dige ntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ———— Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. tetreffend: Den Abgang der Landbeſchäler auf die Geſtütsſtationen. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, ſuß die Landbeſchaͤler auf den Geſtütsſtationen dahier und 1 Ullrichſtein eingetroffen ſind. Grünberg am 13. März 1844. rf Concert zu Butzbach. Das Concert, welches den 17. Marz in dem freund— chen Becker'ſchen Saale zu Butzbach ſtatt fand und worauf ſhon in Nr. 21 d. B. aufmerkſam gemacht wurde, lieferte ir doppelter Beziehung ein gunſtiges Reſultat: faſt alle Vor⸗ täge wurden vorzüglich gut ausgeführt und das Publikum ſellte ſich ſo zahlreich ein, daß von der Einnahme, nach des Ein⸗ ſnders unmaßgeblicher Berechnung, wohl 80 fl. zum Bau der kirche nach Großlumda wandern werden. Durch die Her— zn Albach, Schuſter, Steinhäußer und Wirthwein purde das Concert mit einem Quartett eröffnet. Hierauf ſolgten abwechſelnd Geſangsvorträge durch Fräulein Hiepe, herrn Heyer und Herrn Pilger von Gießen, die für die zuhörer ſtets eine angenehme Erinnerung bleiben werden. berr Rektor Algeier trug auf ſeinem Fortepiano(einem vortrefflichen Inſtrumente) Fantaſie über Motive aus den hugenotten, von Thalberg, und Impromptu und Romanze, bon Dreyſchock, mit Gefühl und großer Präciſion vor; von ginz beſonders ergreifender Wirkung war der Choral in der eſten Piece. Herr Kreisbaumeiſter Holzapfel von Grün— berg verherrlichte den Abend durch ſeine Violine, auf der e Meiſter iſt. Wenn der Bau unter ſeiner Leitung empor— ſeigt(Großlumda liegt, wenn wir nicht irren, in ſeinem baubezirke), ſo möge er ſeiner Violine gedenken, die durch ten Zauber ihrer lieblichen Töne den Bau fördern half. Nöge überhaupt das ſchöne Beiſpiel ſämmtlicher Mitwir⸗ knden, durch ihr Talent mit freundlicher Bereitwilligkeit eine ute Sache fördern zu helfen, auch anderwärts Nachahmung inden. Möge ſich dann aber auch ein ſo verhältnißmäßig lahlreiches Publikum finden, wie es bei dieſer Gelegenheit in Butzbach war. Mittwoch, den 20. Maͤrz Wetterauer Sagen. II. Die Sage, wie die drei Ortsnamen Okarben, Groß— karben und Kleinkarben entſtanden ſind. Vor Alters einmal gieng ein Mann an der Nid fiſchen, da wo jetzt Okarben ſteht. Er ſah einen Karpfen und hätte ihn gern gehabt; aber der entwiſchte ihm und er rief traurig aus:„O, Karpfen!“ Darum wurde der Ort hier Okar— ben geheißen. Doch verfolgte der Mann den Fiſch die Nid abwärts, bekam ihn aber uicht eher wieder zu Geſichte, als da, wo jetzt Großkarben ſteht. Der Karpfen war ſo groß und ſchön, daß er ausrief:„Großer Karpfen!“ Aber er konnte ihn wieder nicht fangen, und der Ort, wo er ſo ge— rufen, wurde Großkarben genannt. Zuletzt erblickte er den Fiſch noch einmal, weiter abwärts in der Nid, und als dieſer ihm auch da entwiſchte, rief er ärgerlich, ohne ihn weiter zu verfolgen, weil er mud war:„Kleiner Kar— pfen!“ Darum heißt der Ort, wo dieß geſchah, Klein— karben.