Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 92. Mittwoch, den 20. Novembe 1844. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg h ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. dereffeud: d 3 des dießjährigen Andreas⸗Markts zu Alten⸗ If. Der auf Samſtag den 30. d. Mts. fallende Andreas⸗ Merkt zu Altenſchlirf ſoll, da dies zugleich der jüdiſche Feier⸗ ag iſt, Freitag den 29. d. M. abgehalten werden, was Sie ald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen haben. Grünberg den 15. November 1844. sri er. Derſelbe an dieſelben. betreffend: Die am Ende des Jahres einzuſendenden Tabellen. Ich fordere Sie hiermit auf, den Anszug über die meaufe dieſes Jahres publicirten Verordnungen ohnfehlbar d zum 15. December d. J. anher einzuſenden. Grünberg den 16. November 1844. Syn ie fk. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten in die Herrn Bürgermeiſter der zum Rentamte Schotten gehörenden Orte. Betreffend: Die Erhebung der Forſt, und Feldſtrafen. Die Hebregiſter über Forſtſtrafen pro Ates Quartal um Feldſtrafen pro öte Periode(von den vom 20. Juli bit 20. September verübten Freveln) liegen offen, und es kömen an den bekannten Zahltagen, Mittwoch und Don— gerſtag Forſt⸗ und Feldſtrafen bezahlt werden. Ausnahms⸗ neſſe werden bis zum 15. des nächſten Monats auch Dien— ſags Strafen in Empfang genommen. Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter dieſes im Inter— i ihrer Gemeinden mit dem Anfügen bekannt machen zu lſen, daß gegen alle, welche bis zum 15. Decbr. nicht be⸗ zült haben, executoriſch vorgeſchritten wird. Schotten am 13. November 1844. Prätorius. Tn (Aus Dr. Grieſſelich's Geſundheitslehre, oder leichtfaßliche Darſtellung der Grundſätze zur Erhaltung und Befeſtigung der Geſundheit. 40 kr.— Es iſt der ſünfte Band der allgemeinen deutſchen Bürgerbibliothek, welche Carl Andree und Auguſt Lewald in Carlsruhe heraus⸗ geben, unter Mitwirkung vieler wackerer Männer.) Die Sitte, ſich durch betäubende Pflanzen in eine an⸗ genehme Stimmung zu verſetzen, iſt auf dem ganzen Erden⸗ runde mehr oder minder verbreitet. Geiſtige Getränke haben ähnliche Wirkung.— Weit verbreitet iſt der Tabak, deſſen wir Deutſche uns erſt ſeit wenigen Jahrhunderten bedienen und den wir viel freundlicher aufgenommen haben, als die ebenfalls amerikaniſche Kartoffel, zu deren Gunſten Fried⸗ rich der Große den Bauern predigen ließ, während jeder Bauer leicht ein Prediger des Tabaks werden könnte, und wär dieſer auch ſo ſchlecht, daß man„dreimal um den Leib für einen Groſchen/ bekäme! Schnupfen und Rauchen— zwei Hochgenüſſe! Ich will ſie euch nicht widerrathen, aber daß ich ſie euch deßhalb anrathe, weil ſie unter gewiſſen Umſtänden heilkräf— tig, alſo wie Arznei wirken, das kann ich auch nicht.— Bis der Raucher es zum Genuſſe gebracht hat, muß er Lehrgeld zahlen; der Rauchanfänger wird krank— es iſt ihm recht herzlich weh, ſchwindelig, uͤbel— ja er muß er— brechen; er ſieht blaß und elend aus, und ſo geht's fort, bis er die Pforten des Tabak-Tempels glücklich hinter ſich hat. Nüchtern betrachtet, iſt das Tabakrauchen nichts an— deres als ein künſtlich geſchaffenes Beduͤrfniß, eine Zerſtreu— ung für den Einſammen, der ſich auf keine ſonſtige Weiſe zu zerſtreuen weiß; für ein geſelliges Vergnügen wird's auch ausgegeben. Das mag all ſein.