Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Ikircg Felcche Durgk ir K dag * — 1944 — . Du 2 Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 23. (Schluß.) VI. Promotionen auf der groß. Landesuniverſität: Di Doctorwürde der Philoſophie wurde verliehen: am 13. Juni an den veg. Pfarrer Wilhelm Eduard Seriba zu Meſſel. Die mediciniſche De orwürde erhielten: am 10. Juni 1843 Ferdinard Vogel aus Mainz; m5. April 1844 W. C. Ch. Keller aus Grießheim; L. C. W. Hohen⸗ ſch d aus Darmſtadt; am 9. April, Rudolph Landmann aus Rendel. VII. Dienſt nachrichten: Am 21. Juni wurde der Handels- wn Heinrich Ußlaub zu Marſeille zum Großh. Conſul daſelbſt ernannt; pon dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg⸗Birſtein auf die erledigte Stelle ine Lehrers der franzöſiſchen Sprache an der Realſchule zu Offenbach timtirte ſeitherige Vicar dieſer Stelle, Gottmann daſelbſt, für dieſe 1 Sie beſtätigt; am 5. Juli dem Pfarrer Dittmar zu Wallerſtädten die % urg. Pfarrſtelle zu Framersheim; am 6. dem Schulvicar Lorz zu da die 2. evang. Schullehrerſtelle daſ., dem Schulvicar Schuſter . Elementarſchullehrerſtelle zu Butzbach und dem Schulvicar Mah— ſectwein zu Berſtadt die 2. evang. Schullehrerſtelle daſ.; am 13. dem Stallehrer Joſt— früher zu Eſſenheim— die 2 evang. Schullehrer⸗ tl zu Oppenheim, dem Schulamtscandidaten Kunkel von Dieburg 1.(4. evangeliſche) Schullehrerſtelle zu Worms, und dem Schul- utrandidaten Reinig von Geiſenbach die evang. Schullehrerſtelle zu Emhofen übertragen; am 16. dem Kreisdiener Rothermel zu Alsfeld de Stelle eines Kreisdieners zu Friedberg und dem Wachtmeiſter Ro ß⸗ nam im Garderegiment Chevauxlegers die Stelle eines Kreisdieners sfeld ertheilt; am 18. dem Schullehrer Fuchs zu Oppenheim die Sülllehrerſtelle an der 3. höheren Töchterſchule zu Darmſtadt übertragen; m 9. der Lehramtscandidat Lorey aus Gießen, ſeither Lehrer an der ſihen Bürgerſchule zu Salzungen, zum Lehrer au der höhern Gewerb— an Realſchule zu Darmſtadt ernannt, der Revierförſter Schmitt im Sirevier Dautphe in gleicher Eigenſchaft in das Forſtrevier Wahlen beßzt, der Farſtcandidat Preuſchen aus Darmſtadt zum Revierförſter ſt pas Forſtrevier Grebenhain, der Forſteandidat Cellarius aus Lich zu Revierförſter für das Forſtrevier Dautphe und der Forſteandidat v. Kireſtein aus Darmſtadt zum Revierförſter für das Forſtrevier Nieder— kmadt; die Advocatanwälte Glaubrech und Henco zu Mainz zu Enzungsrichtern an dem Obergerichte daſelbſt ernannt; ſodann der wattl. Profeſſor der Mediein Dr. Wilbrand zu Gießen auf Anſuchen Aper Stelle eines Proſektors an dem anatomiſchen Theater der Lan— dunvoerſität entbunden, dagegen demſelben die Profeſſur der Staats- Auikunde übertragen; am 22. dem Freiprediger und Lehrer an der 1. kattmädchenſchule dahier Müller die Lehrerſtelle an der 1. höheren Mädchenſchule 2. Abtheilung, dem Freiprediger und Lehrer an der 1. Abth. der 2. Stadtmädchenſchule Guntrum die Lehrerſtelle an der 2. Abthei⸗ lung der 1. Stadtmädchenſchule, dem Freiprediger Schwabe die Leh⸗ rerſtelle an der 1. Abth. der 2. Stadtmädchenſchule, und dem Pfarramts⸗ candidaten und Pfarraſſiſtenten Ewald die Lehrerſtelle an der 1. Abth. der 1. Stadt⸗knabenſchule dahier übertragen. VIII. Dienſtentlaſſung: Am 16. Juli wurde der Schul⸗ lehrer Schredelſecker zu Horchheim auf Nachſuchen von ſeinem Schul⸗ amte entbunden. IX. Concurrenz für: die 3. evang. Pfarrſtelle zu Büdingen und die damit verbundene Pfarrſtelle Herrnhaag, im Bezirke Büdingen, mit einem jährlichen Einkommen von 728 fl.