“) W.. r Zur wetterauer Chronik. Wieder ein Opfer des Branntweins. In Münſter, Kreiſes Friedberg, trank den 16. März 1844, in Folge einer Wette, Münch von Fauerbach J. einen Schoppen Branntwein, dann Oel und darauf wieder einen Schoppen Branntwein. In der folgenden Nacht mußte er dieſe Unmäßigkeit mit dem Leben büßen. ) Daß dieſe Sage eine erſt ſpät entſtandene iſt, die ſich aus dem falſch verſtandenen Namen der Orte entwickelte und die Herleitung derſel— ben volksverſtändlich zu machen ſuchte, erſieht man ſchon aus unſrer wetterauiſchen Sprache, welche Karben und Karpfen wohl unter- ſcheidet, indem in ihr jener Name Koarwe, dieſes Wort(Karpfen) aber Koarpe lautet. Der Ortsname(Karben) iſt ſchon ſehr frühe entſtellt oder verdorben(bereits unter den Karolingern kommt Carben vor) aus Carbah. Dieß aber würde vollſtändig Carabah, eigent⸗ lich Charabah(Charbach, Karbach) lauten, wie denn auch andre Orte und Bäche ſo genannt werden; die Bedeutung iſt„Klagebacha, von altdeutſch chara d. i. Klage, woher auch unſer Charfreitag(d. i. Klagefreitag) kommt. Alſo wäre Karben:,„zu dem Klagebach.“ Nun ſind Großkarben(Grozinkarbin, Carben majus) und Klein- karben(Carben minus) leichtlich zu erklären, aber Okarben nicht. Man müßte dann unter deſſen früherem Namen Akarben,(welches altdeutſch acarabah, acharabah lauten würde):„zum Orte, wo der Klagebach aus iſt(aufhört),“ verſtehen. 8„ 90. 5 0 Ueberſicht des Viehſtandes im Kreiſe Friedberg im Jahr 1843. gen* ann 5 zal 10 Jakob B! 1. Dem ſieſg ö ter ein Sohn, F , Dem f e Harman Ludwig Den Ottsbürger; in Dienſt, eine Le. en U 77 ſeſthel Bu ekumtmachung horde 1 7 Gn 2 1— A h Atenſart get Allrich Ley it don en u der Rechſsswobltdas de len worden. Es wer ungen, welche Anse En gedachten Nachlaß! ds ſogewiß binnen einer er gcpezeigen und de dg d zu vegunden, al Nahhlaßberchtgung keine i und die ſich nich iaubiger die aus der dung entſpringenden N. ſumeſen haben. Gfoßfarben am 22 1 Großb. Ma Jerſteigerung pon& 88) Dienſtag den 0 Uhr, wird bei d Ain fenſtein ſchen Renta eil gentner geſchätte i Eichen Lohrinde aus Echgage der hieſtgen Heilungen verſteigekt. . gane, wel Ach, erreicht wird, ſogie 1 wird, ſoglel Af ſtadt am 3 Mirz . N i— 8 Viehſtand im Jahr 1843. Ca pitalwerth. 8 Namen. 8 5 Rindvieh. 5 Im Gegen das Jahr N er 2— 8 8 8 5 2 1 8 8 2 85 5 Jahr 1842. —. S 2 2 8 2 5 2 5 8— 2 5———ů 2 Gemeinden. Ss S 85 S 888 8 5 Mehr. Weniger. 8 S fl. fl. fl. 1 Altenſtadt 59 49 19 240 78 900 489 124— 36969 1172— 2 Aſſenheim 751 5 4 13145 33 297 260 54— 13307— 870 3 Bauernheim 171011 1— 62 16 200 54 44— 6856 155 381 4 Beyenheim e 3 91 19 240 151 49— 7853 1117 5 Bodenrod 21— 1 16 50 60 200 20 16— 5676 1196— 6 Bönſtadt 424 118 18 167 76 400 425 48— 34506 15055 5 57 Bruchenbrücken 47 11 2 1 170 60 260 330 65— 17780. 