Intelligenz-Olatt arlegung d eingeleh erfahtenz* 0 e, ſowie il N zeſſen Brüden ** für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. tak. f 1 Amtlicher Theil. 1392 Der Großherzoglich Heſſiſche — Kreisrath des Kreiſes Friedberg a beg e an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 4nd 9% treffend: Die Voranſchläge der Gemeinden des Kreiſes Friedberg . für 1845. witz mie. Ich bringe die Aufſtellung der Voranſchläge für 1845 er Kutzeit. 5 Erinnerung und erwarte, daß ſolche unfehlbar längſtens rich dle aa ps Ende Auguſt d. J. bei mir vorgelegt werden. Man Neben allgemeiner Beobachtung der deßfallſigen In— n kuction vom 2. Mai 1836 bin ich veranlaßt Ihnen nach⸗ i für fUgende Punkte einzuſchärfen: een) Der Gleichförmigkeit wegen ſollen nur Voranſchlags⸗ 22 0 formularien von Stahl und Becker gebraucht werden. beigian Neal 2 Bezüglich der Umlagen 3. Claſſe ſind die§§. 8. 9. u. 10. der Inſtruction genau zu befolgen. Es müſſen deß⸗ halb den Bevollmächtigten der Höchſtbeſteuerten, Stan— desherrn ꝛc. vor förmlichem Abſchluß des Voranſchlags von den beabſichtigten Umlagen durch Ueberſendung der Bei— 0 f lage 7. Nachricht gegeben, und erfolgen Einwendungen, 9 das Gutachten des Gemeinderaths darüber eingeholt und demgemäß erſt der Voranſchlag abgeſchloſſen werden. Dem Großh. Rentamte muß der Voranſchlag ſelbſt be— züglich aller derjenigen Gemeinden mitgetheilt werden, in welchen das fiscaliſche Steuerkapital 200 fl. und mehr beträgt. 3) Empfehle ich Ihnen die nöthigen Mittel zur Unterhal— tung der öffentlichen Gebäude und Vicinalwege auf den Grund beizulegender Ueberſchläge des Gemeinde— baumeiſters resp. Bezirkswegwärters in zureichender -Weiſe vorzuſehen. 4) Wegen der Bedürfniſſe der Kirchen und Schulen haben Sie in Gemäßheit meines Ausſchreibens, Nr. 23. des Intelligenzblattes vom Jahr 1839 zu verfahren und die deßfallſigen ſchriftlichen Anforderungen der Kirchen— und Schulvorſtände an die Gemeinde den Voranſchlä— gen beizulegen. 5) Darf nicht verſäumt werden die Mittel zu den nöthigen uchhanlu Einrichtungen, Sprungplätze und dergl., vorzuſehen, welche erforderlich ſind, um das höchſte Verbot der ferneren Beitreibung der Gemeindebullen zur Heerde zu verwirklichen. 6) Wird Ihnen empfohlen den Vollzug der neuen Unifor— mirung der Polizeidiener zu beachten und 7) Die Hebgebühren der Gemeinde-Einnehmer für außer⸗ ordentliche Einnahmen mit dem Gemeinderath ſchon bei Aufſtellung des Voranſchlags zu beſtimmen. Friedberg den 15. Juli 1844. Kü ch ber. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Verordnung, Maßregeln gegen das Wegfangen der In⸗ ſekten vertilgenden Vögel. Unter Hinweiſung auf die Verordnung vom 7. April 1837 in Nro. 23. des Regierungsblatts weiſe ich Sie an, die Feldſchützen ernſtlichſt zu bedeuten, über deren genaue Befolgung zu wachen und Uebertretungen anzuzeigen. ung 8 5 9 zuzeig Grünberg den 13. Juli 1844. e Der Großherzoglich Heſſiſche Steuercommiſſaͤr des Steuerbezirks Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Buͤrgermeiſter dieſes Bezirks. 5 8 Betreffend: Die Abhaltung der Amtstage. Meinen auf den 25. d. M. fallenden Amtstag habe ich, eintretender Hinderniſſe wegen, auf Montag den 22. verlegt. Sie wollen dieß mit dem Anfügen bekannt machen laſſen, daß die folgende Amtstage, wie gewöhnlich, wieder Donnerſtags abgehalten werden. Hungen den 13. Juli 1844. Hunſinger „ 226. e bge ns ir e u dee g. Schon oft habe ich aus dem Munde armer Leute oder Solcher, die zwar ihr redliches Auskommen hatten, daſſelbe ſich aber durch Mühe und Arbeit gewinnen mußten, die Klage gehört: die Erde iſt doch ein wahres Jammerthal, im beſten Falle ein Arbeitshaus; nur Einzelne gibt es, denen das Loos auf's Liebliche gefallen iſt, bei der bei weitem größten Mehrzahl geht fortwährend der Fluch in ſchreck— liche Erfüllung: unter dem Schweiße deines Angeſichts ſollſt du dein Brod eſſen. Arbeiten!