— Mein Rath iſt einfach: wer raucht, rauche nur mäßig, wer aber noch nicht raucht, der laſſe es für immer bleiben. Mehr und mehr nimmt das Cigarren-Rauchen über— hand, die guten alten Pfeifenzeiten ſchwinden dahin; Wie— ner Meerſchaum- und Ulmer Pfeifenköͤpfe finden nur noch % 366** bei Leuten Anhang, die„anßer der Zeit“ ſtehen, die urdenen Kölner Pfeifen verſammeln ſich nur noch bei den Groß⸗ vätern.— Pfeifen ſind jedenfalls geſünder als Cigar⸗ ren“)(oder„Glimmſtengel!/); letztere reizen durch die unmittelbare Berührung mit den Geſchmackswerkzeugen, er⸗ höhen die Speichelabſonderung ungleich mehr und veranlaſ⸗ ſen darum einen Verluſt an Säften.— Man hält ſchon im gewöhnlichen Leben das viele Ausſpucken beim Rauchen nicht für gut; aber was ſoll denn der mit Tabakdampf vermengte Speichel im Magen? Dem iſt er auch etwas Fremdes, er erhoöͤht die Magenbewegung, dieſe ſetzt ſich wei⸗ ter auf den Darmkanal fort, und daher kommt die oft fur wohlthätig gehaltene ſtuhlbefördernde Eigenſchaft des Ta⸗ baks,— er wirkt wie eine gelinde Arznei; aber wer wird denn alle Tage und Stunden Arznei brauchen, um ſeine Ver⸗ richtungen im Gange zu erhalten?— Außerdem ſind die Cigarren den Augen nachtheilig und zudem iſt man zuwei⸗ len nicht ſicher, daß ſie verfälſcht ſind. Es läßt ſich daher denken, daß das Rauchen für junge Leute und Bruſtſchwache am wenigſten taugt, zumal es— austrocknend wirkt, und wo Trockenheit iſt, muß angefeuchtet werden— folg⸗ lich—— Daher das Bier-, Kaffee⸗ und in Norddeutſchland das Theetrinken zum Rauchen. Das Schnupfen iſt die poſſirlichſte Gewohnheit von der Welt und beweist nur, was der Menſch nicht all er⸗ finden kann, um ſich zu vergnügen und ſein„Hirn zu putzen“! Alberneres gibt's doch eigentlich nichts, als ein Pulver, wel⸗ ches zahlreichen Verfälſchungen und ſchädlichen Beimiſchungen unterworfen iſt, in die Naſe zu ſtecken und zu ſagen,„ha! welch' ein Genuß!“ Laßt euch Doſen ſchenken mit und ohne Edelgeſtein,— verſpart aber Makuba, Doppelmops, Schnee⸗ berger und wie das Pulver ſonſt heißt, wenigſtens auf die Zeit, wo ihr die„Contenance/ verloren habt, und braucht die Doſe wie Kinder ihre Mütze— wenn ſie in Verlegen⸗ heit ſind! Zur Erheiterung. Bei ſeinem Großvater ſaß Hänschen und nagte an einem Stuͤckchen trocknen Brodes, während der Alte Brod und Käſe aß. Nicht lange, ſo ſagte Hänschen zu ſeinem Großvater:„Herrchen gebt mir auch e Stückelche Käſ',— doch der Alte weigerte die Bitte mit den Worten:„Iß du trocken Brod, mein Bubchen, iß du trocken Brod— tro⸗ cken Brod macht Backen roth.“ Hänschen war wohl ge— zogen, ſchwieg ſtill und kaute an ſeiner Kruſte, doch ſah er ſeinen Großvater mit gar klugem, ſchelmiſchem Blicke an. Endlich ſagte er:„Großvater!