(Präſentation des Orn. Fürſten zu Iſenburg-Büdingen); die evang. Pfarrſtelle zu Bellersheim, Kr. Hungen, mit jährlich 630 fl.(Präſentation des Hrn. Fürſten zu Solms-⸗Braunfels); die Domänenbotenſtelle bei dem Rentamte zu Lichten⸗ berg, mit 250 fl. fir und dem Bezug der reglementsmäßigen Gebühren (binnen 4 Wochen bei der Oberfinanzkammer II. Section); die kath. Pfarrſtelle zu Waldmichelbach, Kr. Heppenheim, mit 843 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Nordheim, Kr. Bensheim, mit 1056 fl., wovon jedoch auf die Dauer der nächſten 12 Jahre eine jährliche Abgabe von 150 fl. zu entrichten iſt. X. Geſtorben find: Am 22. März der penſ. Schullehrer Mons⸗ linger zu Weſthofen; am 20. April der penſ. Schullehrer Ecke ll zu Eichloch; am 20. Juni der Domänenbote Geiß zu Lichtenberg; der ev. Schullehrer Bäcker zu Niederhörlenz am 23. der penſ. Rechnungspro⸗ bator Heyer dahier; am 30. der penſ. Gendarm Liſt zu Langenz der Notär Maier zu Oſthofen; am 1. Juli der penſ. Oberſteuerbote Stre— mel zu Biedenkopf; am 2. der penſ. Kanzleidiener Bender zu Darm— ſtadt; am 9. der penſ. Forſtſchütze Emmel zu Eichelsdorf; am 11. der Hofgerichts⸗Kanzleidiener Will zu Gießen. Volksfeſt und Freimarkt an. den Tagen nach Enthüllung des Ludewigs-Denkmals zu Darmſtadt. Der Vorſtand hieſiger Stadt hat in Folge der allge— meinen freudigen Theilnahme an den Feierlichkeiten der Enthüllung des Ludewigs-Denkmals, zugleich hierin vielſeitig geäußerten Wünſchen entſprechend, beſchloſſen, jenen Feier— lichkeiten Volksbeluſtigungen und öffentliche feſtliche Spiele anzureihen, welche in Verbindung mit einem Frei— markte in folgender Ordnung ſtattfinden werden.— Schon . 26 am Montag den 26. Auguſt werden die von den hier verſammelten Geſang vereinen bei Gelegenheit einer Waldpartie abgehaltenen Geſänge durch den hierzu ge— ſtatteten Zutritt den Freunden des Geſanges in freier Natur einen erhebenden Genuß darbieten. Das Programm des Centralausſchuſſes jener Vereine wird hierüber das Nähere enthalten.— Am Dienſtage(27. Aug.) Vormittag werden Freimuſiken an verſchiedenen Orten, namentlich auch im Herrngarten, aufgeſtellt.— Das Volksfeſt ſelbſt wird auf dem Exercierplatze bei hieſiger Stadt ſtattfinden und dort mit Eröffnung des Freimarktes und der Tanzplätze mit freier Tanzmuſik ſchon am Nachmittage des 26. Auguſts beginnen, ſodann den ganzen Dienſtag fort⸗ dauern.— An dieſem Tage(27. Auguſt) Nachmittags um 2 Uhr wird nach einem deßhalb beſonders entworfenen Pro— gramm ein großer Zug von Theilnehmern am Volksfeſt vom Markte ſich nach dem Exercierplatze verfügen, dort einen feierlichen Umgang halten, dann, zum Zeichen des Beginns der Volksſpiele ꝛc., die Fahneu auf der inmitten des Feſt— platzes errichteten Emporbühne aufſtecken. Um dieſe und weiter hin auf dem Exercierplatze werden die Plätze für die verſchiedenen Spiele geordnet; außerdem in weiterem Um— fange ſich an den dazu angewieſenen Orten die Reihen von Buden der Wirthe, Krämer und Schauſtellungen ꝛc. befinden. — Zuerſt wird an dieſem Nachmittage des 27. Auguſts ein Feſt⸗ und Schauturnen, zu welchem auch