Intelligenz- Ola Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N Amtlicher Theil. Bekanntmachung. dune n 28 f. Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 23. Aitnigel uz Febr. d. J. im Intelligenzblatt Nr. 19 den Bürgermeiſtern ö Want ü freier!“ iſo 7 2 2 Hern Lug des Kreiſes Hungen zur Nachachtung: K f n m warte. Aus den bis jetzt vorliegenden Regierungsblättern für nt ar! dieſes Jahr ſind zu publiciren: a wee in n a) aus den Regierungsblättern Nr. 1 und 2: Nichts; eee, h aus dem Regierungsblatt Nr. 3.: ſcden Sücherfren— een. e) aus dem Regierungsblatt Nr. 4. Nichts; delten Nmumen d) 7„ 9 u zweitku Vorſ a* 1 1., Bekanntmachung, den Anfang der Dienſtzeit bei ebnen ae den der Reiterei zugetheilten Militärpflichtigen betr. dar, das ern: c) aus den Regierungsblättern Nr. 6. und 7.: Nichts: 1* der neun D aus dem Regierungsblatt Nr. 8.: e s um Schl 5,(desgl.) Umlagen zur Beſtreitung der Communal⸗ *— bedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Hungen; ban 15 Bima 20 0— E Nr 9. f. dn Giheing„Verordnung, Aufſuchen von Waarenbe el monauich, ut durch Handelsreiſende betr. f N beßatiet, 2—3 0 h) 11 Regierungsblättern Nr. 10., 11., 12. und 13.: 58 1 icht N auf die neunte Al f ler 15. Hungen den 6. April 1844. wal bäein Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Hungen o beſonders li Follenius. ö t in Folge der o Deer Schutzengel. 4 ö 5 45 7 5 war der Sohn eines frommen Landmanns in 5 em ſtillen Dörflein unſres Vaterlandes. Seine Jugend— amm: geſchichte war einfach und harmlos, und nur einige wilde g eon beg, Jahre, die er als Krieger i. f en d 5 ger in fernen Landen verlebt, warfen Tale e 8 8 Schatten auf die Erinnerungen ſeiner blü— u keine Entſchibt⸗ 110 en Lebenszeit.— Aus dem Krieg zurückgekehrt zur Hei⸗ 2 0 1 5 90 machte er das Schwert zur Pflugſchar und die ſau⸗ zee ende Lanze zur unſchädlichen Sichel. Bald trug er die n Bänden“ hoch betagten Eltern zur erſehnten R ätte . ö N ehnten Ruheſtaͤtte und fand 25 als Troſt in ſeiner Einſ— it ei i i* 1 5 inſamkeit ein treffliches Weib, an dem de Vorſ 15. fe orte des weiſen Königs ſich bewährten:„wem ein ſch ge gendſames Weib beſcheret iſt, die iſt viel edler, denn die in Friebe — Sonnabend, den 20. April köſtlichſten Perlen.“ Eine Ehe, die im Himmel geſchloſſen war, verknüpfte beide Ehegatten, und als theuerſtes Pfand ihrer Liebe ward ihnen ein liebliches Töchterlein geboren, das der holden Mutter Ebenbild an ſich trug. Doch ſchon nach wenigen Jahren unterlag die treue Gattin einem ſchleichen— den Fieber, und Jacob folgte, tiefen Gram im gebrochenen Herzen, der Bahre, welche die entſeelte Hülle der geliebten Le— bensgefährtin zur Gruft trug. Der Glanz des Lebens, das ihm vordem ſo lieblich gelächelt, war verblaßt, die Saatgefilde, durch welche er einſt wonnetrunken mit dem theuren Weibe dahingewandelt, weckten in ſeiner Seele nur ſchmerzliche Er⸗ innerungen, jede Stelle ſeines Hauſes führte ihm das Bild ven nun vertaſynen gtauſten Warren“„cer Nnuxekiſe In geliebten Kindes vermochte den tobenden Schmerz des Vaters zu bändigen, und in ihm fand er das einzige Glück den einzigen Troſt des Lebens. Ihm weihte er alle ſeine Kräfte und ſo ſtrebte er auch, es in Gottesfurcht heranzubilden! und an den frommen Gebeten, die dem Töchterlein als e d e 1 waren, kräf⸗ 5 gnen