— ach, das wollte man ja ſo gerne, Arbeit iſt das wahre Leben, aber nichts als zu ar— beiten und ſo hart zu arbeiten, wie wir es müſſen, keiner Unterbrechung dieſer Arbeit je theilhaftig zu werden, nie— mals auch nur die geringſte Lebensfreude ſich verſchaffen zu können, das iſt doch wirklich hart. Warum hat das Gott alſo geordnet, daß er dem Einen Alles, dem Anderen Nichts gegeben hat?— Aber iſt es auch recht alſo zu ſprechen? kann irgend ein Menſch in Wahrheit ſagen, daß ihm von der ewigen Liebe die Freude des Lebens verſagt worden ſei?— Worin beſteht denn dieſe Freude des Lebens? in Eſſen und Trin— ken?— wenn das deine Freude iſt, was haſt du dann vor dem Thiere voraus? in ſchönen Kleidern?— geh', wer wird ſein Herz an ſolch' eitlen Flitter hangen? unter man— chem rauhen Gewande klopft das Herz in höherer Luſt, als unter dem Kleide, das Kreuz und Sterne ſchmücken; in Spiel und Tanz?— o wer bei ihnen Freude ſuchen muß, der hat wahrhaftig keine; wohl kann auf Augenblicke, namentlich, wenn die Leidenſchaft erregt iſt, Beides berau— ſchen, aber eine Freude geben, daran du lange zehren könn— teſt, das kann Beides nicht; im Müßiggehen?— du ſagſt ja ſelbſt, Arbeit iſt das wahre Leben und du haſt Recht daran, davon wuͤrde dich eine einzige Woche, in der du nicht arbeiten dürfteſt, überzeugen. O, das Alles und Jedes Andere der Art kann dir keine wahre Freude geben, wenn du den Grund der Freude nicht in dir ſelber, in deinem eigenen Herzen haſt; haſt du aber dieſen Grund der Freude, dann wirſt du jene Dinge nicht einmal beduͤrfen, du wirſt ſie in den meiſten Fällen gar nicht mögen. Der Grund der Freude aber iſt Zufriedenheit, die wieder ohne ein gutes Gewiſſen nicht gedacht werden kann und haſt du ein gut Gewiſſen und in Folge davon ein zufriedenes Herz, wahrlich du wirſt dann nicht mehr fragen: worin beſteht die Freude des Lebens? wo iſt eine Lebensfreude? ſondern wo du gehſt und ſtehſt wirſt du eine ſolche haben. Gehſt du am Frühlingstage hinaus auf den Acker und hörſt der Lerche Geſang, die in unſichtbaren Höhen ſchwebet, hörſt der Grasmücke Gezwitſcher und der Nachtigall ſeelenvollen Schlag,— ſiehſt du die Blüthenpracht der Bäume, das junge Grün, das überall aus der Erde ſprießt, das blöde Veilchen, das im Winkel ſteht, lauſchend, bis ein Wandrer zu ihm tritt und ſeines Wohlgeruchs ſich freut— ſtehſt du am heitern Abend vor der Thüre deines Hauſes und ſiehſt des Himmels Gewölbe über dich geſpannt und im unermeß— lichen Raume das zahlloſe Heer leuchtender Weltkörper wan— 6 deln— und du haſt ein gut Gewiſſen und ein zufrieden Herz, du wirſt nicht dran denken, daß der Acker, den baueſt, vielleicht dein Eigenthum nicht iſt, daß der Baur der blühet, einem Andern gehört, daß das Haus, in da du wohneſt, ein Miethhaus iſt,— mit freudeſtrahlendg Blicke wirſt du dein Auge in die Höhe heben und. wen, auch deine Hände vielleicht nicht gefaltet ſind, wird au dem Innerſten deiner Seele ſich der Gedanke aufſchwilg vor den Stuhl des Höchſten: Herr, du biſt groß und gu und ich bin glücklich und froh, daß ich dein Kind bh Und