auswärtige Turner eingeladen ſind, abgehalten. Auf dieſes folgen zwei Wettritte, der eine auf geſattelten, der andere auf unge— ſattelten Pferden, zu welchen von hieſiger Stadt Preiſe aus— geſetzt ſind und eine zahlreiche Theilnahme namentlich von Landleuten des Odenwaldes, des Riedes, überhaupt der Um— gegend, ſowie aus hieſiger Stadt, erwartet wird. Die wei⸗ teren Volksſpiele beſtehen unter anderen in Maſt⸗ klettern, Wettlaufen verſchiedener Art, Waſſertragen, Stei⸗ gen eines Luftballons, Laternenlaufen der Turner und ſo fort.— Während dieſer Spiele findet auf dem Exercierplatze zugleich Tanz auf den dazu errichteten Tanzböden mit Freimuſik, Unterhaltung durch verſchiedene Marktkünſtler und Schauſtellungen, ſowie der bereits am Montag Nachmittag eröffnete Freimarkt ſtatt.— Die Wirthe und Krämer, dann die Marktkünſtler, Seiltänzer, Taſchenſpieler, Inhaber von Schauſtellungen ꝛc. des In- und Auslandes ſind eingeladen, ihre Anmeldungen für dieſen Freimarkt und für das Volksfeſt vom 26. und 27. Auguſt baldigſt an die Bürgermeiſterei zu Darmſtadt gelangen zu laſſen oder ſich perſönlich auf deren Bureau anzumelden. (Gr. Heſſ. Zeit.) Ueberſicht der Geſchichte der Schulen in Butzbach. Die Geſchichte unſerer Bildungsanſtalten beweiſt, ſo weit urkundliche Nachrichten reichen, wie unſere Stadt der Fürſorge eines edlen Fürſtenhauſes ſich zu erfreuen hatte, welches in den lebendigen Boden des Menſchenherzens Saa— 17 0 ten ſtreute, die ſeit Jahrhunderten ſegensreiche Fruͤchte g f nahenden tragen haben.. i gemein Im Jahr 1468 wurde von Grafen Otto von Sol g genug 4 und Eberhard, Herrn von Eppenſtein, welche damals u, ier und Regenten von Butzbach waren, mit Einräumung der 8 l Marxenkirche als Collegiatkirche der Convent der Kugelſg N ren dahier angelegt und in demſelben Jahr von Pabſt Paull( beſtatigt. Nicht üppiges Kloſterleben, ſondern Pf 0 und Verbreitung eines thäͤtigen Chriſtenthums ſetzte digt l, Wer Stil Orden ſich zur Aufgabe. Wiſſenſchaftlichkeit, namen all, 1 geſtiſte Bibelforſchung, Predigt des göttlichen Wortes und Bilan alan en der Jugend neben einem ſittenreinen Wandel war es, is wle zu Ma dieſe Verbrüderungen oder Geſellſchaften des gemeinſam geht J 0 Lebens vor den früheren mönchiſchen Anſtalten auf i 1 9 5 Vortheilhafteſte auszeichnete. Es fehlte dem hieſigen Coy f 1 nicht vent nicht an trefflichen Männern, die durch ihr Wit miben Ns 5 1 die Reformation in Heſſen verbreiteten, wir nennen h, wokauf 15 Gabriel Biel, Wendelin Steinbach, Caſpar Wenir a ct nich* Heinrich Rockenhagen. Als 1526 die Reformation in Hef hätten wo de eingeführt wurde, blieb das Kugelhaus dahier unangetaſt, rotes weil nur ein Viertel der Stadt und des Amtes unter e ien des 100 ſiſche Hoheit gehörte,(ſeit 1478.) Dennoch erklärte fc den studlbe nach manchem Kampf ein großer Theil der Mitglieder in chatten ſe dice die Reformation; der Convent beſtand bis 1550, in u firnen laſſen.