Intelligenz Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 2 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Februar Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Sie werden zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Bezirksliſte der diesjährigen Militair-Dienſtpflichtigen vom 21. Febr. bis 5. März d. J. auf meinem Bureau offen liegt. Hungen den 17. Februar 1844. Follenius. . Bekanntlich war durch die andauernd trockene Witte— rung und den Mäuſefraß im Jahr 1842 bei den Armen vieler Gemeinden der Wetterau u. ſ. w. im Winter und Frühjahr 1843 ein ſolcher Mangel eingetreten, daß zu deſſen Abhülfe öffentliche Einrichtungen, auch zur Anſchaffung von Säefrüchten u. ſ. f. getroffen wurden, während ſich damals die Bewohner des Vogelsberg, beſonders an den Höhen, welche ihnen öftere Regen, und die gewöhnlichen Nebel brachten, einer ſehr ergiebigen und ungeſtorten Erndte zu erfreuen hatten. Durch das ſpäte und ungünſtige Frühjahr 1843, wo— durch die Ausſtalt auf den Höhen nicht zeitig geſchehen konnte, ſowie durch die andauernde Näſſe des drei und vier— ziger Jahres und die dadurch herbeigeführte zu ſpäte Ent— wicklung der Gewächſe, iſt nun in vielen Gemeinden des hohen Vogelsbergs, welchen es im Uebrigen an manchen Hülfsquellen und, ſeit den Kriegszeiten, an allem Wohlſtande fehlt, die Erndte an Nahrungsmitteln, theils ganz mißrathen, theils aber auch wieder gänzlich auf dem Felde zerſtört wor— den, weßhalb großer Mangel daſelbſt ſchon jetzt vorhanden iſt und auch hier, durch öffentliche Einrichtungen dem her einbrechenden Elende vorgebeugt und abgeholfen werden muß Es fragt ſich nun: auf welche Weiſe die Hülfsanſtalten in 1843 in jenen Gemeinden errichtet wurden, und welche Ein⸗ richtungen ſich dabei am beſten bewährt haben? Man richtet daher an die edlen Menſchenfreunde die Blatte die Antwort auf folgende zu wollen, da die Sache einer unſern Zeiten wohl werth erſchei— ergebene Bitte, in dieſem Fragen baldigſt mittheilen genaueren Beſprechung zu nen kann: 1) Wie ſind die Mittel auf dem flachen Lande, wo ohne⸗ hin Armuth iſt, zu einer nothwendig zu errichtenden Armen⸗Unterſtützungs-Anſtalt am beſten herbei zu ſchaf⸗ fen? durch Umlage? und durch welche Art der Um⸗ lage? oder durch Collecten bei den noch einigermaßen Bemittelten? 2) Welche Art der Unterſtützung bewährte ſich am beſten, um die ſorgende Lokalbehoͤrde vor dem unverdienten Vorwurfe der Parteilichkeit ꝛc. bei der Austheilung, und die Armen vor Leichtſinn, Trägheit u. ſ. w. zu verwahren?— hat die Unterſtützung durch Geſchenke in baarem Geld oder in Nahrungsmitteln, oder da— durch am beſten zu geſchehen, daß den Armen Verdienſt verſchafft wird? in welchem Fall wieder in Vetracht kommt: 3) Welche Beſchäftigung erſcheint als die paſſendſte für den Winter und iſt am einträglichſten, desgleichen fuͤr das Frühjahr? wie werden diejenigen Perſonen, welche ſolches Material verbringen, oder unterſchlagen, das ihnen von der Arbeitsanſtalt zu ihrem Verdienſte an— vertraut wurde, beſtraft? wodurch die Möglichkeit der Aufrechthaltung einer ſolchen wohlthätigen Armen— Unterſtützungs- Arbeits- Anſtalt, hauptſächlich der Rohheit und Frevelhaftigkeit mancher Armen gegen— uber, bedingt iſt. Hat ſich eine ſolche Anſtalt der kräftigſten Unterſtützung der Polizeibehörde ohne Wei— tres zu getroͤſten? oder kann ſie, als eine moraliſche Perſon angeſehen, durch die richterliche Behörde in ihrem Eigenthum und in ihrer wohlthätigen Exiſtenz Y 0 geſchützt werden? welche Einrichtung muß ſie haͤben oder was muß von ihr, einem bösartigen dürftigen Frevler gegenüber, geſchehen, um die Beſtrafung deſſel— ben zu bewirken und ſie zu ſichern?