Willen, tröſtete er das eigne fee e e ee Jakob die Stunde der Ver⸗ ſuchung. g her Nachbar, deſſen Herz im Dienſt des Irdiſchen verhärtet war, trachtete, den ärmeren Jakob be einem bedeutenden Rechtshandel als falſchen n* 5 brauchen. Lange widerſtand unſer Freund der Lockung; doch endlich reizte der Glanz des verheißenen Goldes ſein Herz und er verſprach dem Böſewicht, er wolle den Eid leiſten, den er verlangte, ja er ließ den Tag beſtimmen, an welchem eee wolle. Durch Zerſtreuungen aller Art, durch e Erwartungen, eine genußreiche Zukunft zu erhalten ſuchte er ſeines Gewiſſens Stimme zum Schweigen zu brin⸗ gen. So kam denn der letzte Abend vor dem verhängniß⸗ vollen Tag heran;— draußen ſtürmte es wild und un⸗ 5 daß das Kind den Vater bat, wenigſtens dieſen Abend bei ihm zu verweilen. Waͤhrend Jakob mit zerriſſe⸗ r ſchwarzes Vorhaben überdachte, ſagte das — ie bibliſchen Spruͤchlein fuͤr ſich her, die es in der Schule auf den nächſten Tag gelernt hatte. Jakob ver— nahm die kräftigen Bibelworte, die einſt ſeine Freude und und ſein Troſt geweſen waren, und die auch jetzt wieder in ſein verödetes Herz fielen, wie der ſanfte Regen auf das erſtorbene Gefilde. Als aber ſein Kind zuletzt mit freudi⸗ ger Zuverſicht die Worte ausſprach:„der Herr wird au's * Licht bringen, was im Finſtern verborgen iſt und den R 5 ath der Herzen offenbaren,“ da brachen Thränen aus des Vaters r 22. Augen, er ſank auf ſeine Kniee nieder und nach einem kur⸗ zen Kampfe mit ſich ſelbſt ſiegte ſein guter Geiſt.— Mit feurigem Danke lobete er den, der„aus dem Munde der jungen Kinder und der Säuglinge ſich eine Macht zube— reitet.“ Jakob erlebte noch, daß ein würdiger Eidam ſei 0 eine Tochter zum Altare führte, und er durfte ſelbſt legte f Als hochbetagter Greis ſtarb er in den Armen ſeiner Kinder, und die Hand der a Tochter drückte ihm die Augen zu mit den Worten:„Selig Enkel um ſich ſpielen ſehen. 2 24. iſt der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt iſt, wird er die Krone des Lebe 5 i ens empfangen welche Gott verheiſſen hat denen, die ihn lieb 12951 170 5 7 F. . ²(11 I. Eingeſandte Aufſätze ꝛc., welche in das Intelligenzblakt auf— genommen werden ſollen. 5 10 a 2) Die glückliche Famili von F. 3) Luxus n M. in L. 4) Ueber Leſevereine 55 5 12 75 1 97 Beiſpiel chineſiſcher Rechtspflege. 5 85 85 in Nr. 20. von Ch. Sch. 7) Ueber Waiſenverpflegung. 1 e Aufſätze ꝛc., welche aus vorliegenden Gründen 1375 Intelligenzblatte keine Aufnahme finden können. ) An den W! in X. N. 3.— Man weiß nicht, ob's Spaß Mittheilungen 171 v. M. in J. 825 Wir müßten die beiden een haben. Aug f 5 giren, wozu wir von Ihnen keinen Auftrag erhal⸗ haben. 2 nd die angeführten Spezialitäten zu unwichtig Die 8 1) Zwei Sagen von Gelnhauſen v. W. von St. in O. oder Ernſt iſt. 6) Auflöſung des Kirchenbuchs⸗ 17. Eine uneheliche Tochter, Bertha, geb. den 3. Marz. Ein unehelicher Sohn, Theodor, geb. den 6. März. Dem Bürger und Metzger Johannes Jockel eine Toch— ter, Margaretha, geb. den 9. März. Friedrich Wilhelm Wißner, Bürger und Schuhmacher, alt 64 Jahre, 11 Mon. 22 Tage, 7 den 10. März. Johann Jacob Queckbörner, Bürger und Fuhrmann, alt 67 Jahre, 2 Mon. 6 Tage, I den 15. März. Sebaſtian Hoffmann, Bürger und Kaufmann, alt 50 Jahre, 3 Mon. und 11 Tage, 7 den 15. März Johann Heinrich