615⁵ 8 Büdesheim e e 44 150 6⁴ 239 289 88 26293 2 3698 9 Burggräfenrod 311 41 1— 76 27 155 81 30— 10332— 995 10 Butzbach 110— 3 26 264 61 387 249 161— 32443 22 540 11 Engelthal ſ. Altenſtadt g 5 0 12 Fauerbach I. n 52 173 88 500 110 164— 16598 1433— 13 Fauerbach II. 26— 3 4 115 10 150 90 26— 1292⁵ 899 14 Friedberg 210— 4— 181 42 343 160 80 1 18980— 5 1810 15 Großkarben 5 i e173 54 157 2⁴⁵5 60 1 16349— 10427 16 Hauſen u. Os ſ. Niederweiſel 17 Heldenbergen 7er 60 155 570 160— 24765 10— 18 Hochweiſel 8- 2 984 155 23 477 95 22— 13651— 102 19 Höchſt 21— 1 2 99 19 9 91 771— 10127— 2853 20 Holzhauſen 2 6 150 30 300 70 60— 19960 2100 5 21 Ilbenſtadt 86— 6 253 84 736 309 544— 47093 10770— 22 Kaichen 6345173 2 163 4⁵ 457 195 804— 27128 9465— 23 Kirchgöns 34 5 6] 72 169 70 501] 259 16— 11706—d 101 24 Kleinkarben r 2 145 35 19 205 10 11215— 142⁵ 25 Kloppenheim 33— 1 2 75 18 350 150 J 10803 ½ 82— 1191 26 Langenhain u. Ziegenberg 14.— 1 14 82 74 360 40 12 4 7*— 8793— 2024 27 Maibach 12 16 76 2⁴ 170 58 12 1 5847 1176— 28 Melbach n— 190 20 32⁴ 70 40— 18488 5 1519 29 Münſter 61— 1 6 61 40 240 20 20— 5510 59— 30 Niedere ſchbach 57 ene, 38. 20 248 24407 5 8063 31 Nieder- u. Oberflorſtadt 644 5 6 10 237 28 316 206 961— 18092— 5642 32 Niedermörlen 26— 2 24 196 28 260 150 18— 14344. 52 33 Niederrosbach„ 27) 2 10 142 58 394 149 23 14962— 2757 34 Niederurſel 46 21 1 8 92 14 90 10⁴ 1313 13602 2627/— 35 Niederweiſel 36— 5 152 431 39 569 327 680 30091 4918 2 36 Niederwöllſtadt 57 111 12 274 69 410 339 N a 24015 534— 37 Oberau 61— 1— 42 9 8 103 16 1 4029 920— 38 Obererlenbach 40— 4 8 183 62 350 133 97 2 23730 2771— 39 Obereſchbach 30%, 15930 661 2 40 Obermörlen 395 6 180 548 306 1310 200 28 3 45845 2271— 41 Oberrosbach 30— 2 36 211 45 231 138 68 2 12076— 2625 42 Oberwöllſtadt 30— 2— 160 19 250 198 621— 13920 3887— 43 Okarben 50 26 14 101 34 300 17 50— 14095— 3043 44 Ockſtadt 43— 3 43 307 56 650 235 151 2 25314— 3374 45 Oppershofen 12— 2 47 164 31 269 186 41— 11651. 202 46 Oſſenheim 33 1 24 2— 97 19 200 100 445— 10841 626— 47 Oſtheim 144 1 1 88 142] 29 360 67 16— 14534— 31²⁰ 48 Petterweil 581 74543 16 228 65— 384 79.— 31720 1175— 49 Pohlgöus 2 87 133 22 410 162 5— 16904 3009— 50 Rendel 301113 6 209 46 210 107 26 1 22844— 6972 51 Rockenberg 46 3 2 53 218 72 570 283 110 6 19107 3210— 52 Rodenbach 3— 1— 42 11 67 113 134— 4518 271— 53 Rodheim 108— 4 2 505 102 1200 512 55— 45617 4217— 54 Rödelheim 68 432 2 12⁴ 48 29 203 70— 18784— 384 55 Rommelhauſen ſ. Höchſt 56 Södel 39 1 1— 114 10 130 78 50 3 13080 387— 57 Stammheim 424 2 6 12 145 30 300 214 524— 18146— 132 58 Steinbach +4— 2 10 115 28 184 64 28— 11213— 631 59 Steinfurth 66 19 33 202 58 549 308 901— 27171— 4471 60 Vilbel 121— 3 1 201 50 203 357 240 5 30436— 2547 61 Wiſſelsheim ſ. Steinfurth 62 Wickſtadt 198 3 31 56 13 234 68 2— 11530— 4136 Summe 2840] 92182 1292 9852 2691 1 19080 11126 3021“ 28 1 1,076,502 74819¼½ 68435 Vergleichen wir den Viehſtand vom vorhergehenden Jahre, ſo finden wir, daß ſich derſelbe auch im Kreiſe Fried⸗ berg wie anderwärts bedeutend vermindert hat; es ſind nämlich weniger als im Jahre 1842: 107 Pferde, 14 Bul⸗ len, 89 Ochſen, 1108 Kühe, 727 Rinder, 2820 Schaafe, 2629 Schweine und 366 Ziegen. Nur bei den Eſeln zeigt ſich eine Vermehrung und zwar von 2 Stück. Wie man vernimmt, ſo hat man den Rockenberger Mühlen dieſes gun⸗ ſtige Reſultat zu danken. N l Holz, Lerſte 1œ— Freikags den u 0 Uhr an, ſol id ſehbeimiſhen Wald bei 0 Ne oz, namlich: N Stecken ichen 8 Ns 1 0 „ E „ Fbemiſchtet Airchenbuchs⸗Auszug vom Februar 1844. 