—.—.—. Wetterauiſche Sängerfeſte. Im Mittelalter verbanden ſich Städte zu Schutz und Trutz gegen die Unbilden einer zügelloſen Ritterſchaft. Die— ſer Feind früherer Zeiten iſt glücklich geſchlagen und begraben. Doch— auch unſere Zeit hat ihren Feind, und dazu einen gefährlicheren, der nicht mit Schwerdt und Hellebarde aus— getrieben werden kann, das iſt der Schlendrian, der das Leben einer Tretmühle gleich achtet, die Verſumpfung, in der alle edlen Blüthen des Geiſtes erſticken, die Phili— ſterhaftigkeit, die noch in gar vielen Orten ihr Heimaths⸗ recht geltend macht. Gegen dieſe Feinde hat unſere Zeit eine Maſſe von Vereinen zu Hülfe gerufen; aber nur, um mit der Waffe des Geiſtes dreinzuſchlagen. Aus dieſem Be— duͤrfniſſe entſtanden auch die Geſangvereine, da man wohl einſah, daß die Mißtöne, welche ſo oft im Leben er— klingen, gar lieblich durch die holde Geſangeskunſt in Har⸗ monie verwandelt werden könnten. Und ſo hatten ſich denn auch noch vor ganz kurzer Zeit die Geſangvereine unſerer ſchönen Wetterau verbunden, um durch größere Zuſammen⸗ künfte gegen jene Feinde einer edleren Volksentwickelung gemeinſam zu Felde zu ziehen. Aber— warum hört man nun Nichts mehr von Wetterauiſchen Sängerfeſten? Sollte die Morgenröthe uns getäuſcht und blos den Tag verkündigt, aber nicht gebracht haben? Warum tritt nicht irgend ein Städtlein mit einer Einladung zum fröhli— chen Geſangsſpiel hervor?— Oder wäre es nicht ſchön, eine enge Verbrüderung aller Wetterauiſchen Vereine herzu— ſtellen, und zu dieſem Zwecke eine Verſammlung ihrer Abge— ſandten, etwa in Lich oder Hungen, zu veranlaſſen?—— Möchten wir recht bald eine erfreuliche Antwort in dieſem Blatte leſen! Auch ein Geſangesfreund. Bei i e den ens. „Au waih, ich hab's gewunne“ ſchrie jener Jude, als er gegen den Soldaten die Wette gewonnen hatte, daß derſelbe ihm nicht das Schwarze ſeines Nagels ohne weitere Verletzung mit dem Säbel abhauen könne und als dieſer nicht allein das Schwarze des Nagels, ſondern auch den ganzen Nagel, ja den ganzen Finger abgehauen hatte. Dar— über lacht Mancher. Auch mein Nachbar Hans Peter lachte darüber und warum nicht? Hans Peter iſt ein ganz geſcheuter Mann und geſcheute Leute dürfen wohl einmal über dumme Streiche Anderer lachen. Sonderbar aber, eben derſelbige Hans Peter iſt es, der früher, ein wohl— ſtehender Mann, im eigenen Hauſe wohnte und jetzt mit ſeiner ganzen Familie in einem engen Miethſtübchen einge— 58 pfercht ſich kümmerlich vom Taglohne nährt. Wie iſt das zugegangen? Ei, er hatte Streit mit ſeinem Bruder wegen eines Feldchens, das gerichtlich auf 25 Gulden taxirt war, und, um im Streite Recht zu behalten, fing er einen Prozeß an, den er, weil er ihn zuerſt einigemal verloren hatte, Endlich gewann er ihn, um aber die Koſten zu bezahlen, mußte er zuerſt Schulden machen und dann Schulden halber ſein Haus und einen Acker nach Sollte da Hans Peter nicht eher weinen, als lachen, wenn er das Wort hört: au waih ich hab's gewunne? paßt es nicht auch auf ihn? paßt es nicht auf Viele?