Walter, Bürger und Rothgerber, alt 68 Jahre, 6 Mon. und 4 Tage,! den 19. März. Ernſt Friedrich Johann Hilmar Ebel, Candidat der Rechtswiſſenſchaft, ehelicher Sohn des Gr. Inſpectors und Oberpfarrers Friedrich Wilhelm Ebel, alt 22 Jahre 3 Mon, 1 den 23. März. Auszug vom Maͤrz 1844. Grünberg. Getraute: Keine. Getaufte: Beerdigte: Red. Milde W Ferner ſind für Simon Braubu i i geen 0 rger in Obererlenbach ein, D. Red. * Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. o uA uvunuv⸗ (395) Nach einem Eintrag im Pfandbuche der Gemeinde Harrbach hat unterm 16. März 1804 Johannes Münch III. von da und deſſen Frau Katharina bei Sebaſtian Zöklers nachgelaſſene Wittwe ein Kapital von 100 fl. entlehnt. Dieſes Kapital ſoll nach der bei dem Eintrag befindlichen Bemerkung ſpäter auf Oeconomus Hoffmanns Erben ac⸗ tiv übergegangen ſein, es iſt jedoch der Wohn⸗ ort dieſer Ceſſtonarien, ſowie der Tag der er⸗ folgten Ceſſion nicht angegeben. Der Sohn des Schuldners beſtreitet das Fortbeſtehen dieſer Hypothek, vermag inzwiſchen die über die Schuld ſprechende Verbriefung nicht vor⸗ zuzeigen, hat aber auf Löſchung der Hypothek angetragen. Die Abtretung dieſes Kapitals läßt ſich auch um ſo mehr vermuthen, als die Unterpfänder bereits vererbt und theilweiſe an Dritte veräuſſert worden ſind. Es werden daher alle diejenigen, welche Anſprüche aus dieſer Pfandverſchreibung ab⸗ leiten können, hiermit aufgefordert, ſolche ſo⸗ gewiß binnen 6 Wochen vom erſten Erſchei⸗ nen dieſes Aufrufs in öffentlichen Blättern an, bei unterzeichnetem Gericht anzubringen und zu begründen, als ſonſt die Löſchung des fraglichen Eintrags in dem Pfandbuch bewirkt werden wird. Grunberg den 28. März 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Garten-Verſteige rung. (30) Montag den 29. l. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der der Frau Geometer Bindernagel gehörende, hin⸗ ter der Burg zwiſchen dem Nauheimer Weg und der Ockſtädter Gränze, an Franz Heck einer nochmaligen öffentlichen Verſlteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 10. April 1844. In Auftrag Gr. Heſſ: Landgerichts: „ 2* nr Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau (4300 wird in dieſem Jahre am 15. Mai eröffnet werden. Die ausgezeichnete Wirkung der hieſigen Soolquelle gegen Scrofeln, Gicht, Rheumatismus, chroniſche Uuterleibsbeſchwer— den, bösartige Flechten, Haut⸗ und Nerven⸗ ſchwäche ꝛc. ꝛc. hat ſich von Jahr zu Jahr mehr bethätigt und iſt hauptſächlich durch die zum Badegebrauche ſo geeignete Temperatur der Sprudelquelle(27 R.) und den außeror⸗ dentlſchen Reichthum derſelben an freier Koh⸗ lenſäure und an feſten Beſtandtheilen, nament⸗ lich Kochſalz, ſalzſaurem Kalk und Brom be⸗ dingt. In den meiſten Fällen kann die Soole unmittelbar aus der Quelle, ohne weitere Er⸗ wärmung, zum Baden verwendet werden, und erleidet daher von ihrem Gebrauche keine Zer⸗ ſetzung und keinen Verluſt an Kohlenſäure. Nach Bedürfniß wird auch ein Zuſatz von Mutterlauge, welche die hieſige Saline in großer Menge und von vorzüglicher Güte lie⸗ fert, gegeben. Die Menge der vorhandenen Kohlenſaͤure wird mit dem beſten Erfolge zu allgemeinen und lokalen Gasbädern verwen⸗ det. Der hieſige Badearzt, Herr Dr. Bode wird in einer nächſtens erſcheinenden Broſchüre darüber ausführlicher berichten und alle An⸗ fragen in ärztlicher Beziehung gern beant⸗ worten. Logisbeſtellungen für das hieſige Kurhaus ſind zeitig an die Inſpektion der Sool⸗ badeanſtalt zu Nauheim zu richten, welche auch jede andere gewünſchte Auskunft bereit⸗ willig ertheilen wird. Nauheim den 8. April 1844. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt liegende Garten von 2 Morgen 27% Ruthen Schmincke. Dunker. F. Schreiber. Verpachtung. (435) Montag den 22. d. M., von Mor⸗ 1 5 08 10 an, 1 5 in hieſigem Rathhauls Begraſungen 2 ſi⸗ ſchreibekelgraben, Sberprahen, e Wragra⸗* ben, Ringgraben, die alte und neue Bleiche, der Bleichplatz im viereckten Weier und an der Seewieſe, Schützenraine, Feldwege in der Stadt⸗ und Burggemarkung ohne Ausnahme, wenn ſie auch hier nicht genannt ſind. Friedberg den 10, April 1844. g Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (439) Wegen geſchehenen Nachgebots ſoll Montag den 22. April, Vormittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des Kon⸗ rad und Philipp Jung, an Jacob Groß und Konrad König gelegen, beſtehend in Wohn⸗ haus und Gärtchen, einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 10. April 1844. n Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſtet D. Fritz. Verpachtung: (10) Montag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die mit Klee beſamten Aecker, als 1 Morgen auf der Sauerweide und 3 Ptl. 12 Rth. daſelbſt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 11. April 1844.. Der Grßh. Heſſ. Buürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Bauarbeiten. (470 Dienſtag den 30. April d. J., Vor, mittags 10 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtuh zu Kleinkarben die zur Aufführung der Oeco⸗ nomiegebäude zu dem dahier neu erbauten Schul- und Rathhaus erforderlichen Baual beiten im Beiſein des Großh. Heſſ. Kreisbal meiſters des Baubezirks Friedberg an die W. n Kalk, 8.0 Lehm und Poranſchlag n bis Jufß ö Frets Ades Gißh. Krei Einſicht on, Kleinkathen All. Die Ihen. liege 1 0 5 lbr, ſollen au he nan 100 Wuenu hachb N A. Nepgratt der J Scheiner, S chloß ünder⸗, Zimm Dachdeck rarb Murer⸗ und alſchlagt zu C. De Herstellung 1 Aaſthend in: ) Hund und Erk chat l beendet. 4) Mauerſteine 2 Pflastersteine Y Wacſer kan ) Mauerſond u 5) Für Pflecke a den Wenigſt dunn bekannt den veraccord, Kechgo ns ben Er 2 Holz; (476) Mont n dem hieſt Fol zſcrtimente m ö 1737 Cubikfug 10 holz, voben Mul 9 1 182 Heben vorſchrift chlungsfriſ bis ſanmenlunft Ulbr. d Der 05 Ng. 6 Fritz. A„uarbeitel. aus 2 7 lom Häuf iigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben nerden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Irbeiten: ü l. ge 19 Maurerarbeitsſohn 438 25 2) Steinhauerarbeit 88 5 3) Zimmerarbeit 565 3 5 Dachdeckerarbeit 236 30 5) Schxeinerarbeit 125 27 60 Schloſſerarbeit 110 6 7) Glaſerarbeit 10 14 80 Weißbinderarhbeitslohn 75 29 9) Pflaſterarbeitslohn 166 erner das Herbeifahren von 22 Cudik⸗Klafter Mauerſteinen, 8 Cubik-Klafter Pflaſterſteinen zus den Kleinkarber Steinbrüchen, ſodann dle ſieferung von 17,500 Stück Backſteinen, 174 Bütten Kalk, 8.6 Cub.⸗Klftr. Sand, 1,0 Cub. Flftr. Lehm und 30 Gebund Langſtroh. Die Voranſchläge, Riſſe und Steigbedingun⸗ en liegen bis zum Termin auf dem Bureau ſes Grßh. Kreisbaumeiſters zu Friedberg zur Einſicht offen. 5 Kleinkarben den 16. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stork. Bekanntmachung. (475) Mittwoch den 24. d. M., Nachmit⸗ ſags 3 Uhr, ſollen auf hieſigem Bürgermeiſterei⸗ Zureau nachbenannte Arbeiten, als: l I. Reparatur der Pfarrhofraithe, beſtehend in: Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer⸗, Weiß binder⸗, Zimmer-, Maurer- und fl. kr. Dachdeckerarbeit, voranſchlagt zu 100— 3. Desgleichen an dem Schulhauſe, beſtehend in: Maurer⸗ und Schreinerarbeit, vor— anſchlagt zu 30— O. Die Herſtellung einer neuen Weede, beſtehend in: 2) Hand⸗ und Erdarbeiten, voran⸗ ſchlagt zu 209— M MBceeerrafcetuub, ee* 19 Mauerſteine 320 fl. 2) Pflaſterſteine 160„ 3) Waſſerkalk 150„ 40 Mauerſand u. Pflaſterkies 120„ 5) Für Pflöcke und dgl. 10 760— Summa 1142 16 in den Wenigſtnehmenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden, Bedin— zungen veraccordirt werden. Kirchgöns den 12. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Braun. Holz-Verſteigerung. (476) Montag den 22. April d. J. ſollen 11 dem hieſigen Gemeindewald nachſtehende Holzſortimente meiſtbietend verſteigert werden: 737 Cubikfuß eichen Bau-, Werk⸗ und Nutz⸗ holz, wovon ſich einige Stämme fuͤr Müller zu Wellbäumen eignen, % Stecken eichen Scheitholz, a 0„ Prügelholz, 99—„ Stockholz und „, Reisholz. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird zahlungsfriſt bis Ende d. J. geſtattet. Die juſammenkunft iſt im Ort des Morgens um 0 Uhr. Das Holz iſt ungefähr/ Stunde erhof gefällt und kann ſolches auf dem gemachten Vicinalwege ganz gut auf die (bauſſee nach dem Häuſerhof gebracht werden. Oberwiddershéeim den 14. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Gerhardt. Gras-Verſteigerung. (477) Freitags den 26. d. M., Nachmit⸗ 1 gs 4 Uhr, wird an Ort und Stelle die dies 198 25. e dies⸗ ſührige Grasbenutzung in dem vorderen und N 123* hinteren Hirſchgraben, ſowie an dem Burgberg dahier verſteigert, und der Anfang in dem hinteren Hirſchgraben gemacht. Friedberg am 16. April 1844. Der Großh. Heſſ. Rentamtmann Bu ß. Frucht- Verſteigerung. (478) Montag den 29. April, Morgens 10 Uhr, werden von den Herzoglichen Domanial⸗ früchten von 1843 1 29 Malter, 4 Meſte und 7 Geſcheid Waizen, 93 Malter und 4 Meſte Korn, 83 Malter Gerſte, 67 Malter und 4 Meſte Hafer, 1 ſämmtlich alten Friedberger Maaſes, in ein⸗ zelnen Abtheilungen auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. N Reichelsheim den 14. April 1844. Herzoglich Naſſauiſche Receptur Rullmann. Bekanntmachung. (479) Der Vieinalweg von Okarben nach Petterweil iſt für Fubrwerke jeder Art bis auf Weiteres geſperrt und unfahrbar, was die Grßh. Bürgermeiſter der Umgegend noch beſonders zur Kennkniß ihrer Ortsangehorigen bringen wollen. Okarben den 17. April 1844. N Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jung. Holz ⸗Verſteigerung. (480) Dienſtag den 23. d. M., Vormittags Uhr, werden in dem Gemeindewald zu Oberrosbach, Diſtrict Loosholzſchlag, nachſte⸗ hende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert: 3 Stecken nadel Prügelholz, 2%„ birken 1 425 Stück birken Wellen, 8 Noe 9 925„ hadel und weiden Wellen, 1 1 en 7 brauchbar, 5 weiden 1 60 Gebund Zumachreisholz. Die Zuſammenkunft iſt am Steg an der Fahrnbach. Oberrosbach den 17. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Bekanntmachung, Holz⸗Verſteigerung, in den Grßh. Domanial— waldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betrff. (4810 Oonnerſtag den 25. d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, wird in dem Diſtrict Kellerberg bei Oberrosbach, ein, von der Verſteigerung vom 19, Febr. d. J. unbezahlt und unverbürgt liegen gebliebener eichen Bau⸗ holzſtamm, von 18 Zoll Durchmeſſer und 25 Fuß Länge, abermals an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Oberrosbach den 15. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. (482) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß jeder, welcher in der Gambacher Sandgrube Sand holen will, für einen Wagen voll 12 kr. und einen Karrn voll 6 kr. an den Gemeindeeinnehmer daſelbſt vor dem Abfahren gegen einen Schein, wel— chen er bei dem Gr. Bürgermeiſter abzuholen hat, bezahlen muß. Wer dieſes unterläßt, wird höherer Behörde zur Beſtrafung angezeigt. Gambach den 16. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Rep p. Bekanntmachung. (83) Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Unterzeich— neten das der Gemeinde Bruchenbrücken ge— hörige Rathhaus, unter den dabei bekannt ge— macht werdenden Bedingungen, einer nochma— ligen Verſteigerung ausgeſetzt werden, und ladet Kaufliebhaber hierzu ein. Bruchenbrücken den 16. April, 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. Frucht ⸗Verſteigerung im Rentamte Friedberg. (480 Nachgenannte Fruchtquantitäten von den 1843 r Vorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehema⸗ ligen Mainzerthore, Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, a) von dem Speicher zu Friedberg: 7 Malter Waſzen, 75 Malter Korn, 25 Malter Gerſte und 40 Malter Hafer, p) von dem Speicher zu Vilbel: 30 Mal⸗ ter Korn, ½ Malter Gerſte und ½ Malter Hafer, 1 2) zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſi— ſchen Hofe, Mittwoch den 1. Mai, Vor⸗ mittags 10 Uhr, von dem daſigen Spei⸗ cher: 45 Malter Korn, 20 Malter Gerſte und 6 Malter Hafer. Friedberg den 6. April 1844. Der Großh. Heſſ. Rentamtmann B u 5 Arbeits Verſteigerung. (183) Freitag den 26. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen in der Behauſung des Unterzeich⸗ neten nachfolgende Arbeiten und Lieferungen zur Herſtellung eines Waſſerbehälters öoffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden: fl. kr. 1) Ausgraben des Teichs voranſchlagt zu 107 48 2) Maurergrbeit...— 2 2„ Kies, 7 7 84 5) Zimmerarbeit, 18— 6) Lieferung von gut gebranntem Waſſerkalk 58.20 Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſi bekannt machen zu laſſen. Maibach den 17. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. rr Privat- Bekanntmachungen. Moi 2 8 Mein Tapeteulager ** (448) in reicher Auswahl und nach dem neueſten Geſchmacke empfehle ich zu den billigſten Preiſen. Friedberg. Chr. Hecht. Kirchweihe zu Engelthal. (472) Sonntag den 21. und Montag den 22. April iſt bei Gelegenheit des Kirchweih— feſtes bei dem Unterzeichneten die vollſtändige Kaicher Tanzmuſik, vorzügliche Speiſen und Getränke anzutreffen. Da ſeit zehn Jabren das hieſige Kirchweihfeſt nicht gefeiert wurde, ſo hoffe ich um ſo mehr um recht zahlreichen Zuſpruch. Engelthal. Carl Steter. Ein dg, (473) beſtehend in Wohnzimmer, Kabinet, Bodenkammer, einer verſchließbaren Küche, Theil am