25. Friedberg. Getraute: Niemand. Getaufte: 4. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Johannes Bal— zer eine Tochter, Regina, geb. den 20. Jan. 4 Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Jacob Reitz eine Tochter, Eliſabetha, geb. d. 14. Jan. 4. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Friedrich Hil— brecht eine Tochter, Sophie Caroline, geb. d. 14. Jan. Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Chriſtian Gott⸗ lieb Stadelmann eine Tochter, Catharina Eliſabetha, geb. den 31. Jan. 1. Dem hieſigen Bürger, Küfer- und Bierbrauermeiſter Jakob Burck ein Sohn, Konrad, geb. den 10. d. M. 1. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Ludwig Kreu—. ter ein Sohn, Friedrich Jakob, geb. den 27. Jan. 16. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johann Hartmann Ludwig Lang ein Sohn, Karl, geb. d. 4. d. M. . Dem Ortsbürger zu Langgöns Anton Ebel, derm. dahier in Dienſt, eine Tochter, Emilie Auguſte, geb. d. 9. d. M. r 124 Dem Großh. Bauaufſeher Georg, geb. den 19. d. M — Johannes Kreß ein Sohn, Beerdigte: Johannes Schutt, des hieſigen Bürgers, Küͤfers und Bierbrauermeiſters Heinrich Schutt eheliches Söhnchen, alt 2 Mon. und 19 Tage, 1 den 1. d. M. 0 13. Johannes Schneider, hieſiger Bürger und Taglöhner, alt beinahe 80 Jahre, 7 den 1. d. M. Conrad Burck, des hieſigen Bürgers, Küfers und Bier⸗ brauermeiſters Jakob Burck eheliches Söhnchen, alt 1 Tag, 1 den 11. d. M. Maria Eliſabetha Weynandt, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Weynandt des Aelteren, Ehefrau, geb. Schaͤfer, alt 62 Jahre, 11 Mon. und 19 Tage, ü den 11. d. M. 24. 19. Johann Heinrich Vogt, hieſiger Bürger und Schneider— meiſter, alt 76 Jahre, 5 Mon. u. 4 Tage, 7 d. 17. d. M. Regina Chriſtiane Burck, geb. Ockel, gers, Küfers und Bierbrauermeiſters Jacob Burck Ehe⸗ frau, alt 22 Jahre und 5 Mon., m den 20. d. M. Anna Eliſabetha Rauch, des hieſigen Bürgers u. Schloſ⸗ ſermeiſters Emmerich Rauch eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 6 Mon. und 24 Tage, t den 22. d. M. des hieſigen Bür⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN NN I diet a J ald u u. g. (2510 Oer Nachlaß des am 9. November vi! zu Altenſtadt geſtorbenen Oekonomen Diebich Boy iſt von den Inteſtaterben nur mit er Rechtswohlthat des Inventars ange⸗ ttt worden. Es werden demgemäß alle diſeßigen, welche Anſprüche irgend einer Art at din gedachten Nachlaß haben, aufgefordert, ſbuch ſogewiß binnen einer Friſt von 5 Wochen dagie anzuzeigen und ſo viel es thunlich iſt, altbild zu begründen, als ſonſt auf ſie bei der Michaßberichtigung keine Rückſicht genommen wic) und die ſich nicht gemeldet habenden Elchbiger die aus der unterlaſſenen Anmel⸗ dang entſpringenden Nachtbeile ſich ſelbſt bei— zumeſen haben. Goßkarben am 22. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Verdeigerung von Eichen-Lobrinden. (268) Dienſtag den 26. d. M., Vormit— tags 10 Uhr, wird bei dem Freiherrlich von Fran enſtein'ſchen Rentamte dabier das auf 870 Lentner geſchätzte diesjährige Ergebniß am Echen⸗Lohrinde aus einem circa 23jähri— gen Schlage der hieſigen Waldungen in zwei Allthatungen verſteigert. O Zuſchlag erfolgt, wenn der Abſchätzungs⸗ Pheis erreicht wird, ſogleich bei der Verſtei⸗ rim; Ocſtadt am 3 März 1844. Brömſer. Holz Verſteigerung. (01) Freitags den 22. d. M., von Mor⸗ gens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms— Rideheimiſchen Wald bei Wickſtadt das nach— foßgede Ho z, nämlich: 5 Stecken eichen Scheitholz, 12 55„ Prügelbolz, 2„ Stockholz, eh gemiſchtes Stockholz und „Reifer, Oſſentich meiſtbietend, unter den bei der Ver— ſtheung bekannt gemacht werdenden Bedin— giürhen, verkauft werden. zſenheim den 11. März 1844. 4 Gräflich Solms⸗Rödelheimiſche Forſtverwaltung. Braunkohlen Verkauf aſſenheim. (30% Die Verwaltung der Braunkohlen— grube Wilhelms-Hoffnung bei Dornaſſenheim brungt hiermit, unter Hinweiſung auf die Be— kanntmachungen des Großherzoglichen Werks zu Dorheim und des Furſtlich Solms⸗Braun⸗ felſiſchen zu Wölfersbeim und Weckesheim, wornach auf dem Dorheimer und Wölfers— heimer Werk die Kohlenvorräthe bereits ausverkauft ſind, wiederholt zur allgemei⸗ nen Kenntniß, daß auf hieſigem Werk, obgleich der Abſatz täglich ſteigt, noch ein bedeutender Vorrath von Braunkohlenklotzen lagert, und zwar namentlich eine Partbie ganz vorzüg⸗ lich ausgetrockneter Klötze aus dem Jahre 1842. Zugleich macht man darauf aufmerkſam, daß auch die im Jahre 1843 mit der größten Vorſicht geformten Klötze ſehr gut ausgetrocknet ſind, daß überhaupt die hieſigen Kohlen mit den beßten des Bau— ernheimer und Oorheimer Werks in Brenn⸗ kraft, Maaß und Gewicht gleich ſtehen; der bisherige Pre's wie in Bauernheim, bis auf weitere Verfugung zu 12 kr. pro Cent⸗ ner beſtehen bleibt, jedoch gegen vorſchrifts— mäßige Burgſcheine für 50 Centner auf ſechs Monate Credit gegeben wird. Dornaſſenheim am 1. Marz 1844. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Bekanntmachung. (307) es können noch ohngefähr 200 Stück Schaaſe zur Weide dahier angenommen wer— den. Diejenigen, ſo geſonnen ſind, Gebrauch davon zu machen, haben dieſes binnen 12 Ta— gen bei mir anzuzeigen. Bemerkt wird üͤbri— gens, daß die Weide durch Pachtung größerer Wieſen verbeſſert worden iſt. Friedberg den 14. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. F x i 5. 666 fl. und 1400 fl. (318) werden von der Gemeinde Stein— furth zu 4% anzuleihen geſucht und zwar er— ſteres Kapital bis Ende April und letzteres Ende Mai d. J. 5 Steinfurth den 15. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Thönges. Bekanntmachung. (309) Donnerſtag den 21. März 1844, des Morgens um 9 Uhr, ſollen auf der Ge— meindeſtube im Gaſthauſe zum goldnen Hirſch zu Obermoͤrlen die zur Beſoldung der daſigen zu Dorn⸗ 1 1 Pfarrei gehörigen noch vorhandenen Natura— lien, als circa 90 Centner Heu, 65 Centner Grummet, ſodann die Spreu von den aus⸗ gedroſchenen Früchten und einiges Wirrſtrob an den Meiſtbietenden, unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen, verſteigert werden. Kaufliebhaber werden eingeladen. Friedberg am 11. März 1844. In Auftrag des