«—„„Was denn, mein Bubchen Y„Großvater gelt, Ihr habt auch als trocken Brod gegeſſe, weil Ihr ſo e roth' Naßſ' habt?, * 4* * Ein der gelehrten Welt ziemlich unbekannter Ge⸗ lehrter verſprach in ſeiner Jugend viel mehr, als er im ) Siehe Nr. 84 des Int.⸗Bl. Die Red. Mannesalter hielt. Er bezog im 14ten Jahre die Unven ſität und war noch nicht 17 Jahre, als man ihn zum De tor machte. Allerwärts nannte man ihn das Wunderkin Als er aber ſpater, wie geſagt, die Erwartungen, zu dern 45 ann Leh I. l den hit 65 ſagen:„das Wunder iſt verſchwunden und das Kind i er berechtigt hatte, nicht erfüllte, pflegte Einer ſeiner Coll gen ſcherzweiſe— wenn Er ſelbſt nicht dabei war— geblieben. *** Dll. 1 55 fee F Nuß, er f Ein Student, der bereits drei und ein halbes Jah gal lubnig og, Zehanu be auf verſchiedenen Univerſitäten ſich herumgetrieben hatte, ball. 10, 8 N kam wider alles Verhoffen ſeines Vaters nach Hauſe, ohn ab?— 50 das vorſchriftsmäßige Examen beſtanden zu haben. De 5 Johann Jae Vater, nicht im Stande, ſeinen Unwillen über eine ſolgg 75 92— nicht einmal ein Examen gemacht? was haſt du denn nur do 1 Viertehalb Jahre auf der Univerſität getrieben?“„Ei— nate und ſagte der Bruder Luͤderlich mit größter Kaltblutigkeit— e Janes Bivoin Nichts, lieber Vater, und Bier dazu getrunken.“ * ** f Ein Herr hatte eine Geſellſchaft von Freunde und Bekannten zu einem Glaſe Wein eingeladen, gab abe eine Sorte, die den Gäſten durchaus nicht munden wolli Ein Diplomat konnte endlich ſeinen Ingrimm nicht länge mehr bergen und ſagte zu dem Wirthe mit unendliche Freundlichkeit und honigſüßem Lächeln:„es ſcheint den Am ſchein gewinnen zu wollen, als wenn Dero Weinchen dem nächſt vielleicht einmal einen leiſen Anflug von Stich ven rathen dürfte. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 1844. Lich. Getraute: 8. Der Großh. Repetent der evangeliſchen Theologie Le. theol. und Dr. philos. Guſtav Adolph Ludwig Baum von Gießen, des Großh. Revierförſters Ludwig Bau in Dornberg, im Kreiſe Großgerau, ehelich lediger Sohn, und Caroline Magdalene Ernſtine Luiſe Seidel von hier, des hieſigen Fürſtlichen Kammerdirektors Georg Chriſtian Dietrich Seidel ehelich ledige Tochter. Der hieſige Ortsbürger und Schuhmacher Philipp Jacob Kempf, des verſtorbenen hieſigen Ortsbuͤrgers und Schuhmachermeiſters Georg Philipp Kempf ehelich ledi⸗ ger Sohn, und Anna Eliſabetha Schäfer, des hieſigen Ortsbürgers und Bäckermeiſters Johannes Schäfer ehelich ledige Tochter. 31. Getaufte: 3. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Kuͤfermeiſter Philipp Reinhard Textor ein Sohn, Philipp, geb. den 22. Sept. 6. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Metzgermeiſter Jacob Hitzel ein Sohn, Hermann Philipp, geb. den 23. Sept. N üthliſcher Con l Tage, f den Magdalene Loß, meiſters Johann 1 Monate, f de Ein unehelichet 2 Tage, f de , Anna Margar Verwalters in Töchterchen, a den N. Di. — Bekanntmacht hör Nan Edieta 11168) Das Gro tovinz Oberheſſen de georg Wilhelm zu B am 2863 fl. 2 kr. ü chen Concursproceß cher Alle, welche ding ſprüche gegen denſel An, bierdurch aufg Meidung des ohne folgenden Ausſchlt Vermin Vontag den f 5 Vormit dei der unterzeichn mund näber zu begrü In demſelben Ter Maſepflegers geſchr daun zwiſchen de gern verſucht Rae ſich zu vertre ſſſre Vollmachten gen dußbach den 2 Groß Mer 9 — 2 0* „ 367* Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Kaufmann Johann Conrad Vogt III. eine Tochter, Johannette, geb. den 26. Sept. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurermeiſter Johann Conrad Wolf eine Tochter, Rebekka Wilhelmine, geb. den 5. Okt. 2 Ein unehelicher Sohn, Wilhelm Chriſtian, geb. d. 3. Okt. 2 Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Johann Konrad Vogt IV. ein Sohn, Johann Carl, geb. den 5. Okt. 24. Dem hieſigen Ortsburger und Sattlermeiſter Conrad Reuß, ein Sohn, Carl Ludwig, geb. den 22. Okt. Beerdigte: 1. Carl Ludwig Vogt, des hieſigen Ortsbuͤrgers und Kauf⸗ manns Johanu Conrad Vogt III eheliches Soͤhnchen, alt 2 Jahre, 8 Monate und 6 Tage, t den 30. Sept. 1 Carl Dietz, des hieſigen Ortsbürgers und Metzgermei— ſters Johann Jacob Dietz eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre und 2. Monate, T den 30. Sept. 2 Carl Ludwig Kratz, des hieſigen Fürſtlichen Rentmei⸗ ſters Georg Heinrich Kratz eheliches Soͤhnchen, alt 6 Jahre und 10 Tage, 1 den 9. Okt. 13. Johannes Lotz, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Johann Heinrich Lotz II. eheliches Söhnchen, alt 3 Monate und 5 Tage, k den 11. Okt. 12. Johannes Bivoin, hieſiger Ortsbürger und Taglöohner, katholiſcher Confeſſion, alt 79 Jahr, 4 Monate und 24 Tage, 7 den 19. Oct. 12, Magdalene Lotz, des hieſigen Ortsbürgers und Bäͤcker⸗ meiſters Johannes Lotz II. eheliches Töchterchen, alt 4 Monate, t den 19. Okt. 0 10, Ein unehelicher Sohn, Heinrich, alt 1 Monat und 24 Tage, t den 27. Okt. 10. Anna Margaretha Weber, des Burgers in Gießen und Verwalters in hieſiger Fürſtlicher Obermühle eheliches Töchterchen, alt 6 Jahre, 5 Monate und 1 Tag, 1 den 27. Okt. Amtliche Bekanntmachung, falſche Vereins⸗Doppel⸗Thaler betreffend. Es wird hierdurch warnend zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß im Ring geprägte und gerandelte falſche Ver⸗ eins⸗Münzen, oder 3 ½ Gulden⸗Stücke, unter nachgeahmtem Frankfurter Stempel mit der Jahreszahl 1843 angehalten worden ſind. Die ſeltene Genauigkeit in der Ausführung der Stem⸗ pel und das zu den Münzen genommene Metall— Neu⸗ ſilber— erſchwert deren Erkennung. Indeſſen ſind doch als allgemeine Erkennungszeichen anzugeben: 1) daß ſie etwas dicker, und dennoch um, Loth leichter als ächte Thaler ſind; 2 daß der Klang hoch und kurz iſt. i Im Vergleich mit ächten Stücken iſt ferner zu bemer⸗ en: a) daß die Schrift ungleich und ſteif, und p) die Krone über dem Adler etwas höher und durchſich— tiger gehalten iſt; c) daß die Federn des Adlers und die darin befindlichen Streiſchen mangelhaft; d) daß die Rippen der Blätter ſehr markirt und erhöhet, während dieſelben bei den ächten Stücken vertieft ge⸗ halten ſind; e) daß die Randſchrift etwas größer als bei den ächten Stücken iſt. Zugleich wird hierdurch aufgefordert, wenn auch hier verſucht werden ſollte, von dieſen falſchen 3 ½ Guldenſtücken auszugeben, ſolche