das Gefühl, das dann einzieht in die Thore dein Herzens, das wird dich beleben und ſtärken, denn eine wah Lebensfreude haſt du genoſſen im Anſchauen der Wer des allmächtigen Gottes. Trittſt du am Sonntage in das Haus des Hen und vernimmſt der Orgel Ton und ſingſt mit den Bu dern und Schweſtern des Höchſten Lob und preiſeſt ſei Ehre im gemeinſchaftlichen Gebete und höreſt auf Gottes Muß die Verkündigung von des himmliſchen Vaters Gnade, vn deines Heilands Liebe und der Menſchheit, deiner Erlöſu durch Gottes Gnade und deines Heilands Liebe— und! haſt ein gut Gewiſſen und in deiner Bruſt ſchlägt ein z friedenes Herz— du wirſt nicht dran denken, daß du bil nein, deine ganze Seele wird der Gedanke füllen: Du b Gottes Kind, du biſt mit dieſen Allen zu einem ander Daſein berufen, zu einem Daſein, von dem geſchrieben ſtehtf in ihm ſoll euer Herz ſich freuen und euer Freude ſoll Ni mand von Euch nehmen— und dieſer Gedanke wird di mit einer ſolchen Seligkeit erfüllen, er wird dich ſo zu Ertragung alles irdiſchen Leides ſtärken, er wird dich, wen du ihn bewahrſt,(ſo wie man ein köſtliches Kleinod bewaß ren ſoll) ſo heiligen, daß du gewiß nach keiner ſonſtigen 0 bensfreude ſchmachteſt. Siehe, du haſt die hohe Freude de Lebens, die die Schrift, die der Glaube de Menſchen gibt, die haſt du genoſſen. 5 (Fortſetzung folgt.) giga 1 bingelba Gitſſrh aug Hther, I 7 U age Eune Falle, 10 nnes 0 ohe f deer Id Ech Sohn ud bus, Ortsburg Tochlel. I 2 Inn beſgen de Hauch, eb. gkanmtmach hot Bekang Indem die? dub Dotdemet— 9 ih gesetz weiden, zu dem gering N auf Bürgſcheine dieselben zugleich r i i e u ein jeder Koble leicht ärmer, geringer biſt, als viele Andere deiner Brüdg 0 um Klötze, welche inen beſonderen 2 Ind einer Theilun, ſchein zu beziehendef fen Perſonen, wie ſſommen, wegen d gehenden Unauneb! Beamten fur die g dakf und zwat unt guf dem Burgſche MX We d reſp. als Jager wird und Ausre mitbezogen und er keiner Bedin Zugleich werd erſucht, bei Auff auf gefälligst Rü Dorheimer Be. Verſchiedenes. Irgendwo habe ich Folgendes geleſen:„wer Gal nicht in Allem Recht gibt; das nicht läßt, was Gott nich will; das nicht thut, was Gott will; mit dem nicht zufriedn und vergnügt iſt, was Gott ihm gibt; und in dem Leideh, das Gott ihm auferlegt, ungeduldig und ungeſtüm iſt; de glaubt nicht an Gott und iſt auch kein frommer Chu Zum wahren Chriſtenleben iſt es nicht genug, daß mn die Chriſtenlehre kennt und von ihr und vom Glaub gut zu ſprechen weiß und auch noch nicht, daß man en 0 loͤbliche gute Abſicht bei ſeinem Thun hat, wie das Chriſten thum verlangt, ſondern man muß auch beſonnen dabei een und in allen Stücken vorſichtig, ordentlich und verſtänd handeln und geſinnet ſein, wie Jeſus Chriſtus auch war Die Worte bedürfen keiner Erläuterung. Edie 608) Anſprüch ats verfallenen! c oder deſſen N Mittwoch d Mor eraumten Laus 1 anzuzeigen, a beruͤnden gege daß pon der Pa Ulrichſtein den Ol. Heſſ. Landg Schenkiſches J T Nn Kirchenbuchs⸗Auszug vom Juni 1844. Grünberg. Getraute: 9, Chriſtoph Lingelbach, Bürger und Zimmermann dahier, des hieſigen 97 Bürgers und Zimmermanns Johann Konrad Lingelbach ehelicher 23. lediger Sohn, und Maria Katharina Frank, des Johann Jonas 3 Frank's, Bürgers und Schuhmachers dahier, eheliche Tochter. 30. 