Kirchenvorſtandes Faatz, Kirchenrechner. Holz-Verſteigerung. (319) Samſtag den 23. März, Vormittags 11 Uhr, werden in dem Gemeindewald zu Niedermörlen, Diſtrikt Steinern⸗Biegel, Schlag Nro. XIV. 10 ½ Stecken nadel 221 10 3) 1600 nadel Wellen, 4) 839 Stangen Baumpfaͤhle, Rüſtſtangen, zuſammen 461 Cubikfuß enthal⸗ tend, meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert. Die Herrn Burgermeiſter werden um ge⸗ fällige Bekanntmachung erſucht. Niedermörlen den 16. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. Frucht Verſteigerung. (320) Donnerſtag den 28. d. M., Vormit— tags um 10 Ubr, werden auf der Falkenſtein'— ſchen Mühle allbier: 30 Malter Waizen, Scheitholz, „ Prügelholz, 60* Korn, 25 4 Gerſte und 20 5 Hafer oͤffentlich verſteigt. Obererlenbach am 14. März 1844. Der Gräfl. Ingelh. Rentmeiſter S taus. Baumaterialien Verſteigerung. (3210 Künftigen Dienſtag den 26. d. M., des Vormittags um 10 Übr, ſollen mehrere Baumaterialien von dem Abbruch des alten Schloßbaues zu Grünberg, beſtehend in bedeu— tender Quantität ganz gutem und zur Auf— fübrung von Gebäuden noch ſehr brauchbarem Eichenholz, ſowie in mehreren Klaftern Mauer- ſteine, gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigt werden und wird hierbei zugleich be— merkt, daß bei annehmbarer Bürgſchaft zur Zahlung der Baumaterialien bis zum 1. Juli 1844 Friſt geſtattet wird. Die Großb. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden vekannt machen zu laſſen. Grünberg den 16. März 1844. Der Großh. Heſſ. Rentamtmann Bötticher. Edictalladung. Das N des Chriſtian Zickendrath dahier. (322) ueber das Vermögen des vorhinigen Kaufmanns Chriſtian Zickendrath dahier hat Gr. Hofgericht zu Gießen den förmlichen Con⸗ curs erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an dieſe Maſſe bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf g Montag den 22. April l. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Liquidationstermin entweder per⸗ ſönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte an⸗ zuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt ohne beſonderes Präcluſivdecret von dieſer Maſſe ausgeſchloſſen werden. Gleichzeitig ſoll in dieſem Termine angele⸗ gentlichſt die Güte verſucht werden, und wer⸗ den in dieſer Beziehung die Nichterſchienenen als dem Beſchluſſe der Mehrheit beigetreten angeſehen. Grünberg am 29. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. We läck eir. Lohrinden-Verſteigerung. (323) Donnerſtag den 28. d. M., Mittags 12 Ubr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die Er⸗ gebniſſe der diesjährigen eichen Lohrinden, als: 8. Centner 19 im Gemeindewald zu Holzbauſen 450 1„„ Vilbel 500 zuſammen 950 unter den vor dem Ausgebot eröffnet wer⸗ denden Bedingungen, meiſtbietend verſteigert. Die Rinden im Holzhäuſer Walde werden in zwei im Walde aufgeſchlagenen Schoppen, vor Näſſe geſchützt, aufbewahrt. Holzhauſen den 11. März 1844. Die Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter von Holzbauſen und Vilbel Ried. Hinkel. rr Privat- Bekanntmachungen. Ein Kapital von 1200 fl. (263) kann