars zu Friedberg. Preis: geb. 1 fl. 21 kr. a Ueber den Zweck und den Ge— brauch dieſes Tagebuchs der Erziehung geben die am Schluſſe des Buches ſich befind⸗ lichen„Erläuterungen die erforderliche Auskunft und Anleitung. Man wird ſich nach Durchleſung derſelben überzeugen, daß dieſe Schrift den Zweck der Erziehung auf einem neuen praktiſchen Wege zu fordern ſucht, daß ſie beſonders als Gedenk⸗ und Familienbuch zu gebrauchen iſt, und daß ſie unter allen Pathengeſchenken das geiſtigſte und der Bedeutung dieſes Verhältniſſes entſprechendſte iſt. (1390) In F. Varrentrapp's Verlag, Frankfurt a. M., iſt ſo eben erſchienen und in Friedberg bei Carl Bindernagel zu 7 F. C. Schloſſer's Weltgeſchichte für das deutſche Volk. Unter Mitwirkung des Verfaſſers bearbeitet von Dr. G. L. Kriegk. Zweite Lieferung, gr. 8. br.(S. 257-480). Preis: 45 kr. Der Name des Verfaſſers überhebt die Ver⸗ lagshandlung jeder Anpreiſung. Die Schloſ— ſer'ſche Weltgeſchichte wird als deutſches Nationalwerk ihre Beſtimmung würdig er⸗ füllen. Was die neue Univerſalhiſtorie von allen früheren Verſuchen auf demſelben Gebiete vortheilhaft unterſcheidet, was ſie zu— meiſt charakteriſiren ſoll: eine vorurtheils; freie, auf ächter hiſtoriſcher Kenntniß beruhende Auffaſſung und eine klare, von allen Wortfloskeln frei gehaltene populäre Darſtellung, wird ihr einen aus⸗ gezeichneten Rang unter den allgemeinen Bil⸗ dungsmitteln und den Zugang in die Fami⸗ lien aller Stände ſichern. Die folgenden Lie⸗ ferungen werden in den kürzeſten Zwiſchen⸗ räumen erſcheinen. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg eeotilgungskaſſe⸗ Auszuͤge au Auszug aus 1. Zusammenf f Abme der Kaſſe in kumte Ausgabe 2% 4. Gaſcvortath zu E coden ist, zur Ver aug.— In der E eon föscaliſchen Grund uungöfaſſe 2,741 f Nd la h N. W DGrandrerden JW eg Behufe an Pflichtige Wrundrenten a. für 85 kr., b. für Rechn. wegen nicht fiocaliſcht bezahlter Betrag der 5 ½% Mill. Gulden 1 an Ende 1841 war Jan liquid gewordener 35% kr. Aus der Igenen und der dage Amehrung, welche ſtehen gebliebene G. Atalwerth des nur di auf Partialſchuldſche aß die geſammte St. Dagegen betrugen ienem Jeitpuntte an Maßgabe der beiden klrenten an die Rentel 106 kr, d. wegen ni uten 8,083,132 fl. 107 kr, ausſtehende ö r, der oben ang 18851969 fl. 19, %% zu gil; 10 K.— D Ve Elm betrug 0 Mucſnen Ju