1. Johannes Gundrum, Ortsbürger zu Heimertshauſen und Gemeinde „„ 227* 13. Dem Großh. Revierfoͤrſter dahier Herrn Guſtav Hoffmann eine Tochter, Eleonore Rebekka Ida Anna, geb. den 24. Mai. 16. Dem hieſigen Bürger und Bäcker Joh. Konrad Voneiff eine Tochter, Katharina Eliſabetha, geb. den 31. Mai 23. Dem hieſigen Bürger und Landgerichtsdieneraſſiſtenten Heinrich Sud⸗ einnehmer für Sellnrod, des Johannes Gundrum's, Ortsbürgers und Schneidermeiſters zu Heimertshauſen, ehelicher unverheiratheter Sohn und Anna Maria Walther, des weiland Joh. Heinrich Wal— 20. Johannes Pracht, Bürger und Leinweber dahier, alt 87 Jahre und ther's, Ortsbürgers und Rothgerbers dahier, eheliche hinterlaſſene Tochter. Getaufte: d Heinrich, geb. den 14. Mai. 2. Dem hieſigen Bürger und Schuhmacher Heinrich Gerhardt ein Sohn, 29. heimer eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. den 26. Mai Dem hieſigen Bürger und Hofgutsbeſtänder Johannes Schäfer eine Tochter, Juliana, geb. den 1. Juni. Dem hieſigen Bürger und Flurſchützen Joh. Konrad Vaupel ein Sohn, Wilhelm, geb. den 9. Juni. Beerdigte: 8 Tage, 5 den 18. Juni. 26. Immanuel Gottlieb Karl Walther, des Konrad Walther, Bürgers und Rothgerbers dahier ehelicher Sohn, alt 11 Mon. und 23 Tage, + den 24. Juni. Johann Martin Kreuder, Bürger und Schuhmacher dahier, alt 34 Jahre, 7 Monate und 26 Tage, 7 den 28. Juni. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. d N Bekanntmachung. (810) Indem die Braunkohlen⸗-Conſumenten des Dorheimer Bergwerks wiederholt in Kennt— niß geſetzt werden, daß Braunkohlenklötze bis u dem geringen Quantum von 25 Centner nuf Bürgſcheine abgegeben werden, werden v»ieſelben zugleich darauf aufmerkſam gemacht, aß ein jeder Kohlenabnehmer über das Quan— zum Klötze, welches er beziehen will, jedesmal inen beſonderen Bürgſchein beizubringen bat und einer Theilung eines, auf einen Bürg— 5 an hein zu beziehenden, Quantums unter mehre— neben sic ten Perſonen, wie bisher oft der Fall vorge— Frellde oll dens, 77 N dante wird u varf und zwar unter dem Nachtheile, daß der 4¹ 5 „ ommen, wegen der dadurch ſehr oft hervor⸗ zehenden Unannehmlichkeiten für den Caſſe⸗ Beamten für die Folge nicht mehr ſtattfinden ruf dem Buürgſchein genannte Kohlenabneh— mer in ſolchen Fällen nur allein als dieſer eſp. als Zähler bei der Bergceaſſe angeſehen wird und Ausreden, daß Andre die Kohlen mitbezogen und mit zu bezahlen hätten, un— er keiner Bedingung berückſichtigt werden. Zugleich werden die Herrn Bürgermeiſter erſucht, bei Aufſtellung der Bürgſcheine hier— zuf gefälligſt Rückſicht nehmen zu wollen. Dorheimer Bergwerk am 17. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Berginſpector A. Storch. Edietal ladung. (868) Anſprüche aller Art an den in Con⸗ Furs verfallenen Valentin Blößer von Keſt— ich oder deſſen Maſſe ſind in dem auf Mittwoch den 21. Auguſt 1844, Morgens 10 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſo gewiß da— dier anzuzeigen, auch etwaige Vorzugsrechte zu begründen, gegenfalls ſtillſchweigend Aus— ſchluß von der Maſſe eintritt. Ulrichſtein den 17. Juni 1844. Gr. Heſſ. Landgericht daſ., als Freiherrlich Schenkiſches Patrimonjalgericht Keſtrich Ray ß. Hofraithe-Verſteigerung. 1917) Montag den 29. Juli l. J., Vormit⸗ ſags um 11 Uhr, wollen die Ludwig Finzel Theleute dahier ihre Hofraithe, beſtehend in nem Wohnhaus und 2 Ställen, an Chriſtoph Ziſcher und Philipp Weckerling gelegen, einer Freiwilligen öffentlichen Verſteigerung in hie— igem Rathhauſe ausſetzen und bei annehm— 5 Gebote den Zuſchlag ſogleich ertheilen aſſen. Friedberg den 10. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (975) Die heutige Erklärung der Frau des Moſes Grünebaum von Gambach, Betta, geb. Roſenbaum, daß ſie an dem Handel ihres Mannes keinen Theil nehme und ſich gegen die Theilnahme an ſeinen Schulden verwahre, wird zur Nachricht für diejenigen, die mit Moſes Grünebaum in Verkehr ſtehen oder treten, hiermit veröffentlicht. Hungen den 11. Juli 1844. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Zimmer- u. Schloſſer-Arbeiten in der Reitercaſerne zu Butzbach. (976) Da die zur Einrichtung eines Heu— bodens in hieſiger Reitercaſerne erforderlichen Zimmer- und Schloſſer Arbeiten, erſtere zu 261 fl. 20 kr., letztere zu 43 fl. 40 kr, vor⸗ anſchlagt, auf dem Wege der Soumiſſion an die Wenigſtnehmenden vergeben werden ſollen, ſo ſetze ich hiervon die Intereſſenten mit dem Anfügen hierdurch in Kenntniß, daß die Bedingungen und Voranſchläge auf dem hieſigen Militärverwaltungsbureau eingeſehen werden können, daſelbſt auch die Formulare zu den Soumiſſionen in Empfang zu nebmen ſind, dieſe aber bis längſtens zum 29. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ver— ſiegelt und mit der Aufſchrift des betreffen— den Gewerkes, in den am Eingange zum ge— dachten Bureau aufgehängten, verſchloſſenen Kaſten eingelegt ſein müſſen, indem gleich nach dem Ablauf des genannten Termins die Soumiſſionseröffnung vorgenommen werden ſoll. Butzbach den 15. Juli 1844 In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Mobilien Verſteigerung. (977) Montag den 22. Juli l. J., Mor⸗ gens um 9 Uhr, ſoll der Mobilien-Nachlaß der Joh. Fladungs Wittwe, beſtehend in Weiß— geräth, Bettung, Commoden, Bettladen, Ti— ſchen, Stühlen, Schränken und ſonſtigen Ge— genſtänden, in der Behauſung der Frau Loch— manns Wittwe öffentlich meiſtbietend verſtei— gert werden. Friedberg den 17. Juli 1844. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri z. Weißbinder-Arbeiten in der Reiter— caſerne zu Butzbach. (978) Das Ausweißen verſchiedener Loca— litäten in der hieſigen Reitercaſerne ſoll auf dem Verwaltungsbüreau daſelbſt Montag den 29. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Es ſind daher deßfallſige Soumiſſionen, wozu Formulare von dem Unterzeichneten abgegeben werden, verſiegelt und mit der Aufſchrift „Weißbinderarbeit betr.“ bis zum gedachten Termine in den am Eingange erwähnten Bu— reaus befindlichen Kaſten einzulegen, da nach Ablauf dieſes Termins die Eröffnung der Sou— miſſionen ſtattfinden ſoll. Die Bedingungen, aus denen das Naͤhere zu entnehmen, liegen von heute an zur Einſicht offen. Butzbach den 17. Juli 1844. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (979) Die Geſchäftsſtunden der Receptur Marienſchloß werden hiermit, wie folgt, be— ſtimmt. Morgens: von 7 12 Uhr, Nach— mittags: von 2— 5 Uhr. Marienſchloß den 15. Juli 1844. Keim. 300 fl. Stiftungskapitalien (980) ſind in 2 Abtheilungen, à 130 fl., gegen doppelten Einſatz zu 5% aus der Hel— denberger Gemeindekaſſe auszuleihen. Heldenbergen den 9. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. d DNR f ger N Privat- Bekanntmachungen. Zwei vollſtändige Logis (9810 im zweiten und dritten Stocke mei— nes Hauſes ſind zu vermiethen und können den 1. October d. J. bezogen werden. Sodann iſt im dritten Stocke ein Logis mit Meubles, welches ſogleich bezogen werden kann, für einen ledigen Herrn zu vermiethen. Friedberg den 17. Juli 1844. J. P. Mann Tanzmuſik. (982) Sonntag den 21. d. M. iſt gut be— ſetzte Tanzmuſik bei mir anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Friedberg den 17. Juli 1844. J. P. Mann. Eine bedeutende Handlung (983) in Gieſſen ſucht einen Sohn bra ver Cltern unter billigen Bedingungen in die Lehre. 