bis zum 1. Mai l. J., entweder ganz oder auch getrennt, aus hieſigem Kirchen⸗ fond bezogen werden. Wickſtadt den 4. März 1844. Veith, Kirchenrechner. Anzeige.. (2911) Ich halte mich verpflichtet den Be⸗ wohnern der Stadt Butzbach und deren Um⸗ gebung öffentlich bekannt zu machen, daß ich auch bei dem Civilſtande die innere, ſowie die äußere Heilkunde ausüben werde. Unbemittelten werde ich mit gleicher Be⸗ reitwilligkeit unentgeldlich meinen ärztlichen Rath ertheilen. Meine Wohnung iſt bei Schreinermeiſter Wirths in der Korngaſſe. Butzbach im März 1844. Dr. Weinsheimer, Oberarzt im Garderegiment Chevauxlegers. Eine wenig gebrauchte leichte Chaiſe, (298) vierſttzig, bedeckt und mit ſehr guten Laternen verſehen, iſt wegen Mangel an Platz 1 9 11 5 kaufen bei Sattlermeiſter Reuß in Vilbe „„ 92 K. Zur Nachricht. (320 Der Familienwagen von Grünberg fart vom 23. d. M. an, wahrend der Meſſe, jeden Dienſtag und Samſtag Nachmittag fünf Uhr nach Homberg a. d. Obm und von da Sonntags und Mittwochs Morgens ſechs Uhr nach Grünberg ab. Tapeten- Lager. (325) um einem längſt gefühlten Bedürf⸗ niſſe unſerer Stadt zu entſprechen, habe ich ein Tapeten⸗Lager dahier begründet, worin die neueſten Muſter in möglichſt großer Auswahl zu finden ſind. Die Waaren in ſtarkem Pa⸗ pier, haltbaren Farben und zu billigen Prei⸗ ſen ſind ſtets bei mir vorräthig. Ich bitte deßhalb unter Zuſicherung prompter und reel⸗ ler Bedienung um geneigten Zuſpruch. Friedberg den 17. Marz 1844. ö Johannes Bechſtein, Sattler u. Tapezier. Zum Perkaufen. (826) Circa 30 Ctr. Heu, 24 Ctr. Grum⸗ met, 20 Malter Kartoffeln, ſowie auch gute Steckbohnen, Zwiebeln, Rangen und alle Sor⸗ 94 Gartengemüſſe⸗Saamen ſind bei mir zu haben. Bönſtadt den 15. März 1844. Georg Henzel. Ein neuer einſpänniger Wagen (327) mit eiſenen Achſen, Dunghorren und Erndte⸗ Leitern, ſteht billigſt zum Verkaufe bei Gebrüder Grödel. Fuͤr Handelsleute und Oeko⸗ nomen. (328) Durch vortheilhaften Ankauf bin ich im Beſitz einer Partie von 200 Ctr. prima deutſchem und lu⸗ zerner Kleeſaamen gekommen, welchen ich um damit auf⸗ zuräumen, zu billigen Preiſen abgebe. Münzenberg. Hirſch Mayer. Einladung. (329) unterzeichneter wird die Ehre haben, Mittwoch den 20. d. M. im Saale des Hrn. Gerlach eine Vorſtellung in der natürlichen Magie à la Döbler zu geben. Da ſich der⸗ ſelbe in 2 Vorſtellungen in Gießen des größ⸗ ten Beifalls erfreute, ſo ſchmeichelt er ſich, auch hier einem zahlreichen Zuſpruch entgegen ſehen zu dürfen, wozu er ein verehrtes Publi⸗ kum ergebenſt einladet. Der Anfang iſt um 7 Uhr. Entrèe à Perſon 18 kr. Näheres beſagen die Zettel. Chr. Michault. Eine freundliche Wohnung, (3300) beſtehend in Stube, Cabinet, Küche, Bodenkammer und verſchloſſenem Keller, iſt in der Bebauſung des Seifenſieders Arndt in Butzbach an eine ſtille Haushaltung zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Auch kanu nach Wunſch noch eine Stube abgelaſſen werden. Hopfen-Verkauf. (381) Von einem Haus in Bayern habe den Commiſſions-Verkauf von Hopfen in bie⸗ ſiger Gegend übertragen bekommen. und ver⸗ kaufe in ganzen