anzuhalten, und die Ausgeber zur An⸗ zeige zu bringen. Frankfurt a. M., den 11. November 1844. Rechnei und Renten-Amt. Bkanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalladung. (1168) Das Großh. Heſſ. Hofgericht der a Oberheſſen hat gegen den Nagelſchmied (Furg Wilhelm zu Butzbach, deſſen Vermögen In 2863 fl. 2 kr. überſchuldet iſt, den foͤrm⸗ len Concursproceß erkannt. Es werden da. er Alle, welche dingliche oder perſönliche An⸗ priche gegen denſelben geltend machen wol⸗ 6 hierdurch aufgefordert, ſolche bei Ver⸗ nung des obne beſonderes Präcluſiodecret xiegenden Ausſchluſſes von der Maſſe, im tumin Montag den 16. December d. J., Vormittags 9 Uhr, ei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen in näber zu begründen. Ja demſelben Termin wird zur Wahl eines Oeſſepflegers geſchritten und eine gütliche Ab⸗ iuung zwiſchen dem Schuldner und ſeinen Nlubigern verſucht werden, weßhalb ſolche, ue ſich zu vertreten zu laſſen beabſichtigen, Vollmachten genügend auszudehnen haben. Tutzbach den 2. November 1844. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Völcker. Calmberg. lerſteigerung getragener Militaͤr⸗ Montirungsſtücke. 18) Montag den 25. d. M., Morgens von 8 Uhr und des Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenraues der Kloſtercaſerne dahier, namhafte Quanti⸗ täten getragene Militär⸗Montirungsſtücke, als: Röcke, Spencer, Handſchuhe, Mützen, wol⸗ jene und leinene Pantalons, dergleichen Ga⸗ maſchen, Hemden, Schuhe, Mäntel, Tzaco— filze, Tzacos, Torniſter c., ſodann ausrangirte Caſerne- und Compagnie ſpielrequiſiten, namentlich: Betk⸗Teppiche, Trommelfelle ic. ſtück⸗ und parthieenweiſe gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung mit dem Anfügen geeignet bekannt machen laſſen zu wollen, daß ſolche bis zu deren Been⸗ digung um die bemerkten Stunden fortgeſetzt wird. Friedberg den 13. November 1844. J. A.? G6 lz Oberquartiermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (13000 Die in der hieſigen Kirche vorzuneh⸗ menden Reparaturarbeiten, beſtehend in Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 12 fl. Schloſſerarbeit,„ 2 7 ſollen den 22. d. M., Morgens 10 Ubr, an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Melbach den 14. November 1844. Der Kirchenvorſtand: Blumhof. Keil. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1305) Künftigen Dienſtag den 26. d. M. ſollen in der Wohnung des Bürgermeiſters Kliebe in Londorf die nachbemerkten zur Er⸗ bauung eines neuen ſteinernen Pfarrhauſes und eines kleinen Oeconomiegebäudes daſelbſt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen an die Wenigſtbietenden öffentlich verſteigert werden, und zwar: a) Vormittags 10 Uhr, 10 Maurerarbeit, voranſchlazt zu 1770 fl. 1648 2) Zimmerarbeit, 1 3) Dachdeckerarbeit, 420 4) Schreinerarbeit, 648„ 5) Schloſſerarbeit, 778* 6) Glaſerarbeit 264 7) Weißbinderarbeit, 719* 8) Spenglerarbeit, 49 b) Nachmittags 2 Uhr, 9) die Lieferung von 166 Bütten Kalk, 10) die Beifubr und das Aufſetzen von 42 Cbklftr. Mauerſteinen, 110 das Graben, Anfahren und Meſſen von 9 