5 Frankirte Briefe mit der Addreſſe A. E. in Gieſſen poste restante werden hierauf ent gegen genommen. Neue ein- und zweiſpaͤnnige Wagen (980 mit eiſernen Achſen ſind ſtets zu haben in Münzenberg bei M. Engel& Lichtenſtein. „ 228 Einladung zur Feier der landwirthſchaftlichen Preisvertheilung am 23. Juli 1844 zu Hungen. (985) Das unterzeichnete Feſt⸗Comité beehrt ſich hierdurch zur Theilnabme an den Feier⸗ lichkeiten dieſes Tages, unter Mittheilung der Feſtordnung ergebenſt einzuladen. Programm. Das Feſt wird in der Frühe durch einige Böllerſalven angekündigt. Um halb acht Uhr verſammeln ſich die Theilnehmer vor dem Gaſthaus zum„Solmſer Hof,“ und um acht Uhr Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 7. Sonntag n. Trinitatis den 21. Juli Pfarramtliche Funktionen verrichtet: für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche, Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche⸗ begeben ſich dieſelben in einem Feſtzuge durch die Stadt auf den an der Grünberger Straße gelegenen Feſtplatz in folgender Ordnung: Voran Jungfrauen und Jünglinge von Hungen, hierauf die Feſtfahne in der Landes farbe mit nachfolgender Muſik, nächſtdem Fahnen mit den Solmſiſchen und Stadtfarben, denen der Stadtvorſtand folgt. Commiſſion in Begleitung der Beamten des( folgen die Mitglieder der landwirthſchaftlichen ſchmückte Wagen, und zum Schluſſe Angekommen auf dem Feſtplatze begeben ſich die Feſtordnern angewieſenen Plätze, und es begrüßt nun der einem Feſtgeſang. Dieſen ſchließt ſich der Singverein an, an den ſich die Preisvertheilungs⸗ andwirthſchaftlichen Vereins anreiht. Vereine und des Feſt⸗Comités, dann feſtlich ge— Landwirthe und ſonſtige Feſttheilnehmer. Sodann Anweſenden auf die ihnen von den Singverein den feſtlichen Tag mit Die Preisvertheilungs⸗Commiſſion wird hierauf die Beſichtigung des zur Preisbewerbung aufgeſtellten Viehs, und hernach die Vertheilung der Preiſe vornehmen. einigt man ſich in der Feſthalle zu einem Feſtmahle, Nächſtdem ver⸗ worauf gegen zwei Uhr zur Beluſtigung der Jugend, Volksſpiele(Maſtklettern, Sacklaufen, Hahnenſchlag ꝛc. ꝛc.) folgen und dann die Verlooſung mehrerer Rinder und landwirthſchaftlicher Geräthſchaften vorkommen wird. Zum Schluß Tanzbeluſtigung. Hungen den 12. Juli 1844. Das Feſt⸗Comité: Buttron. Dippel. Fendt. Hunſinger. Kießling. Klein. Kohlheier. Limpert. Luft. Sartorius. Schaaf. Scheuermann. Seibert I. Seibert II. Nach Homburg e (986) werde ich während der Kurzeit jeden 988) im Sonntag, Morgens 6 Uhr, mit meinem neuen J Oſſenheimer eleganten Omnibus fahren und von dort, Abends 7 Uhr, zurückkehren. Die Abfahrt dahier iſt vom Gaſthauſe zum Maulbeerbaum, in Homburg vom Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hof. 5 Friedberg. Heinrich Waas. Frankfurter Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. (987) Der Unterzeichnete erlaubt ſich bier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß ihm von obiger Geſellſchaft die Haupt-Agentur für den Kreis Friedberg übertragen worden iſt. Dieſe Geſellſchaft, welcher vom hohen Großh. Miniſterium die Erlaubniß zur Aufnahme von Verſicherungen ertheilt worden iſt, beſitzt einen Sicherheitsfonds von. Vier Millionen Gulden. Sie verſichert gegen Feuerſchaden zu billigſt geſtellten feſten Prämien, ſo daß der Ver⸗ ſicherte unter keinen Umſtänden einen Nachſchuß zu leiſten hat, alle bewegliche und