Ballen, wie auch im Anbruch zu den billigſten Preiſen. Frankfurt a. M. den 11. März 1844. Ph. Weis mantel. Friedbergergaſſe C. 216. Programm des Concerts, welches den 24. März im Saale des Herrn Gerlach zum Beßten der Kleinkinderbewahr⸗ anſtalt gegeben werden ſoll. I. Abtheilung: 19 Walliſiſcher Geſang der Schiffer v. Schaͤdl, 2) Duett aus der Schöpfung von Haidn, 3) Piece für das Clavier, 4) Adelaide von Beethoven, 2 5) Frühlingslied, Chor von P. Müller, II. Abtheilung: 1) Turnlied von Eſſer. 2) Diüett aus der Oper: Lucia v. Lammer more, v. Donizetti, 3) Piece für das Clavier, 4 4) Duett aus der Oper: die Falſchmünzer, von Auber, 5) Soldatenabſchied, von Speyer 6) Gebet von Körner, Chor von Klein. Anfang 7½ Uhr. Billete à 18 kr. ſind bei den Hrn. Joh, Falck und C. Binder nagel und an der Kaſſ zu haben. Mühle. und Guts verkauf. (332) Die Werthmühle bei Billertz, hauſen, im Kreiſe Alsfeld, nebſt dem dazu gehörigen Gute ſoll auf freiwilliges Anſtehen des Eigenthumers, Familienverhältniſſe wegen, in einem demnächſt bekannt gemacht werden, den Termine öffentlich meiſtbietend verſteigen werden. 34 Die Muhle enthält zwei Mahlgänge und einen Schlaggang und iſt mit einer Schneid müble verbunden. rod und Billertshauſen,/ Stunden von der gewerbreichen Stadt Alsfeld, in der Nähe einen neuerbauten Chauſſee, an der waſſerreichen, Antrift. In den ſtarkbevölkerten umliegenden, mit wenig Mühlen verſehenen Ortſchaften wird der Flachsbau viel betrieben, auch eine Maſſe Hölzer verſchnitten, und befindet ſich daher das geſammte Mühlweſen in einem guten Flor. 95 Die zu dieſer Mühle gehörigen, ganz zweck, mäßig eingerichteten Wohnungs⸗ und Deco nomiegebäuden erſcheinen in einem befriedi genden baulichen Zuſtande. Das Gut zählt 35 Morgen Ackerland und 15 Morgen Wieſen, in den beßten Fluren der Gemarkung. 5 g l Indem ich Kaufliebhaber einſtweilen hierauf aufmerkſam mache, erkläre ich mich zur Er, theilung etwa gewünſcht werdender Auskunft bereit. Alsfeld am 14. März 1844. Zinßer, Decanatsrechner. Verkauf auf den Abbruch. (333) Der unterzeichnete hat eine klein Scheuer, welche ſich in einem guten Zuſtande befindet und noch auf einem andern Platz aufgeſchlagen werden kann, auf den Abbrut zu verkaufen. Reflectirende können dieſelh jederzeit in Augenſchein nehmen und das Nähen erfahren. Butzbach den 8. März 1844. Job. Flach, Lohgerbermeiſter. Grünwagenſchmier, (330ʃ welcher auch für eiſerne Achſen z gebrauchen iſt, iſt ſtets zu haben bei Siegmund Simon, Seife⸗ und Lichter⸗Fabrikant, wohnhaft in der Uſa-Vorſtadt neben Hrn. Salzmann. Sie liegt zwiſchen Ange Friedberg im März 1844. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Amt Der Kreibrat an die Grof Aetriffend: Den Al Sie haben al un, daß am 8. 0 on zu Meenſtabt Friedberg d Der Kreisrg an die Gro Ioetreffend: Die E Haarba Der Rubrikat Nassauischen Amtm 6. auf den 17. d. mit noch zwei anden Ich weiſe Sie in Benretungsfflle z Grünberg g Cignalement Hröße 573% Haar Rau, Naſe gebogen Auer zerriſener —— Zur . An Sonntag wärme Schulknabe aucli, das a 0 bun, Namens aufen der d eins Nm er en duch