— Aber ſo iſt der Menſch, an ihm ſelber ſieht er nicht oder will er nicht ſehen, was er am Andern ſtraft, Das iſt die alte Geſchichte von dem Balken im eigenen und dem Splitter in des Nächſten Auge, die du im Evangelium des Matthäus, Kap. 7, Vers 1—6 durch alle Inſtanzen betrieb. dem andern verkaufen. verſpottet, verlacht. nachleſen kannſt. E ** * In der Disdaskalia laſen wir Folgendes:„aus dem Lippeſchen ſchreibt man: es iſt eine Anzahl Bauern, gegen ſechs und neunzig, in dem Kirchſpiele Schötmar zu einem Friedensvereine zuſammengetreten, welcher ſich die Aufgabe geſtellt hat, Privatſtreitigkeiten auf dem Wege des Vergleiches zu ſchlichten. Dieſes Beiſpiel ſollten die Bauern überall nachahmen, ſie wurden dabei wohl fahren.“ Das Letztere glaubt Einſender auch und es gereicht ihm darum zum beſondern Vergnügen, die Nachricht hinzufügen zu kön⸗ nen, daß ein ganz gleicher Verein dem Vernehmen nach ſchon ſeit Jahren in Bleichenbach, einem Dorfe im Kreiſe Nidda, beſteht. Wir wünſchen ihm fortwährende Dauer, geſegnetes Wirken und Nachahmer in jeder Gemeinde. * ** Auf einem hölzernen Kreuze des Friedhofes zu U. lieſt man:„Hier ruht in Gott Frau N. N., welche während ihres Amtes als Hebamme 467 Kinder zur Welt gezeugt hat.“ N * ** 1 Haß und Liebe. Der Haß iſt wenigſtens eine ehrliche Leidenſchaft, da die Liebe nur zu oft eine Heuchlerin iſt. Kirchenbuchs-Auszug vom Januar 1844. Friedberg. Getraute: 14. Andreas Hanſtein, Bürger und Oekonom dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Oekonomen, Johs. Han⸗ ſtein, nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, und Anna Eliſabetha Engel, des weiland Ortsbürgers und Acker— manns Johann Heinrich Engel zu Obereſchbach nach⸗ gelaſſene ehelich ledige Tochter. 21. Ludwig Wagenknecht, Bürger und Müllermeiſter da— hier, ein Wittwer, und Katharina Simon, des Orts— bürgers und Ackermanns, Johs. Simon zu Niederros— bach ehelich ledige Tochter. 1¹¹ Hanh ö 6. Jul 20. Eil uche . Louiſe Fri gers und Wittwe, 20 Tage, 2. Mnria Ch meiſters A chen, alt! 5, Anton Sch gers und ſaſſener eh und 6 Tat 5. Der hleſſge lauch, alt J). Mug Men Tapeheter Mon. un 23. Eine un A. Jan. 20. Mllippin Rolhgerb Tochter, 36. Katharina und Schu eheliches J 27. Suſanne und Weiß! ches Tocht T den 35. 30. Der hieſſg alt 45 Jah 30. Ein unehel und 14 Ta l. Ein unehel T den 0. l, Der ehema alt 75 Ja Schulblatt lun diesen ad in Nunatz . eln mae dan Gähnen dh wärtige Alm 48 59- N 8 Getaufte: dieſem Unternehmen Kenntniß gegeben wird. Das Schulblatt ſoll naͤm⸗ egen g 0. N lich alle wichtigen Erſcheinungen und Bewegungen auf dem ganzen Ge— iim wa 1. Dem hieſigen Tambour⸗Corporal im 2. Bataillon des 0 des 85 65— ne b— 2 0 8 8* Ng 4. Jufant.⸗Regiments Conrad Wagner ein Sohn, Con— en wee dene en een en g Prozeß* 905 den 903 Dec. 1843 f faſſen, was einestheils die Bedürfniſſe der Schule und die amtliche Thä— en hat 8 i 1 6. f tigkeit der Lehrer, andernthells aber die h Erziehung di dan, 7. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Emme- ch Nerbt n 57 3** weiche ei 3 l 5 1 Ty Albrecht Jol 8 0 innige Verbindung berührt, in welcher zum Wohle der Kinder das Eltern um rich Füller ein Sohn, Franz Albrecht Johannes, geb. ö e nach den 25. Dec. 1843 haus mit der Schule ſtehen muß. Wenn daher anf der einen Seite dieſe nachen i W 1 itſchrift für die L 6 Wichtigkeit i iſth ſie es Acker n,: 7. Ein unehelicher Sohn, Karl, geb. den 1. Jan. Zeitſchrit für die Lehrer von höchſer Wichtigkett in, ſo it ſie es auf r nach. Bü d Rot 0 iſter Johann der andern Seite nicht minder für alle Eltern, welche ſich der Erziehung r nicht eher 14. Dem een n 17 a 1 1 77 5 Christi i ihrer Kinder mit Erfolg widmen und ſich namentlich über die zweckmäßigſte a 6 Heinrich Hellwig eine Tochte iſabetha Chriſtiane 8. 