Cbklftr. Sand. Riſſe, Voranſchlag und Verſteigerungsbe⸗ dingungen liegen auf dem Bureau des Unter- zeichneten zur Einſicht offen. Grünberg am 13. November 1844. Der Großb. Heſſ. Kreisbaumeiſteg Holzapfel. Brennholz⸗Lieferung. (15060) Die Lieferung des in 30 Stecken Buchen und 200 Stecken Eichenſcheitholz be⸗ ſtehende Brennholz-Bedürfniſſes hieſiger Gar⸗ niſon auf das Jahr 1845 ſoll auf dem Wege der Soumiſſion, und zwar a) einmal mit dieſen beiden Sorten im ein⸗ zelnen Stecken und f b) einmal in 180 Stecken Bu henſcheitholz was der obigen Quantität gleich kommt, ebenwohl im einzelnen Stecken dem Wenigſtgebot ausgeſetzt werden. Es werden daher diejenigen, welche zur Uebernahme erwähnter Lieferung Luſt tragen, hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß ge⸗ ſetzt, daß die Bedingungen derſelben auf dem hieſigen Verwaltungsbureau eingeſehen wer⸗ den können, und daß die Soumiſſionen, wo⸗ zu die Formulare auf gedachtem Bureau in Empfang zu nehmen ſind, längſtens bis zum 30. d. M. des Vormittags 11 Uhr verſie⸗ gelt und mit der Aufſchrift„Brennholzlie— ferung betr.“ in das am Cingange zu mehr⸗ erwähntem Bureau aufgehängten verſchloſ⸗ ſenen Soumiſſionskäſtchen eingelegt werden müſſen, weil gleich nach Ablauf des bemerkten Termins die Soumiſſions-Eröffnung ſtatt— finden ſoll. Zugleich bemerkt man, daß der Uebernehmer fraglicher Lieferung eine Caution zu leiſten hat, worüber das Nähere aus den Lieferungsbedingungen zu erſehen iſt. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht dieſes in Ihren unterhabenden Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 14. November 1844. Vermöge Auftrags Cellarius, Unterquartiermeiſter. Oeffentliche Bekanntmachung. (1307) Im Dez. v J. iſt der Kreisthierarzt Stock, welcher früher zu Friedberg gelebt hat, zu Vilbel geſtorben. Bei Ermittelung ſeines Nachlaſſes hat ſich ergeben, daß zwar eine ſehr bedeutende Schuldenlaſt, aber nur ein ſo geringes Activ-Vermögen vorhanden iſt, daß nach Deckung der nöthigſten Koſten ſchon nichts mehr übrig iſt. Dieſen Stand der Sache theilt man den bekannten wie unbe— kannten Gläubigern des Verlebten unter dem Anfügen mit, daß nur auf beſonderes Ver— langen in dieſem Schuldenweſen weiter ver— fügt werden wird, auch alsdann der Anru— fende die entſtehenden Koſten vorlegen muß. Großkarben den 8. November 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Antwort. (1508) Aus der„Aufklärung“ des Herrn Pfarrer Breidenſtein zu Södel in Nr. 90 d. Bl. geht hervor, daß derſelbe den fraglichen Beitrag nicht an mich, ſondern an einen mir unbekannten Dritten abgeliefert hat, von wel— chem mir das Geld ſofort/ Jahr ſpäter zu— gekommen iſt; ſeine öffentliche Erinnerung an mich ohne weiteres war daher um ſo weniger begründet.