unbewegliche Gegenſtände. Bei Verſicherungen auf 5 Jahre wird, un— ter Vorausbezahlung der vorjährigen Prämie, die öte Jahresprämie erlaſſen und Verſicherun— gen auf 7 Jahre mit Vorausbezahlulg der ſechsjährigen Prämie bewilligt die Geſellſchalt einen Disconto von 10% von beſagter Prämie und ertheilt außerdem die Verſicherung des 7ten Jahres unentgeldlich. Antragsformulare und Pläne werden bei dem unterzeichneten, zum ſofortigen Abſchluß und zur Ausfertigung der Policen bevollmäch⸗ tigten Agenten verabreicht, der auch jede wei— tere Auskunft zu ertheilen mit Vergnügen bereit iſt. Vilbel den 14. Juli 1844. J. C. Bermann, Haupt⸗Agent der Frankfurter Verſicherungs— Geſellſchaft. Wäldchen la⸗ de ich höflichſt den 21. Juli Aehle. Empfehlung. (989) Einem geehrten Publikum mache ich hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß ich dahier als Bürger und-Herrn-Schneidermeiſter reci⸗ pirt worden bin und empfehle mich zur. Anfer⸗ tigung aller in mein Geſchäft einſchlagenden Arbeiten unter Zuſicherung reeller und promp— ter Bedienung. l 5 Meine Wohnung iſt bei Herrn Schuhmacher⸗ meiſter Schmidt. Friedberg. Hamm, Herrn-Schneidermeiſter. Ein Logis (990) für einen ledigen Herrn iſt am Main⸗ zer Thor mit der Ausſicht auf die breite Straße zu vermiethen und jeden Tag zu beziehen. Bei wem, ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Logis 991) in der belle-étage meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis zum 1. Oktober d. J. bezogen werden. Wilhelm Netz, Drehermeiſter. Frankfurter Gold-Cours vom 18. Juli. 88625 Neue Louisd'or 111 4 Friedrichsd'or 9 48 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9130 Engliſche Souverains 11155 Herr Candidat Seippel. Katechismuslehre hält Herr Candidat Stamm. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmi von 5- 6 Uhr, hält Herr Candidat Staudinger. ttags Fr uch t 18. Juli. 12. Juli 9. A Gattung. Fried⸗ a Groß⸗ berg Mainz gerau* . k. ftr. f. h Waizen pr. Malter 9 30] 837 840 RH 55 6— 5 591 5 /%0% 7 Gerſte„„ 440 453 33. 5 Hafer 57 3 150 3401 3030 Rentam für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. Juli 1844. Falzenhain, He 1 2 a Fried⸗ Buß⸗ 0 Betreffend: 5 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 1 S. E. kf. k f e 1 Leib⸗Roggenbrod 27 2 Tee en e. 2 55 5— 5 an den dein 45 5 10 5 10 5 Feldſtrafen de 5 th. 000 Ausnah —Midchbrod 145 1050 9 Dienſea —Waſſerweck 15 147 da dene Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1⸗5¼ 1% Sogleic arg ra, 1 Ochſenfleiſch 5 111 2 1 3 1 gemäſtetes 9 Se „ Kühfleiſch ang eee 8- 8-H Gemeinden be sg ze gemäſtetes 8 2 8 Schott „Rindfleiſch ungemäſtetes 7 27. 57 Kalbfleiſch 7— 7— „ Schweinenfleiſch 11— 111 „ Hammellleiſch 9— 9 „7 Schaaffleiſch 1 34 „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „ Gemiſchte Wurſt 8— 81 „ Bratwurſt 14— 14— a „ Schwartenmagen 14— 14- Vegſt du „ Geräucherter Speck 20 20 J den Lager: „ Schinken 18 18- lezen, noch „ Doörrfleiſch 16— 16 Ji gebracht „ Schweinenſchmalz, 1 0 N ausgelaſſen 20— 20- e verborgen unausgelaſſen 18— 18 J daft von de „Nierenfett 18— 18 dem Worte „ Hammelsfett 15— 15 denen Thats Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedleh i e Küchler inne g 188 5 e N eth 8 „Die Polizei⸗Tare für die Stadt Butz bah 190 5 daß gilt auch für den Kreis Hungen. e, wenn Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hung hunen Nach Folleni us. duch ded get licht Vun de 5 Len Ainliches M. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.