5 aN** au wail Philipp ne, geb 0 1 9 g 0 21 Weiſe, die Bemühungen der Schule zu fördern, gründlich unterrichten 3 1 5 7 5**. 4 1 5 14 15 7 vaßt es nich 21. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Johannes Hein— wollen. Man hegt daher gewiß nicht ungegründete Hoffnung, daß dieſe Zeitſchrift, deren Beſtehen bereits durch zahlreiche Unterzeichnungen beſon— ders von Seiten des Lehrerſtandes geſichert iſt, auch im größeren Publi⸗ kum Anklang finden wird. Im Buchhandel koſtet der ganze Jahrgang 2 fl., auf dem Wege der Subſcription aber iſt der Preis von ſämmtlichen 12 Monatsheften (jedes 2 bis 3 Bogen ſtark) nur 1 fl. 36 kr. Die unterzeichneten Leh⸗ rer ſind beauftragt, deßfallſige Subſcriptionserklärungen in Empfang zu nehmen“), was ſie hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringen wollen, daß dieſes Unternehmen, deſſen Redaktion ganz unentgeld— lich beſorgt wird, auf Uneigennützigkeit beruht und der reine Ertrag dieſer er ſien rich Walz II. eine Tochter, Auguſte, geb. den 7. Jan. 23. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Friedrich Dieterich eine Tochter, Katharina Wilhelmina, * geb. den 15. Jan. en Auge, 28. Dem hieſigen Bürger und Kammmachermeiſter Philipp vers 1—9 Karl Kiefer ein Sohn, Wilhelm Chriſtoph, geb. den 6. Jan. 29. Ein unehel. Sohn, Johann Wilhelm, geb. d. 27. Jan. andes: aus Beerdigte: I. Louiſe Friederike Schuſter, des weiland hieſigen Bür— don dem 1a Bauern 4 Zeitſchrift zur Unterſtützung der Wittwen und Waiſen heſſiſcher Volksſchul 1 gers und Scribenten Adam Schuſter nachgelaſſene lehrer beſtimmt iſt. * war zu Wittwe, geborne Müller, alt 73 Jahre, 1 Mon. und Friedberg u. Ockſtadt den 17. Januar 1844. velcher ſich die 25 Tage, f den 29. Dezember 1843. 5 er. 9178 er des* Maria Christine, des hiesigen Bürgers und Schmied⸗*) Mich zu gefälligen Aufträgen zu empfehlen, ift demnach aus dop⸗ die Bauern meiſters Ambros Konrad Oberländer eheliches Töchter⸗ pelten Gründen überflüſſig. C. Bindernagel. Das chen, alt 4 Mon. und 4 Tage, ü den 31. Dez. 1843. 2 5. Anton Schwalm, Schneidergeſell, des geweſenen Bür— darun gers und Fuhrmanns J. Heinrich Schwalm, nachge— Für Simon Brauburger in Obererlenbach. ſugen zu fön laſſener ehelich lediger Sohn, alt 52 Jahre, 10 Mon.(Cingeſendet.) oe con 5 J a 8 1 0 ſchon und 6 Tage,! den 3. Jan. Wie Einſender dieſes aus den von der Redaktion d. Bl. in den kreſe Nidda. 5. Der hieſige Bürger und geweſene Poſtknecht, Heinrich e ern gegebenen ittungen erſieht, ſo nimmt die Unter⸗ Lauch, alt 64 Jahre, 7 den 3. Januar. verſchiedenen Nummern geg Quittung ſeht, f e gesegnetes 7. Anna Margaretha Roth, des hieſigen Bürgers und ſtützung des Simon Brauburger in Obererlenbach nur einen äußerſt ſchwa⸗ 5 n Roth Ehefrau, alt 28 Jahre 3 chen Fortgang. Ich erlaube mir darum, die verehrlichen Leſer daran zu Mon. und 10 Tage, 1 den 15 Jan 11 5 erinnern, daß S. Brauburgers ſämmtliche Habe,(etwa 700 fl. betra⸗ e 1 5. 0 8 5 .:: ö.