Keller, einem Stall, wozu noch auf Verlangen ein Zimmer gleicher Erde im Hofe zur Werkſtätte eingerichtet wird, iſt zu ver⸗ miethen und kann ſogleich bezogen werden bei Wilbelm Stritzinger in der Kirchgaſſe. Einladung. (86) Sollte irgend mehreren meiner geehr⸗ ten Freunde die Einladung zu dem Abſchieds⸗ ball, welchen ich mit einem Theil meiner Schü— ler Sonntag den 21. April, Nachmittags 3 Uhr anfangend, in dem Locale des Hrn. Hen⸗ kel am Schwalheimer Mineralbrunnen abhal⸗ ten werde, nicht zugekommen ſein, ſo beehre ich mich hiermit Sie höflichſt einzuladen. G. Worret, Tanzlehrer. Frucht⸗Verſteigerung. (187) Dienſtag den 23. April a. G., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen zu Münzenberg in des Keller Kleins Wohnung 28 ½ Achtel Waizen, 91„ Korn, 65„ Gerſte, a 5 6„ Hafer, Freiherrlich von Bellersheimiſche Früchte, öf⸗ fentlich meiſtbietend verſtrichen werden. Münzenberg den 16. April 1844. s Klein, Freihl. v. Bellersheimiſcher Adminiſtrator. Einladung. (4188) Meinen geehrten Gönnern und Freun⸗ den zeige ich hiermit ergebenſt an, daß das in Nr. 27 und 28 dieſes Blattes angezeigte, große Preiskegelſchieben nächſten Sonntag den 21. und Montag den 22. fortgeſetzt und daß daſſelbe den darauf folgenden Sonntag den 28. d. M. beendigt werden wird. Ich lade daher hiermit nochmals alle diejenigen Herrn, welche daran Theil zu nehmen wünſchen, höf⸗ lichſt mit dem Bemerken ein, daß ſchon etwas über die Hälfte der Looſe geworfen iſt. Friedberg. G. Gerlach. 5 E mpfehlung. e gen, daß ich mit verfertigten Hauben in großer Auswahl, Hüten, ſeidnen Bändern, ſeidnen und wollenen Halstücher, Handſchu⸗ hen ꝛc. wieder beſtens verſehen bin. Ferner beſitze ich eine bedeutende Auswahl Tüll, Spitzen und Bouquets, und gebe ſolche u ſehr billigen Preiſen ab. 5 dem ich mich zu zahlreichem Zuſpruche In 0 ergebenſt empfehle, verſpreche ich reelle und billige Behandlung. Friedberg. J. Adler, neben der Poſt. Ein Logis, in 5 heizbaren Zimmern, mehreren Kammern, Küche, Keller, Holzſtall und Spei⸗ cher beſtehend, iſt zu vermiethen. Daſſelbe kann den 1. Juli d. J. bezogen werden. A. Suhrada. (490) Einen ſchwarzen Frack nebſt Hoſen, (4910 die für einen Konfirmanden paſſend ſind, hat zu verkanfenn. . Schneidermeiſter Kopp. Eine brave Magd, (492) welche bürgerlich kochen kann und überhaupt in allen Hausarbeiten gut empfoh⸗ len iſt, wird in Dienſt geſucht. Ein dreiſpänniger Wagen (493) mit vollſtändigem Zugehör. ist aus Das Nähere iſt auf der Bürgermeiſterei in Stammheim zu freier Hand zu verkaufen. er fahren. 60 bis 70 Körbe Spreu (1910 verkauft aus der Hand Heinrich Hanſtein IV. 124. Gartenwirthſchaft. (495) Einem geehrten publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß die Gartenwirth⸗ ſchaft eröffnet iſt. J. M. Simon. Zum Verpachten. (496) Meine drei von Herrn Scheuermann gekaufte Gärten will ich aus der Hand ver⸗ pachten. P. C. Kopp. „ und etliche Ruthen Klee, (497) welche an einem Stück ſind und nahe bei Friedberg liegen, ſind auf ein Jahr zu verpachten bei 9 5 Phil. Philippi im Steinernhaus. Nro. 204. bei Salomon Schwab in der Judengaſſe ſind zu verkaufen: (498) Zwei einſpännige Wagen mit eiſer⸗ nen Achſen, ein Kühkarrn, mehrere Schub⸗ karren, ſchwere Steinſchlage, Brecheiſen, Pik⸗ kel, Radhacken, Schöpfſchüppen, Kleider⸗ ſchränke, Bettladen, Tiſche, Stühle und ver— ſchiedene Räder, alles in gutem Zuſtande. Eine Parthie Miſt (499) hat zu verkaufen N J. M. Simon. 