“ chem Jahr der letzte Pater, Johann Siegen ſtarb. Wu mahnung und damals gemeinſam regierenden Häuſer Heſſen, Solms un Wriechiſche neue Königſtein beſtimmten die Einkünfte des ſäculariſirten Kuh hauſes zur Beſoldung der Lehrer an Kirchen und Schu Seit dieſer Zeit finden wir die Geſchichte des Kugelhauſt mit der des hieſigen Schulweſens in gegenſeitigem Zuſih menhang. Das Kugelhausgebäude wurde dem Pfarrer u dem Kaplan eingeräumt. Ein Zimmer in der Wohn des erſten Geiſtlichen, das früher als Verſammlungs⸗ Ei des Convents galt, heißt bis auf den heutigen Tag mig die Conventſtube. Eigentliche Schulgebäude ſcheinen uc vorhanden geweſen zu ſein; wo der Lehrer ſeine Wohn aufſchlug, war vermuthlich auch das Schulhaus. Ni Philipps des Großmüthigen Teſtament kam der heſſih Währen Saatfeldern gegenwärtige ursachen, ſon Znkunft ſchad die Anfrage: und Zerſtörer Antheil von Butzbach an Ludwig von Marburg, welch vertreiben? im Verein der Mitregenten, nachdem ſie uͤber Annahme im Man Aufſicht der Prädikanten und Schulmeiſter in einem As ſem Blatte b trag vom 18. Decbr. 1572 ſich verglichen hatten, in 9 ſelben Jahre eine Ordnung und Reformation„Wie el 0 „unſer Statt Butzbach nicht allein im Kirchen- Regim Kirchenb „mit der Lehr, Leben, Wandel, Viſitation, Ahnnehmich i „und beurlaubung dero Kirchen und Schulen Diener, ulm „des Katechismi und dergleichen, ſondern auch ꝛc. mit b „ſtallſehern, Widderteuffern, Kirmeſſen, Sontagstentzenil „ic. gehalten werden ſoll, publicirte. In dieſer Kiri Ordnung wurde beſtimmt, daß die Superintendenten fü jeden Jahres einmal zu Butzbach die Kirchen und Schub 2. Dem viſitiren und darunter mit allem treuwen Fleiß dahin fel Philipp ſollen, daß der Conſens und Einhelligkeit in der Lahr u dor, gel den Pfarhern, Caplan und Schulmeiſtern nach aller my] i den h. lichkeit erhalten werde.“ Dieſe Viſitationen wurden Laach hann Zeit unter Mitwirkung der benachbarten Solmſiſchen G560 den 28 ———— N ion von Griedel und Niederweiſel gehalten, und hierauf a der vorhandenen Kugelhaus⸗Abſchiede nach den Beſtim⸗ ungen der gemeinſamen Kirchen⸗Ordnung„die Steigerung „d Ringerung der Beſoldung der Kirchen- und Schul⸗ ener, ihrer und der Zeit Gelegenheit, ſowie dem Ein⸗ Immen des Kugelhauſes nach fürgenommen.“ Kräftiger wurde Ludwigs Einfluß, als er 1595 den Knigſteiniſchen Antheil von Butzbach und damit„der Pfar⸗ Im, Caplaneyen, Schulen und Glocken Ampts Collatur/ ewarb. Vier Stipendia wurden aus den Einkünften des Kgelhauſes geſtiftet, die talentvollen Zoͤglingen der hieſigen Ehulen zur Unterſtützung ihres weiteren studli auf dem Idagogio zu Marburg zu Theil wurden. Worauf bei den damaligen Viſitationen geſehen wurde, zit der Abſchied von 1599, worin bedauert wird,„daß die biaben Itzo nicht wie zu Vohr in graecis exereirt weh⸗ vn, worauf die Magistri ſich deſſen entſchuldigen, daß die mlt nicht an Ihnen, ſondern an den Eltern ſelbſten währe; hätten wohl etzliche feine ingenia, die gutten Anfang und feogressus in graecis gethan, gehabt, die weil aber die (tern des Vermögens nicht geweſſen, das ſie die Knaben den studliis in diſſen theuwren Zeiten erhalten konnen, litten ſie dieſelb von studiis abgenom undt ein Handwerk Ernen laſſen.“ Gegen die Magistros wird nun die Er⸗ ahnung und Erwartung ausgeſprochen, daß ſie fuͤr das riechiſche neue Schüler gewinnen möchten. (Fortſetzung folgt.) n fr 4 5 Während der dießjährigen Ernte findet man in den Saatfeldern außerordentlich viel Hamſter, welche durch ihr ſegenwärtiges Einſammeln nicht nur großen Schaden ver⸗ arſachen, ſondern auch vermuthen laſſen, für die nächſte zukunft ſchädlich zu werden. Man erlaubt ſich deßhalb hier ie Anfrage: Durch welche Mittel laſſen ſich dieſe Räuber und Zerſtörer der Saatfelder am ſchnellſten und ſicherſten vertreiben?