— Zu weiteren Erörte— rungen iſt hier der Ort nicht. Grünberg am 12. November 1844. Jung, Decanatsrechner. Bekanntmachung. (1509) Dienſtag den 26. dieſes Monats, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem Directorial⸗ Bureau dahier die Anfuhr des nöthigen Be— darfs an Braunkohlen-Klötze pro 1845 für die hieſige Anſtalt von dem Braunkohlenwerke bei Wölfersheim öffentlich an den Wenigſtfor— dernden vergeben werden. An demſelben Tage Vor und Nachmiktags wird ſodann eine große Parthie ausrangirter Bett⸗Teppiche, zu Pferdedecken u. ſ. w. noch ſehr brauchbar, in kleinen Abtheilungen, öffent⸗ „ 368 lich an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Marienſchloß am 14. November 1844. In Auftrag: Der Verwalter Bauer. Bekanntmachung. (1510) die Mobilien des Johannes Hof⸗ mann von Traismünzenberg, beſtebend in Vieh, Schiff und Geſchirr, Hausgerätbe, Weißzeug, Bettung und dergleichen ſollen Freitags den 6. Dezember d. J., Morgens 9 Uhr, und die Immobilien deſſelben, beſtehend in Hofraithe und Güterſtücken, Freitags den 13. Dezember d. J., Morgens 9(ihr, in dem Haus des Jo— hannes Hofmann öffentlich verſteigert werden. Hungen den 7. November 1844. g Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Draudt. Frucht- Verſteigerung. (1511) Dienſtag den 26. November, Mor⸗ gens 10 Uhr, werden von den Herzoglichen Domanialfrüchten aus der Erndte von 1844 25 Malter Waizen, 90„ Korn, 80—Gerſte, 57„ Hafer, ſaͤmmtlich alten Friedberger Maaſes, in ein⸗ zelnen Abtheilungen auf dem bieſigen Rath⸗ hauſe meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Reichelsheim den 15. November 1844. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Rullmann. iNN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Butzbacher Catharinenmarkt, (1512) Montags den 25. d. M., iſt bei mir Reſtauration mit Harmonie, und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu ich ergebenſt einlade. Butzbach im November 1844. Carl Becker im deutſchen Hof vor dem Lahnthor. Zu verkaufen. (1192) Zwei ſehr vorzügliche Scheibenbuͤch⸗ ſen, ſodann ein Geſchäftsſchild von Eiſenblech, erhaben gearbe tet, und zehen Fuß lang, wer⸗ den ſehr billig verkauft. Die Expedition dieſes Blattes ſagt, bei wem. Bekanntmachung. (1495) Einem verehrlichen Publikum hie⸗ ſiger Umgegend, meinen bisberigen Herrn Ab— nehmern insbeſondere zur größeren Bequem— lichkeit habe ich bei Herrn Johannes Sieg— fried, Bäckermeiſter und Wirth auf dem Grohl dahier, ſtets eine Parthie reingehaltene Weine von 40 fl. bis 52 fl. pr. Ohm von meinem Hauſe F. Er. Dotzauer, Weinhandlung in Mainz, eingelegt, ſo daß derſelbe in den Stand geſetzt iſt, jeden augenblicklichen Anforderungen zu entſprechen, ſowie derſelbe auch jeden ſchrift— lichen Auftrag für direkten Bezug von Mainz prompteſt beſorgt. Außerdem uͤbernimmt der⸗ ſelbe die Zurückſendung der leeren Fäſſer und können ſolche gegen Beſcheinigung bei ihm ab— geſtellt werden. Grünberg im November 1844. H. Semler. Ein Junge (1496) von braven Eltern, welcher geſon⸗ nen iſt, Schneider zu werden, kann in die Lehre kommen bei C. W. Hamm, Friedberg. d Herrn⸗Schneidermeiſter. Empfehlung. (1498) Der unterzeichnete empfiehlt, neben ſeiner ſchon bekannten Mehlhandlung, ſch z ner mit allen Sorten Hüͤlſenfrüchten, glg tag Golderbſen zum Kochen, Linſen, Bohnen 1 dann Futtererbſen, zu den moͤglichſt bill Preiſen und ſieht einem geneigten Zuſpia entgegen. Friedberg