—. nd) vom Feuer verzehrt wurde, daß drei Wochen vor dem Brandun⸗ i„3. Eine uneheliche Tochter, Katharina, alt 7 Mon., f den geld) em 8 M U ehh 51 6 9 5 glücke ſeine Frau ſtarb und ihm 5 Kinder hinterließ, daß ſeine älteſte 21. Jan. 26. Philippine Engel, des Johannes Engel, Bürgers und Rothgerbers zu Homberg a. d. Ohm, ehelich ledige Tochter, alt 22 Jahre und 6 Mon., 1 den 26. Jan. 26. Katharina Wilhelmina Dieterich, des hieſigen Bürgers 0 und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Friedrich Dieterich gens eheliches Töchterlein, alt 10 Tage, r den 25. Jan. Tochter, 15 Jahre alt, in Folge des bei dem Brande erlittenen Schreckens wahnſinnig geworden iſt, wie dies Alles von Herrn Rev.-Förſter Weihl in der Darmſtädter Zeitung Num. 30. verbürgt wird. Iſt denn da keine Noth vorhanden? Haſt du denn da nicht eine kleine Gabe, lieber Leſer? und ihr Gemeinden, wollet Ihr denn nicht der Gemeinde Kloppenheim“) nachahmen und aus Gemeindemitteln den Brauburger unterſtützen, wenn Suſanne Eliſabetha Zimmermann, des hieſigen Bürgers und Weißbindermeiſters Johannes Zimmermann eheli— ches Töchterlein, alt 4 Jahre, 4 Mon. und 28 Tage, A den 25. Jan. 90. Der hieſige Bürger und Fuhrmann Adam Schmidt, alt 45 Jahre, 7 Mon. und 18 Tage, 7 den 28. Jan. 90. Ein unehelicher Sohn, Jakob, alt 1 Jahr, 7 Mon. und 14 Tage, 7 den 28. Jan. 1. Ein unehelicher Sohn, Johann Wilhelm, alt 2 Tage, T den 29. Jan. 1. Der ehemalige hieſige Burgſoldat, Johann Ludwig Dietz, alt 75 Jahre, den 29. Jan. es vielleicht dem Einzelnen ſchwer fällt? *) Kloppenheim hat, wie mir geſagt wurde, 13 fl. und Heu und Stroh dem Brauburger zukommen laſſen. Der Bote des evang. Vereins der Guſtav-Adolf— Stiftung iſt bisher für einen großen Theil der Mitglieder des Wetterauer Zweig Vereins von mir beſorgt worden. Für das Jahr 1844 und die kommen— den Jahre wird derſelbe von C. W. Leske in Darmſtadt auf buchhänd⸗ leriſche Weiſe verſendet und erſcheint darum für die Zukunft meine Ver— mittlung unnötbig. Indem ich dieß zur öffentlichen Kenntniß bringe, er ſuche ich die resp. Intereſſenten, bei künftigen An- oder Abbeſtellungen d Anna des Boten ſich nicht mehr an mich, ſondern an die Buchhandlung von ach eine Monatsſchrift, welche im Vereine mit mehreren Lehrern von Herrn Schuldirector Dr. Schaumann daſelbſt herausgegeben wird und unsſchließlich dem Erziehungsweſen gewidmet iſt. Bei der Wichtigkeit dieſes Begenſtandes ſcheint es ganz an ſeinem Orte zu ſein, wenn durch gegen— wärtige Zeilen auch dem größeren Publikum in und um Friedberg von und Acker Schulblatt für das Großherzogthum Heſſen. C. Bindernagel dahier gefälligſt wenden zu wollen. nach Unter dieſem Titel erſcheint von dem 1. Januar l. J. an in Offen— L. Matthias, Pfarrer, Secretär des Wetterauer Zweigvereins Milde Gaben. Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach eingegangen: von einem Ungenannten 36 kr. D. Red. 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N νννιιντιενννσ PrO CI a ma. (202) Nach einem Eintrage im Gerichts— pfandbuche für Niederohmen, wurde am 8. Juli 1780 von Dietrich Einwächter eine Hyvo— thek über 100 fl. für Carl Ehrmann ausge— ſtellt, und es wurden hierin mehrere Grund— ſtücke verunterpfändet. Ueber die betreffenden Wohnorte iſt in dem Eintrage nichts geſagt, Einwächter ſoll aber aus Niederohmen und K. Ehrmann aus Frankfurt geweſen ſein. Die Erben Einwächters widerſprechen das Fort— beſtehen der Hypothek, haben auf Löſchung angetragen und für ihren Widerſpruch läßt ſich um ſo mehr vermuthen, als die Unter— pfänder bereits mehrfach vererbt worden ſind. Wenn Jemand Anſprüche an dieſe Hypo⸗ thek resp. den Eintrag im Pfandbuche bilden will, ſo hat er ſolche binnen 6 Wochen vom