— Man ſieht einer genügenden Antwort hierauf in die⸗ em Blatte baldigſt entgegen. Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Juli 1844. I. Lich. Getraute: Keine. Getaufte: 2. Dem hieſigen Buͤrger und Schloſſermeiſter Hermann Philipp Pauli ein Sohn, Karl Heinrich Ludwig Theo⸗ dor, geb. den 17. Juni. 14. Dem hieſigen Ortsbürger und Knopfmachermeiſter Jo⸗ hann Heinrich Kämmerer ein Sohn, Jakob, geb. den 28. Juni. „ 263* 14. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Johann Heinrich Lotz ein Sohn, Johannes, geb. den 5. Juli. 14. Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Jakob Walz ein Sohn, Carl Ludwig, geb. den 4. Juli. 23. Dem hieſigen Ortsbürger und Schuhmachermeiſter Jo⸗ hann Eberhardt Schmiedt ein Sohn, Heinrich, geb den 7. Juli. 23. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Heinrich Adam Volz eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 11. Juli. 25. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Zimmermann Adam Eiſe ein Sohn, Johannes, geb. den 18. Juli. 30. Dem hieſigen Ortsbürger und Küfermeiſter Caspar Textor eine Tochter, Katharine Eliſabetha, geb. den 16. Juli. Beerdigte: 1. Johann Friedrich Steeg, penſionirter Großh. Steuer⸗ einnehmer dahier, alt 70 Jahre, 7 Monate und 19 Tage, T den 28. Juni. 14. Marie Sophie Inſel, des hieſigen Ortsbürgers und Wagnermeiſters Georg Andreas Inſel II. eheliches Töchterchen, alt 2 Monate und 3 Tage, k deu 12. Juli. 7 16. Carl Ludwig Walz, des hieſigen Ortsbürgers und Metzgermeiſters Jakob Walz eheliches Söhnchen, alt 11 Tage, 1 den 14. Juli. II. Butzbach. Getraute: 21. Johannes Schön, Bürger und Schuhmachermeiſter da— hier, des Bürgers und Ackermanns zu Großenlinden Georg Ludwig Schön ehelich lediger Sohn und Anna Eliſabeth Schild, des hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Chriſtoph Schild ehelich ledige Tochter. Getaufte: 4. Dem Bürger und Gärtner Chriſtoph Mölich eine Toch— ter, Anna Katharina, geb. den 20. Juni. Dem Bürger und Bäckermeiſter Franz Konig eine Tochter, Philippine, geb. den 23. Juni. 15. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 7. Juli. 1 — Beerdigte: 9. Ludwig Wilhelm Dornſeiff, gebürtig aus Gieſſen, Apo⸗ thekergehülfe dahier, alt 25 Jahre, 3 Mon. und 11 Tage, k den 8. 10. Heinrich, des Bürgers und Zimmermeiſters Anton Jung eheliches Söhnchen, alt 2 Mon. u. 19 Tage, t d. 8. 20. Anna Maria, des hieſigen Bürgers Johannes Rock⸗ mer Ehefrau, geb. Jäger, alt 43 Jahre, t den 19. 23. Der am 15. getaufte Heinrich, 1 den 22. 26. Eliſabeth Dorothea Rumpf, des verlebten Bürgers und Schloſſermeiſters Jakob Wilhem Rumpf nachgelaſſeue ehelich ledige Tochter, alt 77 Jahre, 7 Mon. und 17 Tage,“ den 24. 31. Friedrich Konrad, des Bürgers und Schuhmachers Jo⸗ hannes Wüſtenhöfer ehelicher Sohn, alt 2 Jahre und 6 Mon., f den 29. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. aN ννιινε Edietal ladung. (108% Die Ablöſung der Grundrenten in der Gemarkung Bellersheim, Kreiſes Hungen, insbeſondere die den Freiherrn von Bellers— heim zuſtehenden, betr.. Auf Veranlaſſung der Adminiſtrativbehörde wird hiermit veröffentlicht, daß die rubricir— ten Grundrenten, im geſetzlichen Geldanſchlag von jährlich 231 fl. 16 kr. 1 pf., ſo den Frei⸗ herrn von Bellersheim, namentlich Friedrich, Oberlieutenant im I. Großh. Garde-Regiment und Maximilian, Dr. und Poſtaſſiſtent in Mainz, zuſtehen, abgelöſt werden ſollen. Wer bei dieſer Ablöſung ſich betheiligt er— achtet, wird aufgefordert, ſogewiß binnen 2 Monaten ſeinen Anſpruch dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſten die Auszahlung des Abloͤſungscapitals an die bezeichneten Be— rechtigten, oder deren Weiſung verfügt wer— den wird. Hungen den 5. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Verſteigerung der Arbeiten zur Erbau— ung eines neuen Anatomiegebäudes in Gieſſen. (1095) Die zur Erbauung eines neuen Anatomiegebäudes in Gieſſen erforderlichen Arbeiten, voranſchlagt: fl. kr. 1) Die Maurerarbeit 8171 01 2)„ Steinhauerarbeit 6455 44 3)„ Zimmerarbeit 11402 04 4)„ Dachdeckerarbeit 2676 18 5)„ Schreinerarbeit 5297 25 6)„ Schloſſerarbeit 4271 44 7)„ Glaſerarbeit 2962 07 8)„ Weißbinderarbeit 4364 01 9)„ Spengeerarbeit 1237 20 10)„ Lieferung von 210 Buͤtten Kalk ſollen Montags den 26. d. M., Vormittags um 10 Uhr, in dem Wachthaus an dem Sel— zerthor dahier an die Wenigſtfordernden ver— ſteigert werden, welches man hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungs⸗ bedingungen von jetzt an bis zum Tage der Verſteigerung auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen liegen. Gieſſen den 12. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Provinzialbaumeiſter Mü lle x. Lieferung von Sandſtein-Platten. (1100) Oonnerſtag den 22. Auguſt, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die Lieferung von 1050[! Fuß Sandſtein— Platten auf die Wege des Kirchenplatzes, unter den bei der Verſteigerung bekannt zu machen⸗ den Bedingungen, an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Niederwöllſtadt den 13. Auguſt 1844. Der Kirchenvorſtand. Lohrinden-Verſteigerung. (11000 Montag den 26. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten circa 300 Centner gut geerndete Lohrinden einer öffentlichen Auction ausgeſetzt werden. Düdelsheim am 5. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ch. * 264 Edietal ladung. (1110) Die Reviſion und Renovation der Hypothekenbücher von Röthges, im Landge— richtsbezlrk Hungen, betr. ö Nachdem die unterm 6. Mai d. J. decre⸗ tirte Cdictalladung in dem Intelligenzblatt zu Nro. 171 der Großh. Heſſ. Zeitung vom 21. Juni vollſtändig abgedruckt worden, ſo werden alle Intereſſenten auf dieſen Abdruck verwieſen, und ſoll die Friſt zur Erledigung der dortigen Aufforderung auf 6 Wochen vom erſten Erſchei⸗ nen an beſtimmt resp. erſtreckt ſein. Hungen den 15. Auguſt 1844. f Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Edietalladung. (1112) Nach dem Bruchenbrücker Hypo⸗ thekenbuche entliehen Johannes Schneider zu Bruchenbrücken vom 15. December 1800 bei dem Kirchenärare zu Eichen 200 fl., und Caspar Schneider von Bruchenbrücken am 29. November 1790 bei dem Gräfl. Solms Rö delheimiſchen Amtmann Wüſtenfeld— ſein Wohnort iſt nicht angegeben— 100 fl.— Beide Hypotheken ſollen abgetragen und ver— loren gegangen ſein, weßhalb auf Antrag der Erben der Schuldner alle, welche Anſprüche daraus herleiten wollen, aufgefordert weroen, ſolches binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, widri— genfalls die erwähnten Schuldverſchreibungen für erloſchen erachtet und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüͤchern geſtrichen werden. Friedberg den 12. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Landgericht. Hofmann. Obligations-Verlooſung. (1113) Bei der heute ſtattgehabten Ver⸗ looſung der für das Jahr 1844 zur Abtragung beſtimmten 100 fl. hieſiger Gemeinde-Obliga⸗ tionen, iſt Nro. 35. rückzahlbar geworden. Es wird daher der Inhaber gedachter Par⸗ tial⸗Schuldverſchreibung hiermit aufgefordert, unter gehörig quittirter Rückgabe dieſes Schuld⸗ ſcheins und Coupons, den Betrag bis den 1. Noobr. d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe oder bei Herrn Simon und Samuel Lind— heimer zu Friedberg in Empfang zu nehmen, indem von da an keine Zinſen mehr vergütet werden. Rodenbach den 10. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Hetterich. Bekanntmachung. (1110 Dienſtag den 27. dieſes Monats und die folgenden Tage ſollen in der Stadt— mühle zu Aſſenheim nachbenannte Gegenſtände, als: 6 Pferde, 6 Kühe, 2 Rinder, 12 Schweine, worunter 1 Mutterſchwein mit Ferkel und einige fette, Enten und Hühner, 4 Wagen, worunter ein großer Muͤhlwagen, mehrere Pflüge nebſt Zugehör, eiſerne Eggen, 8 voll— ſtändige Wagengeſchirre, Chaiſen- und Acker⸗ geſchirr, Tiſche, Stühle, Commoden und Bett— laden von Nußbaumen- und Tannenholz, 2 Sopha und 1 Clavier, ferner Bettung, Klei— dung, Weißzeug, Kupfer, Meſſing, Zinn ſowie ſonſtiges Oeconomie- und Hausgeräthe ver— ſteigert werden. Dieß wird hiermit zur Kenntniß des Publi⸗ kums mit dem Bemerken gebracht, daß gegen annehmbare Bürgen bis Martini d. M. ge⸗ borgt wird. Aſſenheim am 17. Auguſt 1844. In Auftrag: Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bertalott. Holz ⸗Verſteigerung. (1115) Zreitag den 23. d. M., Vormittch 10 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewald 0 verſchiedenen Diſtrieten: 1 Stecken eichen Prügelholz, 42„ altes buchen Stockholz, 22„ nadel ditto und 25 Wellen eichen Reiſerholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Zuſammenkunft findet hinter d. ſ. g. Gickeh, burg im Schlag Nr. 2. ſtatt. Obererlenbach am 13. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter. Ven Ohmeis. NN Privat- Bekanntmachungen Ein weißes Sacktuch (11160 mit 12% und 2 Buchſtaben bezeic net, hat gefunden Ph. Dieffenbach, 0 Eine gut gehaltene zweiſpännige Chaiß⸗* 6 1. (1117) mit Vorderverdeck und Glas feng verſehen, ſo wie ein ganz neuer einſpännigg Wagen mit eiſernen Achſen, hat zu verkaufe Schmied Göbel zu Petter wei Literariſche Anzeigen. Bei C. Binder nagel in Friedberg i vorräthig: „Die Erde u. ihre Bewohner ein Hand- und Leſebuch für alle Stände, bearbeitet von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann. Fünfte, mit der vierten gleichlautende, und durch angebängte Berichtigungen und Zuſätze, bis Michaelis 1838, fortgeführte Ausgabe, t mi 7 Stahlſtichen, 7 geſtochenen Erläuterungs⸗ tafeln und 25 Holzſchnitten. (Früherer Preis 4 fl. 12 kr., herabgeſetzter 3 fl. Ludewig I., Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc., im Andenken ſeines dann baren Volkes zur Erinnerung an die feier liche Enthüllung Seines Monuments am 25. Auguſt 1844. Mit einer Anſicht des Ludewigs Monuments in Stahlſtich und der Abbildung des Standbildes. 24 kr. Das Standbild allein 9 kr. 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