5 8 300 fl. (800) liegen in der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt zu 5 pCt. gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Ockſtadt. Der Kirchenrechner 5 Klein. Ein goldenes Petſchaft 801) wurde verloren und wird der redliche Finder gebeten, daſſelbe gegen eine angemeſſene Belohnung an die Exped. d. Bl. abzugeben. Eine Magd, (802) welche das Kochen verſteht und mit guten Zeugniſſen verſehen iſt, wird in eine kleine Familie geſucht. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Populäre Natur geſchichte der drei Reiche. — iſt vorräthig: Von F. S. Beudant, Milne⸗Ewards, A. v. Juſſieu. Vollſtändig in zwölf Bänden mit mehr als 1000 getreuen Abbildungen. Aus dem Franzöſiſchen uͤberſetzt und herausgegeben von der„Geſellſchaft zur Verbreitung guter und wohlfeiler Bücher.“ iter Band, 206 Seiten; 2ter Band, 190 Seiten. (Zoologie.) Jeder Band nur 18 kr.!! Vier Bände umfaſſen die Zoologie,(welche durch Bindernagel auch getrennt vom gan⸗ zen Werke bezogen werden konnen), vier die Mineralogie und Geologie, vier die Bo⸗ tanik. Alle 12 Bände koſten nur 3 fl. 36 kr. Z—..———— Eur Frankfurter Gold-Cours vom 18. April. Neue Louisd'or Friedrichsd'or 9 Engliſche Souverains Holländiſche 10 fl. Stücke 55 Rand⸗Ducaten 5 345 20 Frankſtücke 9 29 ¼½ 11156 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Miſericordias Domini den 21. April. (2. Sonntag nach Oſtern.) Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche Herr Conrector Lauckhard. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Baur. Fr, Uchte ee ee, 18 April] 12 April. April Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. kr. fl. kr.] fl. kr. Waizen pr. Malter 11— 945 10 50 A 7 551 748 750 FF 61 628 615 Hafer 75 340 355 3 40 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. April 1844. — 0 Fried⸗ Butz⸗ — Brod 7 Preiſe. berg. bach. S. 7 7 7. 15 r 15 77 n Lth.“ — Milchbrod 134 110 — Waſſerweck 1 4 1 4 — Gedmiſchtes(Tafel⸗) Brod] 15 105 Fleiſch⸗Preiſe. pf pf⸗ 1 Ochſenfleiſch 12— 2 1 1 bee 10 110 „ Kühfleiſch ungemäſtetes 19— 1— . N emäſtetes D „ Nendſteſch! dagen 8 318 3 „ Kalbfleiſch 7 ꝙ— „ Schweinenfleiſch 12-2 „ Hammellleiſch 10— 10— „ Schaaffleiſch 7— 421421 „ Wurſtvon blos Schweinen 14— „ Gemiſchte Wurſt 10%= „ Bratwurſt 15 1 „ Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 22— 2 „Schinken 191- „ Dörrfleiſch 19—.. „ Schpeinenſchmalz, ausgelaſſen 22 unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 21— 1502 „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Tarxe für die Stadt But bus gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hund! e Folleni us. e Gedruckt und verlegt unter Verantwor lichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. e 1 Kreisrat an ſümmtliche 1 Betreffend: Das Nie werdenden Aus Veranlaf den die Vorschrift! fen zur genaueſten Jugdeich eto meiſter bei ener V eigenen Bedar Vornahme der Ver auch deſer aus de Verhichert ſenn ſoll Aufnen kann, ö gamer resp. B U Haeigerung als 2 Den Beigeor ker von Ihnen Friedberg Va 6 das Großßerzl h Aut 1 6 Jutz an die G 15 zu Gießen u in den Prbvinze ( Es hat ſh hier in Verſteige 175 0 10 N führer aufgetrete fag ertheilt hg ch als Unpaſſen