erſten Erſcheinen dieſes Aufrufs in öffentlichen Blättern bei unterzeichnetem Gerichte anzubrin— gen, anſonſt die Löſchung des Eintrags im Pfandbuche erfolgt. Grünberg den 26. Januar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler. Oeffentliche Aufforderung. (203) ueber das Vermögen des Pachters Johannes Thaler zu Obererlenbach hat Großh. Hofgericht den förmlichen Concurs erkannt und deſſen Leitung dem unterzeichneten Ge— richte überlaſſen. Demgemäß werden alle die— jenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an gedachte Maſſe zu haben glauben, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche ſo gewiß in dem auf Dien— ſtag den 2. April 1844, Vorm. 9 Uhr, ange- ſetzten Liquidationstermin entweder perſönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt ohne daß ein be⸗ ſonderes Präcluſivdecret ergeht, Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Da die Maſſe ſehr bedeutend überſchuldet iſt, ſo dürfte kein nicht durch ein Vorzugsrecht geſicherter Gläubiger, Ausſicht auf irgend eine Zahlung haben, auch ſoll im Termine ange— legentlichſt die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten der Mandatare zu einem Ver— gleiche ermächtigen müſſen. Großkarben am 5. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Bekanntmachung. (20 Donnerſtag den 22. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nach— benannte gepfändete Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: ohngefähr 7 Ellen Weſtenzeug, 4 Ellen ſchwarzer Bieber, wollene Tücher, 66 Ellen graues Hoſenzeug in Reſten, 71 Ellen Kattun in Reſten, 13½ Elle Batiſt und Gaß, 82 Ellen Gedrucktes in 9 Reſten, 18½ Clle Wollemouſſelin in 2 Reſten, 28 Ellen leinenes Hoſenzeug, 51 Ellen blaues Küttelzeug, Weibsröcke, Knöpfe, Hand⸗ ſchuhe und Halstücher. Friedberg den 14. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung. (205) Samſtag den 24. d. M., Vormittags 10 Ubr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald 36 ſchöne Stämme Bau, und Werkholz, 1407 Cubik⸗Fuß haltend, meiſtbietend verſteigert werden. r 60 l. Die Großh. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches im Intereſſe der Käufer in ihren Ge⸗ meinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberau den 14. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Beigeordnete Meides. Bekanntmachung. (206) Auf Antrag der Frau Oberſteiger Siecks Wittwe dahier, ſollen Montag den 26. d. M., Morgens um 10 Uhr in hieſigem Rathhauſe nachſtehende Grundſtücke, theils be⸗ ſaamt, als: 3 Viertel im Kleingalgenfeld an J. Obertänder, 1 Mrg. 18 Rth. im Kleingalgen⸗ feld an Adam Bender, 3 Pet. 12 Rth. daſelbſt an Anbregs Hanſtein, 2 Prt. 32 Rth. im La⸗ chenfeld, iſt getheilt mit H. Wecker's Wittwe, 2 Prt. 5 Rth. in der Wingertgaſſe an Philipp Gerth, 1 Vrt. 28 Rth. an Schram, Georg Martin Philippi und Joh. H. Ernſt gelegen, in Zjäbrigen Zahlungsterminen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert und bei annehmbarem Ge⸗ bote der Zuſchlag ertheilt werden. Friedberg den 18. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeitsverſteigerung zu Staden. (207) Donnerſtag den 7. März, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſt⸗ wirths Hammel zu Staden die an dem dor— tigen Pfarrhauſe vorzunehmenden Bauarbeiten an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. a Nach dem Voranſchlage betragen dieſe Ar— beiten: 5 1) Maurerarbeit 31 fl. 24 kr. 2) Zimmerarbeit 19% 35% 3) Schreinerarbeit 107 37, 4) Schloſſerarbeit 27„ 18„ 5) Weißbinderarbeit 159% 444/ 6) Spenglerarbeit 950„ 30„ Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen Friedberg den 18. Februar 1844 Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Frucht⸗Verſteigerung. (208) Montag den 4. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen bei Fürſtlicher Rentei zu Griedel 50 Achtel Waizen, 400„Korn, 200„ Gerſte, f 100„ Hafer, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt wer— den. Beim Zuſchlag, welcher nach annehm— baren Geboten erfolgt, haben Steigerer 1½ fl. à Achtel zu erlegen. Griedel den 17. Februar 1844. Der Rentamtmann Friedrich. cd t Privat- Bekanntmachungen. Zum Ausleihen (176) 60 fl. Vormundſchaftsgeld bei Ph. Ritzel, Schmiedmeiſter in Friedberg. Empfehlung. (193) Einem verehrlichen Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mich dahier als Lackirer etablirt habe, und empfehle mich beßtens in allen in dieſes Fach einſchlagenden Arbeiten, als im Lackiren von Chaiſen, Blech⸗ waaren, Möbels, ferner im Gipslackiren, Bron— ciren, Vergolden und Firmaſchreiben in jeder beliebigen Schrift, als deutſcher, engliſcher, go thiſcher, römiſcher und Fractur⸗Schrift. Durch“ geſchmackvolle und billige Arbeit und pünkt⸗ liche Beförderung werde ich die mich mit Auf— trägen Beehrenden zufrieden ſtellen. Friedberg im Februar 1844. 5 A. Zwier, Lackirer. Einladung. (198) Nächſtkommenden Markttag, den 21. d. M., iſt in meinem neu eingerichteten Saale gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Friedberg den 1. Februar 1844. Guſtav Gerlach. Theater in Friedberg. Mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung (209) wird aufgeführt: Mittwoch den 21. Februar, am Markttage, Der Graf von Burgund oder: Die Einſiedlerhütte am Fuße der Alpen.“ Ritterſchauſpiel in 4 Akten von Kotzebue. Anfang Nachmittags präcis 3 Uhr. An demſelben Tage Abends präcis 7 Uhr. Der politiſche Zinngießer, oder das Collegium politicum. Poſſe mit Geſang von Treitſchke. 1ſter Platz 24 kr.— 2ter Platz 12 kr.— Zter Platz 6 kr. Schauplatz im Saale des Hrn. Mann, Ergebenſt ladet ein A. Ellwanger. Zur Nachricht. (210) Ich bringe einem geehrten Publikum hiermit zur ergebenen Nachricht, daß ich alle Sorten Floßholz, Dielen, Latten, Eichenbohlen, geſchnittenes Eichenholz, ganze Eichenſtämme, ſowie verſchiedene Lindenbohlen, welche ſich zu Schneidbrettern für Schuhmacher und Satt⸗ ler ſehr eigenen, zu den billigſten Preiſen zu verkaufen habe und glaube auch meine ver— ehrlichen Abnehmer zufrieden zu ſtellen. Echzel im Februar 1844. Zimmermeiſter Caſpar Mogk II. eine längſt erwartete Sendung Braunſchweiger Flachs und Werg (210 babe ich erhalten von beßter Sorte und verkaufe ſolchen um den billigſten Preis. Friedberg den 16. Februar 1844. Friedrich Hilbrecht. Like par iſ ches mn zeig e Bei C. Bin dernagel in Friedberg iſt zu haben: Die Geheimniſſe von Paris. 27 Bändchen à 6 kr.= 2 fl. 42 kr. Dieſelben bilden zugleich das 45ſte bis 71ſte Bändchen des belletriſtiſchen Auslands von Carl Spindler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. (Hierzu eine Beilage.) 02 halbe Gu 100 fl. Kapt ber, der wird Kaspe Morgen in! Miche Wären Anden K. W M. 6 Geld— 5, für den Gul K. Nu M. 8 denkſt wobl du rechnen 10 Gulden 07 M. das Jahr 52 jährlich 52m * K. J M K.( M. N Zus nimmt und 5 f. ſie noch andere de, nehmen kellich eins dr J nh der dme N. * doch dad f