den 15. November 1843. Jacob May, auf der breiten Straße bei Herrn Ga, halter Supp wohnhaft. Gerſten⸗ Ankauf. (1499) unterzeich neter beabſſchtigt e Quantität Gerſte von guter Qualität an kaufen, nimmt ſowohl größere als kleine Parthieen hierher geliefert an und ſiehet Ofſe ten entgegen. Friedberg den 12. November 1844. Ph. C. Kopp. Nr. 87 und 88 des Intelligenzblattes vom l. J. werden un der Expedition d. Bl. zu kaufen geſucht. Ankündigung. (1480) Die unterzeichnete Verlagshandlun halt die 2 Weſer⸗Zeitung zu neuen Beſtellungen, welche auswärts ba allen verehrlichen Poſtämtern angenomma werden, beſtens empfohlen. Dem Wohlwolle und der ſtets wachſenden Theilnahme des u blikums wird das Blatt nicht beſſer enn, chen konnen, als wenn es ſeinerſeits an Gn diegenheit und Reichhaltigkeit des Inhalts g wachſen unabläſſig bemüht iſt. Ein treu Spiegel der Gegenwart und zugleich ein win diges Organ zur Vertretung der nationale insbeſondere unſerer norddeutſchen Intereſſ zu ſein, das iſt das Ziel, welches die Weſen Zeitung zu erreichen ſtrebt. In dem B. wußtſein dieſes ihres redlichen Strebens un im Hinblick auf die vielfach ihr geworden Anerkennung des bisber Geleiſteten darf f vertrauensvoll einer allgemeinen Verbreitun entgegenſehen. Bremen, Oktober 1844. C. Schünemann. (1313) In einigen Wochen erſcheint: Allgemeiner Familien⸗ und Geſchaͤfts⸗ Briefſteller 5 d vollſtändiger Nathgeber 9 7 für den ſchriftlichen Verkehr in allen Lebensver⸗ hältniſſen. Enthaltend eine Anleitung zu ſchriftlichen Auf ſätzen, nebſt Orthographie und Interpunklions⸗ lehre und die Lehre des brieflichen und Geſchäfts⸗ Verkehrs, erlautert durch eine Muſterſamm; lung von Beiſpielen zu allen Arten von freund, ſchaftlichen, Familien., Geſchäfts- und anderen Briefen, Quittungen, Kontrakten, Anzeigen, Schuldverſchreibungen, Vollmachten ꝛc. Nebſt einer Anleitung zum Verkehr mit Behörden, einer genauen Wechſelkunde, dem Wichtigſten über Staatspapiere und Eiſenbahn Aktien, ſo⸗ wie über die Münz⸗, Maaß- und Gewichts Verhältniſſe Deutſchlands. Herausgegeben von Guſtav Theodor Arudt, (54 kr.) 5 Beſtellungen darauf wolle man gefälligſt bald abgeben an. 5 C. Binder nagel in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — 9 93. Auszüge au Auszug aus . Bekanntmachun , bom 1. Nov. da dem Großher 9 Belgien, bdreizügigkeits⸗“ dem letzteren Verte aten von Amerika k Ahenommen, wonach ide Güter oder An auf einen g. Mi upfähig in, Tia den dach oll, wöhrend deten cer Regierung, liege en Erlös daraus an II. Beſtätigun Onartale 1844: 1) d het, geb. Chambion i der penſ. Lehrerin die kath. Kirche zu S waplaneifonds an die mtoheim von 500 fl. 00 fl. an den Vere ters Ph. Chriſt 1 O eines Ungenannte 250 fl zur Anſchaff J 300 fl., von de 1 alljährlich ab ub, is berlebten Renn Nonſten des Central Füg⸗Hoſpitals zu N. Aung des ere Klir Haffn fur Abhallung zwei 1 Gernahen un! VIII. Bekan l, daß vom 1 ah Herbſtein die an wird. Entfernn Wüntsborn bis Lich nin bis Merken daa dis zum Knoten, nmannehgan 2000 auen big l Jain 400, das zum! b., bon V. af 1400 von Mr elta! n Alt